AMNOG als Apotheker-Schock

1. Oktober 2010
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Zum ersten Mal hat sich der Gesundheitsausschuss am gestrigen Mittwochvormittag mit den Plänen der Koalition zur Senkung der Arzneimittelpreise befasst. Im Mittelpunkt standen 22 Änderungsanträge, die die Koalitionsfraktionen zu ihrem Gesetzentwurf (17/2413) verfasst haben. Fest scheint zu stehen: AMONOG mutiert zum ernsthaften Schock für Apotheken.

Die Zahlen kamen pünktlich vor der gestrigen Session im Bundestag und stammen von einem Interessensverband. Trotzdem ist das, was der Progenerika e.V. mitzuteilen hatte, stellvertretend für das Durcheinander rund um das neue AMNOG. „Bei 101 von 143 Wirkstoffen, für die derzeit ein AOK-Rabattvertrag besteht, kann es vorkommen, dass das in der Apotheke abgegebene Rabattarzneimittel nicht für die gleichen Anwendungsgebiete (Indikationen) zugelassen ist, wie das ursprünglich vom Arzt für den Patienten verordnete“, heißt es unter Berufung auf eine im September durchgeführte Datenbankanalyse.

Apotheker dürften ihren Kunden die Nachricht auch in anderen Worten des Verbands präsentieren: „Es wird keine Ausnahme sein, dass ein AOK-Versicherter ein Arzneimittel bekommt, in dessen Packungsbeilage er keine Informationen zur Anwendung bei seiner Krankheit findet“.

Beratungspflicht zwischen den Fronten

Tatsächlich ist das, was einem „Austausch in nicht zugelassene Anwendungsgebiete“ gleichkommt, Bestandteil dessen, was die Bundesregierung ab 01.01.2011 mit einer entsprechenden Regelung im Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) zulassen möchte. Gerade für Apotheken erweist sich dieser Passus als Dilemma.

Denn normalerweise könnten sich Pharmazeuten auf das AMNOG berufen und Patienten gegenüber einfach schweigen. Einerseits. Andererseits durchlebt die Branche ohnehin turbulente Zeiten und muss auf Beratung und Information seiner Klientel setzen. Worüber sich die beim Überbringer der schlechten Botschaften kaum bedanken dürfte.

Welche Folgen beispielsweise allein das obige Beispiel hätte, zeigt ein Gutachten, das der Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden erstellt hat. Wilhelm Kirch nahm exemplarisch den Wirkstoff Terazosin ins Visier. Dieser ist sowohl für die Behandlung des hohen Blutdrucks als auch für die Therapie einer Prostatavergrößerung indiziert – wenn auch nicht alle Terazosin-Arzneimittel für beide Indikationen in Frage kommen. „Hat nun eine Kasse einen Rabattvertrag über ein Terazosin-Präparat geschlossen, das zwar zur Behandlung der Prostata aber nicht für die Hochdrucktherapie zugelassen ist, würden Hochdruck-Patientinnen ein Arzneimittel bekommen, in dessen Packungsbeilage sie zwar viel über die Prostatabehandlung lesen können, aber nichts über die Therapie von Bluthochdruck oder gar Kontraindikationen erfahren“, monieren jetzt die Fachleute um Kirch, und: „Im Ergebnis kann dies dazu führen, dass sie ihre Arzneimittel mangels Information über- oder unterdosieren oder sogar die Therapie eigenmächtig ganz abbrechen“.

Kein Einzelfall. Ganze 40 Seiten macht das skurrile Dokument 17/2413 aus, über das der Gesundheitsausschuss gestern debattierte, nach außen hin wird das Papier als Durchbruch im Kampf gegen die Kosten propagiert. „Wie aus dem Gesetzentwurf hervorgeht, soll die pharmazeutische Industrie künftig den Nutzen neuer Arzneimittel nachweisen und den Preis, den sie dafür von den Kassen erstattet bekommt, mit diesen aushandeln“, heißt es etwa in einer Stellungnahme des Deutschen Bundestags.

Die Kostensenkung freilich dürften in erster Linie Deutschlands Apotheken zu spüren bekommen – in Form von Umsatzeinbußen. Denn die geplante Umstellung der Großhandelsvergütung belastet die Apotheken nach Berechnungen des Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA mit bis zu 500 Millionen Euro jährlich. Das große Ganze trifft letztendlich jeden, wie die ABDA zu verstehen gibt: „Das bedeutet einen Rohertragsverlust von durchschnittlich weit mehr als 20.000 Euro je Apotheke, und dies jährlich“.

Kein Ausweg, nirgends

Auf andere Umsatzsegmente auszuweichen, um die Verluste auszugleichen, erscheint wenig realisierbar. Rund 78 Prozent des Apothekenumsatzes machen verschreibungspflichtige Medikamente aus, allein 2009 betrug dieser Anteil bundesweit 30,8 Milliarden Euro. Das sogenannte Arzneimittelverordungsvolumen, innerhalb dessen neben der GKV- auch die PKV-Komponente vertreten ist, liegt sogar bei 31,9 Milliarden.

Was Apothekenverbände auf Grund des drohenden AMNOG nahezu panisch verkünden, ließe sich demnach auch vollkommen frei von Verbandsinteressen bestätigen: Kein Ausweg, nirgends.

Nahezu zynisch muss ob solcher Perspektiven eine besondere Passage des Entwurfs 17/2413 auf Apotheken wirken. Auf Seite vier des gestern im Bundestag diskutierten AMNOG-Dokuments resümieren die Regierungsfraktionen den Output in Punkto Bürokratie: „Erwartete Kostenreduzierung: keine“.

Lesen Sie hier den 1. Teil der Serie…

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21 Kommentare:

Apotheker

Diese Entwicklung ist von den Standesvertretern voll beabsichtigt —die Zahl der Apotheken soll deutlich sinken. Im nächstem Schritt werden die Kassen, da ja die noch verliebenen Apotheken mehr Kunden haben werden…..wer so viel zu tun hat, der ist sicherlich in der Lage, für deutlich weniger Abgabehonorar die Kassenrezepte beliefern lassen. Solange im dreistelligen Millionenbereich unnötige Kundenzugaben wie teure Zeitschriften, kostenlose Botendienste für jeden Killekram und massive Verramschaktionen mit 30-40 % auf alles Rezeptfreie praktiziert werden, signalisiert so etwas dem Gesetzgeber / den KK, dass hier noch viel mehr Geld zu holen ist, nicht nur bei uns in Herne. Die aktuelle und zukünftige Situation ist von einer gefährlichen Minderheit in unserem Berufsstand hausgemacht, eine versalzene Suppe, die wir auslöffeln sollen.

#21 |
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Apotheker

Da fragt man sich doch, warum die Hausärzte 1 Milliarde Euro mehr bekommen – finanziert durch die Apotheken

#20 |
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Apothekerin Annette Spies-Möller
Apothekerin Annette Spies-Möller

Herr Minister Rössler schlägt doch vor, Patienten sollen ihren Arzt bezahlen und sich dann von Ihrer Kasse eine anteilige oder vollständige Erstattung – je nach ihrem Versicherungsvertrag – wiederholen. Das wäre doch auch bei den Arzneimitteln möglich. Unser Preis wird ohne Zwangsrabatte vom Patienten bar bezahlt und wer eine über eine für die Arzneimittelsicherheit notwendige Beratung hinaus wünscht, bezahlt diese eben auch als eine von der Kasse erstattungsfähige Leistung. Oder hat jemand schon mal einen Anwalt erlebt, der sein akademisch erlerntes Wissen verschenken (muss)…- (juristische Erstberatung: 160,-¿) – diese Überlegung sollten die Kammern und Verbände mit Bezug auf Herrn Rössler aufnehmen und zu einer praxistauglichen Lösung ausarbeiten.

#19 |
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Angestellter Apotheker

Ich glaube, dass die Herren dort ganz genau wissen was Sie tun, seit Jahren Schritt für Schritt ein Stück weiter in Richtung Öffung des Marktes. Sie wissen sehr genau, dass, wenn Sie scheibchenweise immer ein wenig mehr wegnehmen, die ein oder andere Apo mehr wegfallen wird. Deswegen hat man es erst einmal ermöglicht ein paar Filialen besitzen zu dürfen. Läßt sich doch auch super verkaufen. Und man kann verschleiern, dass es mittlerweile wohl einige Apos weniger geben dürfte, denn als eigenenständige Apos wäre einige Filialen nicht mehr zu halten. Nur im Filialverbund klappt das NOCH und man kann sicher auf die Angst der Kollegen setzen “jemand anderes macht Macht die Filiale wenn ichs nicht mache”
So hat die Politik jetzt doch erst einmal alles richtig gemacht. Es wird der Eindruck erweckt … mehr Apoheken da ist viel Luft. Wenn Die Politiker es jetzt noch schaffen die aktuellen Einsparungen der Bevölkerung so zu verkaufen, als wäre die Apos nicht betroffen, dann ist das aus politischer Sicht gesehen einfach genial. Dann eröffnet sich in der nächsten Runde die Möglichkeit gleich mal den Zwangsrabatt richtig zu erhöhen. Denn wo sollen sie noch ran gehen und den Rückhalt in der Bevölkerung werden Sie erhalten, zumal sie die Apos ja zuletzt geschohnt haben. So werden immer ein paar mehr zumachen. Und wenn dann die Schreie nach einer schlechten Versorgung lauter werden, vor allem in nicht Großstadtgebieten, dann ist Gelegenheit da die Versorgung dort doch vom DM oder Schlecker übenehemn zu lassen. Die gibts dort doch schon sollen sollen die das machen… und somit fällt das Fremdbesitzverbot. Auch der AM Versand hat seine Tücken. Konnte man früher noch Verluste im RX Bereich mit OTC Verkäufen kompensieren, so wird das bei Kunden mit Versandpreiskenntnis oder -vorstellung immer schwieriger. Außerdem sollte sich jeder Angebotsanpreiser fragen ob er die Politik OTC Medikamente günstiger anzubieten verstanden hat… Haben Sie fähiges Personal welches Ihnen beim 80 cent Paracetamol auch Zusatzverkäufe generiert so dass der Warenkorb dann auch 15-20 Euro hat? Dann dürfen aber keine anderen Superrabatte drin liegen, gelle. Apotheker sind aus Sicht der Politik Einzelschicksale und wie oben schon erwähnt Inhomogen und somit aus politischer Sicht von minderem Interesse. Viel interessanter sind doch ein wenige Großunternehmen. Wenn alle Apotheke dann vielleicht mal 2-5 Anbietern gehören, dann sind die doch viel interessanter für Politiker. Wir sollten daher auf keinen Fall denken die Politiker wissen nicht was Sie tun…. denn meines Erachtens nach wissen Sie es sehr genau.

#18 |
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Selbstst. Apotheker

Wer jammert denn hier herum, uns Apothekern(innen) geht es doch super mit der besten Lobby der Welt, ab jetzt mit 270 Mio Mehrgewinn und den armen Krankenkassen “klauen” wir pro Arzneimittel noch 1,75 Eur. Da hat wohl Niemand den “Spiegel” Ausg.28/2010 gelesen. Beim Lesen mußte ich zwei Zwanspausen machen und mich im Garten entspannen, um einem Infarkt zu vermeiden.

#17 |
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Sibylle Binder
Sibylle Binder

Wir haben doch schonmal gestreikt. Ich war zweimal mit auf der Straße. Trotz Streik ist alles noch viel schlimmer gekommen, als wir damals dachten.
“Auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden” ist das Credo der Politik. Was man mit Demonstranten in Deutschland macht, sieht man doch jetzt wieder in Stuttgart. Man schickt die Polizei und ignoriert die Botschaft. Armes Deutschland.

#16 |
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Liebe KollegInnen die Apotheken einen Tag lang, oer sogar einen halben Tag geschlossen zu halten wäre `ne super Idee. Vielleicht merken dann unseren Kunden, daß die Apotheke um die Ecken doch was bedeutet haben. Die Apotheke wird immer weiter herunter gestüft und man fragt sich ob die Lesung einer Packungsbeilage eine/n Kunde/in cshon zu Fachmann macht angesichts der Tatsache wir mussten fünf Jahre dafür öpfern. Mit aussterben der Apotheken geht nicht nur fachkundige Beratung zugrunde, sondern auch eine undankbare Leistung (Notdienste etc) auf die sich keine der Politiker jetzt so viele Gedanken drüber macht. Günstigere AM ja, aber was sind die NW und WW?

#15 |
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Selbstst. Apothekerin

Unsere Verbände wissen schon lange, dass wir auf einem absteigenden Ast sitzen, deshalb haben sie ja sinnigerweise schon mal den “Tag der Apotheken” eingeführt, zur Erinnerung an eine aussterbende Spezies.

#14 |
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Pharmazeutisch-technischer Assistent (PTA)

Ich “freue” mich schon auf die Kundengespräche. Wie gern würde ich diese “Süppchenkocher” in Ihren schwarzen Anzügen für ein paar Tage im Handverkauf zwangsverpflichten. Bei dieser Gelegenheit könnten sie dann auch gleich Einblicke in die Warenwirtschaft, der Rezeptur und der Laborarbeit nehmen.
Die durch sie selbst herbeigeführte Bürokratie erledigen sie sicher nebenbei. Über die erzielbaren Gewinne in einer Landapotheke werden sie sicher staunen.
Was wird den Apotheken wohl noch zugemutet werden?
Über die berufliche Zukunft wird sich niemand, der im Handverkauf tätig ist, Sorgen machen müssen. Denn irgendwie sind wir ja Pädagogen, Psychiologen, Seelsorger, Rettungsassistenten, Lieferdienst, Laboranten, Technikberater für medizinische Geräte usw. Da wird sich schon was finden lassen.

#13 |
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Thomas Schubert
Thomas Schubert

Schon oft gehört: die Verbände machen nichts

noch öfter gehört: die Kollegen sind sich nicht grün und schon gar nicht einig und denken nur an den eigenen Profit

Ich gebe zu bedenken: Wir Apotheker kämpfen hier für unseren Berufsstand. Ich erwarte, dass die Kammern und Verbände dem Berufsstand Rechnung tragen, sonst verwalten sie sich bald selbst und ein paar Kollegen die das Sterben überlebt haben. Und ich wünsche mir endlich mal Einigkeit, wobei die Kammern dafür Sorge tragen könnten.

Unser Berufsstand wird immer wichtiger, denn der Arzt kann all die Beratungsarbeit nicht mehr leisten, weil er seine Praxis wirtschaftlich führen muss. Wir können das bald auch nicht mehr, weil wir dicht machen müssen… Na vielleicht macht mein Roboter dann dem alten Mütterchen die Tür auf bzw. hilft der Mutter mit dem Kinderwagen. Die Beratungsarbeit kann er ja gleich mit übernehmen. Schön auf DIN A 4 ausgedruckt. Wird bestimmt spannend einen Berufstand zugrunde gehen zu sehen.

Kündigt die Knebelverträge und deckt die dunklen Kanäle auf. Derer gibt es immer noch genug. Da hat man dann Einsparungspotential.

#12 |
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Andreas Keller
Andreas Keller

Solange im Vierteljahresrhythmus neue Apotheken öffnen, um die Patienten mit der Begründung, “für die Patienten verzichte ich gern auf etwas Gewinn” mit Billigpreisen zu beglücken, ist für jeden klar: da ist noch Luft im System. Wenn noch immer Einrichter durch die Großstädte ziehen können, um den Kollegen vor Ort die Pistole auf die Brust zusetzen: entweder Du kaufst mir die Apo ab oder eben jemand anderes – siehe oben.
Solange die Stadtplaner und ihre Investoren in jedem/r neue zu bauenden Einkaufszentrum bzw. -passage eine weitere Apotheke einplanen … siehe oben.
Und die Idee mit dem Streik … sehr schön – Internetforen sind geduldig und: ich weiß jetzt schon welche Kollegen in meiner unmittelbaren Umgebung sich mit dem Verweis auf den Versorgungsauftrag “opfern” würden, trotzdem zu öffnen – genau jene, die die Leute mit ihrem großzügigen Verzicht auf Gewinn für sich einzunehmen versuchen … “lupus est homo homini”.

Möglicherweise ein etwas defätistischer Beitrag – jedoch ist aller Zorn und Aktionismuns der sich hier ganz gut anhört eben doch nur Wortgeklingel und in realiter am nächsten Tag vergessen oder unter Alltag verschüttet. Apotheker sind m.E. eine zu inhomogene Menge von Individuen, die sich leider nicht auf eine gemeinsame Schnittmenge bringen lassen werden. Ich befürchte uns bleibt nur “Romeo und Julia” oder der Weg Fontanes oder Spitzwegs.
Ich würde ich freuen, wenn ich eines Besseren belehrt werden würde.

#11 |
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Thomas Gärtner
Thomas Gärtner

Meine Forderung: Kammerbeitrag nicht vom Umsatz sondern vom Ertrag.
Zur Durchsetzung mein Vorschlag: Fernbleiben von allen Fortbildungsveranstaltungen der Kammer und der Vereine. Dies trifft nicht unsere Kunden und kostet uns kein Geld. Ein paar Streikbrecher schmerzen dabei nicht. Durchhalten bis jemand merkt, dass etwas faul ist im Staate….

#10 |
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herr Athanassios Kiroudis
herr Athanassios Kiroudis

Wie wäre es, wenn die, welche diese tollen Pläne schmieden, sich geseztlich versichern ?!
Es sollte wie beim Essen sein: nicht nur kochen und anbieten, sondern selbst kosten, denn diese Suppe ist versalzen!

#9 |
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Deurschland schafft sich langsam auch bei den Apotheken selbst ab.Die Entwicklung war vorauszusehen.

#8 |
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Rolf Gades
Rolf Gades

Wie lange Apotheken dieses skurile “Spiel” eigentlich noch mitmachen.
Unter diesen Rahmenbedingungen kann keine Apotheke in die Zukunft gerichtet planen.
Wir brauchen klare und sinnvolle Regeln für die tägliche Arbeit statt immer neuer ineffektiver Baustellen in sog.
“Gesundheitsreformen”.

#7 |
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Selbstst. Apotheker

Solange unsere Weisen, die unsere Geschicke leiten, sich nicht trauen über unser Geld zu reden wird sich nichts ändern. Alle reden darüber was für Umsätze die Apotheken machen, keiner will erkenn welche Erträge daraus resultieren.
Solange der Staat mit der Mehrwertsteuer mehr Geld erwirtschaftet als die Apotheken Rohertrag läuft doch was falsch.(bezogen auf die GKV-Umsätze). Solange die ABDA den Politikern nicht klarmachen können, dass die Eigenverwaltung der Krankenkassen mehr als doppelt soviel kostet, wie der Vertrieb und die Beratung der Arzneimittel kostet und das bei ungefähr gleicher Anzahl an Angestellten, wird sich nichts ändern.
Harmlose Plakataktionen, Karten für die “große Ablage” unserer Abgeordneten, ein ABDA-Sprecher der sich in Designerklamotten und Brillen auskennt aber nicht den Apothekenmarkt, satte ABDA-Vertreter die höchsten denken “es sterben Apotheken? Nagut bleibt für den Rest mehr übrig” und nur leere Worthülsen als Protest dagegen ausstoßen.
Ein Streick? Gerne, aber es wird zu keiner Geschlossenheit kommen, denn ist doch ne tolle Marketingaktion dann für alle dazusein wenn andere Apotheken geschlossen haben. Die kann nur funktionieren wenn Streikbrecher blockiert werden. Also sich vor geöffneten Apos aufbauen und …….
Schöne Träume- aber wir sollten wach werden, um zumindest zu erkennen wir sitzen alle in einem Boot und können nur als einzelne überleben wenn alle überleben. Ein “Massensterben” der kleinen Apotheken wird die großen etwas größer machen, aber vor allem der Etablierung von Ketten dienen, die bereitwillig der Politik zur Seite zu springen um Versorgungslücken in der Struktur zu schließen. Wenn die dann mitspielen dürfen, werden die überlebenden großen Apotheken an die Wand gedrückt und dann der lohnende Kuchen verteilt. Dann können auch wieder die lästigen Strukturapotheken geschlossen werden, weil die Politik dann erpressbar wird und es gar keine Alternative gibt.

#6 |
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Carola Münzel
Carola Münzel

warum kündigen wir nicht den Rabattvertrag ersatzlos? Was wollen die Kassen ohne uns machen? Was wäre, wenn die Patienten sich erst einmal das ihnen verordnete Medikament genehmigen lassen müssten, bevor wir gegen bar liefern?
Wieviel Geduld haben wir überhaupt noch?

#5 |
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Hans-Dieter Liebe
Hans-Dieter Liebe

Eines ist sicher-unsere Herren und Damen >Vorstände und Verbandsfunktionäre< vertreten schon lange v.a.ihre eigenen Interessen und nicht die Mehrheit der ApothekerInnen Wie wär es mit einem organisierten massenhaften Boykott der Beiträge für Kammer und Apo-Verbände ? Das könnte auch die inflationäre Entwicklung der Seminare eindämmen, an denen Seilschaften im Umfeld der Institutionen >Kammern/Verbände< eifrig mit zu verdienen scheinen!

#4 |
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Apotheker

Sparmöglichkeiten gibt es noch :muss es denn die überteuerte “Apothekenumschau” sein,um den Verleger zum Multimillionär zu machen ?? oder für 20000,00 ¿ im Jahr unnütze Zugaben,statt kostenloser Beratung!?!

#3 |
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Cordula Eichhorn
Cordula Eichhorn

Das wäre doch endlich mal eine Idee!!! Mit uns kann man doch alles machen- unser Verband ist ein Witz, Lobby haben wir keine und es wird immernoch geglaubt, dass wir Apotheker das Geld in Koffern aus unsren Lädchen tragen. Dabei würde kein Regierungsbeamter für unser Gehalt auch nur einen Stift anfassen!!!!

#2 |
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Bin sofort dabei!

#1 |
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