Versetzt der Glaube Nierensteine? 


7. Januar 2011
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Viele Studien zeigen, dass religiöse Menschen besser mit ihrer Krankheit umgehen können als andere. Ob sie auch schneller gesund werden, ist jedoch umstritten. Ebenso wie das „Glaubens-Zentrum“ im Gehirn, das die entsprechenden Kommandos gibt?

„Und sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund“. Das Zitat frei nach dem Matthäus-Evangelium ist den meisten Christen geläufig. Und wie steht es mit der Gesundheit jenseits der Seele? Hilft der Glaube auch dem Immunsystem und dem Heilungsprozess nach Verletzungen und Krankheiten? Je nach Studie gibt es ein eindeutiges „Ja“ oder ein „Wir wissen es nicht.“

Pastoren haben mit die höchste Lebenserwartung in Deutschland. Nonnen und Mönche werden signifikant seltener krank. Eine große Analyse von Mainzer Forschern aus Archiv-Daten zeigte jedoch im Jahr 2003, dass der Glaube bei der Gesamt-Sterblichkeit nur eine untergeordnete Rolle spielt. Möglicherweise macht er aber dem Kranken das Leben leichter und senkt das Risiko von Depressionen. Aber auch nur dann, wenn er lebensfroh und zuversichtlich ist, nicht ängstlich oder hadernd.

Glaube = Heilung mit Placebo-Effekt?

Die Heilanstalten in früheren Zeiten waren zumeist Klöster. Das Wissen über wirkungsvolle Medizin übertrugen die Schriften zusammen mit Glaubenswahrheiten, beide waren untrennbar miteinander verbunden. Im Wallfahrtsort Lourdes sollen sich seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts etwa 6000 unerklärliche Heilungen ereignet haben, 67 davon sind von kirchlichen Kommissionen anerkannt. Andererseits tummeln sich im Dunkelgrau-Bereich der christlichen Medizin viele selbsternannte Wunderheiler. Sie versprechen ihren Kunden, sie von ihren Schmerzen zu befreien, wenn sie sich nur ganz auf sie einlassen. Nicht selten klappt das sogar, weil allein schon der Glaube ans Gesundwerden wie der viel diskutierte Placebo-Effekt wirkt. Die feste Vorstellung einer Linderung kann Schmerzzentren im Gehirn beeinflussen und sogar Herzschlag und Stoffwechsel verändern.

Nur tiefer Glaube hilft wirklich

So überrascht auch nicht das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Chicago. Danach ist über die Hälfte der amerikanischen Ärzte davon überzeugt, dass Religion einen starken Einfluss auf die Genesung ihrer Patienten habe. Von Brustkrebs-Patientinnen in der onkologischen Fachklinik in Bad Kreuznach berichtet Sebastian Murken, dass besonders tiefreligiöse Patientinnen ihren Heilungsprozess positiv beeinflussen. Sie glauben an den liebenden und vergebenden Gott, jedoch nicht an jemanden, der sie mit ihrer Krankheit strafen wolle. Eine „mittlere Alltagsreligiosität“ mit Verunsicherung und Zweifeln kann aus dem Glauben keinen Nutzen im Kampf gegen den Krebs ziehen. „Eine Religion hilft vor allem denen, die stark daran glauben, dass sie ihnen hilft“ , so Murken in der „Zeit“. Das bestätigt auch eine italienische Untersuchung an Patienten nach einer vorangegangenen Lebertransplantation. Wer ganz aktiv den Kontakt mit seinem Gott suchte, hatte bessere Chancen als solche, die sich hilflos gegenüber der Krankheit sahen.

Schließlich gibt es aber auch eine ganze Reihe an Studien, die den Krankheitsausgang völlig unabhängig von der religiösen Einstellung sehen. So stellte 2009 eine Cochrane-Übersicht über 10 Studien fest, dass ein Gebet dem Patienten nicht hilft, schneller gesund zu werden und dann auch zu bleiben. Auch bei älteren Patienten macht es eher die Qualität als die Quantität ihres Glaubens. Häufiger Kirchenbesuch, so ein Ergebnis der Untersuchung von Kathleen Lawler-Row aus dem amerikanischen Kentucky, hilft wohl nicht besser als ein guter Glaube. Er sorgt für seelische Ausgeglichenheit und verhilft in der Folgen dann auch zu besserer Gesundheit – quasi als Immunisierung gegen Depression.

Selbst-Transzendenz im hinteren Scheitellappen

Wo aber im zentralen Nervensystem wirkt ein starker Glaube? Italienische Forscher der Universitäten von Udine und Rom präsentierten dazu Anfang dieses Jahres einen interessanten Artikel in der Fachzeitschrift „Neuron“: Sie untersuchten 68 Patienten mit Meningeomen und Gliomen vor und nach einer Hirnoperation und fragten nach der Fähigkeit zur Selbsttranszendenz, also dem Gefühl, Teil eines höheren Kosmos’ zu sein und mit ihm zu verschmelzen. Bei einem Eingriff im hinteren Scheitellappen berichteten die Interviewten häufig von einem Anstieg solcher Erfahrungen. In diesem Bereich des ZNS laufen auch die Informationen über Bewegung, Raum und Körperwahrnehmung zusammen und helfen damit, das ICH vom DU und der Umwelt zu unterscheiden. Eine amerikanische Arbeitsgruppe verortet dagegen spirituelle Erfahrung und die Fähigkeit, im Menschen das Ebenbild Gottes zu sehen, in einem anderen Gehirnbereich. fMRI-Analysen deuten auf den Temporallappen, dort wo Neuronengeflechte Erinnerung und Sprache umsetzen.

Meditation schafft Rennstrecken im Gehirn

Weltweit bekannt wurden Studien von Richard Davidson von der Universität von Wisconsin an tibetanischen Mönchen in der Röhre eines Kernspintomografen und an EEG-Elektroden. Die Bilder auf den Monitoren zeigten, dass tiefe Meditation ein Zustand ausserordentlicher Wachsamkeit ist und sich verschiedene Bereiche der Gehirnrinde auch anatomisch verändern. Spirituelle Übung verleiht offenbar die Fähigkeit zur ultraschnellen Kommunikation zwischen Gehirnbereichen. Die gemessenen Gammawellen waren etwa dreißig Mal so stark wie bei der Kontrollgruppe. Aber der Effekt war nicht nur bei meditations-geübten Mönchen erkennbar, sondern auch bei Laien nach einem mehrwöchigen Training in geistlicher Vertiefung. Nach dem Motto „Mens sana in Corpore sano“ wirkte die Meditation aber nicht nur erfrischend auf das Denkvermögen sondern verlieh auch einer Grippeschutz-Impfung einen deutlich erhöhten Antikörper-Titer, so das Ergebnis einer Forschergruppe aus dem amerikanischen Massachusetts.

Im New England Journal erzählt der Chirurg Jerome Groopman vom Beth Deacon Israel Medical Center in Boston von einer älteren Patientin mit Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Als er Anna, so der Name der Seniorin, über die Möglichkeiten der Chemotherapie informierte, erklärte sie ihm ihre Angst und bat ihn, für sie zu beten. Groopman erwog die positiven therapeutischen Aspekte eines Gebets und einer vertrauensvollen Arzt-Patientenbeziehung. „Welches Gebet wäre es denn?“, fragte er zurück. Anna sagte: „Beten Sie zu Gott, dass er meinen Ärzten Weisheit gebe“.

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23 Kommentare:

Rettungsassistent

Ich habe oft den Eindruck, das bei vielen Menschen auch der nichtinvasive Versuch, Verstand zu finden, zum Scheitern verurteilt ist.

Ja wenn noch nicht mal die Religion etwas mit Glauben zu tun hat, was in Gottes Namen denn dann? Glaube ist ein, wenn nich DAS zentrale Merkmal einer Religion. Tiefer Glaube kann offenbar die Heilung unterstützen, das sagen die Untersuchungen in dem obigen Artikel doch aus. Dabei ist es gleichgültig, ob man an Gott, an Engel oder z. B. an Homöopathie, eine der Ersatzreligionen im Pseudomedizingeschäft, glaubt.

#23 |
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Angela Bley
Angela Bley

Sie können noch so viele Menschen chirurgisch öffnen auf der suche nach der Seele, sie werden sie nicht finden, genauso wenig wie den Verstand!
Im übrigen hat die Religion mit dem Glauben nichts zu tun.
Der Glaube wohnt in jedem Menschen selbst, er ist ein göttliches Geschenk und sollte in Demut angenommen werden.

#22 |
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@23 ,24-Für mich ist das Phänomen mit der Heilung des Pferdes problemlos glaubwürdig.Ob man nun dabei weint oder nicht.Die Tugend der strengen Fachwissenschaften kann kaum besser formuliert werden.Dass in einer Allgemeinpraxis überprüfbare Methoden selbstverständlich sind, spricht in keinster Weise gegen andere Phänomene.In -“hoffnungslosen” Grenzfällen wird ja auch viel “Alternatives” versucht-wenn auch wohl meistens ohne den erhofften Effekt-aber nicht immer.Zitat Heisenberg-man kann nicht willkürlich den Mikrokosmos beeinflussen-(sinngemäß, wortwörtlich vielleicht nicht genau.)

#21 |
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@23
Eine zu Tränen rührende Geschichte. Solche Gegebenheiten existieren und sind positiv zu werten. Allgemein-therapeutisch sind sie nutzlos, da sie sich (vielleicht) in einem Fall von 10 000 Fällen so abspielen. Wir müssen für eine seriöse Therapie mit logischen Therapiekonzepten arbeiten, die sich standardisieren, überprüfen und mit einer bekannten, erheblichen Wahrscheinlichkeit erfolgreich anwenden lassen.

#20 |
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Renate Stoltenburg
Renate Stoltenburg

Alle strenge Fachwissenschaft ist eine Art Scheuklappenphilosophie. Das ist ihre Tugend, nicht mehr zu äußern als sie i n
i h r e m Fachgebiet beweisen kann. Das bedeutet nicht, daß es nichts anderes gäbe. – Der Mangel an druckreifen Protokollen ist kein Beweis gegen die Existenz mancher Phänomene, die man erlebt und berichten kann.
Ich hatte ein Reitpferd, das sich bei einem Sprung den rechten Hinterfuß übel verdreht hatte. Ein Vierteljahr Tierarzt. Nutzlos, bis der aufgab:” Wenn das nächste Woche nicht besser ist, müssen wir ihn einschläfern.” (Das war ein guter, sehr lieber Tierarzt)
Wir waren beide sehr betroffen.- Als er nach einer längeren Beobachtung dann gegangen war, weinte ich, und das Pferd suchte mich auf seine Weise zu trösten. Da kniete ich mich unter das Pferd, nahm seinen kranken Fuß in beide Hände und betete.-
Am nächsten Morgen war mein Pferd nicht mehr im Stall!
Völlig ruhig und normal kam er mir von der Koppel her entgegen.
Er, der solange mit angezogenem Fuß schlief und nur mit Gewalt aus der Box zu bringen war!

Das kann nun jeder beurteilen, wie er will, ich bin nur nicht so vermessen zu behaupten, ich hätte das Tier geheilt.
Für die Wahrheit dieser Geschichte verbürge ich mich

#19 |
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Rettungsassistent

@21:
Nun gut, ich habe durchaus Verständnis dafür wenn Sie sich zurückziehen möchten. Diskussionen (ein Diskurs ist etwas anderes, als solchen sehe ich das hier nicht) können durchaus auch mal anstrengend werden. Aber das ist ein 10-km-Lauf auch und dennoch wohltuend, es muss halt jeder selbst entscheiden, für was er seine Zeit aufwendet.

#18 |
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@20-In Ordnung-bin belehrt, dankeschön.Inhaltlich liegen wir soweit auseinander,dass ein “Diskurs”-bewahren Sie bitte Ruhe, ich habe den Begriff schon einmal gelesen, vielleicht nicht verstanden-mir nicht möglich ist oder zu aufwendig.”Glauben” sollen mir nix, wirklich nicht.Ich bin weder Geistlicher noch Oberlehrer.Nach Monaten des Austausches von Empirie und Intellekt würden wir vielleicht ein paar zarte gemeinsame Ansätze finden. Das muss aber nicht sein, weder für Sie noch für mich, wir haben noch anderes zu tun, nehme ich auch für Sie an. Und das Forum hat sicher auch einen Geduldsfaden ,der reißen könnte.Schönes, erholsames Wochenende.

#17 |
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Rettungsassistent

Sehr geehrter Herr Sautter,
was Sie als “Bürokratenstil” diffamieren ist immer noch der meiner Ansicht nach gute Brauch, aufgestellte Behauptungen zu belegen und nicht von anderen zu verlangen, es zu tun. Selbstverständlich können Sie sich auch darauf berufen sich bereits in so hohen Sphären zu befinden und solche profanen Dinge nicht mehr nötig zu haben, ob dies allerdings ihrer Glaubwürdigkeit zuträglich ist wage ich mal zu bezweifeln.

#16 |
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@17 Schwurbler-schöner Begriff.Verehrter Herr Aller, wenn Ihnen die Quellenangaben nichts sagen und Sie nicht grundlegend selbständig und mit der nötigen Phantasietätigkeit nachdenken wollen oder können, so ist das Ihre Freude.Ich verfasse hier keine “Diplomarbeit” mit Literaturangaben und Seitenverweisen.Diesen “Bürokratenstil” habe ich hinter mir-er soll dort bleiben wo er hingehört und seinen Zweck erfüllt-mehr oder weniger.Ziemlich formal und rechthaberisch was Sie da loslassen.Nehmen Sie im Ernst an ich wüßte nicht wie Argumentationsketten innerhalb eines Systems ablaufen.? Und vor allem habe ich nicht die Absicht bei Adam und Eva anzufangen und Ihnen differenziert das Schwurbeln, das Faseln, das rationale Denken, das….darzulegen.Vielleicht liegen Ihnen Statistik deutlich näher als die Probleme der Erkenntnistheorie. “Der Sputnik hat Gott nicht gesehen, keinen Beleg gefunden”-leuchtet eher ein oder?

#15 |
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Sehr geehrte Leser und Leserinnen,

man lese
bei Interesse folgende Fachliteratur:

Im Stenogrammstil:
zwei Jahre schwere Schmerzzustände, richtige Diagnose stellte erst der 35. (sic! fünfunddreißigste) Arzt, OP, Patient verteidigte seine Hoffnung auf vollständige Genesung und Beweglichkeit gegen:
Operateur, Assistenzärzte, Angehörige, Priester, der mit der ¿letzter Ölung¿ kam, Psychologin, der er Zimmerverbot erteilte, Krankengymnastin.
Schlusssatz, Zitat Plattner: ¿Heute geht, läuft, schwimmt und fährt Schliep mit dem Fahrrad wie jeder andere von uns, dessen Rückenmark nie geschädigt war.¿
Geheimnis der Wieder-herstellung: Autogenes Training + Reha: gymnastisch üben, üben, üben.

1.Sekundärliteratur, aber exzellent!
Prof. Dr. Ilse E. Plattner, Die Hoffnung bleibt, 1998, Zürich, pp.68-71,
Fallbeschreibung Beat Schliep

2. Primärliteratur:
Beat Schliep, Von Arzt zu Arzt : die Odyssee eines Kranken mit Rückenmarkstumor; Erlebnisbericht
Orig.-Ausg., 11. – 20. Tsd.
Frankfurt am Main
Fischer-Taschenbuch-Verl.
1991. 120 S.
ISBN 3-596-10749-0

#14 |
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Rettungsassistent

Statt Behauptungen, fiktiver Beispiele oder Annahmen wären ein paar handfeste Quellenangaben hilfreicher gewesen, so kann man nicht zielführend diskutieren sondern nur schwurbeln.

#13 |
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@12 und 13–Belege und wissenschaftliche Beweise:ich nehmean in Jungs gesammelten Werken finden sich “glaubwürdige” Beispiele für Präkognitionen.Man kann aber Jung auch als Mystiker abtun-die Briefwechsel mit Pauli, M.L. von Franz und unzählige andere als überholte Esoterik betrachten.Sicher.Oder ich träume von einem Uhu nach dem Waldbrand.Das ist wissenschftlich nicht nachweisbar.Am anderen Morgen sitzt ein Uhu auf dem Gartenzaun und auf dem Weg zur Arbeit ist die Staße gesperrt weil ein Waldstück brennt. (Fiktives Beispiel).Ich würde dieses Phänomen von real außen und subjektiv innen nicht als Zufall abtun oder gar als Schwachsinn belächeln.Belege und wissenschaftliche Beweise haben ihren Gültigkeitsrahmen-nicht mehr und nicht weniger-.Über das gesamte “Sein” sagen sie wenig.Ist halt so-Überschätzung und Unterschätzung. So “läuft” es halt.

#12 |
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Rettungsassistent

@10:
Zitat Masaru Emoto: “In Deutschland ist das Wasser hart, deshalb sind die Deutschen so steif”

Ich ziehe daraus den Schluss, dass man mit solchen Albernheiten nicht seine Zeit verschwenden sollte.

#11 |
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Rettungsassistent

Aus wikipedia:
“Auch die Experimente des “Stanford Research Institute” und später des “Princeton Engineering Anomalies Research” (PEAR) gehören in diesen Umkreis. Letztere Forschungsgruppe unter Leitung von Robert Jahn nannte ihre Methode “Präkognitive Fernwahrnehmung” (Precognitive Remote Perception – PRP). Dabei wurde zufällig ein Ziel aus einer Reihe von Vorschlägen ausgewählt, das der abgeschirmte Empfänger im Labor nicht kennen konnte. Der Agent oder Sender begab sich an diesen Ort und beobachtete und notierte die Umgebung, während gleichzeitig der Empfänger verbal seine Impressionen beschrieb oder eine Skizze anfertigte. Die Auswertung geschah durch einen unabhängigen Juror nach einem festgelegten Schlüssel.

Keines dieser oder anderer Experimente hat zu einem wissenschaftlichen Beweis des Phänomens geführt.”

#10 |
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Wir reden wieder einmal über Naturwissenschaft, Tiefenpsychologie, Philosophie und eventuell vergleichende Religionswissenschaft-um ein wenig systematisch zu “ordnen”.Ab gewissen “Grenzflächen” von Methoden treten Inkompatibilitäten auf , die im logischen Diskurs nicht entscheidbar sind.(Gödel lässt grüßen aus der Mathematik).Es gibt z.B. Synchronizitätsphänomene (Jung).Das kann man nicht messen und kann es selbstverstänlich -weil nicht messbar- abtun.So einfach ist das sicher nicht und es haben sich immerhin genügend naturwissenschaftliche Nobelpreisträger entsprechend tiefsinnig und respektvoll hinsichtlich der Phänomene des menschlichen Geistes geäußert.Mir erscheint eine “Wunderheilung” z.B als etwas ganz “Normales”– sie eben nur nicht berechenbar und willkürlich logisch zu erzeugen.Es gibt Präkognitionen…das Thema ist eben komplex und zumindest nicht zur Gänze naturwissenschaftlich derzeit erfaassbar.

#9 |
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Gerlinde-Helmtraud Kanngiesser
Gerlinde-Helmtraud Kanngiesser

Wer Lust hat, schaue sich doch einmal die Wasserbilder von Masaru Emoto an. Lassen sich daraus Schlüsse ziehen?

#8 |
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Ich denke man sollte bei dieseer Thematik sehr genau die Arten der jeweiligen Erkakung differenzieren.

#7 |
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Rettungsassistent

Herr Diedler scheint wie so viele Anhänger paramedizinischer Verfahren Medizin mystifizieren zu wollen. Allgemeinplätze wie “es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde…”, eigene Heilanekdoten und geheimnisvolle Andeutungen über “einschlägige wissenschaftliche Untersuchungen” ohne konkrete Hinweise bilden diese Melange aus Beliebigkeit, in der man seine “anything goes”-Philosophie quasi unangreifbar verbreiten kann. Wissenschaftlich Fakten stören in dieser Wunderwelt nur.

#6 |
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Ute Zemaitis
Ute Zemaitis

Im Neuen Testament findet man die Geschichte, in der Jesus einem Geheilten sagt: “Dein Glaube hat Dir geholfen”, nicht Jesus, sondern “Dein Glaube”, diese Aussage finde ich sehr bedenkenswert.

Wohl dem, der so einen Glauben hat! Hier wären auch viele Theologen gefragt, die Teufel und Psychologie predigen, anstatt mit der “Frohen Botschaft” Zuversicht und Lebensfreude zu vermitteln.

DANKE für diesen Artikel!

#5 |
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Sehr geehrter Herr Lederer,
es gibt Dinge im Leben, die man nicht erklären kann, aber es gibt sie.
Keine Wissenschaft ist so sicher, dass man ihr blind vertrauen kann.
So gesehen ist eine gewisse Skepsis angebracht.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur besttätigen, das ein fester Glaube und ein inständiges Bitten, oder beten, zusammen mit der Bereitschaft nach den Geboten zu leben, unwarscheinliche Dinge geschehen lassen. Dieser Devise folgend durfte ich nach ca. 50 Jahren schlimmsten Dauerkopfschmerzen, chronische NNH-Vereiterungen erbensolange und nach einer App-Ruptur (OP=1990) mit nachfolgenden Phantomschmerzen (Gefühl als steche jemand mit einem Stilett in meinem Enddarm herum = 8Jahre lang anhaltend) im Jahre 1999 all diese Belastungen verlieren. Das hält bis heute so an.
Ich empfehle Ihnen die einschlägigen Untersuchungen der Universitäten in den USA, die einiges mehr zu bieten haben und diese Phänomene wissenschaftlich zu ergründen suchen.
Herr Aller scheint den Menschen als eine Maschine zu sehen, die es nur zu reparieren gilt. Anders kann ich seinen Kommentar nicht deuten.
m.f.G.
Herbert Diedler

#4 |
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Den Aussagen von Herrn Aller kann man sich nur anschließen!

#3 |
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Rettungsassistent

Religiöse Rituale wie z.B. das Gebet werden in unseren zunehmend säkularen Gesellschaft mehr und mehr in den paramedizinischen Bereich verlagert. Anthrosposophische Medizin, Bachblüten, Homöopathie z.B. haben alles was man dazu benötigt: Einen ideologischen Überbau mit einer zentralen Figur als absolute Autorität (Steiner, Hahnemann, Bach), ritualisierte Handlungen und den Behandler, der als Zeremonienmeister quasi die Rolle des Pfarrers übernimmt. Es sind letztlich nur Variationen eines Themas, die von der sinkenden Attraktivität der Kirchen in vermeintlich aufgeklärten Gesellschaftsschichten profitieren.

#2 |
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Lehrerin für Pflegeberufe Petra-Maria Lohmann
Lehrerin für Pflegeberufe Petra-Maria Lohmann

Der Glaube kann sicherlich helfen, denn er gibt Halt.
(Für einen nichtgläubigen Menschen kann dies auch etwas Anderes sein z.B. ein Mensch/Freund oder auch ein Tier?!) Wichtig ist m.E., dass jemand etwas hat, dass ihn “hält”. –
Etwas irritierend finde ich jedoch die Fragestellung, wo “im Gehirn das Zentrum des Glaubens” ansässig sein könnte…
Ist dessen “evtl. Lokalisation” denn soooo wichtig?
Belassen wir es doch einfach beim glauben/Glauben –
denn glauben heißt nun einmal nicht! wissen!.

#1 |
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