Biofeedback: Rektum, hören Sie mich?

12. Oktober 2010
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Ob die Biofeedback-Therapie wirksam ist, darüber streiten sich die Geister. Dennoch wird sie bei einer Vielzahl von Erkrankungen wie etwa Inkontinenz und Migräne angewendet. Die IGeL-Leistung spaltet auch in anderer Hinsicht: Gegner reden von Abzocke, Anhänger von Sinnvollem, das aus reinen Kostengründen den Patienten von den Kassen vorenthalten wird.

„Ärzte sind keine Kaufleute, und sie verkaufen keine Ware“, sagte 2008 Professor Jörg-Dietrich Hoppe, Bundesärztekammer-Präsident, in einem Interview mit dem „Deutschen Ärzteblatt“. Hoppe, so das Standesblatt, halte das Verhalten mancher Ärzte für nicht akzeptabel. Der BÄK-Präsident: „Die individuellen Gesundheitsleistungen sind noch eine diffuse Angelegenheit. Es gibt Ärzte, die solche Leistungen nicht erbringen, die das abstoßend finden und deshalb erst gar nicht damit anfangen. Und es gibt solche, die davon heftig Gebrauch machen … Auf der anderen Seite sollte man sich im Klaren darüber sein, dass der im Sozialgesetzbuch verwendete Begriff einer „notwendigen Leistung“ sehr dehnbar ist.“

Eine Therapie für und gegen fast alles

Ob nun die Biofeedback-Therapie für einen Patienten wichtig oder notwendig ist, ist eine Frage, die angesichts dieser „dehnbaren“ Begriffe sicher unterschiedlich beantwortet werden kann. Weniger strittig dürfte sein, dass diese „Geräte-unterstützte“ Verhaltenstherapie wirksam ist, etwa bei Inkontinenz, Migräne und anderen Kopfschmerzformen. Angewendet wird sie bei einer Vielzahl von Erkrankungen – nach Angaben der „Deutschen Gesellschaft für Biofeedback“ zum Beispiel auch bei:

Eine umfassende Liste zu den Indikationen gibt es bei der US-amerikanischen Verbindung für angewandte Psychophysiologie und Biofeedback (AAPB).

Untersucht wird derzeit der Nutzen einer Biofeedback-Therapie unter anderem auch bei Kindern mit posttraumatischen Kopfschmerzen. Relativ neu sei dabei die Steuerung über Herzfrequenz und auch Herz-Frequenz-Variabilität, berichten die Kinderpsychologen Ethan Benore und T. Shawn Sullivan vom Kinderkrankenhaus in Akron in Ohio. Vorläufige Daten seien sehr viel versprechend. Im „Heartsong Center for Integrative Wellness“ mit Sitz in Silver City (Neu-Mexico) sollen sogar Patienten mit „Posttraumatischem Stress-Syndrom“ durch Biofeedback- geheilt werden. Die Therapie wird als „Brainwave Optimization“ bezeichnet und mit einem speziellen Gerät des in Scottsdale (Arizona) ansässigen Unternehmens „Brain State Technologies“ durchgeführt. 1200 US-Dollar kostet die knapp 20-stündige Behandlung.

Biofeedback – sicher kein „esoterischer Humbug“

Definiert wird Biofeedback nach Angaben des Psychologen und Pressesprechers der deutschen Biofeedback-Gesellschaft Professor Peter Kropp als „direkte Rückmeldung einer Körperfunktion mit dem Ziel, diese Funktion in eine gewünschte Richtung zu verändern. Dazu ist es nötig, dass diese Funktion visuell, akustisch oder taktil zurückgemeldet und bewusst wahrgenommen wird.“ Meist wird dazu ein elektronisches System verwendet. Dabei ist entscheidend, dass dieses Signal, das ohne Biofeedback nicht oder nur unvollkommen wahrgenommen werden kann, durch die Biofeedback-Anwendung präzise und vollständig bewusst wird. Wichtig sei zudem, dass wahrgenommene Signale auch willentlich verändert werden können. Zu den am häufigsten abgeleiteten Signalen zählen:

  • Muskelspannungen (z.B. bei Spannungskopfschmerz)
  • Hautleitfähigkeit als allgemeines Maß für Entspannung
  • Hauttemperatur (z.B. zur Behandlung von M. Raynaud)
  • Arteriendurchmesser der Schläfenarterie (zur Migränebehandlung)
  • Atmungsfrequenz und Atmungstiefe (z.B. bei Hyperventilationssyndrom, Asthma bronchiale, Panikerkrankungen, Schmerzzuständen)
  • Blutdruck (Indikation Hypertonie)
  • Fingerpuls (als Maß für die periphere Durchblutung)
  • EEG-Aufzeichnungen (zur Förderung der Entspannung; zum Teil auch zur Epilepsie-Therapie)
  • Beckenbodenmuskulatur (zum Inkontinenztraining)
  • Herzrate (z.B. bei Tachykardien oder Panikstörungen)
  • Analsphinktermessung (z.B. bei Obstipation, entzündlichen Darmerkrankungen, Stuhlinkontinenz)

Bei einer besonderen Form des Biofeedbacks, dem HEG-Neurofeedback, wird – als Parameter des Hirnstoffwechsels – die zerebrale Sauerstoff-Sättigung als Signal verwendet. Angewendet wird die Hemo-Enzephalographie zum Beispiel bei Konzentrationsstörungen, beim ADHS und auch bei Störungen der Impulskontrolle.
Dass Biofeedback kein „esoterischer Humbug“ ist, belegen viele Studien. Erst vor wenigen Wochen haben zum Beispiel die italienische Neurobiologin Dr. Andrea Caria (Universität Tübingen) und ihre Kollegen in der Zeitschrift „Biological Psychiatry“ berichtet, dass Menschen sogar lernen können, die Aktivität bestimmter Hirnregionen, etwa der an der Regulation von Emotionen beteiligten Insula, willkürlich zu verändern.

Kopfschmerzen – die „Parade“-Indikation

Besonders bewährt hat sich das Biofeedback-Prinzip bei Schmerz-Patienten. Gut belegt ist etwa die Wirksamkeit bei Migräne und Spannungs-Kopfschmerzen. Von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft werden Biofeedback-Therapien daher ausdrücklich empfohlen. Das Hauptproblem der Biofeedback-Therapie ist daher nicht ein mangelnder Wirksamkeitsbeleg. Hauptproblem ist vielmehr, dass die Kosten nicht automatisch von den Kassen übernommen werden. Verhandlungen mit dem zuständigen Gemeinsamen Bundesausschuss werden geführt, sind aber noch nicht abgeschlossen. Wie fast immer in solchen Fällen – wird daher der Vorwurf der Rationierung bis hin zur Zweiklassen-Medizin laut. Dr. Volker Malzacher von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft spricht sogar von einer heimlichen Rationierung bei Kopfschmerz-Patienten, die zunehmend selbst die Kosten für Leitlininien-gemäße Therapien übernehmen müssten.

Auch Peter Kropp beklagt, dass nicht nur ein „erheblicher Mangel an Therapieangeboten“ bestehe. 332 Mitglieder zählt übrigens die Deutsche Gesellschaft für Biofeedback. „Viel problematischer“ sei, so Kropp, „dass trotz nachgewiesener Wirksamkeit die Zusatzleistung „Biofeedback“ als Leistung bei den Krankenkassen keine finanzielle Unterstützung erfährt, obwohl der Geräteeinsatz und das benötigte Verbrauchsmaterial zu nicht unerheblichen zusätzlichen Behandlungskosten führen“. Insgesamt funktioniere das Geschäftsmodell Biofeedback bei ihm nicht, bekennt zum Beispiel ein niedergelassener Neurologe und Psychiater, der die Therapie Migräne-Patienten für nur 45 Euro pro Sitzung anbietet. „Die Leute hier kaufen lieber Triptane, anstatt in ein Verfahren zu investieren, das Eigenaktivität fordert und dann auch noch Geld kostet“, sagt der Kollege.

Auch beim Biofeedback gibt’s die Qual der Wahl

Obgleich nun Biofeedback eine unstreitig wirksame Therapie bei vielen Indikationen ist, bedeutet dies nicht, dass alles, was als Biofeedback-Therapie angeboten wird, auch tatsächlich Biofeedback ist. Womit sich natürlich die Frage der Seriösität stellt. Eine gute Orientierung für Patienten wie Therapeuten offeriert hier die Gesellschaft für Biofeedback, die nicht nur viele Informationen und Adressen anbietet, sondern durch ihr Ausbildungsangebot zum Biofeedback-Therapeuten auch für Qualitätssicherung sorgt – was sicher notwendig ist. Denn allein die Wahl der richtigen Biofeedback-Methode und des richtigen Geräts kann schon mühsam sein. Der Markt sei in den letzten Jahren mit einer Fülle von Geräten und Verfahren überschwemmt worden, von denen behauptet werde, dass sie nach dem Biofeedback-Prinzip funktionierten, erklärt etwa die Technik-Expertin Dr. Tania M. Slawecki von der US-Universität „Penn State“ auf der Webseite der AAPB. Beispiele für angebliche Biofeedback-Verfahren seien, so Slawecki, unter anderen das „Nutri-Energetics System“, bei dem über einen speziellen Sensor und eine Software elektromagnetische Felder, etwa der Finger, analysiert würden. Der Patient erhalte dann als „Feedback“ Informationen über sein energetisches Gleichgewicht. Diese Methode, schreibt Slawecki, ähnele mehr einer Kombination von Kernspintomografie und Homöopathie als einem richtigen Biofeedback-Verfahren. Kritiker reden sogar von einem „pseudomedizinischen Verfahren“.

Ein weiteres angebliches Biofeedback-Verfahren sei das „Ondamed®-System“. Hierbei werde, so heißt es auf der Ondamed-Webseite, der Patient mit Hilfe von Geräuschen und magnetischen Pulsen stimuliert und die Reaktion durch Messung des Patienten-Pulses von einem Therapeuten registriert, der dann den Patienten über seine Reaktionen informiere. Zusätzliche, so genannte „entspannende Frequenzen“ sollen dem Patienten helfen, sich zu entspannen. Eine bewusste und selbst gesteuerte Entspannung durch den Patienten finde also nicht statt, erklärt Slawecki „Der Patient sitzt also nicht selbst am Steuer“, was aber bei einem richtigen Biofeedback-Verfahren der Fall sein müsse. Ob die Therapie wirksam sei oder nicht, sei allerdings eine andere Frage.

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Medizin

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14 Kommentare:

Wolfgang Beyerr
Wolfgang Beyerr

Schlimm ist es heutzutage das jeder über Dinge redet von denen er nichts versteht.Ausserdem wundere ich mich wieviel Zeit Leute am Computer verbringen, statt Patienten zu behandeln.Ich kenne Biofeedback set 35 Jahren.Es ist ein ganz natürliches Verfahren Körpersignale bewusst zu machen,(siehe Meinung Nr.5)um darauf zu reagieren.Es hat nichts mit Bioresonanz und auch wenig mit SCENAR(siehe Nr.18)zu tun! Über die Wirksamkeit (esgibt viele wiss. Studien,sieheNr.7und Nr.21)kann man nur unter Fachleuten streiten,nicht in der Öffentlichkeit.

#14 |
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Wer die die sehr fundierten Kenntnisse von Herrn Dr.Dr. Peter Cornelius bzw. seine Veröffentlichungen nicht kennt oder gar bewußt ignoriert, beraubt sich selbst einens Wissenschatzes über Nosoden, Haptene und Einzelmittel, die es so bisher nicht noch einmal gibt und stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus. Ich bin ihm sehr zu Dank verpflichtet durch die uneingeschränkt hilfreichen Ratschläge zu isopathischen Therapieoptionen. mfg atausch

#13 |
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Stimme Nr. 5 voll ind ganz zu!!!

#12 |
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Heilpraktikerin

Biofeedback richtig angewandt ist ein Segen für viele Erkrankungen – ich arbeite seit einem Jahr mit den SCENAR Gerät und bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen, natürlich ist es für Patienten noch ein bisschen ungewöhnlich, aber die Erfolge sind nachhaltig und sprechen fürsich selbst.

#11 |
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Chemiker

Früher hat man zu Heilzwecken Geister beschworen. Soll häufig geholfen haben.

#10 |
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Arzt

Macht vernunftige Studien mit vergleich zur Standarttherapie, dann sind die Fakten geklärt…

Ich glaube nicht das das alles quatsch ist.. aber sowas sollte man nicht vom Glauben abhängig machen

#9 |
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Dr.  Hans Steisslinger
Dr. Hans Steisslinger

Ich habe vor mehr als 20 Jahren in den USA mittels biofeedback (Muskeltonus) meine Hypertonie behandelt. Habe nie auch nur einen Blutdrucksenker genommen. So viel zum Thema ‘Hokuspokus’

#8 |
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Herrn Kollegen Kron danke für den neutralen Artikel.
Der Ansatz des Biofeedback funktioniert.
Frau Kollegin Schneider (#7) ebenfalls danke für die positive Aussage, die völlig korrekt ist.
anonymus (#8): Biofeedback ist etwas völlig anderes als Bioresonanztherapie.
Ich selber setze Biofeedback über die Kontrolle der Hezratenvaribilität bei vegetativen Störungen (z.B. essentielle Hypertonie) mit sehr gutem Erfolg ein.

#7 |
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Dipl.-Ing. Jürgen Harder
Dipl.-Ing. Jürgen Harder

Biofeedback- oder Bioresonanztherapie ist ein Teilangebot aus einer Vielzahl von Therapieformen, die leider von der an unseren Hochschulen zur Zeit gelehrten Medizin noch nicht anerkannt werden. Die schlicht und ergreifend “einfach wirken”.
Sie sind kein Allheilmittel, es sollte jedoch anerkannt werden, dass sie bei bestimmten Erkrankungen wirksam und auch nachhaltig Linderung bzw. Heilung bewirken. Um für die Patienten immer das bestmögliche Ergebnis zu erhalten, ist die Komplementärtherapie, in der die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Diszipline sich gegenseitig anerkennend und ergänzend zum Wohl des Patienten arbeiten, der beste und m.E. auch einzig richtige Weg. Dazu gehört in bestimmten Fällen auch das Hinzuziehen eines fachkundigen Baubiologen, der die von außen auf den Patienten einwirkenden, krankmachenden Faktoren analysiert und beseitigt. Wie heißt es:
Gemeinsam sind wir stark…

#6 |
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Dr. med. Edith Schneider
Dr. med. Edith Schneider

den geschätzen Kollegen Joker und Dorn schicke ich gerne die folgende Arbeit:

Cihan Gani, , Niels Birbaumer, Ute Strehl
Institute of Medical Psychology and Behavioral Neurobiology
Institute of Medical Psychology and Behavioral Neurobiology, University of Tübingen,

Long term effects after feedback of slow cortical
potentials and of theta-beta-amplitudes in children with
attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD)

International Journal of Bioelectromagnetism Vol. 10, No. 4, pp.209-232, 2008

Möglicherweise können sie dann ihre Aussagen revidieren.

vielleicht mögen sie auch die Arbeit von Kropp und Niederberger vom Institutfür Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Medizinische Fakultät der Universität Rostock über CNV-Biofeedback bei Migräne lesen:

Schmerz 2010, 24:279-289 Biofeedback bei Kopfschmerzen

Mit diesem “Hokuspokus” habe ich in den letzten fünf Jahren vielen Menschen helfen können, die jahrelang erfolglos wegen ihrer Migräne behandelt wurden, darunter viele Kinder. Heute brauchen sie keine Medikamente mehr sondern können die Migräneattacken erfolgreich abwenden.

Und mit dem “Simsalabim” aus der Uni Tübingen ist es zahlreichen meiner kleinen Patienten und Patientinnen gelungen Ritalin abzusetzen, gute Noten zu haben und sich einen Freundeskreis aufzubauen. Und wenn Lehrerinnen und Lehrer Fortschritte merken und positiv kommentieren und das über Jahre hinweg, dann ist das kein Placeboeffekt mehr. Dazu waren teilweise nicht einmal flankierende Maßnahmen notwendig.

Natürlich tummeln sich auf diesem Feld jede Menge Quacksalber, das berechtigt aber keinen dazu diese Methoden in Bausch und Bogen zu verurteilen.

#5 |
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Dr. med. Michael Peter
Dr. med. Michael Peter

Ich setze Biofeedback mit gutem Erfolg bei unterschiedlichen Formen von Miktionsbeschwerden und kindlicher Enuresis mit gutem Erfolg ein, wenn die Diagnostik entsprechende Hinweise gibt. Auch meine Erfahrung ist, dass wenige Sitzungen genügen.
Es gibt ausreichende Untersuchungen, dass gerade der Beckenboden nicht bewusst Wahrtenommen wird und deshalb auch nicht gut angesteuert werden kann. Hier hilft Biofeedback weiter.

#4 |
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Das Wahrnehmen körperlicher Prozesse über die bildliche oder akustische Rückmeldung zu fördern (dem Grundprinzip von Biofeedback) ist doch eigentlich keine ungewöhnliche Vorgehensweise. Neben der Möglichkeit, die Interozeption und die Veränderung gewöhnlich unbewusst ablaufender Prozesse zu verändern, trägt Biofeedback außerdem das Potential in sich, gesundheitspsychologische Variablen zu verändern, wie etwa die Selbstwirksamkeitserwartung, die Compliance oder die Bereitschaft zu Lifestyleänderungen. Allerdings sind dazu kaum 20 Sitzungen notwendig, sondern unter Umständen nur ein bis zwei, abhängig von der Indikation.

#3 |
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Doktor Georg Dorn
Doktor Georg Dorn

Wieviel Unsinn lassen sich Patienten
eigentlich noch gefallen bzw.was fällt
manchen Leuten noch ein,um Leute abzuzocken?

#2 |
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Sehe ich ebenso wie der unbekannte Kollege vor mir. Das Problem ist doch nicht die Auswahl an Therapien, sondern das Erkennen der Ursache bzw. ursächlichen Zusammenhänge und dann das gezielte behandeln. Das ist Naturheilkunde! Wir Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker verkaufen in der Regel keine Therapien sondern ursächlich ansetzende Lösungen. Möglicherweise macht das den Unterschied…
Sapere aude!

#1 |
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