Stent vs. Bypass: Womit leben Patienten besser?

3. Mai 2017

Sind Herzkranzgefäße schwerwiegend verengt, ist eine Entscheidung für eine Behandlung mit Stents oder eine Bypass-Operation nötig. In einer neuen Studie wurde die Lebensqualität von Stent- und Bypass-Patienten fünf Jahre nach dem Eingriff verglichen.

Ob bei einer Koronaren Herzkrankheit eine Katheter-Intervention samt Implantation eines medikamentenfreisetzenden Stents oder eine Bypass-Operation zu bevorzugen ist, wird anhaltend diskutiert.  Jetzt liefert eine aktuelle Sub-Analyse zur bereits vor einigen Jahren veröffentlichten SYNTAX-Studie neue Daten, die auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim vorgestellt wurde.

Erschienen ist die Arbeit kürzlich im Journal of the American College of Cardiology Foundation. 

Die Studie verglich Lebensqualität von Stent- und Bypass-Patienten mit einer schwerwiegenden Koronaren Herzkrankheit (Dreigefäßerkrankung oder Hauptstammbeteiligung der linken Koronararterie) fünf Jahre nach der Intervention bzw. Operation. In diesen Patientengruppen, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, seien sowohl die Stent-Intervention als auch für die chirurgische Bypass-Operation mit „substanziellen und anhaltenden Lebensqualitäts-Benefits“ assoziiert.

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Bypass-OP liegt vorn

Günstigere Ergebnisse hatten die Bypass-Patiententen, was das Risko für Angina pectoris-Anfälle und die körperliche Belastbarkeit betrifft. Bypass-Patienten mit einem hohen SYNTAX-Score hatten einen besonders deutlichen Nutzen bezüglich der Angina-Symptomatik.

Dieses Ergebnis unterstütze die Empfehlung, dass die Bypass-Chirurgie in dieser Gruppe von Patienten klar der Vorzug zu geben sei,  so die Autoren. 

„Auch diese neue Veröffentlichung zeigt wieder, dass bei der Wahl der Therapiemethode für verengte Herzkranzgefäße immer eine individuelle Entscheidung unter Einbeziehung der Patientenwünsche für die jeweilige spezielle Konstellation zu treffen ist. Sie sollte von einem Expertenteam, bestehend aus Kardiologen, Herzchirurgen, Patienten und gegebenenfalls auch dem behandelnden Hausarzt, gemeinsam herbeigeführt werden“, sagt DGK-Pressesprecher Prof. Eckart Fleck.

 

Der Text basiert auf der Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

 

Quelle:

Quality of Life After Surgery or DES in Patients with 3-Vessel or Left Main Disease.
Mouin S. Abdallah et al.; Journal of the American College of Cardiology, doi:

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Kardiologie, Medizin

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