Ärzte auf Kaffeefahrt

24. März 2017
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Hohe Kosten, fragwürdiger Nutzen, gefilterte Informationen: Ärzten werden häufig bestimmte Medikamente empfohlen, wenn sie ihrer Pflicht zur Fortbildung nachkommen. Der Hersteller dieser Arzneien ist dabei zugleich Sponsor der Veranstaltung. Doch es regt sich Widerstand.

Freundlich, kollegial, kompetent – so begrüßt Privatdozent Dr. Klaus Bonaventura am Samstag Morgen des 11. Februar als erster Redner seine Gäste. Im Saal des Hotel Hollywood am Berliner Kurfürstendamm sitzen rund 150 Ärzte. Sie nehmen teil am Fortbildungskolleg Praxis-Depesche. An diesem Tag werden sie insgesamt neun Vorträge hören und neun CME-Punkte bekommen, die sie sich anrechnen lassen, um ihrer Pflicht zur Fortbildung nachzugehen.

Bonaventura spricht von Arzt zu Arzt, pars inter pares. Als Spezialist für Angina pectoris informiert er heute Internisten, Hausärzte und Allgemeinmediziner über den neuesten Stand der Leitlinien. An den Tischen herrscht Konzentration, viele schreiben mit, andere fotografieren mit dem Handy die Grafiken, die der Projektor an die Wand wirft. Es geht um Beta-Blocker, Langzeitnitrate und ACE-Hemmer, und es geht konkret um bestimmte Medikamente.

Bessere Belastungsdauer, weniger Angina pectoris

„Die Leitlinien weisen auf Substanzen hin, auf die ich kurz eingehen möchte, nämlich das Ivabradin und das Ranolazin“, sagt Bonaventura. Er skizziert die Vor- und Nachteile von Ivabradin, kommt dann zu Ranolazin: „Für das Ranolazin ist in verschiedenen Studien nachgewiesen, dass die Patienten eine bessere Belastungsdauer und weniger Angina pectoris haben und dass EKG-Veränderungen auftreten“. Bei Diabetikern wirke es besonders gut, es gebe keine Einschränkung bei Störungen des Sinusrhythmus oder bei Vorhofflimmern wie bei Ivabradin, sondern sei bei jedem Rhythmus einsetzbar. „Es gibt nur ein Sache, die wirklich zu beachten ist: Ranolazin sollten Sie nicht bei Patienten mit einer GFR unter 30 geben. Ansonsten ist es, muss man sagen, kein Problem“, so der Dozent.

Schließlich kommt Bonaventura auf die Dosierung zu sprechen: „Man fängt an, sagt die Empfehlung, mit zweimal 375 mg. Ich muss gestehen, ich fange in der Regel immer mit zweimal 500 mg an.“ Wenn der Patient gut reagiere, gehe er „automatisch immer“ auf zweimal 570 mg. „Es hört sich so viel an“, so der Dozent weiter, „aber in der Studienlage haben wir […] eine extrem gute Verträglichkeit und gute Ergebnisse, in den USA sogar für zweimal 1500 mg. Aber in Europa ist es nur zugelassen für zweimal 750 mg. Also keine Angst vor der Dosierung von zweimal 750.“

Im Vortrag empfohlen, am Buffet beworben

Die Sache hat gleich mehrere Haken. Erstens: Ranolazin (Ranexa) wird  von Berlin-Chemie Menarini hergestellt – das Unternehmen sponsert – wie auf der Einladung vermerkt – die Veranstaltung an diesem Tag mit 18.570,90 Euro. Zweitens: Ranexa kostet in einer 60-Stück-Packung von 375 mg 84,95 Euro. Ein gängiger Beta-Blocker wie Bisoprolol hingegen schlägt in einer 100-Stück-Packung mit nur 13,77 Euro zu Buche. Drittens: Der Dozent hat nicht, wie andere, zu Beginn des Vortrags eventuelle Interessenkonflikte offengelegt. Viertens: Die Wirksamkeit des Arzneimittels ist keineswegs so positiv, wie von Bonaventura dargestellt.

Im Arzneimittel Telegramm (at) steht zur Zulassung von Ranolazin (Ranexa) 2009: „Die Indikation ist beschränkt auf die Zusatztherapie, wenn Erstwahlmittel wie Betablocker oder Kalziumantagonisten nicht ausreichen oder nicht toleriert werden. […] Ob Ranolazin bei Patienten mit Beschwerden trotz optimaler antianginöser Therapie einen Zusatznutzen hat, ist somit nicht untersucht.“

Laut Studienlage durchweg schlechte Ergebnisse

Auf die Frage einer Ärztin aus Höxter, die sich 2014 über eine ähnliche Anpreisung des Medikaments auf einer Fortbildungsveranstaltung wundert, steht im at zu lesen: „Bei Patienten, die trotz optimaler antianginöser Therapie weiterhin Beschwerden haben, ist Ranolazin (Ranexa) unverändert nicht hinreichend geprüft. In der zugelassenen Indikation, der symptomatischen Therapie der chronisch stabilen Angina pectoris, wenn Standardmittel nicht ausreichen, ist sein Stellenwert weiterhin unklar. Wir sehen daher nach wie vor keine Indikation, –Red.“

Auch Wirkstoff aktuell kommt in der Ausgabe 02/2011 zu einem knappen und deutlichen Ergebnis: „Ranolazin (Ranexa) erhöht die Behandlungskosten und bringt keinen Vorteil. Mittel der Wahl sind Betarezeptorenblocker.“ Die Behandlungskosten beliefen sich auf mehr als 800 Euro jährlich – Betarezeptorenblocker hingegen auf nur 45,81 Euro.

Wirkungsloses Mittel gegen Gicht?

Der Vortrag über Angina pectoris ist kein Einzelfall. Auch bei der zweiten Vorlesung des Tages wird ein Medikament besonders gepriesen. Dozentin Dr. Ute Koch stellt Febuxostat als von den Leitlinien empfohlenes und bestes Mittel gegen Gicht vor. Laut einer at-Einschätzung von 2010 ist das Mittel jedoch wenig hilfreich für schmerzgeplagte Patienten: „Ob Febuxostat langfristig besser vor Gichtanfällen oder anderen Manifestationen der Gicht schützt, ist nicht bekannt.“ Zudem sei das Medikament mit 42,40 Euro bei einer Tagesdosis von 80 mg wesentlich teuerer als ein Allopurinolgenerikum wie zum Beispiel Allopurinol.

Febuxostat wird vertrieben unter dem Handelsnamen Adenuric, für das im Vorraum der Veranstaltung leuchtend bunte Plakate und zuvorkommende Damen werben.

Das Fachblatt Gute Pillen, schlechte Pillen (GPSP) schreibt, das seit 50 Jahren bewährte Allopurinol sei trotz massiver Werbung für Febuxostat therapeutischer Standard: „Da wird es erfahrene GPSP-Leser nicht wundern, dass das neuere Präparat sechsmal so viel kostet wie Allopurinol“, heißt es in der Ausgabe von Mai 2016. Und weiter: „Obwohl nur 7 Prozent der Patienten Febuxostat verordnet bekommen, verursacht das Mittel bei den Krankenkassen bereits 27 Prozent der Behandlungskosten von Gicht. Tendenz rasch steigend.“

Pharma bei 80 Prozent aller Fortbildungen

Das Berliner Fortbildungskolleg ist kein Einzellfall. Rund 80 Prozent aller Fortbildungen sind von der Pharmaunternehmen beeinflusst, schätzt die Vereinigung „Mein Essen zahle ich selbst“ (Mezis). Die Ärztevereinigung wehrt sich gegen die Geschäftsinteressen der Industrie im Gesundheitswesen. „Wir schätzen, dass etwa 80 Prozent der Fortbildungsveranstaltungen, auf denen auch CME-Punkte vergeben werden, von Pharmafirmen gesponsert oder ausgerichtet sind“, sagt Geschäftsführerin Christiane Fischer. „Wir fordern von den Landesärztekammern, dass es diese Continuous Medical Education Points auf gesponserten Veranstaltungen nicht vergeben werden.“

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Roland Holtz

„Die Fortbildung der Ärzte ist heute, im Gegensatz zu der vom Gesetzgeber intendierten
 Absicht, eine der wohl effektivsten Vermarktungsplattform der Pharmaindustrie“, sagt Roland Holtz, ehemaliger Pharmareferent und heute Sachverständiger für Arzneimittelsicherheit: „Es gelingt der Pharmaindustrie regelhaft, auch solche Produkte mit hohem Erfolg im Markt zu 
platzieren, deren Nutzen sowohl vom BGA als auch vom IQWiG als fragwürdig eingestuft wird.“

Ärzte hören auf den Rat von Kollegen

Das Vorgehen laufe stets nach einem ähnlichen Schema, sagt Holtz: „Im ersten Schritt schildert man die Indikation in allen Variationen. Dann geht es weiter mit der Verteilung der Erkrankung, dem volkswirtschaftlichen Schaden, der Therapie. Studien belegen die Vorteile eines bestimmen Präparats. Die Anwendungsbeobachtungen schließlich untermauern diese.“

Perfide sei, dass der vortragende Arzt quasi zu Pharmareferenten werde, so Holtz: „Soziologische Untersuchungen haben ergeben, dass Ärzte, wenn sie neue Arzneimittel einsetzen, wesentlich eher auf den Rat von Kollegen hören, als wenn Pharmareferenten ihnen entsprechende Empfehlungen machen. Das ist logisch und nachvollziehbar.“

Hinzu käme, dass Ärzte am Ende der Fortbildungen häufig Tests absolvieren müssten, wo sie das Gelernte wiederholten und so besser memorierten. Zudem brächten Dozenten ihre Therapieempfehlung in Verbindung mit den aktuellen Leitlinien – auch Bonavetura und Koch haben dies getan. „Die Leitlinien aber sind für Ärzte essenzielle Grundlage ihrer Therapie.“

Industrie-Sponsoring ist nicht per se eine Gefahr

Verantwortlich für die Qualität der Fortbildungen sind die Ärztekammern. Dass es überhaupt für Hersteller möglich ist, für bestimmte Medikamente zu werben, liegt in diesem Fall an den Regularien der Ärztekammer Berlin. „Diesen Regularien zur Folge sind ein Sponsoring ärztlicher Fortbildungsmaßnahmen und die Zuerkennung von Fortbildungspunkten miteinander vereinbar“, schreibt Pressesprecher Sascha Rudat auf Anfrage von DocCheck. „Ein Industrie-Sponsoring wird nicht per se als eine Gefahr für die ärztliche Fortbildung angesehen. In Zeiten, in denen eine öffentliche Finanzierung ärztlicher Fortbildung nicht existiert, zählt das Sponsoring auch zu den ‚Ermöglichern‘ ärztlicher Fortbildung.“

Wichtig sei aber, dass durch ein Sponsoring keine Beeinflussung der vermittelten Fortbildungsinhalte erfolge, so der Sprecher. Kontrollieren lasse sich dies schwer, denn die Ärztekammer prüfe Veranstaltungen, wenn der Antrag einginge. Eine persönliche Kontrolle der dort vermittelten Inhalte sei aber wegen der großen Zahl retrospektiv nicht möglich.

Keine Werbung auf Fortbildungen gefordert

Für Christiane Fischer von Mezis wäre das Problem ganz schnell behoben. Ihre Lösung ist so einfach wie radikal: „Wer auch immer eine Fortbildung ausrichtet oder sponsert, muss das angeben. Sobald Werbung im Spiel ist, gibt es keine Fortbildungspunkte mehr. Wir möchten, dass es überhaupt kein Sponsoring mehr gibt. Von nun an und in die Zukunft sollen Werbung und Informationen strikt getrennt sein. Dann hätten wir das Problem gelöst.“ Diese Option sieht die Ärztekammer nicht, so Rudat: „Gute ärztliche Fortbildung kostet Geld und ist gänzlich ohne Sponsoring nur zu bekommen, wenn der Steuerzahler bereit wäre, wie etwa in Kanada jährlich 4.000 Euro pro Arzt für dessen Kompetenzerhalt aufzubringen.“

Getarnte Werbung erkennen

So gilt es für Ärzte, auf Veranstaltungen wachsam zu sein. Auf dem Fortbildungskolleg in Berlin unterscheiden sich die folgenden drei Vorträge deutlich von den ersten zwei: Die Dozenten legten offen, bei welchen Konzernen sie Vorträge hielten und berichteten über ihr Thema, ohne ein bestimmtes Medikament auch nur zu erwähnen. So auch Onno Janßen, der Dozent zum Thema Schilddrüse. Er ist Facharzt für Innere Medizin am Endokrinologikum Hamburg und macht seine Haltung gleich zu Anfang des Vortrags deutlich: „Alles, was ich sage, ist in keiner Weise beeinträchtigt oder geleitet von irgendwelchen Interessen. Das geht auch gar nicht, das kann man nicht machen.“ Doch, kann man.

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35 Kommentare:

Gast
Gast

Hier werden wohl die DocCheck-Nutzer auf Kaffeefahrt geschickt ….

Her Dr. med. Frank Antwerpes ist in Personalunion

– Geschäftsführer der DocCheck Medical Services GmbH
– Vorstandsvorsitzender der PHARMA-Werbeagentur Antwerpes AG

Wusste das die Autorin nicht oder wurde sie vor einen Rache-Karren gespannt?

Na wie auch immer, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, schon gar nicht mit Ziegelsteinen.

#35 |
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Gast
Gast

Hinsichtlich Febuxostat schlecht recherchiert. Ich (und viele andere) Rheumatologen verschreiben in der regel das günstigere Allopurinol, bei sonst gesunden Patienten mit symptomatischer Hyperurikämie WENN nicht dagegen spricht. Nicht wenige Gicht Patienten haben aber auch eine signifikante Niereninsuffizienz (durch die Hyperurikämie selber, durch begleitenden Diabetes usw.) Bei signifikatner Niereninsuffizienz ist Allopurinol kontraindiziert, Febuxostat ist jedoch erlaubt.

#34 |
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Gast
Gast

@31, petra.nothhelfer:
Mediziner sind keinesfalls die einzigen zur Fortbildung verpflichteten Akademiker, mir fallen da spontan die Psychologen und Apotheker ein!
Und Lehrer haben zumindest die Möglichkeit zur Fortbildung, die von den meisten auch genutzt wird. Ob sie Pflicht ist, kann ich allerdings auswendig nicht sagen.
*Lanze brech* :)

#33 |
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Apothekerin

Sehr geehrte Frau Grossmann,

ich melde mich als Referentin des von Ihnen kritisierten Gichtvortrages zu Wort. Es erstaunt mich sehr, dass Sie sich in Ihrer Kritik auf eine Publikation des arznei-telegramms aus dem Jahr 2010 berufen. Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2017 und seit 2010 hat sich auf dem Gebiet der Gicht sehr, sehr viel getan. Unter anderem wurde im Jahr 2016 die evidenzbasierte (über 100-seitige) S2-Leitlinie „Gichtarthritis“ der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) veröffentlicht, zuvor im Jahr 2012 die entsprechende Leitlinie der Amerikanischen Rheumatologischen Gesellschaft (ACR). Noch erstaunter bin ich, dass Sie sich auf das “Fachblatt Gute Pillen, schlechte Pillen“ beziehen. Dieses, ebenfalls vom arznei-telegramm erstellte Medium richtet sich explizit an Gesunde und Kranke, also primär an Laien.

Damit Sie sich im Nachhinein (und auch alle Leser hier) von der Firmenunabhängigkeit, Evidenz und Aktualität meiner Aussagen auf der Berliner CME-Fortbildung am 11.2.2017 überzeugen können, empfehle ich Ihnen den Link

http://dgrh.de/fileadmin/media/Praxis___Klinik/Leitlinien/Gicht_LL.pdf

zu o. g. S2-Leitlinie „Gichtarthritis“. Auf den Seiten 22 – 29 finden Sie die Ergebnisse wichtiger randomisierter, kontrollierter Studien sowie Meta-Analysen und somit die Bestätigung, dass Febuxostat in punkto Wirksamkeit und Verträglichkeit Allopurinol in vielerlei Hinsicht überlegen ist. Auf dieser Grundlage empfiehlt die DGRh-Leitlinie im klinischen Alltag Febuxostat dann als Therapieoption, wenn (1) Allopurinol nicht vertragen wird, (2) der Harnsäurezielwert (unter 6 mg/dl bzw. unter 360 μmol/l) unter Allopurinol nicht erreicht wird und/oder (3) bei eingeschränkter Nierenfunktion. Diese Aussagen habe ich in meinem Vortrag 1 : 1 übernommenen. Somit habe ich Febuxostat nicht (wie von Ihnen behauptet) „gepriesen“, sondern ich habe leitliniengerecht und gemäß aktuellem Stand der Wissenschaft dargestellt, in welchen Situationen die vergleichbar teurere Febuxostat-Therapie gerechtfertigt ist.

Hand aufs Herz: Möchten Sie selbst im Falle einer chronisch-fortschreitenden Krankheit aus reinen Kostengründen ein Medikament erhalten, das nicht zum Therapieziel führt und/oder von Ihnen nicht vertragen wird???
Zudem versteht es sich doch von selbst, dass ein über 50 Jahre alter und generischer Wirkstoff wie Allopurinol äußerst preisgünstig angeboten werden kann. Und im Übrigen, die oben zitierten DGRh-Leitlinie empfiehlt zur Behandlung des akuten Gichtanfalls Canakinumab als „Reservemedikament”
(1 Ampulle etwa 13.500 Euro). Diese Information nur deshalb, damit Sie einen Eindruck gewinnen, welche immensen Kosten eine schwere bzw. unzureichend behandelte Gicht schlimmstenfalls verursachen kann.

Auch wüsste ich gern, wie Sie auf die Zwischenüberschrift „Wirkungsloses Mittel gegen Gicht?“ kommen? Alle in Deutschland zugelassenen und zugleich in meinem Vortrag angesprochenen Wirkstoffe haben ihre Wirksamkeit in klinischen Studien bewiesen.

Ihrem Vorwurf, zu Beginn meines Vortrages nicht auf meine Interessenskonflikte verwiesen zu haben, widerspreche ich. Mein erstes Chart hat offengelegt, dass ich für meinen Vortrag ein Honorar erhalte und die Reisekosten erstattet bekomme. Letztere sind übrigens nicht angefallen, weil ich kosten- und gesundheitsbewusst die 1,5 km von meiner Wohnung zum Hollywood Media Hotel gelaufen bin.

Und nicht zuletzt: Auf Ihrer persönlichen Website geben Sie an, als „Investigative Journalistin für DocCheck“ tätig zu sein. Ebenfalls auf Ihrer Webseite und in Form einer Sprechblase werden Sie von Dr. Frank Antwerpes/Geschäftsführer der DocCheck AG für Ihre Arbeit gelobt und zwar mit den Worten „…sauber recherchierte, investigative Reportagen mit hohem Informationswert.“ Bitte halten Sie sich zukünftig wieder an dieses große Lob. Nicht meinetwegen (ich kann mich wehren), aber im Sinne der zahlreichen Patienten, die eine zeitgemäße Therapie verdient haben. Zu einer solchen gehört zweifelsfrei Kostenbewusstsein, aber nicht zu Lasten des Patientenwohls.

Freundliche Grüße,
Ute Koch

#32 |
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petra.nothhelfer
petra.nothhelfer

Es ist schon äußerst traurig, daß einem Mediziner, der einen NC-Studiengang durchgestanden hat nicht so viel Grips zugemutet wird, zu entscheiden was rezeptiert wird oder nicht. Ich sehe keinen Grund gesponsorte Fortbildungen zu besuchen. Es ist schon schlimm genug, daß Mediziner die einzigen Akademiker sind mit vorgeschriebenen Weiterbildungspunkten.. – eine Lehrer muß dies nicht und hat auch keine unnützen Unkosten.
Hätten wir zum Abrechnen ein schweizer Modell könnten einige Medis durch ein Gespräch ersetzt werden. Aber mit ca 35 Euro je Quartal liegen keine 15 Min drin.

#31 |
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Dr. Frank -M. Riedel
Dr. Frank -M. Riedel

Über Globalisierung kann man verschiedener Meinung sein , ich halte sie für einen gefährlichen Irrweg .
Aber das die Globalisierung bedingt , daß die Pharmaindustrie Werbung und Lobbyismus mit moralisch zweifelhaften Methoden betreiben darf, erschließt sich mir nicht.
Werbung für Medikamente könnte generell in jeder Form verboten werden .
Wie schon ausgeführt bewegen wir uns hinsichtlich der Finanzierung der Medikamente im Bereich sozialer Umlagesysteme .

#30 |
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“völlig Recht” natürlich, verzeihen Sie den Tippfehler.
Im Übrigen sollten wir uns meines Erachtens glücklich schätzen, dass die Werbung auf der Ebene fachlich kompetenter Personen erfolgt.
Was wäre denn die logische Konsequenz, wenn in den Praxen und Kliniken die Pharmaindustrie nicht mehr empfangen wird? Der Werbeetat wird eingesetzt, um den Endkunden, sprich Patienten direkt anzusprechen.
Wer kennt die Situation nicht, dass ein Kunde in der Praxis um die Verschreibung eines bestimmten Medikamentes bittet, weil er aus welcher Quelle auch immer so viel Gutes darüber vernommen hat?
Und wenn wir das jetzt schon immer wieder erleben, wie viel schlimmer würde es sein, wenn Medikamente intensiv in den öffentlichen Medien, Youtube & Co sowie Internetforen beworben werden?

#29 |
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Was gefälschte Studienergebnisse und versteckte Korruption angeht, gebe ich Ihnen vollig Recht, Herr Riedel.
Kapitalistische Marktwitschaft hat aber vor langem in der Gesundheitspolitik Einzug gehalten und wird nicht verschwinden, wenn man der Pharmaindustrie keinen Zugang in die Praxen gewährt.
So wie Sie es beschreiben, erfolgt die Erforschung und Herstellung von Medikamenten hauptsächlich durch staatliche Mittel. Das wäre in heutigen Zeiten der Globalisierung überhaupt nicht mehr möglich.
Verwenden Sie eigentlich ausschließlich Medikamente, die nicht beworben werden?

#28 |
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Dr. Frank -M. Riedel
Dr. Frank -M. Riedel

Herr Schubart ,
Wir unterhalten uns hier nicht über Werbung für Waschmaschinen, Fernseher oder ähnliche Dinge.
Im Bereich der Medizin hat aggressive Werbung keine Berechtigung , ebenso wenig wie gefälschte Studienergebnisse und offene oder versteckte Korruption .
Die Finanzierung der Medikamente erfolgt auch nicht aus der privaten Schatulle. , sondern durch umlagefinanzierte Sozialsysteme .
Ihre Argumentation geht somit in die falsche Richtung .
Freie kapitalistische Marktwirtschaft hat im Bereich der Gesundheitspolitik nichts zu suchen .

#27 |
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Dr. med. Rainer Fleischer
Dr. med. Rainer Fleischer

Dr. med Rainer Fleischer
Es gibt möglicherweise Kollegen die in pharma-gesponserten Fortbildungen die reine Erkenntnis sehen.Meine Entscheidung -wie auch die der überwiegenden Mehrheit meiner Kollegen-beruht auf der eigenen Erfahrung,der Information durch Literatur,dem Austausch mit Kollegen,der Nutzung von EDV Portalen,der zT nicht gerade günstigen “offiziellen”Veranstaltungen” und einer Portion Skepsis.Denn keine dieser Quellen ist frei von subjektiven Einflüssen.Was soll also dieser Artikel -ich befürchte man hält uns für blöd aber für ärztliche Tätigkeit scheint es zu reichen!

#26 |
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Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD
Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD

“Dr. Martin Schubart“,
ihre richtige Sichtweise und ihr Kommentar sollten den Negativseher ein Denkanstoß geben.

#25 |
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Natürlich wirbt die Pharmaindustrie für Ihre Produkte!
Wer tut das nicht?
Zu versuchen, die Augen vor Werbung zu verschließen, ist doch im fachlichen genauso wie im privaten Bereich eine Sache der Unmöglichkeit.
Ich bin verblüfft, wie viele Kollegen Werbung einfach ausblenden wollen anstatt kritisch damit umzugehen, wozu sie eigentlich spätestens im Studium, wenn nicht schon zu Schulzeiten, ermuntert und geschult worden sein sollten.
Wer von uns kauft denn ein Produkt, nur weil es intensiv beworben wird? Wir suchen uns doch immer noch zusätzliche (Fach-)Information, um zu wissen, ob das beworbene Produkt das hält, was es verspricht.

#24 |
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Dr. Frank -M. Riedel
Dr. Frank -M. Riedel

Haben sie auch Argumente , Herr Dannemann ? Oder können sie nur pöbeln ?

#23 |
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Sozialistische Neidpolitik!!

#22 |
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Dr. Frank -M. Riedel
Dr. Frank -M. Riedel

Hier werden Fragen aufgeworfen ……”wer soll Fortbildung finanzieren , organisieren…..”
Wir benötigen ein völlig neues System , staatlich organisierte Pflichtfortbldungen für Ärzte , meinetwegen 2-3 mal jährlich . Keine industrielle Einflussnahme .
Finanzielle Zuwendungen an Institute , Kliniken , Unversitäten oder einzelne Ärzte sollten verboten werden .
Und kommen Sie mir jetzt nicht mit dem Argument , woher soll der Staat das Geld nehmen .
Das jetzige System ist krank , erschaffen durch eine globalisierte kapitalistische Ordnung , die mit Scherheit nicht das Wohl der Bevölkerung als primäres Ziel anstrebt .

#21 |
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Dipl.-Chem. Monika Schnabel
Dipl.-Chem. Monika Schnabel

Bei allem ökonomischen Denken, sollte man einfach akzeptieren, dass die Pharmafirmen nicht nur forschen um eine Menge Geld zu verdienen. Bei der Forschung wird auch eine Meng Geld verbrannt für fehlgeschlagene Entwicklungen. Forschung hat bis zum heutigen Tag viele Therapien erst ermöglicht bzw. verbessert. Wenn alle alten Dinge so gut und nicht verbesserungswürdig wären, könnte man die Forschung einstellen. Generikafirmen arbeiten übrigens sehr rentabel, sind häufig auch Aktiengesellschaften und in vielen Fällen rentabler als forschende Unternehmen.
Mit Generica lässt sich gutes Geld verdienen und mit Fälschungen sogar mehr als mit Drogen.

#20 |
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Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD
Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD

so Nr:#17
Dr. med. Willem Evermann

Also bei uns sind Pharmareferentinnen/Pharmareferenten Willkommen, sie haben recht jeder wie er es für nötig erachtet.
Wir selektieren zwischen wissenschaftlich kompetenten Pharmabotschaftern und nicht Qualifizierten. In vielen Fällen war eine Begegnung mit den Pharmabotschaftern eine Bereicherung.
Viele wenn nicht alle Fortbildungen werden von der Industrie gesponsert insbesondre bekommen die Vortragende Honorare von der Pharmaindustrie.
Selbst Universitäten erhalten für Forschungszwecke Gelder der Pharmaindustrie, also so eine Neutralität kann man nur aus sich selbst heraus bewahren, welche Medikament das richtige für den Patienten ist. Auch den Beruf des Qualifizierten Pharmabotschafters muss es geben.

#19 |
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Dr. med. Elmar Borsdorff
Dr. med. Elmar Borsdorff

Wir als Ärzte sollten anerkennen, daß wir sehr beeinflußbar sind, ohne daß wir dies wahrhaben wollen (https://www.aerzteblatt.de/archiv/76324/Eine-Befragung-niedergelassener-Fachaerzte-zum-Umgang-mit-Pharmavertretern), und daß diese Beeinflussung bereits im Studium beginnt (https://www.aerzteblatt.de/archiv/145340/Einstellungen-und-Kontakte-von-Medizinstudierenden-zur-pharmazeutischen-Industrie). Sich dagegen zu immunisieren, fällt schwer (wenn es überhaupt möglich sein sollte). Trotzdem sehe ich die Angelegenheit differenziert: Ein Kongress, der von der pharmazeutischen Industrie gesponsort ist, ohne, daß sich diese in die Beiträge einmischt (aber mit einer Industrieausstellung), ist durchaus ein gangbarer Weg. Ich selbst mache um die Aussteller allerdings zunehmend einen Bogen, weil mich z.T. ihre Produkte nicht interessieren, aber ich auch als angestellter Arzt kein Entscheidungsträger für oder wider den Einsatz des Produktes eines bestimmten Herstellers bin. Gerade die Kongresse und Tagungen, an denen ich teilnehme, sind fachlich hochqualitativ, aber auch jetzt schon ziemlich teuer (im Gegensatz zum o.a. “Fortbildungskolleg”). Ich will der Geiz-ist-geil-Mentalität keinen Vorschub leisten, aber wenn die Unterstützung durch Pharma- und Medizinprodukteindustrie wegfallen würde, könnten viele dieser Tagungen nicht mehr stattfinden. Und ich besuche diese Veranstaltungen ausdrücklich nicht nur für die Punkte, sondern aus echtem Intersse an den Inhalten.

#18 |
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Dr. med. Willem Evermann
Dr. med. Willem Evermann

Ich bin Hausarzt. Jeder meiner Patienten bekommt genau das Medikament das er braucht. Manchmal liegt der therapeutische Schlüssel auch im Weglassen eines Medikamentes. Ich bespreche mit meinen Patienten Haupt- und Nebenwirkungen und wir entscheiden im Konsens. Grundlage meiner Entscheidung sind die jährlichen Fortbildungen – ich lege großen Wert auf Neutralität, bezahle seit nunmehr 9 Jahren jede Fortbildung selbst. Diverse unaufgeforderte Angebote, die mich jeden Tag erreichen, wandern ungeöffnet, teils ungelesen, in den Müll. Nach 3 Jahren konsequenter Ablehnung kommen nun auch keine Pharmareferenten mehr in die Praxis. Die gewonnene Zeit weiß ich zu schätzen! Würden Kollegen in der Mehrzahl ähnlich agieren, gäbe es die Diskussion nicht! Fortbildung ist keine Pflicht in unserem Stand, sondern Notwendigkeit. Mir macht Fortbildung Freude – meinen Patienten auch: Nach jeder Veranstaltung fasse ich Neues in einem Patienten-Newsletter zusammen.
Für Fortbildung ist jeder selber verantwortlich, nicht die Kammer, nicht der Staat!

#17 |
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Rolf Muckel
Rolf Muckel

Fortbildung ist immer gut. Wenn es die Industrie dann auch aus naheliegenden Gründen anbietet und dann noch umsonst, warum nicht? Als wenn der Arzt das nicht durchschauen würde. Wer soll es denn sonst machen? Irgendwelche Firmen, die aber Geld verlangen
Wenn dann manche gegen die Pharmaindustrie aufbegehren, sollte man sich Fragen stellen: hilft die Pharmaindustrie den Patienten oder nicht? Und gerade die Meckerer sollten sich die ehrliche Frage stellen, ob es nun wirklich der Gerechtigkeitssinn ist, der sie voran treibt oder irgendwelche andere Gründe. Gibt es Ärzte, die kritisieren um Ansehen zu bekommen?

#16 |
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Wie handle ich rational in einem verlogenen System? Rationales Handeln setzt belastbare Fakten voraus!
Wir aber leben in einem System in dem Wissenserwerb durch Studien zu einem neuen Medikament und Marktinteresse an eben jenem neuen Produkt in einer Hand liegt. Wir leben in einem System in dem Kollegen die Rolle tauschen und gutes Geld durch Fortbildungen, die eigentlich Marketingmassnahmen sind, verdienen.
Wir leben in einem System, das Sponsoring bei Pflichtfortbildungen nicht unterbindet.
Naiv, wer da noch an reine Wissenschaft, die den Geist der Vernunft atmet, glaubt.

#15 |
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Dr. med. Christoph Happel
Dr. med. Christoph Happel

Ich würde mir wünschen, dass alle Ärzte für jede Fortbildung angemesse Gebühren bezahlen müssten – gleichzeitig die Pharmaindustrie und die Medizinprodukte Hersteller einen festen Anteil des Umsatzes in einen Fortbildungstopf für Ärzte investieren müssen. Die Ärzte und Veranstalter könnten dann für Veranstaltungen aus diesem Topf Gelder beantragen. Über die Vergabe der Mittel wacht z.B. ein Gremium aus Vertretern von Ärztekammern, Industrie und Forschung. Das würde die Interessen nachhaltig entzerren und die Qualität der Fortbildung bestimmt die Inanspruchnahme.

#14 |
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Ich sehe das gleiche Problem zur Zeit bei der Antikoagulantientherapie mit Marcumar gegen DOAKs bzw NOAK . Bei den regelmäßig gesponserten Fortbildungen bekommt man ein schlechtes Gewissen wenn man sich noch zu Marcumar bekennt ( fast schon ein Kunstfehler)

#13 |
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Dr.med.Matthias Wagner
Dr.med.Matthias Wagner

Den Kommentatoren scheint z.B. die Problematik von Allopurinol nicht bekannt zu sei. Ich hatte während meiner gesamten ärztlichen Tätigkeit (42 Jahre) das hier wiederholt zitierte at abonniert. Es ist immer von Vorteil, auf kritische Stimmen zu hören. Die besserwissersche Art des at muss man genau so wie pharmagesponserten Fortbildungsveranstaltungen immer kritisch hinterfragen. Was vom at heute als nutzlose und teure “Scheininnovatin” verdammt wird, ist plötzlich morgen der Therapiestandard. Ich kann mich nicht erinnern, dass in solchen Fällen eine selbstkritische Stellungnahme erfolgte, sondern es wurde dann so getan, als ob man schon immer dieser Meinung war. Innovationen kommen eben fast ausschließlich von der forschenden Pharmaindustrie. Flotte Sprüche von Medizinjournalisten über die blöden Ärzte helfen uns wissenschaftlich nicht weiter. Es gibt genügend kritische Mediziner, die nicht plötzlich alle von ein und der selben Firma “gekauft” werden können. Der Kollege Riedel glaubt offenbar, dass ein Pharmaunternehmen ohne Gewinnaussicht forschen kann!

#12 |
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Fortbildungszwang wie er aktuell abläuft: Politisch induzierte Zwangsberieselung mit Werbung. Uanbhängige Fortbildunsmöglichkeiten sind sehr, sehr begrenzt.
So was nennt man erfolgreiche Lobbypolitik.

#11 |
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Dr. med. Frank-Michael Riedel
Dr. med. Frank-Michael Riedel

Danke , Frau Grossmann . Endlich wird döse Thematik einmal aufgegriffen .
Interessant ist , wie einige Kommentatoren , angeblich alles Ärzte , hier vehement gegen Sie in Stellung gehen .
Die ” forschende ” Pharmaindustrie ht primär nur ein Ziel und das heißt Umsatzsteigerng . Die Aktionäre müssen schließlich zufrieden gestellt werden .
Und zum Erreichen dieses Ziels ist letztlich jedes Mittel recht .
Wer als Mediziner glaubt , er wird ohne Hintergedanken informiert , dem ist nicht zu helfen .

#10 |
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Dr. med. Jörg Schwarz
Dr. med. Jörg Schwarz

Ich kann Kollegen Karpf nur zustimmen. Ich habe das Arzneimitteltelegramm deshalb vor vielen Jahren abbestellt. Ein neues Medikament hatte niemals eine Chance. Komischerweise wurden dann Jahre später die nächsten Innovationen genau mit den vorherigen verglichen, die es doch auch nie hätte geben dürfen.
Zu Fortbildungen: Jeder hat doch seinen eigenen Kopf zum Nachdenken und er wird ja spätestens bei drohenden Regressen auf den Boden der Realität zurück geholt. Ich unterstelle mal, dass kein Kollege so dumm ist und seine Therapie nicht vernünftig abwägen wird. Früher hatten die Veranstaltungen in der Regel auch noch ein Rahmenprogramm. Es gab noch so etwas wie Kultur über dem Tellerrand und niemand hat damals dafür eine bestimmte Verordnung verlangt.

#9 |
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Dr. med. Sebastian Karpf
Dr. med. Sebastian Karpf

Wer das ideologisierte Arzneimitteltelegramm sowie das gleichwertige GPSP regelmäßig liest, stellt fest, dass praktisch kein neues Medikament eine Innovation oder Verbesserung darstellen soll/darf. Wer sich aber mit seinem Fachgebiet auskennt, stellt häufig das Gegenteil fest

#8 |
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Gast
Gast

Wenn man der Pharmaindustrie einseitige Darstellung unterstellt, dann sollte man sebst etwas differenzierter berichten.

#7 |
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Gast
Gast

Dann soll die Ärztekamme /die KN und kostenneutrale Fortbilung ermöglichen. Bla bla bla!

#6 |
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Dr. Andreas Triebel
Dr. Andreas Triebel

Völlig richtig, Frau Grossmann!

#5 |
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Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD
Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD

Die Darstellung von Dr. med. Wolfgang Jungmair kann man nur unterstreichen.

#4 |
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Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD
Prof.Dr.Dr. Reichardt MP MD

Natürlich ist es Legitim für ein Arzneimittel zu werben, auch das verschiedene Veranstaltungen von der Pharmaindustrie gesponsert werden ist legitim.
Auch das Kolleginnen und Kollegen für Medikamente werben ist nicht verboten. Jedoch sollte der selbstbewusste Arzt sich die Studien genauer ansehen und kritisch beäugen. Leider haben namhafte Professoren um der Selbstdarstellung und Habgier Studien gefälscht und manipuliert.
Jeder Therapeut hat die Pflicht sich genauestens über Erfolg, Riesigen und Nebenwirkungen, Schäden zu informieren.
Wir haben Weltweit eine gute Pharmaindustrie und es liegt an uns mit dem uns gegebenen Medikament umzugehen, bewusster umzugehen.
Vielleicht ersetzt auch ein gutes Zuhören und Arztgespräch, das Medikament.?

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Dr. med. Wolfgang Jungmair
Dr. med. Wolfgang Jungmair

Wenn die teuren Meikamente als Generika zur Verfügung stehen, spricht keiner mehr gegen Sie. Nicht die Kosten, sondern die Rationale muss entscheiden, ob ein Patient mit einem Medikament behandelt werden soll. Warum es dafür keine Bewerbung geben sollte, entzieht sich meiner Rationale. Denken Sie doch mal darüber nach wieviele schwere Blutungen – insbesondere Gehirnblutungen – in den letzten Jahren verhindert wurden, nachdem die so profitgierige Pharmaindustrie mit Ihren neuen Antikoagulantien in den Markt gegangen ist. Und bei wieviel Menschen werden diese Blutungen nicht verhindert, weil man aus ideologischen Argumenten auf solche pharmagesponserten Veranstaltungen nicht war? Eine weitere Frage stellt sich wer bringt den Fortschritt in der Medizin? Mit Sicherheit nicht die Feindseligkeit gegen die forschende Pharmaindustrie.
Ich frage mich auch warum man im Journalismus vielfach gegen etwas sein muss und nicht für etwas sein. Der Patient hat davon keinen Nutzen.

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Der Skandal ist doch, dass mir aktiv von der KV mein hart erarbeitetes Geld genommen wird, wenn ich diese lächerlichen CME-Punkte nicht zusammenkratze. Die gibt es aber nur in nennenswertem Umfang für Pharma-Werbeveranstaltungen, weil die Kammern hier voreingenommen sind und zB sehr teure, privat bezahlte und gute Veranstaltungen nicht mit Punkten würdigen. Hier sollte mal untersucht werden, on die Verantwortlichen der Kammern überhaupt die Kompetenz haben oder ob Interessenkonflikte ausgeschlossen werden! Die Honorarkürzung gehört sofort abgeschafft!

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