Diätrisiken: Gorleben im Bierbauch

10. November 2010
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Schlanker zu werden bringt für Menschen mit Übergewicht nicht nur ein gesünderes Leben. Wenn sich die Daten einer Studie mit mehr als 1000 Amerikanern bestätigen, wandern mit dem Abschmelzen der Fettreserven auch gefährliche Umweltgifte ins Blut.

„Wenn Sie nicht abnehmen, liegen Sie in Kürze mit einem Herzinfarkt in der Klinik“. So oder ähnlich musste fast jeder Allgemeinmediziner schon einmal seinen Patienten ermahnen, wenn dessen Body-Mass-Index (BMI) die 30 überquert hat. Die Ermahnungen werden immer häufiger notwendig. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts stieg die Quote der Adipösen bei erwachsenen Männern und Frauen von rund 12,5 Prozent im Jahr 2003 auf rund 16 Prozent im letzten Jahr. Bei Jugendlichen ist dieser Anstieg noch höher. Von rund 2,5 Prozent kletterte der Index auf 7,1 (Männer) und 5,4 (Frauen).

Speck weg – POPs im Blut

Also: Diät und Sport und damit Kilos verlieren! – Stopp! Wenn sich die Ergebnisse koreanischer Ernährungswissenschafter bestätigen, die sie vor einigen Wochen im International Journal of Obesity veröffentlicht haben, tauscht der Körper die verlorenen Kilos und damit die geringere Belastung für Herz und Kreislauf gegen eine hausgemachte Vergiftung ein. Denn mit der Verbrennung von Fettpölsterchen werden auch lipophile Stoffe frei, die an den Speicher für magere Zeiten gebunden sind. Wer hungert und damit seinen BMI drückt, setzt wesentlich mehr an so genannten persistenten organischen Schadstoffen (POP = Persistant Organic Pollutants) frei. Substanzen, wie wir sie aus den Nachrichten über Umweltverschmutzungen kennen, also etwa das Insektengift DDT, Dioxin oder die Weichmacher PCB (Polychlorierte Biphenyle).

Schon Studien vor etwa zehn Jahren gaben einen ersten Hinweis auf eine höhere Giftstoffkonzentration im Blut nach dem Leichterwerden. Dabei wurden jedoch nur die Ergebnisse kurz nach der Gewichtsabnahme gemessen. Ungeklärt war bisher auch die Frage, ob die Belastung – durch POPs – abnimmt, sobald sich der Speck festsetzt. Duk-Hee Lee von der Kyungpook National University im koreanischen Daegu und seine Kollegen analysierten Daten zu 1099 Teilnehmern einer großen amerikanischen Gesundheits-Studie im Alter über 40 Jahre. Die Forscher verließen sich dabei auf die Angaben der Teilnehmer zu ihrem Körpergewicht ein Jahr bzw. zehn Jahre vor der Studie. Die Konzentration der Schadstoffe in den Serumproben bestimmte ein Gaschromatograph.

Für alle sieben bestimmten Schadstoffe ergab sich eine eindeutige negative Korrelation zwischen Gewichtsveränderung und Serumkonzentration. Die Koeffizienten für verschiedene PCBs und DDT-Abkömmlinge lagen dabei um -0,2 im 10-Jahres-Zeitraum. Wer Gewicht zugelegt hatte, verminderte seine POP-Konzentration im Blut noch mehr im Vergleich zu Teilnehmern mit stabilem BMI. Die Korrelationen für die Gewichtsveränderung innerhalb eines Jahres waren zwar auch signifikant, jedoch deutlich schwächer.

Steigerung um 388 Prozent

Ob diese Daten auch nach Deutschland übertragbar sind, müssen ähnliche Analysen bei uns zeigen. Denn die USA sind eine der wenigen Staaten, die dem Stockholm-Abkommen über die Herstellung und Verbreitung von POPs bisher nicht beigetreten sind. Nur aktuelle Messungen können klären, ob sich durch die Verminderung dieser Schadstoffe in der Umwelt und Lebensmitteln die Lage gebessert hat. Denn Analysen in Kanada vor einigen Jahren zeigen einen ähnlichen Trend, obwohl das Land inzwischen das entsprechende Abkommen unterzeichnet hat. So untersuchte etwa Normand Teasdale aus Quebec extrem Fettleibige, die sich einer bariatrischen Operation unterzogen und damit rund 45 Prozent ihres Körpergewichts verloren hatten. Chlororganische Verbindungen im Blut nahmen dabei um 388 Prozent zu.

Voll auf der Höhe mit Bauch und Geist

Mit der zunehmenden Tendenz zur Körperfülle nehmen die Risiken für Pumpe und Versorgungsystem des Körpers zu. Aber schon eine Untersuchung aus dem Jahr 2000 in Wales zeigte, dass es nicht die mäßige Zunahme an Körpergewicht in der Mitte des Lebens ist, die zu einer höheren Sterblichkeit führt, sondern vor allem die Fettleibigkeit schon in jungen Jahren. Wer mit 18 schon dick war, stirbt wahrscheinlich eher als der gut genährte Mittfünfziger, der sich seinen Wohlstandsspeck erst in letzten Jahren angeeignet hat. Eine Veröffentlichung aus Finnland aus dem Jahr 2005 zeigte schließlich, dass die Sterblichkeit bei gezieltem Abnehmen steigt. Und schließlich demonstriert eine Untersuchung von Neurologen aus Pittsburgh aus dem letzten Jahr, dass nicht nur der Körper unter einer übermäßigen Diät leidet, sondern auch das zentrale Nervensystem. Alte Menschen mit niedrigem BMI oder schnellem Verlust von Körpermasse tragen im Vergleich zu mindestens Vollschlanken bzw. Senioren mit stabilem Körpergewicht ein höheres Risiko für geistige Verwirrung, verbunden mit Alzheimer und Demenz.

Schlank macht krank?

Müssen wir unsere Annahmen über den Zusammenhang zwischen Krankheit und Körpergewicht revidieren? Bisher, so dachten wohl die meisten Mediziner, sorgt ein akutes oder chronisches Leiden für eine ungewollte Schlankheitskur. Möglicherweise liegt aber auch der kausale Zusammenhang umgekehrt. Zumindest wären die Ergebnisse eine Erklärung für das verminderte Herzrisiko bei leichter Gewichtszunahme, so die Autoren der koreanischen Studie. Auch Hans Hauner vom Lehrstuhl für Ernährungsmedizin der TU München weiß um die Speicherung und Freisetzung von Umweltgiften im Fettgewebe des Menschen. „Soweit diese über andere Mechanismen dann ganz aus dem Körper ausgeschieden werden, bedeutet dies nicht notwendigerweise einen Nachteil“, so Hauner zu DocCheck, „gleichzeitig sind aber unmittelbare toxische Effekte ebenfalls nicht auszuschließen.“

Wer einem übergewichtigen Patienten zu einer strengen Diät rät, ohne gleichzeitig das Blut auf mögliche unerwünschte Inhaltsstoffe zu kontrollieren, handelt jedenfalls leichtsinnig. Möglicherweise führt die entstehende Vergiftung schneller zum Tod als die Belastung für den Stoffwechsel durch überzählige Kilos.

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Allgemeinmedizin, Medizin

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22 Kommentare:

Patrycjusz Nadurski
Patrycjusz Nadurski

Interessant und wichtig aber kein neues Thema!

#22 |
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Dr. Rolf Emmert
Dr. Rolf Emmert

Absolut schwachsinnige Überschrift.
Es geht um DDT und andere organische Verbindungen und nicht um radioaktive Element wie Blei oder Plutonium.
War die Überschrift als Meinungsmache gedacht?

#21 |
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Weitere medizinische Berufe

Zu Kommentar 22, 23, 27

Die Firma Sanum-Kehlbeck GmbH & Co. KG stellt m.W. nur Homöpathika und keine zugelassenen medizinischen Medikamente her.

Ich arbeite seit über 25 Jahren mikroskopisch (auch Dunkelfeld) und habe schon viele Endosymbionten oder wie auch immer man sie bezeichnen mag (z.B. Mycoplasmen) gesehen. Allerdings nicht in dem alternativ-medizinischen Sinn, dass sie sich um- bzw. verwandeln können. Vielleicht sollte ich meine “persönlichen Erfahrungen” über den Haufen werfen, und mit einem Dunkelfeldkurs bei der Firma Sanum-Kehlbeck nochmal völlig neu anfangen.

Herr Cornelius,
ich glaube ihnen, dass sie viele persönlichen Erfahrungen gemacht haben, aber individuelle Erfahrungen sind nun mal “gefühlt” und nicht nachweisbar.
Ich glaube ihnen weiterhin, dass sie ein erfahrener Alternativmediziner sind, der viel publiziert und etliche neue Therapien entwickelt hat, allerdings aufgrund ihrer “persönlichen Erfahrungen” und nicht aufgrund wissenschaftlich belegbarer Fakten.

Ihre “substanzspezifischen Hochspanngsfelder” etc. erinnern mich irgendwie an die Geschichte der Kirliani-Fotografie (womit ich sie keineswegs in den Bereich der Parapsychologie rücken möchte!)

Trotzdem, ich verabschiede mich aus diesem Forum, weil es statt um Adipositas und POPs wohl zunehmend um Glauben und Unglauben geht.

Tschüs
RW

#20 |
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Medizinjournalist

Zum Thema DDT vs Malaria, gibt es wohl einen aktuellen (englischsprachigen) Dokumantarfilm “Three Billion and Counting”, über den in der neuesten “Lancet” Ausgabe ein Review erschienen ist.
Für Interessierte:
http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(10)62017-X/fulltext

#19 |
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-homöopathischen Gesetz der Umkehrwirkung,
-Druck durch das zugeführte Mittel,
-subsanzspeziefisches Hochspannungsfeld

HÄ? Das hört sich pseudowissenschaftlich an.

Inhaltlich stellt sich mir die Frage, ob es nicht egal ist, ob die Schadstoffe im Fett oder im Blut gelöst sind.

#18 |
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Weitere medizinische Berufe

Zu Kommentar Nr. 19
Isopathie beruft sich m.W. auf eine Theorie von Herrn J.J.W. Lux der um 1830 den Milzbrand untersuchte und infizierten Tieren das homöopathisch 30x potenzierte Blut anderer erkrankter Tiere spritzte (sollte man bei Menschen tunlichst nicht tun!), sowie Herrn G. Enderlein der um 1910 im damals neuen Dunkelfeld-Mikroskop ¿Ur-Symbionten¿ im Blut aller kranken Wirbeltiere erkannte, die sich je nach Erkrankung verändern und z.B. Krebs verursachen = Pleomorphismus (wurde in den Disziplinen Biologie, Mikrobiologie, Medizin, Serologie, Virologie, Onkologie aber seit 1910 auch mit heutigen Hochleistungsmikroskopen nie wieder gesehen). Herr R. Voll führte nach m. W. in den 40er Jahren die nicht belegbare und rein diagnostische Elektroakupunktur nach Voll (= EAV, auch MSA = Meridian Stress Assessement genannt) ein.
Wie um Gottes Willen soll mein Körper mit diesen Methoden (bitte möglichst nachweisbar und nicht nur gefühlt!) unter Umgehung aller bislang bekannten biochemischen und molekularen Daten die vielen Umweltgifte (wovon die Mehrheit überhaupt erst nach der Entwicklung dieser Theorien erstmals hergestellt und in die Umwelt entlassen wurden) ausscheiden?

#17 |
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Medizinjournalist

Halo Herr Tremblau (8),
Ein Labor, das solche Analysen vornimmt ist z.B. das Erlanger Institut für Arbeitsmedizin:
http://www.arbeitsmedizin.uni-erlangen.de/biomonitoring/pestizide.shtml
Über die Kosten kann ich nichts sagen.
Zu Herrn Sirtl (17): Die epidemiologischen Daten zu DDT sind umstritten. Ich habe jetzt kurz mal nach wissenschaftlicher Literatur mit den Stichworten DDT und Cancer nachgeschaut und fand in der jüngsten Vergangenheit schon einige Studien, die auf eine positive Assoziation von Belastung und z.B. Brustkrebs hindeuten.

#16 |
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Alles schön und richtig, aber: DDT ist das berühmteste Agens, das wegen politischer Hysterie (californischer Politiker) als “Gift” verschwunden ist. Für schädliche Wirkungen im Warmblüterorganismus fehlt JRGLICHER BEWEIS. Dafür sind seit Verbot mehr Menschen an Malaria gestorben als durch den WK2.

DDT kann daher bestenfalls als Surrogatparameter in diesem Zusammenhang gewertet werden.

#15 |
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Horst Rieth
Horst Rieth

also sind die dickleibigen vergiftete personen, die das gift in fettdepots auslagern, um den organismus zu schützen, da eine ausleitung nicht funktioniert. nun gut das wäre auch noch ne möglichkeit, spricht eindeutig für eine zivilisationskrankheit.

#14 |
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Zu HochschulDozent Reiner Zimmermann:
Ich bestätige alle Angaben als auch Bierbauchträger (Jg 44) und ergänze aus der Praxis des Apothekenalltags, daß alle Kunden, die Präparate zum Abnehmen wünschen und sinnvoll beraten werden – nämlich zu entsprechender Ernährungsanpassung – und den Rat annehmen, zukünftig zwar keine Kunden für derartige Produkte mehr sind, aber sich auch weiterhin gerne beraten lassen und entsprechend einkaufen.

#13 |
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Diätassistentin

Im Übrigen stimme ich auch mit der Aussage meiner Kollegin(nen) Nr. 3 völlig überein.

Um Komplikationen und unsinnige Diätempfehlungen zu umgehen, lohnt es sich, eine/n DiätassistentIn zu Rate zu ziehen.

Mit berufserfahrenen ¿staatlich anerk. Diätassistenten¿ – gesetzlich geregelter Heilberuf! – können Essen und Lebensführung (Ernährungsumstellung!) zur Medizin werden.

Von einer Diätassistentin kann man z.B. erfahren was normal is(s)t¿ ganz normales Essen und die Vorteile.
Ein Vorteil von ¿NORMAL Essen¿ ist z.B. die allmähliche Gewichtsregulation! – Und richtig isst, wer satt ist. Ein weiterer Vorteil von ¿NORMAL Essen¿ ist auch, dass durch die Ausgewogenheit der Körper mit Umweltgiften besser klar kommt, weil das Immunsystem stark und leistungsfähig wird.

Wichtige ergänzende Anmerkung zum Beitrag der Kollegin Nr.4
Selbst das FdH müsste richtig verstanden und angewendet werden, damit keine Fehl-, Mangelernährung auftritt und keine Heißhungerattacken aufkommen.

Clever ESSEN UND LEBEN – Diaita durch Diätassistenten: Unsere Kompetenz ¿ Ihr Nutzen
Bewusste bessere Ernährung und ausgewogene Lebenführung beugt nicht nur vielen Krankheiten vor, sondern fördert regelrecht die Gesundheit.

In der heutigen Zeit kann ich nur jedem Arzt und jedem Psychotherapeuten raten, mit einer erfahrenen Diätassistentin zusammenzuarbeiten. Dies lohnt sich in mehrfacher Hinsicht für ALLE!

#12 |
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Die menschliche Ernährung ist, seit dem kulturellen Urknall vor ca. 1 Mio Jahren, als der Mensch begann das Feuer zu nutzen und auch seine bis dahin höchst gesunden L e b e n s m i t t e l mit Hitze systematisch zu Drogen zu vewandeln, die gigantischste Fehlleistung aller Zeiten und Populationen, die von Generation zu Generation bis zum heutigen Tag “vererbt” wurde. Solange wir das nicht realisieren, wird der Irrsinn mit der menschlichen Ernährung kein Ende haben. Kochen, Backen, Braten, Grillen und Co. verändern die Lebensmittel in mehr oder weniger giftige Produkte, welche, soweit nicht ausgeschieden, u.a. in den Fettdepots landen. Ich halte garnichts von faulen Kompromissen, weil in einem wie auch immer gearteten Kompromiss bereits wieder der Keim für den berühmt berüchtigten Jo-Jo-Effekt steckt. Besser als radikales Fasten ist natürlich die FDH-Methode wegen der gelösten Giftstoffe. 50% Reduktion kann auch bereits zu viel sein, was sich durch nochmalige Reduktion aber in den Griff bekommen lässt. Vielleicht ist auch eine Reduktion um lediglich 25% zu Beginn einer Ernährungsänderung auch noch zu giftbehaftet. Das muss man sehen und ggfs. gegensteuern. Wichtiger aber als jegliche Gewischtsreduktionsmethode sind m.E. die alternativen Produkte, die man statt der herkömmlichen, hitzegeschädigten Kost aufnimmt. Dabei muss das Ziel sein: Möglichst unveränderte, lebendige Produkte
= L e b e n s m i t t e l
aus der Region und Jahreszeit, in der man sich gerade befindeet. Die Giftentsorgung erledigt dann in den allermeisten Fällen unser körpereigenes Immun- und Stoffwechlselsystem wie von selbst. Auch die Ausscheidung von POP, PCP, DDT ua. Was es braucht ist lediglich eine der Vergiftung entsprechende Geduld.Und dabei denke ich an Jahre, wenn nicht Jahrzehnte.

Freundliche Grüße

Kratofiel
Matthias-Georg
Dr med dent
Zahnarzt, Ernährungsmediziner
Kleine Weilstraße 27
D-4 55 25 Hattingen
Fon: 02324-52600
Fax: 02324-52872
Mail: Kratofiel@web.de
Home: http://www.altstadtpraxis.de

#11 |
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Diät: ursprünglich “eine speziuelle Nahrung, die ein Kranker bekommen soll”.

Wie schon Fru Ohlmann geschrieben hat, auf lange SIcht nutzt nur eine Ernährungsumstellung und eine Ernährung, die basenüberschüssig ist.

JEde Ernährungsumstellung, insbesondere bei Gewichtsreduzierung, sollte immer mit entsprechenden Entgiftungsmaßnahmen sowie einer Darmreinigung mit gleichzeitiger Darmsanierung erfolgen.

Präventiv sollte die Nahrungsmittelindustrie dazu gezwungen werden, auf sämtliche künstliche Zusatzstoffe Aromen usw. usf. zu verzichten. damit die Menschen wieder lernen, ein Gefühl für Lebensmittel und auch Hunger und Sättigungsgefühl zu entwickeln.

#10 |
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Weitere medizinische Berufe

Es ist seit jahrzehnten wissenschaftlich bekannt, dass deutliche Fettreduktion (egal ob schnell oder langsam, diätetisch oder naturheilkundlich, gewollt oder ungewollt) zu einem Anstieg frei im Körper zirkulierender, fettlöslicher Umweltschadstoffe führen (PCBs kann man nun mal nicht nebenbei auspinkeln!). Allerdings wurde dieses Wissen im allgemeinen Schlankheitswahn der westlichen Welt unter den Tisch gekehrt – zumal schulmedizinisch daran momentan nicht viel zu ändern ist.
Lediglich diverse Naturheilkundler bieten Methoden zur Entfernung von POP’s aus dem Körper an. Mir wurde eine besondere Atemtechnik (hecheln – Luft anhalten – hecheln …), oder der Extrakt von asiatischen Seerosen als sehr effizient empfohlen (heutzutage haben asiatische Seerosen einen mehr als 20fach höheren Schadstoffgehalt als ein Big Mac in Deutschland)! Auch verstärkte Körperbewegung oder eine Gemüsediät scheinen mir aus physiologisch/biochemischer Sicht eher Wunschdenken um meine körpereigenen Umweltgifte los zu werden.
Lasst uns endlich vom Schlankheitswahn (BMI 17-18) abkommen, die Mehrheit der Deutschen (normalgewichtig bzw. präadipös, BMI 18-30) zu einem “ein bisschen bewussteren Essverhalten” anzuspornen und die wirklich adipösen entsprechend zu behandeln (ohne dauernd die POP’s messen zu lassen, weil bezahlt sowieso keine Kasse).
Ich, als präadipöser (BMI 25,6), in den umweltgiftreichen 50er Jahren aufgewachsener, männlicher Bierbauchträger fühle mich jedenfalls noch relativ wohl.
Und übrigens: Unter- und Normalgewichtige Menschen (aus der gleichen umweltbelasteten Region) haben logischerweise und auch wissenschaftlich nachgewiesen eine deutlich höhere Konzentration frei zirkulierender, fettlöslicher Umweltgifte als prä- und adipöse Mitmenschen. Ob das allerdings auch zu vermehrt toxischen Syndromen führt ist nicht klar.
Letztendlich zu Kommentar Nr.5: Als Anatom weiß ich nur zu gut wie das Grundwasser von Friedhöfen, bzw. die Abgase von Krematorien aussehen. Tote Menschen mit allen Toxinen und Ersatzteilen sind Sondermüll und gehören im Castor nach Gorleben geschickt!

#9 |
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Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

bitte, Herr Doktor Lederer ! Ihre vorzügliche Quellenrecherche
ermuntert mich zu der Frage welches Labor und zu welchem Preis
gibt uns aus welchem Materiaö (Blut,Urin,abgesaugtes Fettgewebe ?) valente Meßwerte der gespeicherten Schadstoffe ?
Darf ich diese Frage auch an alle anderen Teilnehmer richten.
Ich warte gespannt auf einen sicher Alle interessierenden
Kommentar !- Danke E.H.T.

#8 |
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Dr. med. Angelika Hauswald
Dr. med. Angelika Hauswald

Alte Weisheit der Naturheilkunde: Mit jeder Ernährungsumstellung Mobilisation der Entgiftungsorgane und Förderung der Ausscheidung von Toxinen. Der Grund für nur sehr zögerliche Gewichtsreduktion bei Patienten trotz FDH liegt in eben dem beschriebenen Fakt begründet: Der Organismus gibt das Fett nicht her, weil er die Toxine nicht freisetzen will…

#7 |
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Psychotherapeut

Die beste Erfahrung machten wir mit Hypnose! So wie wir den Selbstheilungsprozess ankurbeln können, ist auch eine Gewichtsreduktion vom Kopf aus möglich! Eine Umstellung des Essverhaltens ist dabei wichtig. Eine Diät ist dagegen das schlechteste!

#6 |
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-als Leiche belastet demnach das Grundwasser in Friedhofnähe und den Rauch aus Krematorien. Beim Abhmen über einen längeren Zeitraum muessten die Nieren einen Teil der Schadstoffe bewältigen. Vor allem muss unsere Nahrung gesunder werdern – weniger mit Chemikalien belastet sein

#5 |
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Diätassistentin

…ich denke, dass das gute alte FDH, immer noch die beste Lösung ist.Die meisten Menschen essen einfach zuviel und wenn sie das halbieren würden, nähmen sie langsam und dadurch weniger belastend ab und es kämen auch weniger Giftsoffe in hoher Konzentratio in’s Blut

#4 |
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Karina Woschek
Karina Woschek

Beim Abnehmen überwiegen trotzdem mehr Vorteile, die durch unzählige Studien belegt worden sind!

#3 |
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Eva Kurzweil
Eva Kurzweil

Sorry, das ist aus naturheilkundlicher Sicht nun , egal ob Nulldiät oder Ernährunsumstellung, erfordert sorfältiges, durchdachtes Vorgehen. Das versteht sich von selbst.

#2 |
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Nicola Ohlmann
Nicola Ohlmann

… schon in meiner Ausbildung zur Krankenschwester vor 14 Jahren gehört, dass zum Beispiel Schwangere oder Stillende keine Radikaldiäten machen sollen, weil sonst lipophile Schadstoffe in den Fötus bzw über die Milch in den Säugling gelangen.
Abgesehen davon finde ich Radikaldiäten (auch “Low/ No Carb” oder “fettfrei”) sowieso blödsinnig, sinnvoll ist nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung.
MfG

#1 |
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