Nüchterne Fakten über Gras

28. April 2017
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Seit März haben Mediziner mehr Spielraum, um Cannabis-Arzneimittel zu verordnen. Sie werden von Patienten mit Anfragen überhäuft. Doch eine Antwort zu geben, ist nicht leicht, es herrscht noch Informationschaos. Wo finden Ärzte und Apotheker verlässliche Fakten?

DocCheck wollte es wissen – und fragte bei Hausärzten, Fachärzten und Apothekern nach, ob sich ihre Arbeit verändert hat, seit der Gesetzgeber die Möglichkeiten zur Verschreibung von Cannabisarzneimitteln erweitert hat. Dr. Christa Roth-Sackenheim, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie aus Andernach, erhielt in den letzten Wochen etwa doppelt so viele Anfragen zur Pharmakotherapie mit Cannabis wie zuvor. „Durch das neue Gesetz haben deutlich mehr Patienten die Chance, Cannabis-Medikamente zu erhalten, wenn sie sie tatsächlich benötigen.

Ein Nachteil sind ihrer Meinung nach teils schräge Erwartungen vieler Laien, die sich vorstellen, ab jetzt gebe es Joints auf Kassenrezept. „Derartige Wünsche gibt es auch in meiner Praxis.“ Das andere Extrem: Gut informierte, medizinisch wirklich bedürftige Patienten kämen mit „differenzierten Fragen“ in die Sprechstunde. Solche Patienten informieren sich vor dem Arztbesuch sehr gezielt durch Internetrecherche.

Kunde hofft auf Linderung seiner Schmerzen

Fünf von DocCheck befragte Allgemeinmediziner beziehungsweise Hausärzte bestätigen dies nicht. „Es gab in den letzten Wochen keine Besonderheiten“, so Dr. Michael Müller aus München: Eine Erfahrung, die von seinen Kollegen, aber auch von Apothekern geteilt wird.

„Den Effekt der Gesetzesänderungen merken wir bis jetzt überhaupt nicht“, ergänzt Ingrid Kaiser, Apothekeninhaberin aus Freising. „Wir hatten ein einziges Mal die Anfrage eines Kunden nach Cannabis, weil er es im Fernsehen gesehen hat.“ Er hoffte auf Linderung seiner Schmerzen. „Meiner Meinung nach war er nur sehr schlecht mit Medikamenten eingestellt, das heißt er bräuchte gar kein Cannabis, sondern wirksamere Schmerzmittel.“

Wieviel Zeit tatsächlich erforderlich sein wird, sollte es zu mehr Anfragen kommen, kann Kaiser nicht abschätzen: „Da noch viele Fragen offen sind, stelle ich mir den Aufwand anfänglich noch relativ hoch vor.“

Thomas Leitermann, Apothekenleiter aus Mühldorf am Inn, kann dies nur bestätigen: „Das breite Medienecho der Freigabe hat bei uns tatsächlich nur vereinzelte Anfragen von Personen verursacht, die durch diese Gesetzesänderung wohl nicht gemeint waren.“ Cannabisblüten hat er nach der neuen Regelung bislang noch nicht abgegeben.

Was blüht denn da?

Hier spricht der Pharmazeut ein heikles Thema an. Im Gesetz wird nicht zwischen zugelassenen Fertigarzneimitteln, Rezepturen gemäß NRF und Cannabisblüten unterschieden. Privatdozent Dr. Michael Überall, Präsident der Deutschen Schmerzliga und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, kritisiert das in einer Stellungnahme: Bei einer Anwendung sollte „im Interesse der Patientensicherheit zunächst die Alternative mit der höchsten Anwendungssicherheit in Erwägung gezogen werden“.

Dabei handelt es sich um standardisierte Nabiximols-Fertigarzneimittel. Für Überall stehen Rezepturen mit THC, Dronabinol oder Nabilon an zweiter Stelle. Erst danach sieht er getrocknete Blüten. „Es ist schwer nachzuvollziehen, warum alles über einen Kamm geschoren wird und Pflanzen, die keine Zulassung brauchen, genauso behandelt werden wie ein Medikament, das zugelassen ist“, kritisiert der Experte.

Zum Hintergrund: Laut Website der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente unterscheiden sich verschreibungsfähige Sorten teils stark voneinander. Sie kommen derzeit noch aus Kanada oder den Niederlanden. Experten erwarten, dass erst in zwei bis drei Jahren Medizinalhanf aus deutscher Produktion zur Verfügung stehen wird.

Cannabisblüten: Sorten

© Internationale Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente

Per Dosisfindung zum Erfolg

Mit einem Gehalt von 22 Prozent Tetrahydrocannabinol nimmt „Bedrogan“ die Spitzenposition ein. „Argyle“ liegt bei lediglich 5,4 Prozent, und „Bedrolite granuliert“ bei maximal einem Prozent. Je nach Sorte startet man mit 25 bis 100 Milligramm Pflanzenmaterial pro Tag und sollte gegebenenfalls langsam die Menge steigern. In einer älteren Studie mit 5.540 Patienten kamen Forsche rim Schnitt auf 0,68 Gramm Blüten pro Tag.

„Da Cannabis nach bisher vorliegenden wissenschaftlichen Informationen eine relativ hohe therapeutische Breite besitzt, sollten Schwankungen der Wirkstoffgehalte im Akzeptanzbereich – wenn überhaupt – nur geringe Auswirkungen auf Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie mit diesen Produkten haben“, informiert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Effekte treten beim Inhalieren innerhalb von Sekunden bis Minuten ein und halten zwei bis drei Stunden an. Entscheiden sich Patienten für orale Applikationen, beginnt die Wirkung nach 30 bis 90 Minuten. Die Wirkdauer schwankt zwischen vier und acht Stunden. Beide Wege lassen sich kombinieren, wobei Pharmazeuten die inhalative Applikation favorisieren.

Dr. Roth-Sackenheim, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, klärt Patienten über Vor- und Nachteile von Fertigarzneimitteln beziehungsweise Cannabis-Blüten auf. Neue Studien seien wichtig, aber in der Praxis nicht das vorrangige Problem.

„Zu Beginn muss man ohnehin den Einzelfall prüfen und dann eine Dosisfindung beginnend mit sehr niedrigen Dosen durchführen“, berichtet die Expertin. „Leitlinien sagen ja nur, dass ein bestimmtes Verfahren noch keine Evidenz hat oder dass es keine hochwertigen Daten gibt. Sie schließen neue Therapiemöglichkeiten jedoch nicht aus.“

Im Einzelfall können Ärzte trotzdem Behandlungsversuche wagen. Ein Beispiel: „Cannabinoide sind in der Therapie chronisch neuropathischer Schmerzen nicht Mittel der Wahl“, heißt es in der zugehörigen S1-Leitlinie. „Sollten sich Beschwerden selbst durch fachgerechte Behandlung mit Mitteln gegen Nervenschmerzen oder auch Opioide nicht lindern lassen, kann man einen Versuch mit Cannabis wagen”, ergänzt die Expertin.

Unzählige Möglichkeiten

Neuropathien sind nur eine Indikation für Cannabis. Zwischen 2007 und 2016 hat das BfArM Patienten mit mehr als 50 verschiedenen Erkrankungen beziehungsweise Symptomen Ausnahmegenehmigungen zur Therapie mit Medizinalhanf erteilt. Im Fokus stehen neurologische, psychiatrische, aber auch gastroenterologische, ophthalmologische oder dermatologische Krankheitsbilder.

Der Arzt Franjo Grotenhermen aus Hürth bei Köln hat vor wenigen Monaten eine Übersichtsarbeit veröffentlicht, die Ärzten als grobe Orientierung dienen kann. Basis waren 140 Studien mit rund 8.000 Patienten. Besonders gut ist die Datenlage bei Übelkeit und Erbrechen durch Chemotherapien (33 kontrollierte Studien, 1.525 Patienten), Kachexien (zehn kontrollierte Studien, 973 Patienten), neuropathischen Schmerzen (35 kontrollierte Studien, 2.046 Patienten) oder Spastiken bei MS (14 kontrollierte Studien, 1,740 Patienten). Wann entsprechende Leitlinien angepasst werden, kann derzeit niemand sagen.

studienuebersicht

© Grotenhermen et al.

 

Dem stehen etliche Nebenwirkungen gegenüber. Cannabis erhöht möglicherweise das Risiko einer Psychose, wobei dosisabhängige Effekte von Bedeutung sind. Negative Folgen wurden für das Herz-Kreislauf-System und für die Gedächtnisleistung nachgewiesen. Andere Veröffentlichungen berichten vom Rückgang des Zahnfleischs. Euphorierende Effekte, Abhängigkeit und Entzug sind beim bestimmungsgemäßen Gebrauch nicht das Problem. Grund genug für Regierungsvertreter, Patienten am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen. Ihnen drohe keine Sanktion, falls „Cannabis aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt“, schreiben Regierungsvertreter.

Viel Bürokratie rund um die Verordnung

Wie so oft spielen neben wissenschaftlichen Fakten sozialrechtliche Aspekte eine große Rolle. Ärzte und Apotheker finden beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weitere Informationen rund um BtM-Verordnungen.

Die wichtigsten Punkte: Es muss sich um eine schwerwiegende Erkrankung ohne – nach ärztlicher Einschätzung – therapeutische Alternativen handeln. Gleichzeitig werden Aussichten auf eine spürbare positive Beeinflussung des Krankheitsverlaufs oder der Symptome gefordert: zwei äußerst schwammige Passagen. Von Medizinern fordert der Gesetzgeber, anonymisierte Daten an das BfArM zu übermitteln.

Vor der ersten Verordnung muss die Erstattung vom Kostenträger genehmigt werden. GKVen beauftragen ihrerseits den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung mit der Prüfung, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind. Ähnlich sollten Mediziner vorgehen, falls sie zugelassene Fertigarzneimittel außerhalb der jeweiligen Indikation verordnen. Das sind Spastiken aufgrund von Multipler Sklerose (Sativex®) beziehungsweise Übelkeit und Erbrechen infolge einer Chemotherapie (Canemes®).

Reden wir über Geld

Für Krankenkassen ist Cannabis zum schwer kalkulierbaren Kostenfaktor geworden. Sie fordern wenig überraschend, den tatsächlichen Stellenwert objektiv zu bewerten. „Für uns ist es wichtig, dass immer die Frage beantwortet wird, ob ein Cannabis-haltiges Medikament dem Patienten wirklich hilft oder ob es vielleicht bessere Alternativen gibt“, sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer. Versicherte warnt sie, mit dem Cannabis-Gesetz könne es auch dazu kommen, dass Krankenkassen die Kostenübernahme für Cannabis ablehnten. Zahlen gibt es aber noch nicht.

83 Wertungen (4.41 ø)
Bildquelle: Simon, flickr / Lizenz: CC BY-SA

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23 Kommentare:

Dr. med. Carlos Gonzalez Hofmann
Dr. med. Carlos Gonzalez Hofmann

Noch ein paar Fakten zu Cannabis: Ja, delta9-THC verursacht dosisabhängig Denkstörungen, auch bei Gesunden. Aber: Cannabis besteht – nach aktuellen Forschungsergebnissen von Mahmoud A. ElSohly, PhD, National Center for Natural Products Research School of Pharmacy, The University of Mississippi University, MS 38677- aus über 560 Einzelsubstanzen, allein über 120 Cannabinoide und 120 Terpenoide!

#23 |
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Dr. med. Carlos Gonzalez Hofmann
Dr. med. Carlos Gonzalez Hofmann

Wenn wir von Cannabis reden, reden wir von unzähligen komplexen, sehr unterschiedlichen Substanzmischungen. Von der Mischung hängt letztlich der Effekt ab.
CBD erhöht Anandamid im Gehirn und wirkt Psychose-protektiv! CBC ist entzündungshemmend. CBN wirkt antibakteriell. CBDA ist antikonvulsiv und antiemetisch. THCv reduziert Appetit und Insulinresistenz. Der Effekt einiger Terpenoide: alpha-Pinene ist bronchodilatorisch, D-Linalool ist angstlösend, D-Limonene antidepressiv und immunmodulatorisch.

#22 |
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Dr. med. Carlos Gonzalez Hofmann
Dr. med. Carlos Gonzalez Hofmann

Aus verschiedenen Blickwinkeln finden sich hier http://www.stcm.ch/sacm-tagung-2016.php Artikel zum Einsatz von Cannabis in der Medizin. Cave: 85% des in den USA legal angebauten Cannabis war relevant Pestizid- bzw. Schwermetall-belastet; Vaporizer lassen ca. 2% Formaldehyd entstehen. Kritisches Abwägen ist gefragt. Pauschal Cannabis abzulehnen ist dogmatisch, unzeitgemäss und inhuman, was der Einsatz v.a. bei Krebs oder in der Palliativmedizin zeigt. Es ist kein Wundermittel, aber auch kein Teufelszeug. Tabak ist giftiger, gefährlicher.

#21 |
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Uwe Niese
Uwe Niese

#18 Bernd Hoppe

Lieber richtig dosiertes Cannabis im BT, als, wie üblich, Alk und Kokain.

Auf jeden Fall wären die Diskussionen friedlicher und wahrscheinlich gehaltvoller als jetzt.

#20 |
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Gast
Gast
#19 |
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Bernd Hoppe
Bernd Hoppe

Hier werden völlige falsche Signale gesetzt. Schon jetzt: Bekiffte im Bundestag und im Strassenverkehr! Ich möchte nicht für einen einzigen Cannabis Verkehrstoten oder Krüppel verantwortlich zeichnen. Ich denke so einmalig ist das Cannabis nicht, dass man nicht vorsichtshalber in der Medizin ohne es auskommen kann.

#18 |
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Gast
Gast

Und hier gibt es weitere Fakten über Gras:
„Cannabis und Cannabinoide in der Medizin”,
eine Fortbildungsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Hessen und dem Drogenreferat der Stadt Frankfurt am 13. Mai 2017
http://www.cannabis-als-medizin-2017.de

#17 |
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Dr. rer. nat. habil. Willibald Schliemann
Dr. rer. nat. habil. Willibald Schliemann

Herr Velazques – bei drei Fehlern sprechen Sie von wimmeln?

#16 |
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Gast
Gast

Jetzt weiß ich immer noch nicht, was so eine meinetwegen Tagesdosis kostet. In der Herstellung sollte es doch auch nicht aufwendiger sein als Harntee?
Wenn ich in CH 1200 (-Chf-Stutz -)lese wird mir schlecht!

#15 |
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Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA)

Gefährliches Halbwissen, Engstirnigkeit und Stigmatisierung machen es schwer sachlich über das Thema zu sprechen!
Es gibt nur wenige Apotheken, wie etwa die Bock-Apotheke in Frankfurt, die offen, aber professionell mit dem Thema umgehen.
Einfach dort mal anfragen, denn auch hier in diesem Artikel wimmelt es von (Rechtschreib-)Fehlern!
Zum Thema FAZ:
Hier ein schöner Beitrag:
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/cannabis-extrakt-synthetischer-stoff-statt-joints-und-plaetzchen-14968307.html

#14 |
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Max Schlommski
Max Schlommski

Als Patient mit 100microgr./h Fenta und zusätzlichen Medis, auch Antidepressiva und Neuroleptika, habe ich den selbstversuch mit Canabis gemacht. Würde mir sehr weiterhelfen, aber in der Schweiz ist das noch komplizierter! Oder man wohnt 30 km weiter in einem anderen Kanton….
Genehmigung und Rezept habe ich erhalten, allerdings kostet es hier für mich monatlich 1200,-Chf und das ist der KV zu teuer. Also weiter schmerzfrei auf die alte chemische Art und keine Lebensqualität mehr wegen der Nebenwirkungen.

#13 |
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Gast
Gast

Meine Güte, es ist immer wieder spannend wie schnell (zwischen “normalen” Befürwortern etc., die ich hier keinesfalls kritisieren will!) die Verschwörungstheoretiker (Pharmamafia), Berufskiffer und sonstigen verqueren Gestalten in den Kommentaren zu diesem Thema auftauchen…

#12 |
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Gast
Gast

Es ist sehr günstig, daß Doccheck auch mal eine nüchterne Überschrift wählt, nicht eine solch urkomische bis aberwitzige wie oft und gerade deshalb anheimelnd wirkt.

#11 |
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Dipl. Psychologe Rainer Keller
Dipl. Psychologe Rainer Keller

@ Gast bzgl. des Artikels in der FAZ. Leider sind die Artikel in der FAZ schon lange nicht mehr von der Qualität, die diese Zeitung einst zur Ikone machte. Nebenbei: früher konnte man sagar darauf wetten, keinen Rechtschreibfehler, geschweige denn schlecht recherchierte Artikel zu finden. Die Zeit sind leider vorbei. Vielleicht hätte sich der Autor mal international umgesehen, vor allem in Israel wo sehr viel in diese Richtung geforscht wird. Und es hat auch niemand der befürwortertenden Wissenschaftler behauptet, es würde gegen alle Schmerzen und jedem helfen. Nein, es sind spezielle Einsatzgebiete und Gruppen, wo es hilfreich ist.
Selbst in den USA – siehe Colorado – funktioniert es. Cannabis zu vernüftigen Preisen, frei verkäuflich und keine Krankenkasse wird belastet. Dieser Irrsinn, der hierzulande mit der Freigabe bzw. Zulassung betrieben wird gehört eigentlich ins Reich der Satire. Was stimmt in diesem Land eigentlich nicht, dass Alkohol so frei zugänglich ist und Cannabis so verteufelt wird ?

#10 |
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Uwe Niese
Uwe Niese

Dass Deutschland bzgl. Cannabis-Legalisierung zu den Schlusslichtern gehört, “verdanken” wir nicht nur der Pharmalobby (Pflanze nicht patentierbar), sondern auch unserer Drogenbeauftragten Marlene Mortler(deren Familie seit Jahrhunderten massenhaft Hopfen und Tabak anbaut), die noch vor nicht allzulanger Zeit mit der ultimativen Logik aufwartete:”Cannabis ist gefährlich, weil es verboten ist.”- Franjo Grotenhermen kann man ob seiner geduldigen Aufklärungsarbeit nur bewundern. Treten Sie der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin(ACM) bei — dort wird Ihnen geholfen.- Und Dank an Herrn van den Heuvel und DocCheck, dass Sie sich endlich des Themas annehmen. Leider haben die meisten Ärzte wenig Ahnung und sollten, zugespitzt, ihre Kinder fragen:-D

#9 |
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Gast
Gast

Einen ziemlich “ernüchternden” Beitrag über Cannabis in der Medizin hat FAZ neulich gebracht :

http://www.faz.net/aktuell/wissen/drogen-in-der-medizin-cannabis-auf-rezept-14919955.html bzw.: “Und wir haben damit keine wirklich guten Erfahrungen gemacht. Es gibt Einzelne, denen die Mittel gut helfen, aber bei den meisten stellen wir die Behandlung nach kurzer Zeit wieder ein.“ Mangels Wirkung oder wegen zu vieler Nebenwirkungen.” … der Artikel in der faz ist recht aufschlussreich, wie wenig berechtigt der Hype um Cannabis in der Medizin in Wahrheit ist…

#8 |
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Gast
Gast

Weiß jemand den Preis in der Apotheke? Die Herstellung kann doch (selbst wenn standardisiert) keinen hohen Preis rechtfertigen?
Einen hohen Preis vermute ich eher deshalb, weil die Kassen sich zieren die Kosten zu erstatten.
Möglicherweise ist es dann die Verdienstspanne?
Kann mich täuschen oder aber auch nicht!

#7 |
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Gast
Gast

Einfach mal die Leute fragen, die seit Jahrzehnten konsumieren.

#6 |
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Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann
Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann

Herr Dr. Dannemann,
wir sind uns sicher einig, daß man als Erstes dafür sorgen muß, Alkoholkonsum zu unterbinden, und zwar mit allen Mitteln. Will aber niemand, weil alle dran verdienen, die Schnapsbrenner, die Geschäfte, Tankstellen, der Staat, die Krankenhäuser, die Rehas.

Der Hanf ist im Vergleich zu dieser Seuche in seinen negativen Wirkungen in Deutschland geradezu lächerlich.

#5 |
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Gast
Gast

Man sollte sich ein wenig einlesen , bevor man Cannabis flos verordnet. Aus meiner Erfahrung ist bei neuropathischen Schmerzen Bediol am effektivsten, da es ” die Leute nicht so blöd macht ” (originales Zitat eines Patienten), wegen des hohen Gehalt es an CBD, das leider ganz ohne THC anscheinend nicht besonders wirksam ist. , die hohen THC Dosen allein bringen anscheinend wenig. Andererseits sind meine wenigen Patienten, die offiziell Marino oder Cannabis.fl. erhielten , sehr glücklich gestorben ( “wenn ich das doch nur schon früher erhalten hätte” Met. Prost. Ca)
In jedem Fall ist die Behandlung besser, als die gegenwärtige Flutung der Bevölkerung mit Opiaten ohne Rücksicht auf Verluste. Ich kenne Ex-Junkies, die wegen Heroin im Gefängnis saßen und jetzt ihren Stoff von der Krankenkasse
erhalten, “weil das den Richtlinien entspricht ” (Orginalzitat Schmerztherapeut)

#4 |
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Was soll der ganze Unsinn.
Cannabis ist eine gefährliche Droge und so sollte auch mit ihr umgangen werden.Die ärztliche
Verschreibungspflicht mit Erstattungsmöglichkeit durch die Krankenkassen ist nicht sinnvoll. Andere Drogen wie Alkohol, Koffein oder Takak haben oft auch medizinisch sinnvolle Einsatzmöglichkeiten und werden auch nicht auf Rezept zu Lasten der Krankenkassen abgegeben.
Die Illegalität von Cananbis muss erhalten bleiben.
Wer dieses Zeugs braucht,
hat schon jetzt genügend Möglichkeiten, sich dieses zu besorgen.

#3 |
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Ludwig
Ludwig

Typisch Pharmamafia und Politik.Erstmal Chemie,dann Opiate,an denen auch wieder die Pharmakonzerne verdienen und die Patienten abhängig gemacht werden.Eigenanbau von Marihuana erlauben und das ganze kostet die Kassen keinen Cent.Das “Problem” ist ,dass dann weder Staat noch Pharmafirmen daran verdienen würden.
Doc Check wird meines Erachtens,wie sovieles von der Pharmaindustrie gesponsort.

#2 |
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Gast
Gast

Was für ein Theater.
Das ist doch klar, daß die Hanfsorten unterschiedliche Eigenschaften haben. Man bestelle sich doch einfach im Netz mal bißchen Saatgut und probiere es aus…

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