Ein Land vergisst sich

4. Februar 2011
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Fast jede zweite Frau und jeder dritte Mann trägt das Risiko, im Alter dement zu werden. So der aktuelle Pflegereport der Barmer GEK. Die Zahlen sind alarmierend und werfen eine Menge Fragen auf in Richtung Diagnostik, Pflegebedürftigkeit, Pflegekosten und -reform.

Wissenschaftler vom Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen, unter Leitung von Prof. Dr. Heinz Rothgang, haben für den neuesten Barmer-GEK Pflegereport die in 2009 verstorbene GEK-Population mit Demenzdiagnose ausgewertet. Danach waren 29 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen von über 60 Jahren geistig verwirrt und 90 Prozent davon pflegebedürftig. Demenz ist eine Alterserkrankung. Das heißt, je älter ein Mensch wird, desto größer ist die Wahscheinlichkeit, dass er seine kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten verliert.

Die Bremer gehen von derzeit 1,2 Millionen Demenzkranken aus. Da der Anteil der älteren Bevölkerung wächst und gleichzeitig die Lebenserwartung zunimmt, muss mit einem Anstieg in den nächsten Jahrzehnten gerechnet werden. Gesundheitsökonomen erwarten bis 2030 einen Zuwachs auf 1,7 Millionen und bis 2050 eine Verdoppelung der Demenzkranken (65 Jahre und älter). Das entspräche 2,3 Millionen Menschen bei gleich bleibenden altersspezifischen Prävalenzraten.

Geistig fit im Alter

Deutlich geringere Anteile der Demenz-Risikogruppe weist das Bundesgesundheitsministerium (BGM) aus. In der im Auftrag des BGM erstellten Broschüre “Geistig fit im Alter” werden bei den Frauen 30 Prozent und bei den Männern 16 Prozent ab 65 Jahren, die mit kognitiven Einschränkungen rechnen müssen, genannt. Die Diskrepanz verdeutlicht die allgemeine Ohnmacht, das wirkliche Ausmaß der Demenz zu erfassen. Die Zahlen variieren, je nachdem, welche Prävalenzen oder Inzidenzen in den verschiedenen Studien zugrundegelegt werden. Das hängt auch damit zusammen, dass oftmals keine klare Diagnose gestellt werden kann, so Dr. Bernhard Holle, Leiter der Arbeitsgruppe Versorgungsstrukturen am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) in Witten. Weitestgehend unerforscht sei beispielsweise, wie Auffälligkeiten, die auf eine Demenz hindeuten könnten, in den Familien gehandhabt werden oder wie groß immer noch die Stigmatisierung ist. Das heißt, dass es schon im Frühstadium Grauzonen gibt, die statistisch schwer erfassbar sind.

Kritisiert wird seit Langem, dass die Pflegebedürftigkeit im SGB XI zu einseitig somatisch definiert sei. Demenzkranke sind in der Regel nicht körperlich, sondern kognitiv eingeschränkt. Und das verlangt einen anderen und wesentlich höheren Aufwand an Betreuung und Beaufsichtigung, als das allgemeinhin bei Pflegebedürftigen mit körperlichen Gebrechen der Fall ist. 2008 wurden im Pflege-Weiterentwicklungsgesetz zwar zusätzliche Mittel für die Betreuung von Dementen genehmigt, aber das eigentliche Problem, die Erweiterung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs und die entsprechende Anpassung der Pflegestufen, war damit nicht gelöst. Immerhin hatte Ulla Schmidt als Gesundheitsministerin einen Beirat mit der Überprüfung beauftragt. Der Bericht wurde Anfang 2009 vorgelegt und schmort seitdem vor sich hin. Ungeachtet dessen ist absehbar, dass die Pflegeleistungen für Demente ausgeweitet werden müssen. Bleibt die Frage, in welchem Umfang.

Gelbe Wurzeln gegen Vergesslichkeit?

Demenz, unabhängig davon, ob Alzheimer, vaskulär oder Kombinationen daraus, ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht heilbar. Die Ursachen der kognitiven Einschränkung gelten weitestgehend als ungeklärt. Bei Medikamenten, wie beispielsweise dem Gelbwurzextrakt Curcumin oder Entzündungshemmern wie Ibuprofen und dem Antidiabetikum Pioglitazon, wurde eine vorbeugende Wirkung beobachtet, was allerdings bisher nicht validiert ist. Pharmakologische Therapien können bestenfalls den Demenz-Prozess verzögern aber nicht aufhalten. Da in den letzten Jahren vehement nach den Ursachen geforscht wird – ein Indiz sind die zahlreichen Publikationen –, wird es irgendwann einmal Behandlungsmöglichkeiten geben. Aber das liegt in weiter Ferne und spielt erst einmal für die anstehende Pflegereform eine untergeordnete Rolle.

Die von Rösler angekündigte Pflegereform müßte auch die zunehmende Pflegebedürftigkeit von Demenzkranken berücksichtigen, wenn sie nicht nur Flickwerk sein will. Sein Ministerium muss letztendlich entscheiden, ob eine Zusatzversicherung wie die Riester-Rente oder die Anhebung der Pflegesätze erforderlich ist. Die bevorstehenden Bundesland-Wahlen sind nicht gerade geeignet, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Wir sind gespannt. “Ob und wie eine ergänzende Finanzierung des Pflegebedarfs zu realisieren sei, hänge im hohen Maße vom künftigen Pflegebedürftigkeitsbegriff ab”, heißt es bei der Barmer GEK. “In der Pflegeversicherung verursachen Demente im Durchschnitt Kosten von 550 Euro, Nicht-Demente hingegen nur Kosten von 25 Euro”.

Die direkten Krankheitskosten für Demenzkranke sind laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes von 2002 bis 2008 von 7,1 Mrd. Euro auf 9,4 Mrd. Euro gestiegen, was einer Steigerung von rund 32 Prozent entspricht. Wie sich dieser Kostenblock weiterentwickeln wird, dazu wollte auch Bernhard Holle nur bedingt Stellung nehmen: “Das läßt sich schwer darstellen, so lange Pflegebedürftigkeitsbegriff und darauf zugeschnittene Pflegestufen nicht festgelegt sind”.

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Allgemein

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23 Kommentare:

Proinflammatorische Chemokine wie RANTES wirken auf Neurone (Zhang N et al. Proinflammatory chemokines, such
as C-C chemokine ligand 3, desensitize mu-opioid
receptors on dorsal root ganglia neurons. J Immunol
2004; 173: 594¿599 oder auch Bolin LM et al. Primary sensory neurons migrate in response to the chemokine RANTES. J Neuroimmunol 1998; 81: 49¿57) Rantes entsteht unter anderem in osteolytischen Prozessen des Kiefers, welche epidemiologisch-statistisch ubiqitär vorkommen,und nur in 3D-Aufnahmen radiologisch einigermaßen erkannt werden können. Es findet sich eine Auflösung der regelrechten spongiösen Trabekelstruktur, bei exzessiver fettiger Dystrophie und Lyse der Spongiosa ist
das völlige Fehlen der spongiösen Trabekelstruktur
erkennbar. In diesen Bereichen entstehenes RANTES kann eine Negativbeeinflussung in Form von Morbus Alzheimer
und Altersdemenz darstellen. (Lechner J, Mayer W. Immune messengers in Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis (NICO) in jaw bone and systemic interference. European Journal of Integrative Medicine 2010; 2: 71¿77)

#23 |
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“Wir leben so lange es Gott bestimmt hat; aber es ist ein großer Unterschied, ob wir jämmerlich, wie arme Hunde leben, oder wohl und frisch, und darauf vermag ein kluger Arzt viel.” meinte J. W. von Goethe noch mit Recht schreiben zu können. “Derzeit leiden 35 Millionen Menschen unter Demenz und ihre Zahl verdoppelt sich alle 20 Jahre, um im Jahre 2030 auf 65,7 Millionen und im Jahre 2050 auf 115,4 Millionen anzusteigen, so das Ergebnis des World Alzheimer’s Report der ADI-Vereinigung (Alzheimer’s disease International), einer in London ansässigen, gemeinnützigen internationalen Vereinigung von 71 nationalen Alzheimer-Organisationen.” azs:http://www.presseportal.de/pm/55431/1551108/alzheimer_s_disease_international.
Das könnte den Schluß nahelegen: Die Demenz bei Patienten nimmt zu, die Klugheit bei Ärzten nimmt ab. Und was macht die Politik? Lesen Sie selbst: http://www.presseportal.de/pm/55431/1551108/alzheimer_s_disease_international

#22 |
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Das ist der idiotischste Artikel, den Sie je veröffentlicht haben, mein “Risiko” zu sterben liegt bekanntlich bei 100 Prozent!!!

#21 |
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Warum diese Panikmache, und was heißt “geistig verwirrt”????

#20 |
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Horst Rieth
Horst Rieth

demenzkranke haben sehr wohl ein bewußtsein, allerdings ist dieses gewissermaßen eingeschränkt und nimmt im verlauf der erkrankung zu. sie entschuldigen sich bei ihrem spiegelbild wenn sie versehentlich einen spiegel anrempeln, weil sie sich nicht mehr erkennen. spiegel sind auch deswegen problematisch, weil sie sich angestarrt empfinden können. wenn sie stetigen kontakt mit ihm haben und unbefangen mit ihm agieren, erkennt er sie als einen teil von sich, ohne sie in kategorien wie verwandschaft sohn bruder etc einordnen zu können, bis auch dieses bild erlischt. aber diese krankheit ist in ihrer individuellen gestalt sehr unterschiedlich ausgeprägt, denn der untergang von nervenzellen und synapsen geht in unterschiedlichen arealen des hirn unterschiedlich von statten. manche entwickeln ausgeprägte schizophrenien, wahnbilder, halluzinieren.
manch “bösartiger” charakter wird plötzlich “lammfromm” und vertrauensselig, was aber eher die ausnahme darstellt.
nun vorbeugen, leben sie möglichst gesund und ausgeglichen, meiden sie gifte soweit es in dieser umwelt verseuchten welt möglich ist und ansonsten falls alles nichts hilft, gehen sie rechtzeitig solange sie noch können und leben sie…
euch allen viel glück

#19 |
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Manfred Koch
Manfred Koch

Was ist Leben ohne Bewusst-Sein???
Wenn meine Frau dement wäre, würde ich sie gerne pflegen – wenn ich dement wäre, würde ich ihr das nicht zumuten mögen. Wie kann ich vorbeugen?

#18 |
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@12 “Vielleicht liegt eine Lösung auch dort, wo wir unsere Gedanken noch gar nicht hingelenkt haben.” Sie haben recht. Was schon schon seit geraumer Zeit immer wieder vermutet wird und was vehement bestritten wird , weil die Akzeptanz dieses Faktums die gesetzliche Krankenversicherung infolge von Regressforderungen ruinieren könnte:”Quecksilber könnte eine der verschiedenen Ursachen von Alzheimer Demenz sein.Das ist das Ergebnis einer systematischen Literaturübersicht die am 15.November im
Journal of Alzheimer¿s Disease publiziert wurde. Forscher von der Europa-Universität Viadrina, dem Samueli Institut, der Northeastern University, Boston und ehemals an der Universitätsklinik Freiburg sichteten die gesamte experimentelle und klinische Literatur systematisch. Quecksilber ist eine der giftigsten natürlich vorkommenden
Substanzen. Es ist gefährlich für Menschen und könnte zu neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer Demenz führen, weil es bei Raumtemperatur verdampft und als Gas aufgenommen wird. So gelangt es über Nase und Blut direkt ins Gehirn. Quecksilber kann die Blut-Hirnschranke ungehindert passieren und wird innerhalb des Gehirns festgehalten. Dort kann es sich über die Lebenszeit hinweg ansammeln.” Zitat aus:
http://www.euv-frankfurt-o.de/de/forschung/institut/institut_intrag/Pressemitteilung_Quecksilber_und_Alzheimer_Version_1.pdf

#17 |
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Horst Rieth
Horst Rieth

mir graut vor den unqualifizierten beiträgen, mindestens so stark wie vor einer demenz.
demenz kann so unterschiedlich sein wie der charakter des menschen und ist schließlich das letzte das verschwindet.
sind sie ein misstrauischer mensch ?
stellen sie sich vor wie die situation für sie wäre,
wenn ihnen jeden morgen einer in ihr bett geschissen hätte, so könnte eine ihrer realitäten aussehen,
und vielleicht würden sie auch wie mein vater mit aggression und entrüstung reagieren, da hilft dann die, falls es mal so etwas wie emphatie und liebe von fremden menschen in einem altenheim gibt auch nicht weiter.
totpflegen trifft die situation in den meisten pflegeheimen am besten, unterbezahlte hilfskräfte mit 3-4 wochen einarbeitungszeit sind die regel und das in sogenannten “christlichen” häusern. die politik muss dass ignorieren, woher sollen die gelder in dieser gesellschaft kommen, speziell demenzkranke können im grunde nichts mehr mit sich anfangen und brauchen eigentlich eine aktivierende rumdumbetreuung und sehr viel gesicherten raum, wo gibt es das?
und dann kommen so ein paar bayerle daher und reden was von lifestyle und risikofaktoren, die nicht auszuschließen sind und auf statistiken beruhen.
keiner der genannten faktoren trifft auf meinen alten zu.
vielleicht eher eine vergiftung, wer weiß, die ursachen einer demenz sind noch lange nicht geklärt und die gesellschaft möchte sie am liebsten verdrängen bis das problem so gewaltig wird, dass …..

#16 |
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Dipl.-Psych. Conny Wechmar
Dipl.-Psych. Conny Wechmar

Lieber Thomas Schneider,

vielen Dank fuer Ihre Beitraege. Ich wuenschte, ich haette sie gesehen, bevor ich meine gepostet hatte. Manchmal verschleiert persoenliche Betroffenheit den Blick aufs Wesentliche.

Sie haben das es auf den Punkt gebracht.

#15 |
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Dipl.-Psych. Conny Wechmar
Dipl.-Psych. Conny Wechmar

Sehr geehrter Herr Dr. Bayerl,

zu3)

“aber wie leben sie denn”

Der Autorin ging es doch an dieser Stelle in erster Linie darum, die enormen
Herausforderungen aufzuzeigen, denen die Gesellschaft angesichts der
steigenden Zahl der Menschen mit Demenz gegenuebersteht – auch wenn die
veroeffentlichen Zahlen divergieren. Der Artikel moechte an keiner Stelle auf
die moeglichen Ursachen eingehen.

zu 7)

“Ich sagte Risikofaktoren”

Wo denn, ausser in diesem Kommentar? Vorher sprechen sie von lifestyle-
abhaengigen Ursachen, also selbst eingebrockt.

“Manche traeumen ja schon von einer Impfung”.

Falsch, viele wuenschen sich sehnlichst irgendeine Hoffnung fuer einen
geliebten Menschen. Die vor kurzem im Journal of Biological Chemistry
veroeffentlichten Forschungsergebnisse der Goettinger Universitaetsmedizin
zum Einsatz des Antikoerpers Glutaminyl Cyclase sind durchaus
ernstzunehmen.

zu 8)

“Demenz ist zweifellos ein schwerer Verslust an menschlicher
Lebensqualitaet”

So die unerschuetterliche Meinung vor allem derer, die keinen direkten
Kontakt mit Betroffenen haben. Das MUSS aber nicht zwangslaeufig so sein,
naemlich dann nicht, wenn die Gestaltung des psychosozialen Umfeldes von
fundiertem Wissen, Empathie und Liebe getragen wird.

zu 10)

Wieder falsch. Psychologen koennen durchaus sachlich argumentieren, aber
darueberhinaus (hoffentlich) auch mit dem Herzen sehen und mitfuehlen.

Ihre Sichtweise und die Ueberheblichkeit, mit der Sie Ihren Standpunkt
vertreten, sind ein direkter Affront fuer alle, die sich taeglich in der
Demenzwelt bewegen – die uebrigens durchaus bezaubernde Momente bereit
haelt und bei weitem nicht nur dunkel sein muss, wenn es denn gelingt, von
der sachlichen auf die menschliche Ebene zu wechseln.

#14 |
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Altenpfleger

Eine demente Gesellschaft braucht Nostalgie. Wir hatten Anfang der achtziger Jahre doch die sogenannte Nostalgiewelle. Was ist daraus geworden? Man soll daran denken, die Erinnerung daran wieder aufzufrischen.

#13 |
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Altenpfleger

Achso nochetwas: demenzkranke Menschen vegetieren nur dann, wenn wir sie dazu verurteilen. Sie können sich vielleicht nicht mehr selber helfen aber sie können mit unserer Hilfe ein Leben leben, das sie selbst als lebenswert empfinden.
Frau Domann, gehen Sie bitte mal etwas empathischer mit diesen Menschen und sich selbst um. Lernen Sie demenzkranke Menschen kennen und verstehen. Dann werden Sie merken dass diese Gedanken im Kern roh und gefühllos sind. So wollen Sie doch sicher auch nicht gesehen werden.

#12 |
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Altenpfleger

Sehr verehrte studierte KollegInnen,
als Altenpfleger, der täglich schwerst demenzkranke Menschen betreut finde ich es bängstigend, auf welchem Niveau hier diskutiert wird. Ich finde es sowas von egal (die Demenzkranken übrigens auch), ob Jemand mal einen Schreibfehler macht oder wer mehr recht hat. Wer weiß denn schon genau, wie Demenz entsteht und wie sie aufzuhalten ist? Ich wünschte mir, es würde vom Lebenswandel abhängen, ob man diese Krankheit bekommt oder nicht. Dann wüsste ich vielleicht, was zu tun ist. Oder Jemand findet heraus, wie man gegen Demenz wirkungsvoll impfen kann. Dann würde ich mich darauf gerne verlassen, Hauptsache es hilft.
Fakt ist doch, wir wissen, dass wir alle noch lange nicht genug wissen. Vielleicht liegt eine Lösung auch dort, wo wir unsere Gedanken noch gar nicht hingelenkt haben. Also bitte machen Sie sich nicht gegenseitig madig, sondern tun Sie, was Sie können. Die Wirklichkeit hat viele Gesichter, je nachdem, aus welchem Blickwinkel man schaut. Und der Blickwinkel eines demenkranken Menschen kann sehr interessant sein.

#11 |
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Es scheint ja eine Eigenart von Psychologen zu sein,
dass sie nicht sachlich, sondern nur ad hominem diskutieren können.

#10 |
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Dipl.-Psych. Conny Wechmar
Dipl.-Psych. Conny Wechmar

An Herrn Dr.med. Wolfgang P Bayerl,

na, Sie wissen ja gut Bescheid.

Meiner Meinung nach trotzdem ‘ne 6, weil Kernpunkt des Themas verfehlt oder nicht begriffen … und massive Rechtschreibemaengel: das zentrale Woertchen schreibt sich mit Z wie Zebra am Ende.

#9 |
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Nun Herr Ulmer,
ich plädiere für nichts anderes als Lebensqualität.
Demens ist zweifellos ein schwerer Verlust an menschlicher Lebensqualität,
wer wollte das bezweifeln.

Ernährung scheint mir ja immer noch ein Stiefkind der “Wissenschaft” zu sein, deren Hauptinvestitionen aus naheliegenden Gründen auf synthetische Stoffe (Pharmakologie) fokussiert ist.
Beim Muskel weis jeder, wie gut er noch im Alter trainierbar ist.
Für das Gehirn gilt cum grano salis das gleiche.
Die bildgebenden Verfahren haben es an den Tag gebracht.
Es ist natürlich eine “gesellschaftliche Aufgabe” alte Menschen NICHT auszuschließen. Das fängt mit der Pensionierung an.
Für den einen ein “Segen”, herbeigesehnt,
für den anderen ein Fluch,
er DARF nicht mehr, was er möchte.

#8 |
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Ich sagte Risikofaktor,
das ist nicht gleichzusetzen mit (Haupt-)Ursache,
über die noch geforscht wird.
Manche träumen ja schon von einer Impfung.
Als solche Risikofaktoren gelten
neben Depression (mangelnde geistige Aktivität)
Nikotin und Alkohol
Starkes Übergewicht (Adipositas)
Hoher Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie)
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
Schilddrüsenunterfunktion
Bluthochdruck

also “Stoffwechselstörungen” überwiegend “Zivilisationskrankheit” gen annt
B12-Mangel erwähnte ich schon in einer Arbeit, die schon länger zurückliegt waren es 40%

#7 |
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Prof. Dr. med. Hans-Volkhart ULMER
Prof. Dr. med. Hans-Volkhart ULMER

Beim Anstieg von Pflegebedürftigkeit und Demenz jenseits des 80. Lebensjahrs stellt sich doch auch die Frage, ob es sich übehaupt lohnt, gesund zu leben, wenn dies mit jahrzehntelanger Quälerei und ´subjektivem Verzicht auf Lebensqualität einhergeht.
Wo kommt der Optimismus von Herrn Kollegen Bayerl her, daß Demenz mit falschem Lebensstil ursächlich zusammenhängt?

H.-V. Ulmer, FA für Physiologie

#6 |
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Dipl.-Psych. Conny Wechmar
Dipl.-Psych. Conny Wechmar

Sehr geehrter Herr Dr.med. Wolfgang P. Bayerl

… nach wie vor um eine “selbstproduzierte” Krankheit? Wie bitte? Ich kann nur hoffen, dass sich kein Demenzkranker in Ihrer Behandlung befindet, denn jeder, der sich ernsthaft mit diesem Thema befasst, sollte eigentlich wissen, dass das absoluter Unsinn ist. Demenz kann jeden treffen, ungeachtet der Ernaehrung und/oder des Lifestyles. Abgesehen davon, dass es nicht Altersheim, sondern Altenheim heisst, ist es ueberheblich, Pflegeeinrichtungen pauschal mit sozialer Isolation gleichzusetzen.

#5 |
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Lieber Kollege Bayerle,
ganz neue Erkenntnisse die sie da anbringen.
Alzheimer – die bei weitem häufigste Demenzerkrankung-
als life style Erkrankung charakterisieren wird dem Thema
vielleicht nicht ganz gerecht.
Selbst bei geistig regem Lebenswandel und fehlenden sozialen Kontakten stellt sich noch die Frage nach Ursache und Wirkung. Sicherlich stimmt Ihr Hinweis auf Depression und vielfältige begünstigende Erkrankungen.

#4 |
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zu1)
na klar hat das sehr viel mit dem Alter zu tun, Frauen leben länger,
aber wie leben sie denn, das sollte gefragt werden.
Daher ist mir der Artikel zu perspektivlos.
Denn die Ursachen sind überwiegend life stile – abhängig, fast wie der Herzinfarkt. Das heisst, es handelt sich nach wie vor um eine “selbstproduzierte” Erkrankiung wie der Diabetes bei Kohlenhydratüberernährung und Bewegungsmangel. Falsche Ernährung (B12-Mangel) und Depression durch soziale Isolierung (Altersheim) kommen dazu.

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Dr. med. Detlev Thiele
Dr. med. Detlev Thiele

regt zum weiteren Nachdenken an

#2 |
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Dr. Cornelia Dremel
Dr. Cornelia Dremel

Fast jede zweite Frau und jeder dritte Mann.. das klingt so, als ob Frauen das höhere Demenzrisiko hätten. In wie weit sind die Zahlen davon beeinflußt, dass Frauen älter werden, und mit steigendem Alter die Prävalenz von Demenzerkrankungen zunimmt??

#1 |
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