Freitod im Kinderzimmer

10. Oktober 2016
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Die Mehrzahl der Kinder, die sich das Leben nehmen, ist männlich und sie begehen den Suizid zu Hause. Immerhin ein Drittel der Kinder spricht vorher über seine Absicht. Als Warnzeichen gelten Depressionen, aber auch die Diagnose Aufmerksamkeitsstörung.

Bisher ist wenig über die Ursachen und Hintergründe von Suiziden bei Kindern bekannt. Nun hat eine neue Studie Daten von Grundschulkindern (im Alter von 5 bis 11 Jahren) mit Daten von jungen Jugendlichem (im Alter von 12 bis 14 Jahren), die alle durch Suizid verstorben waren, verglichen, um die Hintergründe von Selbsttötungen bei Kindern besser zu verstehen.

Kinder bis zum Alter von 11 Jahren nehmen sich selten selbst das Leben – aber auch in diesem Alter kommen Suizide vor. Im Jahr 2014 war Suizid die zehnthäufigste Todesursache bei amerikanischen Grundschulkindern. So zeigt die letzte Sterbestatistik der amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention aus dem Jahr 2014, dass die Suizidrate bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren bei 0,17 von 100.000 Personen liegt, während bei den 12- bis 17-Jährigen 5,18 von 100.000 durch Suizid sterben.

Studie soll Hintergründe von Suiziden beleuchten

Die Forscher um Arielle Sheftall von der Ohio State University in Columbus (USA) verwendeten Daten aus den Jahren 2003 bis 2012 aus dem „National Violent Death Reporting System“ der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) – einem staatlichen Datenregister, in dem Informationen zu allen gewaltsamen Todesfällen in den USA erfasst werden. Dabei standen ihnen Daten aus 17 US-Bundesstaaten zur Verfügung. In die Studie gingen alle Daten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 14 Jahren ein, die durch Suizid zu Tode gekommen waren. Von den insgesamt 693 Fällen waren 606 Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren, 87 waren Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Pediatrics“ erschienen.

Bei der Auswertung zeigten sich einige Gemeinsamkeiten zwischen den Altersgruppen: Die Mehrzahl der Suizidanten in beiden Gruppen war männlich, die Suizide fanden überwiegend zuhause statt, und etwa ein Drittel der Betroffenen hatte eine ärztlich diagnostizierte psychische Erkrankung. Etwa ein Drittel der Betroffenen hatte vor dem Suizid Probleme in der Schule, ebenfalls ein Drittel hatte kurz zuvor eine Krise erlebt. Schließlich hatten in beiden Gruppen gleich viele Kinder bzw. Jugendliche mit jemandem über ihre Selbsttötungsabsicht gesprochen – nämlich 29 Prozent.

Deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen

Allerdings bestanden auch deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. So starben die Kinder im Vergleich zu den Jugendlichen häufiger durch Erhängen, Strangulation oder Ersticken, und in der jüngeren Gruppe waren deutlich mehr Betroffene männlich und schwarz. So waren 37 Prozent der jüngeren, aber nur 12 Prozent der älteren Suizidanten Schwarze.

Auch hinsichtlich der psychiatrischen Diagnosen unterschieden sich die beiden Gruppen: Bei Kindern, bei denen eine psychische Erkrankung festgestellt worden war, lautete die häufigste Diagnose „Aufmerksamkeitsstörung“ (mit oder ohne Hyperaktivität). Sie lag bei 60 Prozent der betroffenen Kinder vor, während bei 33 Prozent eine Depression diagnostiziert worden war. Bei den Jugendlichen mit psychiatrischer Diagnose lag dagegen in 66 Prozent der Fälle eine Depression und nur bei 29 Prozent eine Aufmerksamkeitsstörung (mit oder ohne Hyperaktivität) vor.

Die Rate von Alkohol- oder Drogenmissbrauch war in beiden Gruppen zwar niedrig. Dennoch wurden bei der Obduktion bei 7,5 Prozent der Jugendlichen und 3,9 Prozent der Kinder Opiate im Körper festgestellt. „Das war ein überraschendes und zugleich besorgniserregendes Ergebnis, das weitere Beachtung verdient“, schreiben die Autoren.

Schließlich hatten die 5- bis 11-Jährigen signifikant häufiger Beziehungsprobleme mit Familienangehörigen oder Freunden als die 12- bis 14-Jährigen, während in der älteren Gruppe häufiger Probleme in der Partnerschaft aufgetreten waren.

Präventionsstrategien gezielt anpassen

„Die Ergebnisse legen nahe, dass sich die Faktoren, die einem Suizid bei jungen Jugendlichen zugrunde liegen, nicht vollständig auf Kinder im Grundschulalter übertragen lassen“, sagt Sheftall. So könnte es sein, dass Kinder, die Suizid begehen, impulsiver auf Schwierigkeiten – zum Beispiel auf zwischenmenschliche Probleme – reagieren als Jugendliche. „Zukünftige Studien sollten untersuchen, ob es einen Entwicklungsprozess gibt, bei dem das Suizidrisiko bei jungen Kindern eher durch impulsives Verhalten und mit zunehmendem Alter stärker durch depressive Stimmung und emotionalen Stress beeinflusst wird“, schreiben die Forscher.

Bisherige Präventionsansätze zum Suizid haben sich vor allem auf Kinder und Jugendliche mit Depressionen konzentriert. Die Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass bei Grundschulkindern spezifische Präventionsansätze notwendig sind. „Vielleicht müssen wir bei ihnen mehr auf typische Verhaltensmerkmale achten“, sagt Jeffrey Bridge, Seniorautor der Studie.

Sinnvoll könnten Interventionsprogramme sein, bei denen gefährdete Kinder auf kindgerechte Weise lernen, ihre Gefühle auszudrücken, einen positiven zwischenmenschlichen Kontakt herzustellen und zwischenmenschliche Probleme zu bewältigen. „Jungen Kindern fehlen oft die Worte, um über ihre Gefühle zu sprechen oder um einen Konflikt durch ein Gespräch zu lösen“, sagt Jill Harkavy-Friedman, Vizepräsidentin der American Foundation for Suicide Prevention. Ein Beispiel ist das Programm „PATHS“ – auf Deutsch „PFAD“ (Programm zur Förderung alternativer Denkstrategien) – mit dem emotionale und soziale Kompetenzen im Grundschulalter gefördert werden.

Kinderärzte sollten besser informiert sein

Wichtig sei aber auch, dass Familienmitglieder, Schulpersonal und Kinderärzte stärker darüber informiert werden, wie man die Warnzeichen für einen bevorstehenden Suizid erkennen kann und wie man darauf reagieren sollte, betonen die Autoren. Solche Warnzeichen könnten zum Beispiel anhaltende Niedergeschlagenheit, ein plötzlicher Rückzug vor Freunden und Aktivitäten oder gesteigerte Aggressitivät und Reizbarkeit sein.

„Außerdem sollte eine Äußerung, die auf Suizidabsichten hindeutet, immer ernst genommen werden – egal in welchem Alter“, betont Harkavy-Friedman. So haben immerhin rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in der Studie jemandem ihre Selbsttötungsabsicht mitgeteilt.

Allerdings sprechen viele auch nicht über solche Absichten – deshalb sollten Bezugspersonen das Thema von sich aus ganz konkret ansprechen, so Harkavy-Friedman. „Es ist ok, ein Kind zu fragen: ‘Fühlst Du Dich manchmal so, als ob Du nicht mehr da sein möchtest’?“, sagt die Psychologin. „Das wird das Kind nicht auf die Idee bringen, sich umzubringen – sondern stattdessen die Möglichkeit eröffnen, über das Thema zu sprechen.“

Screening-Instrumente könnten nützlich sein

Kinderärzte und anderes medizinisches Fachpersonal könnten zur Einschätzung des Suizidrisikos Screening-Instrumente verwenden, die relativ wenig Zeit in Anspruch nehmen. Studien zeigen, dass eine Suizidgefährdung mithilfe solcher Verfahren von Ärzten vier Mal so häufig erkannt wird.

Schließlich gibt es auch Programme, die suizidales Verhalten signifikant verringern können, etwa das „SOS – Signs of Suicide Prevention Program“. Sie enthalten auch Informationen für Bezugspersonen – also Familienmitglieder, Kinderärzte oder Lehrer –, wie man Warnzeichen für einen Suizid erkennt und welche Schritte man in diesem Fall ergreifen sollte.

106 Wertungen (4.08 ø)

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19 Kommentare:

Annika Diederichs
Annika Diederichs

Oha, die volle Ladung Vorurteile und das von einem promovierten. Nun denn, wie ich bereits schrieb, hat ADHS eine starke erbliche Komponente, was sich auch durch Aufforderung zu körperlicher Gewalt gegenüber Eltern nicht ändern läßt. Ganz offenbar können Sie zumindest bei diesem Thema keinen reflektierten Beitrag leisten, sondern nur die verblendete Betrachtungsweise eines Betroffenen.

#19 |
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so einfach ist Das..
wer sein Kind wirklich liebt, wird mehr tun, als einen Kitaplatz o.ä. zu organisieren, um dann weiterzumachen wie bisher..
Nee, das Leben mit Kind ist anders, nämlich wunderschön, wenn man´s erkannt hat ! Die Familie mit bodenständiger Bindung gibt es nur noch selten, dennoch kann die wirklich bedingungslose Liebe zum Kind gelebt werden. ADHS und Suizidgefährdung sind lediglich Symptome fehlender Liebe und Sicherheitsgefühl.
Der Psychotherapeut soll den Eltern `eins Knallen´ statt die Kinder zu `kategorisieren´…
P.S. Mit drei Kindern , Scheidung, Beziehung u.s.w. kann ich da mitreden !

#18 |
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Bürgerin Marina Bausmer
Bürgerin Marina Bausmer

Mehr Zeit miteinander und Füreinander ist Notwendig. Wenn an einem Tag Kita, Oma, Schule Mama und Papa und Freundschaften aufgeteilt mit Pflichten und Hausarbeiten werden müssen ist das ein langer Tag. Eine lange Woche, eine zu kurze freie Zeit und für alle ein zu unterbrochenes Miteinander. Das hat auch Folgen. Es gibt es aber auch umgekehrt, zu wenig Abwechslung zu einander auf den Wecker gehen, ect. die Mitte finden und realisieren können sind alle mitgefragt.

#17 |
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Annika Diederichs
Annika Diederichs

Die genetische Disposition darf nicht unterschätzt aber auch nicht überschätzt werden. Zumindest kenne ich bislang nur Studienergebnisse, die eine erbliche Disposition für Suizid im Erwachsenenalter in manchen Familien nahelegen. Eine erbliche Disposition im Zusammenhang mit Suizid im Kindesalter wurde AFAIK bislang nicht nachgewiesen.

ADHS hingegen hat eine starke erbliche Komponente (h² > 0,7), allerdings treten die Probleme ganz überwiegend in der Interaktion zwischen dem Betroffenen und dem jeweiligen Umfeld auf. Das Umfeld ist also an den ADHS-typischen Auffälligkeiten ebenso beteiligt, wie der Erbgutträger selbst, weshalb es bei kritischen Fällen unerlässlich ist, auf beiden Seiten Veränderungen einzuleiten, weil eine Seite alleine keine wesentliche Verbesserung der Probleme erringen kann.

#16 |
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Medizinphysiker

Die genetische Disposition darf nicht unterschätzt werden in Zusammenhang mit diesem Phänomen. Zumindest für Erwachsene ist bekannt, dass die Disposition zur Selbsttötung eine genetische Komponente hat und sozusagen im ungünstigen Fall vererbt wird. Genauso wie etwa ADHS.

#15 |
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Nach meiner Auffassung kann man US-amerikanische Studien nicht ohne weiteres auf Verhältnisse in Deutschland übertragen.
Mich stört insofern die Einseitigkeit der Statistik, da die soziale Matrix als Bezugsgröße unberücksichtigt bleibt.

Weiterführende Literatur hierzu:

http://www.systemagazin.de/buecher/klassiker/ruesch_bateson_kommunikation.php

https://www.madinamerica.com/

#14 |
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Annika Diederichs
Annika Diederichs

@ #11 + 12
Man kann niemals allen gerecht werden und das war auch nicht mein Ziel. Verabsolutierende Aussagen sind in meinem Beitrag keine enthalten, also nichts von wegen “alle” oder “immer”. Ironie und Sarkasmus finde ich übrigens völlig deplatziert bei einem solchen Thema.

Zu den “betroffenen Eltern” bleibt anzumerken, daß ich mich nur auf das Umfeld im allgemeinen bezogen habe, welches aus weit mehr Personen als nur den Eltern besteht. Das schädigende Umfeld muß nicht zwingend das in der Kernfamilie sein, sondern kann auch außerhalb liegen.

So oder so stehe ich konsequent auf der Seite der Kinder und bin bisher mit meiner Methode immer gut gefahren, ganz ohne defektologisches Denken oder therapeutische Konstrukte, sondern rein aus dem heraus, was ich mir als Kind von Erwachsenen gewünscht habe.

#13 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

@ Frau Diedrichs

wie anmaßend ist das denn?

#12 |
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@ Frau Diedrichs:
ich stelle mir gerade vor, ich wäre betroffener Elternteil und müsste Ihren Kommentar lesen.
“Selbst scheinbar schlechte, weil störende, Eigenschaften können positive Aspekte beinhalten, wie beispielsweise Durchhaltevermögen oder die Fähigkeit zu selbständigem Denken”: was für ein moralischer Zeigefinger! Welche großartige Erkenntnis! Muß man gelesen haben!
Glauben Sie wirklich, die “soziopathischen” Erwachsenen haben es immer in der Hand, alles besser zu machen?
Meinen Sie nicht auch, daß Depressivität und damit auch Suizidalität „mow“ eine endogene Komponente haben, für die keiner was kann? Meinen Sie nicht vor allem Dingen auch, daß es immer eine sehr individuelle Situation ist, die zu dem unfassbaren Drama eines kindlichen Suizides führt?

Ihren Kommentar ist jedenfalls mit dem ideologischen Holzhammer verfasst; zurück zu meinem Eingangssatz: machen Sie sich bitte bewusst, das dies hier ein öffentliches Forum ist, nicht alle Menschen und Schicksale passen in Ihre Schubladen.

#11 |
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Michael Riediger
Michael Riediger

An Gast (#3): Den Artikel zu einem gern übersehenen, jedoch wichtigen Thema nicht zu lesen und statt dessen hier Abhandlungen über Semantik vorzutragen, ist mehr als nur kleinkariert …

#10 |
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Eva Stephan
Eva Stephan

Sehr gut dargestellt, Frau Diederichs. Ich bin 100% ihrer Meinung.

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Annika Diederichs
Annika Diederichs

Das ist der übliche Mumpitz. Die Reaktion der Kinder wandelt sich über die Zeit, denn wenn man (inter-)aktive Kinder lange genüg zermürbt, werden sie zunehmend depressiv.

Die Probleme der Kinder sind in jedem Alter mow die gleichen, meistens geht es um soziale Ausgrenzung/emotionale Mißhandlung. Die Bewältigung dieser Probeme den Kindern aufzubürden, ist unmenschlich, denn sie sind das schwächste Mitglied der jeweils betroffenen Gruppe. Was sich ändern muß, ist der Umgang mit den Kindern.

Diesen Kindern verminderte “emotionale und soziale Kompetenzen” zu unterstellen, welche dann “gefördert” werden sollen, ist in den meisten Fällen völlig daneben. Die Kinder haben eher das Problem, daß sie emotional durchlässig sind und besonders sensibel auf ein gestörtes Umfeld reagieren. Nicht selten sind solche Kinder die einzigen emotional und sozial voll ansprechbaren Personen in einem Umfeld, das von Soziopathen dominiert wird.

Wichtig ist, die schädigenden Einflüsse zu identifizieren und diese zu modifizieren, um die Belastung für das Kind zu verringern. Außerdem kann man versuchen, dem Kind Resillienzen zu vermitteln, indem man die Wünsche und Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt und ehrliche Werteschätzung für positive Eigenschaften des Kindes vermittelt. Selbst scheinbar schlechte, weil störende, Eigenschaften können positive Aspekte beinhalten, wie beispielsweise Durchhaltevermögen oder die Fähigkeit zu selbständigem Denken.

Suchen Sie nach dem Schlechten im Umfeld und nach dem Guten im Kind nicht andersherum!

#8 |
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Gast
Gast

Mein Sohn hat im Alter von 9 Jahren versucht,sich selbst zu töten,indem er sich Kabelbinder um den Hals gelegt und zugezogen hat. Auch er lebt mit dem AD Syndrom. Schlimmere Situation für die ganze Familie,und die Wartezeit für einen Termin bei der Kinder Psychiaterin betrug 2 Jahre!

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Dr. med. Manfred Nowak
Dr. med. Manfred Nowak

Die hier beschriebenen Ergebnisse sind für den Kinder-Jugendpsychiater nichts überraschendes, nichts Neues. Sie sind mehr oder minder Alltag in der Praxis. Insbesondere bei AD(H)S werden die häufigen Suiziddrohungen oftmals zu wenig ernst genommen. Interessant ist, dass Sie in dem Artikel nur von den Kinderärzten sprechen, obwohl das eindeutig die Domäne der Kinder-Jugendpsychiater ist, die oftmals viel zu wenig bei diesen Störungen mit einbezogen werden.
Dr. Manfred Nowak
Kinder-Jugendpsychiatrie-Landau/Pfalz

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Friedemann Alsdorf
Friedemann Alsdorf

Ein Artikel zu einem wichtigen Thema! Aber der Euphemismus “Freitod” im Titel ist völlig unangebracht, wenn man an die Verzweiflung der betroffenen Kinder und Jugendlichen denkt!

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Dr. med. Renate Hübner
Dr. med. Renate Hübner

Besser = Selbsttötung

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Gast
Gast

Bitte überdenken Sie die Gestaltung Ihrer Überschriften. Ich werde den dazugehörigen Artikel nicht lesen und bitte um eine Korrektur dieser Überschrift. Das Wort “Freitod” hat in einer sachlichen/ fachlichen Betrachtung von Suiziden nichts verloren. Mir wird schlecht, wenn ich mir vorstelle, dass es hier auch noch um Minderjährige geht.

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Ärztin
Ärztin

Liegen auch Zahlen für unser Land vor?

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RU
RU

Nanu?
Zitat: “Auch hinsichtlich der psychiatrischen Diagnosen unterschieden sich die beiden Gruppen: Bei Kindern, bei denen eine psychische Erkrankung festgestellt worden war, lautete die häufigste Diagnose „Aufmerksamkeitsstörung“ (mit oder ohne Hyperaktivität). Sie lag bei 60 Prozent der betroffenen Kinder vor, während bei 33 Prozent eine Depression diagnostiziert worden war. Bei den Jugendlichen mit psychiatrischer Diagnose lag dagegen in 66 Prozent der Fälle eine Depression und nur bei 29 Prozent eine Aufmerksamkeitsstörung (mit oder ohne Hyperaktivität) vor.”

Frage: wer hat bei den Kindern, “bei denen eine psychische Erkrankung festgestellt worden war” eigentlich die Diagnose gestellt??

#1 |
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