Beratungsstellen – Erste Hilfe für Studenten

13. Oktober 2010
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Beratungsstellen für Studenten aller Fächer sind an jeder Universität vorhanden. Doch sie beraten Studenten nicht nur, wenn sie Fragen zum Studium haben: manchmal gilt es auch, Hilfe bei Depressionen und Lebenskrisen zu leisten.

Beratungsstellen werden immer wichtiger für Studenten. Sie sind die optimale Unterstützung für hilfesuchende Studierende und geben in jeder Situation Rat. Auch für Medizinstudenten kann solch eine Beratungsstelle ein wichtiger Anlaufpunkt sein. Sie gibt in Problemsituationen wertvolle Tipps und kümmern sich individuell um die Probleme jedes einzelnen Studenten.

Station 1: Clearing-Stelle

Beim Besuch einer Beratungsstelle fällt sofort die freundliche Atmosphäre auf: der Student ist hier herzlich willkommen. Jeder Hilfesuchende setzt sich in eine Art Wartezimmer und hofft, bald an die Reihe zu kommen um sein Problem vortragen zu können. Die erste Station bei der Beratungsstelle ist eine sogenannte Clearing-Stelle. Jeder Student stellt sich zuerst einmal bei dieser Clearing-Stelle vor, der Berater hört sich das jeweilige Problem an und entscheidet dann, ob dem Studenten sofort geholfen werden kann oder ob eine weitere Person hinzugezogen werden muss. Hat der Studierende lediglich eine Frage zum Stundenplan, Bewerbungen oder auch zur Immatrikulation, so kann der Berater an der Clearing-Stelle sofort weiterhelfen und auch noch ein paar weitere gute Tipps mit auf den Weg geben.

Ist das Problem des Studierenden etwas umfangreicher, wie zum Beispiel schwerwiegende Probleme beim Studium und beim Lernen, Verlust des Prüfungsanspruches oder auch Überziehen der Regelstudienzeit, so findet zwar auch das Erstgespräch mit dem Berater bei der Clearing-Stelle statt, dieser empfiehlt aber, sich an die nächste Station zu wenden. Diese wäre dann entweder mit einem Studienberater ein Einzelgespräch zu führen oder direkt mit dem Universitätspsychologen einen Termin zu vereinbaren. Dies kommt immer auf die Schwere des Problems an und wie sehr der Student unter dem Problem leidet.

Station 2: Berater oder Psychologe

Der Studienberater und der Universitätspsychologe hören sich das Problem des Studenten sehr genau an, hinterfragen die Situation und die Gefühle, die der Student damit verbindet, und versuchen nun, individuell zu helfen. Bei Lernschwierigkeiten werden oftmals hilfreiche Bücher empfohlen, welche das Lernen strukturiert erklären. Oder der Student erstellt einen Lernplan, welcher dann von dem Studienberater oder dem Psychologen in Augenschein genommen und zusammen durchgesprochen wird. Der Psychologe selbst ist ebenso darauf geschult, Lerntipps zu geben und bestimmte Lerntechniken zu erklären. Diese Maßnahmen werden auch bei Studenten ergriffen, die ihre Regelstudienzeit überschritten haben. Ebenso wird empfohlen, sich mit Beratern von der Fachschaft zusammen zu setzen, zu der die Beratungsstelle den Kontakt herstellt.

Hat der Student den Prüfungsanspruchs verloren, wird versucht, Möglichkeiten zu finden, wie der Student doch noch eine Chance bekommt, den Schein zu wiederholen. Auch wird dem Studenten geholfen, sich in der Situation nicht hängen zu lassen oder ein neues Studienfach zu finden.

Oftmals wird auch von den Beratern und den Psychologen eine Therapie empfohlen, wenn sich herausstellt, dass der Student mit seinen Problemen gar nicht mehr zurecht kommt, dadurch komplett blockiert ist und keinen Ausweg mehr aus seiner Situation sieht. Der Kontakt zu einem Psychologen, der sich mit Prüfungsangst befasst, wird von der Beratungsstelle vermittelt. Alternativ kann man sich an die psychologische Beratung wenden, die vom Fachbereich Psychologie ausgeht. Um eine Therapie muss sich der Student aber selbst kümmern, die Studienberater händigen nur die Adressen aus.

Mehr Studenten sollten Hilfe beanspruchen

Laut den Beratungsstellen nehmen immer noch zu wenige Studenten die Hilfe von Fachleuten in Anspruch. Vermutlich sind viele Studierende zu stolz oder schämen sich, Hilfe zu suchen und sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Es ist aber definitiv keine Schande, wenn man Probleme im Studium hat und sich an eine Beratungsstelle wendet. Diese Stellen haben immer sehr gute Tipps für jede Situation und kümmern sich individuell um jeden Einzelnen.

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