Softdrink-Steuer: Die Bluna-Idee

22. November 2016
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Zur Bekämpfung des weltweiten Übergewichts fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Sondersteuern auf zuckrige Getränke. Werden Limonaden jetzt auch in Deutschland teurer? Und wie bewerten Ärzte diese Forderung?

Die Welt hat ein gewichtiges Problem. Ihre wichtigste Gesundheitsorganisation – die WHO – schätzt, dass mehr ein Drittel aller Erwachsenen übergewichtig sind, doppelt so viele wie noch 1980. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen gelten als fettleibig. Bei Kindern sieht es nicht viel besser aus: Rund 42 Millionen der unter fünf Jährigen sollen übergewichtig oder adipös sein.

Gründe dafür gibt es viele. Einer heißt C¹²H²²O¹¹: Zucker, der Stoff der schon den Kleinsten ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Es gibt kaum eine Speise, in der er nicht steckt. Süße Getränke sind Gesundheitsexperten ein besonderer Dorn im Auge. Denn wer ständig seinen Durst mit gezuckerter Limonade löscht, wird leicht dick, selbst wenn er gar nicht so viel isst. Mit den Pfunden jedoch droht noch eine weitere Gefahr.

Forderung nach Zuckersteuer

Menschen, die regelmäßig ein bis zwei Gläser mit Limonade am Tag trinken, habe ein etwa 26 Prozent größeres Risiko, Typ II Diabetes zu entwickeln, als solche, die das nicht tun. Schon jetzt leiden 422 Millionen Erwachsene an der Stoffwechselkrankheit. Für die Gesundheitsexperten der Weltgesundheitsorganisation Grund genug, eine Zuckersteuer zu fordern. Durch die Einführung solcher Abgaben könnten Regierungen „Leiden vermindern und Leben retten“ sagte Douglas Bettcher, Direktor der Abteilung nicht übertragbare Krankheiten.

Forscher um Gitanjali M. Singh von der Harvard School of Public Health führen fast 180.000 Todesfälle im Jahr 2010 auf den Konsum zuckerhaltiger Getränke zurück. Nach ihren Berechnungen sind darunter 133.000 Diabetestote, 44.000 Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 6000 Krebstote. Es gebe mittlerweile genug Evidenz, um den Ländern die Steuern zu empfehlen, heißt es aus der WHO.

Fairer Tausch? 20 gegen 20 Prozent!

Als Mexiko 2014 Getränke mit zugesetztem Zucker mit Preissteigerungen von zehn Prozent versah, bracht der Konsum erst um sechs, am Ende des Jahres sogar um 12 Prozent ein. Einige Experten gehen davon aus, dass eine Preissteigerung von 20 Prozent dazu führen würde, dass die Menschen im Gegenzug 20 Prozent weniger Limonade trinken.

Viele skandinavische Länder setzen schon seit einigen Jahren auf Zuckersteuern. Auch Frankreich, Belgien und Ungarn erheben zusätzliche Abgaben auf besonders zuckerhaltige Getränke. Die Philippinen, Südafrika oder Nordirland haben zumindest ihre Absicht bekundet, gezuckerte Getränke extra zu besteuern.

Anheben von Limonaden-Preis als Folge

Und auch Großbritannien glaubt an die Wirkung der Abgaben. Im Frühjahr hatte die Regierung eine Steuer für Unternehmen angekündigt, die zuckerhaltige Softdrinks herstellen oder importieren. Geplant sind zwei Varianten: Eine für Getränke ab fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter, eine für mehr als acht Gramm. Zwei Jahre sollen die Unternehmen nun Zeit haben, den Zuckergehalt ihrer Produkte zu senken, danach müssen sie zahlen. Die Steuermehreinnahmen werden anschließend investiert: in Bewegungsförderung für Grundschulkinder. Verbraucher sollen durch die Steuer nicht belastet, weil es sich um eine reine Unternehmensteuer handelt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass einige Unternehmen im Gegenzug die Preise für ihre Limonaden anheben.

Deutschland ist mit 80 Litern pro Jahr eines der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Getränken, die mit Zucker gesüßt sind. In einer Foodwatch-Studie enthielten 274 von 463 Getränken zu viel Zucker. Als „zu viel“ definierten die Verbraucherschützer einen Zucker-Anteil von fünf Prozent, das sind etwa vier Stück Würfelzucker in einem 250-Milliliter-Glas.

Verbote à la Veggieday? Abgelehnt!

Eine Zuckersteuer ist hierzulande trotzdem nicht in Sicht. Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hatte die Forderungen nach Einführung einer Zuckersteuer erst kürzlich zurückgewiesen und erklärt: die Verbraucher „mit Verboten à la Veggieday oder Zuckersteuer zu lenken, lehnen wir strikt ab“.

Viele Ärzte und Ernährungsexperten sehen das anders. Sie kritisieren, dass die Menschen heute in einer dickmachenden Umwelt leben, in der gesunde Entscheidungen besonders schwer gemacht werden. Gesundheitsförderung von heute sollte dieses Prinzip jedoch umdrehen: Die gesündere Wahl muss die leichtere Wahl werden und das funktioniert eben auch über das Geld.

Der Vorschlag der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sieht vor, stark zuckerhaltige Getränke mit dem vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent zu besteuern, gesunde Lebensmittel hingegen durch Wegfall der Mehrwertsteuer zu entlasten. „Damit würde man eine Preisspreizung erreichen, die gesünderes Konsumverhalten belohnt und ein Umdenken bei den Herstellern anstößt“, meint Dietrich Garlichs, Geschäftsführer der DDG.

Neuseeland verzichtet auf zuckrige Getränke

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert zusätzlich zur Steuer, die Lebensmittelampel, weniger Zuckerbeimengung, Werbeverbot und Aufklärung.

Die WHO geht noch einen Schritt weiter. In ihrem Hauptquartier in Genf werden gibt es überhaupt keine zuckerhaltigen Getränke mehr. Nur Wasser, Tea, Kaffee und Milch werden noch angeboten. Wer Limonade oder Saft trinken will, muss sie sich selbst mitbringen.

Neuseeland dagegen hat gezuckerte Getränke aus allen Krankenhäusern geholt hat. Von den Patienten wurde dieser Schritt gut angenommen, die Folgen für die Gesundheit sind jedoch noch unbekannt.

Eine der größten Herausforderungen wird jetzt sein, die Auswirkungen solcher Programme zu untersuchen, hieß es daher kürzlich in einem Editorial der Fachzeitung Lancet. Der Kampf gegen den Zucker sei wichtig, aber nur ein Teil von einem viel größeren Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten wie Übergewicht und Diabetes.

60 Wertungen (4.02 ø)

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27 Kommentare:

Gast
Gast

Extrasteuer für extrem zuckerhaltige Getränke und Süßigkeiten ok, eher noch für Alkohol und Tabak, und das dann bitte aber auch zweckgebunden verwerten: Die Krankenkassen könnte man damit entlasten und diese nervige Diskussion über Zusatzbeiträge für Raucher etc/ und auf der anderen Seite Bonusprogramme zum Rauchstopp einstellen (Fühle mich hier zum Beispiel regelrecht diskriminiert bzw verarscht, muß ich als Nichtraucher anfangen zu rauchen um das einen Bonus von der KK zu kriegen?)

#27 |
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Bernd Hoppe
Bernd Hoppe

Ich verzichte seit Jahren auf Zucker, weil ich Zahnarztbesuche lästig und teuer finde. Und man gewöhnt sich sehr schnell daran. Im Endeffekt empfindet man später normale Süße dann schon als übersüß.

#26 |
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Gast
Gast

Es gibt doch viel zu wenig Getränke mit wenig Zucker die aber einen Fruchtgeschmack haben. Ich kaufe nur noch bis 3 g auf 100 ml . Die Auswahl ist nicht sehr groß. Dies ist aber nicht das Problem sondern die viele Chemie, in der Nahrung gesunde natürliche Nahrungsmittel kann sich der kleine Mann nicht mehr leisten. Wenn man Pudding kocht sind so hohe Werte an Zucker vorgegeben, die müssen gar nicht sein. Wir nehmen nur die Hälfte und es schmeckt auch. Aber schwer arbeitende Menschen brauchen auch Kohlenhydrate.

#25 |
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@#22 Wer Gewichtsprobleme, hat muss sicher auch beim Obst Maß halten. Aber für viel gravierender halte ich den industriellen, meist billig aus Maisstärkesirup produzierten Fruchtzucker, der in teils aberteuerlich hohen Konzentrationen Fertigprodukten, Softdrinks, Süßigkeiten etc. zugesetzt wird. Die Fruchtzuckergehalte sind um Dimensionen höher als in naturbelassenem Obst. Das wird dann meist noch mit so gesund klingenden Umschreibungen wie “Fruchtsüße” oder “ohne Kristallzuckerzusatz” verschleiert. Hier sollte der Gesetzgeber vielleicht mal einschreiten.
Wie Frau Stuckmann bereits erwähnte, entfällt bei der Fructose die durch Insulin vermittelte Sättigungswirkung. Zudem verfügen wir über keine dem Muskel- und Leber-Glykogen analogen Speicher für Fructose. Daher werden Überschüsse von der Leber direkt in Fett umgewandelt, was auch die Blutfette (Triglyceride, LDL-Chol.) ungünstig beeinflussen kann.

Natürliches Obst zu verbieten, wie Gast #9 es fordert, halte ich für absurd. Das ist durch keine Evidenz zu rechtfertigen.

Zur Frage einer Zuckersteuer: Generell finde ich erfolgreiche Aufklärung immer besser als “Daumenschrauben”. Nur leider scheint sie ja wenig zu fruchten. Im Übrigen fürchte ich, dass Frau Dr. Grunwald (#13) recht hat und sich an der Adipositasrate gar nicht so viel ändern wird. Erfolgreiches Abnehmen erfordert doch nicht nur Zuckerverzicht, sondern viel weitreichende Lebensstilveränderungen.

@Gast #19: Die Untergewichtsproblematik – völlig zu unrecht oft belächelt – lässt sich auch erfolgreich und erheblich gesünder mit nährstoff- und energiedichten Lebensmitteln lösen als mit “Zuckerbomben”. Ich spreche aus langjähriger eigener Erfahrung.

#24 |
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Elke Fritz
Elke Fritz
#23 |
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Bert Stenson
Bert Stenson

Dieses, mit seriösen Studien belegte Kurzvideo, zeigt u.a. wie der Zuckerkonsum die letzten Jahrhunderte zugenommen hat. Erschreckend! http://nutritionfacts.org/video/how-much-added-sugar-is-too-much/

#22 |
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Petra Stuckmann
Petra Stuckmann

Natürlich hat Adipositas viele mögliche Ursache. Eine davon ist sicherlich der zu starke Zuckerkonsum. Dabei schadet nicht nur der übliche Haushaltszucker, sondern auch Fructose, die nicht satt macht und über diverse biochemische Vorgänge sie Harnsäure steigert (Gefäß- und Nierenschäden!). Säfte sind immer schlecht, in echtem Obst (Äpfel usw.) sind Ballaststoffe und andere Substanzen enthalten, die die schädliche Wirkung der Fruktose deutlich reduzieren. Ich hatte auch schon Patienten, die sich beklagten, dass sie nicht abnähmen, obwohl (!) sie sich doch “fast nur von Obst” ernährten! Quod erat demonstrandum.

#21 |
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Michael Riediger
Michael Riediger

Es ist schon herrlich, wie unsere “Fachleute” und Politiker Alkohol- und Nikotinkonsum als flächendeckendes, alle sozialen Schichten betreffendes und tödliches Problem konsequent ignorieren und zur Ablenkung dann immer wieder so Sachen wie die “Sucht” nach Zucker oder “Online-Sucht” zum Thema machen. Ja nicht die wichtigen Probleme angehen.

Und statt mit konsequenter Aufklärung von Kindesbeinen an greift man vermeintliche Probleme lieber mit Verboten oder Steuern an – letzteres hat zudem für den Staat einen angenehmen Nebeneffekt.

Und was gezuckerte Getränke angeht: Ich bin übergewichtig und trinke seit 30 Jahren keine zuckerhaltigen Getränke. Genau genommen begann mein Übergewicht erst lange nachdem ich auf zuckerhaltige Getränke verzichtete. Und ich kenne mehrere Menschen, die zuckerhaltige Getränke seit Jahrzehnten in großen Mengen trinken, normalgewichtig sind und keine Spur von Diabetes haben.

#20 |
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Gast
Gast

Als Untergewichtiger, der sowieso schon Schwierigkeiten damit hat seinen täglichen Energiebedarf zu decken, empfinde ich solche Ideen fast schon als diskriminierend.

#19 |
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Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

Extra-Zucker gibt es erst seit 150 /100 Jahren für alle. Unser Körper ist daran nicht gewöhnt. Zucker nur zum Würzen, sonst ist er ein Gift, eine Droge!

#18 |
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Achtung mit vorschnellen Ideen und “ungesund”: natürlicher Apfelsaft hat 11% Zucker, hätte er weniger, wäre könnte er nicht als Apfelsaft verkauft werden, und alle die ihre eigenen Äpfel zu Saft machen müssten dann Steuer abführen (?). Die Betonung liegt auf Zucker-“Zusatz”

#17 |
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Dr. med. Hans Peter Gross
Dr. med. Hans Peter Gross

Vor ca. 20 Jahren war in Australien eine umfangreiche Studie mit Kindern durchgeführt worden, die adipös waren. Die Bedingung war folgende: Es wurden keinerlei Eßvorschriften gegeben. Aber es durfte nur Mineralwasser getrunken werden. Eine gleich große Vergleichsgruppe bekam keinerlei Vorschriften. Das Ergebnis: die Mineralwassergruppe hatte in einem Jahr durchschnittlich 500 g abgenommen. Die Kontrollgruppe hatte wie vorher zugenommen. Das ist bei wachsenden Kindern ein enormes Ergebnis. Aber das Echo darauf war praktisch Null. Die Studie ist in der Masse der Veröffentlichungen völlig verschwunden. Ich konnte sie auch jetzt in Recherchen nicht wiederfinden, hätte mit den besten Suchergenissen noch 50 Arbeiten durchlesen müssen. Das spricht dafür , daß man so den Suchtfaktor “Süßer Zucker” offenbar doch vermindern kann.

Hans Peter Gross

#16 |
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Peter Newzella
Peter Newzella
#15 |
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Weitere medizinische Berufe

Eventuell würde bereits das Einstellen von Subventionen etwas beitragen (z.B. bei Zuckerrüben), weil das den Zucker teurer machen würde.

#14 |
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Halte ich für sinnlos. Leute die dick werden, werden es mit jeder Art von Ernährung. Dicke Leute trinken fast nie zuckerhaltige Getränke und sind trotzdem dick bzw. werden immer dicker. Schlanke Leute essen auch Süßigkeiten und trinken süße Getränke.
Auf die Kalorienbilanz kommt es an. Da hilft nur Erziehung und rechtzeitige Aufklärung. Anders geht es nicht. Die Schule muss ran.

#13 |
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Dr. med. Ulrich Mager
Dr. med. Ulrich Mager

Just die Tatsache, dass der Körper auch aus der täglichen “normalen” Nahrung genügend Glocse für den Eigenbedarf gewinnen kann macht den zusätzlichen Konsum von zuckerhaltigen Produkten nicht nur unnötig sonder schädlich. Angesichts einer in vielen Ländern zu beobachtenden Fetma- und Diabetesepedemie ist es nicht einträglich das Zuckerproblem innerhalb unserer Profession zu negieren. Jedesmal wenn ich hier in Schweden in einem Laden stehe schlägt mich der Gedanke: die Süßigkeiten sind viel zu billig! (Das gleiche gilt übrigens für Essen bei Mc Donnalds und co). Für mich ist die Sache klar, die Preise müssen hoch und der Konsum muss runter.

#12 |
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Anke Meier
Anke Meier

….Die WHO geht noch einen Schritt weiter. In ihrem Hauptquartier in Genf werden gibt es überhaupt keine zuckerhaltigen Getränke mehr. Nur Wasser, Tea, Kaffee und Milch werden noch angeboten. Wer Limonade oder Saft trinken will, muss sie sich selbst mitbringen……
Ah ja, da hat wohl wieder jemand übersehen, das Milch, je nach Fettgehalt 4,7-5% Zucker enthält. Demnach ist auch Milch ein zuckerhaltiger Softdrink oder irre ich mich da in der Definition?
In einer Zeit vermehrter Lactoseintolleranz greifen zudem immer mehr Menschen zu Lactosefreier Milch, die dann nicht mehr den in Relation langsam verwertbaren Stoff Lactose enthält sondern Glucose und Galactose, welche direkt schon über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.
Dies alles macht Milch nicht zu einem zu verteufelnden, “bösen” Getränk, ebenso wenig wie ein Glas Saft am Tag oder auch eine zuckerhaltige Limonade.
Eine Korrektur über die Steuer greift jedoch nur wieder bei denen an, bei denen meist schon alles verloren ist, bei Erwachsenen. Ich bin der Meinung, dass allein die Bildung der Kinder und ihre Ernährung einen Schlüssel zu einer zukünftig gesünderen Lebensweise bietet; so dass Eltern ihren Kindern keine Süßgetränke geben, auch wenn die kleinen Satansbraten dasitzen und es eine halbe Stunde lang lautstark einfordern; dass wir den Kindern die Möglichkeit bieten sich gesund zu ernähren und es an Supermarktkassen oder erst recht in Apotheken keine Traubenzuckerpäckchen mehr für die Zwerge gibt.
@Arthur van Dorp: Ich teile ihre Meinung, dass Wasser, Tee und ähnliche Getränke, barrierefrei, und günstig an jeder ecke erhältlich sein sollten.
Vielleicht, ich bin keine Hellseherin, wäre dann ein Früchtetee die neue Limo und Earl Grey der neue Energydrink.

#11 |
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Dipl.-Med. Thomas Schwerdtfeger
Dipl.-Med. Thomas Schwerdtfeger

So ein Bockmist! Welcher Zucker ist gemeint? Bei einer Preissteigerung geht der Konsum zurück, positive Auswirkungen? Glucose ist entgegen anderen Zuckersorten 1. ein unerlässlicher Energielieferanten für die Zellatmung und wird ohnehin aus allem gemacht! Und Glucose signalisiert im Vergleich zu Zuckerersatzstoffen Sättigung! Diese Bestrebungen sind so dumm wie nix!

#10 |
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Gast
Gast

Da hilft nur ein Verbot, und zwar auch für zuckerhaltiges Obst.

#9 |
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Arthur van Dorp
Arthur van Dorp

@Kathrin Schaten: Schön wäre es, wenn es wie in anderen Regionen (z.B. Asien) völlig ungesüsste Getränke vermehrt erhältlich wären. In Japan sind ungesüsste Tees an jedem Automaten in verschiedenen Ausprägungen erhältlich. Nicht teuerer und nicht günstiger als andere Getränke.

#8 |
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Weitere medizinische Berufe

Zuckersteuer müßte schon mindestens 1-2 € je Limo ausmachen!
Besser ist Zucker ganz zu verbieten oder nur noch 2 % des Getränks. Es gibt doch genügend Ersatzstoffe.
Ins Lebensmitte darf einfach kein Zucker mehr rein wo man ihn nicht erwartet. z.B. Sauerkraut, Brot, Nudeln Tomatensirup / Mark usw.

Wen noch irgendwo Zucker, dann die Zuckersteuer offen wie die Mwst ausweisen in € im Laden wir in der Gaststätte
Dieser Irrsinn muß ein Ende haben
Ärzte solle die übergewichtigen Patienten informieren mit einem kurzen Gespräch, Merkblatt. mit
Basisch Ernähren mit max. 20-30% Säure >Link für Internet
Die Politiker sollte mal aufhören das ignorieren, sowie auch die Ätzteschaft

#7 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich habe einen BMI von über 30, bin also adipös – und trinke überhaupt niemals Softdrinks . Und nu?
Was ich sagen will, man kann auch mit sehr gesundem Essen zunehmen, wenn man schlicht mehr davon isst als man umsetzt. Dabei ist auch das Bild der permanent Hamburger mümmelnden und Cola trinkenden Dicken falsch. Eine Frau kann übrigens adipös werden – wenn sie so viel isst wie ihr Mann.
Wie gesagt, es gibt 1000 Gründe fürs Übergewicht ( sie haben alle mit der Energiebilanz zu tun, die Physik wird nicht außer Kraft gesetzt).

Ich erinnere mich daran, dass anfang der Achziger die Wirte angeregt wurden, zumindest einen Softdrink billiger anzubieten als alkoholische Getränke. . Wird das wieder rückgängig gemacht?

Ich halte so eine Steuer für typischen politischen Aktionismus.

I

#6 |
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Gast
Gast

Gegen das Konsumverhalten von Verbrauchern ist kein Kraut gewachsen ( siehe Raucher, Alkoholverbrauch/ Kopf etc. ). Solange Werbung, Industriebegünstigung und eigenes Ernährungsverhalten Hand in Hand arbeiten, ist auch eine “Zuckersteuer” lediglich Symptombehamdlung.

#5 |
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Kathrin Schaten
Kathrin Schaten

Als Ersatz für Zucker haben diese Getränke nun vermehrt Süßstoffe drin. Ist das Sinn der Sache?

#4 |
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Wolfram Berg-Holldack
Wolfram Berg-Holldack

Wird wohl so auch nicht funktionieren ?
Gebot oder Verbot ,es bleibt nur vage eine Erfolgsmöglichkeit !
Wie wäre es mit mehr Zuckerverbrennung im Körper ?
Bewegung und Sport – führen dazu !
Man muß nicht “neue” Wege gehen wollen.
Die Lösungen sind meist schon bekannt und man müßte sich nur erinnern !

#3 |
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Gast
Gast

Ich halte es für sinnvoller sofort alle Raucher privat zu versichern. Auch für zuckerhaltige Limonade sollte es eine saftige Steuer geben. Zum Wohle aller.

#2 |
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Dr. med. Hansjörg Richter
Dr. med. Hansjörg Richter

Warum haben wir in Deutschland so viel Bedenken gegen eine Steuerung sinnvoller Maßnahmen durch monetäre Einschränkungen? Es geht doch vieles nur über Geld – Z.B. eine ‘Extrasteuer’ auf gesundheitsschädliche Verbrauchsgüter, die den Luxusgütern zuzurechnen sind und zusätzlich die Allgemeinheit durch höhere Krankheitskosten belasten (Zucker, Tabakprodukte), Abgaben, um die Abfallvermeidung zu forcieren. In diesem Zusammenhang auch höhere Strafen für wesentliche Überschreitung sinnvoller Geschwindigkeitsbeschränkungen (wie z.B. in der Schweiz).
Dr.H.Richter

#1 |
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