E-Zigaretten: Mehr Umstieg als Ausweg

2. November 2016
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Befürworter elektrischer Zigaretten argumentieren oft mit der Möglichkeit, mithilfe dieser Variante vom Tabakkonsum loszukommen. Eine neue Studie stellt diese These infrage. Andere Forschergruppen sehen trotzdem einen Mehrwert.

Leisten E-Zigaretten einen Beitrag zur Nikotinentwöhnung? Mit dieser Frage haben sich Forscher des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg (ZIS) befasst. Auftraggeber ihrer Untersuchung war das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Zum Hintergrund: In den letzten Jahren verringerte sich der Anteil jugendlicher Raucher von 27 Prozent (2001) auf acht Prozent (2015). „Dieser erfreuliche Trend darf durch neue Produkte nicht gefährdet werden“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe über die Motivation seiner neuen Untersuchung. „Daher müssen wir die Entwicklungen bei E-Zigaretten und ähnlichen Inhalationsprodukten weiterhin aufmerksam beobachten.“

Seltener rauchfrei

Genau das ist jetzt geschehen. Forscher am IFT befragten Teilnehmer des „Rauchfrei-Programms“ nach ihren Erfahrungen. Rund 20 Prozent aller Konsumenten von E-Zigaretten waren nach einem Jahr nicht mehr abhängig. Zum Vergleich: Zirka 39 Prozent aller Teilnehmer, die auf andere Maßnahmen setzten, kamen vom Laster los. Weitere Interviews ergaben, dass kaum ein Jugendlicher jeden Tag zur E-Zigarette griff. Im Schnitt waren es bis zu zwei Mal pro Monat. Als Hauptgrund für den Umstieg von altbekannten Tabakprodukten auf E-Zigaretten nannten sie vor allem den Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören: ein Trugschluss, da klassische Produkte offensichtlich geeigneter sind.

Andere Länder, andere Studien

Britische Hausärzte sehen bei E-Zigaretten trotzdem Vorteile. John Britton, ein Epidemiologe aus Nottingham, argumentiert vor allem mit den schädlichen Effekten von Teer bei Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen. Er bewertet elektrische Vernebler als besondere Form der Nikotinersatztherapie, vergleichbar mit Pflastern, Kaugummis oder Tabletten. Dass Nikotin und diverse Zusatzstoffe schädlich sind, streitet Britton nicht ab. Der Veröffentlichung zufolge würden 2,6 Millionen Einwohner im Königreich, die zuvor konventionell geraucht hatten, nur noch E-Zigaretten konsumieren. Das Krebsrisiko dieser Gruppe habe sich laut Britton deutlich verringert. Abstinenz ist und bleibt der Königsweg.

25 Wertungen (2.48 ø)
Forschung, Pharmazie

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15 Kommentare:

Gast
Gast

Laut BAG und BfS sterben täglich 26 Menschen an den Tabakkonsum. Wieviele sind denn in den letzten 10 Jahren and er Dampfe gestorben?
So viel wie ich weiß, nicht einer!

#15 |
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Günter Straube
Günter Straube

Ich weiß nur, das ich Dank der E-zigarette nach über 40 Jahren rauchen endlich davon befreit bin und das ohne jegliche Entzugserscheinung. Die Vorteile sind ganz klar. Meine pfeifenden Bronchien sind verschwunden. Ich stinke nicht mehr.
Kein Dreck mehr durch Asche, Aschenbecher und dergleichen. Mir geht es körperlich viel besser. Was ich nicht verstehe, ihr wollt die Jugend beschützen, aber an jeder Kasse werden Horrorbilder öffentlich zur Schau gestellt, weil sich ja meist dort die Zigaretten befinden. Wenn ihr glaubt, das auch nur ein Raucher deswegen die Kippen aus dem Halls lässt, seid ihr echt naiv. Wenn euch echt daran gelegen wäre unsere Gesundheit zu fördern, müsstet ihr zugeben, das es bei weitem besser ist, zu dampfen anstatt zu rauchen. Aber es geht wieder mal nur ums liebe Geld. Wie schon in der Dokumentation “a Billion lives ” treffend beschrieben, ein Verbrechen an die Menschheit.

#14 |
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Gast
Gast

Das ihr als “Redaktion” euch noch in den Spiegel schauen könnt.

#13 |
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Gast Bibi Blog
Gast Bibi Blog

Habe 35 Jahre geraucht, mit Nikorette mehrfach versucht aufzuhören aber alles vergebens. Hatte mittlerweile extreme Atem Probleme das ich wirklich Angst bekommen habe. Seit einem Jahr Dampfer ich jetzt, und was soll ich sagen es geht mir gut. Habe keine Probleme mehr. Man seit doch mal Ehrlich was ihr macht ist Körperverletzung an uns . Ist euch das Geld wichtiger als uns Menschen! Ihr meint wohl wir Dampfer sind blöde, das ihr noch schlafen könnt wundert mich.

#12 |
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Christian
Christian

Was soll ich sagen!?
Seit nun mehr als drei Monaten bezeichne ich mich als “Dampfer” anstatt Raucher.
Ich habe in den 17 Jahren starken Rauchens (ca. 30 Zigaretten/Tag) mehrere Versuche unternommen aufzuhören und verschwende seit der E-Zigarette keinen Gedanken mehr an die Glimmstängel.
Begonnen habe ich mit 12mg Nikotin und mische mein Liquid nun wechselnd mit 3 oder 0mg. Das ist nicht nur weniger schädlich, sondern auch noch deutlich billiger als das klassische Rauchen. Allein mein körperliches Befinden zeigt mir persönlich, was die ungesündere Variante ist und was ich zu glauben habe.

#11 |
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Oliver75
Oliver75

Genau wie meine Vorredner bereits geschrieben haben. Es wird nur noch auf dem Thema E-Zigarette zur Entwöhnung rumgeritten. Ich dampfe bereits seit etlichen Jahren!!! Und ich hatte nie vor das “rauchen” aufzuhören. Da haben unsere Politiker ja endlich mal was gefunden woran sie sich jetzt dran aufhängen können. Ich würde mir von denen mal wünschen, dass die nur einmal in ihrem Leben ehrlich sind. Dann würden die uns sagen das sie weder an unserer Gesundheit geschweigedenn an unserem Wohlbefinden interessiert sind. Das einzigste was diese völlig intreganten Lobbyisten interessiert ist unsere Kohle und sonst gar nichts. Und das allerschlimmste ist, die schämen sich noch nicht mal für den geistigen Müll den sie verbreiten, da sie uns anscheinend alle für geistig minderbemittelt anschauen

#10 |
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Gast
Gast

Wie wars doch gleich bei Champix seit 2014?! 500 Tote und über 1000 suzidversuche.

#9 |
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Gast
Gast

Nun, was soll man zu Statistiken sagen die man sich nicht selbst zurecht gemacht hat…..
Raucher seit über 40 jahren, haben andere Methoden scheitern lassen weil nur ein Entzug von Nikotin erfolgte, nicht aber die Gewohnheit!
Mit der E-Zigarette konnte ich meine Rauchgewohnheiten zusätzlich ändern. Einmal brauchte ich nicht aufrauchen, sondern konnte beliebig abschalten und jederzeit weiterrauchen. Die Gewohnheiten konnte ich soweit ändern das dadurch der Nikotinentzug automatisch erfolgte und durch das kontrollierte mixen des Liquids ganz auf NULL reduzierte!
Nach über 40 Jahren Raucherkarriere und etlichen Versuchen war das MEIN Weg zum Nichtraucher und ich kenne mitlerweile auch einige andere die es auf diese Art und Weise auch geschafft haben!

#8 |
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Hendrik Große
Hendrik Große

Boah… Diese ganzen Möchtegernexperten regen mich so auf!!! Keine Ahnung von irgendwas, aber erstmal regulieren, verbieten und versteuern! Da liegt doch wieder mal die vermutung nahe, dass die eu von Lobbyisten kontrolliert wird! Ich weiß nur, dass ich dank e-Zigarette nun seit einem monat keine Tabakzigaretten mehr angerührt habe! Da ich mir meine Liquids selbst mische, ist mein Nikotinverbrauch von 6mg/ml auf 4mg/ml gesunken, das heißt für mich, dass ich in ca zwei monaten komplett vom nikotin weg bin… Und das alles ohne Entzugserscheinungen, und billiger ist es auch noch! Also was bitte soll dieses Theater was im Moment zelebriert wird??

#7 |
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Alex
Alex

Ob die jemals begreifen werden das die E-Zigarette KEIN Entwöhnungsprodukt ist sondern einfach nur eine weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette?
Mir geht’s wie vielen anderen auch. Der Rauch der Zigarette richt immer noch lecker. Nimm mir die Dampfe weg und ich rauche wieder. Mir geht’s mit dem Dampf aber wesentlich besser und ausserdem schmeckt es einfach klasse.

#6 |
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Gast
Gast

Ob man es glaubt oder nicht, es gibt Raucher, die nicht aufhören WOLLEN! Mir ging es 32 Jahre genussvollen und natürlich suchtgesteuerten Rauchens von Drehtabak so. Obwohl mir natürlich immer klar war, dass ich dabei auf einem Pulverfass saß, habe ich nie auch nur einen Versuch unternommen, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich hatte aber auch nie gesundheitliche Probleme aufgrund des Rauchens, obwohl ich täglich 15 – 20 Ziggis weginhaliert hatte. Aus Neugier bin ich auf die E -Dampfe gestoßen und glaubte immer noch nicht, dass ich den Tabak weglassen würde, das Dampfen war eher eine Spielerei für mich. Bis ich merkte, dass ich automatisch immer weniger rauchte, weil das Dampfen viel besser schmeckte. Als ich einmal meine Feierabendzigarette “vergessen” hatte, war mir klar: die Qualm – Ära ist für mich jetzt vorbei. Einfach so. Für mich ist die Dampfe DIE Alternative geworden, um weiterhin genußvoll inhalieren zu können. Bin ich froh darüber!!!

#5 |
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Gast
Gast

Meinen Sie nicht das diese ganze negativ Propaganda auch mal fahrlässig gefährlich sein kann?
Es geht um die Gesundheit von Millionen von Menschen weltweit. Es ist nu mal fakt das dampfen weniger schädlich ist.
Dampfen ist ein Genussmittel, so wie rauchen oder alkohol!
Dampfen ist auch noch ab 18 jahren. Warum ist das bei Bier, Sekt und Wein nicht der Fall?
Ach so… bin mal so dreist und behaupte iCh bin NICHTRAUCHER weil ich ja dampfe
Und das seit über einem jahr.
HAB ein Genussmittel, was nicht mal süchtig macht. Ob man es glaubt oder nicht.

#4 |
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Gast
Gast

Ich persönlich kenne einige Leute, die mit Hilfe der E-Zigarette von der normalen “Zichte”, die nachweislich ungesünder ist – auch wenn einem die Politik, gesteuert durch die Tabakkonzerne etwas anderes erzählen will – weg gekommen sind.

#3 |
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Michael Jans
Michael Jans

Auch wenn ich die E-Zigarette genauso negativ sehe wie das Rauchen von Tabak frage ich mich, ob hier nicht zu oberflächlich gewertet wurde (in Unkenntnis der Studie)
Inwieweit wurde denn beleuchtet, ob die E-Zigarette nicht für einige der Teilnehmer erst der Grund war sich an die Entwöhnung zu “trauen”? Je nachdem könnte es sein, dass sich der Vergleich 20% zu 39% nochmal zu Gunsten der E-Zigarette verschiebt.
Soll heissen: Wenn entsprechend begleitet, könnte das ein Weg für die Süchtigen sein, die mit anderen Massnahmen gescheitert sind. Und dann ist 20% vielleicht kein so schlechter Wert?

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Felix F.
Felix F.

Wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt das die E-Zigarette ein Mittel zu Entwöhnung sein soll? Die E-Zigarette ist eine weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette, nicht mehr und nicht weniger. Das es einigen Personen durch die E-Zigarette gelungen ist irgendwann komplett aufzuhören ist zwar ein schöner “Nebeneffekt”, aber dafür wurde die E-Zigarette nicht erfunden. Daher ist der Vergleich von E-Zigarette mit irgendwelchen Tabak-Entwöhnmaßnahmen wie der berühmte Vergleich von Äpfeln und Birnen.

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