Heilpraktiker-Ausbildung: Nur ein Reförmchen

5. Oktober 2016
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Nach dem Tod mehrerer Krebspatienten durch Behandlungen beim Heilpraktiker gerät Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe unter Druck. Von grundlegenden Reformen des Heilpraktikerrechts ist Berlin aber weit entfernt.

Therapie mit Todesfolge: Im Krebszentrum Bracht hatte ein Heilpraktiker mehrere Krebspatienten mit 3-Bromopyruvat behandelt. Drei Menschen verstarben. Ähnliche Themen werden vor dem Amtsgericht Kelheim verhandelt. Auch hier geht es um fahrlässige Tötung – und um einen Heilpraktiker, der bei einer Frau mit Mammakarzinom ausgependelt hatte, welche homöopathischen Präparate wohl geeignet wären. Grund genug für Kordula Schulz-Asche, Elisabeth Scharfenberg und Maria Klein-Schmeink von Bündnis 90/Die Grünen, eine kleine Anfrage an die Bundesregierung zu stellen.

Alles Sache der Länder?

Die Bundesregierung „bedauert die Todesfälle“, hält es aber für geboten, eine „sachliche Diskussion zu führen“, heißt es im Antwortschreiben. Dazu gehöre auch, dass „es in Deutschland viele Menschen gibt, die über eine Behandlung beim Heilpraktiker Gutes berichten und sich für diesen Beruf einsetzen.“ Grundsätzlich beinhalte die Erteilung der Heilpraktikererlaubnis auch, dass sich Heilpraktiker der „Grenzen ihres Wissens und Könnens“ bewusst seien. Weitere Überprüfungen sowie die Überwachung seien Aufgabe der Länder. Ganz so leicht wird Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aber nicht davonkommen.

Ein bisschen reformieren

Bereits im Juni hatte die Gesundheitsministerkonferenz der Länder den schwarzen Peter zurück nach Berlin gespielt. Vertreter waren sich darin einig, dass die Bundesregierung selbst bestehende Regelungen überarbeiten müsste. Jetzt heißt es dazu: „Die Bundesregierung hält den Vorschlag der Gesundheitsministerkonferenz für grundsätzlich geeignet, um den  Patientenschutz im Bereich der Zulassung von Heilpraktikeranwärterinnen und -anwärtern zu verbessern, und prüft derzeit die Möglichkeit einer Umsetzung.“ Man habe „Verständnis für Stimmen, die eine grundlegende Reform des Heilpraktikerrechts einschließlich seiner Anpassung an die Qualitätsstandards anderer heilberuflicher Regelungen fordern“. Mit Verweis auf „laufende Prüfungen“ werden im Papier jedoch keine weiteren Details genannt.

Gesundheitspolitiker nahezu aller Couleur halten höhere Hürden beim Zugang, aber auch Vereinheitlichungen bei der Ausbildung für denkbar. Wer die Heilpraktikerprüfung bereits absolviert hat, braucht nach jetzigem Diskussionsstand keine Einschränkungen zu fürchten.

Einheitliche Standards überfällig

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, reicht das nicht aus. Auch er befürwortet Ideen aus Berlin: „Bundesweit einheitliche Standards für den Heilpraktikerberuf sind überfällig“, erklärt Brysch. „Das gilt nicht nur für die Zulassungsprüfung, sondern auch für die Ausbildung.“ Bund und Länder müssten einheitliche Ausbildungs- und Prüfungsordnungen schaffen. Nur so werde ein Mindestmaß an Qualitätssicherung auch bei Heilpraktikern möglich. Und nur so könne das Vertrauen der verunsicherten Patienten zurückgewonnen werden.

Brysch geht mit seinen Forderungen aber deutlich weiter: „Sowohl für Heilpraktiker als auch für ihre Heilmittel darf nicht länger gelten: Alles ist erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. Im Sinne des Patientenschutzes muss diese Regel umgekehrt werden: Verboten ist, was nicht erlaubt ist. Denn sonst kann kreative Therapie auch tödlich enden.“

Mehr informieren, besser kommunizieren

Lösungsmöglichkeiten in diesem Sinne sind nichts Neues. In der Schweiz listet der Gesetzgeber mögliche Kompetenzen von Heilpraktikern auf und schließt manche Therapien explizit aus. Bleibt noch, Patienten besser zu informieren. Laut Auskunft der Bundesregierung erstattet die Mehrheit aller 117 gesetzlichen Krankenkassen Behandlungen beim Heilpraktiker gemäß Paragraph 11 Absatz 6 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V). Nur sind Heilpraktiker eben keine „Ärzte light“ für alternative Therapien, die freien Zugriff auf Rx-Präparate haben.

„Bei 3-Bromopyruvat (3-BP) handelt es sich nach hiesiger Einschätzung um einen solchen Stoff“, schreibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). „Damit dürfen entsprechende Arzneimittel (Fertigarzneimittel sowie Rezeptur- und Defekturarzneimittel) zur Anwendung beim Menschen nur bei Vorlage einer ärztlichen Verschreibung abgegeben werden.“ Jetzt ist es an der Zeit, geltendes Recht umzusetzen.

88 Wertungen (3.51 ø)

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68 Kommentare:

Mitarbeiter von DocCheck

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare.

Bitte beachten Sie in Ihren Beiträgen jedoch die Netiquette und diskutieren Sie sachlich und themenbezogen.

Wir wollen Sie nochmals daran erinnern, dass dieses Forum durch die Redaktion moderiert wird und werbliche, beleidigende oder unsachliche Beiträge eingekürzt bzw. gelöscht werden.

Ihre DocCheck News Redaktion

#68 |
  0

#66 Gast
Und wenn man hier den Ärzten den Spiegel vorhält, bekommt man ein Menge negative Bewertungen. So ist halt das Leben.

#67 |
  23
Gast
Gast

Ok, wenn man hier was gegen die AFD und den Braunen Sumpf schreibt ist das Politisch und wird gelöscht weil ein Anonymer den Antrag stellt uns sich hier gestört fühlt?

#66 |
  21

@ gast#64

Das Sie sich in der Anonymität verstecken,und damit einfach nur zu feige sind hinter dem zu stehen, was sie hier schreiben, ist mir wie SIE das “werten” vollkommen gleich.

#65 |
  24
Gast
Gast

Ich werte das als Nein.

#64 |
  0

[Kommentar wurde wegen unangemessenen Inhalts von der Redaktion gelöscht]

#63 |
  25
Gast
Gast

Herr Bischoff,

haben sie nichts weiter als Whataboutism zu bieten?

#62 |
  2

Solange die Ärzteschaft ein Zunft unter sich duldet,

die sich nicht einmal an die Forderungen des des UN Beauftragten für Folter hält der

http://www.lapk-hamburg.de/informationen/downloads/Extern/Verschiedenes/Bericht-J.-Mendez/

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/aktuell/news/meldung/article/pressemitteilung-un-ausschuss-kritisiert-gesellschaftliche-ausgrenzung-von-menschen-mit-behinderung/

und zu deren Behandlungsmethoden es gehört Menschen in kameraüberwachte Isolationszellen zu sperren oder
Menschen in einem verschlossenen Raum, anzubinden wie Vieh

und selbst sowas
http://www.merkur.de/bayern/grausam-patient-stirbt-feuer-bezirksklinikum-fixiert-2377739.html

keinerlei Konsequenzen hat.
(Die Argumentation Unglück zieht hier nicht weil ein Brand kann immer ausbrechen)

Sollte sie vor Ihrer eigenen Tür kehren, anstatt auf Andere mit Fingern zu zeigen.

#61 |
  38

zu post 54
Wenn der Link werblich ist.

siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Postel

#60 |
  32
Dr. rer. nat. Dagmar Kemmling
Dr. rer. nat. Dagmar Kemmling

Nur zur Information: nicht nur Heilpraktiker haben illegal mit Brompyruvat behandelt sondern auch Ärzte. Vielleicht liegt das Problem gar nicht beim Berufsbild des Heipraktikers sondern bei der Tatsache, dass sich in allen Berufsfeldern Leute tummeln die Dinge tun, die man besser lassen sollte. Für die Heilberufe gilt das sicher bezüglich des Einsatzes noch nicht ausreichend geprüfter Substanzen.

#59 |
  14
Heilpraktikerin

#50
Liebe Frau Köppl, vielen Dank für Ihre Worte.
Ich finde es sehr beachtenswert, dass Sie sich die Zeit genommen haben, derart ausführlich zu kommentieren.
Ihre Ansicht lässt vermuten, dass Sie schon viel, und wie ich finde, sehr erfolgreich über diesen unseligen “Krieg der Disziplinen” nachgedacht haben. In unser aller Interesse hoffe ich sehr, dass Ihre Worte auch Beachtung finden von denen, die momentan noch so hässlich aufeinander einhauen.

#58 |
  29
Fernando Galucci
Fernando Galucci

Herr s graf, sind Sie weniger anonym? Bin anonym? Hier kann doch jeder irgendeinen Namen angeben – ich könnte mich z.B. Fernando Galucci nennen und Sie wüssten nicht, ob das wirklich mein Name ist.

Dass aber auch unter Pseudonym gute Beiträge geliefert werden können, zeigen hier immer wieder als “Gast” auftretende Personen. Natürlich liefern die “Gäste” auch immer wieder die Bestätigung dafür, dass in Internetdiskussionen das Niveau gerne neue Tiefen auslotet.

#57 |
  14
Gast
Gast

Hiermit bitte ich das von Herrn/Frau s graf vorgebrachte Hetzen gegen eine Partei zu löschen. Parteienhetze und Parteienwerbung sollte hier bitte außen vor bleiben.
Diese Senztenz hat nun mal mit dem Thema gar nichts zu tun!

#56 |
  1
s graf
s graf

@Vampirella Sie sind Anonym und als solche zählt Ihre Meinung meiner Meinung nach nicht.

@Dr rer nat s.graf ich habe Hochachtung vor Ärzten und auch vor Ihnen, ich selber frage Patienten immer ob die Behandlung mit dem behandelnden Arzt abgesprochen ist. Ich muss aber auch zugeben dass ich keine Krebskranken Patienten behandel weil es für diese Erkrankungen Ärzte gibt die darin ausgebildet sind.

[Kommentar wurde von der Redaktion gekürzt]

#55 |
  20

@ Dr. med. Werner Steinschulte

“dass man auf all diesen Quatsch mit Ausbildung und Prüfungen verzichten kann und stattdessen die Medizin größenwahnsinnigen, realitätsfernen, esoterischen Spinnern überlassen sollte.”

Die hat man wohl in den eigenen Reihen:

die Diagnostik in der Psychiatrie ist nicht valide und somit esoterische Kaffeesatzleserei.

https://www.nimh.nih.gov/about/director/2013/transforming-diagnosis.shtml

Und um als als Oberarzt in der Psychiatrie zu arbeiten ist die Ausbildung zum Postboten vollkommen ausreichend.

[Kommentar wurde wegen werblichen Inhalts von der Redaktion gekürzt]

Erst mal vor der eigen Tür kehren.

#54 |
  39

Die “Logik” der “Argumentation” der Unheilpraktiker hier beweist besser als anderes andere, wes Geistes Kind diese Hobby”mediziner” sind:
Die Tatsache. dass Medizinprofis mit geregelter langjähriger Ausbildung und Kompetenznachweis durch eine Vielzahl extrem anspruchsvoller Prüfungen auch gelegentlich mal Fehler machen, zeigt, dass man auf all diesen Quatsch mit Ausbildung und Prüfungen verzichten kann und stattdessen die Medizin größenwahnsinnigen, realitätsfernen, esoterischen Spinnern überlassen sollte.

Armes Deutschland. Es gibt gute Gründe, warum kein anderes Land auf diesem Planeten Heilpraktiker kennt. Wenn man mit Ausländern über unser Heilpraktikergesetz spricht, können die gar nicht glauben, dass sich ein angeblich so zivilisiertes Land wie Deutschland, institutionalisiertes, vorwissenschaftliches Schamanentum leistet

#53 |
  24
Gast
Gast

“Nach dem Tod mehrerer Krebspatienten durch Behandlungen beim Heilpraktiker”
Hier wird zweifelsfrei geschrieben: Die Behandlung hat zum Tod geführt.
Dies ist eine klarer Populismus und hat mit seriösem Journalismus nichts mehr zu tun.
Vielmehr, dass zum Zeitpunkt dieses Artikels schon folgende Zeilen veröffentlicht wurden:
“Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft kann ein möglicher Grund für die drei Todesfälle inzwischen recht sicher ausgeschlossen werden: Für pharmakologische oder mikrobielle Verunreinigungen gebe es nach einer Analyse keine Erkenntnisse, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.”

Ich verteidige hiermit nicht den HP-Kollegen aus Brüggen-Bracht, ich kenne ihn nicht und kann nicht sagen ob er ein qualifizierter Kollege ist, ich prangere diese Hexenjagt an, die von vielen mit Halbwissen angeheizt wird.

#52 |
  27

@PR,HP;MZS Stefan Graf: Sehr geehrter “Namensvetter”: In Ihren Kommentaren #31 und #33 machen Sie aus Ihrer geringen Wertschätzung dem Autor Herrn v. d. Heuvel gegenüber keinen Hehl, werfen ihm u.a. Hobbyjournalismus, Ahnungslosigkeit, Selbstdarstellung vor. Ich kann in dem Arrtikel von Herrn v.d. Heuvel keine Meinungsmache oder Parteilichkeit erkennen. Er stellt die Ergebnisse seiner Recherchen vor, ohne zu bewerten. Über 50 Kommentare spreche dafür, dass nach wie vor großes Diskussionsinteresse besteht. Dass Sie als Heilpraktiker, der um Anerkennung seines Berufsstandes kämpft, sich über den Journalistenberuf erheben (Zitat#31:”Was regt ihr euch über so einen Hobbyjournalisten überhaupt auf. Der versucht nur ärger zu machen um sich besser darzustellen. Hätte er Ahnung von Medizin und würde er als HP oder Arzt in der Lage sein Geld zu verdienen…”) finde ich ungehörig. Selbst, wenn Herr v.d. Heuvel aus Quereinsteiger zum Journalismus gekommen sein sollte (ich weiß es nicht), muss das kein Malus sein. HPs sind auch in der Regel keine studierten Ärzte, oft Quereinsteiger mit nicht medizinischem Vorleben. Werfen Sie deshalb allen HPs “Hobbymedizin” vor? Bei einigen wird das so sein, bei anderen nicht. Aber der Autor ist nicht Schuld an Missständen, auf die er wertneutral hinweist.
Im übrigen kenne ich Herrn v.d. Heuvel nicht persönlich, wehre mich also vorsorglich schon mal gegen Vorwürfe, ich würde ihn aus persönlichen Motiven protegieren.
Dr. Stefan Graf (nur Namensvetter von PR,HP;MZS Stefan Graf – mehr nicht)

#51 |
  2
Barbara
Barbara

Ich findenden Bericht sehr anprangernd und einladtig. Ich selbst bin schon zweimal durch falsches Behandeln von Fachärzten fast zu Tode gekommen. Im Bericht steht auch nicht drin, in welchem Stadium der Krebserkrankung diese waren, als sie bei ihrem Heilpraktiker die Behandlung anfingen. Wie war überhaupt die Aussicht auf Erfolg, oder war es ausschließlich ein letzter Versuch?
Ich selbst habe zwei Heilpraktiker mit TCM Ausbildung die mich mit ihrem Können seit Jahren begleiten und ich muss sagen: Ich würde nicht mehr zur Schulmedizin ausschließlich zurück. Beide haben mir viel geholfen.

#50 |
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Kinderkrankenschwester

Nach 25 Berufsjahren in der Kinder- und Erwachsenenpflege (Einsätze: Innere, Chirurgie, Gyn-OP, chirg. OP, Wochenstation, Kinder- und Erwachsenenintensiv, Dialyse, Ambulanz, Stationsleitung und PDL) sowie als ehemalige Krebspatientin kann ich sagen, daß ich sowohl in der Schulmedizin als auch in der Alternativmedizin wirklich die ganze Bandbreite der Menschlichkeit, der Kompetenz und der Inkompetenz erleben durfte/musste. Ich konnte den “Betrieb” von beiden Seiten beleuchten – vor dem Krankenbett und aus dem Krankenbett heraus. Es gibt in beiden Lagern, schulmedizinisch und alternativ, wunderbare Menschen, die soviel Wissen haben, daß sie einem Menschen wirklich helfen können und es gibt derartige arrogante, geistige Tiefflieger und Pfuscher, daß man mit diesen Leuten nie wieder etwas zu tun haben will, weil sie einem einen solchen Schaden zugefügt haben, daß man ein Leben lang darunter zu leiden hat.

Es lohnt sich also nicht um diese oder jene Art des Heilwesens zu streiten, sondern man muss sich diejenigen anschauen, die im Heilwesen arbeiten wollen und damit an die Kranken herantreten. Schulmediziner sind vollgestopft mit Fachwissen. Ihnen mangelt es oft massivst an Einfühlungsvermögen und der Fähigkeit über ihren Tellerrand hinaussehen zu können, sowie andere kompetente Mitarbeiter mit ins Boot zu nehmen. Sie sind gerne Einzelkämpfer, denn dann müssen sie den Heilerfolg mit niemanden teilen. Schulmediziner meinen oft, sie wären allwissend, obwohl sie gerne mal die Differnezialdiagnosen übersehen und eine kleine “dumme” Krankenschwester ihnen die Laborwerte oder Symptomatiken so unter die Nase reiben muss, daß sie gar nicht mehr anders können, als endlich die richtige Diagnose zu stellen.

Alternative überschätzen sich leider gerne, vor allem, wenn sie medizinfremde Quereinsteiger sind. Hier sind wirklich standardisierte Wissensüberprüfungen dringend angesagt, um den HP-Schein überhaupt erhalten zu können, sowie fortlaufende Fortbildungen, die auch mit Prüfungen zur Qualitätssicherung belegt werden müssten. Neue Therapien wenn “erfunden” werden, wie ein Kommentator erwähnte, müssten ebenso mit einer schriftlichen Arbeit belegt werden, wie Doktorarbeiten. Es ist aber auch das gute Recht eines Mediziners (ob Schul- oder Alternativmed.) neue Therapien zu entwickeln, aber diese müssen dann halt immer publiziert werden und zumindest mit echten Fallbeispielen belegt werden können. Man sollte sich mit seinen Theorien immer der Fachwelt stellen müssen, denn konstruktive Kritik hat noch keinem Projekt geschadet.

Um die Fehlerquoten allgemein zu minimieren sind meiner Meinung nach zwingend die Kompetenzen ALLER Beteiligten zu schulen und immer wieder zu überprüfen. Ein Schulmediziner wird nicht besser, wenn er sich seine Punkte für eine Fortbildung abgeholt hat, dieses Wissen aber nicht oder kaum umzusetzen vermag (aus welchen Gründen auch immer) oder menschlich so degeneriert und überheblich daherkommt, daß es einem den Magen umdreht. HPs dürften meiner nach diesen Beruf nur ausüben, wenn sie zwingend einen Medizinberuf wie Pflege oder Physio oder qualitativ Gleichwertiges vorher absolviert haben. Diese Ausbildungen sind gesichert und es wird gutes und fundiertes Wissen vermittelt. Der Pflegeberuf ist ein derartiger Knochenjob, daß man es eh kein ganzes Berufsleben darin schafft, ohne entweder einen Burnout zu erleiden oder körperlich so kaputt zu werden, daß man aufhören muss. Genau diese Leute, die mit Herz und Seele mit der Medizin verhaftet sind, sind prädestiniert für den Heilpraktikerberuf.

Mit ALLE schulen meine ich ausserdem nicht nur die Tätigen, sondern auch die Patienten, die sich aus den Heilsangeboten aussuchen können/müssen/dürfen. Ist man als Patient nicht kompetent genug zu erkennen, welcher Arzt/HP mir wirklich weiterhelfen kann, dann schenkt er sein Vertrauen leider auch schon mal einem Pfuscher (schulmedizin oder alternativ) und erleidet mehr Schaden, als er schon hatte.

Zu den korrekten Schulungen aller Tätigen kommt also auch noch die Schulung der Patienten hinzu, damit sie gute Mediziner von Pfuschern aller Coleur unterscheiden können. Die Informierung der Patienten gehört meiner Meinung nach an die Schulen, die im Rahmen z.B des Biologieunterrichts diese Sparte mit übernehmen könnten.

Also hört auf zu streiten, wer der bessere Mediziner ist oder wer was darf und was nicht und arbeitet lieber zusammen, ganzheitlich und über eure Tellerränder hinausschauend. Denn der Streit hilft keinem Patienten gesund zu werden. Kompetente, menschliche Zusammenarbeit, Ergänzung der Fähigkeiten und Wissensgebiete – das macht gute Mediziner aus. Fachidioten hats auf dieser Welt wirklich genügend.

#49 |
  35
Chemiker

Ein Fliesenleger muss eine dreijährige Ausbildung mit anschließender Prüfung machen.
Heilpraktiker brauchen keine Ausbildung.
Dass das Herumbasteln an Menschen so viel einfacher ist als das Verlegen von Fliesen, dass man es nichtmal lernen muss, mag ich einfach nicht glauben.
Und wenn der Fliesenleger was verbockt, gibt’s keine Toten, sondern ein unschönes Resultat, dass problemlos zu reparieren ist.

#48 |
  19
Heilpraktikerin Luise von Rohr
Heilpraktikerin Luise von Rohr

Diese Zahlen über Ärztefehler stehen im Artikel vor diesem. Wie kann einem Arzt mit einer angeblich soo fabelhaften, fundierten Ausbildung so etwas passieren? Da versteht man doch die Welt nicht mehr.
Behandlungsfehler gibt es auch in deutschen Krankenhäusern. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen schätzte in einer Erhebung von 2007, dass es bei einer von 100 Krankenhausbehandlungen zu Fehlern kommt, und in einem von 1.000 Behandlungen zu Todesfällen, die auf einen Fehler bei der Behandlung zurückgehen. Bei etwa 19 Millionen Krankenhausbehandlungen pro Jahr entspricht das 190.000 Fehlern und 19.000 Todesfällen. Von diesen Zahlen geht auch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) aus. Könnte eine Kameraobservation die Sicherheit zumindest im OP erhöhen? Was halten deutsche Patientenschützer von der amerikanischen Initiative?

#47 |
  38
Mr. Evidenz
Mr. Evidenz

Es ist ein Skandal, es sind vermutlich (so zynisch das klingen mag), einfach zu wenig Menschen bei diesem Heilpraktiker-Menschenversuch gestorben. In Deutschland ist wirklich alles geregelt und es gibt wirklich zahllose Vorschriften, Qualitätsstandards und Ausbildungsstandards. Aber hier, ohne eine inhaltliche Ausbildungskontrolle, Menschen (Heilpraktiker) auf Patienten loszulassen ist ein Skandal. Die Apologeten der alternativen Huschi-Fuschi-Medizin sind schlichtweg nicht kompetent genug. Keine Dokumentationspflicht, keine Schweigepflicht, keine Ausbildungsstandards, keine objektive Überprüfung, keine wissenschaftliche Orientierung sondern Esoterik und Pseudomedizinanhänger die sich in ihrer Selbstüberschätzung Medizinern für überlegen halten. Das ist das Skandalöse und dann der politische Unwille Patienten vor inkompetenten Menschen mit Pseudokompetenzen zu schützen. Schrecklich. Einmal dieses Buch lesen und es wird eure Augen öffnen: http://blog.gwup.net/2016/05/15/von-der-gutglaubigkeit-hin-zu-faktendenken-anousch-muller-uber-ihr-buch-unheilpraktiker/ Und die wirklich unerträgliche Argumentation (es gibt überall schwarze Schafe). Nein, bei Heilpraktikern sind die wirklich Kompetenten die Ausnahme, woher soll das auch kommen. Homöopathie, TCM, Akupunktur etc. selbst die Ausbildungsversuche strotzen nur so von Anti-Wissenschaftlichkeit.
Und warum bestehen wir darauf elektrische Leitungen nur vom Elektriker anschließen lassen zu dürfen. Die paar Kabel kann doch jeder verlegen und es gibt auch inkompetente Elektriker. Egal, so werden die Heilpraktiker in Deutschland weiterhin gegen die wissenschaftliche Medizin wettern, den Patienten Angst machen, sich als die wahren Heiler positionieren und ihre Esoterik und Pseudomedizin an den Mann und die Frau bringen. Aber im Postfaktischen Zeitalter zählen ja Evidenz und Fakten nicht mehr, sondern nur noch Gefühle.

#46 |
  20

@ Nicht lustig
“Und zum 235.384 mal…nein, HP haben keinerlei geregelte und standardisierte Ausbildung oder Prüfung.”

Und zum 235.384 mal…nein
die Diagnostik in der Psychiatrie ist nicht valide.
https://www.nimh.nih.gov/about/director/2013/transforming-diagnosis.shtml

Und zum 235.384 mal…
Und um als als Oberarzt in der Psychiatrie zu arbeiten ist die Ausbildung zum Postboten vollkommen ausreichend.

[Kommentar wurde wegen werblichen Inhalts von der Redaktion gekürzt]

#45 |
  33

#40 Daumen runter.
Alle denen das nicht gefällt was ich geschrieben habe
ich habe nur das NIMH zitiert.
Ihnen gefällt offensichtlich die Realität nicht.

Statt wahrzunehmen, was wahrnehmbar ist, entwirft der Wähnende Vorstellungsbilder, die er mit der Realität verwechselt.

#44 |
  33
Heilpraktikerin

Wie langweilig, diese ewig gleiche Diskussion. Wie viele Patienten waren es gleich, die nach Behandlungen bei Schulmedizinern sterben? Ach so, kann man nicht vergleichen.

#43 |
  37

@Dr. med.vet. Öistein Gaarden
Die “Möchtegerndoktoren” sind ja schon die Mediziner.
Für manche Doktorarbeiten von Medizinern bekämen sie in den Mintfächern nicht mal einen Schein wenn sie das als Hausarbeit abliefern würden.

#42 |
  34

@Vampirella
“Es kann kann keine “Zusammenarbeit” geben, da Heilpraktiker nichts anderes sind als Pseudomediziner, die in einer Phantasiewelt voller “Energien”, “Chakren”, “Feinstofflichkeiten” und ähnlichem Schwachsinn leben.”

Wie man das Kind nennt ist vollkommen gleich wenn, man es danach schafft, eine adäquate Behandlung durchzuführen.

Auf einem von mir besuchtem Kongress hat ein Onkologe einmal geäussert.
“Es stellt sich die Frage ob es nicht sinnvoller wäre, dass man einem Krebspatienten 50 000 Euro in die Hand drückt und ihm sagt, mach dir davon ein schönes Jahr, als dass man das Geld für eine Chemotherapie ausgibt und der Patient lebt ein Jahr und einen Tag und es geht ihm die ganze Zeit beschissen von der Chemo.”

Im Übrigen lebt die ganze Psychiatrie von einer Diagnose die nicht valide ist und damit von dem was Sie als Schwachsinn bezeichnen.

https://www.nimh.nih.gov/about/director/2013/transforming-diagnosis.shtml

#41 |
  43
Heilpraktikerin

Wenn man diese ganzen Kommentare liest wird man ärgerlich und traurig zugleich. Denn in jedem Beruf gibt es schwarze Schafe. Doch ist es auffällig wie schnell die Heilpraktiker alle über einen Kamm geschoren werden und den Ärzten einen Heiligenschein aufgesetzt wird. Für mich gilt immer noch wer heilt hat recht

#40 |
  42

Da wird ständig auf den Heilpraktikern herumgehackt.
Da gibt es ein Zunft die nennt sich Fachärzte für “Psychiatrie”

Deren Diagnostik ist wie Thomas Insel, der Direktor des US-amerikanischen National Institute of Mental Health schreibt, nicht valide, und damit nichts als esoterische Kaffeesatzleserei.

Zitatanfang;
The strength of each of the editions of DSM has been “reliability” – each edition has ensured that clinicians use the same terms in the same ways. The weakness is its lack of validity. Unlike our definitions of ischemic heart disease, lymphoma, or AIDS, the DSM diagnoses are based on a consensus about clusters of clinical symptoms, not any objective laboratory measure. In the rest of medicine, this would be equivalent to creating diagnostic systems based on the nature of chest pain or the quality of fever. Indeed, symptom-based diagnosis, once common in other areas of medicine, has been largely replaced in the past half century as we have understood that symptoms alone rarely indicate the best choice of treatment.

Patients with mental disorders deserve better.
Zitat Ende

https://www.nimh.nih.gov/about/director/2013/transforming-diagnosis.shtml

Zur Behandlung einer Depression wird Ketamin vorgeschlagen.

http://news.doccheck.com/de/newsletter/3557/21993/
https://de.wikipedia.org/wiki/Ketamin

Da regt sich kein Mensch auf.

#39 |
  43
Gast
Gast

An Vampirella , es gibt gute und schlechte Ärzte und Heilpraktiker . Der Unterschied ist nur das Ärzte kaum für Fehler belangt werden . Außerdem ist der Beruf Arzt eine Gelddruckmaschine . Heilpraktiker nutzen nur die Lücke , welche durch das Unvermögen und Überforderung der Ärzte durch die unsinnigen Abrechnungsmodalitäten entstanden ist , aus . Was nicht genug Geld bringt oder was die Krankenkassen nicht vergüten wird nicht angeboten . Der Mensch wird nicht als extrem komplexe Einheit gesehen . Sondern es wird nach Schubladen behandelt . Zum Beispiel werden psychische Krankheiten mit Psychopharmaka behandelt . Wo doch schon seit einigen Jahren bekannt ist das diese Fehlfunktionen durch Mangel oder Überschuss von Botenstoffen verursacht wird . Und das dafür die eigentliche Ursache im Darm liegt ist auch unbekannt . Und die Ursache dafür liegt wiederum in der Fehlbesiedlung des Darms. Die Ursache dafür ist wiederum kein oder zu kurzes Stillen und falsche Ernährung . Zu solchen geistigen “Meisterleistungen” ist kein normaler Arzt fähig und willens . Wenige Heilpraktiker schon .

#38 |
  49
Heilpraktikerin

@29
Woher haben Sie ihre “null Chance” bloß her? Sie kennen mich nicht! Und ich bin nicht alleine!

#37 |
  27
Vampirella
Vampirella

@Graf:

“Würden die Ärzte den HP mit ins System einbinden so wie die Physios, hätte jeder seine Aufgaben. ”

Das hätten Sie natürlich gern, dass Ihr Mumpitz durch eine offizielle Zusammenarbeit geadelt wird – die niemandem nützt außer Ihrer Unheiler-Zunft.

(Sie wissen schon, dass “Physios” eine lange und sehr anspruchsvolle Ausbildung am Patienten haben, während Unheiler mit einer Multiple-Choice-Prüfung drauflos therapieren dürfen, ohne je auch nur einen Patienten gesehen zu haben?)

Es kann kann keine “Zusammenarbeit” geben, da Heilpraktiker nichts anderes sind als Pseudomediziner, die in einer Phantasiewelt voller “Energien”, “Chakren”, “Feinstofflichkeiten” und ähnlichem Schwachsinn leben.

Das Anti-Wissenschaftliche wird von Unheilpraktikern ja geradezu zum Qualitätsmerkmal (und Abgrenzung zur Medizin) erhoben.

Nichts von diesen Methoden ist kompatibel mit evidenzbasierter Medizin oder könnte sinnvoll eingebracht werden.

Das Einzige, was Unheilpraktiker Ärzten voraus haben, ist die Zeit, die sie für jeden Patienten aufwenden und vor allem in Rechnung stellen können.

Würde die Politik diese bewusste und gewollte Schlechterstellung der Ärzte bei der sprechenden Medizin beseitigen, wären die HP-Praxen auf einen Schlag leer.

#36 |
  21
Gast
Gast

Der Herr sprach ” Heilpraktiker ” und alle oder fast alle folgten. D.h., es gab schon Kommentarhistorien in dreistelliger Höhe, so daß sich ein Mangel an Gehorsam zeigt..

#35 |
  2
Nicht lustig
Nicht lustig

Klaus G. Knoechel
“jedoch entstehen jährlich ca. 50.000 Todesfälle durch Ärzte !!!”
Ist das so? Wie kommen sie denn zu diesen Zahlen?
Sind diese Zahlen evident und belastbar? Haben das total sorgfältige HP undercover ermittelt und bei konspirativen Treffen veröffentlicht?

Am Ende ist es HP-Standard, anekdotische Evidenz.
“Das sagen doch alle und weiß doch jeder” “Und die Freundin meiner Nachbarin sacht das auch”. So in der Art.

In dem Falle allerdings…ihnen als aufrechten und sorgfältigen Schwaben, sollten die Begriffe wie Verleumdung und Rufmord geläufig sein.
Geht einem HP immer ganz leicht von der Hand.
Sie sollten anfangen, gerichtsverwertbare Daten zu sammeln.
Sie werden sie irgendwann brauchen.

Zitat:
“Als Pflicht bewusster HP in Baden-Württemberg und Bayern, mit Behandlungserfolgen, die vielen Ärzten fremd sein dürften,”

Seit wann können sie die Erfolge der Ärzte beurteilen
Wie grotesk selbstgefällig…unfassbar peinlich.
Hat nicht einer ihrer Kollegen etwas von Demut geschrieben.
Aber wenn man keine Ahnung hat, vor was sollte man Demut zeigen.
Eine Zierde der Branche
Unfassbar.

Und zum 235.384 mal…nein, HP haben keinerlei geregelte und standardisierte Ausbildung oder Prüfung.
Persönliche Ansichten sind keine Fakten
Wildwest in Deutschland, wäre die treffende Bezeichnung.

#34 |
  15
Genervt von Quacksalbern
Genervt von Quacksalbern

#32: Tuten tut nur die Eisenbahn

#33 |
  9
PR,HP;MZS Stefan Graf
PR,HP;MZS Stefan Graf

Alfred Böttger@ leider nein. Hps haben leider kaum eine Lobby. Ich kämpfe seit Jahren dafür das Hps eine einheitliche Prüfung machen müssen und das HPs auch in Krankenhäusern Hospitieren sollten und müssen. Ich kämpfe auch dafür dass HPs in allen Disziplinen die sie anbieten, extra Fortbildungskurse vorweisen sollten und ich kämpfe dafür das Hps auch eine art Kassenzulassung erhalten können und sich somit auch, so wie es bei Ärzten der Fall ist, der Gebührenordnung unterwerfen. Hps sollten bei einer Kassenzulassung in den Disziplinen geprüft werden die sie anbieten und dann ggf auch mit den Kassen abrechnen dürfen. Das trifft dann auch nur auf evidenzbasierte Gebiete zu. [Kommentar wurde wegen beleidigenden Inhalts von der Redaktion gekürzt]

#32 |
  37
Gast
Gast

So wie Ärzte sich hier benehmen, tun sie sich leider auch Patienten gegenüber verhalten!
Einfach nur abartig…

#31 |
  38
PR,HP;MZS Stefan Graf
PR,HP;MZS Stefan Graf

Das ist mal wieder die Doppelmoral von einem Wichtigtuer und um Menschen geht es hier überhaupt nicht. Würden die Ärzte den HP mit ins System einbinden so wie die Physios, hätte jeder seine Aufgaben. Hier wird halt nur mal wieder ein Keil zwischen Ärzte und HPs getrieben. Die Ärzte wollen doch gar nicht dass es einheitliche Prüfungen für HPs gibt. Dann muss man sich nicht wundern und wenn ein HP mal Mist baut, dann heißt es immer HPs sind alle Mörder. So wie alle auf Ärzte und Pharmalobby schimpfen. [Kommentar wurde wegen beleidigenden Inhalts von der Redaktion gekürzt]

#30 |
  46

Heilpraktiker haben im Gegensatz zu Ärzten eine funktionierende Lobby, die Ungemach von ihnen abwendet.
Ärzte werden von der Politik gegängelt und schlecht behandelt, weil sie untereinander uneins sind und ihre gewählten Vertreter alle möglichen Interessen vertreten, nur nicht die Interessen der Ärzte. Siehe Neubauer Gutachten.
Alfred Böttger

#29 |
  9
Vampirella
Vampirella

@Gast:

” Ich habe 10 Jahre auf einer onkologischen Station gearbeitet und anschließend auf der Paliativstation, da gab es genügend Tote Krebspatienten, an manchen Tagen starben auch ganz schnell mal 5 Patienten. Niemand hat sich darüber Gedanken gemacht ob was verkehrt gemacht wurde. ”

Sie kapieren, wie so unglaublich viele, den entscheidenden Unterschied nicht:

Eine evidenzbasierte Krebsbehandlung *kann* für den Patienten tödlich enden, da Krebs halt nun mal kein Schnupfen ist und Medizin natürlich ihre Grenzen und Beschränkungen hat – und das auch weiß.

Eine “alternative” Krebsbehandlung endet für den Patienten *immer* tödlich, da sowohl das Wissen des “Heilers” als auch die Methodik wie auch die eingesetzten Mittel vollkommen untauglich sind und aus dem Bereich “Nonsens, Quatsch und Unsinn” stammen.

Heißt:

– Bei einer evidenzbasierten Krebstherapie hat der Patient eine reele Chance, bei manchen Krebsarten mehr, bei anderen weniger.

– Bei einer “Alternativ”-Therapie hat er null Chance.

#28 |
  25
Gast
Gast

Als sog. Heilhilfsberuf war ich mit vielen Heilpraktikern auf Fortbildungen. Ich bin erstaunt, mit welchen schlechten anatomischen Grundkenntnissen diese Berufsgruppe ausgestattet ist. Klar gibt es auch “gute” HP’s, aber warum wehrt man sich gegen eine einheitliche Ausbildungs- und Prüfungsordnung? Jeder Therapeut, ob Physo-, Ergo, jeder Sanitäter und jede Krankschwester wird einheitlich ausgebildet und geprüft

#27 |
  4
Gast
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Ich habe 10 Jahre auf einer onkologischen Station gearbeitet und anschließend auf der Paliativstation, da gab es genügend Tote Krebspatienten, an manchen Tagen starben auch ganz schnell mal 5 Patienten. Niemand hat sich darüber Gedanken gemacht ob was verkehrt gemacht wurde. Oh weh jetzt stirbt ganz plötzlich bei einem Heilpraktiker ein Krebspatient…Ach und endlich kann man wieder über die dummen Heilpraktiker schimpfen.

#26 |
  47
Gast
Gast

“Bundesweit einheitliche Standards für den Heilpraktikerberuf sind überfällig“ sagt Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz ??

Nein, werter Herr Brysch, Patientenschutz hieße vielmehr: Abschaffung aller pseudomedizinischen Maßnahmen an Patienten! Aus gutem Grund wurde dieser gefährliche Unfug bereits in vielen Ländern der Welt verboten – in Deutschland tummeln sich die Scharlatane wie im Paradies. Und unser aller Minister schaut tatenlos zu?!

“Heilpraktiker” ist kein Beruf, weil es keine Berufsordnung gibt, keine standartisierten Prüfungen, die das Heilwissen des Anwärters überprüfen und es gibt nach der Zulassung keine Qualitätskontrollen, keine Fortbildungsverpflichtungen, keine erforderlichen Handlungsdokumentationen. jeder darf eigene Therapien erfinden (muss nichts geprüft werden) usw. Gäbe es an diesen Stellen effektiven Patientenschutz, gäbe es keine Heilpraktiker mehr-.

#25 |
  18
Vampirella
Vampirella

Sehr bezeichnend – zahllose Whataboutism als einzige “Argumentations”-Struktur der Damen und Herren Unheiler.

Merke:

Keine einzige (der meist strukturell bedingten und daher politisch lösbaren/leicht abstellbaren) Schwäche der s.g. “Schulmedizin” macht “Alternativmedizin” bzw. die Nonsens-Methoden von Heilpraktikern auch nur einen Deut wirksamer.

#24 |
  11
Vampirella
Vampirella

@Berger:

” Die Ausbildung zum Heilpraktiker (samt Prüfung) ”

Es gibt keine “Ausbildung” zum Heilpraktiker, behaupten Sie bitte keinen Unfug.

Alles, was Sie für Ihre Zulassung brauchen, ist ein simpler Multiple-Choice-Test, den bis jetzt noch jede meiner Testpersonen (mit den im Internet verfügbaren Prüfungsbogen) ohne jede Vorkenntnisse oder Lernen mühelos bestanden hat.

#23 |
  17
Jürgen Heiting
Jürgen Heiting

Was bitte war mit den Dentisten ?

#22 |
  9
Vampirella
Vampirella

@Emmerich:

” Als Zahnärztin UND Heilpraktikerin …”

Quatsch, weil verboten:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/78804

#21 |
  4
Vampirella
Vampirella

@Knoechel:

” Die Durchfallraten bei den Prüfungen (teilweise bis zu 96%) sprechen hier eine eigene Sprache. ”

Nö, das sagt nur etwas über die Bewerber aus, nicht über die “Prüfung”.

[Kommentar wurde von der Redaktion gekürzt]

#20 |
  15
Nicht lustig
Nicht lustig

[Kommentar wurde wegen beleidigenden Inhalts von der Redaktion gelöscht]

#19 |
  20
Gast
Gast

Die Arroganz und Selbstüberschätzung der HP ist noch viel und viel trauriger….

#18 |
  22
Gast
Gast

Der Neid der Ärzte ist schon traurig…

#17 |
  48
Gast
Gast

Lieber Herr HP Dr. Klaus G. Knoechel,

zu der von Ihnen genannten “mündlichen Sympathieprüfung” kann ich nichts sagen – ich habe Medizin studiert und keine Heilpraktikerausbildung absolviert. Jedoch habe ich letztes Jahr zu Weihnachten meiner Familie mal die schriftliche Heilpraktikerprüfung “durchkreuzen” lassen – und oh Wunder, alle haben bestanden und da sind keine Mediziner dabei.
Es gibt sicherlich gute und verantwortungsvolle HP – auch wenn ich persönlich keinen kenne – aber eben auch etliche schwarze Schafe (die ich persönlich kenne). Die gibt es in jeden Berufsstand, keine Frage, aber eine sinnvolle Ausbildung und anspruchsvolle Prüfungen könnten den Anteil der schwarzen Schafe ggf. etwas reduzieren.

#16 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich habe es geahnt. Weiter wird das Lied der “zwei Medizinen” gesungen, als entscheidendes Kriterium angeführt, dass ja so viele Leute den Besuch beim Heilpraktiker so schätzen, mit dem Finger auf Probleme -ja auch Todesfälle- beim “Arzt” verwiesen und von “Reformen” geredet, wo es mangels bisheriger Regeln gar nichts zu reformieren gibt.

Otto Prokop, der Doyen der deutschen Gerichtsmedizin, schätzte schon in den 1980er Jahren die Zahl der Schäden, die außerhalb der wissenschaftlichen Medizin durch “modernen Okkultismus” insgesamt entstehen, auf mehrere hunderttausend.

Bundes- und Landesregierungen müssen die Segel streichen, wenn es um einen Überblick über die Zahl und die angewandten Methoden der Heilpraktikerszene geht. Offen muss eingeräumt werden, dass man sich hier einem “schwarzen Loch” gegenübersieht. Wo ist hier überhaupt eine Grundlage, um über “Reformen” diskutieren zu können?

Die Rechtsprechung stellt an Ärzte als “Ausübende der Heilkunde” die Anforderung, dem Patienten jederzeit die für ihn beste und nach neuestem Wissensstand wirksamste Therapie auszuwählen. Er kann sich nicht, so der Tenor des Bundesgerichtshofs, aus “Eigensinn oder Hochmut über gültige Regeln der medizinischen Wissenschaft hinwegsetzen, ohne vom Fortschritt der Wissenschaft Kenntnis zu nehmen”. Oft ist selbst ein wissenschaftlich ausgebildeter Arzt allein nicht in der Lage, diese Anforderung zu erfüllen. So kann logischerweise bereits eine unterlassene Überweisung an einen Facharzt als ärztlicher Fehler gewertet werden.

Aber ein Heilpraktiker soll das können. In seinem Universum. Ohne Kontrolle. Mit Verfahren, die er nach seinem eigenen Gusto aussucht und anwendet. Einschließlich der Applizierung von Medikamenten. Was beispielsweise einem ausgebildeten Rettungsassistenten, der täglich mit Ärzten zusammenarbeitet, verboten ist.

Dazu zitiere ich noch einmal Prokop:

“Wenn zum Beispiel darauf hingewiesen wird, es gebe für Ärzte einen höheren Voraussehbarkeitsgrad als für Heilpraktiker (wegen der umfassenderen wissenschaftlichen Ausbildung), also könne man letzteren nicht so schnell einen Schuldvorwurf machen wie etwa Ärzten, die den gleichen Fehler machen, so ergibt sich aus dieser Interpretation, dass es der Staat, der Personen zu solchen Praktiken ohne Auflagen zulässt, mit der Gesundheit seiner Bürger nicht ernst nimmt”.

Dann lasst es doch ganz sein mit “Reformen”. Setzt weiter auf “Wohlfühlmedizin” und das, was “die Menschen” gerne wollen.

#15 |
  10
Peter
Peter

Die Kommentare der Heilpraktiker hier (“Behandlungserfolge, welche vielen Ärzten fremd sein dürften” oder die missinterpretierten Todesfallraten in Krankenhäusern) werfen für mich die Frage auf, warum es diesen selbsterhaltenden “Berufsstand” überhaupt braucht. Diese Frage wird auch unter den Kritikern des Heilpraktikerwesens kontrovers diskutiert.

Ein sehr guter Freund von mir, der in einer Pflegestation arbeitet, erachtet die Existenz des Heilpraktikerstandes als legitim, weil sie sich sehr viel mehr Zeit für die Patienten nehmen würden, als es die Ärzte tun (können).
Auf meinen Einwand, dass es zielführender wäre, den Mangel bei den Ärzten zu beheben, statt pseudowissenschaftlichen Schwurbelkram zu legitimieren, meinte er lapidar, die Behebung dieser Mängel würde niemals passieren können.
Aus meiner Sicht eine Bankrotterklärung.

Btw.: Eine hohe Durchfallrate bei Prüfungen bedeutet nicht im Geringsten, dass ein Prüfung schwierig ist. Es bedeutet nur, dass jeder Trottel diese Prüfung ablegen, und – da kein Risiko – beliebig oft wiederholen kann.

Ehrlich, es wird mir Angst und Bange, wenn ich diese Kommentare hier lese.

#14 |
  23
Carmen Katharina Emmerich
Carmen Katharina Emmerich

Als Zahnärztin UND Heilpraktikerin erlaube ich mir hier mal zu sagen: ich habe von mehr Todesfällen durch ärztliche Fehl und Nichtbehandlung gehört und geselesen als durch Heilpraktiker: (Ich höre quasi den Aufschrei)
Allein die Veroirdnung nicht kompatibler Medikamente schreit zweitweise zum Himmel (was kratzt es Doc A was Doc B aufgeschrieben hat) Ich glaube kaum,. dass die Neuregelung da weiterhilft – nicht in dieser Form.
Ich fand meine Zulassungsprüfung wesentlich anstrengender in Sachen Anatomie etc. als in meinem zahnmedizinischen Staatsexamen bzw. dem Physikum/Vorphysikum.
ALLERDINGS ist diese Zulassung als Idee ein Witz, sorry, liebe HP Kollegen. Hier wird die Gefahr abgetastet nicht die medizinischen, heilpraktischen Kenntnisse. Hoffnungsvoll geht man im Club der Verzweifelten davon aus (fürchte ich), dass ein Heilpraktiker, der rumpendelt alles heilen kann ( nix gegen pendeln…)
Es gibt viele verantwortungsbewusste HP Kollegen mit profunden Kenntnissen, die ihre Grenzen auch kennen.
Deshalb plädiere ich für eine entsprechende Berufs und Prüfungsordnung, bundeseinheitlich.
Normalwerweise hat es immer “der Markt” geregelt, ob jemand etwas kann oder nicht. Aber das ist ja bei den Medizinern auch nicht so….

#13 |
  36
Genervt von Quacksalbern
Genervt von Quacksalbern

Heilpraktiker haben eine geregelte Ausbildung? Ich brech ab vor Lachen.
Nein! Haben sie nicht. Kennen die Schwurbler etwa ihre eigenen Vorschriften nicht? Wäre kein Wunder, keine Ahnung ist schließlich auch Therapiekonzept.

#12 |
  35
Medizinphysiker

Ein bisschen hat man den Eindruck, dass Herr von Heuvel solche Beiträge bringt, um sich an der Schlacht, die dann ausbricht, zu ergötzen.
Könnte so sein, muss nicht.
Und wer sich sein Mammakarzinom auspendeln lässt, dem ist in zweierlei Hinsicht nicht mehr zu helfen!

#11 |
  5
HP Dr. Klaus G. Knoechel
HP Dr. Klaus G. Knoechel

Als Pflicht bewusster HP in Baden-Württemberg und Bayern, mit Behandlungserfolgen, die vielen Ärzten fremd sein dürften, bin ich durchaus dafür, eine einheitliche Ausbildung und Prüfung bundesweit anzustreben.
Wir im Süden waren hier schon immer unter größerem Prüfungsdruck. Die Durchfallraten bei den Prüfungen (teilweise bis zu 96%) sprechen hier eine eigene Sprache.
Würden universtitären Medizinabsolventen eine ähnliche Prüfung vorgelegt, die sowohl Anatomie, Pathologie und Pathophysiologie gleichzeitig umfasst, mit anschließender mündlicher “Sympathie”-Prüfung, wären sicherlich genauso hohe Durchfallraten zu vermerken.

Im Übrigen achten wir sehr auf die Sorgfaltspflicht; wenden nur das an, was wir zuvor ordentlich gelernt haben, bemühen uns oftmals auch unter unökonomischen Bedingungen, um eine zeitraubende und gründliche Analyse und Behandlung.

Wir sind ideenreich, kommunikativ und meist auf der Höhe des aktuellen Wissensstands.

Andererseits plädiere ich auch für eine Praktikumszeit nach bestandener Prüfung, ähnlich dem PJ, um unter Aufsicht in einen verantwortungsvollen Beruf geführt zu werden.

Dieser Verantwortung durchaus bewusst, sollte seitens der Politik und der Ärztekammern mehr Respekt unserer Arbeit gezollt werden.

Ein Zahlenbeispiel am Schluss:
wir sind ca. 40.000 Heilpraktiker in der BRD, jedoch entstehen jährlich ca. 50.000 Todesfälle durch Ärzte !!!

Die anderen 200.000 iatrogenen Verschlimmerungen landen dann in unseren Praxen. Somit sind wir diejenigen, die einen größeren Imageschaden der Ärzte vermeiden.

#10 |
  64
Heilpraktikerin

Gestern berichtete man in Visite (NDR), dass durch Medikamentenverordnungen durch Ärzte 20.000 Patienten jedes Jahr sterben.
Wie viele austherapierten Patienten sterben ohne je einen Heilpraktiker gesehen zu haben, wird hier nicht berichtet.

#9 |
  67
Heilpraktikerin

Gestern berichtete man in Visite (NDR), dass durch Medikamentenverordnungen durch Ärzte 20.000 Patienten jedes Jahr sterben.

#8 |
  63
Heilpraktiker

Eine geregelte Heilpraktikerausbildung und ein einheitlicher Prüfungskatalog wäre in der Tat wünschenswert und hilfreich. Allerdings wird diese Diskussion von bestimmten Lobbygruppen unsachlich geführt, welche es schon immer auf ein Verbot von Heilpraktikern abgesehen hat.

Ein Heilpraktiker hat bestehende Gesetze missachtet – der ganze Berufsstand muss verboten werden. Klar, das sollte dann aber für alle Berufsgruppen gelten und nicht nur für die bösen Heilpraktiker, die so manchem Arzt vielleicht etwas Umsatz abgraben.

#7 |
  62
PR,HP;MZS Stefan Graf
PR,HP;MZS Stefan Graf

Herr van den Heuvel, mehrere Tote? durch Heilpraktiker?

Die Wahrheit laut Staatsanwaltschaft Krefeld
1 Toter
Todesursache Unbekannt

Toter war aus therapierter Krebspatient und es ist schon ein Hammer das Krebspatienten sterben. OMG wie kann denn so was nur geschehen.?????????????

#6 |
  67
Heilpraktiker Hubert Luck
Heilpraktiker Hubert Luck

Danke, Frau Berger, für Ihren Kommentar. Hinzufügen möchte ich allerdings noch Folgendes: Würden sämtliche Todesfälle von Krebspatienten untersucht, die in Krankenhäusern, Kliniken oder vom Onkologen behandelt wurden, hätten wir sicher alle paar Tage einen Skandal. Die Selbstbestimmung der kranken Patienten sollte jedenfalls akzeptiert werden. Behandlung todkranker Menschen zieht im Sterbefall der Patienten immer Kritik nach sich. Allerdings täte es einigen überheblichen Herrschaften gut, ein wenig mehr Demut zu zeigen

#5 |
  58
Heilpraktiker

Hatte mich schon gefragt, wann Herr van den Heuvel auch auf das Thema reagiert.
gähn !!!
Kümmern Sie sich doch mal um die hoffungslosen Hygienebedingungen in Krankenhäusern. Ein Thema ohne Ende.
Und bedenken Sie mal, dass die meisten Patienten zum Heilpraktiker doch erst nach einer erfolglosen Odyssee von Ärzten und Fachärzten kommen, entnervt und frustriert bishin zu Depressionen wegen der Hilflosigkeit.
Also was ist es denn, was die Leute zum Heilpraktiker bringt ?
Aber genug von der Dogmatisierung.
Jeder HP wird zu ganzheitlicher Sichtweise erzogen und geschult. Das heißt auch die Anerkennung der klinischen Diagnostik und erforderlicher Medikation bzw. OP.
Umgekehrt wäre es genauso wünschenswert.

#4 |
  59

Die Ausbildung zum Heilpraktiker (samt Prüfung) PLUS 2-jährige Ausbildung in Akupunktur und Ohrakupunktur (plus theoretische und praktische Prüfung in der Ausbildungseinrichtung), die ich durchlaufen habe, fand ich durchaus fundiert. Ich bin in meiner Praxis auch damit konfrontiert worden, dass Ärzte auch nicht alles wissen bzw. richtig machen. Oft hilft ein interdisziplinärer Ansatz weiter.
Was den 3-Brompyruvatfall angeht, so gehe ich davon aus, dass die Patienten schon in fortgeschrittenem Stadium behandelt wurden, was eine eher negative Prognose bedeutet. Ich finde es moralisch angreifbar, ihnen für diese letzte Hoffnung das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wären sie meine Patienten gewesen, so hätte ich nach einer klinischen Studie für ihren speziellen Fall gesucht, wo man ihnen neue Wirkstoffe hätte verabreichen können, und mithilfe von Akupunktur hätte man Nebenwirkungen wie Übelkeit und Fatigue mindestens lindern können. Auch das wäre keine Überlebensgarantie gewesen, ich wäre da bei Rückfragen ehrlich gewesen.

#3 |
  40

Frau Hofmeister – das Physikum ist nicht der Abschluß einer medizinischen Ausbildung. Es ist der Abschluß des Teils des Studiums, das die naturwissenschaftlichen Grundlagen schafft, medizinisches Wissen kompetent zu erwerben – das eigentliche Medizinstudium beginnt danach! In den Angloamerikanischen Ländern machen die Studierenden den BSc – und bewerben sich mit diesem Abschluß u.a an den Med.Schools, können aber genausogut weiter in Lehre und Forschung, der Industrie etc weiterarbeiten.

#2 |
  6
Doris Hofheinz
Doris Hofheinz

Ich finde die ganze Diskussion zu diesem Thema sehr unsachlich.
Hier wird ein einziger Vorfall zum Thema gemacht, das explodieren würde, wenn man mit gleicher Intensivität innerhalb der Schulmedizin schauen würde. Ob da ein Unterschied ist für Kranke oder Angehörige, ob etwas erlaubt war oder nicht? Da sterben täglich Menschen an vielerlei Gründen und keinen interessiert es wirklich, solange er nicht selbst betroffen ist.
Zu Kurz kommt mir auch, dass Heilprakiker eine gründliche medizinische Ausbildung haben, die mit dem “Physikum” der Ärzte beendet wird. Das sollten sie Kritiker und Hitzköpfe auch mal zu Gemüte führen. Von Schweige-, Sorgfalts-, Dokumentationspflicht, Hygienevorschriften u.v.m. ganz zu schweigen.
Schade, dass so viel Winde gemacht wird ohne dass Kritiker wirklich wissen, worüber sie reden – und das auf Kosten der kranken Menschen, Panikmache, Angst schüren, verunsichern und damit bevormunden und manipulieren. Entschuldigen Sie, ich muss ehrlich sein.

#1 |
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