Patientenverfügung: War nicht so gemeint

2. Mai 2017

Immer wieder berichten Patienten und Angehörige, dass Ärzte entgegen einer bestehenden Patientenverfügung handeln. In den meisten Fällen scheitern die Verfügungen nicht an dem Willen der Mediziner, sondern an unklar oder missverständlich formulierten Dokumenten.

Nicht jeder Patient will im Alter oder bei schwerer Krankheit das Potenzial der modernen Medizin restlos ausreizen. Viele fürchten, sinnlos mit Maschinen am Leben gehalten zu werden, und wollen lieber „in Frieden‟ sterben. Wer eine Patientenverfügung verfasst, kann darin bestimmte Behandlungen ablehnen, und so über das Ende seines Lebens zumindest teilweise mitbestimmen. Das muss der Arzt respektieren. Doch immer wieder berichten Patienten und Angehörige, dass Ärzte entgegen der Verfügung behandeln würden. So ein Handeln kann ein Gesetzesbruch sein. In den meisten Fällen scheitern die Verfügungen aber nicht am Willen der Mediziner. Sondern an unklar formulierten Dokumenten oder dem Widerstand der Familie.

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Gita Neumann © die Hoffotografen

Gita Neumann ist die Leiterin der gemeinnützigen Bundeszentralstelle Patientenverfügung, die unter anderem eine Hotline zum Thema anbietet. Auch sie macht immer wieder die Erfahrung: „Viele Menschen haben Angst, der Arzt könnte sich über ihre Patientenverfügung hinwegsetzen.‟ Tatsächlich komme es kaum vor, dass Mediziner willentlich gegen eine Verfügung verstoßen. Probleme entstünden vielmehr dadurch, dass diese oft unklar formuliert seien: „Im Zweifelsfall fühlt sich der Arzt dann dem Erhalt des Lebens verpflichtet.‟

Nicht ohne Beratung erstellen

Neumann rät davon ab, die Verfügung ohne Beratung zu Hause selbst zu erstellen. Denn dabei könne man vieles falsch machen. Typische Fehler seien Formulierungen, die entweder zu eng oder zu allgemein gefasst sind. Es wird dann etwa eine konkrete Situation genannt, in der keine intensivmedizinischen Maßnahmen erwünscht sind. Der Arzt wird dann davon ausgehen, dass die Verfügung für andere Situationen nicht gilt – auch wenn die genannte vielleicht nur beispielhaft sein sollte. Zu allgemein gehaltene Formulierungen hingegen lassen einen großen Spielraum zu und machen es unwahrscheinlich, dass der Wille des Patienten richtig interpretiert wird. Kurz gesagt: Eine schlecht gemachte Patientenverfügung kann dazu führen, dass ein Patient mehr oder sogar weniger lebenserhaltende Behandlungen erhält, als er es gewünscht hätte.

Viele Patienten würden sich mit Fragen zur Patientenverfügung an ihren Hausarzt wenden, sagt Neumann – aus ihrer Sicht selten die richtige Adresse. Im Praxisalltag fehle die Zeit für eine ausführliche Beratung, es sein denn, jemand biete das Ganze als IGEL-Leistung an. Und es fehle den Ärzten auch die Zeit, um sich selbst ausführlich zu informieren.

„Bei uns rufen immer wieder Mediziner an, die von ihren Patienten mit dem Erstellen einer Verfügung beauftragt wurden – sich aber selber nicht damit auskennen.‟ Viele böten dann Vordrucke der Ärztekammern an, die aber nicht alle auf dem aktuellen rechtlichen Stand seien. Noch weniger ratsam sei es, das Papier von einem Notar oder Anwalt aufsetzen zu lassen, dem es an medizinischem Fachwissen mangelt. „Wenn jemand zum Beispiel nicht zwischen verschiedenen Formen der Hirnschädigung unterscheiden kann, ist es ihm kaum möglich, eine qualifizierte Patientenverfügung zu erstellen.‟

In 20 Jahren kein Streitfall

Eine eindeutige Patientenverfügung müsse aufführen, in genau welchem Fall, welche Formen der Behandlung gewünscht sind – oder eben auch nicht. Die Bundeszentralstelle Patientenverfügung bietet Patienten eine standardisierte Version für 36 Euro an, und erstellt auch maßgeschneiderte Versionen, die zwischen 100 und 140 Euro kosten. Dafür muss man vorher einen ausführlichen Fragebogen beantworten, aus dem dann ein förmliches Dokument erstellt wird. Zusätzlich gibt es eine kostenlose Beratung – die Bundeszentralstelle arbeitet nicht gewinnorientiert. Das Ergebnis sei „wasserdicht‟ heißt es auf der Internetseite. Auch Neumann bestätigt: Aus 20 Jahren sei ihr kein gerichtlicher Streitfall bekannt, obwohl die Zentralstelle bis zu 600 Verfügungen pro Monat erstelle. Als rechtlich sicher gelten zudem Vorlagen des C.H.-Beck-Verlages.

Auch Frank Lepold vom deutschen Patientenschutzbund sagt, es gebe eher selten Beschwerden, dass Verfügungen nicht eingehalten würden. Wie Neumann hat er den Eindruck, dass Ärzte in aller Regel bemüht sind, einer Patientenverfügung gemäß zu behandeln. Das sei zwar nicht von Beginn an so gewesen. Es habe aber ein Umdenken stattgefunden: „Zu Beginn des Jahrtausends war es noch schwer, den Ärzten beizubringen, dass man als Patient eigene Entscheidungsrechte hat. Heute ist das anders.‟ Patienten legt er ans Herz, einen kleinen Zettel mit einem Hinweis auf die Patientenverfügung bei sich zu tragen, wenn sie eine besitzen.

Arzt hat eine Holschuld

Bild Putz

Wolfgang Putz © privat

Aber wenn es nun an der Bereitschaft der Ärzte nicht mangelt – wie kann es trotzdem zu Streitfällen kommen? Was sollten Intensivmediziner wissen? Und welche Konsequenzen drohen dem, der eine Patientenverfügung missachtet? Wolfgang Putz ist einer der wenigen Anwälte, die sich auf das Thema Patientenverfügung spezialisiert haben. Die gesetzliche Grundlage hinter der Verfügung sei zunächst einmal die, die für jede Behandlung gilt: „Der Arzt hat kein originäres Recht zur Behandlung eines Patienten, es muss ihm von diesem erteilt werden. Ausgenommen sind akute Notfallsituationen, in denen keine Zeit für die Einholung der Patientenerlaubnis bleibt.‟

Für den Fall, dass ein Patient aufgrund seines gesundheitlichen Zustands nicht mehr einwilligungsfähig ist, müsse der Arzt versuchen, sich über den mutmaßlichen Willen des Behandelten zu informieren – etwa indem er Angehörige befragt, ob eine Verfügung vorliegt. „Hier besteht eine Holschuld des Arztes und keine Bringschuld des Patienten‟, sagt Putz.

Mündlich gilt auch

Der Wille des Patienten ist für den Arzt verbindlich. Und damit ist es auch die Patientenverfügung, es sei denn, der Patient hat später einen anderen Willen geäußert und Angehörige, Freunde oder Bekannte können dies glaubhaft und möglichst einhellig bezeugen. Das mündliche Wort des Patienten sei dem Schritlichen gleichgestellt, erklärt Putz.

Eigene Wünsche der Angehörigen sind übrigens nicht relevant, sondern eben nur deren Kenntnis vom zuletzt geäußerten Wunsch des Patienten. Das gilt auch, beziehungsweise erst recht, wenn ein Angehöriger vom Patienten bevollmächtigt wurde – er ist dann verpflichtet, den Wunsch des Patienten gegenüber dem Arzt zu vertreten und durchzusetzen.

Putz vertritt Angehörige von Patienten, bei denen Ärzte gegen die Patientenverfügung verstoßen haben. Häufig liege dann ein typisches Missverständnis zu Grunde. „Einige Ärzte glauben, ihre Verpflichtung das Leben zu erhalten wiege mehr als der erklärte Wille des Patienten. Das ist rechtlich und standesrechtlich aber falsch.‟ Zudem glaubten einige Mediziner, sie dürften etwa ein Beatmungsgerät nachträglich nicht mehr abschalten, wenn sie einen Patienten in einer Notsituation vor Kenntnis der Verfügung erst einmal daran angeschlossen haben.

„Sie fürchten, das Abschalten des Beatmungsgeräts als aktive Handlung könne man ihnen als Tötungsdelikt anlasten. Auch das ist falsch, solange es dem Patientenwillen, mündlich oder schriftlich geäußert, entspricht‟, sagt Putz. Nach heutiger Rechtsprechung ist ein nachträgliches Abschalten dem gar nicht erst Anschließen gleichgestellt. Was sich auch mit einer Patientenverfügung nicht durchsetzen lässt, sei eine echte Tötung auf Verlangen, „aber das wissen die Ärzte natürlich auch‟, sagt Putz.

Verstöße sind Körperverletzung

Rechtliche Konsequenzen drohten einem Arzt ansonsten nicht, wenn er eine Patientenverfügung befolgt, sondern wenn er ihr entgegen handelt. Er begeht dann mit einer nicht erwünschten Behandlung wie etwa dem Legen einer PEG-Sonde eine Körperverletzung. Angehörige oder überlebende Patienten können später Schmerzensgeld und Schadensersatz einklagen.

Wenn ein Arzt hingegen lebenserhaltenden Maßnahmen früher unterlässt als es gewünscht war, droht tatsächlich eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. „Das gilt dann, wenn ihm mangelnde Sorgfalt nachzuweisen ist, etwa weil er die Verfügung nicht richtig gelesen hat oder andere Hinweise auf den Patientenwillen ignoriert hat‟, sagt Putz. Das könne zum Beispiel die Aussage von Angehörigen sein, dass die Verfügung nicht mehr dem aktuellen Wunsch des Patienten entspreche.

Es gehört zum Berufsrisiko

Dennoch sei der Umgang mit einer Patientenverfügung relativ risikolos möglich: Liegt eine eindeutig Verfügung vor, müsse der Arzt danach handeln, ebenso, wenn später ein anderer Wunsch geäußert wurde und das jemand bezeugen kann. „Und bei Unklarheiten soll der Behandelnde die Entscheidung einfach an ein Gericht weitergeben – und bis zur Klärung den Patienten am Leben erhalten‟, sagt Putz.

Dafür, dass sich Ärzte von der Patientenverfügung überfordert fühlen, hat der Rechtsanwalt kein Verständnis. Entscheidungen an denen ein Leben hängt, müssten diese schließlich täglich treffen. Und dass falsche Entscheidungen entsprechend schwerwiegende Folgen haben können, sei gewissermaßen ein bekanntes Berufsrisiko. „Nicht zuletzt ist das ja auch eine sehr beliebte Argumentation von Ärzten, wenn es darum geht, ihr hohes Gehalt zu rechtfertigen.‟

Die Gesetzeslage könne im Grunde so wie sie sei nicht verbessert werden. Wichtig sei, dass Menschen „vernünftige Verfügungen‟ machen, und Ärzte und Pflegekräfte geschult würden. Ohnehin seien aber Verstöße von Ärzten das kleinere Problem. Viel öfter führe Uneinigkeit unter Angehörigen über den Patientenwillen dazu, dass einer Verfügung nicht nachgekommen werde. „Der größte Feind der Patientenverfügung ist nicht der Arzt, es ist meist die Familie.‟

Die Bundeszentralstelle Patientenverfügung gibt zusammen mit dem Hospizdienst des Humanistischen Verbandes die Broschüre „Standard-Patientenverfügung auf neustem Stand“ mit Ausfüllhilfe und Gesundheitsvollmacht im DIN-A-4-Format heraus. Arzpraxen können hier kostenfrei bis zu drei Freiexemplare anfordern.

 

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Allgemeinmedizin, Medizin

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29 Kommentare:

Weitere medizinische Berufe

Jederzeit kostenfrei runterladen und ggfs. ändern.
Wurde mehrfach von RA und Notare akzeptiert und verwendet…

http://b-i-sek.de/service/downloads.php?PHPSESSID=fa051f270419f79a59d4935507f68060

#29 |
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Gast
Gast

„Der größte Feind der Patientenverfügung ist nicht der Arzt, es ist meist die Familie.‟ — Kann ich so unterstreichen. Ich habe PVs oft auch nicht zur Kenntnis genommen, weil sie eine Textwüste aus allgemeinen Formulierungen waren.
 
„Und bei Unklarheiten soll der Behandelnde die Entscheidung einfach an ein Gericht weitergeben – und bis zur Klärung den Patienten am Leben erhalten‟ — Praxisfremde Aussage. Der Pat. wird einfach am Leben gehalten.

#28 |
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Dr. Andrea Schüler
Dr. Andrea Schüler

Liebe Frau Wojcik (#22),

Sie sprechen mir aus der Seele!

“Ärzte die auf der Station im “fliegenden Wechsel”arbeiteten, wollten sich auf die PV nicht einlassen und hielten den Patient wochenlang künstlich am Leben.

Ich war seelisch hin und hergerissen: einerseits war ich mir meiner Verantwortung bewusst und andererseits hatte ich größte Schwierigkeiten, den erklärten Willen meines Lebenspartners in dieser Zeit der Not, Sorge, Ungewissheit, Traurigkeit und Angst, durchzusetzen. Ich schaffte es einfach nicht…Es fühlte sich für mich nicht richtig an, ihn “jetzt schon” sterben zu lassen, obwohl es keinen Weg zurück in sein altes Leben gab.”

Mein Vater starb leider nicht leise und wir – die Angehörigen – mussten es am Ende tatsächlich entscheiden. Obwohl ich im Leben sehr pragmatisch bin, hat mich dies’ über meine Grenze gebracht und verfolgt mich bis heute! Seine PV war nicht das Papier, auf der sie geschrieben war, wert! Und dabei waren wir zu Beginn seiner Krankheit, bzw. als sie im Verlauf immer schlimmer wurde, so froh, dass er eine hatte.. ich habe bisher keine PV und habe genau wie Sie das Problem, dass ich einfach nicht weiß, wem ich diese Bürde auferlegen soll, im entscheidenden Moment mit zu entscheiden..
Wahrscheinlich gibt es einfach keine pauschale Lösung für dieses Problem.

#27 |
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Ärztin
Ärztin

Das Hauptproblem an Patientenverfügungen ist (und das ist auch häufig der Grund der Verunsicherung), dass man auch mithilfe erfahrener Ärzte und Juristen als Verfasser nicht in die Zukunft sehen und später als Arzt oder Angehöriger nicht Gedanken lesen kann. Ist denn jetzt nun genau das eingetreten was der Betroffene NICHT wollte? Ist er von speziell DIESER Situation ausgegangen als er seine Unterschrift geleistet hat?

Lieber Gast Nr. 25 Sie haben völlig Recht. Man kann nur dazu raten bestehende Verfügungen regelmäßig zu aktualisieren, insbesondere wenn die Lebensumstände sich drastisch ändern (neuer Partner, Geburt eines Kindes, Diagnose einer schweren Erkrankung, Beginn einer Demenz oder eines chronischen Schmerzsyndroms, Verlust der Selbstständigkeit usw.). Denn solche Ereignisse führen oft dazu dass die Menschen ihre Vorstellungen überdenken.

#26 |
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Gast
Gast

Gast#4 zu Gast#7 und Ärztin#10:
Man kann seinen Willen natürlich ändern. Doch weiß man nie, ob man ihn noch äußern kann, sei es, dass man geistig abbaut oder dass man nach einem Unfall nicht mehr sich artikulieren kann.
Dass in der Handhabung von Willenserklärungen z. B. im Falle meiner Eltern in deren Vorsorgevollmacht eine Unwissenheit bei denen, die diese vollziehen sollen (wie Ärzte, Pflegeheim) besteht, kann ich bestätigen.
Eine Vorsorgevollmacht ersetzt nämlich eine separate Patientenverfügung nicht.

#25 |
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Gast
Gast

Diese Äußerung des Juristen ist überflüssig und bringt hier unnötige Schärfe rein: Dass er die “Gewissensnot” der Ärzte nicht verstehen kann, diese doch auch für ihr Berufsrisiko bezahlt würden und doch einfach nur “eindeutigen” Willensäußerungen zu folgen hätten. – Aber leider ist es eben im medizinisch-klinischen Bereich so eine Sache mit der “Eindeutigkeit” – Beispiel Prognosen!!
Ich verstehe den im Beitrag vorgestellten Lösungsansatz dieser gemeinnützigen sog. Bundeszentralstelle (offenbar in freier Trägerschaft) so:
1. Es gibt kostenfreie Formulare zum online ausfüllen, v.a. Gesundheitsvollmachten, nämlich hier:
https://www.patientenverfuegung.de/vollmachten-und-formulare

2. Es gibt ein einfaches Ankreuzformular für Standardsituationen wie (wahrscheinlich) Sterbeprozess, irrevesibles Koma und Endstadium einer Demenz – damit gibt man den Ärzten und Bevollmächtigten ein Instrument in die Hand, auf Behandlungen verzichten zu d ü r f e n , ohne sich strafbar oder angreifbar zu machen. Dies kann auch kostenfrei genutzt werden oder man kann sich alles (?) für 36 Euro erstellen und zusenden lassen.

3. Dann gibt es wohl noch ganz individuelle PV-Verfügungen – vielleicht für diejenigen, die so oder so herum (eher Lebensschutz oder eher Sterbehilfe) gern alles so genau wie möglich selbst v e r b i n d l i c h regeln möchten.
Also für jeden etwas. Wenn man dann dazu noch (ergebnisoffen, nicht interessegeleitet) beraten würde, was für mich jeweils das richtige wäre, ist dass eigentlich ziemlich gut.

P.S. Nochmal O-Ton Rechtsanwalt: „Und bei Unklarheiten soll der Behandelnde die Entscheidung einfach an ein Gericht weitergeben – und bis zur Klärung den Patienten am Leben erhalten‟, sagt Putz.
Klingt das nicht irgendwie zynisch?

#24 |
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Ärzte sind keine Juristen und dürfen sich von unpräzise formulierten Patientenverfügungen sehr wohl überfordert fühlen. Juristen waren doch selbst überfordert – es bedurfte erst eines Urteils des höchsten deutschen Gerichts, des Bundesgerichtshofs (Az XII ZB 61/16 vom Juli 2016), um festzustellen, dass der Begriff “lebensverlängernde Maßnahmen” doch besser nochmal präzisiert werden muss. Und zum hohen ärztlichen Gehalt… ich bekomme als Notarzt € 32 die Stunde Honorar, mein derzeit notwendiger Fachanwalt für Erbrecht nimmt pauschal € 300 die Stunde. Wenn € 32 hoch sind, wie lautet das Adjektiv für das Juristenhonorar? Meine Lösung: Ich studiere seit 2012 Rechtswissenschaft, das macht sogar Spaß und lässt sich mit der ärztlichen Tätigkeit vereinbaren. Und sobald ich 2020 fertig bin, ist mir die GOÄ völlig egal geworden, die Beratungen zur Patientenverfügung laufen rechtssicher dann nach BRAGO. Oder eben pauschal, € 300 die Stunde :-)

#23 |
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Nichtmedizinische Berufe

#19 Dr. Winfried Schubert
#21 Dr. Michael Fischer
Ihnen beiden ganz herzlichen Dank für die Kommentare!

Vor einigen Jahren setzten mein damaliger Lebensgefährte und ich uns gegenseitig in unseren Patientenverfügungen als Bevollmächtigte ein. Die PV wurde notariell beglaubigt.
Ärzte die auf der Station im “fliegenden Wechsel”arbeiteten, wollten sich auf die PV nicht einlassen und hielten den Patient wochenlang künstlich am Leben.

Ich war seelisch hin und hergerissen: einerseits war ich mir meiner Verantwortung bewusst und andererseits hatte ich größte Schwierigkeiten, den erklärten Willen meines Lebenspartners in dieser Zeit der Not, Sorge, Ungewissheit, Traurigkeit und Angst, durchzusetzen. Ich schaffte es einfach nicht…Es fühlte sich für mich nicht richtig an, ihn “jetzt schon” sterben zu lassen, obwohl es keinen Weg zurück in sein altes Leben gab.

Mein Lebensgefährte hat mir diese schwere Entscheidung abgenommen. Er starb leise. Und damit entließ er mich und die Ärzte aus unserer Verantwortung.

Seit dieser Zeit denke ich oft darüber nach, wem ich diese große Verantwortung/Vollmacht für den Fall des eigenen Sterbeprozesses übertragen kann. Ich weiß es nicht.

Ich bin seit geraumer Zeit ehrenamtl. Mitglied einer Hospizgruppe und habe durch diese Arbeit erfahren dürfen, dass sterben sehr würdevoll und menschengemäß sein kann. Für denjenigen der gehen muss oder will und für diejenigen, die ihn dabei begleiten.

#22 |
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Dr. Michael Fischer
Dr. Michael Fischer

Liebe Leserinnen und Leser,
die Thematik ist schwierig; ist es nicht so, als wenn “Blinde vom Sehen sprechen”.
Wir sind gesund und munter und denken auch gesund und munter.
Ich versorge seit vielen Jahren Palliativpatientin in Pflegeeinrichtungen und frage mich angesichts des allgemeinen (Heim) und speziellen Elends, wie die Betroffenen das alles aushalten.
Mit ist interessanterweise noch nie ein Wunsch nach Sterbehilfe angetragen worden und auch nie bitte um Therapieabbruch. Die Patienten sind dankbar für jeden Tag, den sie ihre Augen morgens aufmachen dürfen.
Auch wenn wir nicht ahnen, warum sie bei so schlechten Bedingungen am Leben hängen, es ist so. Es findet eine absolute Umprogrammierung der Bedürfnisse statt, das hat die Natur so eingerichtet.
Um so schlechter die Verhältnisse sind, um so niedriger sind die Ansprüche bei bewußtseinsklaren Patienten. Was bei Demenzpatienten da so alles abläuft erschließt sich uns gar nicht.
Wir sollten es uns abgewöhnen, mit der “Arroganz” eines Gesunden Entscheidungen von Palliativpatienten lenken zu wollen und zur Unterschrift abstrakte juristische Formulierungen zuzuraten.
Aus allem dann noch einen Einnahmequelle zu machen ist besonders pervers.
In der Klinik führen die meisten schriftlichen Erklärungen zur Konfusion und letztlich dadurch zur Negierung

#21 |
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Sehr geehrter Herr Kollege Schubert,
ein sehr differenzierter und konstruktiver Diskussionsbeitrag. In welchem Land leben Sie?

#20 |
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Was für eine gequirlte S…….!
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Aktiengesellschaften Gewinne aus dem Geld der Solidargemeinschaft abziehen und die Qualität der Gesundheitsversorgung rapide abnimmt. Nichts Grundlegendes wird dagegen unternommen. Kommen Sie uns doch nicht jetzt auch noch mit diesem Unsinn! Wie sollen denn verängstigte Patienten / Angehörige wissen, was sie “selbst bestimmen” sollen? Wie soll man es ihnen erklären? Mir wird übel!
:(
W. Schubert

#19 |
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Reiner Schwope
Reiner Schwope

Entgegen aller aktuell bekannten Erkenntnisse wird hier die Realität umgekehrt. In den Kommentaren sind ja bereits Artikel und Veröffentlichungen aufgeführt. Auch aus meiner eigenen Erfahrung in Kliniken sind mir solche Fälle bekannt. So erschrecken mich derartige Veröffentlichungen besonders auf einer Seite wie dieser sehr. Und es wirft auch einen Blick auf die anderen Artikel, die ich bisher für nicht tendenziös eingestuft habe. Ich erwarte hier von Ihnen eine Korrektur Ihres Artikel oder eine sinngemäße Erweiterung.

#18 |
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Gast
Gast

Natürlich gibt es zig, ja hunderte Vorlagen, Muster, Broschüren, Internetversionen. Das hier auch genannte Angebot im C.H. Beck Verlag ist ja die des Bayerischen Justizministeriums. Und auch diese hat nun endlich – ich glaube jetzt im März 2017 – eine entscheidende Veränderung vorgenommen, nämlich bei der Situationsbeschreibung schwerer Gehirnschädigungen. Eine Präzisierung ist längst überfällig! In fast allen bekannten Mustern (auch die unserer Ärztekammern nicht zu vergessen!) steht nämlich in Anlehnung an die Textbausteine des Bundesjustizministeriums irreführend dazu:
“Wenn infolge einer Gehirnschädigung meine Fähigkeit, Einsichten zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen und mit anderen Menschen in Kontakt zu treten … aller Wahrscheinlichkeit nach unwiederbringlich erloschen ist …. (auch wenn) ein Aufwachen aus diesem Zustand nicht ganz sicher auszuschließen, aber unwahrscheinlich ist.”
Ist also alles nicht so (genau) gemeint – bzw. wie denn nun: Keine Einsichten mehr gewinnen und Entscheidungen mehr treffen können oder dauerhaft bewusstlos sein? Eigentlich skandalös, dass sich an diesem diffusen und unverantwortlichen Wischiwaschi bisher niemand gestoßen hat.

Demgegenüber wird in der hier empfohlenen Broschüre – eigentlich über eine Binsenwahrheit – aufgeklärt: “Nicht jede schwere Gehirnschädigung ist gleich Koma!”. Insofern sind hier von Frau Habich sehr gute und wichtige Hinweise gegeben worden.
Im Übrigen steht die “Produktwerbung” doch kostenfrei und transparent im Internet: https://www.patientenverfuegung.de/standard/pdf/spv-kompakt-aktuell.pdf und auch Vollmachten kann man sich dort selbst ausfüllen und dann kostenfrei ausdrucken.

#17 |
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flüchtiger Leser
flüchtiger Leser

Das ist ein nicht markiertes Produktplacement”!
Kurzfassung: Alles ist so schwierig, deshalb muss man unser Produkt kaufen.
Das es Alternativen, wie z.B bei der Stiftung Warentest das “Vorsorge-Set” für 12,95 € mit Formularen für Patientenverfügung, Testament, Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht oder kostenlose Formulare, wie in den Kommentaren erwähnt, gibt, wird nicht erwähnt. Aber der Artikel ist von einer ” Medizinjournalistin” unterzeichnet.

#16 |
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Petra Mangold
Petra Mangold

Lieber Gast Nr 4, das können Sie halten wie Sie wollen, nur sollten Menschen,die dies nicht möchten eben auch so handeln können wie sie es für sich wünschen, nämlich ggf ein Dahinvegetieren verhindern

#15 |
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Gast
Gast

Inzwischen sollte sich herum gesprochen haben, dass Jedermann / -frau ob jung oder alt eine Patientenverfügung (PV) haben sollte. Eine PV richtet sich in erster Linie an den Arzt für den Fall, dass der Patient in den in der PV beschriebenen Situationen nicht mehr einwilligungsfähig (!) ist. Seit Einführung des Gesetzes in 2009 haben sich bestimmte Formulierungen entwickelt, die allen Beteiligten – im Sinne des mutmaßlichen Willens des Patienten – bei der bestimmungsgemäßen Umsetzung der PV helfen sollen. Es ist eine wirklich interessenneutrale Beratung dringend anzuraten. Notare und Anwälte sind leider nicht immer auf dem neuesten Stand und zudem teuer. Mein Rat, leisten Sie sich für ein paar Euro die aktuelle Broschüre des C. H. Beck-Verlags “Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter”. Suchen Sie zudem persönlichen Rat, schnelle Hilfe im Notfall und darüber hinaus rechtliche Unterstützung bei der Durchsetzung Ihrer PV, dann sollten Sie sich einmal auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben http://www.dghs.de informieren. Die DGHS ist als Vorreiter seit nahezu vierzig Jahren auf dem Gebiet der Patientenverfügung spezialisiert.

#14 |
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Gast
Gast

Wie man darauf kommt, dass Anwälte und eine im Einzelfall Betroffene wissen, wie “die Realität in Heimen und Krankenhäusern” ist, bleibt dabei offen.

Meiner Erfahrung nach ist es (zumindest auf der Intensivstation) häufig ein Problem mit Angehörigen. Oft wünschen diese eben eine Fortführung der Therapie, auch wenn z.B. eine Patientenverfügung besteht die anderes festlegt.
Den Angehörigen ist das denke ich auch nur bedingt vorzuwerfen, da sie sich nun mal in einer Extremsituation befinden und nicht unbedingt die besten und “rationalsten” Entscheidungen treffen können.
Und aus der Angst, dass es zu einer Klage kommen würde bzw. dass dann der Wille der Angehörigen als mutmaßlicher Wille des Patienten angenommen werden könnte, wird dann eben eher den Wünschen der Angehörigen gefolgt – zumal es eben auch der Weg des geringsten Widerstandes ist.
Selbstverständlich müsste der behandelnde Arzt sich hier auch evtl. gegen Angehörigenwunsch durchsetzen, wenn er den Eindruck hat dass die Angehörigen nicht den mutmaßlichen Patientenwillen, sondern ihren eigenen Willen äußern. Aber wie das dann vor Gericht ausgehen kann, ist noch mal eine andere Frage, und das Risiko möchte eben niemand auf sich nehmen.

Ich bin überzeugt davon, dass es absolute Einzelfälle in denen entgegen vorliegender gültiger Patientenverfügung und entsprechendem Angehörigenwunsch trotzdem weiter Therapie betrieben wird – daran hat ja auch eigentlich niemand ein Interesse.

#13 |
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Nichtmedizinische Berufe

PAS: Entschuldigung. Die Links beziehen sich auf Rezensionen der Bücher von mir bei http://www.socialnet.de

#12 |
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Nichtmedizinische Berufe

Es gibt Bücher, die Ärzt*innen, Jurist*innen (!) Sozialarbeiter*innen und “die Pflege” lesen sollten:
Putz und Steldinger: Patientenrechte am Ende des Lebens http://www.socialnet.de/rezensionen/20959.php,
Gloor und Putz: Sterben dürfen http://www.socialnet.de/rezensionen/20960.php.
sowie alle Veröffentlichungen von Gian Domenico Borasio.
Von Matthias Thöns will ich gar nicht anfangen.
Bei Gloor und Putz erfährt man sehr viel über die Realität in Heimen und Krankenhäusern!

#11 |
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Ärztin
Ärztin

@Gast 4+7: da sieht man wieviel Aufklärungsbedarf tatsächlich noch besteht. Ihren Äußerungen zufolge ist das Wort “Patientenverfügung” gleichbedeutend mit Therapiebegrenzung. Das ist FALSCH! Eine Patientenverfügung bedeutet lediglich dass der Wille schriftlich niedergelegt würde, WAS genau die Verfügung beinhaltet entscheidet jeder selbst. Auch der Wunsch nach Maximaltherapie sollte optimalerweise in einer Verfügung fixiert werden, Hauptsache der Arzt kennt den Willen des Patienten. Dann kann der Wunsch auch bestmöglich erfüllt werden sofern die medizinische Indikation und die Gesetzeslage dem nicht entgegen stehen.

#10 |
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M.A. Evelyne Hohmann
M.A. Evelyne Hohmann

#5 “wasserdicht” sind die individualisierten Vordrucke oder die individuellen Patientenverfügungen. Ärzte können sich die Vordrucke einfach runterladen http://www.patientenverfuegung.de
oder Bausteine beim Bund http://www.bmjv.de/DE/Themen/
Bei Behandlungsausschlüssen oder Wünschen zu Behandlungen (Lebensverlängerung wichtiger als Schmerztherapie) sollte die Verfügung personalisiert sein. #6 Lebensende ist ein Handlungsfeld von Religion und Weltanschauung

#9 |
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Gast
Gast

@Dr. Jaskulla: vielen Dank für die aufschlussreiche Einordnung der Bundeszentrale Patientenverfügung. Steht zwar tatsächlich irgendwie auch im Artikel, das Wort “Bundeszentrale” bleibt dann aber doch am Ende hängen..
Zu ihrem 2. Punkt, Sie haben vollkommen Recht, dass es wünschenswert wäre, wenn jeder Patient einzelne Situationen und Maßnahmen genau in seiner/ihrer Verfügung definieren würde, aber welcher nicht-Mediziner kann das wirklich so genau? Und hier beißt sich die Katze wieder in den Schwanz: Wen kann man um Hilfe bitten, wenn der Hausarzt ebenso überfordert ist und man im Zweifel keine Euros übrig hat, um sich professionellen (?) Rat bei wem nun auch immer einzuholen?

#8 |
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Gast
Gast

#4: Sie können ihren Willen ja jederzeit ändern? Ihre Patientenverfügung zählt nicht mehr ab der Sekunde, in der sie in einer entsprechenden Situation dann z.B. doch noch den Willen äußern, Maximaltherapie zu erhalten…
Es geht bei den Verfügungen ja nur um die Möglichkeit, sich evtl. mal nicht mehr selbst äußern zu können…

#7 |
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Dr. med. Arnd Jaskulla
Dr. med. Arnd Jaskulla

1) Die Bundeszentrale Patientenverfügung ist KEINE staatliche Institution wie der Name Glauben machen will. Sie ist eine Organisation des “Humanistischen Verbandes Deutschland”, welcher eigene politische und weltanschauliche Ziele verfolgt. Ob die von ihm vertriebenen Patientenverfügungen soviel besser sind als die anderer Organisationen welche sich im Bereich Palliativmedizin und Patientenschutz engagieren möchte ich bezweifeln.

2) Je ausführlicher und persönlicher der Verfüger seine Werte, Wünsche und Einstellungen im Rahmen der Patientenverfügung darstellt, desdo eher kann sich der Behandler ein Bild davon machen, was dieser Mensch am Ende seines Lebens im Falle der Kommunikationsunfähigkeit an Maßnahmen gewünscht oder abgelehnt hätte.
Deshalb: In der Verfügung sowohl einzelne Situationen und Maßnahmen darstellen als auch einen Eindruck der persönlichen Werte und Einstellungen hinterlassen.

#6 |
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Gast
Gast

Es wäre hervorragend, wenn die Bundeszentralstelle Patientenverfügung ihre wasserdichten Versionen flächendeckend an Hausärzte verteilen würde! Dass ein von der Ärztekammer zur Verfügung gestellter Vordruck keinen ausreichenden Standard bietet, weiß wohl kaum ein Allgemeinmediziner und noch weniger der arme Patient, der sich auf seinen Hausarzt verlässt!
Sehr interessant war für mich zu lesen, dass sogar der mündliche Wille, selbst nur “glaubhaft übermittelt” durch Angehörige, genauso zählt wie die schriftliche Form! Das kann ich kaum glauben als jemand, der es erlebt hat, dass eine schriftliche Form nicht recht anerkannt werden wollte, weil sie mit BLEISTIFT geschrieben wurde..
Meiner Meinung nach gibt es zum Thema Patientenverfügung noch SEHR viel Luft nach oben, was die Optimierung angeht..

#5 |
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Gast
Gast

Ich kenne es eher umgekehrt:
Als mein im Altenpflegeheim lebender Vater im Sommer infolge Austrocknung aufgrund einer zu geringen Flüssigkeitsgabe seitens der Pfleger im Heim als Notfall ins Krankenhaus kommen sollte, haben Notarzt und Pflegeheim eine in der Vorsorgevollmacht enthaltene Formulierung so fehlinterpretiert, dass man unserem Vater erst geholfen hat, nachdem wir telefonisch bestätigt haben, dass dieser eine Satz keine Patientenverfügung darstellt.
Man wäre also bereit gewesen aufgrund eines einzelnen möglicherweise mißverständlichen Satzes unseren Vater sterben zu lassen.

Ich würde jedem Menschen raten, es sich sehr genau zu überlegen, ob er wirklich eine Patientenverfügung machen will. Vor allem sollte man sein Leben nicht so einfach wegwerfen. Ich kenne Menschen, die haben auch mit einer Magensonde und trotz Bettlägrigkeit nicht sterben wollen. Man kann sich an viele Situationen nämlich gewöhnen, auch wenn man vorher glaubt, dass man DAS nie mit sich machen lässt.
Ich selbst werde mein Leben so lange leben, wie es der medizinische Fortschritt und der liebe Gott zulässt.
Wer gläubig ist, entscheidet nicht selbst über den Zeitpunkt des Todes.

#4 |
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Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast
Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast

Die Webauftritte dieser “Bundeszentralstelle” und des Humanistischen Verbandes wirken nicht sonderlich transparent für eine angeblich nicht gewinnorientiert wirtschaftende Einrichtung, auch wenn es sich bei letzterem um einen eingetragenen Verein handelt. Ein Wirtschaftbericht, aus dem eine Mittelverwendung hervorginge, insbesondere, was z.B. Personalkosten betrifft, war für mich nicht auffindbar. Entweder ist ein solcher auf den Webseiten nicht verfügbar oder gut versteckt. Wer und in welchem Umfang fördert und damit Interesen einbringen könnte, ist ebenso nirgends ersichtlich. Ein Mindestmaß an Transparenz würde ich von einer seriösen Non-Profit Organisation schon erwarten

#3 |
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Das Bundesjustizministerium gibt sehr eine sehr detaillierte Patientenverfügung heraus, die man sich per E-Mail herunterladen oder postalisch anfordern kann.Darin sind Alternativen aufgeführt, die man gemäß seinen eigenen Vorstellungen auswählen kann. Das Ganze ist kostenlos, ebenso die Vorsorgevollmacht.
Prof Dr. med W.Wagner

#2 |
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Da kann ich nur sagen, man sieht sich zweimal im Leben, typische arrogant Argumentation eines Juristen, der keine Ahnung vom tatsächlichen Leben auf einer Intensivstation hat, aber hier über Paragraphen zitiert. Und sind es nicht die Juristen, die sich regelmäßig über eine Gebührenerhöhung freuen, wir Ärzte warten darauf schon Jahrzehnte. Die Praxix ist anders als die weltfremden Urteile des BGH!

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