Lebenserwartung: All you can age

7. November 2016
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Gibt es beim Lebensalter eine Höchstgrenze? Das behaupten Forscher in einer aktuellen Studie. Kollegen sparen nicht an Kritik. Schon vor 100 Jahren hatten Skeptiker angenommen, dass die Lebenserwartung niemals 65 Jahre überschreiten werde.

Ende November feiert Emma Martina Luigia Morano-Martinuzzi ihren 117. Geburtstag. Die Italienerin gilt als älteste, noch lebende Person mit gut dokumentiertem Geburtsdatum. Sie hat vielleicht noch etliche Jahre vor sich. Jeanne Louise Calment (1875 bis 1997) wurde 122. Regelmäßig Gebäck mit Milch, ein rohes und ein gekochtes Ei, Pasta und Fleisch: An Morano-Martinuzzis Ratschlägen, wie sie das biblische Alter erreicht hat, zweifeln Wissenschaftler. Sie fragen sich, ob es eine biologische Grenze des Alters gibt.

Es geht aufwärts

In den letzten 125 Jahren hat sich die Lebenserwartung quasi verdoppelt. Lag der Wert für Neugeborene 1895 noch bei 40 Jahren, sind es heute 78 (Männer) beziehungsweise 83 Jahre (Frauen). Ein Ende des Trends zeichnet sich derzeit nicht ab. Gibt es eine Obergrenze?

 

Lebenserwartung

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

Vom Ende der Fahnenstange

Mit dieser Frage hat sich Jan Vijg vom Albert Einstein College of Medicine in New York befasst. Er wertete zusammen mit Kollegen Geburts- und Sterbedaten aus der Human Mortality Database im Detail aus. Viele „Supercentenarians“ stammen aus Japan, Frankreich, Großbritannien und den USA. „Demographen und Biologen haben argumentiert, es gebe keinen Grund anzunehmen, dass der derzeitige Anstieg der maximalen Lebenspanne demnächst endet“, erklärt Vijg. „Aber unsere Daten sprechen dafür, dass das bereits geschehen ist.“

Er fand heraus, dass das Höchstalter bis Mitte der 1990er-Jahre um jährlich 0,15 Jahre gestiegen ist. Seither verringert sich der Wert um 0,28 Jahre pro Jahr. Diese Erkenntnis verifizierten Forscher anhand von Daten der Gerontology Research Group. Auch hier zeigte sich zwischen 1972 und 1994 ein jährlicher Anstieg des maximalen Alters um 0,12 Jahre. Anschließend verringerte sich der Wert um 0,14 Jahre pro Jahr. Eine Erklärung bleibt Vijg aber schuldig.

Für Emma Martina Luigia Morano-Martinuzzi (116) prognostizieren Forscher, sie werde kaum älter als 122. Hier betrage die Chance weniger als eins zu 10.000. Als maximale Lebenserwartung geben sie für alle Menschen 113,1 bis 116,7 Jahre an. Ausreißer sind möglich, aber statistisch wenig wahrscheinlich. Bleibt als Fazit: „Weitere Fortschritte bei der Bekämpfung von Infektions- und chronischen Krankheiten können die durchschnittliche Lebenserwartung weiter anheben, aber nicht die maximale Lebenserwartung“, schreiben die Autoren.

Forscher machen Fehler

Diese Ansicht teilt Professor Dr. James W. Vaupel nicht. Der Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock übt schwerwiegende Kritik am Paper. „Es ist entmutigend, wie oft der gleiche Fehler in der Wissenschaft gemacht und in angesehenen Fachjournalen publiziert werden kann“, so Vaupel. Er moniert die „selektive Nutzung von Daten“ und spricht von „einseitigen Schlüssen“. Hinweise auf biologische Obergrenzen des Lebens findet der Experte jedenfalls nicht. Er verweist auf ähnliche Fehlvorstellungen aus früheren Zeiten: „Vor 100 Jahren nahm man an, dass die durchschnittliche Lebenserwartung niemals 65 Jahre überschreiten werde. Als dann der Gegenbeweis sichtbar wurde, wurde die Grenze wieder und wieder nach oben verschoben.“

Richard Faragher, Biogerontologe an der University of Brighton, verweist auf molekulare Möglichkeiten. „Natürlich gibt es Grenzen für die menschliche Lebensdauer, wenn wir nicht eingreifen“, so Faragher. Bei Würmern, Mäusen oder Fliegen sei es schon gelungen, diesen Wert durch die Suppression verschiedener Gene zu erhöhen. Ähnliche Effekte hatten niedrigkalorische Diäten. Bei der menschlichen Alterung spielen vor allem Telomerasen eine wichtige Rolle.

Unsterbliche Moleküle

Zum Hintergrund: Telomere stabilisieren als Strukturelemente die DNA. Sie verkürzen sich bei jeder Zellteilung. Jenseits einer kritischen Länge geht die Zelle zu Grunde. Telomerasen wirken diesem Phänomen entgegen, sie machen Zellen theoretisch unsterblich. Schalteten Forscher in Mäusen Telomerasen aus, alterten die Tiere rasch. Die Aktivierung oder Reaktivierung führte zur beachtlichen Verjüngung der Nager. Sie konnten plötzlich Gerüche mit einer Präzision wahrnehmen, die normalerweise nur bei Jungtieren auftritt.

Hai Yan aus Durham zeigte, welche Bedeutung das TERT-Gen (Telomerase reverse Transkriptase) in diesem Zusammenhang hat. Es kommt im Erbgut aller Zellen vor. Viele Tumore, beispielsweise Glioblastome, aktivieren TERT-Promotorgene  und sichern sich so entscheidende Vorteile. Un Felix Sahm, Heidelberg, fand Mutationen im TERT-Promotor kürzlich bei Meningeomen.

Diese Studien zeigen, warum viele Forscher Zweifel haben, ob Telomerase der Schlüssel sind, um Alterungsprozesse zu verstehen. Verlängert ihre Aktivierung das Leben – oder werden Krebserkrankungen ausgelöst? Immerhin scheint Sport die Telomerase-Aktivität ebenfalls zu beeinflussen. Plötzlich lässt sich eine längst bekannte Tatsache auch molekular begründen.

76 Wertungen (4.05 ø)

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14 Kommentare:

Dr. Wolfgang Tressel
Dr. Wolfgang Tressel

Die Ergebnisse von Vijg sind nachvollziehbar und plausibel. Der erste Mensch, der nachweislich die Grenze von 110 Jahren erreicht hat, ist der Niederländer Geert Adriaans Boomgaard, geboren am 21. September 1788 in Groningen, gestorben ebenda am 3. Februar 1899. Die erste Frau, die erwiesenermaßen 110 Jahre alt wurde, ist die Engländerin Margaret Ann Neve, geboren am 18. Mai 1792 auf der Kanalinsel Guernsey als Margaret Ann Harvey, gestorben am 4. April 1903 (110 Jahre, 321 Tage). Beide wurden also vor über 228 Jahren geboren. Der heute verlässlich dokumentiert älteste Mensch ist Jeanne Calment aus Arles, * 21. Februar 1875 in Arles – † 4. August 1997 (122 Jahre, 5 Monate und 14 Tage).
Es ist also nichts Neues, dass Menschen bis zu ca. 110 Jahre alt werden können. Andererseits wurde das Alter von Jeanne Calment trotz deutlicher Fortschritte der Medizin seit 19 Jahren bei Weitem nicht mehr erreicht, geschweige übertroffen. In diesem Bereich scheint also tatsächlich eine absolute Grenze zu liegen.
Der Einwand von Dr. Vaupel „Vor 100 Jahren nahm man an, dass die durchschnittliche Lebenserwartung niemals 65 Jahre überschreiten werde. Als dann der Gegenbeweis sichtbar wurde, wurde die Grenze wieder und wieder nach oben verschoben“ geht völlig an der Sache vorbei. Es ist völlig unstrittig, dass das durchschnittliche Lebensalter kontinuierlich steigt. Das hat aber nichts mit der Maximalgrenze zu tun.

#14 |
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Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

zu # 10: Danke für den Hinweis; es ist also so zu verstehen, dass z.B. der Vorgang der Verkürzung der Telomere – ob endogen oder exogen bedingt – eine Zunahme der Entropie bedeutet.

#13 |
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Mitarbeiter Industrie

In 1. Mose 6,3 heißt es:
“Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn auch der Mensch ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertundzwanzig Jahre.”

Interessant, dass schon unsere Altvorderen diese Erkenntnis hatten. Haben jetzt die Biogerontologen von der Bibel abgeschrieben?

#12 |
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Vor etlichen Jahren ist in Deutschland ein Roman mit dem Titel “El Mundo oder die Leugnung der Vergänglichkeit” erchienen, in dem die fast beliebige Verlängerung der Lebenserwartung durch einen medikamentösen Eingriff an den Telomeren geschildert wird. Die Geschichte setzt sich auch mit den Konsequenzen einer solchen allgemein verfügbaren Lerlängerung der Lebenserwaqrtung auseinander, ist also nicht nur unter medizinischen Aspekten spannend zu lesen. (Autor:Jürgen Drews, Prof. für Innere Medizin und Molekularbiologie)

#11 |
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“1 Definition –
Die Entropie ist ein Maß für die Unordnung in einem System und die damit verbundene Anordnungsmöglichkeit der Teilchen in einem System. Das Symbolzeichen ist S. Die Entropie ist ein Instrument in der Chemie für Aussagen über die Wahrscheinlichkeit der Spontanität einer Reaktion.
2 Prinzipien – Je größer die Ordnung eines Systems, desto geringer die Entropie. Je kleiner die Ordnung, umso größer die Unordnung, umso größer die Entropie.”
http://flexikon.doccheck.com/de/Entropie
D. h. die Lebenserwartung limitierend sind u. a. destabilisierende biochemische Vorgänge auf einem immer niedriger werdenden Energie- und Ordnungsniveau. Vergleichbar mit einem Autio oder Flugzeug, welche trotz intensiver Wartung korrodieren und an besonders belasteten Stellen verschleißen bzw. kaputt gehen.

#10 |
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@#4 Dr. med.vet. Stefan Gabriel: Ich stimme ihnen zu, dass Genetik und “Lifestyle” bzw. Epigenetik hoch relevant sein dürften. Momentan können wir aber in vielen Fällen nicht beurteilen, was “Lifestyle-Sünde” und was Bonus ist. Wir wissen vielfach noch nicht, wie das Genregulationsmuster/Epigenom durch einen bestimmten Faktor beeinflusst wird. So eindeutig nachgewiesen wie beim Rauchen (genomische und epigenomische Schäden), beim Alkoholabusus etc. ist das vielfach noch nicht. Ich denke z. B. an die vielen Ernährungsphilosophien/Dogmatismen die heute in Umlauf sind und teils “abenteuerliche” gesundheitsgefährdende Thesen (z. B. vegane Schwangere + Kleinkinder) vertreten. Jede nimmt für sich in Anspruch, das Optimum zu sein. Auch die Individualität des Menschen bleibt oft gänzlich unberücksichtigt.
Sie schreiben “Fasten und eine nur 80% Energiezufuhr wirkt definitiv lebensverlängernd.” Mit der Übertragung dieser besonders in Experimenten an Nagetieren gewonnen Ergebnisse auf den Menschen, muss man sehr vorsichtig sein. Daran ändern auch die “100-Jährigen von Okinawa” nichts. Von “definitiv lebensverlängernd” kann man da sicher nicht sprechen. Dazu ist die Evidenzbasis viel zu dünn. Die sich jetzt immer mehr abzeichnende Beiinflussung der Telemoeraseaktivität/Telomerlängenerhalt durch Lebensstilfaktoren scheint mir von großer Bedeutung. Doch auch im Falle der maximalen Lebensdauer wird es sich nicht um einen monokausalen Mechanismus handeln.

#9 |
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Joachim Bedynek
Joachim Bedynek

Herr Dr. Schätzler: Was soll man unter ” exogenen bzw. endogenen Einflüssen der Entropie” verstehen? Leben ist doch immer ein höherer Ordungszustand als Totes ?

#8 |
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Gast
Gast

Was nutzt es über hundert zu werden, wenn man in soziale und/ oder finanzielle Abhängikeit gerät. Bedeutet eine gesteigerte Lebenserwartung gleichzeitig eine hohe Lebensqualität und körperliche Fitness? Wie sieht es mit den geistigen Fähigkeiten aus? Bedeutet ein langes Leben gleichzeitig ein dauerhaft glückliches, gesundes und auch selbständig finanziebares Leben. Ein glückliches Sterben, d.h. ohne langes Leiden und Angst, wäre viele Menschen lieber. Viele alte Menschen sind in ihrer Einsamkeit und in iren wirtschaftlichen und sozialen Situation so gefangen, dass wenn ein Nachbar stirbt, häufig gesagt wird, gut das er/ sie es geschafft hat. Vielleicht sollte man sich mehr um die Qualität anstatt um die Quantität kümmern.

#7 |
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Dr. med. Arnaud Carasso
Dr. med. Arnaud Carasso

In diesem Gebiet herrscht die Konfusion bei der Anwendung von Statistischen Daten. Man spricht nicht von Lebenserwartung und die Abbildung des Berichts ist fehl am Platz.
Es handelt sich wohl um maximale Lebensdauer und dann, wenn man die Geschichte von wohl dokumentierten Prominenzen der Vergangenheit betrachtet, findet man wohl mehr als 1000 Jahren zurück, Menschen die über 100 gelebt haben.
Heutzutage liegt die Grenze bei 120, d.h. Der Gewinn liegt möglicherweise bei 20% über mehr als 1000 Jahre während welchen die häufigste Krankheiten des Alters wie Infektionen, Herzinsuffizienz und chronische Mangelernährung erkannt und behandelbar worden sind. Doch viel weniger als die mittlere Verdoppelung der Lebenserwartung bei der Geburt.
Das spricht wohl für eine maximale natürliche Altersgrenze. Es legt zurzeit kein Hinweis für spontane Mutationen die eine spektakuläre Verlängerung des Leben verursachen könnten. Jedoch sind die Möglichkeit des Genmanipulieren in diesem Gebiet noch weitgehend unbekannt.
Das ist aber eine andere Geschichte.

#6 |
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Lebenserwartung weder schön- noch schlechtreden!
Dass die Lebenserwartung der Weltbevölkerung seit 1980 um mehr als zehn Jahre auf 69,0 Jahre bei Männern und 74,8 Jahren bei Frauen gestiegen ist, lässt sich nicht als lineare Funktion fortsetzen. Dagegen stehen Umweltproblematik, Überbevölkerung, Versorgungs- und Ressourcenknappheit, Migration, Genetik, Epigenetik und exogene bzw. endogene Einflüsse der Entropie.
Dies scheint auch bei dem im Wesentlichen von der Bill & Melinda-Gates-Stiftung geförderten Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) unter der Leitung von Christopher Murray noch nicht angekommen zu sein.
http://www.healthdata.org/news-release/increase-global-life-expectancy-offset-war-obesity-and-substance-abuse
Wesentlich für die Limitierung der weltweiten Lebenserwartung sind nicht nur Krieg, Adipositas und Drogenmissbrauch [“Increase in global life expectancy offset by war, obesity, and substance abuse”].
Sondern auch Diabetes mellitus, Alkohol- und Zigaretten-, Zucker- und Kohlenhydratkonsum, Bewegungsmangel, Fehlernährung, Endothelschäden, neue Krankheitserreger, Umweltbelastungen, Armut, Hunger und Not, Mangelversorgung, Terrorismus, Fundamentalismus und der globale Verteilungskampf um die ökonomische und politische Vorherrschaft: Ja selbst die Spaltung zwischen Arm und Reich oder der Zugang zu sauberem Trinkwasser und unbelasteten Nahrungsmitteln können zusätzlich die Lebenserwartung verringern oder “quality of life”-Ansprüche schmälern.
“Musterbeispiel” USA? Die immer weiter aufgehende Schere zwischen der Unterschicht mit stark sinkender Lebenserwartung kann gar nicht mehr durch die wesentlich höhere Lebenserwartung der Oberschicht kompensiert werden, so dass die allgemeine Lebenserwartung aktuell stagniert und in sozialen Brennpunkten sinkt.
Paradox ist Übrigens: Konzerne, die ihre Geschäftspolitik im Informatik-Zeitalter nahezu ausschließlich auf Konsumentinnen und Konsumenten in postindustriellen Gesellschaften mit hoher Innovationgeschwindigkeit ausgerichtet haben, tragen eher zur Verschwendung der “Habenden” als zur Umverteilung an die “Nicht-Habenden” bei, limitieren aber damit die Lebenserwartung einer globalen Unterschicht von Unterprivilegierten. Sie sollten dies nicht auch noch durch Förderung von wissenschaftlichen Einrichtungen verschleiern, welche versuchen, die Lebenserwartung schön zu reden.
Die Global Burden of Disease Studie, ebenfalls gefördert von der Bill & Melinda Gates Foundation, von 2015 mit dem Titel “Global, regional, and national life expectancy, all-cause mortality, and cause-specific mortality for 249 causes of death, 1980–2015: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2015”, publiziert als
‘GBD 2015 Mortality and Causes of Death Collaborators, and others
The Lancet’ http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(16)31012-1/fulltext formuliert es wesentlich vorsichtiger als das Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME).
Interpretation: …Trotz der Fortschritte bei der Reduzierung altersstandardisierter Sterberaten bedeuten Bevölkerungswachstum und Älterwerden, dass die Zahl der Todesfälle bei den meisten nicht-übertragbaren Krankheiten in den meisten Ländern zunehmen und damit zunehmende Herausforderungen für die Gesundheitssysteme darstellen. [“Interpretation – At the global scale, age-specific mortality has steadily improved over the past 35 years; this pattern of general progress continued in the past decade. Progress has been faster in most countries than expected on the basis of development measured by the SDI. Against this background of progress, some countries have seen falls in life expectancy, and age-standardised death rates for some causes are increasing. Despite progress in reducing age-standardised death rates, population growth and ageing mean that the number of deaths from most non-communicable causes are increasing in most countries, putting increased demands on health systems. Funding – Bill & Melinda Gates Foundation.”] Also nix mit problemlos steigender Lebenserwartung!
Es gibt insbesondere in der Medizin- und Versorgungsforschung weitaus mehr Einfluss-, Risiko- und Stellgrößen, als sich alle (pseudo-)wissenschaftlichen Schön- und Schlechtredner bei der Lebenserwartung zusammenreimen wollen.

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Dr. med.vet. Stefan Gabriel
Dr. med.vet. Stefan Gabriel

Die Länge der Telomere begrenzt die Zahl der möglichen Mitosen jeder Zelle. Damit ist eine natürliche Grenze für die Teilungsfähigkeit und damit des Lebensalters gegeben. Die Pathologen sprechen derzeit von einer Alteshöchtgrenze für Menschen von 125 Jahren minus x. Das “x” ist der lifestyle, alle Sünden kosten Lebensjahre. Essen, trinken, rauchen, Genussgifte etc. Wie lange und in welchem Maße man darauf verzichten will, mag jeder selber festlegen. Fasten und eine nur 80% Energiezufuhr wirkt definitiv lebensverlängernd. Durch Autophagie scheinen sich Zellen im Hungerzustand selbst zu reinigen. Heute abend lasse ich mal das Abendbrot ausfallen…
Ach ja: der wichtigste Tip des Altersforschers: suchen Sie sich altwerdende Eltern aus! Genetik eben!

#4 |
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Frau Gerda King
Frau Gerda King

“Goal of Life is, to die young –
as late as possible…………..”

Zitat

#3 |
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Naja ,immer noch eine Ausnahme ,aber es hat ,wie wir wissen ,ja auch Schattenseiten und nicht wenige ,wer möchte seine Kinder überleben? Vielleicht die Enkel?
wer möchte auf ständige Pflege a angewiesen sein?wer soll das bezahlen?
wo sind alle Freunde?WEM NUTZE ICH NOCH????????Also ich denke theoretisch geht das in Einzelfällen aber ob man sich das wünschen soll?

#2 |
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Ernst Pawlowsky
Ernst Pawlowsky

bei den Telomerasen ist es wie bei vielen anderen Proteinen auch: es kommt auf die Begleitumstände an.
Sport aktiviert die Telomerasen in gesunden Zellen und nicht in Krebszellen.
Auch weiß man aus der Zwillingsforschung, daß der Lebensstil Einfluß auf die Länge der Telomere hat: eine gesunde Lebensweise zahlt sich aus gegenüber einer ungesunden Lebensweise mit Rauchen, Alkohol und / oder Übergewicht.

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