Wenn Angst sich im Körper versteckt

9. Dezember 2016
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Menschen mit generalisierter Angststörung machen sich ständig übertriebene Sorgen. Auch Kinder sind schon davon betroffen. Oft stehen somatische Symptome im Vordergrund – deshalb wird die Erkrankung häufig übersehen. Eine Psychotherapie ist in vielen Fällen hilfreich.

Trump, Erdogan, Putin, weltweite Terrorgefahr und Flüchtlingskrise: Im Moment gibt es für viele Menschen Gründe, sich Sorgen zu machen. Dennoch lassen sich die meisten davon nicht völlig aus der Bahn werfen. Anders ist es bei Menschen, die unter einer generalisierten Angststörung leiden: Sie machen sich quasi ununterbrochen Sorgen, die in den meisten Fällen unbegründet sind. Dadurch fühlen sie sich stark beeinträchtigt und sind oft nicht mehr in der Lage, ihr normales, alltägliches Leben zu bewältigen. Inhaltlich unterscheiden sich ihre Sorgen gar nicht von denen anderer Menschen – allerdings verbringen sie deutlich mehr Zeit damit: Während sich Patienten mit generalisierter Angststörung 60 Prozent des Tages Sorgen machen, ist das bei Gesunden nur in 18 Prozent der Zeit der Fall.

Die Befürchtungen drehen sich dabei oft um Dinge, die sie selbst, ihre Angehörigen oder andere nahestehende Menschen betreffen: Etwa Sorgen um die eigene Gesundheit, den Job und die berufliche Leistungsfähigkeit, finanzielle Angelegenheiten, Probleme in den sozialen Beziehungen oder um ganz alltägliche Dinge. So haben die Betroffenen häufig die unbegründete Angst, dass ihrem Partner oder ihren Kindern etwas zustoßen könnte. Sie rufen diese dann mehrmals am Tag an, um sicherzugehen, dass es ihnen wirklich gut geht. Die Angehörigen fühlen sich dadurch oft genervt oder kontrolliert – so dass gerade das Verhältnis zu den Menschen leidet, die für den Patienten besonders wichtig sind.

Generalisierte Ängste sind nach den Phobien – bei denen sich die Angst auf ganz konkrete Dinge bezieht, etwa Menschenmengen oder Höhe – die zweithäufigste Angststörung: Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind im Lauf ihres Lebens davon betroffen. Auch Kinder leiden bereits unter generalisierten Ängsten, wie ein aktueller Artikel der Kinderpsychiaterin Erin Dillon-Naftolin vom Seattle Children’s Hospital in den USA verdeutlicht. Bei ihnen wird die Häufigkeit generalisierter Angststörungen sogar auf über 10 Prozent geschätzt.

Somatische Symptome im Vordergrund – eigentliche Störung wird übersehen

Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen stehen bei einer generalisierten Angsstörung oft die körperlichen Symptome im Vordergrund. So kann die ständige Angst und starke innere Anspannung zu motorischen Symptomen wie körperlicher Unruhe, Spannungskopfschmerzen oder Zittern und zu vegetativen Symptomen wie Schwindelgefühlen, Herzrasen, Magen-Darm-Beschwerden, Engegefühl in der Brust oder Atemproblemen führen. Häufig suchen die Betroffenen aus diesem Grund einen Arzt auf. Dass hinter den Symptomen ein psychisches Problem steckt, wird von den Behandlern dann häufig übersehen.

„Auch wenn die Kinder oder Jugendlichen nicht über Sorgen oder Ängste berichten, sollte bei somatischen Symptomen immer auch ein Screening für Angststörungen als mögliche Ursache durchgeführt werden“, schreibt Dillon-Naftolin. „Eine generalisierte Angststörung wird häufig nicht diagnostiziert und dann auch nicht angemessen behandelt.“

Beginn oft schon in jungen Jahren

Selbst wenn die ständige Besorgtheit noch nicht im Kindesalter auftritt, beginnt die Störung oft schon in jungen Jahren, meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. In diesem Alter kann die größer werdende Verantwortung – etwa durch Beruf, Heirat oder eigene Kinder – dazu beitragen, dass jemand Ängste und Sorgen entwickelt. Als Auslöser spielen zudem oft belastendende Lebensumstände eine Rolle. Gleichzeitig berichten die Betroffenen häufig, schon vor Beginn der Erkrankung besonders ängstlich oder nervös gewesen zu sein. Mädchen und Frauen sind häufiger von generalisierten Ängsten betroffen – Frauen etwa doppelt so oft wie Männer. Warum dies so ist, ist bisher nicht genau bekannt.

Neben den körperlichen Symptomen treten typische psychische Symptome auf: Dazu gehören Konzentrationsstörungen, Nervosität, Schlafstörungen sowie Derealisation (bei der die Umwelt als fremd oder unwirklich empfunden wird) und Depersonalisation (bei der jemand sich selbst oder seinen Körper als fremd, unwirklich oder nicht zu sich selbst gehörig erlebt). Nach der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) müssen die Symptome mindestens sechs Monate lang vorliegen. Weiterhin muss eine organische Ursache für die Beschwerden – etwa eine Hyperthyreose – ausgeschlossen sein.

Verschiedene Faktoren tragen zur Entstehung bei

Hinter den vielfältigen Sorgen und Befürchtungen können ganz unterschiedliche Ursachen stecken. Experten gehen davon aus, dass die Patienten genetisch bedingt eine erhöhte Vulnerabilität für die Entwicklung starker Angst haben. Diese Veranlagung kann durch anhaltenden Stress oder belastende Ereignisse dann zu den anhaltenden Sorgen und Befürchtungen führen. Die Betroffenen befinden sich in einem Zustand ständiger Wachsamkeit und überschätzen die Wahrscheinlichkeit für negative Ereignisse stark. Auch wenn die Eltern in der Kindheit besonders behütend waren, könnte dies zur Entstehung der Erkrankung beitragen – denn so machen die Kinder nicht die Erfahrung, dass sie Probleme alleine bewältigen können.

Einige Forscher nehmen an, dass das anhaltende Sich-Sorgen eine Art „Problemlöseprozess ohne Problemlösung“ ist. Durch das ständige Durchspielen aller möglicher Katastrophen haben die Betroffenen das Gefühl, auf diese Weise tatsächliche Katastrophen verhindern zu können – nach dem Motto: „Ich muss mich ständig sorgen, sonst passiert noch etwas Schlimmes“. Die gedankliche Beschäftigung mit den Sorgen führt vorübergehend zu Beruhigung – allerdings werden die Ängste auf diese Weise nicht emotional verarbeitet und bleiben langfristig bestehen.

Obwohl die Symptome im Lauf der Zeit oft stärker und vielfältiger werden und die Erkrankung dazu neigt, chronisch zu werden, lässt sie sich mit geeigneten Maßnahmen gut behandeln. Dazu gehört vor allem eine Psychotherapie, die in einigen Fällen durch Medikamente ergänzt wird.

Psychotherapie erfolgversprechend

Als besonders geeignet hat sich bei Angsterkrankungen die kognitive Verhaltenstherapie erwiesen. Hier erfahren die Patienten zunächst, durch welche Faktoren ihren Ängste und Sorgen entstehen. Anschließend lernen sie Strategien, um mit ihren Ängsten umzugehen. Dazu gehört vor allem, sich seiner Angst in Gedanken („in sensu“) und in realen Situationen („in vivo“) zu stellen. Auf diese Weise können sie die Erfahrung machen, dass die befürchteten Katastrophen gar nicht eintreten. Gleichzeitig werden so die Ängste und Befürchtungen emotional verarbeitet, so dass die Angst schließlich von alleine nachlässt. Außerdem werden in der Therapie Entspannungsmethoden eingeübt, die dazu beitragen, die hohe innere Anspannung zu verringern.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass eine Verhaltenstherapie bei generalisierten Ängsten zu einer deutlicher Besserung der Symptome führt, die auch über die Therapie hinaus anhält. Ergänzend können bei schwerer ausgeprägten Ängsten Antidepressiva, meist aus der Gruppe der selektiven Seretonin- und Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI und SSNRI) verordnet werden. Sie beeinflussen das Serotoninsystem im Gehirn, das bei Angsterkrankungen aus dem Gleichgewicht geraten ist, und können so dazu beitragen, die Ängste zu verringern.

Auch ältere Erwachsene leiden nicht selten an einer generalisierter Angststörung – und auch bei ihnen führt eine kognitive Verhaltenstherapie zu deutlichen Verbesserungen, wie eine aktuelle Metaanalyse zeigt. Dabei wurde vor allem eine deutliche Verringerung der Sorgen beobachtet. Die Veränderungen waren auch noch sechs Monate nach Therapieende zu beobachten.

Sich entspannen und Unsicherheit akzeptieren

Bei Kindern und Jugendlichen ist eine kognitive Verhaltenstherapie ebenfalls die Therapie der Wahl. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, sie mit SSRI zu kombinieren – insbesondere bei mittelschwer bis schwer ausgeprägten Ängsten. „Bei jungen Patienten kann dabei vor allem die Anwendung eines Entspannungsverfahrens sinnvoll sein, um die hohe körperliche Erregung zu reduzieren, die zu den unterschiedlichen somatischen Symptomen führt“, so Dillon-Naftolin. Außerdem sollten bei Kindern und Jugendlichen auch die Eltern in die Therapie einbezogen werden. Sie können ihren Kindern vorleben, Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Ereignisse zu akzeptieren. Und sie können ihnen zeigen, dass das Leben gar nicht so besorgniserregend ist, wie es aus Sicht der Betroffenen scheint.

99 Wertungen (4.47 ø)
Forschung, Medizin, Psychiatrie

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18 Kommentare:

Rene
Rene

Super Beitrag
Bin derzeit in Ausbildung zum HPP.
Hab deine Newslater von DocCheck
Leser alle Beiträge zu psychischen Themen.
Vor allem erfahren ich viel neues und erkenne medizinische Zusammenhänge.
Danke an alle für Beiträge und Kommentare zu den Themen

#18 |
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Annika Diederichs
Annika Diederichs

#15 Das meiste von dem, was Sie schildern, ist typisch für eine Panikstörung. Der Teil mit dem “Gefühl, wenn ich mir KEINE Sorgen mache, würde etwas Schlimmes geschehen” ist selbstredend eine Form von “magischem Denken”, aber das ist jetzt nicht unbedingt untypisch für Angstpatienten. Wichtig ist, in solchen Fällen zu überlegen, an welchem Punkt der Problematik man therapeutisch ansetzt. Neuroleptika dämpfen lediglich und können Ängste nicht auslöschen, das löst das Problem also nicht – zumindest nicht als Monotherapie. Zur kausalen Therapie wäre in einem solchen Fall viel mehr eine Psychotherapie indiziert. Ob und ggf. mit welchen Medikamenten man das unterstützt, hängt dann von den einzelnen Besonderheiten des Falls ab.

#17 |
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Roxy Jahn
Roxy Jahn

“Sie beeinflussen das Serotoninsystem im Gehirn, das bei Angsterkrankungen aus dem Gleichgewicht geraten ist, und können so dazu beitragen, die Ängste zu verringern.”

Dass immer noch dieser Schwachsinn verbreitet wird ist wirklich nicht zu glauben! Liebe Frau Amrhein, in wie weit können Sie diese Hypothese beweisen? Soweit bekannt ist, ist die Aussage über das “Ungleichgewicht von Neurotransmittern” nichts anderes als eine milliardenschwere Lüge aus den späten 60er Jahren. Es ist unfassbar, dass dieser Blödsinn im 21. Jahrhundert weiterhin erzählt wird.

#16 |
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Nichtmedizinische Berufe

Danke, Frau Diederich für die Auskunft. Meine Frage ist nicht so weit hergeholt wie sie scheint. Ich machte mir ständig Sorgen um die Kinder auf dem Schulweg. Ich hatte fürchterliche Angst, ihnen könnte etwas passieren – besonders ein Verbrechen. Ich habe sogar die Polizei angerufen, wenn sie sich verspäteteten – gottseidank geriet ich aber an verständnisvolle Polizisten. Manchmal bekam ich auch Weinkrämpfe, ich war pure Panik. Auch ich hatte das Gefühl, wenn ich mir KEINE Sorgen mache, würde etwas Schlimmes geschehen. Und genau das wurde bei mir als “magisches Denken” und “psychotisch” diagnostiziert. Ich bekam Neuroleptika, aber die konnten die Angst nicht beruhigen, sondern hatten den Effekt, dass ich sie nun nicht mehr nach außen tragen konnte. Im Inneren weitete sich die Ängstlichkeit aber aus. Jetzt lese ich hier, dass das anfürsich typisch für eine Angststörung ist – daher habe ich nachgefragt, was eigentlich der Unterschied ist.

#15 |
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Gast
Gast

@ Roland Leyser
Die Amygdala hat noch ein paar Andere Funktionen als “Angstzentrum”
Sie schneiden sich ja auch nicht den Finger ab, wenn sie einen Dorn in der Kuppe haben.

#14 |
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Ad 9 -Rocke. Reste aus dem Lateinunterricht: Optandum est, ut mens sana in corpore sano! Oder: psychosomatisches Problem oder somatopsychische Erkrankung. Muß an den Direktor einer Nervenheilanstalt denken, der gesagt hat: Ein jeder neuer Patient wird äußerst gründlich klinisch untersucht, denn bei einem viertel der Patienten steht eine organische Störung im Vordergrund.

#13 |
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Dr. med. Lothar Markus
Dr. med. Lothar Markus

Sehr richtig. Ein wesentliches Problem bei allen Angstölungen liegt leider darin, daß der Patient selbst die Angst leugnet und der Arzt somit nur schwer einen Zugang zu dem Problem besitzt. Das ist besonders problematisch bei Patienten, die in der Gesellschaft bereits eine stabile Stellung eingenommen haben. Angst wird bei den Menschen immer in Zusammenhang gebracht mit Schwäche, denn wer vor einem Problem Angst hat, ist zu schwach dieses zu lösen, und wer möchte schon schwach sein? Also wird die Angst geleugnet, bis sie Formen erreich hat, wo sie der Patient nicht mehr beherrscht, sondern diese ihn beherrscht und ihm sein Leben zerstört. Also: Denken an die Leugnung von Angst, Angst-Gedanken und Angst-Gefühlen, damit man der Angst auf die Spur kommt. Dr.L.Markus

#12 |
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Annika Diederichs
Annika Diederichs

#4 “Wie wird diese Art von Ängsten von magischem oder wahnhaften Denken unterschieden?” Wenn der Arzt die Schilderungen für nachvollziehbar hält, ist es eine Angststörung, wenn er sie für nicht nachvolziehbar hält, ist es wahnhaft.

#11 |
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Lebenserfahrung
Lebenserfahrung

So schnell sind Therapien bei der Hand. Leider wird vor allen Therapieanssätzen bei Kindern das prägende das V o r b i l d der Eltern vergessen, die mit in die Therapie einbezogen werden m ü s s e n, weil sie zuweilen die causa darstellen;
gennat sei nur der Begriff der Helicoptereltern.

#10 |
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Nichts wirklich Neues, insbesondere die Psychopharmakotherapie sollte nicht mehr als gute (=kausale) Option propagiert werden, sondern wenn überhaupt nur als Notlösung eingesetzt werden (die Hintergründe findet man im neuesten Buch von Peter Goetzsche von der Cochrane Cooperation oder den Schriften der US-Psychiaterin Kelly Brogan), da sie (bei nur ca. 30%) nur symptomatisch wirken, ein mieses Nutzen-Risiko-Verhältnis haben und die meisten positiven Studien absichtlich getürkt wurden. Insbesondere die Sanierung der gestörten Hormonachsen (gonadel, adrenal und thyreoidal), der Neurotransmitter (Serotonin, GABA, Glycin! etc), der Mikronährstoffe/Kofaktoren und auch der Darmflora (Endotoxine, Casimorphine etc) zeigen gute Effekte. Welche begleitende Psychotherapie für welchen Patienten optimal ist vermag ich als primär somatisch orientierter Arzt nicht zu beurteilen.

#9 |
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Nichtmedizinische Berufe

Kann man die Amygdala noch nicht mit elektrophysiologischen Verfahren angehen ?

#8 |
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Dr. phil. Heike Goebel
Dr. phil. Heike Goebel

Angststörungen sind nicht selten die Folge von schweren Verlusterfahrungen und traumatischen Erlebnissen. Die Erfahrung des Ausgeliefertseins löst dann einen Vermeidungswunsch aus. Darum entsteht eine erhöhte Wachsamkeit. Trauma-therapeutische Methoden der Stabilisierung und dann Konfrontation, also dem Erzählen des Geschehens mit einem veränderten Blick auf das, was man getan hat und nicht besser hätte tun können, kann eine neue Beurteilung der eigenen Fähigkeiten ermöglichen. In Begleitung von Therapeuten oder auch guten Freunden kann dann mit Mut ein neuer Versuch begonnen werden, sich den bedrohlich erscheinenden Situationen auszusetzen, um zu erfahren, dass man es anders schaffen kann. Dazu gehört auch, seine Sensibilität zu achten, aber ruhig mal ein Risiko einzugehen, auch wenn es nicht ideal ausgeht. Wir dürfen alle begrenzt sein! Und wir dürfen Fehler machen! Das vergessen wir in dieser Zeit der Machbarkeit leider zu gerne…

#7 |
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Johannes Peter Wolters
Johannes Peter Wolters

Johannes Peter Wolters

….. ach wenn es denn so einfach wäre mit der Therapie…. Ich möchte Frau Wethkamp zustimmen in ihrer Kritik an der einseitigen Propagierung von kognitiver Verhaltenstherapie bei Angststörungen allgemein, ebenso wie für den Bereich Sozialer Angststörung, für den ich kenntnisreicher sprechen kann. Das hat nichts mehr mit einem psychotherapeutischen Optimismus zu tun.
Für die kognitive Verhaltenstherapie spricht die Einfachheit, mit der das Behandlungskonzept erklärt und dargestellt werden kann, insbesondere in den Medien.
Entscheidend ist aber, sich die Langzeitergebnisse der verschiedenen Therapieformen anzustehen – also nicht der Stand unmittelbar nach Behandlungsabschluss – sondern z.B. nach 2 Jahren.

Als bundesweiter Selbsthilfeverband haben wir über die Teilnehmer/innen von Selbsthilfegruppen einen Blick auf diese Langzeiteffekte, da die Mehrzahl der Gruppenmitglieder zuvor oder begleitend zum Selbsthilfegruppenbesuch auch eine Psychotherapie in Anspruch nehmen oder genommen haben.
Die Bedeutung und Wirksamkeit tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapien insbesondere bei biographisch frühem Beginn der Angststörung möchte ich an dieser Stelle einfach mal betonen.

#6 |
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Brigitta Engels
Brigitta Engels

Leide seit über 40 Jahren an einer generalisierten Angststörung und weder die vt noch eine klassische Psychotherapie konnte mir in all den Jahren helfen. Mein Leben wurde nie gelebt und heute lebe ich total isoliert und komme kaum aus den Haus.

#5 |
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Nichtmedizinische Berufe

“. Durch das ständige Durchspielen aller möglicher Katastrophen haben die Betroffenen das Gefühl, auf diese Weise tatsächliche Katastrophen verhindern zu können – nach dem Motto: „Ich muss mich ständig sorgen, sonst passiert noch etwas Schlimmes“. Die gedankliche Beschäftigung mit den Sorgen führt vorübergehend zu Beruhigung –”
Wie wird diese Art von Ängsten von magischem oder wahnhaften Denken unterschieden? Der Patient glaubt, dass er durch seine Soregen das Schicksal beeinflussen kann oder wie verstehe ich das?

#4 |
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Dipl.Psych Beate Wethkamp
Dipl.Psych Beate Wethkamp

…und wieder soll nur die Verhaltenstherapie wirksam sein…
Gutes Marketing, das muss man denen lassen, alle anderen Psychotherapieformen
werden sozusagen nicht mal erwähnt.

#3 |
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Gast
Gast

#1 : nun war der Artikel ja auch nicht für Sie persönlich gedacht, warum die Hervorhebung ?

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Irke Snitjer
Irke Snitjer

Guter Artikel – für mich keine neuen Erkenntnisse erbringend (Assistentin in FA-WB für Psychiatrie), aber gut recherchiert und korrekte Fakten vermittelnd.

#1 |
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