Tumorkachexie: Das Ende der Schwundsucht

2. Februar 2017
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Tumorkachexien führen zum unaufhaltsamen Schwund von Fettgewebe und sind mitverantwortlich für den Tod vieler Patienten. Krebsforscher zeigten nun, dass sich mithilfe eines kleinen Peptids der Energiehaushalt der Fettzellen stabilisieren und der Gewichtsverlust aufhalten lässt.

Patienten mit Bauchspeicheldrüsen-, Darm- oder Lungenkarzinomen leiden besonders häufig unter einem starken Gewichtsverlust. Dieser geht einher mit dem Abbau des körpereigenen Fett- und Muskelgewebes und lässt sich durch vermehrte Nahrungsaufnahme nicht beeinflussen. Entsprechend ungünstig ist die Prognose: „Krebskranke Patienten, die von einer Tumorkachexie betroffen sind, haben in der Regel nur noch eine geringe Lebenserwartung und versterben letztlich daran“, sagt Stephan Herzig, Direktor des Instituts für Diabetes und Krebs am Helmholtz-Zentrum München.

Bislang gibt es auch keine pharmakologischen Möglichkeiten, um den tumorassoziierten Gewichtsverlust aufzuhalten. Welche molekularen Prozesse eine Tumorkachexie auslösen, blieb lange Zeit unverstanden. In den vergangenen Jahren konnten Forscher zeigen, dass bei Tumorkachexien weißes in braunes Fettgewebe umgewandelt wird und das braune Fettgewebe den Energieverbrauch durch die Produktion von Wärme beschleunigt.

Enzym dient Fettzellen als Energiesensor

Nun ist es Herzig und seinem Team gelungen, im Tiermodell ein Enzym zu identifizieren, das offenbar eine zentrale Rolle bei Tumorkachexien spielt und als Angriffspunkt für zukünftige Therapien dienen könnte. Wie die Forscher um Herzig in einem Artikel in der Fachzeitschrift Nature Medicine mitteilen, wird beim tumorassoziierten Gewichtsverlust die Aktivität der AMP-aktivierte Proteinkinase (AMPK) in den Fettzellen gehemmt. Dieser Mechanismus leitet den Abbau des Speicherfetts ein und es kommt zum unwiderruflichen Schwund der körpereigenen Energiedepots.

AMPK ist aus drei Untereinheiten aufgebaut und fungiert normalerweise als eine Art Energiesensor. Wenn der Energiespiegel sinkt, sorgt es in Fettzellen dafür, dass kein weiteres Speicherfett abgebaut wird. „Dieser Prozess funktioniert bei einer Tumorkachexie nicht mehr, da AMPK deaktiviert wird“, sagt Herzig. Obwohl die Energiespiegel niedrig sind, schreitet der Fettabbau immer weiter voran.“

Er und seine Mitarbeiter kamen AMPK auf die Schliche, als sie sowohl in der Zellkultur als auch in verschiedenen Mausmodellen unter kachektischen Bedingungen immer die gleichen Veränderungen feststellten, die sie unter normalen Bedingungen nicht beobachten konnten: In den von der Tumorkachexie betroffenen Fettzellen waren deutlich weniger Triglyzeride und ATP vorhanden, dafür aber mehr freie Fettsäuren. Interessanterweise konnten die Forscher nur noch Spuren einer der drei Untereinheiten von AMPK in kachektischen Zellen nachweisen. „Die Vermutung lag nahe, dass bei einer Tumorkachexie diese Untereinheit in Fettzellen abgebaut wird und AMPK dadurch seine Funktion verliert“, erklärt Herzig.

Cidea kommt auch bei Tumorkachexie-Patienten vermehrt vor

In weiteren Experimenten konnte sein Team zeigen, dass in den kachektischen Fettzellen ein Protein namens Cidea in erhöhter Konzentration vorkommt und dieses sich an eine der drei AMPK-Untereinheiten anlagert. Dadurch wird deren Abbau gefördert und die beiden übrig gebliebenen Untereinheiten reichen nicht aus, um die eigentliche Aufgabe des kompletten Enzyms erfüllen zu können. Auch bei Patienten mit einer Tumorkachexie könnte Cidea ähnlich funktionieren: Als Herzig und seine Mitarbeiter Proben aus dem Fettgewebe von Krebskranken mit und ohne Tumorkachexie untersuchten, fanden sie heraus, dass nur bei den Patienten mit einer Tumorkachexie die Konzentration von Cidea in den Fettzellen erhöht war und dessen Konzentration umso höher war, je größer der Gewichtverlust der Patienten war.

„Cidea scheint ein Indikator für den Energieverlust zu sein, aber auf welche Weise Tumorzellen dieses Protein in den Fettzellen hochregeln, das wissen wir noch nicht“, sagt Herzig. „Bei Tumorkachexien stellen alle Fettzellen des Körpers deutlich mehr Cidea her und nicht nur diejenigen, die sich in unmittelbarer Nähe vom Tumor befinden.“ Zwar wandelten Tumorzellen, so der Forscher, einen kleinen Teil der freigesetzten Fettsäuren um, aber das könne nicht erklären, warum es bei einer Tumorkachexie zu einem solchen massiven Energieverlust komme und im gesamten Körper die Fettzellen verschwinden.

Bei Tumorkachexien bindet Cidea an die beta-Untereinheit von AMPK und verhindert dadurch dessen hemmende Wiekung auf die Hyfrolyse von Fetten (TAG) in freie Fettsäuren (NEFA); durch ACIP wird Cidea blockiert und AmPK kann wieder seine hemmende Wirkung entfalten

Bei Tumorkachexien bindet Cidea an die beta-Untereinheit von AMPK und verhindert dadurch dessen hemmende Wirkung auf die Hydrolyse von Fetten (TAG) in freie Fettsäuren (NEFA); durch ACIP wird Cidea blockiert und AMPK kann wieder seine hemmende Wirkung entfalten. © S. Herzig

Durch eine geschickte Manipulation gelang es den Forscher, AMPK im Mausmodell gezielt zu reaktivieren und den Schwund des Fettgewebes aufzuhalten. Herzig und sein Team entwickelten für diesen Zweck zuerst ein Peptid namens ACIP, das die Bindung zwischen AMPK und Cidea spezifisch blockiert und so den Abbau von AMPK verhindert. Dann veränderten die Forscher die Labormäuse mit gentechnischen Methoden derart, dass die Fettzellen der Tiere ACIP dauerhaft produzierten. Nachdem die Forscher den Tieren einen Tumor implantiert hatten, der normalerweise eine Tumorkachexie auslöst, blieben diese im Vergleich zu unveränderten Kontrollmäusen entweder ganz oder über einen längeren Zeitraum von einem Gewichtsverlust verschont.

AMPK ist Angriffspunkt für zukünftige Therapieansätze

„Falls sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, würde der Erhalt von normal funktionierendem Fettgewebe nicht nur die Lebensqualität der Tumorpatienten verbessern, sondern auch das Zeitfenster verlängern, in dem die behandelnden Ärzte den eigentlichen Tumor bekämpfen könnten“, sagt Herzig. „Die Interaktion zwischen AMPK und Cidea könnte deshalb als neuer Ansatzpunkt für neue Medikamente dienen, um den Abbau von Energiespeichern im Fett bei Tumorerkrankungen zu verhindern, so dass sich Tumorkachexien gar nicht erst ausbilden.“ Momentan entwickeln er und sein Team ACIP weiter, um es in den kommenden Jahren auch im Rahmen von klinischen Studien testen zu können.

Andere Experten sind von der aktuellen Studie beeindruckt: „Die Untersuchung der Münchner Forscher liefert einen neuen und eleganten Mechanismus, der erklären könnte, wie eine Tumorkachexie entsteht“, sagt Christian Sina, Gasteroenterologe und Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin an der Universität zu Lübeck. „Wenn klinische Studien den Nachweis liefern würden, dass der neue Ansatz auch bei Tumorpatienten seine Wirkung entfaltet, wäre das ein Meilenstein für die Therapie der Tumorkachexie.“

Solange man bei einer Tumorkachexie noch nicht pharmakologisch eingreifen kann, plädiert Sina jedoch für eine bessere Risikovorsorge: „Mit speziellen Fragebögen lässt sich bei Tumorpatienten im Rahmen des ernährungsmedizinischen Assessments abschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese an einer Tumorkachexie erkranken.“ Risikopatienten, so Sina, könnten dann zum Beispiel vorsorglich Nahrungssupplemente erhalten und ihre Muskeln mit einem speziellen Krafttraining stärken.

Stiefkind Ernährungstherapie

In zertifizierten Tumorzentren gehören diese Maßnahmen laut Sina seit vielen Jahren zum klinischen Alltag. Doch es gibt Verbesserungspotenzial: „Tumorpatienten, insbesondere außerhalb der Tumorzentren, werden immer noch zu ineffektiv gescreent und anschließend zu wenig konsequent behandelt, um eine Tumorkachexie zu vermeiden“, berichtet Sina. „Die Kosten für Ernährungsberatung und -therapie lassen sich in unserem Gesundheitssystem schlecht abbilden und es tritt immer wieder eine Unterfinanzierung auf. Deshalb ist die Bereitschaft, geeignete Ernährungsteams in ausreichendem Umfang zu installieren, oft nicht sehr groß.“

Doch das, findet Sina, werde sich in den kommenden Jahren ändern, denn es zeige sich immer mehr, dass sich durch ernährungstherapeutische Ansätze nicht nur der Verlauf einer Tumorerkrankung günstig beeinflussen lasse, sondern auch die krankenhausassoziierte Mortalität und Morbidität von Tumorpatienten reduziert werde.

86 Wertungen (4.56 ø)
Forschung, Medizin, Onkologie

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24 Kommentare:

Tabea Lehmann
Tabea Lehmann

Gast, Krankenschwester

Cool, DIDEA könnte im Umkehrschluss ein Therapieansatz für Adipositas sein?!

#24 |
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Gast
Gast

Krümelsucherei? Herr Kollege, Sie wollen mir ernsthaft mitteilen – was denn eigentlich? Daß Sie in Wirklichkeit uns auf Ihren Websites nur scherzend begegnen? Daß Sie in Bezug auf Onkologie Ihre Ansichten durch hochwertige Quellen erzielen? Beides nehme ich Ihnen nicht ab. Aber ich gebe gerne zu, daß Sie sich auf Ihren Sites zum Thema Krebs nicht ausführlich äußern – warum eigentlich nicht? Handelt es sich um eine Arkandisziplin? Und warum geben Sie nicht hier bei Doccheck aller Welt eine entsprechende Literaturliste heraus, auf daß alle prüfen mögen, was denn an Ihren Thesen dran ist? Wir werden es wohl nicht erfahren, und insofern gebe ich Ihnen recht: Lassen wir es.

#23 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

Gast: Schön wärs gewesen , wenn Sie sich mal getraut hätten statt Ihre Krümmelsucherei . Lassen wir es also .

#22 |
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Gast
Gast

@ Dr. Stute; Wenn ich mir Ihre Website ansehe, dann stellt sich sehr die Frage, ob ich Ihre “Korrekturen” gerne annehmen möchte. Sie propagieren die sog. Hyperschalltheorie, verlinken zu einer “Clusteranalytik” (Zitat: “1990 wurde der Terminus Clusteranalytik durch den Philosophen und Alchimisten (sic!) Herrn Ulrich Jürgen Heinz eingeführt.”), verkaufen “eine energetische Aktiv-Zahnpasta aus dem MitoMatrix-Konzept nach Dr. Heinrich Kremer, Prof. Hartmut Heine und Dr. Wolfgang Stute und den lichtenergetischen Vorstellungen von Jakob Lorber”. Nebenbei funktionieren leider nicht alle Verlinkungen auf Ihrer Website. Nein, ich glaube, daß mir das an “Korrektur” genügt.

#21 |
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Eine entscheidende Frage ist: Welche möglicherweise EPIgenetischen Mechanismen entscheiden darüber, ob weißes, in den Mitochondrien zur ATP-Synthese nutzbares Speicherfett oder aber braunes Fettgewebe gebildet wird, das durch seinen farbgebend hohen Mitochondriengehalt in großen Mengen, ohne Produktion nutzbaren ATPs thermogenetisch “verheizt” wird. Welche Faktoren triggern die Umwandlung von weißem in braunes Fettgewebe. Im Rahmen der Adipositas- und Diabetes-Typ2-Forschung hat es jüngst einige Forschungsergebnisse gegeben (“Epigenetic germline inheritance of diet induced obesity and insulin resistance”; Nature Genetics, 2016 / http://www.nature.com/ng/journal/v48/n5/full/ng.3527.html), die auf die große Bedeutung externer/epigenetischer Faktoren für die Weiß-Braunfett-Balance hinweisen.
@Thorsten Braun: Erneut ein hervorragend recherchierter und geschriebener Artikel von hoher Relevanz – vielen Dank!

#20 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

Gast: ich bekenne mich immer zum offenen Visier im Gegensatz zu Ihnen . Wir können uns gern privat austauschen , um ihre Vorstellungen zu korrigieren .
Sind Sie dazu fähig ? Wo ist Ihr Level ?
doc cheque darf Ihnen gerne meine Adresse liefern .

#19 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger

gilt das für pulmunale Kachexie ebenso?Und was das Screening von manhelernährten Patienten angeht, stehen dem Screening mit mehrfachem Wiegen, Verabreichen von hochkalorischer Kost nach stattgefundener Ernährungsberatung spätestens nach der Abrechnung der zugegeben sehr gut vergüteten DRG, von der KV beauftragte MDK Prüfungen (mit meist neg. Ergebnis durch abstruse Forderungen der Gutachter) gegenüber. Wer eine Kachexie/ Mangelernährung heutzutage noch an einem BMI < 18,5 kg/m2 festmacht, hat meiner Ansicht nach der Stand der Zeit verpasst. Egal, wir screenen weiter, kodieren und rechnen weiter nach besten Wissen und Gewissen ab.

#18 |
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Gast
Gast

@ Dr. Stute: Sie haben ja in den letzten Jahren Ihre Thesen nicht durch eigene Forschung belegt (wenn ich Google Scholar und pubmed durchforste, finde ich nichts). Nun, ich bin auch kein Forscher vor dem Herrn. Also müssen es ja Ergebnisse anderer sein, auf die Sie sich berufen – bitte, ich bin ganz Ohr. Oder bewegt sich Ihre Sachkenntnis und die der Quellen, auf die Sie sich berufen, auf dem Niveau jenes Schriftwechsels hier: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2006 und es ist Ihnen peinlich, das zuzugeben?

#17 |
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Dr. Antonis Tsamaloukas
Dr. Antonis Tsamaloukas

Schon John Steinbeck hat in seinem Buch “Über Mäuse und Menschen” natürlich in einem völlig anderen Kotext geschrieben, so daß natürlich unverändert die Frage nach der Übertragbarkeit der an Mäusen gewonnen Daten auf den Menschen steht. An Mäusen hat im Jahre 2003 ein Forscherteam folgenden Artikel publiziert; ” Cidea-deficient mice have a lean phenotype and and are resistant to obesity”- So wirft ein jüngst publizierte Artike” The obesity paradox in cancer- moving beyond BMI” weitere Fragen auf. Neben der von Ihne zitierten Münchner Guppe ist es die Grazer gruppe um Rudolf Zecher, die im Zusammenhang mit der Kachexie die Lipolyse und Metabolismus untersucht. Die inzwischen mehrfach publizierten Daten zum Management des Cancer Anorexie -Cachexie-Syndrom favorisieren alle ein multimodales Behandlungsmodell mit den neuen pharmakologischen Substanzen wie Anamorelin, Bimagrumab, Clazakizumab, Enobosam ua. Das zentrale Thema dabei ist die Mechanismen und Konsequenzen des “WAT browning” in der Krebs-assoziierten Kachexie, die detrimental für die Patienten ist, zu behandeln. WAT ist das weiße Fettgewebe im Gegensat zum BAT -braunes Fettgewebe. Im Kontext der Obesitas ist das “WAT browning” der erfolgreiche Weg über die gesteigerte Lipolyse abzunehmen.
Es bleibt also abzuwarten, ob im Sinne von Mäusen und Menschen z.B. durch die CRSP-CAS Methodik, beim Menschen eine Cidea-Defizienz zu erreichen wäre.

#16 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

zu Gast:
könnte ich Ihnen gern weiter erläutern;beschäftigen Sie sich doch mal mit dem ATP-Molekül ,Mitochondrien u. Evolutionsbiologie u.dem doppeltem Genom .
Ein paar Jahre habe ich schon dafür gebraucht als Mitbehandler u. den Erkenntnissen , die ich aus den Erfolgen o. Misserfolgen der Onkolog. Kollegen/ Therapie gewinnen konnte.
Auch die Bedeutung der Zahnmedizin bei der Entstehung onkol. Erkrankungen ist den meisten Onkologen fremd,weniger aber den Umweltmedizinern.

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Bernd E. Hartmann
Bernd E. Hartmann
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Gast
Gast

ich glaube die Skulpturengruppe erkannt zu haben: Die Skulpturen stehen im Dublin und sind ein Mahnmal für die große Hungersnot in der Geschichte Irlands.

#13 |
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Gast
Gast

Also, Herr Dr. Stute, ich bin ja immer wieder entzückt, daß Sie als Zahnarzt so viele Kenntnisse über Onkologie haben, die ein Humanmediziner erst in mehrjähriger Weiterbildung zum Facharzt erwirbt. Unabhängig davon, daß Sie es bislang nie als nötig erachtet haben, für Ihre Thesen und Empfehlungen zitierfähige Literatur anzugeben (und die meisten Ihrer Behandlungsvorschläge z.B. auf http://www.komplementaermethoden.de/ der Krebsgesellschaft NRW abgelehnt werden), ist es schlicht und ergreifend pure Spekulation, was Sie hier zusammenbasteln.

#12 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

das bestätigt für mich die Vorstellungen von Warburg u. Kremer ,dass die nicht ausreichende ATP – Produktion über die Atmungskette in den Mitochondrien bei Tumoren eine elementare Rolle spielt .
Hier liegt letztlich auch der Ansatz in der TumorKachexie u. Tumortherapie weiterzukommen

#11 |
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Gast
Gast

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_B%C3%BCrger_von_Calais – sorry, aber es ist eindeutig nicht Rodins Skulptur, aber im Link zur Bildquelle (neben der Wertungsleiste), steht der Autor – das Denkmal steht offenbar in Dublin, und es geht um die Hungersnot im 19- Jh. in Irland.

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Die Bürger von Calais von Auguste Rodin – steht in Calais

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Dr. med. Christine Ligner
Dr. med. Christine Ligner

Nicht nur die Überschrift ist deplaziert, sondern auch die Skulpturen.
Sind das nicht diejenigen, die im Konzentrationslager durch die Nazis ausgehungert und vernichtet wurden?
Wo steht das Denkmal? Frage an die Redaktion!
Dr. med. C. Ligner

#8 |
  8

Derzeit besteht doch das Problem, dass ab bestimmten Krankheitsstadien der erkrankte Körper weder über die PEG noch über den PORT Kalorien annimmt, weil selbst bei Zufuhr über den Port unvereinbare Nebenwirkungen auftreten. Die möglichst frühe Kaloriengabe wollen die Kassen leider häufig verhindern, was aber derzeit eine gewisse “Lösung” wäre.

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Dipl.oec-troph.J.Ritschel
Dipl.oec-troph.J.Ritschel

Der letzte Abschnitt des Artikels ist momentan nach wie vor entscheidend! Die in Folge zuständigen Therapieverantwortlichen ignorieren durch Unkenntnis(?) oft die ernährungsrelevanten Möglichkeiten, Zusatznahrung, die die Kassen in diesem Falle bezahlen(!) zu rezeptieren. Oder sie kennen diese zwar, lassen sie dem Betroffenen aber nicht zukommen, weil das diätetische Lebensmittel zum Arzneimittel wird und somit dann Budget relevant ist. Wenn der Körper Energie verheizt, muss ich ihm Energie plus hochwertige Nährstoffe zuführen. Das geht ausschließlich mit Ernährung. Schon das Gewicht zu erhalten ist ein Erfolg! Ich bin seit 30 Jahren in diesem Sektor tätig und habe immer noch einen riesen Berg an Aufklärung zu bewältigen. Die Zeile auf der Verordnung heißt: “fehlende/eingeschränkte Fähigkeit zur ausreichenden oralen Ernährung” Zu#1) letzten Endes geht es um Lebensqualität; der Tumor ernährt sich über den Wirt bis zu letzt-wenn ich nicht ernähre, hungere ich den Tumor aus-der Mensch verhungert aber vorher. Das wäre mit den aktuellen Hinweisen aus dem Artikel dann eventuell anders.

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Gute Strategie, aber blöde Überschrift “Schwundsucht” . Wer erkrankt ist, findet das nicht witzig.

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Weitere medizinische Berufe

@ #3: sehr wahr – der ideale Weg bei Adipositas!

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Klaus-Peter Karmann
Klaus-Peter Karmann

Wenn diese Forscher jetzt noch einen Weg finden, eine kontrollierbare Tumorkachexie ohne Tumor auszulösen und bei Bedarf wieder zu stoppen, dann werden sie auf das Nobelpreisgeld kaum mehr angewiesen sein.

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Gast
Gast

Ergänzung von#1: Hingegen könnte der hier genannte Ansatz wirklich Hilfe bringen.

#2 |
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Gast
Gast

Ist das längere Überleben mit hochkalorischer Diät gesichert?
Auch der Tumor könnte sich mit den zusätzlichen Kalorien schneller entwickeln…

#1 |
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