Amalgam: Müll im Mund

16. Dezember 2016
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An Legierungen mit Quecksilber im Dentalbereich scheiden sich die Geister. Ein europäischer Kompromiss sieht jetzt vor, bei schwangeren Frauen und bei Kindern auf Amalgam zu verzichten. Zahnärzte argumentieren mit der schlechteren Haltbarkeit von Alternativen aus Keramik oder Gold.

Noch immer sind quecksilberhaltige Füllungen in aller Munde. „Ich versuche, es so weit wie möglich zu umgehen“, schreibt ein Zahnarzt auf der Diskussionsplattform Reddit. „Ich selbst würde gerne komplett auf Amalgam verzichten. Aber der gesetzlich versicherte Patient hat ein Anrecht auf eine ausreichende, wirtschaftliche, zweckmäßige und nachhaltige Versorgung.“ Bei großen Kavitäten kämen Komposit, Amalgam oder Keramik infrage. „Wenn der Patient jetzt noch auf seine Regelversorgung besteht, dann erfülle ich ihm seinen Wunsch“, so der Kollege weiter. Jetzt haben sich Europapolitiker zu einem halbseidenen Kompromiss durchgerungen.

Ein europäischer Kompromiss

Sie haben sich darauf verständigt, dass Zahnärzte ab 1. Juli 2018 Amalgam bei schwangeren und stillenden Frauen sowie bei Kindern unter 15 Jahren nur noch in „absoluten Ausnahmefällen“ verwenden dürfen.

Über den Rat erreichten die EU-Mitgliedsstaaten, Amalgam als Füllmaterial bis 2022 nicht generell zu verbieten. Sie argumentieren vor allem mit der Versorgungssicherheit. Im Jahr 2020 will die Kommission eine neue Überprüfung starten, um zu sehen, ob ein Ausstieg bis 2030 möglich ist.

Stefan Eck, Chefunterhändler des EU-Parlaments, kritisierte, Deutschland habe eher Wirtschaftsinteressen als Patienteninteressen vertreten. Zahnärzte hatten sich ebenfalls gegen ein Verbot ausgesprochen. Sie argumentierten mit der schlechteren Haltbarkeit von Alternativen aus Keramik oder Gold.

Quecksilberemission vermeiden

Zu gesundheitlichen Fragen äußerte sich niemand. Vielmehr ging es um die Ratifizierung des sogenannten Minamata-Übereinkommens. Dieser völkerrechtliche Vertrag, besser bekannt als „Quecksilber-Konvention“, sieht vor, Emissionen weltweit einzudämmen.

Schätzungen zufolge werden europaweit bis zu 75 Tonnen des Schwermetalls in der Zahnmedizin eingesetzt. Füllungen gelten als größter Eintrittspfad in die Umwelt. Zahnarztpraxen müssen bis 2019 beziehungsweise 2021 hocheffiziente Amalgamabscheider einbauen. Die Entsorgung läuft über zertifizierte Unternehmen. Ab 2019 dürfen sie nur noch Amalgam in verkapselter Form verwenden.

Darüber hinaus muss die Europäische Kommission in Erfahrung bringen, ob Feuerbestattungen gesetzlich stärker als bislang reguliert werden sollten. Nicht alle Mitgliedsstaaten sind hier mit modernster Technik am Start.

42 Wertungen (2.98 ø)

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31 Kommentare:

Was für ein Hype ums Amalgam!
Wenn unsere Polit-Elite wirklich daran interessiert wäre, die Volksgesundheit zu schützen, hätte diese längst etwas gegen die Quecksilberverseuchung durch Kohlekraftwerke getan – wie selbst in den USA seit Jahrzehnten Standard.
Ca. 7 Tonnen Quecksilber in den Abgasen dieser Kraftwerke sorgen dafür, daß sogar Forellen aus Gebirgsbächen bis zum Limit voller Quecksilber sind.
Dr. med. Bert Kreuter

#31 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

genau , Frau Fischer ,
die Keramik-Kunststoff- Füllungen machen Probleme-wie Amalgam-Füllungen ,
eben nur auf einer anderen Ebene , ebenso die nach einiger Zeit aufgrund der Schrumpfung u. Wasseraufnahme stinkenden u…. verklebten Keramikkronen u. laborgefertigten Keramikfüllungen .
das beste u. problemloseste über Jahrzehnte sind das Gold-Inlay u. die Goldkrone mit Phosphatzement befestigt – als Legierung individuell
LTT getestet. u. jede Neuversorgung muß mit derselben Legierung erfolgen ,damit keine Strom – u. Spannungsprobleme auftreten .

by the way . an den höchsten Strom – u. Spannungszuständen sind immer Kunststofffüllungen beteiligt; mehr als Amalgamf. !Sie sind nicht elektroneutral.
U. dann gibt es noch unendliche Geschichten zur individuellen Belastungs -u. Verträglichkeit des Körpers gegenüber Zahnersatz – u. Füllungsmaterialien sowie Befestigungsmaterialien .

#30 |
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Zahnärztin

@23
Was hat das mit Berufsehrgeiz zu tun?! Mittlerweile lege ich keine Amalgamfüllungen mehr, aber das liegt daran, dass meine Praxis in einem Viertel mit gutem Durchschnittseinkommen liegt und die Patienten bereit sind, für Kunststoffüllungen oder Keramikinlays zu bezahlen. Die Kollegen, die in weniger wohlhabenden Vierteln tätig sind, haben da wenig Wahlmöglichkeiten. Natürlich KANN man die schönsten Amalgamfüllungen mit Fissuren und Parafissuren schnitzen und den Patienten am nächsten Tag noch zur Politur derselben einbestellen, aber wenn man das täglich mehrmals macht, sollte man noch über anderes Einkommen verfügen, denn das, was man von den Kassen dafür bekommt, ist ein Witz. Mag sein,dass Sie nur ehrenamtlich arbeiten- die meisten meiner Kollegen tun es, weil sie Geld verdienen müssen.
Wenn Sie also schimpfen wollen, dann richten Sie es bitte an die Richtigen- die wenigsten Zahnärzte hängen mit Leidenschaft an Amalgamfüllungen. Das sind eher die lästigen ” Basics” statt der ” Highlights” unseres Berufes.
Und ganz nebenbei: Ich kenne niemanden mit einer Amalgamallergie, aber mehrere Leute, die allergisch auf Bestandteile von Kompositen reagieren.

#29 |
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Apothekerin

Habe fast jeden Zahn im Mund repariert. Einige Kronen schon 4 mal gewechselt weil die Zahnärzte gepfuscht haben. Seit ich eine richtig guten Zahnarzt gefunden habe ist Ruhe im Mund. Das hat mich allerdings sehr viel gekostet. Bin auch nicht mehr so häufig krank wie früher und selbstverständlich sind alle Amalgamflg. raus. Die waren sehr schlecht gemacht. Haben in das Dentin diffundiert und die Zähne teilweise unwiderruflich schwarzgefärbt. Schade, dass es so viele schlechte Zahnärzte gibt! Heute ist die Zahnhygiene und die Zahnmedizinische Versorgung aber insgesamt viel besser als vor 40 Jahren—das sehe ich an meiner Tochter—ein Glück!

#28 |
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Naturwissenschaftler

Eigentlich sollte es doch wohl nur eine Information über die EU Entscheidung sein.
Warum dann diese reißerische Überschrift und dieses Amalgam von Fehlinformationen und Meinungsmache (angereichert mit ein paar wenigen zutreffenden Daten)?
Hätte sich die DocCheck News Redaktion nicht vorher informieren können, z.B. in der SCENIHR Opinion (http://ec.europa.eu/health/scientific_committees/emerging/docs/scenihr_o_046.pdf) oder bei Ökopol (Quecksilberemission aus dentalem Amalgam weltweit 0,2 % (!) der Gesamtmenge, https://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/gruenebundestag_de/themen_az/umwelt/PDF/oekopol-quecksilber-aus-kohlekraftwerken.pdf)?

#27 |
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Robert
Robert

Ihrer Agressivität nach zu urteilen gibt es keinen. Sie haben sich gerade selbst denunziert.
Einem Arzt, wenn auch nur Zahnarzt, unangemessen.

#26 |
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Dr. med.dent Stefan Troendle
Dr. med.dent Stefan Troendle

Zu#19 dem anonymen Robert.
Nennen Sie Namen und Anschrift und ich kläre Sie über den Unterschied der div. Erscheinungsformen des Elementes Quecksilber auf. Das würde hier den Rahmen sprengen. Man kanns auch googeln,wenn mans versteht.
Doccheck möchte ich aber abschliessend bitten keinen anonymen Ignoranten ein Podium hier zu bieten.
Es wird doch schon genug esotherischer Vodoounfug verzapft in dieser Welt.!

#25 |
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Dr. med. Gernot Dr. Eysselein
Dr. med. Gernot Dr. Eysselein

Dr.Troendle hat ganz richtig geschrieben; das Thema ist doch durch!
Amalgam ist ein gutes Material, man muß – wie bei Gold und Keramik u.a. –
halt damit umzugehen wissen. Entfernung als Sondermüll! Sind die Menschen mit A.-Füllungen auch Sondermüll??
Als Umweltmediziner war das Thema in meiner Praxis vor 20 Jahren ein
Renner, nachweisbar (!) Geschädigte: 0!
Zum Schluß: bitte nicht mehr den Unsinn mit der E.Akupunktur nach Voll;
sie sagt höchstens etwas zur Anwesenheit verschiedener Metalle, aber
nix zum Problem Amalgam – da kann man gleich und billiger pendeln!

#24 |
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Antje Sonntag
Antje Sonntag

Anorganisches oder organisches Hg. Ich kann’s bald nicht mehr lesen… Wenn Amalgam sooo unschädlich wäre, wie vor allem die Zahnärzte hier vehement behaupten, warum sind dann Amalganabscheider vorgeschrieben????? Und an ‘seriösen’ Studien ist doch bei diesem Thema keiner der Industriellen bzw. der entsprechenden Ärzteschaft interessiert. Und wenn gelblich ‘NUR’ 2% es nachgewiesenermaßen (!!) nicht vertragen, sind es schon 2% zu viel…abgesehen von der ‘Dunkelziffer’… Jaja, die Schweden sind da die weitaus besseren Gesundheitsschützer oder ‘Anwälte der Patienten’… Immer wieder erschreckend, wie ignorant Zahnärzte sind. Aber Amalgam ist eben so bequem, klebt ja wie Pech, braucht man nicht akkurat zu arbeiten! Ein bißchen mehr Berufsehrgeiz wäre schon angebracht. Umgekehrt: jeder Patient bekommt den (Zahn-)Arzt, den er verdient hat. Wenn die Leute eben so unkritisch sind, hält sich mein Mitleid in Grenzen.

#23 |
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HPA Juliane Deinzer
HPA Juliane Deinzer

Ich finde, dass viel zu viele Menschen sich vor den reellen Gefahren von Schwermetallen + Giften verschließen. Die Vorbeugung bzw. versuchte Entgiftung wäre sinnvoll bei so vielen Krankheitsgeißeln unserer Zeit.

Amalgam bleibt nicht in der Kavität, sondern verteilt sich ins Gehirn, Lunge, Herz, Magen, Niere. Nach einiger Liegezeit bekommt das Gehirn ziemlich viel davon ab, und man berücksichtigt dies offiziell noch nicht bei Demenzerkrankten. Zahnärzte allein schon vergiften sich aber selbst, durch das Einatmen der Bohrdämpfe, deren Giftkonzentration ziemlich hoch ist.

Für die Zahnmedizin: auch Zahnfleischprobleme profitieren nicht von Amalgam. Der Knochen, der so sehr für Implantate benötigt wird, profitiert auch nicht davon. Möglicherweise hat Amalgam mehr schädliche Auswirkungen für die Gesundheit, als bislang zugegeben wurde.

Letztlich sollten wir die ganze Angelegenheit viel ernster nehmen, wenn schon allein die Umwelt darunter leidet. Wieviel mehr leiden dann die Patienten?

#22 |
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Es gibt die Elektroakupunktur nach Voll, ein diagnostisches Verfahren. Damit lassen die die Patienten, die Amalgan nicht vertragen detektieren. Diese Patienten profitieren von einer Amalagansanierung. Diejenigen, die Amalgan vertragen, brauchen nicht saniert zu werden. Verhältnis von Unverträglichkeit zu Verträglichkeit etwa 2 zu 98. Also-behandelt die, die es nötig haben und lasst die in Ruhe, die es nicht brauchen. Und denkt nicht mehr in ja oder nein sondern: sowohl als auch.

#21 |
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Gast
Gast

auch bei Privatpatienten – findet man Amalgam selten oder gar nicht.
u. wie kommt es, dass es in Schweden verboten wird?

#20 |
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Robert
Robert

@18: Da hat vor Jahren einer Ihrer Standeskollegen eine Untersuchung zu gemacht, indem er die Probanden mit Hg-Füllung Kaugummi kauen ließ und anschließend die Werte in der Ausatemluft maß. Das Ergebnis war erschreckend.
Erklären Sie mir bitte auch den chemischen Unterschied zwischen anorganischem und organischem Quecksilber?

#19 |
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Dr. med.dent Stefan Troendle
Dr. med.dent Stefan Troendle

Jetzt wird doch wieder diese uralte Sau durchs Dorf getrieben.
Es gibt weltweit keine einzige seriöse wissenschaftliche Abhandlung oder Veröffentlichung über die ” Schädlichkeit” von Amalgamfllg.Natürlich ist Hg ein schweres Gift, aber da handelt es sich um organisches Hg.
Anorganisches Hg, das Bestandteil der verteufelten Amalgamfllg.ist, verläßt den Körper ohne Schaden auf natürlichem Weg. Wer anderes behauptet, ist ein Scharlatan.
Milliarden von Agfllg. hätten sonst die Menschheit morbid gemacht.
Eine lege artis gelegte Agfllg.ist mindestens so gut und haltbar wie ein Goldinlay, ist aber leider zu Kassenbedingungen nicht zu machen. Aber das wäre ein neuer Artikel in doccheck.Siehe auch Kommentar #4

#18 |
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Dr. med.dent Stefan Troendle
Dr. med.dent Stefan Troendle

Habe ich schon, verschwand auf mystische Weise. Vielleicht war meine Meinung nicht kompatibel mit der des hirnrissigen “Medizinjournalisten”

#17 |
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Diana Bender
Diana Bender

Zu diesem Thema gibt es sehr beeindruckende Informationen von dem Umweltmediziener Dr.Joachim Mutter, der nach seiner jahrelanger Recherche mit seiner “Ursachentherapie” heute schwerstkranke Menschen behandelt. Eine seiner ersten Maßnahmen sind die professionelle Entfernung von Amalgam aus den Zähnen, und das Entfernen von evtl. übrig gebliebenen Amalgamsplittern im Kiefer, die durch Entfernung von Amalgamfüllungen ohne Kofferdam dort gelandet sein können. Seine Bücher sind sehr informativ, es gibt auch mitgeschnittene Vorträge auf youtube.

#16 |
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Antje Sonntag
Antje Sonntag

Erstaunlich, welche Beiträge gerade Zahnärzte hier äußern. Die mögliche krank machende Wirkung ist bereits vor 30 Jahren nachgewiesen worden, als Patienten durch Amalgam z.T. im Rollstuhl gelandet sind. Ich konnte mit 22 Jahren vor Knieschmerzen kaum noch zur Bushaltestelle laufen. Die vorgeschlagene orthopädische Behandlung lasse ich hier mal aus……….. Leider wurden mir damals fast alle Zähne gezogen, was man heute sicher nicht sehr so machen würde, und durch Brücken und Kronen ersetzt. Aber ich war fast ab sofort beschwerdefrei (ich weiß, liebe Zahnärzte, der Plazeboeffekt..). Sicher wird nicht jeder Patient von Amalgam sichtbar krank, aber ich denke eine gesundheitliche Belastung ist es in jedem Fall, und der Patient sollte in jedem Fall eine ordentliche BERATUNG vor seiner Entscheidung erhalten. Und den destruktiven Blödsinn (kann es nicht anders bezeichnen), dass Fisch mehr Quecksilber enthält oder ich dann mit O2-Maske herumlaufen müsse, den habe ich mir bereits vor dreißig Jahren angehört….. Ein KO-Argument, was gar nicht geht. Aber bei Amalgam braucht der Zahnarzt eben nicht akribisch arbeiten, klebt immer… Fakt ist für mich, es ist schwer, einen guten handwerklichen Zahnarzt zu finden, dem nicht die Eurozeichen bereits auf der Brille leuchten. Man sollte immer checken, ob das Christophorus-Magazin im Wartezimmer liegt….. Natürlich soll auch der Zahnarzt seinen ‘Lohn’ erhalten, aber als Patient möchte ich auch den Eindruck haben, dass dem Zahnarzt der Patient wichtig ist und man nicht nur ein betriebswirtschaftlicher Vorfall ist….!

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Dr. med. dent. Wolf-Dietrich Hachmeister
Dr. med. dent. Wolf-Dietrich Hachmeister

Die qualmenden Zähne: https://youtu.be/PaMFJd5_qV4

#14 |
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Mit Amalgam lässt sich aber am besten Pfuschen! Alle anderen Alternativen geben bei schlechter Verarbeitung sehr viel schneller den Geist auf.
Amalgam, mit Matrize und Keilchen gestopft, mit ordentlicher Unterfüllung, geschnitzt und Politur in der nachfolgenden Sitzung hält auch sehr gut und gibt Dank Passivierungsschicht so gut wie kein Quecksilber frei, aber das ist bei deutschen Kassensätzen für eine Füllung betriebswirtschaftlich nicht machbar.

#13 |
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Das beste was es doch gibt ist ein gut gemachtes Gold inley. Die Zahnmedizinstudenten haben mir vor 30 Jahre in meine Zähne inleys eingebaut , die heute noch halten–aber es war halt eine gut gemacht Arbeit

#12 |
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Medizinische Dokumentarin

Ich habe seit 1995 Füllungen aus Glasionomerzement im Mund, die halten prima. Nichts bröckelt und seit das Amalgam raus ist, habe ich merkwürdigerweise nie wieder Karies gehabt. Es kommt auf den Zahnarzt an.

#11 |
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Gast
Gast

Saure Speisen u. auch die Körpertemperatur lassen Quecksilber verdampfen verdampfen ? Ein hoher KEramik Anteil ist wünschenswert
weniger Weichmacher —

#10 |
  10
Zahnarzt

Die deutschen Kohlekraftwerke entlassen jährlich mehr als 5000 Tonnen Quecksilber in die Luft und Amalgamabscheider mit mindestens 98% Wirkungsgrad sind schon seit den 1990er Jahren Pflicht! Also keine Panik. Außerdem ist das Quecksilber in der Füllung in einen Überschuss an Silberionen eingeschieden und wird im Mund praktisch nicht freigesetzt, außer beim Herausschleifen mit insuffizienter Kühlung.

#9 |
  15

Am gefährlichsten ist das Quecksilber im Amalgam für den Zahnarzt und seine Assistenz.

#8 |
  4
Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann
Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann

Ich dachte, das Thema sei längst durch? Daß Quecksilber-Amalgam massenhaft Leute krank macht(e), kann ich sowieso nicht glauben. Da müssen sicher noch einige andere Faktoren dazu kommen.

#7 |
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Franz Klawitter
Franz Klawitter

Natürlich sind Gold und Keramik gute und haltbare Alternativen, wobei die keramischen Versorgungen sehr viel jünger sind. Diese Versorgungen sind aber eine Frage des Preises.
Als stopfbare(!) Füllungsmaterial kommen Materialien in Frage, deren Haltbarkeit extrem überschaubar ist bzw. deren Komponenten es in den Nebenwirkungen durchaus mit dem Quecksilber aufnehmen können. Pest oder Cholera?

#6 |
  8
Gast
Gast

Die Aussage,dass Goldfüllungen nicht haltbar seien,ist definitiv falsch.Aber der Zahnarzt muss perfekt präparieren können und der Zahntechniker muss es können.Es ist eine sehr präzise Arbeit nötig und man benötigt Zeit dafür.
Diese Arbeiten sind teuer.Habe für mich selber im Jahr 1977 und danach mehrere Inlays und Teilkronen angefertigt und alle wirklich alle heute noch im Mund.
Aber dazu musste ich mir auch einen perfekt arbeitenden Zahnarzt suchen und das alleine war gar nicht so einfach.Ein unpräzises Inlay hält natürlich nicht.
Hab da schon sehr viel Müll zu sehen bekommen.Das ist der Haken.

#5 |
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Dr. Stefan Elstner
Dr. Stefan Elstner

Das ist im ganzen ein recht oberflächlicher Beitrag, ohne konkrete Fragen zu stellen geschweige zu beantworten. Was ist mit den Monomeren im Kunststoff – vernachlässigbar? Kompomere? Giz?
Waren unsere Eltern durch Amalgam erkrankt?
Der klassische Vergleich zur Hg Aufnahme ist die Dose Thunfisch…
Und was bitte ist verkapseltes Amalgam?

#4 |
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Heilpraktikerin

Meine Goldfüllungen wurden vor 30 (!!) Jahren eingesetzt und sind nach wie vor hervorragend. Der Generalcheck beim Zahnarzt vor wenigen Wochen bestätigt wieder einmal einwandfreie Abdichtung. Soviel zum Thema schlechte Dauerhaftigkeit von Gold.
Es grüsst mit goldigem Lächeln,
Frau Lucks

#3 |
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Gast
Gast

ich lebe seit mehreren jahrzehnten mit goldinlays. alles eine frage des zahnarztes!

#2 |
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Per Fossdal
Per Fossdal

Wenn Kollegen behaupten, Keramik und Gold würden nicht so dauerhaft halten wie Amalgam, dann beherrschen sie eben diese Techniken nicht.

#1 |
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