Unerhörte Apotheker

17. März 2017

Seit dem EuGH-Urteil fühlen sich die deutschen Apotheken von einer unfairen Preiskonkurrenz durch ausländische Onlineapotheken bedroht. Manche Apotheker befürchten, dass Medien falsche Behauptungen und verzerrte Fallbeispiele nutzen, um die Öffentlichkeit zu manipulieren.

Apotheken sind Hüter einer besonderen Ware: Arzneimittel. Diese sind nicht nur besonders, weil sie einer Beratung bedürfen, sondern auch, weil ihre Verfügbarkeit für die Bevölkerung wichtig und im Krisenfall sichergestellt sein muss. Seit dem EuGH-Urteil dürfen Apotheken in der Europäischen Union deutschen Patienten Rabatte auf ärztlich verordnete Arzneimittel gewähren. Deutsche Apotheken sind hingegen an die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) und weitere Gesetze gebunden, die entsprechende Rabatte untersagen.

Wollen deutsche Vor-Ort-Apotheker von ihren Vorteilen überzeugen, werden ihnen häufig ihre finanzielle Verstrickung und die steigenden Verdienststatistiken zum Verhängnis. Die Bundesvereinigung Deutscher Apotheker Verbände (ABDA) und verbundene Unternehmen wie der Wort und Bild Verlag initiieren Aktionen für die Bevölkerung. Diese sollen dazu dienen, Vorurteile zu widerlegen, die Umsatzstruktur aufzuschlüsseln und das Image zu fördern.

Einzelne Apotheker kommentieren verstärkt unter Artikeln, um den Bemühungen ihrer Standesvertretung Nachdruck zu verleihen, indem sie im Netz ihre Situation persönlich schildern. Verschiedene Artikel, die sich mit dem EuGH-Urteil befassten, darunter auch ein Artikel von DocCheck, dienten mir als ergiebige Informationsquelle, die im Folgenden darüber Aufschluss geben soll, was Apotheker derzeit beschäftigt.

Verwechslungsgefahr: Heilberuf oder Unternehmer?

Das Gesetz sieht vor, dass Apotheken als Einzelunternehmen, Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder Offene Handelsgesellschaft (OHG) firmieren dürfen, um die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Apothekeninhaber haften dabei persönlich und führen ihre Apotheken – vergleichbar mit einem Franchisesystem – nach vorgegebenen Bedingungen. Auf den ersten Blick könnte der Eindruck entstehen, Apothekeninhaber seien normale Unternehmer.

Allerdings gibt es einen eklatanten Unterschied: Die Rahmenbedingungen sind gesetzlich vorgegeben, beispielsweise in der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO), dem Heilmittelwerbegesetz (HWG), der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) und dem Arzneimittelgesetz (AMG)). Innerhalb dieses restriktiven unternehmerischen Rahmens sehen sich Apotheker vornehmlich als Heilberufler. Auf Betriebswirte hingegen können Apotheken wie klar abgesteckte Spielfelder wirken: Es liegen griffige Zahlen zu RX- und OTC- Umsätzen vor, die „optimiert“ werden können. Innerhalb dieser Debatte versuchen Apotheker darzulegen, aus welchen Gründen das bestehende Apothekennetzwerk mehr Wert ist als die Summe seiner Teile.

„Beratungkratie“

Apotheker informieren dazu über die im Apothekenalltag stetig steigenden fachlichen und bürokratischen Anforderungen. Sie sehen es als selbstverständlich, dass sie neben der Arzneimittelberatung eine Art detektivischen Blick für die Stimmigkeit der verschiedenartigen ärztlichen Verordnungen haben. Der Einsatz aller Sinne in Kombination mit der persönlichen Beziehung zum Kunden vermindere so das Risiko von Arzneimittelinteraktionen, Wechselwirkungen oder Wirkstoffverwechslungen. Sie korrigieren fehlerhafte Internetrecherchen von Patienten. Auch die steigende Anzahl von Hilfsmittelverordnungen wird in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen koordiniert.

Fast unsichtbar erfolgen daneben diverse Handlungen: Arzneimittel-Kontingentierungen und Lieferengpässe, Milchpumpen- oder Inhalatorenverleih, Blutdruck- und Blutwertmessungen, Anmessen von Bandagen und Kompressionsstrümpfen, Nacht- und Notdienste nach den Bedingungen des Nacht und Notdienstfond (NNF), Botendienste, Umgang mit kühlpflichtigen Arzneimitteln, Ansetzen von Antibiotikasäften, Einüben komplizierter Darreichungsformen mit dem Patienten, geduldige wie strapaziöse Aufklärungsarbeit zu Festbetrags- und Rabattarzneimitteln sowie den möglichen Retaxationen, Einhaltung der Arzneimittelbevorratung für Krisenfälle, Umsetzung compliancefördernder Maßnahmen und vieles mehr. Der subjektive persönliche Eindruck der Mitarbeiter ist, dass mit dem steigenden Zeitdruck der Ärzte die Patienten vermehrt das Gespräch in Apotheken suchen.

Mischkalkulation

Die Apothekenmitarbeiter berichten, dass sie diese Tätigkeiten gerne machen, Knackpunkt sei jedoch das Vergütungssystem. Viele dieser Tätigkeiten werden über eine Mischkalkulation finanziert. Umsatz machen Apotheken schwerpunktmäßig mit der Belieferung ärztlicher Verordnungen, für die Krankenkassen Beratungshonorare zahlen. Mit dem Beschluss des Arzneimittelversorgungs-Stärkungsgesetz (AM-VSG) vom 10.03.2017 wurde vom Bundesgesundheitsministerium jüngst zwar eine Erhöhung des Honorars für zwei Dienstleistungen verabschiedet.Für die Anfertigung von Standard-Rezepturarzneimitteln erhalten Apotheken nun eine zusätzliche Fixpauschale über 8,35 Euro. Das Honorar für dokumentationsaufwändige Betäubungsmittel steigt von 0,26 Euro auf 2,91 Euro. Jedoch äußern einige Apotheker ihren Unmut darüber, dass diese Vergütung die gestiegenen Kosten in keiner Weise abdecke.

Rosinenpickerei

Der Umsatzanstieg mit rezeptfreien Arzneimitteln und Gesundheitsmitteln in Versandapotheken betrug im Jahr 2015 8,8 %, oder 663 Mio. Euro. Wird in Zukunft ein größerer Teil ärztlicher Verordnungen von ausländischen Onlineapotheken beliefert, brechen deutschen Apotheken Marktanteile weg. Die Mischkalkulationen seien dann nicht mehr auskömmlich, so die besorgten Apotheker. Standardisierte Vorgänge – wie beispielsweise die Belieferung von Rezepten – sind von virtuellen ausländischen Mitbewerbern relativ einfach auszuführen und lukrativ. Die nicht digitalisierbaren und personalintensiven Dienstleistungen wie beispielsweise der Nacht- und Notdienst würden dann ohne finanziellen Ausgleich auf den Vor-Ort-Apotheken lasten.

Als Alternative zur bisherigen Mischkalkulation, wird in manch einem Kommentar die Option erwähnt, die Beratungshonorare von ärztlichen Verordnungen abzukoppeln. So könne jede Beratungsdienstleistung in Form einer eigenständigen Position abgerechnet werden, und dieses die Apotheken von ärztlichen Verordnungen unabhängiger machen. Die Apotheke als niedrigschwelliger Anlaufpunkt im Gesundheitswesen könne somit den steigenden Beratungsbedarf auf finanziell stabilen Beinen durchführen.

Geld wandert ins Ausland

Apotheker äußern zudem ihr Unverständnis darüber, dass deutsche Krankenkassenbeiträge in ausländischen Gesundheitssystemen landen und die Mehrwertsteuer in andere Mitgliedstaaten abgeführt wird. Besonders aufgrund der im Ausland oftmals niedrigeren Besteuerung von Arzneimitteln ziehen sie Vergleiche zu Konzernen wie Amazon, Apple oder Google, die mit ihren geschickt gewählten Firmensitzen steuerliche Unterschiede zwischen Ländern ausspielen. Vielen unbescholtenen Patienten seien solche Steuerunterschiede und Preisdetails nicht bewusst, und es verzerre das wahrgenommene Preis-Leistungsverhältnis.

Zahltag: Zuzahlungen, Befreiungen und Mehrkosten

Apotheker verstehen nicht, warum manche Patienten in Fallbeispielen von ihren Einsparungen berichten. Oft handele es sich um zuzahlungsbefreite Patienten, die deshalb auch nicht von Boni profitieren können. Andere Medien berichten über Einsparungen bei mehrkostenpflichtigen Arzneimitteln. Die Zahlung des Differenzbetrages zum Festbetrag bilde im Apothekenalltag jedoch eher die Ausnahme, heißt es in manch einem Kommentar.

Apotheker finden es zudem unfair, wenn anstelle der Versichertengemeinschaften der einzelne Patient von den Boni profitieren würde. Ordnungsgemäß stünde den Krankenkassen und damit allen Beitragszahlern die Ersparnis zu. Im gleichen Zusammenhang kommt die Frage auf, welche verkaufspsychologische Wirkung zukünftig von den verminderten Arzneimittelpreisen ausgehen wird. Eigentlich solle die Zuzahlung den Patienten ein Gefühl dafür vermitteln, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel Geld kosten.

Botendienst hängt Schneckenpost ab?

Generell äußern viele Apotheker, dass sie nichts gegen den Arzneimittelversandhandel haben. Der deutsche Versandhandel und beispielsweise auch Drogerien, gehören schon lange zu den üblichen Mitbewerbern und beschränke sich eher auf das OTC-Sortiment. Das EuGH-Gesetz hat jedoch ein Dilemma hervorgebracht, und ließe Vor-Ort-Apothekern, denen der Fortbestand ihrer Apotheke wichtig ist, keine andere Wahl, als für das Rx-Versandverbot zu plädieren.

Zudem informieren Apotheker, dass sie per Botendienst schneller Rezepte beliefern können als der Versandhandel. Sollte eins der vielen von Rabattverträgen geforderten Arzneimittel nicht vorrätig sein, so trifft dieses nach wenigen Stunden mit einer der vielen Großhandelsbelieferungen in der Apotheke ein. Die Einzigartigkeit am Botendienst einer Vor-Ort-Apotheke sei jedoch, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel ausgeliefert werden können, auch wenn die ärztlichen Verordnungen noch nicht im Original vorliegen. Gehört der Botendienst zum pharmazeutischen Personal, so kann dieser die ärztliche Verordnung bequem beim Patienten zuhause entgegennehmen und ihn beraten. Ein Onlineversandhändler darf das Arzneimittel hingegen erst dann losschicken, wenn ihm die Verordnung im Original vorliegt.

So wundern sich Apotheker, wie beispielsweise Amazon’s Prime Now Versprechen zur „Same-day-delivery“ für verschreibungspflichtige Arzneimittel überhaupt einzuhalten sei. Überdies erstrecke sich solch ein Service meist lediglich in ohnehin infrastrukturell gut ausgebauten Ballungszentren. Apotheken in strukturschwachen Gebieten hingegen seien schon längst dazu übergegangen, Arzneimittel per Botendienst nach Hause zu liefern. Erhielten solche Landapotheken Konkurrenz aus dem Versandhandel und könnten wirtschaftlich nicht weiterbestehen, spitzt sich die schwächelnde Gesundheitsversorgung auf dem Land erst recht zu. Laut Apothekern können außerdem Qualitätseinbußen bei dem Versand der sensiblen Fracht auftreten. Ein Lieferauto könne Temperaturschwankungen ausgesetzt sein, Nachbarn könnten Pakete entgegennehmen.

Angst um den Arbeitsplatz

Derzeit gibt es in Deutschland circa 20.000 Apotheken, in denen über 160.000 Menschen tätig sind. Die Angst um den Arbeitsplatz wird in diversen Beiträgen thematisiert. Einige enttäuschte Apothekenmitarbeiter fragen sich zudem, ob die Öffentlichkeit einen Unterschied zwischen drohenden Arbeitsplatzverlusten in Kleinbetrieben und Großkonzernen mache. Ihnen kommt es vor, als seien die Medien aufmerksamer und milder gestimmt, wenn Großkonzernen wie Tengelmann wirtschaftliche Schieflagen mit Arbeitsplatzverlusten drohen.

Meiner Meinung nach zeigen die zahlreichen Kommentare im Internet, dass es der Mehrzahl der Apotheker nicht darum geht, die digitale und globale Revolution aufzuhalten, sondern darum, faire und soziale Rahmenbedingungen zu schaffen, um an einer wichtigen Schnittstelle zum Patienten ihr Potenzial weiterhin nutzbringend zu entfalten.

94 Wertungen (4.62 ø)

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33 Kommentare:

Michael Christ
Michael Christ

Mein Reden: Apotheker,weniger jaulen, PTAs besser bezahlen. Dann sind die noch freundlicher und noch weniger Kunden wandern zum Versender ab.

#33 |
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Gast
Gast

Ach Herr Lippoldt schade dass beim Arbeiter, demjenigen der die ganze Arbeit in der Apotheke macht, sprich der PTA, von diesem Spitzenverdienst nix ankommt. Nicht wenige Kollegen müssen noch ein Zweitjob machen, wie Toiletten schrubben oder kellnern. Und das als examiniertes Fachpersonal!

#32 |
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Holger Ellinger
Holger Ellinger

Lieber Herr Wagner, ich werde jetzt die Antworten auf Ihre Kommentare einstellen da ich leider immer nur – jeweils in verschiedenen Variationen – entweder “zu wenig” oder “jede Änderung = Untergang” lese – das ist für mich keine Diskussion mit Mehrwert und damit die Zeit nicht wert.

#31 |
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Michael Christ
Michael Christ

Postfaktisch ist vor allem das Gejaule der Apotheker, das muss ich leider so deutlich sagen.

Lasst den Menschen die Wahl. Die meisten Menschen wählen ohnehin die Apotheke vor Ort.

Durch die unendliche Diskussion macht man doch nur auf die Versender aufmerksam.

#30 |
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Apotheker

Wirklich gut gemachter Artikel. Sauber und unaufgeregt recherchiert.
In Zeiten des “Postfaktischen” wundert man sich, dass das überhaupt noch möglich ist.
Da passt wirklich alles. Danke.

#29 |
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Gast
Gast

Danke Dr. Lippoldt, da muss ich zustimmen.

Meine Erfahrung: Es geht ums Geld. Nichts anderes.

#28 |
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Gast
Gast

@Lippoldt: Sie haben es richtig formuliert: “gehörten” Zu Ihrer aktiven Zeit mag das so gewesen sein. Die Zeiten haben sich geändert. Die Vorurteile wohl nicht.

#27 |
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Erst haben die Ärzte jahrelang lamentiert, jetzt die Apotheker. Meine Stadt, vor 25 Jahren noch 100 000 Einwohner hatte nicht Mal 10 Apotheken. Jetzt mit Eingemeindung nur noch 90 000 EW aber 27 Apotheken im Stadtzentrum laut Gelben Seiten. Da nicht nur Medikamente, sondern auch noch Diätika, Pflegemittel, Kosmetika etc. über den Ladentisch gehen, ist eine Existenzangst wohl stark Übertrieben. Apotheker gehörten schon immer zu den Spitzenverdienern im medizinischen Versorgungsbereich.
Dr. Lippoldt

#26 |
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Thorstein Wagner
Thorstein Wagner

Ja, es gibt auch noch andere Möglichkeiten das Zeitliche zu segnen als mit Arzneimitteln…

#25 |
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Holger Ellinger
Holger Ellinger

@Thorstein Wagner ich kann Ihre Argumentation nicht nachvollziehen. m.E. gibt es auch andere Möglichkeiten zur Kundenbindung als „die andere Apotheke macht das aber nicht”.

#24 |
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Tierarzt

Mittlerweile krankt doch das ganze System, bei den Medizinern wie bei den Apotheken. Ärzte erhalten Pauschalen für einen Patienten (GKV) – und es wird sich gewundert warum der Privatpatient bevorzugt wird. Bei einer evtl. 10-fachen Vergütung kein Wunder. Apotheken können kaum noch Lagerhaltung betreiben weil die Kohle fehlt. Dies bei Berufen die eine mehr als nur mittelmäßige Ausbildung erfordern. Eigentlich sollten wir froh sein dass es noch “Verrückte” gibt die diese Jobs ausüben! Wenn man sich überlegt, was in manch anderen Berufen gezahlt wird ist dies für mich schon fas ein kleines Wunder.

#23 |
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Thorstein Wagner
Thorstein Wagner

@gast : Nein, natürlich ging es in Ihrem Eingangs?!Post nicht um Geld. Da gings nur um Rabatte – also weniger Geld am Ende. Nur ganz simpel: dabei gehen mind. die Hälfte der prekären 60% Apos über den Jordan. Eher mehr. Aber rechnen wird ja überschätzt.

@holger ellinger: Da ich nicht weiß, in welcher “Branche” Sie unterwegs sind, nur: Sie sind wohl Händler/Kaufmann – ein Apotheker muss die Zwitterrolle Kaufmann und Heilberuf ausfüllen. Wenn ich jemanden 10 Packen Schmerzmittel auf einmal verkaufe, sogar mit einigem Rabatt und mit/ohne Beratung, wie gewünscht, dann kommt der vielleicht sogar noch ein paar Mal wieder, weils so umkompliziert (“die andere Apotheke macht das aber nicht”) und günstig ist. Aber dann hat sich das dann auch. Soviel zum “Verbrauchsmaterial”…

#22 |
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Holger Ellinger
Holger Ellinger

@Thorstein Wagner: ich als Unternehmer denke aber auch daran, dass der Kunde – wenn er zufrieden war – wiederkommt und Verbrauchsmaterial und andere Produkte von mir kauft ….. und – um auf den Kommentar #19 von Gast einzugehen – ich würde mich maßlos ärgern wenn mein Kunde dann sein Verbrauchsmaterial bei der Konkurrenz bestellt, weil er von denen einen Rabatt bekommen hat, den ich ihm nicht gewähren durfte! Oder sollte ich das nicht wenn ich Pharmazeut wollen werden würde?

#21 |
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Gast
Gast

An welchem Arzneimittel verdiene ich 120€? Am Antibiotikum gegen die Erkältung?

#20 |
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Gast
Gast

@ Gast (20-03-2017-11-42): ich habe nie einem Apotheker vorgeworfen, zu beraten!! Frau Hinck schreibt hier im Absatz „Beratungkratie“ recht anschaulich, dass „Apotheker es als selbstverständlich ansehen ……. zu beraten“. Meine Schlussfolgerung im Kommentar lautet, dass der Apotheker zufrieden ist, wenn er seine Dienstleistung so erbringen kann, wie er es als selbstverständlich ansieht. Bitte lesen Sie zuerst den Kommentar genau bevor Sie hinter jeden Satz 2 Ausrufezeichen setzen und beurteilen ob jemand „Ahnung“ hat. Danke.

Im Übrigen gefällt mir die Richtung, in die diese Diskussion zwischenzeitlich geht, gar nicht mehr!!

In meinem 1. Kommentar habe ich lediglich geschrieben, dass die Vor-Ort-Apotheke verständlicherweise nicht erfreut ist, wenn der Kunde sein Rezept, mit dem die Apotheke eine regelmäßige Einnahme von mehr als 120 Euro verbuchen könnte, wegen 2,- Euro Rabatt zur Versandapotheke schickt. Und ich habe geschrieben, dass eine Gesetzesänderung, die der Apotheke ermöglichen würde diesen Kunden wieder zurückzugewinnen, besser wäre als ein Rx-Versandverbot.

Interessanterweise ist aber meine Zahl vor dem €-Zeichen sofort in den Vordergrund gerückt und es haben binnen 48 Stunden gleich 4 Leser der Kommentare angefangen (mir) vor- um- mit- und nachzurechnen, warum 120,- Euro für den Apotheker überhaupt nicht gut sind ….. Derweil ging es in meinem Kommentar überhaupt nie darum, zu bewerten ob und für was und in welcher Höhe der Apotheker Geld bekommt und ob das zuviel oder zuwenig ist. (und @ Gast 20-03-2017-11-42: ich habe zwar etwas Ahnung, aber Sie haben Recht; um die €-Problematik fundiert bewerten zu können habe ich tatsächlich nicht genug Ahnung).

Allerdings zeigen mir diese Reaktionen hier auch recht deutlich um was es wirklich geht: –> €

#19 |
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Gast
Gast

Lieber Gast,
ich bin verärgert, wenn Sie den Apotheken vorwerfen zu beraten!!
Schließlich hat der Gesetzgeber, die deutschen Apotheken im Sinne der Sorgfaltspflicht dazu verpflichtet!! Sie sollten sich besser um ihren Beruf kümmern, da sie überhaupt keine Ahnung haben, worum es geht.

#18 |
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Thorstein Wagner
Thorstein Wagner

@Holger Ellinger: Das Honorar beträgt 8,35 in der PKV oder 6,86 in der GKV. Der 3% Aufschlag ist für Logistik und Vorfinanzierungskosten veranschlagt – die kompletten Abrechnungszentren mit der Datenaufbereitung für die kranken Kassen werden bsp. komplett von Apothekerseite finanziert…

Sie als Unternehmer verkaufen also gern ein Produkt für 5.000 Euro an welchem Sie 126,86€ “verdienen”, das Geld frühestens in 4 Wochen sehen, die komplette Daten-Aufbereitung zur weiteren Abrechnung bezahlen und hochqualifiziertes Personal zur Beratung vorhalten und noch so ein paar andere staatlich vorgeschriebene Dinge machen, die in keiner Weise kostendeckend sind (bsp. Individualrezepturen, Notdienste, Notfalllager mit Medikamenten, die Sie nie verkaufen, sondern einfach für Katastrophenfälle an Lager haben müssen, etc.). Na, denn: dann sollten Sie dringend Pharmazeut werden.

#17 |
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Holger Ellinger
Holger Ellinger

Herr Wagner ich versteh Sie nicht ganz …. Die 120€ aus dem 3%-Zuschlag sind keine Einnahme weil sie für die (generelle) Lagerhaltung bezahlt werden?

Ich als Unternehmer verkaufe gerne ein Produkt für 5.000 Euro, und auch ich laufe Gefahr, wenn ich einen Fehler mache oder der Kunde nicht zahlt, ebenfalls persönlich auf den Kosten sitzen zu bleiben. Das ist eben das Risiko eines Kaufmanns…..

#16 |
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Thorstein Wagner
Thorstein Wagner

Hmm, schauen wir uns doch mal das Ganze an: Honorar sind 8,35 / Packung minus 1,49 kranker Kassenabschlag ist gleich 6,86 Wir haben: das Honorar. Die 16cent-Notdienstpauschale sind ein durchlaufender Posten — die landen nämlich nicht in der Kasse, sondern werden via Abrechnung mit dem Rechenzentrum wieder abgezogen (oder wollen Sie die Patientenzuzahlung dann auch noch als “Honorarbestandtteil” aufführen? hanebüchen argumentieren kann ich auch). Die 3% stehen für was? Richtig! Vorfinanzierung, Lagerhaltung (nicht dieses einen teuren Produktes, sondern generell), etc.
P.S. nach sogenannten “Hochpreisern” lechzt ja förmlich jeder Apotheker?!? Sorry, Ironie. Die möchte man lieber gar nicht haben, aber wir haben ja Kontrahierungszwang – im Gegensatz zum Ausland. Ein Formfehler dabei und man hat mal wieder einen Monat umsonst gearbeitet – bei einer Harvoni sinds dann noch ein paar Monate mehr. Bei ner retaxierten Cerdelga kauft man sich am besten gleich einen Strick…

#15 |
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Gast
Gast

also Herr Wagner, da fällt mir spontan z.B. u.a. “Humira” (Adalimumab) ein, Preis pro Packung mit 6 Fertigspritzen ca. 5.200,- €. Dosierung i.d.R. alle 14 Tage 1 FS. D.h. die neue Verordnung ist spätestens nach 12 Wochen fällig. Und das ist definitiv eine Therapie die meist über Jahre bestehen bleibt….

§ 3 Apothekenzuschläge für Fertigarzneimittel: Bei der Abgabe von Fertigarzneimitteln, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt sind, durch die Apotheken sind zur Berechnung des Apothekenabgabepreises ein Festzuschlag von 3 Prozent zuzüglich 8,35 Euro zuzüglich 16 Cent zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes sowie die Umsatzsteuer zu erheben.

Die 3% machen bei 5.200€ etwas mehr als 150,- Euro aus. Wenn man jetzt noch alle zu- ab- und Umschläge mit drauf- und wegrechnet, brauchts für 120,-€ Einnahme keine 17 Packungen Medikamente auf einen Schlag …..

#14 |
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Thorstein Wagner
Thorstein Wagner

Na, lieber Gast. Dann packen wir doch mal den Rechner aus. 120€ Honorar/ 6,86 Honorar (abz. Kassenrabatt)= sind schlappe 17 Packungen Medikamente. Welcher Patient bekommt das auf EINEN Schlag?

#13 |
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Gast
Gast

Ich kann auch verstehen dass die Vor-Ort-Apotheke verärgert ist wenn der Kunde seine Rezepte, mit dem die Apotheke jedes Quartal jeweils auf einen Schlag über 120 Euro eingenommen hätte, bei DocMorris einlöst weil der Kunde dort jeweils 2 Euro Rabatt bekommt …..

–>

Hier wäre aber eigentlich eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben nötig, dann kann der Vor-Ort-Apotheker seinem Kunden ebenfalls einen (vielleicht sogar individuell vereinbarten, großzügigeren?) Rabatt anbieten und damit wieder zurückholen ….. dies wäre für den Patienten vorteilhafter als den Rx-Versand grundsätzlich zu verbieten … nur kommt dazu kein Gesetzesentwurf vom Minister …..

–> und der Apotheker ist auch zufrieden, weil er seinen Kunden alle 3 Monate unter detektivischem Einsatz aller Sinne in Kombination mit der persönlichen Beziehung beraten kann und so das Risiko von Arzneimittelinteraktionen, Wechselwirkungen oder Wirkstoffverwechslungen vermindert und dabei auch noch die fehlerhafte Internetrecherche des Patienten korrigieren kann.

#12 |
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Sören Schwarzbeck
Sören Schwarzbeck

@Gast: Waren Sie zuletzt mal in der “Innenstadt” einer deutschen (Klein)stadt? Da sprechen wir weniger von “existieren” als von “dahinsiechen”. Es sterben gerade die letzten Geschäfte wie Schreibwarenläden, Fotoläden, kleine Obst- und Gemüsehändler, Bäckereien und Metzgereien. Die einzigen Überlebenden werden Filialisten, keine Einzelgeschäfte, sein, selbst bei traditionell margenstarken Branchen wie dem Textil- und Schuhhandel. Weil der einzelne für 10ct Ersparnis lieber zu A*** oder L*** fährt oder online bestellt.
Für börsennotierte, z.T. ausländische Unternehmen sind Milliardengewinne (die dann an bereits reiche Anteilseigner ausgeschüttet werden) ok, dem Freiberufler (Arzt, Apotheker, Jurist, Architekt …) wird das Schwarze unter den Fingernägeln missgönnt. Beschwert euch nicht, wenn keine Apotheke mehr im Ort ist, wenn ihr alt und krank seid, ihr habt es so gewollt!

#11 |
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diplom Apotheker Holger Kromnik
diplom Apotheker Holger Kromnik

Folgendes nur mal als Anregung für alle die denken, dass der Einzelhandel neben Versandgiganten wie Amazon und co. existieren.

1.) Einzelhändler werden immer mehr zugunsten von größeren Ketten und namenlosen Betrieben verdrängt. Dies geht solange gut bis endlich alle kleinen Einzelunternehmen verdrängt wurden, da die Philosophie der Leute ist und bleibt “Gute Beratung aber bitte nichts zahlen und dann im Internet kaufen, weil man will ja nicht die stinkreichen Unternehmer noch reicher machen.” Das teilweise dahinter eine 80h Arbeitswoche und über Jahre fehlender Urlaub steckt, sowie massive Existenzängste sieht Niemand und wir auch Niemand ohne derlei Erfahrung jemals nachvollziehen können.
2.) Warum kann nicht beides existieren? Nun es kann und wird da es nun mal eine freie Marktwirtschaft gibt. Nur sind Apotheken im Gegensatz zum “normalen” Einzelhandel eben kein Einzelhandel sondern ein Heilberuf. Warum darf nicht jeder sich Medikamente selbst verordnen? Es gibt doch google!
2.1.) Hierzu haben wir doch gleich den Kandidaten “M” der hier 54 Jahre alt ist und keine Beratung wünscht! Denn “M” ist sowas von einem Fuchs, dass er die kostenlose Beratung in der Apotheke wo ausgebildetes Fachpersonal steht nicht in Anspruch nehmen möchte! Warum ist das so? Nun M ist Jemand der eben wie viele Alle anderen dem Internet mehr vertraut als Leuten die a) Ausgebildet sind und b) zwischen seriösen und unseriösen Dingen unterscheiden können.
2.2.) Ja ich weiß ich bin ein echter Großkotz hier zu behaupten alle Menschen sind dumm und würden nichts wissen und ich bin so über klug und weiß alles besser ?! Es geht einfach darum alle möglichen Fehlerquellen auszumerzen, auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein und bestmöglich versorgt zu werden. Das ist und bleibt nun mal die Apotheke. Und wenn ich keine Ahnung von Autos habe ,werde ich auch nicht anfangen mein Auto auf eigene Faust zu reparieren. Wieso denken die Leute Sie könnten das mit dem Wichtigsten was Sie haben – also Ihrer Gesundheit und Ihrem Körper alleine?

Hier ein paar bekannte Fails aus der Apotheke, obwohl jeder sehr sehr schlau ist und es immer besser weiß, da wir ja immer nur verdienen wollen:

a) Nasensprays nur 1 Woche anwenden – mach ich schon seit 2 Jahre ist noch nie was passiert !
b) Ich nehme schon seit 2 Wochen GrippoStad und es wird einfach nicht besser!
c) Ich muss seit 4 Wochen husten und ich weiß nicht weiter, aber ich nehme doch schon Mucosolvan
d) Ich war beim Arzt mit meiner Erkältung und habe kein Antibiotikum bekommen, will bestimmt nur sparen.
e) Eine 100er Ibu 800 – die ist rezeptpflichtig – ach verdammt die 400er wirken doch nicht gegen meine Kopfschmerzen – waren Sie mal beim Arzt? Ja einmal seitdem bekomm ich die Rezepte von der Sprechstundenhilfe

usw. ich könnte damit Bücher füllen! Fällt denn Niemandem auf das die Gesundheitsversorgung immer schlechter wird, also unsere ureigenste Absicherung fürs Alter? Warum Altersvorsorge wenn man eh mit 65 abtritt? Warum Vorsorge wenn ich mit 50 Diabetiker mit 5 Beipässen, Asthma bronchiale und dauerhaftem Durchfall bin? Ist das die Lebensqualität noch gegeben?

3.) Warum also die Apotheken vor Ort erhalten? Weil Beratung nun mal notwendig ist und weil Sie keiner haben möchte, also muss es eine Partei geben die Sie ausspricht ob gewollt oder nicht! Meine Kinder wissen auch nicht warum Sie etwas tun müssen und erkennen nach Jahren erst den Nutzen. Es ist wie es ist, jeder hat seine Kompetenzen nur liegen die bei der Apotheke eben in der konsequenten Beratung nach neuesten wissenschaftlichen Grundlagen (warum sonst gehen wir wohl pro Jahr mehrere Tage auf Weiterbildungen – damit wir mehr klugscheißen können?) ob die nun jemand hören möchte oder nicht – wir helfen nur jeden vor sich selbst zu beschützen! Denn Ihre Gesundheit ist unser Beruf!

4) Zur Vergütung muss ich nichts mehr sagen. Es ist eben eine Mischkalkulation. Der Patient mit Dauermedikationen wird überwacht und optimal beraten, daran verdienen wir nun mal. Die Mutter mit Kind braucht eine wesentlich längere Beratung z.B. bei Neurodermitikern, Psoriatrikern, ADHS, und so weiter. Die Hilfe und Beratung kommt aus der Apotheke gefolgt von unzähligen Proben bis Schluss endlich der Patient mit einem dicken grinsen wieder vor mir erscheint und sich bedankt, dass ich mir Zeit und Mühe gemacht habe. Kann ich das auch noch wenn meine Margen weiter fallen? Schaut euch die Hausärzte an 24€ pro Patient unabhängig des Aufwands und der Medikationen …. wollen wir ein Gesundheitssystem oder eine gut strukturierte Gesundheitsv(o)ersorge ….

Eventuell sollte man sich seine Wünsche noch ein zweites Mal überlegen, denn wenn das Kind im Brunnen ist … Wir alle werden älter und das was jetzt selbstverständlich ist, ist in 20 Jahren vielleicht essenzieller. Unsere Inkontinenzversorgung und Hilfsmittelbelieferung fußt auf dem Verdienst durch Dauermedikationen, die Rezeptur ebenfalls … sollten wir gehen darf sich jeder selbst mit Firmen rumschlagen, Krankenkassen und sich mich 0815 Produkten abspeisen lassen. Also hier ein Appell auch an die Gesunden Menschen : Besteht die Möglichkeit zu irgendeinem Zeitpunkt in eurem Leben mal so krank zu sein, wo Hilfe aus anderen Quellen willkommen wäre? Und wäre diese Hilfe nicht schön wenn Sie Vorort wäre und ein vertrautes Gesicht Ihnen gegenüber steht?
Ich für meinen Teil tue das auch wenn es das Möbelfachgeschäft, der Fleischer, Bäcker oder sonstiges ist denn der muss sich für seine Qualität verantworten…

Danke!

#10 |
  1
Gast
Gast

Weshalb kann nicht Beides nebeneinander existieren? Weshalb ist die einzige Lösung ein Quasimonopol zugunsten der Filialapotheke?

Der Einzelhandel existiert trotz Online Shopping nach wie vor!
Weshalb soll es im Pharmabereich nicht funktionieren?

#9 |
  21
M
M

Ich bin 54 Jahre alt und habe mich noch nie in der Apotheke beraten lassen. Was mache ich nur verkehrt?

#8 |
  24
Frank-Wilhelm Mors
Frank-Wilhelm Mors

Auf den Punkt! Vielen Dank! Eine Apothekerin, die gerade für eine ganze Hauptstadt Notdienst schiebt und hofft, dass die SPD vorbeikommt ;-)

#7 |
  0
Michael Hofheinz
Michael Hofheinz

Leider fehlt die Beurteilung der wirtschaftlichen Bedrohung durch die Entbindung der ausländischen Versandapotheken von der Arzneimittelpreisverordnung.

Die Folgen von der Aufhebung von Preisbindungen kann man leicht aus der Geschichte des Einzelhandels, insbesondere der Drogerien und Lebensmittel-geschäfte ablesen. Nach der Aufhebung der Preisbindung 2. Hand in 1974 gingen der Bevölkerung 10 000 inhabergeführte Drogerien und 120 000 inhabergeführte Lebensmittelgeschäfte verloren. Ab 1976 waren fast alle Drogerien so gut wie unverkäuflich.
Heute können aus dem EuGH-Urteil für deutsche Apotheken zwei ruinöse Szenarien entstehen:

1. Preiswettbewerb auch bei Rx-Arzneimittel (80% des durchschnittlichen Apothekenumsatzes) zwischen deutschen und ausländischen Apotheken und künftig auch Preiswettbewerb zwischen deutschen Apotheken.
2€ Nachlass auf eine Rx-Packung verursachen einen Mindergewinn in einer durchschnittlichen Apotheke (30 000 Rx-Packungen pro Jahr) von 60 000 €. Das kann keine normale gebietsversorgende, inhabergeführte Apotheke verkraften.

2. Selektivverträge der GKV-en mit ausländischen Apotheken und der Zuleitung der Rezepte an Vertragsapotheken. Wie die Bevölkerung sie schon heute bei Hilfs- und Heilmittel erfahren muss. AOK-Patienten müssen ihre Rezepte dann z.B. zu DocMorris und TKK-Patienten z.B. zur Venlo-Apotheke schicken. Der Vor-ort-Apotheke bleibt dann nur noch der Rest und die Gemeinwohlaufgaben.

Eine Beschränkung von Rabatte, oder im Doc-Morris- und SPD-Jargon Boni, von 1€ (12,5% vom durchschnittlichen Stücknutzen einer Rx-Packung) sind schon von der EuGH-Rechtsprechung (Aufhebung der Preisbindung für ausländische Versandapotheken) abgesehen, betriebswirtschaftlich für die allermeisten Apotheken ruinös.

#6 |
  1
Apotheker

Auf den Punkt gebracht. Kann man so an Herrn Frank (SDP) oder Frau Dittmar (SPD) MdB/Gesundheitsausschuss bitte weiterleiten.

#5 |
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Apotheker

Endlich mal jemand, der die Probleme, die uns im Zusammenhang mit dem Rx-Boni-Problem beschäftigen, wunderbar zusammengefasst und erläutert hat. Pflichtlektüre für die Politiker, die darüber zu entscheiden haben!

#4 |
  2
Angestellte Apotheker

Ein toller Artikel, den ich gern beim Spiegel oder Focus oder in einer der zahlreichen Tageszeitungen gelesen hätte. Vielen Dank.

#3 |
  2
Angestellte Apotheker

Lieber Gast,

leider wissen einige Kunden nicht, dass sie eben doch Beratung brauchen und das gewünschte Medikament möglicherweise nicht das richtige für ihre Erkrankung ist. Manchmal werden rezeptpflichtige Medikamente auch über Jahre falsch eingenommen oder angewendet. Wir sprechen hier von Medikamenten, da erscheint mir eine fachliche Kontrolle sinnvoll und angebracht.

#2 |
  3
Gast
Gast

Wenn die “Beratung” in der Apotheke vor Ort nicht wäre, würde nicht mehr so viel bei Onlineapotheken gekauft werden. Viele wollen einfach ihr Medikament und nicht mehr.

#1 |
  45


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