Migräne: Geht’s auch ohne Pillen?

20. September 2016
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Viele Patienten wünschen sich bei Migräne eine nicht-medikamentöse Therapie als Alternative oder Ergänzung. Doch welche Verfahren helfen wirklich – und welche sind nur fauler Zauber? Mit diesen Fragen haben sich jetzt Neurologen befasst.

Diese Headlines machen Hoffnung: „Daith-Piercing: Ein Piercing gegen Schmerzen?“ oder „Bei Kopfschmerzen könnte ein Ohren-Piercing helfen“: Unzählige Online-Medien berichten momentan vom vermeintlichen Erfolg dieser Methode. Kein Wunder: Viele Patienten wünschen sich, ihre Beschwerden ohne Arzneimittel in den Griff zu bekommen.

Nicht zur Therapie geeignet

Deshalb warnt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) vor Piercings im Bereich des Ohrknorpels: „Das Verfahren beruht auf keiner nachvollziehbaren pathophysiologischen Grundlage.“ Akteure hätten zwar eine klinische Studie angekündigt. „Bislang wurden jedoch keine Studien in einer Studiendatenbank registriert oder zu diesem Thema publiziert“, so die DMKG weiter. Auch gebe es keinerlei wissenschaftliche Beweise.

Piercing gegen Migräne Mythos Fakten Erfahrungen by Steve Pierce www.Piercingparty.de

Quelle: Facebook / Screenshot: DocCheck

Bleibt als Risiko, dass Entzündungen im Bereich des Ohrknorpels auftreten. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Andere nicht-medikamentöse Verfahren zur Schmerztherapie zeigen sehr wohl wünschenswerte Effekte.

Die Spreu vom Weizen trennen

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Richard L. Nahin. Quelle: NIH/NCCIH

Richard L. Nahin aus dem amerikanischen Bethesda hat untersucht, welche komplementärmedizinischen Ansätze sich zur Schmerztherapie eignen. Bei Migräne fand er einige randomisierte Studien. Demnach verringern Entspannungstechniken vor allem die Frequenz von Attacken. Akupunkturen zeigten auf verschiedenen Testskalen ebenfalls Effekte. Sie reduzierten die Stärke von Kopfschmerzen aber nicht.

Nahin zufolge profitieren Patienten von der Massage myofaszialer Triggerpunkte. Die Häufigkeit von Schmerzattacken ging zurück. Einflüsse auf die Schmerzstärke oder die Dauer einer Attacke ließen sich aber nicht nachweisen.

Aus der Forschung in die Praxis

Mit dem Wissen gelingt es Neurologen schon jetzt, Patienten zu behandeln. Dabei hilft ihnen die kürzlich veröffentlichte Leitlinie zu „Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutische Interventionen zur Behandlung der Migräne“. Im Dokument bewerten Autoren der DMKG die aktuelle Studienlage. Sie nahmen 118 Veröffentlichungen mit insgesamt 8.300 Patienten unter ihre Lupe. Ihr Fazit:

  • Allein durch die Beratung von Patienten verringerten sich Kopfschmerzen deutlich messbar. Hier spielen nicht nur Arzt-Patient-Gespräche eine Rolle, sondern auch internetbasierte Angebote.
  • Bei den Entspannungsverfahren raten Leitlinienautoren primär zur progressiven Muskelrelaxation. Die Methode ist leichter erlernbar und anwendbar als autogenes Training. Generell wirken Verfahren umso besser, je sicherer sie beherrscht werden.
  • Aerober Ausdauersport ist aufgrund generell positiver Effekte ebenfalls eine Empfehlung wert, wobei es noch vergleichsweise wenige Studien gibt.
  • Die kognitive Verhaltenstherapie zeigt, wie es heißt, „sehr gute Evidenz“. Sie hilft Patienten, mit Stress umzugehen und ihre eigene Erwartungshaltung zu korrigieren. Hier sind vor allem Menschen mit hoher Erwartungshaltung zu nennen.
  • Innerhalb der Biofeedback-Verfahren bewertet die DMKG das Neurofeedback als „vielversprechend“, wobei aufgrund der Datenlage noch keine generelle Einschätzung möglich ist.

Gut kombiniert

Bei Patienten mit häufigen, schweren Migräneattacken kann es sich lohnen, medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze bei der Prophylaxe zu kombinieren. Laut der immer noch gültigen Leitlinie „Therapie der Migräne“ sollten Ärzte primär die Betablocker Metoprolol und Propranolol, den Kalziumantagonisten Flunarizin oder die Antikonvulsiva Topiramat und Valproinsäure verordnen. Als zweite Wahl nennt das Dokument den Betablocker Bisoprolol, das Trizyklikum Amitriptylin und die NSAR Naproxen beziehungsweise Acetylsalicylsäure.

„Die Kombination von verhaltenstherapeutischer und pharmakologischer Behandlung ist sehr gut wirksam und bietet den großen Vorteil, Medikamentenübergebrauch vorzubeugen beziehungsweise zu reduzieren“, schreibt die DMKG als Kommentar.

Licht an, Schmerz aus

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Rami Burstein. Quelle: Beth Israel Deaconess Medical Center

Damit ist das Ende der Fahnenstange längst noch nicht erreicht. Forscher um Rami Burstein, Boston, untersuchten Effekte unterschiedlicher Lichtfarben. Ihr Ansatz überrascht, weil viele Patienten während eines Schmerzschubs oft von Photophobien berichten. Das konnte Burstein im Experiment mit 41 Probanden erneut bestätigen. Allerdings zeigte grünes Licht niedriger Intensität – verglichen mit anderen Farben – wünschenswerte Effekte. Hier verringerte sich der Schweregrad von Kopfschmerzen um bis zu 20 Prozent.

Für die Praxis ist Bursteins Idee noch zu teuer. Er schlägt jedoch vor, Sonnenbrillen mit Filterfolien einzusetzen, die Betroffene während eines Migräneschubs tragen. Bis zur Revision der Leitlinie liegen hoffentlich bessere Daten vor.

106 Wertungen (3.51 ø)
Medizin, Neurologie

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30 Kommentare:

Maren Quade-Stanke
Maren Quade-Stanke

Hatte über mehrere Jahre sehr schlimme Migräneattacken (4x wö)
Durch Psychotherapie und Migränetherapie nach Kern habe ich max. 3 Anfälle im Jahr

#30 |
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Gast
Gast

Wenn sich selbst der Piercerverband von Migränepiercings distanziert, sollte man doch echt die Hände davon lassen.

#29 |
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Ein spannender Artikel, aber man sollte bedenken, dass hier

#28 |
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Medizinische Dokumentarin

Ohrknorpelpiercing, Fastentherapie, Low Carb und “gesünder Sex” – ich kann mir gerade nur noch an den Migräne geplagten Kopf greifen.
Natürlich sollte es selbstverständlich sein, dass alle anderen möglichen Ursachen bei HNO-, Orthopädie-, Zahn- und -anderen Ärzten vorher abgeklärt und auch bestehende Mängel (Magnesium, Calcium und Vit.D) behoben werden.
Bleibt aber unter dem Strich die Diagnose Migräne erhalten, sind doch immer noch mit den Triptanen gute Medikamente vorhanden (auch das für viele Ärzte noch unbekannte Almogran, wenn Sumatriptan versagt), um die Leute anständig behandeln zu können und sie nicht mit Aspirin abzuspeisen oder mit Körperschmuck und fragwürdiger Ernährungsumstellung zu quälen.
Und mal ganz ehrlich: wer sich lieber ein Piercing stechen lässt, anstatt eine Tablette zu nehmen, der hatte noch nie einen richtigen Migräneanfall.

#27 |
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Gast
Gast

Was ich hier in der Diskussion nicht ganz verstehe, ist dass die Verlinkung im Artikel http://www.dgn.org/images/red_leitlinien/LL_2012/pdf/030-057l_S1_Migraene_Therapie_2012_verlaengert.pdf gar nicht erst durchgenommen wird aber einige rufen “das hilft dies hilft jenes hilft”. Migräne gibt es in verschiedene Formen, es soll doch erst mal erörtert werden von was für einer Art Migräne es geht bevor man laut hier seine eigene Methoden verkaufen möchte. Ich frage mich übrigens ob der “Piercing-Type” sich überhaupt mit diesen Leitlinien befasst hat, oder nur ein Laie ist der jetzt das Leiden der Patienten ausnutzt um Geld zu machen. Evidenzbasiert hört sich das nicht an, Leitlinien gericht schon mal gar nicht.

#26 |
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Gast
Gast

J Neural Transm (Vienna). 2012 May;119(5):575-9. doi: 10.1007/s00702-012-0790-2. Epub 2012 Mar 18.
Why all migraine patients should be treated with magnesium.
Mauskop A1, Varughese J.
Author information
Abstract

Magnesium, the second most abundant intracellular cation, is essential in many intracellular processes and appears to play an important role in migraine pathogenesis. Routine blood tests do not reflect true body magnesium stores since

#25 |
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Nichtmedizinische Berufe

Meine Güte, was steht denn hier in den Kommentarspalten für ein Zeugs… Eine Anhäufung von Privattherapien und -theorien, allenfalls individuelle Erfahrungen ohne allgemeine Evidenz. Man könnte wirklich meinen, viele hätten den Artikel nicht gelesen, der sich ja schließlich mit der Frage der Evidenz bei der Kopfschmerz- und Migräneforschung eingehend beschäftigt.

Dabei wird dann immer so getan, als behaupte die evidenzbasierte Medizin, über den Stein der Weisen, die ultimativen Methoden und Erkenntnisse, zu verfügen. Was für ein Unsinn. Die aktuellen Ergebnisse sind das Ergebnis eines langsamen Fortschreitens “von Irrtum zu Irrtum”, wie es in der Wissenschaft nun mal üblich ist. Die Komplexität der Migräneerkrankung hat sich nun einmal lange einer tieferen Erkenntnis entzogen. Aber das bedeutet doch nicht, einfach “irgendwas” ohne physiologisch-neurologische Begründung, ohne breitere Studienlage zu propagieren.
Wenn jemand einen individuellen Weg findet, seine Beschwerden zu lindern – in Ordnung. Aber das ist immer nur eine Einzelerfahrung, die für eine wissenschaftliche Betrachtung des Problems keine Bedeutung hat.

Was allerdings nicht in Ordnung ist: Leute mit einem Unsinn wie dem “Migräne-Piercing” zu traktieren. Ich schreibe das nur, weil sich der Proponent dieser “Methode” ja hier auch zu Wort gemeldet hat, um ein wenig Verschwörungstheorie zu verbreiten. Übrigens vermisse ich die immer wieder angekündigte Studie dazu… Ich kann in der DRKS nichts finden. Wo ist sie angemeldet? Wo kann ich das Studiendesign einsehen? Welche Klinik? Welche Art von Studie? Bin sehr interessiert.

#24 |
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Obwohl alle wichtigen Tierversuche vorliegen, trotz unserer fortgeschrittenen Diagnostik steht die medizinische Wissenschaft genau da, wo schon der Theophrast von Hohenheim stand: Wie der Ochs vorm Berge.
Das soll jetzt keine Kollegenschelte sein, es ist nur eine Tatsachenbeschreibung.
Der Hauptgrund ist die mangelnde Kooperation der unterschiedliche Fachrichtungen und der Umstand, dass zum Beispiel der HNO Kollege, herzlich wenig von der Urologie versteht.
Eine besondere, unglaubliche Wissenslücke gibt es in der Bissphysiologie. Hier gehen die Kollegen ganz einfach von einer grundlegend falschen Grundvoraussetzung aus. Eine einfache anatomische Analyse des Kauorgans würde erschließen, dass die muskulären Voraussetzungen fehlen, um so zu kauen, wie es die derzeitige Wissenschaft meint. Wenn wir das einmal richtig gestellt hätten, würden auch die Neurologen beginnen zu verstehen, wie die Zusammenhänge in der nervösen Verflechtung in Wirklichkeit laufen.
Erst, wenn wir das Kauorgan vollkommen neu untersuchen und sehen, dass auf Grund der Zugrichtung der vier Kaumuskeln der Kauvorgang anders ablaufen muss als angenommen, wenn dann die Neurologen sich den n.trigeminus im Lichte der neuen Erkenntnis ansehen, dann kommen wir auch den Ursachen der Migräne auf die Spur.

#23 |
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Tierärztin

Als eine sehr wirksame Behandlungsmöglichkeit hat sich in meiner Praxis die Kombination aus Chiropraktik, Akupunktur, YNSA und ggf. Chinesischen Arzneimitteln erwiesen, erstaunlicherweise sogar im mittelschweren akuten Anfall.
Besonderes Augenmerk lege ich auf die vorsichtige Mobilisierung des Atlas, der sich bei den Migränepatienten, die ich bis jetzt behandelt habe, fast ausschließlich in einer spezifischen Subluxationsstellung befand. Erstaunlicherweise verschwindet der Schmerz meist schon während der Behandlung ( YNSA !!) und mit wenigen Nachbehandlungen und einem angepassten Kopfkissen auch nachhaltig.
Eine früher selbst Betroffene und durch einen amerikanischen Chiropractor von Migräneattacken befreite Tierärztin und Heilpraktikerin !

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Medizinphysiker

Womöglich hat die Migräne eine nicht unbeachtliche psychogene Komponente und es ist daher nicht unmöglich, dass selbst die unsäglichste Therapie hilft!

#21 |
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Dipl.-Psych. Klaus Hug
Dipl.-Psych. Klaus Hug

Zur Ergänzung:

Die übliche und wirksame Methode im Rahmen einer Biofeedbacktherapie stellt nach wie vor das sog. “Vasokonstriktionstraining” (BVP-Biofeedback) dar. Für Neurofeedback fehlen bislang entsprechende wissenschaftliche Studien mit eindeutigen Ergebnissen

Klaus Hug
Biofeedbackzentrum Allgäu

#20 |
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Gast
Gast

#16: Sie sprechen mir aus der Seele, einer der wenigen vernünftigen Beiträge hier! Migräne ist nun mal eine neurologische Erkrankung und wäre sie so einfach mit Ernährungsumstellung, Verzicht auf Kohlenhydrate, Piercing (oder was auch immer an absurden Vorschlägen gemacht werden) in den Griff zu bekommen, würde doch kein Betroffener mehr freiwillig Medikamente einnehmen.

Hilfreich können Entspannungsverfahren sein, Regelmäßigkeit in den Tagesablauf bringen, ausreichend Kohlenhydrate, moderate Bewegung … Bei schwerer Betroffenen reicht das aber leider auch nicht aus (es ist nun mal eine genetisch bedingte Erkrankung) und diese Menschen sind glücklich und dankbar, dass wirksame Medikamente zur Verfügung stehen.

#19 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich selbst hatte Aufgrund eines Schleudertraumas jahrelang 3-5 mal pro Monat heftige Migräne (Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Übergeben, etc.) und litt jeweils den ganzen Tag. Dann lernte ich die Dorn-Methode kennen. Das Beste daran ist, jeder kann sie selbst anwenden. Heute habe ich maximal 1-2 mal im Jahr Migräne, jedoch nur, wenn ich mich selbst ignoriere und mich dem Stress des Alltags hingebe. Doch auch dann weiss ich was ich machen kann und nach 1-2 Stunden ist sie wieder weg. Und dies ohne Tabletten oder sonst was.
Da ich diese Erfahrung machen durfte, beschloss ich diese Methode selbst zu erlernen und sie andern weiter zu geben. Und dies mit Erfolg. Viele meiner Kunden ergeht es ähnlich oder genau so. Manche haben schon nach einer Behandlung für mehrere Monate oder gar Jahre Ruhe. Andere benötigen etwas mehr oder dürfen, wie ich auch, selbst “Hand anlegen”.
Natürlich ist jeder Mensch anders und reagiert somit auch unterschiedlich auf eine Behandlung. Somit kann es nicht eine Lösung für Alle geben. Aber immerhin ist es ein Ansatz der sich wirklich lohnen kann.

#18 |
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Gast
Gast

Ich habe eine Patientin, die seit dreißig Jahren unter Migräne litt erfolgreich mit einer Kombination aus Magnesiumorotat, Riboflavin, Ingwer und Pestwurz behandelt. Sie ist seit einem Jahr beschwerdefrei.
Besonders für Mg und Vit. B2 ist die Studienlage gut, eifach mal in pubmed überprüfen. Einen Versuch ist es (neben allen anderen Maßnahmen) allemal wert.

#17 |
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Gast
Gast

Bevor man hier irgendwelche Ernährungsempfehlungen ausspricht sollte man bedenken, dass die Migräne ein sehr vielschichtiges und individuelles Krankheitsbild ist. Das was Migräne triggern oder lindern kann ist oft sehr verschieden.
Es gibt Migränepatienten die können von verrufenen Triggern wie Rotwein, Käse oder Schokolade Unmengen verzehren und bekommen keine Kopfschmerzen. Es gibt Patienten die gute Erfahrungen mit Ibuprofen oder Aspirin machen, anderen hilft das überhaupt nicht… Es gibt Patienten die haben nur 2-3 Anfälle pro Jahr, andere 2-3 pro Monat und wieder andere mehrmals pro Woche… Es gibt Patienten deren Anfälle nur wenige Stunden dauern, bei anderen sind es immer 3 Tage. Vom unterschiedlichen Schweregrad und der einhergehenden Einschränkung der Lebensqualität will ich gar nicht erst anfangen….

Deshalb wäre meine Empfehlung an einen Migränepatienten immer erstmal ein Kopfschmerztagebuch zu führen um so seine individuellen Trigger und Lösungsansätze, die Häufigkeit, Heftigkeit und Dauer der Beschwerden zu dokumentieren und einzukreisen (so hat man mir das zumindest an der Uni beigebracht, aber wir blöden Ärzte haben ja alle keine Ahnung von ganzheitlicher Behandlung und können bloß Pillen verschreiben….)

Ein zweiter Punkt der mir aufstößt ist dass hier tatsächlich diverse Ernährungsumstellungen kritiklos als gesunde und harmlose Alternative zu Medikamenten dargestellt werden, das sind sie nicht immer!!! z.B. kann LCHF das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse erhöhen (Low carbohydrate-high protein diet and incidence of cardiovascular diseases in Swedish women: prospective cohort study, http://www.bmj.com/content/344/bmj.e4026 )

Wollen Sie ersthaft einem Migränepatienten der mit 3x Aspirin 500mg einigermaßen beschwerdestabil über den Monat kommt als “gesunde Alternative” eine dauerhafte LCHF-Ernährung empfehlen?? Ich bin sicher die meisten haben lieber Kopfschmerzen als 20-30 Jahre vor ihrer Zeit an einem Herzinfarkt zu sterben…

#16 |
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Dr. med. Zvonko Mir
Dr. med. Zvonko Mir

Ich vermisse hier den Hinweis dass eine LCHF Ernährung (ketogene Ernährung)
bei der Migräne hilfreich sein kann. B
Bekanntlich hat Migräne auf metabolischer Ebene Verbindung mit Epilepsie und ketogene Ernährung kann bei der Epilepsie mit gutem Erfolg eingesetzt werden.
Ich kenne mehrere Patienten die unter ketogener Ernährung ihre Migräne los sind.
Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall,abgesehen davon dass ketogene Ernährung auch die effektivste Methode zum Abnehmen und Diabetes Behandlung bzw. bei ganzem Komplex metabolisches Syndrom ist.

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STEVE PIERCE
STEVE PIERCE

Die DMKG mal wieder :) meine Freunde. Ein Blick in deren Impressum und wer deren Fördermitglieder sind spricht Bände ;)
Ich Danke für diese erneute Werbung ;)
Ich merke immer dann das ein neuer Artikel erschienen ist wenn mein Handy ständig klingelt. Ihr solltet mal verstehen das die Leute es leid sind. Euer Mist hilft nicht da sind eure Berichte wie eine Offenbarung für eure Kunden.

#14 |
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Gast
Gast

Ich finde es traurigdas sich immer alle so sicher sind das es Blödsinn ist aber NICHT EIN EINZIGER Kunde befragt wurde für den Artikel. Kein Kunde befragt wurde. Mir tun die Kunden leid die sich von der Pharmaindustrie das Geld aus der Tasche ziehen lassen und ihren Körper mit den Medikamente zerstören. Es geht auch günstiger und gesünder aber leider verdient ihr da ja nix mehr dran

#13 |
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Freiherr Nicolaus Heereman
Freiherr Nicolaus Heereman

Schade, hier steht schon zu viel Mist.
Alles löschen, neuer Ansatz.

#12 |
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Gast
Gast

Was ist das für eine unseriöse marktschreierische Werbung, die hier geduldet wird? Und wieder mal Verschwörungstheorien, das kennt man ja bestens. Statt sich vernünftig behandeln zu lassen, lassen sich Kranke von irgendwelchen Leuten das Geld aus der Tasche ziehen. Echt schlimm, die können einem nur leid tun.

#11 |
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Gast
Gast

Eine strikte glutenfreie Ernährung erzielte bei mir bislang die besten Erfolge. Die Häufigkeit der Attacken ist deutlich zurückgegangen.

#10 |
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Melanie Kater
Melanie Kater

@DocCheck News Redaktion: Ist es eigentlich üblich, dass Anbieter von – vorsichtig ausgedrückt – fragwürdigen Verfahren hier Werbung machen dürfen?

#9 |
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Helga Weikert
Helga Weikert

Was ist eigentlich mit Triptanen? Den Hinweis darauf vermisse ich. Bei mir hat die Kombination von Metoprolol als Dauermedikation und Rizatriptan im akuten Anfall wahre Wunder gewirkt.

#8 |
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Gennadij Eistrach
Gennadij Eistrach

Zeitlich gut strukturierter Alltag:
Gesundes, rechtzeitiges Essen, frische Luft, gesünder Schlaf, gesünder Sex, gesunde zwischenmenschliche Beziehungen – ohne provozierten, oder künstlichen Stress.
Mit einem Wort:Zusammenleben in Liebe, Treue u d Vertrauen.
MfG

#7 |
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dipl. oec.troph. Andrea Chiappa
dipl. oec.troph. Andrea Chiappa

Als Mitarbeiter einer Klinik fuer Naturheilkunde und Fastentherapie haben ich sehr viele MigräneFälle mit guten bis sehr guten mittelfristigen Ergebnissen gesehen. Gelingt die Etablierung eines gesunden Lebensstils, dann waren Häufigkeit und Intensität der Schmerzen oftmals für Jahre ausgeblieben. Leider fehlen uns Studien die das belegen…

#6 |
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Dipl.Oec.troph Birte Jacobsen
Dipl.Oec.troph Birte Jacobsen

Es können auch Omega 3 Fettsäure Kapseln helfen , die Entzündungen werden reduziert und die Migräne bleibt aus . Ob es dazu Studien gibt , ist mir aber nicht bekannt . Es hat auf jeden Fall geholfen !!

#5 |
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Diana
Diana

Mir hat Q 10 (+Vit B6) von Mse sehr geholfen. Sonst leider nichts.

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Dr. Meyer-Nicola
Dr. Meyer-Nicola

Auch bei Migräne sollte zunächst eine Instabilität im Bereich des Kopfgelenks mit bildgebenden Verfahren ausgeschlossen bzw. festgestellt und korrigiert werden. Ich sage das als ehemalige Migräne-Patientin und als Zahnärztin und Heilpraktikerin, die seit 2009 selbst Atlaskorrekturen mit der Atlasprofilax-Methode durchführt.

#3 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Hallo Herr Pawlowsky, vielen Dank für Ihren Hiweis. Wir haben das korrigiert. Viele Grüße aus der DocCheck News Redaktion.

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Ernst Pawlowsky
Ernst Pawlowsky

beim Ausdauersport muß es vermutlich “aerober Ausdauersport” heißen!
Ausdauersport wird normalerweise nur unter Wettkampfbedingungen oder bei scharfen Intervall-Läufen anaerob mit entsprechender Bildung von Laktat.
Das dürfte für Migräne kontraproduktiv sein, da es mit einer Sauerstoff-Mangelsituation einhergeht und eine saure Reaktion im Körper hervorruft.

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