Brotzeit schlägt Steinzeit

22. November 2016
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Paleo- oder LowCarb-Diäten, bei denen die Aufnahme von Kohlenhydraten drastisch reduziert wird, sind im Trend. Nun liefern jedoch aktuelle Studienergebnisse Indizien dafür, dass eine vollkommen gegenteilige Ernährung der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben ist.

Paleo und LowCarb sind seit einigen Jahren ein hippes Gesprächsthema und eine extravagante Art sich zu ernähren. Viele Menschen schwören auf diese Diätform und halten die Steinzeiternährung, mit hohem Fleischkonsum und viel Rohkost, für besonders gesund. Ein kompletter Verzicht auf Getreide und Hülsenfrüchte soll eine artgerechte Ernährung bieten, wie sie bereits die Menschen in der Steinzeit zu sich genommen haben, bevor die Ära des Ackerbaus begann.

Kostet der Verzicht auf Kohlenhydrate wertvolle Lebensjahre?

Ein verjüngend wirkendes Protein wird jedoch nach neuesten Studienergebnissen nur bei komplett gegenteiliger Ernährung mit verstärkter Kohlenhydrataufnahme und reduzierter Proteinaufnahme in größeren Mengen produziert.

Dem sogenannten „Jungbrunnen-Protein“, Fibroblast Growth Factor 21 (FGF21), wurden bereits 2015 anhand von Studienergebnissen der Yale University lebensverlängernde Fähigkeiten zugesprochen. So soll das Hormon beispielsweise eine wichtige Funktion beim Metabolismus von Glucose und Lipiden spielen. Es wird hierzu unter anderem in der Leber produziert und induziert in bestimmten Situationen die Verbrennung von Fetten, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten.

Zudem soll FGF21 die Degeneration des Immunsystems im Alter verhindern und so die Lebenspanne verlängern. Tatsächlich konnten Forscher in der damaligen Studie nachweisen, dass FGF21 in der Lage war, die Lebensdauer von Mäusen um bis zu 40 % zu verlängern.

In der aktuell erschienenen Studie ist es nun Forschern der University of Sydney gelungen, einen Zusammenhang zwischen Ernährung und FGF21 nachzuweisen. Sie untersuchten an Mäusen die Auswirkungen von 25 unterschiedlichen Diäten auf den FGF21-Spiegel im Körper. Und ihre Ergebnisse zeigen einen deutlich erhöhten FGF21-Spiegel bei proteinreduzierten Diäten.

Der Maximalwert an FGF21 konnte schließlich mit einer Diätform erreicht werden, in welcher eine verringerte Proteinaufnahme mit gesteigerter Kohlenhydratzufuhr gekoppelt vorlag. Diäten mit verstärkter Proteinaufnahme und reduzierter Kohlenhydratzufuhr wie Paleo oder LowCarb sind demzufolge nicht geeignet, einen hohen FGF21-Spiegel zu induzieren.

Die bösen Kohlenhydrate – aber warum eigentlich?

Neben Fett und Eiweiß gehören Kohlenhydrate eigentlich zu den Hauptbestandteilen unserer Ernährung. Der Körper nutzt sie unter anderem zur kurzfristigen Energiegewinnung und wandelt sie bei Bedarf in Speicherfett für schlechte Zeiten um. Laut Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte bei einer vollwertigen Ernährung mehr als 50% der Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten aufgenommen werden. Doch immer mehr Menschen verzichten bewusst auf diesen Ernährungsbestandteil und halten Kohlenhydrate für ungesund.

In einem Interview bezieht der Ernährungspsychologie Prof. Christoph Klotter von der Hochschule Fulda dazu Stellung: „In der heutigen Gesellschaft geraten ständig Nahrungsmittel in Verruf. Kohlenhydrate sind dafür lediglich ein Beispiel. Es wurden unter anderem auch gesättigte Fettsäuren jahrelang als ungesund dargestellt und heute sieht es so aus, als müsste man diese Theorie noch einmal völlig neu diskutieren. Kohlenhydrate sind natürlich wegen der enthaltenen Zucker ebenfalls schon immer ein Gesundheitsthema gewesen. Und natürlich kann die verstärkte Aufnahme von Zuckern unter Umständen ein Gesundheitsrisiko darstellen, aber Kohlenhydrate im Allgemeinen sind als Nahrungsmittel wissenschaftlich nicht angreifbar.“

Verzicht auf Kohlenhydrate ungesund?

Besonders bei Paleo oder LowCarb-Diäten wird statt Kohlenhydraten über Fleisch, Fisch oder Milchprodukte eine große Menge an Fett und Eiweiß aufgenommen. Beträgt die empfohlene Tagesdosis an Proteinen bei einem Erwachsenen eigentlich nur 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht, wird bei derartigen Diäten häufig das Vier- bis Fünffache dieser Menge am Tag konsumiert.

Auch für Fette empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung lediglich einen Anteil von 30% der täglichen Energiezufuhr. Dieser Wert wird bei kohlenhydratreduzierten Diäten ebenfalls häufig überschritten und von einigen Ernährungsexperten kritisch betrachtet. So wird unter anderem ein angeblich erhöhtes Risiko für Arteriosklerose in Zusammenhang mit der erhöhten Fettzufuhr diskutiert und auch die verstärkte Proteinaufnahme steht in Bezug auf Gicht, sowie Leber,- oder Nierenerkrankungen oft in der Kritik.

Diät schafft Identität

Unabhängig davon, ob Paleo,- und Co-Verfechter nun wirklich jünger sterben, stellt sich die Frage, woher dieser Trend zu Diäten und neuen Ernährungsweisen eigentlich stammt und warum so viele Menschen sich von ihm mitreißen lassen.

War eine Diät früher noch eine Maßnahme zum Abnehmen, ist sie heute bereits eine eigene Lebensphilosophie. Das erklärt wohl auch den Hype und die Begeisterung für Radikaldiäten wie Paleo. Plötzlich kann man leben wie Fred Feuerstein oder Barney Geröllheimer. Echte Steinzeitmänner essen echtes Fleisch. Kein Wunder, dass Paleo ein Phänomen ist, das besonders Männer anspricht. Hier kann man sich noch als Alpha-Männchen profilieren, über ein großes Steak und „echte männliche Ernährung“.

So ist das Thema Ernährung heute offenbar nicht nur eine Frage der Gesundheit, des Geschmacks oder des Wohlbefindens, sondern auch der Definition, die man von sich selbst hat und was man nach Außen darstellen möchte. „Wir leben heutzutage im Luxus. In den Supermärkten gibt es eine unfassbare Vielfalt an Lebensmitteln und die Menschen können frei wählen, für welches Essen sie sich entscheiden. Über Ernährung kann heute eine eigene Identität geschaffen werden. Über die Art zu essen kann man sich von der Masse abheben; einzigartig sein,“ sagt der Ernährungspsychologie Klotter.

Ernährungsempfehlung? – Schwierig

Tatsächlich scheint es heute so viele Diätformen zu geben wie niemals zuvor. Neben Paleo, LowCarb und Atkins-Diät erfreuen sich auch LowFat-Diäten, diverse Crashdiäten oder die Glyx-Diät immer größerer Beliebtheit. Die Fülle an Ernährungsarten ist unerschöpflich. „Die Menschen können es sich leisten über ihre Ernährung nachzudenken und tun das auch verstärkt. Der Umgang mit Essen wird bewusster und bezieht sich immer stärker auch auf den eigenen Lebensstil,“ erklärt Klotter.

Letztendlich sind jedoch alle Ernährungsempfehlungen nur ein Leitfaden und es stellt sich die Frage, wie sehr der Einzelne seine Ernährung nach diesem Leitfaden ausrichtet. „Meiner Meinung nach kann heutzutage ohnehin keine allgemeine Ernährungsempfehlung mehr ausgesprochen werden. Jeder Organismus verstoffwechselt Nahrung unterschiedlich und wenn sich jemand mit der Paleo-Diät wohl fühlt und es ihm damit gut geht, sehe ich keinen Grund, der dagegen spricht“, sagt Klotter.

138 Wertungen (4.2 ø)

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48 Kommentare:

Gast
Gast

zu#45 Lieber Herr Dollinger, vergleichen Sie mal die Kohlenhydratgehalte von Getreide und Beeren… sie sind nicht annähernd vergleichbar.

#48 |
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Gast
Gast

zu #44
Liebe Frau Tulipan, danke für den Hinweis auf die Ergebniss der Originalstudie! Das ist ja mal interessant und stellt die Aussagen des Artikel in ein ziemlich anderes, leider sehr einseitiges Licht!

#47 |
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Ludwig Menado
Ludwig Menado

Hallo Herr Dollinger, diese Assoziation habe ich nicht aufgestellt. Ich habe lediglich gesagt, dass sich der Gesundheitszustand der Bevölkerung mit dem Beginn der Landwirtschaft dramatisch verschlechtert hat. Im Gräberfeld bei Suttgart-Mühlhausen, die der landwirtschaftlichen Bandkeramikerkultur mit einem Alter von etwa 5000 Jahren zuzurechnen ist, lag der Altersdurchschnitt bei etwa 22 Jahren und trotzdem wurden dort schon zahlreiche chronische Erkrankungen wie Arthritis, Osteomyelitis oder auch tuberkulöse Infektionen und Tumore gefunden. Wer weiß, was man gefunden hätte, wenn sie nicht so früh gestorben wären. Ich denke aber tatsächlich, dass die extreme Zunahme der “Zivilisationskrankheiten und insbesondere der Autoimmunerkrankungen an der immer stärkeren Verarbeitung von Lebensmitteln u.a. durch den Beimischung diverser “Abfallprodukte” wie Glukosesirup, Milchzucker, Milcheiweiß, Verdickungsmittel, Hefeextrakt, Emulgatoren usw. liegt. Außerdem ist auch der Glutengehalt im Weizen ständig gestiegen. Der schädliche Einfluss von Zucker hat sicherlich auch was damit zu tun.

Woher wissen sie, dass nicht jeden Tag Fleisch gegessen wurde? Die Herstellung von Trockenfleisch und Trockenfisch zur Vorratshaltung war sicherlich üblich. Wieviel Tage im Jahr gab es denn eigentlich Beeren? Das Sammeln der kleinen Wildformen muss extrem wenig ergiebig gewesen sein. Wie auch immer: Paleo bedeutet doch nicht kohlenhydratfrei. Der Anteil von tierischen Produkten lag mit Ausnahme der (sub)arktischen Regionen sicherlich je nach Jahreszeit und Region zwischen 30% und 50%, der Rest war pflanzliche und natürlich davei auch kohlenhydrathaltige Nahrung.

#46 |
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Carsten Dollinger
Carsten Dollinger

zu#39: Die Assoziation von Zivilisationskrankheiten mit der “Einführung” von Getreide vor tausenden von Jahren ist keinesfalls so kausal wie sie es darstellen. Zum einen war das Getreide nicht auf einmal da, sondern der Ackerbau entwickelte sich nach und nach. Zum anderen hatten die Leute damals auf Grund eines generell geringeren Nahrungsangebotes und mehr Bewegung weniger Übergewicht und sie waren fitter. Dazu kommt, dass längst nicht jeden Tag Fleisch konsumiert wurde, dafür auch Früchte, v.a. Beeren. Was enthalten Beeren hauptsächlich? Richtig! Kohlenhydrate.
Nächster Punkt: Andere Todesursachen. Ziviliatonskrankheiten, sei es DM2 oder KHK, entstehen meist im Alter von round about 40 Jahren. So alt muss man erst einmal werden, was damals längst nicht jedem gelang.
Die Problematik ist eher in der Zeit des Kolonialismus zu sehen. Seit dieser Zeit konnte in rauen Mengen Zucker produziert werden, der dann so viel wie möglich konsumiert wurde. Dieses Verhalten hält bis heute an und ist in der Tat die sprichwörtliche Wurzel allen Übels. Allerdings hatte die Ernährung aber schon überhaupt nichts mehr mit Paleo zu tun!

#45 |
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Julia Tulipan
Julia Tulipan

Ergebnisse einer Mausstudie direkt auf den Menschen zu übertragen halte ich für sehr gewagt. Es geht in der Studie um Grundlagenforschung, das sollte man nicht mit klinischen Studien am Menschen verwechseln und somit die Bedeutung für den Menschen überbewerten..
Die Forscher schreiben auch: Although FGF21 is robustly elevated in low-protein environments, increased FGF21 is also seen in various other contexts such as fasting, overfeeding, ketogenic diets, and high-carbohydrate diets, leaving its nutritional context and physiological role unresolved and controversial.

Also Fasten (caloric restriction) und ketogene Ernährung erhöhen auch FGF21 – an den Makros alleine kann es ja dann wohl nicht liegen.

Bei dem Artikel geht es wieder einmal um Klick-Beute und nicht darum tatsächlich sinnvollen Inhalt zu kreieren. Schade

#44 |
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Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

Biologie/Anthropologie, Chemie
Herr Graf, Missing Links muß des definitionsgemäß natürlich ! gegeben haben, oder sehen Sie keine Lücke zwischen den fossilen Menschenaffen und dem H. sapiens?
Das M.L. ist übrigens nicht der gemeinsame Vorfahre, wie Sie in #25 schreiben, sondern ist eben auf der Hälfte der Zeit zwischen dem gemeinsamen Vorfahr und dem mod. Menschen anzusiedeln, z.B. Lucy.
zu #40: Wilberforce eifere ich kenesfalls nach, sondern finde ihn läcdhcherlich. Genau lesen !
Der Streit

#43 |
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Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

Biologie/Antrhropologie, Chemie, Herr Graf, Missing Links muß es natürlich ! gegeben haben, oder sehen Sie keine Lücke zwischen den fosslen Menschenaffen und dem heutigen Menschen?
Das M. L. ist übrigends nicht der gemeinsamme Vorfahre, wie Sie in #25 schreiben, sondern eben viel später, z.B. Lucy.
zu#40: Wilberforce eifere ich nicht nach, sondern finde ihn lächerlich. Genau lesen!
Der Streit würde nicht so ausufern, wenn von Ihnen im Netz eine e-Mail-Adesse, Telefonnummer oder eine Facebook-Seite zu bekommen wäre.
MfG J. Bedynek

#42 |
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Lieber Herr Bedynek, zum versöhnlichen Abschluss: Letzlich weiß doch niemand genau, wann die Aufspaltung erfolgt ist und wie das “Missing Link” exakt beschaffen war. Kollegen von uns sind heute der Meinung dass es gar kein Missing Link gegeben hat, sondern die “Menschwerdeung” mehrfach an unterschiedlichen Orten (Süd- und Ostafrika) erfolgt ist. Wir zwei streiten uns nun um Vokabeln – Affe oder äffische Lebensform, Menschenaffe im Sinne der heute rezenten Formen oder im Sinne Ihrer Definition. Das ist doch keinen so ausufernden Zwist zwischen uns beiden wert. Entscheidend ist doch, dass wir beide die Evolution befürworten und sogar im Ablauf (Australopithecinen, Dryopithecus usw.) weitgegehnd übereinstimmen. Wir streiten wirklich nur im Begriffe und haben beide dabei fast vergessen, dass es hier gerade um Ernährung, um Paleo-, Low Carb…geht. Und da haben wir ja bereits Übereinstimmungen bezüglich der menschlichen Gebissmerkmale ausgemacht.
Freundliche Grüße – Stefan Graf

#41 |
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Hallo Mr. Wilberforce, Lassen wir das. Sie sind irgendwann auf dem Thesenstand vor 40 Jahren verharrt. The real Samuel Wilberforce hat sich bereits lächerlich gemacht. Sie eifern ihm mach. Genießen Sie Ihr Inseldasein.

#40 |
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Ludwig Menado
Ludwig Menado

Bei den vielen medizinischen Argumenten für eine bestimmte Ernährungsweise fällt auf, dass alte Wahrheiten durch neue Erkenntnisse infrage gestellt werden, ohne das beispielsweise die Deutsche Gesellschaft für Ernährung oder die Medizin allgemein ihre Empfehlungen anpasst. Ganz nach dem Motto: Wir können uns nicht geirrt haben. Andere Länder sind hier schon kritischer, wie das Beipsiel Skandinavien zeigt. Fakt ist aber, dass sich der Gesundheitszustand der Menschen mit der Einführung von Getreide rapide verschlechtert hat und das in den letzten Jahrzehnten insbesondere in der westlichen Welt chronische Erkrankungen bzw. Autoimmunerkrankungen stark zugenommen haben. Wir bewundern immer das Fehlen von “Zivilisationskrankheiten” bei traditionellen Jäger- und Sammlergesellschaften und sind entsetzt, wie schnell es bei diesen Menschen im Zuge der Anpassung an das “moderne Leben” gesundheitlich bergab geht. Wir ziehen aber nicht die richtigen Schlüsse daraus.

Für viele “Paleojünger” ist diese Ernährung daher auch kein “Luxusproblem”, sondern eine Möglichkeit, ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern. Luxus passt hier trotzdem ganz gut, denn unverarbeitete Nahrungsmittel und tierische Produkte aus artgerechter Tierhaltung sind teuer und die Zubereitung ist zeitaufwendig. In dem bereits genannten Buch von Heidrun Schaller kommen einige Betroffene mit den unterschiedlichsten chronischen Erkrankungen zu Wort, denen es durch die Paleo-Ernährung viel besser geht und die dadurch teilweise auch beschwerdefrei sind. Wenn diese Ernährung also hilft, dann liegt die Vermutung nahe, dass man durch diese Ernährung Krankheiten auch verhindern kann. Der Allgmeinplatz: ausgewogene Mischkost, FdH und viel Sport mag vielleicht zum abnehmen taugen, geht aber an dem mit Paleo postulierten Ziel vorbei.

Abschließend möchte ich sagen, dass der Hype der Paleo-Ernährung komplett außerhalb der eigentlichen Paleo-Communiy stattfindet. Die Medien treiben das Thema wie jede neue Sau durch Dorf und die Lebensmittelwirtschaft greifen Paleo natürlich gern auf, da man damit neue Produkte “kreieren” und Umsatz machen kann. Inhaltlich gehen die meisten Texte und auch die meisten Produkte völlig an der Idee Paleo vorbei.

#39 |
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Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

Her Graf; das typische Kennzeichen der Menschenaffen ist die Schwanzlosigkeit und das Zahn-Dryopithecusmuster. Das trifft für die leder ausgestorbenen Arten/Gattungen wie Pooconsul u. Dryopithecus vor ca. 10 Mill. J. zu.
Jenseits jeder Systematik geht es doch darum, zuzugeben, dass der Mensch vom Affen abstammt und zwar direkt nicht nur von irgendwelchen “affenähnlichen” Lebewesen, nichtmal von “Tieraffen” (z.B. Meerkatzen) sondern sogar von Menschenaffen ! – wie furchtbar ! Wilberforce lässt grüssen !

Die alte Frage nach dem “Missing Link” ist geklärt, seit Hunderte von Australopitecinen (Lucy ! ) gefunden wurden, die genau halb schimpansenähnlich und halb menschenähnlich sind !

#38 |
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Gast
Gast

@ Frau Wolf: Bevor Sie wieder auf Kosten anderer so lachen können, sollten sie Ihr Wissen in Frage stellen. Mäuse sind ebenfalls wie wir Allesfresser, zumindest die in der Forschung eingesetzten und auch die in fast allen Ländern vorkommenden Hausmäuse.
Gast #9

#37 |
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Ärztin

Oh, also für Nicht-Ernährungswissenschaftler- Mäuse=Körnerfresser leben länger wenn sie Körner fressen, daraus folgt, Menschen=Allesfresser leben ohne Fleisch auch länger? selten so gelacht- Aber mit dem entsprechenden Studiendesign wird sich auch das beweisen lassen- und anstatt die voraussichtliche Anzahl der Allesfresser mal zu begrenzen- wäre auch ein Beitrag zum Umweltschutz-, nehmen wir ihnen einfach ihr lecker Essen weg :-)

#36 |
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@#33: Herr Bedynek: WIr müssen uns jetzt nicht über Nomenklaturfragen streiten. Aber sowohl Aegyptopithecus als auch Proconsul, waren noch recht wenig spezialisierte Altweltaffen, die als frühe Primaten zu den Hominidoiden (Menschenartigen) gezählt werden, aber weder Frühmenschen noch Menschenaffen waren. Gerade Proconsul wurde lange als missing link, später dann als direkter Vorfahre der Schimpansen gehandelt. Sie haben insofern recht, dass man in den 1980er Jahren bisweilen von frühen Menschenaffen gesprochen hat. Das wird aber heute nicht mehr so gehandhabt. Der Begriff Menschenaffen wird heute für die Formen NACH der Abspaltung vom hominiden Ast verwendet. Aber es geht doch hier um den Ernährungsartikel und da habe ich Ihnen ja bereits zugestimmt.
Und zu Ihrer letzten Frage: Wenn Sie sich mit Bischof Wilberford identifizieren und befürchten, affenartige Vorfahren in Ihrer Ahnenreihe zu haben, dann antworte ich Ihnen: Ich stehe voll zu Huxley und darmit zu Darwin und Wallace. [Kommentar wurde wegen werblichen Inhalts von der Redaktion gekürzt.]

#35 |
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Dr. angelika ehrfeld
Dr. angelika ehrfeld

@ Dr Lorenz und Gleichgesinnte. Sie bringen es unkompliziert auf den Punkt. Halbe Ration Doppelte Arbeit. Ein sicheres Rezept. Man braucht hier nicht sein Vorlesungswissen runterbeten. Die das verstehen langweilt es- diejenigen die es nicht verstehen verunsichert es. Das darf nicht die Intention sein.

#34 |
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Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

#25/26; Hallo Herr Graf, schon Ägyptopithecus vor 28 Mill Jahren war ein Menschenaffe!! Und dann z.B. Prokonsul u.s.w. Nie habe ich behauptet, dass wir von heute lebenden Menschenaffen abstammen. Darwin können Sie heute zu dieser speziellen Frage nicht mehr anführen. Ihre Bemühungen erinnern mich an den englischen Bischof Wilberford oder sind Sie ID-Anhänger ?

#33 |
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Dr. Christian Toloczyki
Dr. Christian Toloczyki

Diese Diskussion wird geführt, als gäbe es kein morgen. Fleisch gerät immer wieder in den Verruf, im Übermaß genossen für den Organismus schädlich zu sein. Vom Verzehr von Pflanzen ist mir dies nicht bekannt. Auch Sportler können ohne Fleisch sehr gut, vielleicht sogar noch besser, auskommen. Aber das ist jdem seine eigene Angelegenheit. Viel wichtiger erscheinen mir die globalen Auswirkungen des unreflektierten Fleischkonsums zu sein. Jedes Stück Fleisch, auf das wir verzichten, dankt uns die Umwelt. Wer diese Zusammenhänge noch nicht kennen sollte, dem (bzw. nicht nur dem) sei der Film “Before the Flood” von Leonardo DiCaprio empfohlen, z.B. hier zu ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=dvlMdEtotEk

#32 |
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Michael Riediger
Michael Riediger

Jedwede spezifische Diät ohne medizinische Notwendigkeit ist BLÖDSINN! Einfach versuchen sich ausgewogen zu ernähren und das reicht. Aber der Glaube versetzt ja Berge …

#31 |
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Dr. rer. nat. Mandy Laube
Dr. rer. nat. Mandy Laube

Heutzutage wird alles verkompliziert, bis zum äußersten analysiert und interpretiert. Ob das in jedem Fall gut ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn man ein gesundes Verhältnis zum Essen hat, sollte der Körper einem eigentlich mitteilen, was er braucht. Schnelle Energie durch Kohlenhydrate, oder auch mal etwas fettiges. Wenn man das Essen nicht mehr schmeckt, sollte man es, wie die Tiere es auch machen, aufhören und nicht nur für den Kopf weiteressen. Ich habe in meinem Leben noch nie Fleisch gegessen, obwohl meine Eltern viel davon gegessen haben. Es hat mir nie geschmeckt und ich hatte nie Appetit darauf. Mein Körper braucht und will es nicht. Daher sollte man einfach entspannt auf seinen Körper hören. Ausnahmen sind natürlich Menschen, die bereits ein gestörtes Verhältnis zum Essen haben, wie teilweise bei Adipositas oder Magersucht. Für einen gesunden Menschen aber, sollte man sich entspannen und nicht immer alles optimieren müssen.

#30 |
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@23:Herr Hummel: Zunächst mal bin ich sehr erstaunt, dass Sie so genau wissen, was ich schon alles nicht ausprobiert habe. Zum zweiten argumentieren Sie aus der Sicht eines bereits Vorerkrankten, der eine individuelle therapeutische Diät vertritt. Sie sprechen von Alzheimer, Insulinresistenz und kindlicher Epilepsie – alles pathologische Verhältnisse. Es ist doch wohl selbstverständlich, dass ein Kuhmilchallergiker oder ein wirklich Laktoseintoleranter auf Milch verzichten muss – genauso wie Gluten für einen Zöliakiepatienten „Gift“ wäre. Und wenn Sie mit ihrem ehemals deutlichen Übergewicht (die Ursachen – genetisch und epigenetisch – werden Sie als Arzt am besten kennen) und Prädiabetes mit Ihrer individuellen Ernährung erfolgreich sind, ist das doch wunderbar. Bleiben Sie dabei. Ich gratulieren Ihnen Aber all dies sind keine allgemeingültigen Ernährungsempfehlungen. Ob Gluten-, Milch oder Komplexkohlenhydrathetze – für Gesunde macht nichts Sinn und ketogene Ernährung auch nicht.
Ihre Behauptung „das Herz verbrennt nur Fett“ ist schlichtweg falsch. Der Herzmuskel rekrutiert seine Energie unter Normalbedingungen vorwiegend über oxidativen Abbau von Kohlenhydraten und Fettsäuren. Gemäß dem hierarchischen Prinzip versucht der Organismus unter Belastung so lang wie möglich die oxidative Energiegewinnung des Herzens aufrecht zu erhalten. Unter hoher Belstung kann aber selbst hier die Sauerstoffversorgung knapp werden, so dass die glykolytische ATP-Synthese aus Glucose bedeutsam wird. Das meinte ich, als ich schrieb, das Herz sein BEDINGT auf Glucose angewiesen.
Zum Eiweiß: Ich habe doch nicht gesagt, „dass Eiweiß Nierenschäden hervorruft“. Ich habe von der „Überproportionierung tierischer (gesättigter) Fette und Eiweiße“ gesprochen. Nennen wir es Eiweißmast. Das diese über den Kalziumstoffwechsel und Harnsäuresynthese im Rahmen des AS-Katabolismus die Nierensteinbildung fördern können, steht heute in jedem Lehrbuch. Nochmal: Es geht um das „Viel-zu-Viel“ – nicht um Eiweiß per se.
Leider schreiben Sie nur, sie äßen „viel“ Eiweiß. Das behaupte ich von mir (ebenfalls Ausdauer-, Kraft und Ballsportler) auch. Mit 300-500g Fleisch pro Woche, regelmäßig Fisch und Milchprodukten bezeichne ich das aber nicht als überbordend. Was meinen Sie denn mit viel Eiweiß? Ich habe ausdrücklich von einer ÜBERPROPORTIONIERUNG gesprochen. Die Deutschen verzehren jährlich laut Fleischer-Verband 4,9 Millionen Tonnen Fleisch. Statistisch sind das gut 61kg pro Kopf. Wenn jeder einzelne von uns 80Millionen die gleiche Menge verzehrte, wären das für jeden etwa 164g pro Tag – über 1,1kg jede Woche. Rechnet man uns gesundheitsbewusste, weit weniger als 1,1kg wöchentlich Fleisch-verzehrende Leute sowie Vegetarier, Veganer und Babies ab, müssen wohl etliche Deutsche allwöchentlich mindestens das Doppelte verputzen. Dass dies besonders in Kombination mit „Bewegungs-Phobie“ der Gesundheit und Fitness nicht zugutekommt ist ebenso gewiss wie eine Mast mit Mono- und Disacchariden.
Zu Ihrem Plädoyer für die Ketone: Die ketogene Energiebereitstellung ist ein Merkmal des Hungerstoffwechsels. Der Organismus greift infolge KH-Mangel auf FS zurück, die er unvollständig zu Ketonen abbaut. Als Diät bei bestimmten Indikationen bzw. intermediär zur Fettschmelze kann das hilfreich sein (viele klagen aber über gastrointestinale NW). Bei dauerhafter Anwendung kann das Missverhältnis zwischen Ketonakkumulation und Insulinausschüttung der Ketoazidose Vorschub leisten. Daher habe ich auch in meinem vorhergehenden Kommentar nicht die Ketone per se verdammt sondern geschrieben: „Die Risiken, längerfristig in eine Ketoazidose, einen den gesamten Stoffwechsel beeinflussenden Übersäuerungszustand abzurutschen – sind nicht ohne.“ Wie gesagt, geht es nicht um spezielle Patienten-Diäten, sondern um allgemeine Ernährungsregeln.
Als Jogger, der einen hohen relativen Fettverbrennungsanteil aufweist, mögen Sie mit Ihrer ketogenen Ernährung zurechtkommen. Bei Sportarten mit höherem Anteil anaerober Belastung werden sie ohne Kohlenhydratzufuhr sehr schnell am ihre Grenzen kommen. Die wenig ergiebigen Glykogenspeicher in Muskel und Leben sind schnell erschöpft und für Fettverbrennung fehlt genügend Sauerstoff. Glukoneogenese in dieser Situation ist alles andere als günstig, sondern Notreaktion. Selbst auf Marathonläufer wartet der „Mann mit dem Hammer“ bei km 30 nicht wegen Verarmung der Fettreserven. Hier helfen nur KH (hab ich übrigens auch alles ausprobiert!). Aber das sind natürlich auch Spezialfälle, wie die von Ihnen genannten Patienten.
Ihren Hinweis „…da haben wir zum Glück die Glukoneogenese..“ kann ich schwerlich nachvollziehen. Für Gesunde ist die Glukoneogenese zum Zwecke der Energierekrutierung ein besser zu vermeidender Prozess, da hierbei Aminosäuren verheizt, d.h. die Muskulatur angegriffen wird. Genau das will man aber vermeiden.
Sie schreiben ferner: „mit Brot steigt der Blutzucker schneller als mit Haushaltszucker.“ Das ist eine sehr undifferenzierte Aussage. Wenn sie Brot mit Weizenbrötchen, Toast o.ä. gleichsetzten, mag das zutreffen. Aber wir reden bei gesundem Brot natürlich von bäckerhandwerklich geschaffenen Vollkornsorten ohne Zusätze von industriellem Fruchtzucker, Haushaltszucker oder anderen verfälschenden und farbgebenden Zusätzen.
Aber ich möchte nochmals betonen. Das Ganze ist ein Mengenproblem. Wenn sie irgendeinen Nährstoff drastisch über- oder unterproportionieren, können Sie Probleme bekommen. Kohlenhydrate in toto zu verdammen ist ebenso unsinnig wie Fette oder Eiweiß. Und wie gesagt, sind Krankheiten/Stoffwechselstörungen etwas Spezielles, das auch individuell therapiert gehört.
Nehmen Sie es mir nicht über, Herr Hummel, aber Ihr Argument „Wenn die „Zeit für die genetische Anpassung an neuartige Nahrung ausgereicht hätte, gäbe es wohl keine Diabetiker mehr“ zeugt nun wahrlich von wenig evolutionbiologischen Kenntnissen. Da die Evolution per Definition NICHT teleologisch erfolgt und nicht nach Perfektionismus strebt, sondern nur aus dem mutativ/rekombinatorisch Entstandenen selektieren kann, was gerade zur Verfügung steht, ist sie alles andere als perfekt. Jaques Monod hat in einem seiner letzten Vorträge gesagt: „Evolution ist die Kunst, mit all unseren Schwächen zu überleben:“ Wäre die Evolution perfekt und bereits abgeschlossen, wären Sie als Arzt beschäftigungslos und ich als Biologe wohl auch.
Wenn es Sie interessiert, wie schnell evolutionärer Wandel möglich ist, wenden Sie sie einmal an Herrn Prof. Axel Meyer von der Uni Konstanz – eine evolutionsbiologische Kapazität.
MfG und weiterhin beste Gesundheit

#29 |
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Weitere medizinische Berufe

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, z.B. die
http://www.urgeschmack.de/die-paleo-diaet/
Da wird die Paleo-Diät als nicht sehr sinnvoll abgelehnt, aber es werden Möglichkeiten für eie gesunde Ernährung aufgezeigt, die sehr vielseitig ist, aber, noch einmal die “schnellen ” KH in hochverarbeiteten Lebensmittel ( man vergesse auch nicht die Geschmackstricks der Lebensmittelindustrie, die uns dazu bringen soll, ihre kh-reichen gleichzeitig aber auch transfettigen oder salzigen Produkte zu essen, an denen sie sehr gut verdient )ablehnt. Auch das Brot für die “Brotzeit” ist heute ziemlich anders, dazu kommt, dass es aus Zeitgründen meist nicht genügend lange “gehen gelassen” wird, so dass viele Leute Blähungen bekommen davon.
Wenig KH und diese aus fructosearmen Früchten, Gemüse und etwas Kartoffeln oder Reis ist bestimmt nicht verkehrt.

#28 |
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Ich halte es zumindest für gewagt, ernährungsmäßig Analogieschlüsse zur Steinzeit zu ziehen. Die Lebensverhältnisse waren fundamental anders als heute, die klimatischen wohl auch.

#27 |
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…kleiner Nachtrag: Das Entscheidende an Ihrem Kommentar, Herr Bedynek, die Entwiklung des menschliches “Alles-Esser-Gebisses” ist aber völlig richtig. Unser Zahnstatus spricht weder für KH-Verzicht, Veganismus, rein carnivore oder irgendeine andere einseitige, ganze Lebensmittelklassen ausschließende Ernährungsmode. Wir sind Mischköstler, sollten es bleiben und (5 Euro in die Phrasenkasse): “”Dosis sola venenum facit”!”

#26 |
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@#24: Lieber Herr Bedynek, gestatten Sie eine Richtigstellung. Ihnen ist da ein kleiner, aber sehr weit verbreiteter Nomenklaturfehler unterlaufen, der leider verantwortlich für ein großes Missverstänis weiter Bevölkerungskreise in der Humanevolution ist. Schon Darwins zeitgenössische Kritiker haben ihn lächerlich machen wollen, indem sie ihm unterstellten, er würde behaupten, wir seien aus den Menschenaffen hervorgegangen. Das aber hat Darwin nie behauptet. Er hat nämlich nie gesagt: Der Mensch stammt vom Affen ab, sondern Menschen und Affen haben gemeinsame Vorfahren, deren Wege sich getrennt haben, BEVOR die typischen menschlichen und äffischen Merkmale ausgebildet wurden. Wenngleich wir heute noch immer nicht sicher sagen können, wer der letzte gemeinsame Vorfahre (das “Missing Link”) ist und wann er genau gelebt hat, so sind wir heute aufgrund der molekulargenetischen Analysen und fossilen Belege sicher, dass der letzte gemeinsame Ahne auch in Bezug auf den Zahnstatus noch relativ unspezialisiert war und die typischen hominiden und pongiden Merkmale sich erst nach der Stammbaumtrennung heraus gebildet haben. D.h. das “Missing Link” war sehr wahrscheinlich ein recht äffisch anmutender Primat, aber keinesfalls ein Pongide (Menschenaffe), Wenn Sie, lieber Herr Bedynek, schreiben “…die Menschenaffen, von denen wir abstammen…” ist das sowohl im Sinne Darwins als auch nach heutigem Kenntnisstand falsch. Wir stammen NICHT von Menschenaffen (Pongiden) ab. Die Evolution zu den typischen Merkmalen von Schimpanse, Gorilla, Orang Utan hat separat erst nach der Trennung vom homiden Ast stattgefunden. So beschreiben Sie das ja auch für die Zahnentwicklung der Hominiden beim Savannengang.
Ich gehe aber stark davon aus, dass Ihnen, lieber herr Bedynek hier lediglich ein “Flüchtigkeitsfehler” unterlaufen ist und Sie nicht die “Menschenaffen (Pongide)” im engeren Sinne zu unseren Vorfahren erklärt haben, sondern eben jene noch recht äffisch anmutenede gemeinsamen Vorfahren von Hominiden und Pongiden meinten, die noch nicht über die typisch menschlichen Gebisskennzeichen verfügten.
Freundliche Grüße – Stefan Graf

#25 |
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Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

Parabole Zahnreihen und Eckzahnreduzierung sind die typischen Kennzeichen eines Hominiden-Fossils. Wieso ? Vor 8 -6 Millionen Jahren gingen die Menschenaffen, von denen wir abstammen in die Savanne. Sie streiften hauptsächlich Grassamen (KH ! ) ab, die sich mit den neuen Zähnen besser kauen ließen. So wie die Zähne sich nun seit 6 Millionen J. nicht mehr verändert haben, so gilt das auch für das Verdauungssystem !

#24 |
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Herr Graf,
kennen Sie irgend eine Arbeit die nachweist, dass Eiweiß Nierenschäden hervorruft?
Nach meiner Kenntnis verbrennt das Herz nur Fett. Das Hirn kann zu 75% auf Ketonkörper zurückgreifen, der Rest wird mit Glukose abgedeckt; günstig bei Alzheimer und Insulinresistenz.
Die Erys brauchen Glucose, da haben wir zum Glück die Glukoneogenese.
Die Ketose ist ein physiologischer Zustand, die Ketazidose ein krankhafter.
Seit gut 100 Jahren gibt es mit hervorragendem Erfolg die ketogene Ernährung für Kinder mit therapierefraktärer Epilepsie.
Wenn die „Zeit für die genetische Anpassung an neuartige Nahrung“ ausgereicht hätte, gäbe es wohl keine Diabetiker mehr.
Sie sollten diese Ernährungsweise einfach selbst mal probieren um mitzureden. Ich habe das getan wegen meines latenten Diabetes vor 7 Jahren.
Mein Diabetes ist verschwunden, mein Gewicht von 97 auf 80 (bei KG 185) cm gesunken ohne dass ich jemals gehungert hätte. Zum Joggen sind meine Gelenke mit viel Eiweiß prächtig, meine Nieren ebenso. Und Heißhunger kenne ich nicht mehr.
Die DGE produziert Diabetes Typ II, denn mit Brot steigt der Blutzucker schneller als mit Haushaltszucker.

#23 |
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Das völlig aus der Luft gegriffene “Evolutionsargument” der Paläo-Jünger lautet: “Genetisch ist der Jetztmensch derselbe wie vor 20 Tausend Jahren. Daher sei die Ernährungsweise der altsteinzeitlichen Jäger und Sammler auch das Beste für heutige Mägen.” Zudem widerspräche das Meiste, was seit Sesshaftwerdung mit Einführung von Ackerbau und Viehzucht vor etwa 10 Tausend Jahren unseren Speiseplan bereichert, unserer genetischen Disposition”. Daher sind für die Paläos Getreide- und behandelte Milchprodukte genauso tabu wie Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Enthielten diese doch menschenunverträgliche Inhaltsstoffe (Lactose, Hormone, Gluten, „schlechte“ Kohlenhydrate). Erlaubt ist, was man bereits vor mehr als 10 Tausend Jahren auf dem Speiseplan vermutet: Fleisch, tierisches Fett, Fisch, Eier, Kräuter, Obst, Nüsse und Samen. Unverarbeitet, zusatzstofffrei und alles in Bioqualität lautet das Credo. Verarbeitetes (auch pflanzliche Fette) fallen durch das Paläo-Raster.
Genaue Mengenvorgaben oder Nährstoffgewichtungen gibt es nicht – theoretisch ist auch vegetarische (sogar vegane) Steinzeiternährung möglich. In der Praxis aber dominieren Fleischliebhaber die Paläo-Gilde
Das „No-Milk-Argument“, der Mensch sei das einzige „Tier“, das die Milch anderer Tierarten trinkt, ist obsolet. Artspezifische Alleinstellungsmerkmale in Sachen Ernährung sind im Tierreich keine Seltenheit wie Koalas und Pandas beweisen.
Die Entwicklung der menschlichen Laktosetoleranz in Milchwirtschaftsregionen (>85% Laktosetoleranzrate im heutigen Deutschland) ist ein Paradebeispiel, wie Evolution nach dem Selektionsprinzip funktioniert. Ein Lieblingsargument der Paläos, die Zeit für genetische Anpassung an neuartige Nahrung habe nicht ausgereicht, ist unzutreffend. Bei diversen Tierarten sind massive genetische Veränderungen binnen weniger Tausend Jahre nachgewiesen. Zudem hat die Epigenetik, die den Einfluss der individuellen Lebensweise auf die Regulation der Gene untersucht, gezeigt, dass die genetische Ausstattung allein wenig über die reale Merkmalsausprägung aussagt.
Unstrittig ist eine Überproportionierung tierischer (gesättigter) Fette und Eiweiße weder der Gelenk-, noch der Gefäß- und Nieren-Gesundheit zuträglich. Wer ohnehin übergewichtig ist und hohe Harnsäurespiegel aufweist (Gichtrisiko), sollte sich fleischlich in Zurückhaltung üben, wobei Veganer durch den Milchverzicht und hohen Sojaverzehr im Schnitt die höhsten Harnsäurespiegel aufweisen (http://news.doccheck.com/de/43824/hyperurikaemie-neue-sicht-auf-gicht/). Eine schwedische 15 Jahres-Studie (2012) hat gezeigt, dass die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt, je mehr Eiweiß und je weniger Kohlenhydrate gegessen werden. Aber andere Studien bestätigen das nicht. Fakt ist: Zwei unserer wichtigsten Organe sind auf permanente Glucosezufuhr angewiesen: Gehirn und (bedingt) auch das Herz. Der Fruchtzucker aus Obst und Gemüse kann hier nicht in die Bresche springen.
Ernährungsformen, die dauerhaft den Verzehr KOMPLEXER Kohlenhydrate deutlich einschränken, sind bedenklich. Der Verzicht fördert eine ketogene Energiebereitstellung. Infolge Kohlenhydratmangel wird dabei die Energie aus unvollständig zu Ketonkörpern abgebautem Fett bezogen. Die Risiken, längerfristig in eine Ketoazidose, einen den gesamten Stoffwechsel beeinflussenden Übersäuerunmgszustand abzurutschen – sind nicht ohne.
Vegetarische oder gar vegane Paläos dagegen finden – außer Nüssen – kaum ergiebige Proteinquellen.
Ich kann mich nur dem aussagekräftigen Statement von Herrn Dr. Lorenz (#1) anschließen: “Nach meiner Meinung ist jede einseitige Diät Mist.”
Trotz all der Ernährungsphilosophien, die heute für viele zur Ersatzreligion geworden sind und mit entsprechend missionarischem Eifer verbreitet werden, bleibt letztlich eine Ernahrungform unerreicht: die gute alte “Von-allem-etwas-Mischkost”. Dabei hängt die Gewichtung der Nährstoffe von den individuellen genetischen Vorgaben und sehr stark von der Lebensweise ab. Ein Marathonläufer ist trotz hoher Fettverbrennungsrate auf reichlich komplexe Kohlenhydrate angewiesen und kaum mit einem “Schreitischtäter” vergleichbar. Das gilt natürlich auch für die Höhe der Energieaufnahme. Und zwei Faktoren bleiben viel zu oft unerwähnt: persönlicher Geschmack und Bekömmlichkeit. Was ich widerwillig esse, wird kaum nachhaltig meine Gesundheit verbessern.
Fazit: Ein wenig entspannter und vor allem undogmatisch herangehen, auf die eigenen Körpersignale achten, keine ganzen Nahrungsmittelgruppen verdammen und vor allem auch auf den übrigen Lebensstil achten. Bei 20 Zigaretten am Tag und “Sitzmarathon” kann auch die beste Ernährungsweise nicht viel ausrichten. Guten Appetit!

#22 |
  4
MA Monika Uszkoreit
MA Monika Uszkoreit

Ach ja. Schon an der Anzahl der Kommentare sieht man, wie sehr das Thema ESSEN im Fokus steht. “Das darf ich, das darf ich nicht, das macht mich krank, darauf reagiere ich schlecht.” Der Luxus, in dem wir leben, tut uns nicht gut. Mein Vater, 1963 hoch betagt verstorben, kommentierte derlei Luxusprobleme gern mit der Forderung nach einer Hungersnot. Die bringt uns wieder auf den Teppich.

#21 |
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Weitere medizinische Berufe

Wer sich eingehend mit Paleo und Low carb beschäftigt, wird sehen, dass dort keineswegs massenhaft Fett und Fleisch gegessen wird. KH’s in Form von Gemüse werden empfohlen. Wovon abgeraten wird bei beiden ernährungsweisen ( nicht Diät ) sind KH in hochverarbeiteten Lebensmitteln. Das wäre wohl klug, um BZ-Spitzen zu vermeiden, Stichwort Diabetes. Jedes Kind kennt heute den Spruch: ich muss was essen, mein BZ ist im Keller, man findet ihn in Krimis wie in amerikanischen Serien. Bei den oben erwähnten Ernährungsweisen passiert das nicht, nach einer gewissen Umstellungszeit kann der Körper Ketone verwerten.

#20 |
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Weitere medizinische Berufe

Sehr lesenswerter Artikel, danke dafür. Über Ernährung zu streiten ist wirklich ein “Luxusproblem”!

#19 |
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Johannes Hampe
Johannes Hampe

Vor gut 3 Jahren bekam ich die Diagnose Diabetes 2 mit HbA1c 8,7.
Arztzitat: “Dann fangen wir mal mit 500 mg Metformin (täglich) an”.
Ich war geschockt, habe aber gottseidank keine Beratung nach DDG oder ähnlich in Anspruch genommen.
Selbst Stoffwechselvorgänge studiert und mich belesen.
Ich bin aus dem Teufelskreis aus- bzw. erst gar nicht eingestiegen
per anfänglich No- bis LowCarb, angelehnt an die LOGI-Methode.
Habe mich 3 Jahre bedenkenlos satt gegessen mit mehr Fett und Proteinen. Damit erheblich Gewicht reduziert, LDL runter, HDL rauf, Trygliceride runter, HbA1c auf 5,6. Stabil seit 2 Jahren. Laut regelmäßiger DMP-Kontrolle Top- Werte. Ohne jede Medikation!
Viele etablierte, anerkannte Enährungsberatungsgesellschaften und ein großer Teil der Leitlinienmedizin im Ernährungsbereich … mit Verlaub … können mich mal!
Wobei ich durchaus sehe, dass es individuelle Stoffwechsel und Reaktionen gibt.
Beste Grüße von einem latenten Diabetiker!

#18 |
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Arthur van Dorp
Arthur van Dorp

Seit der Steinzeit haben wir die Gene, welche für Amylase kodieren, vervielfacht. Ein Vergleich mit dem Steinzeitmensch ist damit ziemlich obsolet.

#17 |
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Nichtmedizinische Berufe

Frau Maria Pinto, jein. Sie können die Leber etwas animieren , wenn Sie abends vorwiegend Eiweiße und nicht zu viel Kohlenhydrate, dazu zählt auch Brot , essen. Dann verbrennt sie nachts Fett statt KH.
Die Kalorien ändern sich nicht. Ich habe dafür allerdings keine wirklich seriöse Quelle gefunden.

#16 |
  1

@#10-12: Die Leute lebten kürzer und waren auch kleiner, nachdem die landwirtschaftliche Revolution begonnen hatte, sagen Sie – aber war es denn nicht auch so, dass die Bevölkerungszahlen rapide in die Höhe gingen, weil die Lebensweise doch eine höhere Überlebenschance bot, nicht nur den größten und gesündesten Jägern?
Persönlich muss ich sagen, dass ich mich weder mit Low Carb bis hin zu Atkins, noch mit High Carb, noch mit Low Fat wohl fühle. Ich scheine eine langweilige, ausgewogene Diät zu brauchen, mit der man keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken kann.

#15 |
  1
Gast
Gast

Warum wird eigentlich immer über den Paleo-Lifestyle geschrieben ohne sich vorher richtig zu informieren? Es ist nicht low carb und vor allem ist es keine Diät. Es gehört auch mehr als Essen dazu. Lustig ist allerdings das immer wenn versucht wird einen kritischen Artikel zu schreiben jeder Autor und Experte am Ende zu dem Schluss kommt: Paleo kann man machen und ist nicht gefährlich. Also lasst es doch gleich. Paleo ist gut für den Körper, den Geist und die Umwelt. Ganz einfach.

#14 |
  8
Gast
Gast

Sorry, natürlich Herr Dr. Grieß. Habe auf die Schnelle “Elke” statt “Eike” gelesen.

#13 |
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Gast
Gast

Sehr geehrte Frau Dr. Grieß, leider hat es mit der Zeitmaschine nicht geklappt. Zum Glück gibt es aber die Paleomediziner und Paleoanthropologen, die sich mit dem Gesundheitszustand bzw. den Todesursachen beschäftigen Ein gutes Beispiel ist Clark Spencer Larsen, heute Vorsitzender des Lehrstuhls für Anthropologie an der Ohio State University. Er stellte fest, dass sich mit der Einführung der Landwirtschaft die Zahn- und Allgemeingesundheit verschlechterte, die Körpergröße abnahm und die durchschnittliche Lebenserwartung sank. (Clark Spencer Larsen, „Biological Changes in Human Populations With Agriculture”, Annual Review of Anthropology, 24 (1995) 185-213.)

Es gibt sicherlich nicht so viele vergleichende Studien,aber eine Vielzahl von Grabungsberichten mit Angaben zur Lebenserwartung und dem Gesundheitszustand der Verstorbenen. Im Gräberfeld bei Stuttgart-Mühlhausen, einer landwirtschaftlichen Bandkeramiker-Siedlung lag die durchschnittliche Lebenserwartung nur noch bei 22,7 Jahren. (http://discovery.ucl.ac.uk/15502/1/15502.pdf?level=1)

Offenichtlich wurde es aber auch für mich Laien bei einem Besuch im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Auf der einen Seite das Skelett einer älteren Frau aus dem Paleolithikum mit vollem Gebiss und auf der anderen Seite junge Skelette von Bauern aus dem Neolithikum, wo kaum noch ein gesunder Zahn vorhanden war.

Außerdem sprangen mit der Tierhaltung zahlreiche Krankheiten auf den Menschen über. (http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1570677X11000402)

#12 |
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Naturwissenschaftler

Gast #10, ist ja interessant, Sie haben eine Zeitmaschine und selbst geprüft: “Im übrigen war die Lebenserwartung und der Gesundheitszustand in der “Steinzeit” viel besser und sank rapide mit der Einführung der Landwirtschaft.”
Wo lag den dann, grob, die Lebenserwartung, und inwiefern war der Gesundheitszustand besser?
Danke vorab für Ihre Ausführungen, die sicher wesentlich über Klappentexte und Vorworte einschlägiger Diät/Paleo-Kochbücher hinausgehen, gerne mit Primärbelegen.

#11 |
  5
Gast
Gast

Der Artikel offenbart doch einige Missverständnisse im Bezug auf die Paleo-Ernährung. Diese ist nicht zwangsläufig Low-Carb, da Gemüse u.a. stärkehaltiges Wurzelgemüse und Obst eine wesentlicher Bestandteil dieser Ernährung sind. Verzichtet wird lediglich auf Getreide, Hülsenfrüchte verarbeitete Lebensmittel und natürlich auch auf Milchprodukte. Beim Fleisch ist die artgerechte Haltung und Ernährung der Tiere extrem wichtig.

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung kann man langsam nicht mehr ernst nehmen. Die ignorieren alle Erkenntnisse der letzten Jahrzehnten. In anderen Ländern, beispielsweise Schweden, wird “offiziell” eine Ernährung mit viel Fett, viel Eiweiß und weniger Kohlenhydrate empfohlen.

Im übrigen war die Lebenserwartung und der Gesundheitszustand in der “Steinzeit” viel besser und sank rapide mit der Einführung der Landwirtschaft. Aufgrund der Sesshaftigkeit und der Lagerhaltung erhöhte sich allerdings die Reproduktionsrate und man überstand Mangelzeiten besser, allerdings auf Kosten der individuellen Gesundheit. Wer sich abseits der üblichen Kochbücher mal mit den Grundlagen der Paleo-Ernährung auseinandersetzen will, dem empfehle ich das Buch “Die Paleo-Revolution” von Heidrun Schaller.

#10 |
  15
Gast
Gast

@ Frau Heiß: Sicher sind Mäuse Nager, aber unter den Nagern sind Mäuse Allesfresser, so wie wir. Deswegen kann man die Ergebnisse nicht auf Menschen übertragen, aber Ähnlichkeiten auch (noch) nicht ausschließen.

@ Maria Pinto: Eine bestimmte Menge Brot am Abend oder morgens hat immer die gleiche Kalorienzahl.
Entscheident ist was sie zuführen und was sie verbrauchen, also die Billanz.

#9 |
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Krankenschwester Maria Pinto
Krankenschwester Maria Pinto

Ich habe eine Frage zu den Kohlenhydrate bzw, Brot man sagt immer wieder das
Brot zum Abend dick macht?
Was ich persönlich nicht Glaube
Maria

#8 |
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Mirjam Ivasko
Mirjam Ivasko

NIch FDH sondern FDR- Friss das Richtige muss die Devise lauten- wer vom Falschen die Hälfte isst, ernährt sich noch lange nicht gesund….! Und das Richtige ist meiner Meinung nach immer noch unverändert wie vor 100 Jahren, allerdings angepasst an den heutigen Energiebedarf.

#7 |
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Gast
Gast

Ich möchte den Fall anbringen, bei dem eine Low-Carb Ausrichtung durchaus ihre Berechtigung hat

Low Carb Diäten werden ja oft als Abnehmmethode propagiert.
Also wenig (kalorienreiches) essen und möglichst wenige Kohlenhydrate mit der Argumentation, dass diese nur Energie liefern, während Proteine und einige Fettsäuren z.B zum Muskelerhalt gebraucht werden.
In diesem Szenario scheinen 50-100 Gramm Protein am Tag und etwas Fett eigentlich ein sinnvoller Ratschlag zu sein, sowie natürlich genug Vitamine und möglichst wenige Kohlenhydrate.
Wer sein Übergewicht oder seine Adipositas auf diesem Wege wegbekommt, verlängert sicherlich sein Leben.

Es scheint wohl aber ein Fehler zu sein, wenn man daraus schließt, dass man danach (wenn das Gewicht gehalten werden sollte) weiterhin größtenteils auf Kohlenhydrate verzichten sollte, also sich ernährt wie während der Diät, nur in 5 Fach größerer Menge (z.B einen Kilo Fleisch am Tag statt die 200 während der Low Carb Diät).
Die “Ideologisierung” erscheint also tatsächlich beunruhigend.

#6 |
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Apothekerin

FDH der “westlichen Ernährungsweise” (viel Fett, wenig Ballaststoffe, viel Salz und wenig Gemüse) ist nicht besser, da hilft auch Sport nicht mehr.
Mir fehlt bei diesem Artikel, der sonst klasse ist!!!, der Hinweis auf die Rolle der komplexen KHs und dass diese eben vor allem in Gemüse und Vollkorn vorkommen.
Ansonsten guter Kommentare Herr Kronsbein, den muß ich mir merken.

#5 |
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Mal ehrlich: Warum sollte ich mich wie ein Steinzeitmensch ernähren? Die Jungs hatten eine Lebenserwartung von ca. 35 Jahren…

Das, was wir heute Kultur nennen, wäre ohne Ackerbau, Seßhaftigkeit und somit vermehrten Kohlehydratverzehr nicht möglich gewesen.

Und ohne KH gehts beim Joggen eh nicht…

#4 |
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Weitere medizinische Berufe

Sie haben recht, Herr Dr. Lorenz! FDH und Sport – aber das will niemand hören.

#3 |
  4
Weitere medizinische Berufe

Korrigieren Sie mich bitte, wenn ich falsch liege, aber Mäuse sind Nager und somit höchstwahrscheinlich Vegetarier. Wie soll denn dieses Ergebnis auf den Menschen übertragbar sein?
(Ich selbst brauche übrigens Kohlehydrate, um mich satt zu fühlen. Von zu viel Proteinen werde ich müde. Und mein BMI liegt bei 22.)

#2 |
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Ein sehr ausführlicher Artikel.
Nach meiner Meinung ist jede einseitige Diät Mist.
Auch wenn man damit abnimmt, es ist eine Mangelernährung.
In meinen Augen ist F.d.H. der einzige Schlüssel, wenn man abnehmen will.
Alle anderen Diätformen zum “Gesundwerden” halte ich für Quatsch. Streng vegane Ernährung wird krank machen.

#1 |
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