Krankenkassen: Warten auf den Fettzuschlag

14. Februar 2017

Zigarettenkonsum, Übergewicht, kaum Bewegung: Klassische Risikofaktoren ziehen früher oder später Krankheiten nach sich. Experten wollen jetzt Versicherte mit selbst verschuldeten Leiden stärker zur Kasse bitten. Ist das sinnvoll? Gute Studien zu dem Thema sind bisher rar.

Deutschland ist im Wahlkampf. Sozialdemokraten setzen einmal mehr das Thema Bürgerversicherung auf ihre Agenda. Sie wollen die Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung zu Gunsten der GKV aufheben. Björn Hansen, Vorstand der BKK Wirtschaft & Finanzen, und Frank Dietrich, Experte aus dem Versicherungsbereich, sehen das Problem an einer ganz anderen Stelle: „Menschen mit ungesunden Gewohnheiten muss man stärker an den Krankheitskosten beteiligen“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Fehlende Anreize für gesunde Verhaltensweisen

Hansen und Dietrich bewerten weder gesetzliche noch private Krankenversicherungen per se als besseres Modell. „Das von vielen präferierte Solidarsystem der GKV beinhaltet beispielsweise auch eine Vollversorgungsmentalität mit fehlenden Anreizen zu gesundheitsbewusstem Verhalten“, kritisieren sie. „Auch fehlt es oft an einem dringend notwendigen Kostenbewusstsein.“ Dem gegenüber steht, dass der Gesetzgeber jederzeit Leistungen einführen, ändern oder streichen kann. Bei der PKV existieren einklagbare Ansprüche aus Verträgen.

Die Experten sind sich darin einig, es mache keinen Sinn, eines der Systeme zu zerschlagen. Vielmehr kritisieren sie, etlichen Versicherten fehle das Bewusstsein im Bereich der gesunden Lebensführung. „Denkbar ist für sie, dass die gesetzliche Krankenversicherung gesundheitsbewusstes Verhalten nicht nur fördert, sondern auch belohnt, indem Menschen mit ungesunden Lebensgewohnheiten stärker an den Krankheitskosten zu beteiligen sind“, lautet ihre zentrale Forderung. Versicherte stehen diesen Gedanken erstaunlich offen gegenüber, fand die Strategieberatung Prophet heraus.

Die Laster anderer nicht unterstützen

Marktforscher der Unternehmensberatung befragten mehr als 1.000 Bundesbürger repräsentativ nach ihrer Einstellung. „Gesundheitstarife sind richtig. Ich will mit meine Beiträgen nicht die ungesunde Lebensweise von Rauchern oder Fettleibigen unterstützen. Wer sich nicht um seine Gesundheit kümmert, sollte auch mehr zahlen“ – dieser Aussage stimmten 62 Prozent zu. Sogar 76 Prozent wünschen sich Boni, falls sie gesund leben. Als Nachweis sollte eine Bescheinigung des Arztes ausreichen.

Nur 37 Prozent wären allerdings bereit, ihrer Krankenkasse Daten von Fitness-Apps oder ähnlichen Tools zur Verfügung zu stellen. Im gleichen Atemzug sprachen sich 72 Prozent aller Interviewten gegen jedwede Diskriminierung von Mitmenschen in der Gesundheitsversorgung aus. Die Meinungsbildung ist wohl noch im Fluss.

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Felix Stöckle © Xing

„Weil die Menschen mit einem bewussten Lebensstil weniger Gesundheitskosten verursachen, erhoffen sie sich von der Krankenkasse eine finanzielle Belohnung“, kommentiert Felix Stöckle von Prophet die Ergebnisse. „Etliche Versicherte sehen offenbar nicht ein, dass sie mit ihren Beiträgen das ungesunde Verhalten von anderen unterstützen und fordern vielmehr die Honorierung ihrer eigenen Bemühungen.“ Jetzt müsse die Gesellschaft entscheiden, ob ungesund Lebende per Malus abgestraft werden sollten.

Stöckle weiter: „Eine Malus-Regelung macht nur dann Sinn, wenn man sich insgesamt eine Verbesserung für das Gesundheitssystem verspricht und sich diese nur auf Verhaltensweisen beschränkt, die durch den Einzelnen auch tatsächlich beeinflussbar sind.“

Halteprämie für Versicherte

Soweit die Theorie. Wie so oft sieht die Praxis ganz anders aus. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat mehrere Incentive-Modelle aus Deutschland unter ihre Lupe genommen und dabei etliche Schwachstellen gefunden, Zwanzig von dreißig hier untersuchten Krankenkassen hatten mindestens eine Maßnahme im Bonusprogramm, die kein gesundheitsförderliches Verhalten verlangt, wie die Teilnahme an einer Früherkennungsuntersuchung oder an einem Gesundheitskurs, sondern lediglich Vitalparameter erfasst.

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Anzahl der Krankenkassen, die keinen, einen, zwei, drei, vier oder fünf gesunde Messwerte im Rahmen ihrer Bonusprogramme anrechnen © Verbraucherzentrale NRW

„Der Nachweis, dass einzelne Werte im Normbereich liegen, belohnt nicht das gesundheitsförderliche Verhalten der Versicherten, sondern die Gesundheit der Versicherten“, kritisieren Verbraucherschützer. „Das entspricht nicht dem Sinn der Bonusprogramme und der Richtung des Präventionsgesetzes, sondern stellt vielmehr eine Halteprämie für gesunde Versicherte dar.“ Sie fordern, Änderungen des Lebensstils zu vergüten.

Wenig Evidenz

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es tatsächlich Hinweise, dass finanzielle Anreize zu gesünderen Verhaltensweisen führen. „Finanzielle Anreize, selbst mit kleinen Beträgen, können gesundheitsbezogene Verhaltensweisen ändern“, schreibt Kim Sutherland von der University of Cambridge als Ergebnis ihrer Literaturanalyse. Allerdings sei man weit davon entfernt, entsprechende Programme flächendeckend auszurollen. Gerade staatliche Maßnahmen richten sich an einkommensschwache Bürger – die Übertragbarkeit auf andere Personengruppen bleibt unklar.

Aktuelle Arbeiten befassen sich mit Typ-2-Diabetes und mit Übergewicht, haben jedoch ihre Schwächen. Sie schließen nur wenige Patienten ein und begleiten diese vergleichsweise kurz. Zahlreiche Unsicherheitsfaktoren wie das Krankheitsbild selbst, der Bildungshintergrund oder das Haushaltseinkommen machen es schwer, daraus Empfehlungen abzuleiten. Mitesh S. Patel aus Pennsylvania ist sogar der Meinung, nicht die Belohnung selbst, sondern die Angst, Vorteile zu verlieren, sei für wünschenswerte Effekte verantwortlich. Diese Einschätzung teilen nicht alle Experten.

Bevor Gesundheitspolitiker Entscheidungen treffen, sollten sie bessere Daten einfordern.

91 Wertungen (3.23 ø)

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61 Kommentare:

Dr. med. Wurst
Dr. med. Wurst

Was auf jeden Fall auch immer wieder bemerkenswert ist: Dass sich Betriebswirte, Versicherungsonkels oder Managementberater als die Top-Experten in Sachen Medizin und Gesundheitsvorsorge verkaufen. Wir haben das Phänomen, dass medizinische Laien das Schicksal von Krankenhäusern bestimmen, nicht erst seit gestern. Das setzt sich allerdings lückenlos in allen außerklinischen gesundheitsrelevanten Themen fort. Offenbar will die Menschheit nicht die Brötchen vom Bäcker, sondern vom Schuster.

#61 |
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Arzt
Arzt

Ob jemand länger leben möchte oder nicht soll man bitte jedem einzelnen überlassen.
Für mich ist es ein Wunschtraum, für andere offenbar nicht?

#60 |
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Apotheker

hallo zusammen,

was fuer ein bloedsinn!

jedwede derartige vorhaben greifen massiv in persoenlichkeitsrechte ein!

aufklaerung und erschwingbarer zugang zu gesunden lebensmitteln ist wohl eher der weg!

dazu kommt noch, dass jeder arbeitnehmer eigetnlich immer “auf arbeit” ist und es zu hause keinen mehr gibt , der das essen macht! – will meinen karotten schaelt , kartoffeln kocht, den selbst gefangenen fisch braet usw….ich werd jetzt 42 – aus meiner kindheit kenn ich das noch!

heutzutage – eher weniger! ich arbeite als apotheker! 12h unterwegs – geh um 0700 aus dem haus und komm um 1900 wieder heim , wenn ich einkaufen geh dann wirds 1930! dann noch 2h um alles frisch zuzubereiten , kommt relativ selten vor!

am wochenenden, oder wenn ich frei hab, koch ich gern selber mit frischen/gesunden zutaten – kostet zeit und geld, aber ich machs als meister der gewuerze (als pharmazeut) gerne!

fuer viele andere bleibt halt oft leider keine alternative uebrig!

leute nach gewicht oder essverhalten zu beurteilen ist , ich sags mal beim namen nur diskreminierung!

ideen haett ich auch viele – nur alle ned machbar! chip ins ohr und aktivitaeten messen- und danach dann die beitraege bemessen! bl bla bla…usw…

wir als gesellschaft muessen uns fragen, was wir finanzieren wollen und was nicht! langens leben mit mehrkosten- oder halt halt kuerzere lebenszeit- kostet dann weniger! ist zynisch! ist aber so!

gruesse,

christian becker

#59 |
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Gast
Gast

Es sollte vorerst geklärt werden, warum manche Menschen zur Zigarette, zum übermäßigen Alkohlkonsum greifen oder der sogenannte Kummerspeck in Erscheinung tritt. – Was logischer Weise zu Nebeneffekten führt, was unser Gesundheitssystem der Allgemeinheit belastet.

Einer der Hauptverursacher solcher Reaktion, wie mittlerweile festzustellen ist, ist das Mobbing sowie Bossing, was die Menschen zu übermässigen Handlungen veranlasst, wie z. B. Fresssucht, Alkohlkonsum, Zigarettenkonsum. – Bis Dato wurde seitens der Versicherungslobby nichts unternommen, dass somit Unternehmen in die Haftung genommen werden.

Per Definition: Bei nachhaltiger Feststellung, dass in einem Unternehmen ein Mitarbeiter gemobbt bzw. gebosst wird und somit zu gesundheitliche Folgeschäden führt, dann ist das Unternehmen im vollem Umfange für die Behandlungskosten zu belangen.

Es ist verwunderlich, nachdem nachweislich festzustellen ist, dass die Behandlungskosten von Mobbing- und Bossingopfern mittlerweile astronomische Summe erreicht haben, was die Allgemeinheit belastete, seitens der Versicherungslobby nichts unternommen wurde.

Also bevor die Versicherungslobby in einer einfachen Handlungsweise Pflichtversicherte sowie Privatversicherte auf Grund ihrer Lebensumstände zur Kasse bitten, sollte doch vorerst eine Grundlagenerhebung bzw. Ursachenforschung betrieben werden, was die jeweiligen Personen dazu bewogen hat, sich ungesundes anzutun.

Mit bestem Gruss ein Steuer- sowie Beitragszahler

#58 |
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Nichtmedizinische Berufe

@Frau Kern, die jammern immer, mit oder ohne Zuwanderung. Als 1997 der Zahnersatz und 2003 die Seehilfen gestrichen wurden, war noch kein Immigrant in Sicht. (Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitsreform_in_Deutschland)

#57 |
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Medizinische Dokumentarin

Die Zuwanderung ins Gesundheitssystem muss ja mittlerweile doch schmerzhaft an die Grenzen gelangen, wenn unsere fett gefüllten GKVs anfangen zu jammern.

#56 |
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Gast
Gast

Wenn ich so durch die Supermärkte schlender dann sind die überfüllt mit Alkoholischen Zeug, Süß-Kram, Chips und Co. Mehr Bio-Läden für Alle, die Ayurvedische Kost ist exzellent und schmeckt köstlich, gesund noch dazu.

#55 |
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Verursacherprinzip sähe für mich so aus: Die Abgaben an der Quelle einsammeln und an den Gesundheitsfonds weiterleiten:
10 Euro auf jede Flasche hochprozentigen Alkohol,
1 Euro auf jede Tafel Schokolade
5 Euro auf jede Zigarettenschachtel
1 Euro auf jede Flasche Zuckersprudel
….
Zusätzlich endlich Einführung der Lebensmittelampel-Kennzeichnung ungesunder Nahrungsmittel
-> der Konsum ginge zurück
-> Die Verursacher zahlen die Kosten
Dazu müsste man allerdings zweckgebundene Steuern einführen

#54 |
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Gast
Gast

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sind eine Institution des Öffentlichen Rechts. 1980 – schon seeehr lange her – erklärte mir ein GKV-Zweigstellenleiter, daß die erwirtschafteten Überschüsse zu Gunsten der Beitragszahler umgelegt werden müssen. Was bedeuten würde, daß Beiträge gesenkt werden sollen oder mehr Leistungen bezahlt werden sollten. Inzwischen horten die GKVs ihre Überschüsse. In den Medien werden dann Berechnung und Grafiken so dargestellt, daß man glauben könnte die GKVs stünden kurz vor dem finziellen aus. Nie hatten die GKVs soviele Beitragszahler, noch dazu bei der z.Zt. pulsierenden Wirtschaft, aber die GKVs haben wieder offensichtlich finanzielle Probleme, denn sonst würden sie nicht erneut so kreativ nach anderen Möglichkeiten für mehr Beiträgen suchen. Warum müssen die GKVs nicht endlich ihre Buchhaltung offen legen, um zu prüfen, wie diese ungeheuren Summen verteilt werden.
Noch nebenbei: früher gab es keine so horenten Vorstandsgehälter.
Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Vernunft – zugunsten des Beitragszahlers.
Die GKVs sollten sich nicht vom Prinzip der Solidargemeinschaft verabschieden

#53 |
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g.f.l@gmx.de
g.f.l@gmx.de

Leute,warum hackt ihr am BMI rum.? Nicht das ist wichtig,was nicht geht…Besoffen Auto fahren,Unfall machen und schwere Verletzungen mit der Kasse(durch die Beiträge..) zahlen lassen..!!!Das sind eindeutige Sparpotenziale.Dafür die Prävention(Vorsorge)könnte von den Kassen mitgetragen werden(z.B. 50%?). Und vor allem, auch die GKV soll/müsste die Kosten transparent machen.

#52 |
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Nichtmedizinische Berufe

Diese Diskussion ist gefährlich, weil es rine große Grauzone zwischen gesundem und ungesundem Verhalten gibt. Beispiel Rauchen. Eindeutig ungesund richtig? Ok, was ist mit häufig wechselnden Sexualpartnern? Wird schwieriger, weil die Schwelle zur Diskriminierung sehr schnell überschritten wird. Mit anderen Worten: in der Grauzone (die niemand genau abgrenzen kann) gibt es viele Verhaltensweisen, die den Menschen als Person auszeichnen und damit dem bewussten Verhalten nur schwer zugänglich sind. Genau dort beginnt Diskriminierung.

Als Lösungsvorschlag: positive Inzentivierung passt da besser bei eindeutig gesunden Verhaltensweisen.

#51 |
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Nichtmedizinische Berufe

Hallo Herr /Frau Messerschmidt, ich wollte nur daran erinnern, dass ein unsportlicher, untrainierter “Schlaks” genauso orthopädische Probleme bekommen kann wie ein Dicker. Auch ehemalig Magersüchtige sind gefährdet, überhaupt alle Leute, die aus irgendwelchen Gründen nicht genug Calcium eingelagert haben. Ich selbst hatte zwei Bandscheiben-OPs bei einem Gewicht von 60 kg bei 1,75 cm Größe (frau) und zwei bei einem Gewicht von 90 kg.
Ich sah da weder in der Schwere des Verlaufs noch in den Kosten irgendeinen Unterschied.
Zweites Argument: WEnn die KK abstrafen würden, bedeutet das auch im Umkehrschluss, dass sie mich mit allen Mitteln unterstützen muss, ein gesundes Leben zu führen. Das heißt, alle Dicke, Raucher etc. würden auf Beratung, Ernährungs-und Sportkurse, psychosomatischen, orthopädischen und internistischen Rehas, Psychotherapien, falls eine Esstörung vorliegt, Klinikaufenthalten,bariatischen OPs etc. bestehen und die auch einfordern. DIE Kostenlawine möchte ich erstmal sehen. Bisher werden die meisten Leute nämlicvh mit diesen Problemen alleine gelassen .

#50 |
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Messerschmidt
Messerschmidt

Dringend besteht hier Handlungsbedarf, man redet immer nur von den internistischen Folgen, aber in der Orthopädie gibt es ebenso Folgen, wie Rückenschmerz/Bandscheibenvorfall, Hüft- und Kniegelenksverschleiß, daraus resultieren häufige Krankheitstage und frühere Erwerbsminderung.
Der BMI ist ungeeignet, da in der Natur eine gleichgroße Frau weniger wiegen sollte als ein Mann. Es gibt schon lange Kurven in der Kinderheilkunde, welche einen Normwert beinhalten, diese zu verlängern wäre eine Möglichkeit.
Eine andere den BMI mit Unterhautfett oder Muskel/Fett Faktor zu multiplizieren.

#49 |
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Lieven Bormann
Lieven Bormann

@39 Gast, ihr Kommentar disqualifiziert sich schon mit der Idee, den BMI, eine der ungenausten Möglichkeiten einen Menschen einzuordnen, als “Richtwert” einzusetzen. Ein “Richtwert” der sich aus zwei Variablen zusammensetzt kann keine vernünftige Aussage treffen, vor allem nicht im Hinblick auf eine monetäre Belohnung/Strafe.

#48 |
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g.f.l@gmx.de
g.f.l@gmx.de

Hallo lieber Verfasser!
Seit über 20 Jahren diskutieren wir darüber und es passiert NICHTS..
Den Kassen ist es bequemer,die Beiträge zu erhöhen,als Prävention zu belohnen!!
1. Auch GKV Patienten müssten ihre Gesundheitsleistungen zunächst bezahlen (bis zu einer angemessenen Höchstgrenze)Und wissen,was die Leistungen gekostet haben!
2. Prävention soll von den Kassen mitgetragen werden
3.Selbstverschuldete Unfälle(z.b. Besoffen Auto gefahren und Verletzung-bis hin zu Schädel-Hirn Trauma..)soll der Versicherte selbst bezahlen!!! Rechnet mal nach..pro Wochenende wieviele selbst verursachte Unfälle..? Auch die Autoversicherung zählt nicht,wenn jemand betrunken fährt und Unfall macht..
4. Nicht nur bei Arzneimitteln Rotstift anziehen,auch bei überflüssiger Diagnostik!!
5. Klar,Raucher,Stark Adipös soll identifiziert und zur Kasse (oder höherer Beitrag!) gebeten werden!

#47 |
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Gast
Gast

Genau Herr Giebel: Schafft die Beitragsbemessungsgrenze ab und es ist genug Geld in der Kasse! Dann kann auch ein attraktives Leistungssystem entstehen.

Die Privatversicherten sponsern übrigens die Kassenpatienten! Bei den Privatversicherten kann der Leistungserbringer nämlich für seine Leistung vernünftig entlohnt werden.

#46 |
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Gast
Gast

Peter Giebel wie kommen Sie auf die Schwachsinnige Idee, dass ein GKV-Mitglied auch nur einen einzigen Cent für GKV-Patienten zahlt,
es ist genau umgekehrt!!!
Krankenhäuser müssen Abgaben an die GKV aus Ihren Privatpatienteneinnahmen bezahlen, obwohl niemand gefragt hat, ob sie damit einverstanden sind.
Ich denke, das ist schon grundgesetzwidrig.
Das ist also Pöbelei.

#45 |
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Peter Giebel
Peter Giebel

Mir fällt es schwer, das Gerede um das für und wider GKV/PKV zu verstehen. Es stellt sich für mich zuerst die Frage: Ist die VERSICHERUNGSPFLICHTGRENZE, die die Basis für die PKV ist, GRUNDGESETZKONFORM? Wohl nicht. Und niemand rührt daran.
Normalverdiener sind verpflichtet, die hohen Beiträge der GKV zu zahlen, die dazu dienen die Kosten für den ärmeren Teil der Bevölkerung zu decken. Sehrgutverdiener können sich dieser Verpflichtung entziehen, überlassen es Schwächeren, Ihren Anteil des “Sozialbeitrags” mitzuzahlen. Sie sparen monatlich einige hundert Euro und erwarten dafür noch Vorzugsbehandlung.

FÜR MICH SIND PKV-VERSICHERTE SCHMAROTZER:

#44 |
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Wer bitte soll denn überwachen, ob ich eine Risikosportart betreibe? Auch wenn Ski fahren gern als Beispiel genommen wird, Fußball spielen ist so ziemlich die gefährlichste Sportart mit den höchsten Kosten pro Spieler. Ab wann bin ich Fußballspieler? Wenn ich auf der Wiese mal etwas kicke?
Und zum BMI: Robert Harting – Diskusweltmeister – 198 cm groß, 132 kg Körpergewicht, also BMI 33,7 – ist laut BMI FETTLEIBIG !!!!

#43 |
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Gast
Gast

Glyphosat und Schwermetalle auf den Äcker, völlig denaturierte vergifte Nahrungsmitteln in den Regalen und dann kommen irgendwelche geldgeilen Hansel und wollen Spaltung betreiben und irgendwelche gehirnamputierten und vergiften Seelen gehen diesen “Bauernfängern” auf den Leim.
Vorsorgliche entschuldige ich mich schon mal bei allen Landwirten, die sich nicht fangen lassen oder ließen für die Wortwahl. : )

#42 |
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Gast X
Gast X

Ist doch sowieso alles eine Milchmädchenrechnung, die Krankenkassen hätten eigentlich mehr als genug Geld um alle Kosten zu tragen… aber vieles von diesen Geldern fließt am seinem Zweck vorbei: Wieviel Geld wird ausgegeben für Dinge die NICHTS mit der Vergütung der medizinischen Versorgung der Beitragszahler zu tun haben? Immer mehr Verwaltung, immer mehr Personal, Werbung, Magazine, Lobbyarbeit, Transferleistungen an Leute die nie einbezahlt haben (z.B. Familienmitglieder von EU-Bürgern welche selbst in Deutschland nie einbezahlt haben…)

und nun stelle man sich vor was alleine der bürokratische Aufwand kosten würde der erforderlich ist den Beitragssatz bzw. die Boni jedes einzelnen Mitgliedes anhand seines “gesundheitsbewussten Verhaltens” jedes Jahr aufs Neue zu berechnen und anzupassen, die Ärzte die diese Bescheinugungen ausfüllen sollen usw.? Das soll Geld einsparen? Wohl kaum!

Ganz nebenbei wird ein entscheidender Punkt übersehen. Alle diese Maßnahmen würden nur Leute betreffen die arbeiten! Das bedeutet es sind wieder die arbeitenden Beitragszahler welche unter Druck gesetzt werden. Ist das gerecht? Wie soll man denn bitte einem Rentner oder Hartz IV-Empfänger oder Leuten die bereits zu krank sind um zu arbeiten welche ohnehin schon (oft natürlich auch unverschuldet) an der Armutsgrenze oder gar darunter leben einen höheren Beitragssatz abknöpfen weil sie 30kg zugenommen haben oder rauchen? Wie soll das gehen? Wenn ein 140kg schwerer Dialysepatient mit Diabetes weiterhin Süßigkeiten futtert wird er wohl kaum noch in der Lage sein zu arbeiten und einen höheren Beitragssatz zu bezahlen… Stattdessen wird derjenige bestraft welcher fleissig arbeiten geht und trotz aller Versuche sein Übergewicht nicht in den Griff bekommt… ist das gerecht?

#41 |
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Gast
Gast

“Mehr Selbstverantwortung und Selbstentscheidung beim Patienten”, und welche Behinderung haben Sie ?
Was hat ihre Forderung mit Selbstverantwortung und Selbstentscheidung zu tun, Sie beschreiben eine Reglementierung.
Anscheinend haben Sie bisher keine Kommentare gelesen, beinahe alle Argumente wurden bereits benannt, die diese “Option” ausschließen.
Vermutlich würde selbst der EUGH eine Regelung dieser Art kippen.

#40 |
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Gast
Gast

Das Prinzip der Kostenbeteiligung ist doch allgemein bekannt und akzeptiert: Wer beim Flugzeug zu viel Gepäck dabei hat – muss “Übergewicht” bezahlen – warum also nicht auch im alltäglichen Leben. Ebenso bei Geschwindigkeitsbegrenzung im Strassenverkehr . Auch im übrigen Versicherungswesen (Auto, Risikosportarten, Lebensversicherungen etc) sind solche leicht zu beeinflussenden Faktoren auch (schon) massgebend für die Höhe der Versicherungssumme. Ähnliches auch Steuer auf Tabak/Alkohol – geplant auch Steuer auf zuckerhaltige Getränke.
Meist gibt es ja auch eine Toleranzgrenze – wäre bei BMI durchaus möglich. UND: Mit der jährlichen Feststellung (und Dokumentation !! ggf sogar Verpflichtung ) des BMI wäre ein einfach durchzuführendes, kostengünstiges und effektives Messinstrument vorhanden. Warum also nicht???? MEHR SELBSTVERANTWORTUNG und SELBSTENTSCHEIDUNG BEIM PATIENTEN!!!

#39 |
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Gast
Gast

“Bezahlen” die Dicken, die Raucher, die Trinker, die Extremsportler mit kaputten Gelenken (die Liste ließe sich noch lange fortsetzen) nicht schon genug durch Krankheit, eingeschränkte Lebensqualität und auch reduzierte Lebenserwartung?
Muss man sie auch noch zusätzlich finanziell beuteln?
Im Übrigen ist keineswegs glasklar bewiesen, was eigentlich gesund ist. Die wissenschaftliche Evidenz ist meistenteils spärlich. Außerdem gibt es individuelle Unterschiede: Was für den einen gesund sein mag, ist es für den anderen noch lange nicht.
Wenn einem Nahrungsmittel das Attribut “gesund” gegeben wird, stammt diese Zuschreibung überwiegend aus dem Bereich der Werbung. Ich erinnere nur an die “gesunde” Margarine, die zumindest früher schädliche trans-Fettsäuren enthielt. Wo kommen Goji-Beeren eigentlich her und warum sollen sie soviel gesünder sein als einheimische Beeren?

#38 |
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Nichtmedizinische Berufe

Man kann das ja ausdehnen: WArum sollen Männer Gynäkologen mitfinanzieren? Couchpotatoes Skiunfälle und seelisch stabile Menschen Burn- Out- Patienten? (schleicht euch, ihr Pussys!). Schön, wie neoliberale Politik den Solidaritätsgedanken als altmodisch und rückständig in der Gesellschaft verankert hat, scheint gut funktioniert zu haben. ( daher ist es auch schwierig, jetzt Solidarität mit den Flüchtlingen einzufordern, das nur am Rande).
Der Weg aus den Finanznöten ist aber nicht die Aufkündigung des Solidaritätsprinzipes , sondern eine Bürgerversicherung, die auch Beamte und Gutverdiene miteinbezieht. ( ohne Obergrenze für den Beitragbemessungssatz !)
Um weiterhin Privatpatient zu sein, könnte man ja Zusatzversicherungen anbieten.
Und noch was: “Schuld” ist ein Begriff, der bei Krankheit nichts zu suchen hat. . Oder ist der Schizophrene, der durch Neuroleptika mal eben 30 Kilo zunimmt, “schuld” an seiner Fettleibigkeit? Sind es die Psychiater, die die Medikamente verschrieben? NEIN!!!!

#37 |
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Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

Was ist mit den Menschen, die schon krank geboren werden? Nicht jede Geburt verläuft glücklich und reibungslos. Werden diese Menschen, die von Geburt an gleich Patienten sind, auch abgestraft, weil sie “nicht richtig funktionieren”?! Unter Umständen können sie nicht mal eigenes Einkommen erwirtschaften, von dem sie dann zusätzliche Abgaben für eine Krankheitsversicherung blechen müssten.

Und auch ärmere Menschen können sich sehr wohl gesünder ernähren: TK-Pizza und Döner sind viel zu teuer im Vergleich zu 2 kg Kartoffeln, etwas Hackfleisch und einer Zwiebel. Es muss natürlich auch zubereitet werden. Nur mit einfach Folie abreißen und ab in die Mikrowelle ist es nicht getan. Das macht Arbeit, die sich aber lohnen könnte.

Die Lobbyisten, Politiker und Versicherungen werden sich schon einigen. Und zwar auf ein lustiges kleines Paketchen, an dem das deutsche Volk jahrzehnte schwer zu tragen haben wird. Es wird zu teuer, völlig am Thema vorbei und nutzlos sein.

#36 |
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Horst Rieth
Horst Rieth

@ Herr Schauss
Wenn ihr Kollege kurz vor Eintritt ins Rentenalter war und keine Hinterbliebenenrente ausbezahlt werden muss, gehört selbstverständlich der Autofahrer belohnt. Wenn ihr Kollege jung ist und noch lange Beiträge in KV und Sozialversicherung einzahlt gehört der Autofahrer bestraft. : )
So ein Quatsch, aus einem Unfall geht die Haftung für Ausfallkosten, Schmerzensgeld, Krankenversorgung auf den Verursacher über. Das ist nicht mal billigste Polemik.
Was es am Gesundheitssystem zu beanstanden gibt, bzw schon ein Problem unserer Gesellschaft ist, ist die mangelnde Verantwortung sich und anderen gegenüber, die sich quer durch die Gesellschaft bis in die Spitze von Managern und Politikern zieht.
Ich persönlich würde eine Sozial- und Krankenversicherung nach Schweizermodell dh steuerfinanziert mit einem Bonussystem gekoppelt präferieren. PKV nur als Zusatzversicherung !

#35 |
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Christin Schauss
Christin Schauss

„Gesundheitstarife sind richtig. Ich will mit meine Beiträgen nicht die ungesunde Lebensweise von Rauchern oder Fettleibigen unterstützen. Wer sich nicht um seine Gesundheit kümmert, sollte auch mehr zahlen“
Gegenfrage: was ist mit den Alkoholikern oder anders Süchtigen und deren gesundheitlichen Folgen. Oder die erfolgreichen Workoholics, die dann Herzprobleme oder Burn out bekommen. Hätten doch wissen müssen, dass das ungesund ist.
Oder diejenigen die sich einmal im Jahr sportlich auf die Bretter stellen und damit einen Berg runterstürzen. Wird das jetzt belohnt oder bestraft? Oder wird das erst entschiedn nach dem Skiurlaub?
Mein Kollege fährt vorbildlich mit dem Fahrrad zu Arbeit – 15km hin, 15km zurück. Letztes Jahr hat ihn ein unachtsamer Autofahrer vom Fahrrad geholt – Schlüsselbeinbruch, acht Wochen arbeitsunfähig.
Lebt mein Kollege gegenüber diesem Autofahrer gesundheitsbewusster oder nicht? Ein bisschen Polemik – wer von Beiden gehört jetzt belohnt?

#34 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

zu #29 Ökonom, das sagen nur makabre Ökonomen, dagegen muss man sich energisch wehren!
Gemeint ist damit immer nur “die Einsparung” der Rente!!!
Was spricht dagegen:
1) die Gesunden zahlen selbstverständlich für die Kranken mit,
Also hat z.B. der 70-Jährige, der zum ersten mal im Krankenhaus landet,
sein Leben lang für andere eingezahlt.
2) und das folgende ist leider noch makabrer: für “Alte” wird nachweislich, nicht nur in Deutschland bei gleicher Erkrankung wesentlich weniger “Aufwand” getrieben. Das ist mehrfach nachgewiesen und nur zum Teil verständlich.

“Junge Sterbefälle” sind daher medizinisch deutlich teurer als alte nicht nur bei gleicher Diagnose. Lungenkrebs kriegen eigentlich nur Raucher, der ist besonders teuer. Auch cardiologisch wird mehr Aufwand getrieben. Auch Trinker und STARK Übergewichtige sind ein “Minusgeschäft”.

Das Krankenkassen hier Angebote machen ist prinzipiell nicht falsch,
nur sollte es nicht auf Kosten der eigentlichen Aufgabe gehen, nämlich der Behandlung von Krankheit,
und das scheint mir der Fall zu sein.
->”Entsolidarisierung”
Gesundes Leben ist daher ein allgemein-gesellschaftliches Anliegen wozu auch “Marketing” (Konsumdruck), Schule und Elternhaus gehören, weniger die Krankenkasse.

#33 |
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Gast
Gast

Stefan Meyer #31 schon die Formulierung “Die Erziehung zur gesunden Lebensweise” basiert auf einer falschen, vielleicht arroganten Einstellung. Der Mensch weiss sehr gut, was für ihn richtig ist. Er braucht nicht erzogen werden. Gegen was aber vorgegangen werden sollte, ist die Werbung für Produkte und Ernährungs- und Lebensweisen, die offensichtlich schädlich sind. Damit wäre schon einmal viel gewonnen.

#32 |
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Stefan Meyer
Stefan Meyer

Die Probleme, welche wir hier diskutieren, haben doch ihre Wurzeln in unserem Gesellschaftssystem. Unsere Industrie muss Gewinn erwirtschaften. In den meisten Fällen sind die Mittel dazu egal.
Die Erziehung zur gesunden Lebensweise beginnt in der Kinderkrippe und hört eigentlich nie auf. Zum andren wird es immer Menschen geben die eben anders sind. Die ganze Diskussion um Raucher, zu dicke Menschen usw. stärker an den Kosten zu beteiligen, ist ungerecht und nicht nachvollziehbar.
Wer ist in der Lage exakt zu beurteilen, welche Anteile das eigene Verhalten und welche Anteile die genetischen Veranlagungen für den derzeitigen Zustand der Persönlichkeit verantwortlich ist?
Sollen sich weitere Bürokraten etablieren, die den Zustand der Menschen nach irgendwelchen Regeln begutachten und im Sinn der am besten Zahlenden ihr “fachmännisches” Urteil abgeben? Nein, das sollte unbedingt verhindert werden.
Wie bereits erwähnt, eine Erziehung zur gesunden Lebensweise, Angebot gesunder Lebensmittel, Freude an sportlicher Aktivität, Anerkennung der Aktivitäten durch die Gesellschaft. Das sind nach meiner Ansicht Maßnahmen die langfristig Erfolge bringen.

#31 |
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Gast
Gast

Bescheinigung des Arztes reicht: Damit kann man das Ganze vergessen. Der Wettbewerb im Gesundheitswesen sorgt dafür, dass auch diese Unterschrift jeder bekommt wie Dr Gummiparagraph “Beschäftigungsverbot”. Und wer entscheidet, was “gesund” ist? Etwa die Gleichen Leute, die ständig vor der “Verunsicherung” der Leute warnen, wenn Ihnen jemand die Wahrheit sagt? Und man denke an die, die auf den Quatsch, man lebe länger mit Übergewicht, reinfallen? Oder denen, die glauben, ein Mal pro Woche Stöcke durch die Landschaft tragen sei bei Dreißigjährigen Sport?

#30 |
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Ökonom
Ökonom

Bezogen auf die Gesamtausgaben im Bereich der Vorsorge ist es nicht zielführend, Personen mit ungesunden Verhaltensweisen finanziell zu bestrafen.
Eine höhere Lebenserwartung verschiebt die Kosten nur ín die Zukunft, letztendlich enstehen sie für jeden.

#29 |
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Gast
Gast

@Gast #27
Das was Sie von den Menschen mit Psychose berichten, zeigt den Zustand der Psychiatrie. Wenn ich dazu noch die Propaganda gegen Menschen sehen, die es vielleicht nicht so gut auf die Reihe bringen, die nicht “alles richtig” machen, denke ich uns fehlt heutzutage etwas entscheidendes, was den Menschen ausmacht.

#28 |
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Gast
Gast

Ich dachte immer, Raucher etc. sterben auch früher und verursachen daher insgesamt gar nicht mehr Kosten für das Gesundheitssystem als Nichtraucher?!

Wo soll man anfangen, welche Faktoren einbeziehen, welche nicht? Das Ganze wird schnell ungerecht, wenn nur einzelne Faktoren Vor- oder Nachteile bringen. Oder wenn jemand z.B. jahrzehntelang nachweislich kaum Kosten im Gesundheitssystem verursacht, obwohl er z.B. übergewichtig ist (es sind ja alles Gruppenstudien und jeder Mensch ist individuell).

Menschen haben sehr unterschiedliche Startbedingungen. Wer bin ich, dass ich beurteilen kann, warum jemand z.B. übergewichtig ist? Soll dies überhaupt nicht berücksichtigt werden? Ich habs in der Arbeit in der Psychiatrie erlebt: Junge Menschen mit Psychose. Schlank, als sie ankamen. Nach ein paar Wochen Medikamenteneinnahme und Aufenthalt 20 oder gar 30 kg mehr auf den Rippen. Die Menschen waren den halben Tag “geistig gar nicht anwesend”, sind z.B. während eines Gesprächs immer wieder plötzlich weggeschlafen. Will man so jemanden dafür bestrafen, wenn er oder sie das Gewicht nachher nicht mehr runterbekommt oder weiter einen veränderten Appetit oder Stoffwechsel durch Tabletteneinnahme hat und das nicht unter Kontrolle bringt?

Wenn überhaupt, dann wäre ich für Bonusprogramme. Alles andere diskriminiert meiner Meinung nach und geht am “Gemeinschaftsprinzip” vorbei.

#27 |
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Gesundheitsvorsorge fängt in der frühen Kindheit an. Dieses Alter ist genau die Zielgruppe, die sehr stark von der Lebensmittel-Industrie beworben wird. Hier sind völlig überzuckerte Glitzer-Komik -Spielzeug- kombinationen in Unmengen in den Geschäften präsent. Wir sollten dieses Zucker -zeug viel viel höher besteuern und damit die steigenden Gesundheitskosten finanzieren. In den USA gibt es meines Wissens noch 4 große Chemiekonzerne, die Nahrung für die Bürger herstellen. Die meisten Landwirte haben dort nichts mehr zu sagen. So ähnlich könnte es bei uns auch bald aussehen, denn Chemiekonzerne in Deutschland kaufen sich ein.

#26 |
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Natürlich muss man auch, wer ungesundes Essen isst, auf die Liste aufnehmen,
wer Stress am Arbeitsplatz hat ,muss auch auf die Liste ,wer am Arbeitsplatz
schädliche Stoffe exponiert muss rauf. Schwermetallebelastungen ,wie Aluminium Cadmium, Blei, Arsen und Quecksilber (in Fischen ) auf die Liste, Landwirte mit Xyphosat- Exposition, Feinstaubexposition, Fehlernährung durch ständige Hungerkuren, etc., Schichtarbeiter, wer regelmässig Alkohol trinkt.
Leider kann man durch die äusseren Umstände oft keine gesundheitsbezogene
Verhaltensweisen ändern

#25 |
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Internistin
Internistin

Bei vielen internistischen Erkrankungen nimmt die Lebensweise eine zentrale Bedeutung zur wirklich erfolgreichen Therapie ein. Leider fallen meine Vorschläge (trotz praxisnaher beratung und nutzung vieler KK-Angebote) selten auf fruchtbaren Boden. Zur besser Therapierbarkeit würde ich mir eine Bindung der Risikofaktoren an die Bezahlung (Beiträge/Bonus/Malus) wünschen, denn alles was etwas kostet ist nachweislich wertvoller und wird deutlich besser umgesetzt.
Auch meine Arbeit bekäme wieder einen “Wert”.
Mir geht diese Diskussion in die falsche Richtung …

#24 |
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Gast
Gast

Im Grunde ist der Ansatz völlig richtig, Aber dann auch bitte die Jogger zur Kasse bitten, die früher oder später überall kaputte Gelenke aufweisen. Die extrem Sportler die ständig Verletzungen haben. Die extrem Fitness Gurus, mit Muskel Aufbau und Hanteltraining im Übermaß! die haben irgendwann ebenfalls kaputte Gelenke und kranke vergrößerte Herzen und Nierenprobleme durch Eiweiß Überernährung! Dann kommen die Veganer die massiven Mangel an Eisen, Vitamin D und sonstigem Leiden. Dann die Magersüchtigen, die Bulemiekranken, die Fettleibigen und die Raucher. So bleiben nicht mehr viele übrig und die erhöhten Krankenkassensätze bringen enormen Überschuss! Wenn dann die überzogenen Gehälter der Krankenkassengeschäftsführer und dem Personal auf den Satz der apothekengehälter runter reduziert werden, liegen Milliarden an Guthaben auf dem Kassen Konto!

#23 |
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Max Schlommski
Max Schlommski

Vielleicht wäre es sinnvoll wenn man das Solidarprinzip auf ALLE umlegt, auch auf die, die es sich leisten könnten und deshalb in eine günstigere private Versicherung wechseln. Private können auch Geld mit Zusatzleistungen erwirtschaften.
Nicht jeder der adipös ist kann was dafür und aufhören mit Rauchen spricht sich schnell aus, es machen zu können ist da doch nochmal eine andere Hausnummer!
Vor allem aber trifft es dann auch noch die, die es sich ohnehin schon nicht leisten können sich gesund zu ernähren.
Zunächst ist es erstmal ein sozialpolitisches- und gesellschaftliches Problem was es hier zu lösen geht und meine persönlichen Daten via Healthtracking gehen schon mal überhaupt kein wirtschaftsunternehmen an!!!

#22 |
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Jony Fricke
Jony Fricke

Betrachten wir es nüchtern. Bei jeder anderen Versicherung bestimmt das Risiko den Preis. Warum sollen selbstverschuldete persönliche Risiken die Allgemeinheit tragen. Auch bestimmte Sportarten können mit ein Verletzungsrisiko verbunden sein. Finanzielle Mittel sind nicht unbegrenzt verfügbar. Medizinischer Fortschritt und immer mehr ältere Menschen
bedeuten mehr Kosten. Es ist legitim darüber nachzudenken über Einnahmen und Ausgaben. Wichtig erscheint mir nur, dass das Solidarprinzip nicht verlassen wird und objektive Kriterien zur Einschätzung von Risiken gefunden werden. Seit dem man für Plastikbeutel Geld bezahlen muss, verzichten viele Kunden auf den Müll. Es geht doch …

#21 |
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Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast
Dr. rer. nat. Karl-Albert Rinast

Wir sind damit dann auf dem allerbesten Weg zum dann auch offiziellen victim blaming. Als wenn wir davon nicht bereits sowieso zu viel hätten.
Was kommt dann als nächstes? Schon mal dran gedacht, welche negativen auch gesundheitlichen Folgen insbesondere psychischer Art so ein hemmungsloser gesellschaftlicher Zwang zur Selbstoptimierung haben kann?
Ob das am Ende noch kosteneffizient sein wird? Von ethischen Fragen mal ganz abgesehen.
Wann werden folgerichtig die Beiträge davon abhängig gemacht, dass mein Leben ganz nach dem genetischen Risikoprofil einrichtet? Wird es Boni dafür geben, wenn man auf Lebensrisiken wie Autofahren verzichtet? Wird man wahlweise belohnt oder bestraft werden, je nach Kosten/Nutzenverhältnis der ausgeübten Sportart? Und wird man bei der jährlichen Neuberwertung dieses Verhältnisses pplötzlich vom Bonus zum Malus rutschen können?

#20 |
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Dr. rer. nat. Helmar Hoenig
Dr. rer. nat. Helmar Hoenig

Vielleicht sollte man manche Sportarten separat versichern müssen, aber dass der Krankenkassenbeitrag über die Waage bestimmt wird oder das Glas Wein oder der Burger mit dem „politically or socially not correct“ Verdikt belegt wird, grenzt schon an Schizophrenie. Im ganzen Leben stolpert der Mensch schließlich über verschuldete oder unverschuldete Risiken, die sich letztlich auf Gesundheit und Lebenserwartung niederschlagen. Wie wollen denn Parteien und Verbände mit Gesetzen und Verordnungen das nur ansatzweise (es müsste ja vor allem gerecht oder besser noch, sozial gerecht zugehen) in den Griff bekommen. Zum Schluss steht der voll überwachte, gegängelte und „genudgte“ Bürger. Wo ist hier der Mehrwert für unsere Gesellschaft? Oder spricht hier der reine Egoismus nach dem Motto: „Ich lebe gesund, also möchte ich mich an den anfallenden Kosten nur mit meinem Anteil beteiligen“. Was für eine Arroganz!

#19 |
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C. Kiefer
C. Kiefer

Neee Danke! Ich möchte als Hausarzt nicht hier sitzen und Leuten erklären warum ich Ihr Boniheft nicht unterschreibe. reicht schon so manch anderer Schwachsinn den wir hier erledigen müssen. Ich bin dafür das wir es uns als Gemeinschaft erlauben unser Leben individuell führen zu können und uns gegenseitig tragen. Das soll jetzt nicht heißen das fettleibige Menschen einfach unbedacht weitermachen sollen, in der Regel ist ja auch keiner wirklich geplant und gerne übergewichtig. Es soll heißen dass eine gleichgeschaltete und an ein erdachtes Ideal angepasste Lebensweise aus meiner Sicht uns als Menschen ärmer macht. Brave New World lässt grüßen!!!

#18 |
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Gast
Gast

Dann bekommen also gesunde Menschen weniger Rente, weil sie diese ja länger beziehen? Bonus/Malus-System…

#17 |
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Gast
Gast

Sollen denn alle 120 Jahre alt werden? Dann brechen die Sozialsysteme zusammen und niemand ist geholfen… es gilt der Solidarpakt, alle zahlen ein, Bedürftige bekommen Leistungen…
Wenn ich 20-jährige höre, die sagen, sie leben doch sooo gesund und müssen für die ganzen “Ungesunden” mitbezahlen, habe ich grosse Mühe.
Die Lebensgesundheitskosten können erst nach dem Tod errechnet werden und niemand weiss mit 20, was denn im Ganzen für Kosten verursacht werden.
Da die meisten Kosten erst jenseits der 60 entstehen, ist die Gesamtbilanz der “gesund” lebenden wohl eher deutlich über den “ungesund” lebenden.

#16 |
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Prof. Dr. med. Wolf-Rainer Cario
Prof. Dr. med. Wolf-Rainer Cario

Wie wird man zum Gesuindheitsexperten ernannt? Welche Qualifikation braucht man? Mit wieviel Menschen muss man gearbeitet haben? Wahrscheinlich ist ein BILD-Abonnement ausreichend.
W-R Cario Arzt mit 47 Jahren Berufserfahrung

#15 |
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Gast
Gast

Jemand aus Österreich: liebe Germanen und Germaninnen, geniert ihr euch eigentlich nicht? Wie leicht kann man Dumme gegen Dumme aufhetzen?
Eure im Grunde glückliche und beneidenswerte Gesellschaft unterminieren, eurer großartigen politischen Führung in den Rücken fallen … usw?
Sowas wird auch noch online veröffentlicht ???

Lernt ihr eigentlich gar nichts? So ein großartiges Land, reich in jeder Hinsicht, und dann solches Gedankengut? Mir wird übel …

#14 |
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Dr. med. V. Stigge
Dr. med. V. Stigge

Der Wahlkampf macht’s möglich: die SPD erinnert sich mal wieder an das S in ihrem Namen und fordert die Bürgerversicherung – wenn sie nach der Wahl nicht wieder umfällt und alle guten Vorsätze vergisst. Mit den Linken und den Grünen könnten die Sozialdemokraten dieses Vorhaben sogar durchsetzen. Die Bürgerversicherung mit wirklich paritätischer Beteiligung auch der “Arbeitgeber” wäre eine solidarische und nachhaltige Lösung.

Aus eigenem Erleben kann ich Bonusprogramme nur als Arbeitsbeschaffung für ambulante Ärzte bezeichnen. Einmal und nie wieder! Mit besten Ergebnissen (Werten) war der Bonus minimal. Und der Aufwand für mich (den Patienten) war hoch.
Malusprogramme sind nicht besser. Der prekär Beschäftigte und alle “Aufstocker” – immerhin ein Fünftel der “Arbeitnehmer” – kann eine gesunde Ernährung nicht sicher gewährleisten. Und wie soll eine familiäre Hypercholesterinämie bewertet werden? Oder ein Diabetes Typ I?

Viel wichtiger wäre ein Bildungssystem, das diesen Namen verdient, die Schüler mit Vernunft und Kritikfähigkeit ausstattet, esoterische Spinnereien aufdeckt und ganz nebenbei eine gesunde Lebensweise beibringt. Aber das kostet ja Geld. Und obwohl die “Steuern sprudeln” fehlt es allen Ecken und Enden.

#13 |
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Wer denkt sich eigentlich so einen Bullshit aus??? Es gibt auch äußerst risikoreiche Sexpraktiken etc. . Der Mensch an sich ist ein Gesundheitsrisiko.

#12 |
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Krankenschwester
Krankenschwester

Wenn dann auch den Skifahrern mit Beinbrüchen oder Hirnschäden, Joggern mit Gonarthrose, Eltern mit gestörten Scheidungskindern, Sextouristen mit HIV oder Tripper die Selbstbeteiligung auferlegt wird, ist doch alles prima..

#11 |
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Tönnies Katz
Tönnies Katz

Tja, ich sag nur Mut zur Lücke: gleich volle Verantwortung für sich übernehmen und nur im Notlagentarif oder für ganz mutige in gar keinen Tarif (abmelden…) bleiben. Dann hat man Null Euro Fixkosten im Monat und trägt alles selbst, wie gesagt volle Verantwortung heißt in allen gesundheitlich wichtigen Bereichen selbst zu sorgen (also Ernährung und Bewegung). Also, die Kritik heiß: bitte etwas mehr Gesundheitsvorsorge als der Apfel auf den Krankenkassenmagazinen. Natürliche un- oder wenig behandelte Nahrungsmittel sind doch schon die halbe Miete zur Gesundheit (siehe Naturvölker und NICHT Nestle/abgepackte Trockenkost). Wenn die Krankenkassen nur wollten (weniger Lobbyisten) würden Sie den Kunden z.B. Silberwasser, Goji-Beeren, Granatapfel und Koriander und Kurkuma nahelegen…siehe auch http://www.ndgk.de

#10 |
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Dr. Rainer Kaluscha
Dr. Rainer Kaluscha

Die Formulierung “selbst verschuldete Leiden” zeugt von einem völligen Unverständnis statistischer Risikomodelle. Bestimmte Verhaltensweisen erhöhen zwar das Risiko für bestimmte Krankheiten, es ist aber auch dann nicht gleich null, wenn man alles richtig macht, d.h. es bekommen auch Menschen ohne die klassischen Risikofaktoren einen Herzinfarkt. Eine kausale Zuordnung ist daher im Einzelfall normalerweise nicht möglich.

Und die Bewertung des individuellen Risikos führt dann ganz schnell zu einer “Gesundheits-Stasi”, die alle Angaben zum Lebensstil überwachen müsste. Und wo hört das dann auf ? Neben Rauchem ist auch schnelles Autofahren gefährlich; Sportler haben ein höheres Verletzungsrisiko etc.

#9 |
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Dipl.Sportlehrer Joerg Tomczak
Dipl.Sportlehrer Joerg Tomczak

Die Ebenen auf denen dieses Thema diskutiert wird sind wenig zielführend. So wenig wie es “das einzig richtige gesunheitsrelevante Verhalten” gibt, was dann zu belohnen oder sanktionieren wäre, so wenig gibt es “die Gesundheit”. Selbst das, was für das Individuum heute “gesund” ist, kann es morgen schon nicht mehr sein.
Darum halte ich im ersten Schritt mehr Eigenbeobachtung für sinnvoll. Diese ist wie vieles im Leben durch Anleitung und Lernen intensivierbar. Manche (viele) Menschen haben davon leider nur sehr wenig erfahren. Daraus resultiert eine geringe Wertschätzung u.a. auch der eigenen Gesundheit, was meist zur Folge hat, dass das Wohlergehen anderer Menschen auch nicht sensibel wahrgenommen werden kann…
Erst bei einsetzenden “Fehlunktionen, also Krankheiten”, wird ein Unwohlsein empfindbarer.
Darum liegt im ersten Schritt, in der Förderung zur Sensibilität für sich selbst die Hauptaufgabe – was sich sehr simpel anhört, jedoch ein sehr schwieriges Unterfangen darstellt: uns Menschen begegnet in den meisten unserer Gesellschaften kein Zuspruch und nur selten die Ermutigung zur Selbstverwirklichung und Ausbildung der eigenen Fähigkeiten, geschweige denn einer Persönlichkeit. Das wären die Pfeiler eines sorgsamen Umgangs mit sich und anderen Menschen, also quasi ein automatisches Gesundheitsbewußtsein…usw.

#8 |
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Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent

Jochem Spieker
Diese Diskussion flammt ja immer wieder einmal auf. Grundsätzlich sind Krankenkassen ja so etwas wie eine Solidargemeinschaft, auch wenn es mißlich sein mag für die Krankheiten übergewichtiger, rauchender Alkoholiker aufkommen zu müssen. Nur bisher konnte mir keiner schlüssig erklären nach welchen Kriterien genau eingestuft werden sollte. Das wüßte ich bei mir auch nicht. Ich bin jetzt 68Jahre alt , 25 Jahre habe ich Ausdauersport an der Grenze zum Leistungssport betrieben. Seit meinem 30 Lebensjahr bin ich Nichtraucher. Seit dem ich nicht mehr Marathon laufe habe ich 10Kg zuviel auf den Rippen und trinke regelmäßig 0,33 bis 1,0 L Bier, sonst kein Alkohol. Noch komme ich auf 3 h Sport die Woche. In welche Gruppe falle ich jetzt ?!?

#7 |
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Gast
Gast

Ärzte sollen eine gesunde Lebensweise bescheinigen… der war gut, lange nicht mehr so gelacht. Ärzte haben in der REegel Ahnung von Medikamenten und eventuell von Krankheiten – von einer gesunden Lebensweise leider meist aber keine Ahnung. Können sie auch cniht, denn z.B. steht Ernährung nicht im Studienplan. Weiterhin kommt hinzu, wer bestimmt eigentlich was eine gesunde Lebensweise ist? Die Lobbyisten der Pharmaindustrie, der Nahrungsmittelindustrie, der Milch- und Käseindustrie? Wer bestimmt, welche Laborweerte relevant sins und vor allem, sind Laborwerte eigentlich richtig? Kleines Beispiel zum Verständnis: Die Cholesterinwerte zwischen 150 – 200 mg/dl gelten als “Normwerte”, also als gesunde Werte, dumm nur das 30 % aller Herzinfrakte genau in diesem Bereich passieren. ;-)
Das Einzige was den Patienten helfen würde wäre dies – ALLE zahlen in ein und die selbe Krankenkasse ein, dass wäre dann eine wirkliche Solidargemeinschaft. Die Regierung streicht sofort alle Subventionen für ungesunde Lebensmittel, vor allem tierische Produkte. Dafür werden wirklich gesunde Lebensmittel von der Mehrwertsteuer befreit, so dass sich selbst Hartz IV Empfänger diese leisten können – Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten etc. ohne Mehrwertsteuer… Keine Werbung mehr für Süßgkeiten, diese werden mit einer Luxussteuer in Höhe von 100 % besteuert… dann kann man sich das ganze geplapper und die Sondersitzungen, Wahlversprechungen etc. sparen.
Ach ja, und jeden Tag kommen bei ARD und ZDF, von 20 Uhr – 20.15 Uhr, Beiträge wie man sich wirklich gesund Ernährt, was man zur Gesunderhaltung des Körpers selbst beitragen kann – anstatt sinnlose Börsennachrichten, die keinem Menschen helfen!

#6 |
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Dr. Robert Prinz
Dr. Robert Prinz

Das Ausspielen von Bevölkerungsteilen gegeneinander ist nur Mittel zum Zweck, also kein Polarisieren um des Polarisierens wegen. Es geht darum Kasse zu machen und Geld zu verdienen. Die marktwirtschaftlichen Methoden sind da offenbar schon ausgereizt, also kommt man nur noch über Zwang an das Geld der Menschen/Versicherten. Es “muss” weiteres Geld in das “System” gepumpt werden, damit sich die Umverteilungsprozesse für einige wenige auch weiterhin lukrativ gestalten. Sprich, es wird darauf hinauslaufen, alle “ungesund” lebenden noch zusätzlich zur Kasse zu bitten ohne gleichzeitig die anderen (Gesunden) zu entlasten – jede Wette. Das Abgreifen von Daten ist da nur ein netter Nebeneffekt.

#5 |
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Geist
Geist

@#3 Ja – und jede Gelegenheit wird heutzutage genutzt die Gesellschaft zu polarisieren: Nichtraucher gegen Raucher, Autofahrer gegen Radfahrer, Junge gegen Alte, Veganer gegen Nichtveganer usw. Wenn eine Gesellschaft in solche Gruppen polarisiert wird und die Gruppen gegeneinander gehetzt werden, wird die Gesellschaft insgesamt geschwächt und dann ist sie extrem leicht steuer- und ausbeutbar. Das ist das Ziel dieser populistischen Propaganda.

#4 |
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Dr. med. Wurst
Dr. med. Wurst

“Ich will mit meine Beiträgen nicht die ungesunde Lebensweise von Rauchern oder Fettleibigen unterstützen. Wer sich nicht um seine Gesundheit kümmert, sollte auch mehr zahlen…”

Allein dass so einem populistischen Unsinn, der auch gut aus der Agenda des Reichsgesundheitsministeriums 1939 gegen “Volksschädlinge” stammen könnte, angeblich 62 Prozent der Deutschen zustimmten, sollte zu denken geben. Aber Populismus ist zurzeit ohnehin der Trend. Aus meiner Sicht sollten solche Malus-Regeln innerhalb der Solidargemeinschaft besonders für Hetzer eingeführt werden, die einzelne Gruppen gegeneinander aufbringen und nach immer neuen Möglichkeiten suchen, die Gesellschaft zu spalten zu wollen.

Objektivieren lässt sich in einer so komplexen Gesellschaft wie unserer die Frage ohnehin nicht, wer durch welches Verhalten die meisten Kosten verursacht. Möglicherweise ist es genau anders herum, dass z.B. die Raucher durch früheres Ableben und ihren “Zusatzbeitrag” in Form der Tabaksteuer die Nichtraucher alimentieren. Und wer berücksichtigt z.B. die Kostenexplosion der zum Jahresanfang immer wieder überfüllten Unfallchirurgien, wenn halb Deutschland aus den Ski-Urlaub zurückkehrt. Oder Hobby-Fußballer, Heimwerker, Autofahrer oder Fahrradfans. Es gibt keinen Anfang und kein Ende.

Noch schwieriger wird es allerdings dabei, den individuellen Schuldfaktor zu messen und zu beseitigen. Das führte konsequenterweise zur Diktatur des Lebensstils und zu Zwangseinweisungen in Entzugskliniken. Ich möchte gar nicht wissen, welche Hobbys man Herrn Stöckle austreiben müsste, dass er nicht eines Tages zum Kostentreiber wird. Auch von einem fliegenden Golfball kann man so schwer verletzt werden, dass man der Gemeinschaft jahrelang auf der Tasche liegt.

#3 |
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Miriam Debert Miriam Debert
Miriam Debert Miriam Debert

Gilt das dann auch für dumme?
Müssen die dann einen Test absolvieren?
Man könnte auch noch Berufsgruppen mit einbeziehen…..
Manchmal kann man nur noch mit dem Kopf schütteln!

#2 |
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Geist
Geist

In einer Solidargemeinschaft helfen die Starken den Schwachen und sie sind weniger kleinkariert, als oben dargestellt: “Ich will mit meine Beiträgen nicht die ungesunde Lebensweise von Rauchern oder Fettleibigen unterstützen. Wer sich nicht um seine Gesundheit kümmert, sollte auch mehr zahlen“. Praktisch alle Raucher wollen aufhören, Adipöse abnehmen und jeder gesund leben; niemand stirbt gerne früh. Die Umsetzung ist aber nicht immer leicht. Da ist auch unsere Gesellschaft, die Arbeit, unsere Zivilisation daran beteiligt. Das wissen wir alle. Ich würde mir wünschen, dass es wieder etwas menschlicher zugeht …

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