Bewertungsportale: Der 0-Sterne-Arzt

18. Oktober 2016
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Patienten sind anspruchsvoll: Bevor sie einen Arzt aufsuchen, checken sie die Benotungen im Internet. Die Kritiken der Community sind inzwischen so wichtig wie die Empfehlungen aus dem Freundeskreis. Wie genau funktionieren Bewertungsportale und ist ein guter Ruf käuflich?

Der „tollste Doktor der Welt“ oder der „Pfuscher im weißen Kittel“: Fast jeder zweite Patient teilt über Bewertungsportale wie jameda.de, Docinsider.de oder Topmedic.de seine Meinung mit anderen Usern. Das ergab eine aktuelle Befragung von Bitkom Research.

Frag´ die Community

Rund 45 Prozent aller Internetnutzer informierten sich zuerst online über Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Reha-Kliniken oder sonstige medizinische Einrichtungen, bevor sie sich in Behandlung begeben. Portale bieten Patienten ganz unterschiedliche Möglichkeiten, Ärzte zu bewerten. Das Spektrum reicht von Punkte- oder Notensystemen bis hin zu ausführlichen Kommentaren.

Bitkom fand heraus, dass Versicherte die Bewertungen der Community durchaus ernst nehmen. Etwa 45 Prozent aller Befragten, die Online-Postings lasen, gaben an: „Die Meinung anderer Patienten hat einen Einfluss darauf, welche Ärzte oder medizinischen Einrichtungen ich aufsuche.“ Und für 31 Prozent sind Bewertungsportale sogar wichtiger als Empfehlungen aus dem Freundeskreis. Generell haben Frauen (49 Prozent) etwas mehr Interesse an Einträgen als Männer (41 Prozent). Große Unterschiede beim Alter fanden Marktforscher in den Altersgruppen zwischen 30 und 65 plus aber nicht. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder weist auf die Unterschiede bei Einträgen hin: „Je zahlreicher die Bewertungen, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Gesamtbild realistisch ausfällt.“

Bewertung oder Bashing

Doch was heißt realistisch? In Foren schreiben Ärzte, es sei schwierig bis unmöglich, Falschaussagen oder Schmähkritik vom Portalbetreiber wieder entfernen zu lassen. User argumentieren mit ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung gemäß Artikel 5 des Grundgesetzes.

Laut Bundesgerichtshof haben Bewertungsportale sogar „eine von der Rechtsordnung gebilligte und gesellschaftlich erwünschte Funktion“ (Az.: VI ZR 34/15). Ärzte können sich nicht einfach streichen lassen (Az.: VI ZR 358/13). Beleidigungen fallen natürlich nicht unter diesen Schutz. Kollegen sollten entsprechende Postings melden und begründen, wo der Fehler liegt. Ansonsten steht ihnen frei, Beiträge öffentlich kommentieren – sprich Aussagen relativieren. An Nutzerdaten werden sie nicht gelangen. User haben laut Oberlandesgericht Hamm ein Recht auf Anonymität (Az.: I-3 U 196/10). Um die Qualität trotzdem zu wahren, setzen Portalbetreiber auf diverse Prüfprozesse.

Digitale Zäune gegen schwarze Schafe

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Dr. Florian Weiß © Jameda

DocCheck sprach dazu mit Dr. Florian Weiß, Geschäftsführer von Jameda. Seiner Erfahrung nach sind “digitale Patienten“ von heute anspruchsvoller. Sie recherchieren online und bereiten sich auf ihren Praxisbesuch vor. Sie nehmen Ärzte als Erbringer von Dienstleistungen wahr, an die sie ähnlich hohe Maßstäbe anlegen wie an Dienstleister aus anderen Lebensbereichen. Weiß: „Bewertungsportale geben Patienten heute die Möglichkeit, sich bereits vor dem Arztbesuch mit den Erfahrungen anderer Patienten zu beschäftigen und sich ein Bild vom Arzt und den angebotenen medizinischen Leistungen, aber auch von der wahrgenommenen Servicequalität, zu machen.“

jameda-Authentische-Bewertungen

© Jameda

Er argumentiert mit ausgeklügelter Technik, um bei Bewertungen die Spreu vom Weizen zu trennen. Dazu gehört ein automatischer Algorithmus, der technische Daten, aber auch die E-Mailadresse des Bewertenden sowie sprachliche Auffälligkeiten überprüft. Anhand eines „digitalen Fingerabdrucks“, den jeder von uns im Internet hinterlässt, können manipulierte Bewertungen, zu denen auch Selbst- und Agenturbewertungen gehören, sehr zuverlässig identifiziert und gelöscht werden. Das gleiche gilt für Postings mit Beleidigungen.

„Ergänzt wird der Algorithmus um eine manuelle Prüfung durch unser Qualitätssicherungs-Team sowie die SMS-Prüfung, die bei Verdachtsfällen sowie stichprobenartig durchgeführt wird“, sagt Weiß. Bestehen Zweifel, sperrt sein Team Einträge temporär. User werden aufgefordert, ihre Handynummer auf einer geschützten Seite zu hinterlegen. Innerhalb weniger Sekunden folgt ein SMS-Code, um das eigene Posting wieder freizuschalten. Manuelle Checks durch Mitarbeiter von Jameda sind ebenfalls möglich.

Auf Verjährung vertröstet

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Dr. Ulrich Pfeiffer © privat

Doch was denken Ärzte aus der Praxis über Chancen und Risiken von Jameda? DocCheck hat Dr. Ulrich Pfeiffer befragt. Er arbeitet als Orthopäde in München. Pfeiffer bewertet die Plattform als „ideal für die Rekrutierung neuer Patienten“ und ergänzt: „Meine Klientel hat sich durch Jameda komplett geändert: Meine Patienten sind jetzt männlich, jung, erfolgreich und anspruchsvoll.”

Schwächen sieht der Kollege beim Prüfprocedere: “Einen gänzlich unsubstantiellen Kommentar nur mit Sechsern als Bewertung aus unsachlichen Gründen konnte ich von Jameda leider nicht entfernen lassen. Ich wurde auf die Verjährung vertröstet.”

Prüfung mit Pannen

Patienten äußern in Foren noch deutlichere Kritik. „Meine Angehörigen und ich haben wiederholt versucht schlechte Bewertungen für die Hausärztin unserer Familie abzugeben. Alle negativen Bewertungen wurden aufgrund der Intervention der Ärztin auf Jameda entfernt“, heißt es in einer Veröffentlichung.

Ein anderer User beschwert sich über die technischen Hürden: „Habe eine Arztbewertung abgegeben, weil dieser Arzt, der sich so um Patienten bemüht, das wirklich verdient hat. Dann kam ein SMS-Code zur Bestätigung dieser Bewertung der allerdings nicht funktioniert hat. Ein zweiter hat auch nicht funktioniert.“

Zweifel an Rankings werden ebenfalls laut. Dazu kommentiert ein User: „Vor einigen Jahren habe ich einen Zahnarzt bei Jameda negativ bewertet (…). Die Bewertung war sachlich aber eben negativ. Anfang diesen Jahres bekam ich von Jameda die Mitteilung, dass der Zahnarzt meine Bewertung in Frage stellt und sogar behauptet, ich sei nie in seiner Praxis gewesen. Daraufhin wurden meine und eine weitere schlechte Bewertung (angeblich nur zunächst) zu Überprüfungszwecken entfernt. Ich habe daraufhin dem Bewertungsportal Jameda bestätigt, dass ich sehr wohl in der Praxis war, sogar über einen längeren Zeitraum. Bis heute wurde – trotz meiner Nachfrage und angeblicher Prüfung – weder meine noch die zweite negative Bewertung wieder eingestellt. Auf einmal sind aber 30 super Bewertungen für den Arzt vorhanden (…).“

Reden wir über Geld

Patienten spielen hier auf das Geschäftsmodell von Jameda an. Der Portalbetreiber bietet Ärzten unterschiedliche Premiumpakete von 55 bis zu 135 Euro pro Monat an. „Ein Premium-Paket hat keinen Einfluss auf Ihre Bewertungen oder auf die Position Ihres Profils in der Jameda-Ärzteliste“, heißt es im Kleingedruckten. Genau daran zweifeln User. Jameda kommentiert und relativiert zwar jeden Foreneintrag, kann die Zweifel von Usern aber nicht ausräumen. Es steht Aussage gegen Aussage.

Wesentlich deulicher war die Sache beim Ranking von Trefferlisten, sollten Patienten bestimmte Ärzte suchen. Die Wettbewerbszentrale kritisierte, Top-Platzierungn müssten als gekaufte Werbung deutlicher gekennzeichnet werden – “Premium-Partner” reiche nicht aus. Das Landgericht München I sah die Praxis ebenfalls als irreführend an und verurteilte jameda zur Unterlassung (Az.: 37 O 19570/14). Der Portalbetreiber legte Berufung vor dem Oberlandesgericht München ein (Az. 29 U 1445/15), zog diese aber wieder zurück. Verbraucherschützer sprechen von einem klaren Sieg.

76 Wertungen (3.45 ø)

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28 Kommentare:

Ärztin
Ärztin

Ich persönlich frage mich ständig wie ich die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit meinen Patienten verbessern kann, da ich -wie ich bereits berichtet habe- die Erfahrung gemacht habe dass eine wie Sie das nennen “gleichberechtigte” Kommunikation das Verständnis des Patienten für seine Erkrankung, die von mir vorgeschlagene Therapie und damit auch die Compliance und die daraus resultierenden Erfolgsaussichten sehr fördern kann. Und das tue ich nicht weil ich eine “Ausnahme” bin, oder besonders “modern” bin, sondern weil mir das bereits in der Ausbildung von meinen Chef- und Oberärzten (darunter auch der ein oder andere Prof alter Schule) und Kollegen so nahegebracht wurde.

Ich würde nie behaupten, dass die von mir genannten Beispiele von respektlosem Verhalten der Patienten dem Arzt gegenüber die Mehrheit der Patienten widerspiegeln, falls das so verstanden wurde möchte ich dieses Missverständnis gerne ausräumen: Das sollten nur Beispiele sein für Fälle in denen Ärzte respektlos behandelt werden. Nein, ich denke nicht dass die Mehrheit meiner Patienten mich derart zu einem Konsumgegenstand degradiert, ganz im Gegenteil, die meiste Zeit über bereitet mir meine Arbeit viel Freude und trotz des zunehmenden Fießbandablaufes verlaufen die meisten Patienten- und Angehörigenkontakte höflich bis freundlich, in manchen Fällen sogar herzlich.

Das können Sie mir jetzt alles glauben, oder auch nicht… aber Hand aufs Herz. Wer sich dermaßen pauschalisierend und abwertend über eine gesamte Berufsgruppe äussert wie Sie in ihren Kommentaren der sollte sich doch einmal gründlich überlegen ob das Problem wirklich IMMER bei den anderen liegt. Sie haben im Rahmen ihrer “Recherche” 150 Ärzte kontaktiert und ALLE sollen “schwarze Schafe” gewesen sein??? Da Frage ich mich ganz ehrlich ob es überhaupt jemanden gegeben hätte der imstande gewesen wäre ihren Erwartungen zu entsprechen. Freundlichkeit halte ich persönlich zwar für ausserordentlich wichtig, jedoch sollte eines nie vergessen werden: Das wichtigste ist die Kompetenz! Wer einfach nur “Everybodies Darling” ist, ist deswegen noch lange kein guter Arzt. Und ein “arrogantes Ar***ch” ist nicht automatisch ein schlechter. Wer wie Sie meint ein”Kontakt” würde immer ausreichen um sich ein Bild über die fachliche Kompetenz zu verschaffen, der irrt.

Ich habe habe auch nie behauptet dass Ärzte die einzigen Berufsgruppen mit Schichtdienst sind, es gibt auch viele die ihre Praxiszeiten den Arbeitszeiten ihrer Patienten angepasst haben und teilweise bis nach 20 Uhr behandeln, und mir würde auch nicht einfallen jemanden der von 8-16 Uhr arbeitet zu unterstellen er würde nur jammern. Und wenn diese von Ihnen erwähnte Sekretärin tatsächlich von 7-20Uhr arbeitet dann hat sie natürlich einen entsprechenden finanziellen Ausgleich verdient (auch dieses Missverständnis müssen sie mir vergeben, ich hatte ja keine Ahnung dass Sektretärinnen üblicherweise eine 65-Stunden-Woche -bzw. 91-Stunden-Woche falls tatsächlich “jeden Tag” so lange gearbeitet werden muss- absolvieren müssen). Allerdings ist mir nicht klar inwiefern ich diese Sekretärin beleidigt haben soll, das mit dem Sozialpädagogikstudium war ein fiktives Beispiel… und bezog sich auch nicht auf den Sammelbegriff “Wolken-um-die-Ecke-schieben” (weil es mittlerweile so viele verschiedene Studiengänge gibt). Ich hatte auch eher die möglicherweise veraltete Vorstellung dass es sich bei einer Sekretärin um eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit weitgehend leichter körperlicher Belastung und geregelten Tagesabläufen und Arbeitszeiten handelt…

Ich will ja auch nicht arrogantes oder überhebliches Verhalten von Ärzten gegenüber Nicht-Ärzten gutheissen aber eine Tatsache lässt sich nunmal nicht wegdiskutieren: eine Reanimation, eine lebensrettende Diagnose, eine lebensverbessernde Medikation, eine erfolgreiche Operation und ähnliche Medizinische Tätigkeiten sind nun einmal mit einer ganz besonderen Verantwortung verbunden derer man sich sich auch bewusst sein sollte, auch weil viele Fehlerquellen damit einhergehen. Nur weil man Ärzten nicht zugesteht sich für “etwas besonderes” zu halten heisst das noch lange nicht dass sie für ihre Patienten nie etwas besonderes tun. Und nur weil man sich aus freien Stücken für diesen Beruf entschieden hat, bedeutet das noch lange nicht dass man sich ausnutzen, beleidigen und auf ein höfliches Lächeln oder anbiederndes Verhalten reduzieren lassen muss. Das wäre dann nämlich das Gegenteil von der von Ihnen geforderten “gleichberechtigten” Kommunikation.

Und natürlich hat JEDE Berufsgruppe -egal ob Akademiker oder nicht- es verdient mit dem nötigen Respekt behandelt und anständig bezahlt zu werden. Aber nur weil wir Ärzte zu denen gehören, denen es in den Augen vieler Neider sowieso viel zu gut geht muss man uns nicht pauschalisierend verunglimpfen oder gar dämonisieren. Und wo wir gerade bei Respekt sind: Jemandem den man nicht einmal kennt zu unterstellen er sei einfach nur selbstmitleidig und ihm eine Umschulung nahezulegen zeugt nicht gerade von Respekt. Ist das Ihrer Ansicht nach etwa angemessene Kommunikation?

#28 |
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Gast
Gast

Da muss ich etwas klarstellen (ich bin Gast Nr. 23). Verfolge diese Diskussion mit Spannung, denn meine Frage an Gast Nr. 26 und auch andere ausschließlich Ärzte lautet: Wie oft fragen Sie sich selbst kritisch, wie sie mir ihren Patienten umgehen?? Also mir scheint es echt so zu sein, dass die gut über 150 Ärzte, die ich aufgrund meiner Recherche “kontaktiert” habe (alle Fachrichtungen), wohl auch nur schwarze Schafe waren oder?? Sie haben sich mit dem Wandel der akademischen Berufe nie befasst und kennen außer Ihrer Praxis bzw. Ihres Krankenhauses nichts anderes, daher beleidigen Sie bitte nicht die unten erwähnte akademische Sekretärin, die von 7 bis 20 Uhr jeden Tag arbeiten muss, um dann am Ende des Monats 2200 Euro brutto mit Steuerklasse 1 zu bekommen. Arzt zu sein ist nicht leicht. Das müssen Sie mir nicht sagen. Dies heißt allerdings nicht, dass man sich als Arzt für etwas besonderes halten muss. Mir scheint, dass ein kollektiver Narzissmus im medizinischen Bereich weit verbreitet ist und weil Sie eben über Leben und Tod entscheiden, sollte der Respekt für Patienten da sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie ausschließlich als Notfall zu Besoffenen gerufen werden, dass Sie fast immer nur Patienten haben, die lange AU haben wollen. Und noch etwas: Die hyper langen Wartezeiten trotz eines Termins. Als Berufstätige muss man oft einen halben Tag oder sogar einen Tag Urlaub nehmen, um den Arzttermin wahrnehmen zu können, als ob nur die Ärzte arbeiten würden. Klar, der Rest schiebt ja – wie Sie dies unten genannt haben – einen Dienst von 8 bis 16 und jammert nur. Also dieses Selbstmitleid ist echt bezeichnend, denn man hier durchgehend herauslesen kann. Letzten Endes ist es ja nicht seit gestern bekannt, wie sich der Beruf eines Arztes gewandelt hat. Im Klartext: Für die eigene Berufswahl ist man selbst verantwortlich und nicht die Patienten oder Krakenkassen. Sie können sich ja auch umschulen lassen! Von mir aus zur Schreinerin, dann sind Sie all dieser Menschen auch los.
Und an Nr. 22: Grüßen Sie bitte all die Asozialen, die offensichtlich Ihre Ausführungen unten nicht gelesen haben. Vielleicht sollte man Ihre Patienten doch mal anschreiben. Mit dem besten Gruß vom Dr. Mees. von der schönen Weinstraße. Echt IGITT!!

#27 |
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Ärztin
Ärztin

@Gast Nr. 23: Sie haben recht: es gab noch nie so viele Akademiker. Aber nur weil jemand ein 3-jähringes Masterstudium im Wolken-um-die-Ecke-Schieben absolviert hat und sich damit offiziell Akademiker nennen darf bedeutet das noch lange nicht das der Ausbildungsstand und die Arbeitsbelastung und die damit verbundene Verantwortung dem eines 6,5jährigen Studiums + 5 Jahren Praxisausbildung entspricht.

Wenn Sie tatsächlich meinen dass eine Sozialpädagogin (nichts gegen Soz-Päds), die als Sekretärin arbeitet (Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr) weil es sonst keine Stelle für sie gab das gleiche Gehalt wie ein schichtarbeitender Arzt mit 60 Stunden-Woche und der ungleich höheren Verantwortung bekommen sollte nur weil beide Akademiker sind kann ich nur den Kopf schütteln. Sie haben offenbar nicht die leiseste Ahnung davon wie sich die verschiedenen Studiengänge und auch die berufliche Tätigkeit aller Akademiker voneinander unterscheiden kann!

Wir Ärzte wissen dass die Zeiten der Halbgötter in Weiss längst vorbei sind und ob die es glauben oder nicht, sogar die “Profs der alten Schule” wissen das mittlerweile meistens auch (spätestens dann wenn sie bei der Chefvisite mit “Hey Alter, ich hab kein Bock mehr auf den Sauladen, das Essen ist auch Scheisse, ich geht heut heim” begrüßt werden). Niemand erwartet mehr unkritische Arzthörigkeit! Im Gegenteil, wir wissen mittlerweile selbst dass Patienten die ihre Krankheit und das Konzept der Therapie verstanden haben und über alle Aspekte ausführlich informiert wurden oft weniger Probleme entwickeln. Dazu gehören auch offene Beratungsgespräche und Raum für kritische Fragen.

Das Problem: bei einigen Patienten wird “Behandlung auf Augenhöhe” gelegentlich missinterpretiert: Für sie ist ein Arzt offenbar nichts weiter als jemand der (wie ein Sachbearbeiter) nur lächeld am Schreibtisch zu sitzen braucht. Ein Dienstleister der sich das Problem anhören und dann ausschließlich die Diagnose stellen soll von der der Patient glaubt sie träfe am ehesten zu und dann die Vorgehensweise vorschlagen soll die der Patient am liebsten hören will Dann kann man sich als kritischer Kunde die Rosinen rauspicken und die Untersuchungen und Behandlungen einfordern von denen man im Internet soviel Gutes gelesen hat, der Rest wird als “Geldschneiderei” abgetan und abgelehnt.

So funktioniert das aber leider nicht immer, manchmal fehlt den Patienten nicht das was sie glauben und es hilft auch nicht das was sie gerne hätten und dann muss man das auch unmissverständlich klarstellen!

Die Forderung nach der respektvollen Behandlung kann ich nur unterstützen und Ihnen aus tiefster Seele zustimmen, aber respektvoller Umgang ist etwas worum sich BEIDE Seiten bemühen sollten.

“Respekt” und “Augenhöhe” fehlt auch dann wenn ich anonym in einem Bewertungsportal als nutzloser, arroganter, inkompetender, geldgeiler Stümper bezeichnet werde nur weil ich nach mehrfachen Untersuchungen, ausführlichen Beratungen und viel investierter Zeit und Mühe nicht die Diagnose gestellt habe, die der Patient gerne hätte, ihn nicht so lange krank schreibe wie er es möchte und nicht die Behandlung empfehle die ihm in einem Internetforum ans Herz gelegt wurde.

Von Respekt und Augenhöhe kann man auch nicht sprechen wenn man sonntags um 2:30 zum Notarzteinsatz gerufen wird weil ein röhrender Partyelch zu betrunken ist um sich seine Kontaktlinsen aus den Augen zu fischen… und dann auch noch beleidigend wird weil man die Frechheit besitzt den Einsatz ungerechtfertigt zu bezeichnen.

#26 |
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Gast
Gast

#22
Dr. med. Bodo Mees wie ist denn die Luft da oben? Haben sie schon ein Schild an ihrer Praxistür das diese Gruppen von ihnen nicht gerne gesehn werden ?

#25 |
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Gast
Gast

Ich habe 2 mal schlechte Bewertungen abgegeben. Einmal einem Zahnarzt und einmal einem Orthopäden. Aus unerklärlichen Gründen häufen sich danach die 1,0 Bewertungen, bis der Schnitt wieder stimmt. Dann verschwinden noch die negativen und schon ist der Hochglanzarzt wieder hergestellt. Und immer kommt dann in den Bewertungen das Wort `Kompetenz` vor. Ich habe mal beide Profile und andere noch eine Weile beobachtet. Besonders bei Zahnärzten scheint es ja nur positiv zu laufen???

#24 |
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Gast
Gast

Wie schon geahnt – mein Kommentar auf dieser Seite bereits vorhanden – können die Kollegen Mediziner nichts dazu lernen, obwohl dies von ihrem intellektuellen Niveau her durchaus möglich ist. Wollen und Können, das ewige Dilemma. All den enttäuschten Patienten geht es ausschließlich um eine Behandlung, wie ein gleichberechtigter Ansprechpartner, der auf der gleichen Augenhöhe mit dem Arzt kommunizieren kann. Ich könnte hier echte Memoiren schreiben. Allerdings würden die Ärzte-Kollegen es trotzdem nicht verstehen wollen. Liebe Ärzte: Wir leben in einer Wissensgesellschaft. Wir haben noch nie so viele gut ausgebildete Menschen gehabt, wie es heute der Fall ist. Deswegen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich das Verhalten der Ärzte gegenüber von ihren Patienten ändern muss!!! Die Profs alter Schule glauben es nicht nur, sondern sind tief davon überzeugt, dass man den Leuten die Erde immer noch als eine Scheibe “verkaufen” kann und dies geben sie auch an ihre Studis weiter, die dann wiederum meinen, sie seinen tatsächlich “Götter/Halbgötter” in Weiß. Ein weißer Kittel macht aus niemanden einen Gott/Halbgott, wie wird dies auf den antiken Bildern der römischen oder griechischen Götter gewöhnt sind. Hier geht es letzten Endes um Menschen und vor allem um kranke Menschen, die ein respektvolles Behandeln zu Recht nicht nur erwarten, sondern auch verlangen. Es ist an der Zeit, der Realität ins Auge zu schauen und sich dieser strukturellen gesellschaftlichen Änderungen/Veränderungen klar zu werden. Ich wünschte wir hätten mehr von dem modernen Arzt-Typus, der den Patienten ernst nimmt und gleichberechtigten Partner behandelt. Ich wünschte auch, dass mehr Patienten hinterfragen und auch kritisch nachfragen. Ja, die Bezahlung der Ärzte ist ganz schlecht organisiert. Frage: Wer hat den die notwendigen Lobbyisten?? Ärzte oder Patienten?? Die Frage muss ich hier sicherlich nicht beantworten. Darüber hinaus gibt es strukturelle Veränderungen bei allen akademischen Berufen. Heutzutage werden Bewerber mit Hochschulabschluss für Stellen als Sekretärin, Sachbearbeiter usw. gesucht, wo vor paar Jahren eine ganz normale kaufmännische Lehre die Regel war. Die Gehälter sind allerdings nicht gestiegen. Sprich ein Akademiker wird so bezahlt, wie jemand mit einer abgeschlossenen Lehre. Dies betrifft auch Ärzte. Warum sollte es den Ärzten besser gehen? Dies muss man halt zu Kenntnis nehmen anstatt immer nur die Patienten und die Krankenkassen dafür verantwortlich zu machen. Und es ist natürlich viel einfacher nur auf andere mit dem Finger zu zeigen, aber in diesem Moment zeigen die drei Finger auf einen selbst.

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Die Autoren auf solchen Seiten gehören zu wenigen, nicht im realen Leben sozial vernetzten Gruppen: Frührentner, Arbeitslose, Hartz 4-Empfänger, Beamte (v. a. Lehrer).

#22 |
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Liebe Leser dieses Blogs,
wie wohl die meisten meiner Kollegen erdulde ich die anonyme Bewertung durch Internet-Portale, welche bekanntermaßen meist von “enttäuschten” Patienten genutzt werden, wenn man nicht aktiv seine zufriedenen Patienten um einen Kommentar bittet. Doch das würde nur zusätzliche Energien binden, welche man sinnvoller in die Fürsorge für die eigenen Patienten investieren kann. Wenn sich die Menschen, welche uns gern anonym negativ bewerten, über das Honorar ihres Arztes für ihre Behandlung pro Quartal ausreichend informierten, würde sie sicher ihr schlechtes Gewissen aufgrund ihres destruktiven Verhaltens und der negativen Ausrichtung Ihrer Zielsetzung zerfressen. Doch wir leben eben in einer Zeit, in welcher nur wenige bereit sind, mehr zu geben als sie von anderen erwarten und viele nach dem Motto leben “Hauptsache es geht mir gut, koste es die Anderen, was es wolle.” Ich glaube, dass wir das, was wir anderen antun, uns selbst zufügen, da wir unter Berücksichtigung zahlreicher Nahtoderlebnisse zum Zeitpunkt der Trennung unseres Bewusstseins von unserer Hülle mit unseren persönlichen Entscheidungen und Handlungen neutral jedoch ohne den Schleier des Selbstbetruges konfrontiert werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass die negativen Emotionen durch gewisse Entitäten im Hintergrund als eine Ressource gefördert werden. Auch die Bewertungsportale nutzen für Ihr Geschäftsmodell diesen Hauptstrom und unterstützen damit vielleicht unbewusst das große Endziel einer gewissen Gruppe. Wir alle sollten bewusster und verantwortungsvoller mit der tatsächlichen Macht unserer eigenen Emotionen sowohl in positiver wie auch in negativer Hinsicht umgehen und versuchen, in unserem Denken und Handeln die vielen subtilen Formen der Lüge zu erkennen und um ihrer destruktiven Auswirkungen willen zu vermeiden. Wenn wir mit diesem Bewusstsein die Bewertungsportale nutzen würden, wäre keine Kritik mehr an dieser Thematik zu üben. Wir würden dann aber auch auf die eigene Anonymität bei unserer Bewertung verzichten wollen. Dr. Jens Eckert

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sorry: Fortsetzung:
um es abzukürzen, es gab einen riesen Bohai. Es stellte sich heraus, daß er unsere Bilder, die mehrfach vorher erfolgt waren, einfach nicht an die weiterbehandelnde Klink mitgenommen hatte, sodaß diese (unnötigerweise) neue Bilder gemacht hat. Darüber, aber weil wir schuld wären, hat er sich gewichtig beim Gesundheitsministerium beschwert. Es gibt schon abstruse Früchte, daher stehe ich diesen Portalen absolut kontrovers gegenüber. Bitte lassen Sie uns nicht vergessen, daß es auch wirklich debile Juroren geben kann.

#20 |
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Ich glaube, es gibt keine idiotischere (oder aus monetären Gründe genialere?) Erfindung als diese Portale. Da können sich Patienten auskotzen, wie ihnen gerade zumute ist. Inwieweit das mit der Realität übereinstimmt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich hatte z.B. mal eine Beschwerde, die der Patient direkt an das Gesundheitsministerium gerichtet hat unter

#19 |
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Nichtmedizinische Berufe

Vielen Dank für diesen Artikel.

Ich denke das wichtigste was man aus diesem Artikel mitnehmen sollte, ist dass es die Bewertungsportale gibt und man wissen muss wie man sie einsetzt. Ich spreche jetzt nicht davon Azubis oder Familienmitglieder Bewertungen schreiben zu lassen (wie es in einigen Kommentaren erwähnt wurde), sondern Patienten aktiv dazu aufzufordern eine Bewertung abzugeben.

Auch gebe ich zu bedenken, dass sich Patienten in den seltensten Fällen von einer schlechten Durchschnitts-Bewertung abschrecken lassen, denn auch Patienten wissen, dass eine Bewertung schlechter als Schulnote 4 in den seltensten Fälle realistisch ist und zumeist die “Abrechnung” eines Patienten beinhaltet der sich “schlecht behandelt” fühlt.
Diese Portale sind dann für Patienten interessant wenn sie sich auf der Suche nach einem neuen Arzt befinden, sei es Umzug, Facharzttermin oder ähnliches. In diesem Fall, behaupte ich, nehmen sich Patienten sogar die Zeit die Bewertungen durchzulesen und sortieren dann auch selbstständig unrealistische Bewertungen aus.

Abschließend denke ich, dass Bewertungsportale natürlich Fluch und Segen sein können, wenn man sie aber vernünftig einsetzt überwiegen die positiven Aspekte. Eventuell ist es ja auch sinnvoll seine Arbeit oder zumindest seine Praxisorganisation und -struktur an Hand der abgefragten Kriterien sinnvoll zu hinterfragen.

#18 |
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Prof.Dr Wolfgang Schultz
Prof.Dr Wolfgang Schultz

Ich kann in der heutigen Zeit nur jeden Patienten warnen auf die “prächtigen” Internetforen Hereinzufallen. Als langgedienter Arzt bin ich häufig angetan, was diese Ärzte alles können in diesen Foren- leider häufig nur auf dem Papier.Mein Tip: Suchen Sie sich den Arzt Ihrer Wahl nur nach persönlichem Gespräch und dem Verhalten als Arzt und nicht als Verkäufer-

Prof. Dr. Schultz

#17 |
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Medizinphysiker

Die beste und nachhaltigste Art zu bewerten ist doch nicht die online-Bewertung, sondern die persönliche verbale Bewertung im persönlichen Gespräch und mit Augenkontakt.
Kann loben bedeuten aber auch tadeln!

#16 |
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Gast
Gast

Richtig, niemand wird gezwungen, mieses Karma zu sammeln und zu bewerten. (Ich dachte es sei klar rausgekommen, dass ich diese Leute nicht gerade für die Krone der intellektuellen Evolution halte). Man wird aber gezwungen, sich bewerten zu lassen. Auch wenn man sich bei 8000 behandelten Patienten im Jahr einen feuchten Dung für ein oder zwei unzufriedene Leute, die unbedingt mieses Karma haben wollen, interessiert. Ich fände es eine gute Idee, wenn Ärzte Patienten bewerten würden (schlechte Compliance, man hat eine halbe Stunde was erklärt, er hat trotzdem nichts verstanden, will nicht gesund werden sondern Rente, macht laufend kurzfristig Termine und kommt dann nicht, hat die MFA betatscht usw.) Das wäre mal ein Riesenspass! (Für die etwas rigiden Leser: natürlich meine ich das nicht ernst. Lachen darüber ist ausreichend)

#15 |
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Gast
Gast

Das ist mit jedem Berwertungsportal,
Niemand zwingt einen daran mitzumachen

#14 |
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Gast
Gast

Das Geschäftsmodell von Bewertungsportalen aller Art (nicht nur Ärzte Bewertung) ist, Leute dazu zu bringen, mieses Karma einzusammeln, in dem sie schlecht über andere reden. Ich gebe grundsätzlich nur Bewertungen ab, wenn ich etwas positiv bewerten kann. Die meiste Zeit bewerte ich gar nicht, weil ich nichts davon halte, dass die Leute die größte Macht haben, die nichts zu tun haben und deshalb im Internet dem Bewerten von allen möglichen Dienstleistungen und Dingen des täglichen Lebens nachzugehen. Wenn ich etwas negatives zu sagen habe, dann bespreche ich das mit dem Anbieter direkt. Wer glaubt, dass die Bewertungen bei Jameda oder ähnlichem in irgend einer Form zur Verbesserung der Qualität beitragen, der glaubt auch, dass Kinder schlagen eine gute Erziehungsmethode ist. Wir wissen alle, dass das Gegenteil richtig ist. Natürlich sagt der Geschäftsführer von Jameda was anderes. Er ist der Geschäftsführer.

#13 |
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Ich kenne einen Zahnarzt, der hat sich einen 2. Doktor-Titel gekauft.

#12 |
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Ärztin

Für mich ist Jameda eine moderne Form der Schutzgelderpressung.
Das Portal möchte gerne verdienen, bietet mehrere Premiumpakete an (135 Euro im Monat!!!! Wofür???).
Zahlt man nicht, verschwinden immer wieder positive Patientenkommentare auf unerfindliche Weise und schlechte Bewertungen, die schon Jahre zurückliegen, rücken plötzlich an erste oder zweite Stelle mit aktuellem Datum. Lustig wenn da steht, dass der Patient nach einem ersten Besuch den Arzt gewechselt hat, weil man doch “ein Griff ins Klo” gewesen sei (Beleidigungen gehen gern mal durch) und ebendiese Bewertung nach 5 Jahren auf einmal tagesaktuell in dem selben Wortlaut wieder auftaucht.
Kollegen, die offensichtlich “Schutzgeld” zahlen, haben in absolut regelmäßigen Abständen ausschließlich 1,0-Bewertungen mit immer gleichlautenden Kommentaren und Lobpreisungen (man muß ja für 135 Euro etwas bieten!)
Man kann sich ein Bein ausreissen, aber wenn man eine ungerechtfertigte AU für drei Tage wegen Verkaterung nicht auszustellen bereit ist, folgt die Verunglimpfung auf Jameda “unempathisch, nimmt sich keine Zeit, schlimmer Arzt…”.
Es ist einfach frustrierend!

#11 |
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Habe negative Bewertungen immer so stehen gelassen, in der Hoffnung, dass diese abschreckend wirken. Das hat leider nicht funktioniert. Werde trotzdem noch überrannt.

#10 |
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Bin Orthopäde im Ruhestand, bin aber trotzdem noch wie ein praktizierender im Internet gelistet. Das stört mein Verhältnis zu einer objektiven Wahrheit. Das Internet ist also falsch gepolt. Habe mal versucht bei Kollegen reinzuschauen, wie die so bewertet werden. Fand dann drei User haben einen Kommentar abgegeben. Was soll diese kleine Anzahl. Habe im Jahr 7800 Kassenpatienten und 850 Privatpatienten betreut. Wenn ich mir vorstelle, 30 hätten einen Kommentrar abgegeben, dann würde das nur ein Zufallsergebnis widerspiegeln. Und wenn sich dann ein zukünftiger Patient auf diese 30 Urteile beziehen wollte, hätte er weniger als eine Stichproben. Die beste Reklame ist die MundzuMund-Propaganda – auch ohne Internet Portal.

#9 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich weiß von Ärzten, die ihre Azubis da dransetzen, um sich gute Bewertungen zu schreiben ( besonders um zu erreichen, dass eine schlechte nach hinten rückt). Für mich sind daher Ärztebewertungen im Internet ein bisserl wie ein Horoskop – man liest sie, man hat eventuell einen Aha- Effekt, aber allzu ernst sollte man sie nicht nehmen.

#8 |
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Dr.med Kay Jacobsen
Dr.med Kay Jacobsen

Da die meisten Facharzt-Kassensitze von Krankenhäusern aufgekauft (von Landeszuschüssen, also Steuergeldern !!!) und in MVZ´s umgewandelt werden ist es bald abeshbar wie die verbliebenen Ärzte bewertet werden. Der Patient hat die Wahl zwischen MVZ und Niedergalassenem Arzt (sofern er einen Termin bekommt) der total Überlaufen ist. Wie soll mann bei 70-100 Patienten am Tag stets super glaunt daher kommen ? Alles Übererbewertet ?

#7 |
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Weitere medizinische Berufe

Die Ätzte Bewertungen und Krankenhausbewertungen kann man nach heutigem Stand vergessen.
Ein Bewertungssystem muß so aussehen:
In einer Region müssen alle Arzte nach einem Chaotischen Sytem bewertet werden und zwar wie folgt:
Alle Quartal wird aus den Arzt Besuch ausgewählt wer bewerten soll. Der Patient wird mit eMail angeschrieben mit der Bitte zur Bewertung.
Der Fragebogen wird aufgeschlagen, der Patient füllt aus und gibt es frei.
Mit dem Argument der Patien kann doch die Fachchlichkeit nicht beurteilen>Meine
Antwort aber er tut es.
Damit bekommen wir eine sachlich sehr gute brauchware Übersicht zur Arzt Wahl. Der Arzt kann auch seine negativen Punkte korrigieren und damit besser werden
Das sind die Ärzte nicht gewöhnt, die guten Ärzte werden die Konzwquene ziehen und besser werden

Es gibt nach meine längjahrigen Erfahrung auf diesem Gebiet nur Pro
Es adrf keine Strafe geben sondern nur wie machen wir das besser

#6 |
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Gast
Gast

Dieser Artikel ist nur eine halbe Wahrheit. Mischen Sie sich mal selbst unter die Ärzteschaft, wo Sie einer von Ihnen sind, dann wird Ihnen bestätigt bzw. einfach gesagt – weil Sie ja Kollege sind – dass die guten bzw. sehr guten Bewertungen von Ärzten selbst, Bekannten, Familie usw. verfasst werden. Hier und sonst wo heißt es ja, dass alles super ist und die Mediziner so was von “ehrlich“, vertrauenswürdig usw. Diese Selbstbeweihräucherung ist typisch. Arroganz und Ignoranz sind bei vielen Ärzten die Devise. Dafür sprechen meine Erfahrungen, Erfahrungen von anderen, meine Recherche und mein Beruf. Möchte hier anonym bleiben. Sehe jetzt schon die Empörung der „Ehrlichen“. Lieber Verfasser des Artikels machen Sie mal selbst solche Tests, aber geben Sie sich nicht als Journalist, denn der Stallgeruch muss ja stimmen. Im Übrigen: Meine Ärzte-Bewertungen wurden auch entfernt. Einer sogar erst nach über einem Jahr. Bewertungen waren sachlich, keine Beschimpfungen usw. Die Mediziner haben gemeint, dass sie sich an solche „Vorfälle“ sprich Gespräche nicht erinnern können. Echt ein Jammer!!! Solche partielle Demenz tritt im Übrigen bei vielen auf, die es nicht gewöhnt sind, mal über sich selbst zu reflektieren. So eine schöne Jameda-Welt selbst gezaubert. Echt Igitt.
Medizinerkenner

#5 |
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Gast
Gast

Guter Artikel, der Pro und Kontra der Bewertungsportale darstellt. Ich finde, wie auch die Kommentatoren vor mir, man sollte die Bewertungen im Einzelnen lesen und sich dann ein Bild machen.
Im Allgemeinen bleibt es trotzdem schwer, gute Ärzte allein anhand dieser Skalen auszumachen: so neigt das Internet zu gehäuft frustrierten Patienten (ich persönlich denke, dass der zufriedene Patient eher seltener im Netz zu finden ist). Hat der Arzt mal eine Erkrankung bei einmaligem Besuch nicht erkannt ist er sofort der Gehörnte. Ist die Praxis voll, gibt es gleich ne sechs, ungeachtet dessen, dass er sich eben für jeden Patienten Zeit nimmt.

Parallel ist es so, dass in strukturschwachen Gegenden grundsätzlich weniger Bewertungen eingehen während beispielsweise in Großstädten die Ärzte praktisch schon mit ihrem Profil werben. Da ist es aufgrund der Vielzahl der Bewertungen einfach nicht möglich, alles zu analysieren. Ich habe oft den Eindruck, dass es eh egal ist wo man hin geht: die haben alle gute Bewertungen. Und auf dem “Dorf”? Naja da hat man durch den Ärztemangel einfach keine Wahl…

#4 |
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Nichtmedizinische Berufe

#1 “Ärzte sind auch nur Menschen”. Hm…. eine beliebte Luftblase um Ärzten Fehler zuzugestehen?
Meiner Meinung nach arbeitet JAMEDA nach dem im Text oben beschriebenen Prinzip: Kommt eine Beschwerde von Herrn/Frau Doktor Aua, werden kritische Kommentare gelöscht; mit dem Vorwand, sie würden überprüft, aber nie wieder eingestellt.

Ich kenne eine HNO-Ärztin in Düsseldorf die seit Jahren immer wieder selbst oder mit Hilfe anderer dafür sorgt, eine gute Gesamtbewertung zu erhalten. Permanent setzt sie nach einer negativen Bewertung umgehend eine positive in die Bewertungsskala. Ihre Kommentare fallen immer wieder durch den Wortlaut: “Frau Doktor hat…, Frau Doktor sagte….Frau Doktor war nett….” auf. Sie stellt ein Foto ein, auf dem sie mindestens 30 Jahre jünger ist, gleichwohl sie längst in Rente gehen sollte….

Die sog. ausgeklügelte Technik um die Spreu vom Weizen zu trennen, wird wahrscheinlich nur bei User-innen angewandt- wobei ich das bezweifle, denn hier geht es wohl eher um Doktors Brieftasche im übertragenen Sinn- denn davon leben u.a. Bewertungsportale.

Eine Bekannte sammelt alle Negativ-Bewertunge von dieser “Ärztin” und will sie an die zuständige Ärztekammer schicken. Wahrscheinlich wird diese Eingabe als Ersatz für Klopapier genutzt werden- so ist meine Meinung. Gegen einen schlechte Ärzte u. Ärztinnen gibt es kein Gegenmittel. Die machen munter weiter, weil niemand sie zur Rechenschaft zieht.

Ich benötige keine Bewertungsportale da ich eine ganz einfache Vorgehensweise habe, um selbst die Spreu vom Weizen zu trennen. Beispiel: Ein Doc wollte mir wg. meiner Schmerzen im Handgelenk eine Cortison-Spritze geben. Ich zog flink die Hand weg und sagte: “Bitte keine Cortion-Spritze!!” Antwort vom Doc: “Wieso? Ich bin doch Arzt!” ;-)
Der geneigte Leser darf gerne raten, wie ich mich entschieden habe.

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Assistenzärztin
Assistenzärztin

Da haben Sie recht: Zu Beginn meiner Facharztausbildung sagte mir mein Oberarzt, dass es leider sehr häufig Kollegen gibt die zwar sehr bemüht und empathisch im Umgang mit Patienten sind aber dafür die nötige Fachkompetenz oder das fachliche Engagement vermissen lassen… und umgekehrt häufig sehr kompetente Kollegen die im sozialen Umgang mit den Patienten versagen.

Im Laufe der Jahre muss ich sagen: diese Annahme bestätigt sich leider sehr oft. Alle wollen gerne der perfekte Arzt sein der sowohl fachlich als auch im sozialen Umgang stets souverän und kompetent ist aber leider schaffen einige nicht beides…

Bei Bewertungsportalen sollte man durchaus kritisch lesen: auf Sternezahlen kann man sich sowieso nicht verlassen! Die bekommt man gerne mal nach Kriterien wie Sympathie oder Wartezeit. Bei Kommentaren sollte man inhaltlich differenzieren: hat sich jemand einfach nur gut aufgehoben gefühlt, dann kann es sein dass ein inkompetenter Händchenhalter zufällig keinen Schaden angerichtet hat… kann der Autor jedoch klar sein Krankheitsbild und das folgende Procedere gut beschreiben, dann erst kann man nachvollziehen dass der Patient nicht nur freundlich, sondern auch fachlich korrekt behandelt wurde.

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Nichtmedizinische Berufe

Man muß die Bewertungen auch mit etwas Kritik lesen. Ärzte sind auch nur Menschen; und wenn Arzt und Patient “einen schlechten Tag” hatten, kann auch eine schlechte Bewertung die Folge sein..:-)
Zu meiner Schwester (selbst Ärztin) kam mal ein Informatik-Student und erzählte, er käme wegen guter Bewertungen im Internet…;-)

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