Fetogenese: Neuer Fall von Paracetanoia?

19. September 2016
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ADHS, Autismus, Asthma – Paracetamol soll während der Schwangerschaft viele ungewünschte Nebenwirkungen haben. Eine neue Studie will nun einen Zusammenhang von Paracetamol und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern beweisen. Reine Panikmache?

Da es keine randomisierten, placebokontrollierten Studien zu Nutzen und Risiken von Schmerzmitteln bei schwangeren Frauen gibt, bleibt einem nichts anderes übrig, als sich auf andere, weniger aussagekräftige Untersuchungen zu verlassen. Im Fall von Paracetamol haben verschiedene Beobachtungsstudien eine Assoziation zwischen der Einnahme während der Schwangerschaft und diversen Erkrankungen wie ADHS, Autismus, Asthma und Kryptorchismus gefunden. DocCheck berichtete darüber zuletzt im Juli, als eine Studie aus Spanien ihren Beitrag zu der Debatte leistete.

Bei der nun in JAMA Pediatrics veröffentlichten Studie handelt es sich um eine prospektive Kohortenstudie, die im Rahmen der „Avon Longitudinal Study of Parents and Children“ (ALSPAC) 7.796 Mütter aus Bristol, England umfasste. Die Verwendung von Paracetamol wurde mithilfe eines von den Frauen ausgefüllten Fragebogens ermittelt, und zwar in der 18. und 32. Schwangerschaftswoche sowie kurz nach dem 5. Geburtstag des Kindes. Als die Kinder 7 Jahre alt waren, berichteten die Mütter mit Hilfe eine Fragebogens zu „Stärken und Schwächen“ („Strengths and Difficulties Questionnaire“, SDQ) über Verhaltensprobleme bei ihren Kindern.

 

Strukturformel von Paracetamol

Strukturformel von Paracetamol (N-Acetyl-p-aminophenol) Quelle: Wikimedia Commons

Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass die Einnahme von Paracetamol häufig war – in der 18. Schwangerschaftswoche berichteten 53 % der Mütter, dass sie innerhalb der letzten drei Monate Paracetamol verwendet hatten, in der 32. Woche waren es 42 %. Die Forscher stellten außerdem fest, dass das relative Risiko für Verhaltensstörungen und Hyperaktivität in der Paracetamol-Verwendergruppe 31 bzw. 42 % höher war als in der Nichtverwender-Gruppe. Zudem war die Verwendung von Paracetamol in der 32. Schwangerschaftswoche mit einem um 29 % erhöhten Risiko für emotionale Symptome bei den Kindern und einem um 46 % erhöhten Risiko für Verhaltensschwierigkeiten insgesamt assoziiert.

Paracetamol auf die schwarze Liste?

Doch wie sind diese Zahlen einzuordnen? Zuallererst kann eine Beobachtungsstudie wie diese nie eine Kausalität nachweisen – andere, bei der Analyse nicht bedachte Faktoren könnten die Ergebnisse beeinflusst haben. Eine Schwäche der Studie ist außerdem, dass die Einnahme von Paracetamol nicht direkt gemessen, sondern anhand der Antworten der Frauen bestimmt wurde – das Erinnerungsvermögen spielt hier also eine wichtige Rolle. Außerdem wurden keine Angaben zur Dosis und zur Behandlungsdauer mit Paracetamol erhoben.

Weiterhin handelt es sich bei den angegebenen Risk Ratios um relative Werte – tatsächlich sind die absoluten Werte gering, denn Verhaltensprobleme traten nur bei 5-6 % der Kinder von Paracetamol-Verwenderinnen und bei 4-5 % der Nicht-Verwenderinnen auf (bestimmt anhand des Gesamt-SDQ-Score). Sofern der beobachtete Effekt von Paracetamol also nicht nur auf Artefakte oder Störfaktoren zurückzuführen ist, handelt es sich dabei nur um eine kleine Erhöhung eines ohnehin schon geringen Risikos. Dies sieht auch Studienleiterin Dr. Evie Stergiakouli so und warnt vor einer Panikmache: „Es gilt weiterhin als sicher, Paracetamol während der Schwangerschaft zu verwenden, daher sollten Ärzte und andere Angehörige der Gesundheitsberufe schwangeren Frauen nicht dazu raten, den Gebrauch von Paracetamol einzuschränken.“

Trotzdem ist es wichtig, das Phänomen näher zu untersuchen, um auf Basis einer besseren Datenlage eine genauere Abschätzung der Nutzen und Risiken von Paracetamol vorzunehmen, denn bislang gilt Paracetamol aufgrund seines guten Sicherheitsprofils als der Wirkstoff der Wahl zur Linderung von Schmerzen bei schwangeren Frauen: Das Risiko für Fehlbildungen ist unter Paracetamol nicht erhöht und es gibt keine Hinweise auf eine Feto- oder Neonataltoxizität.

Wie steht’s um die Alternativen?

Gerade in der Schwangerschaft haben Frauen häufiger mit Schmerzen zu kämpfen, denn zusätzlich zu den auch bei Nicht-Schwangeren häufigen Ursachen wie Kopfschmerzen und Erkältungskrankheiten macht der weibliche Körper während der Gravidität starke Veränderungen durch. Das zusätzliche Gewicht belastet beispielsweise Gelenke und Wirbelsäule – etwa jede zweite Frau klagt über Rückenschmerzen während der Schwangerschaft. Halten die Schmerzen an, kann dies eine erhebliche psychische Belastung darstellen, wodurch das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen steigt. „Schmerzen oder Fieber während der Schwangerschaft nicht zu behandeln, birgt Risiken,“ meint auch Dr. Stergiakouli, „und diese sollten sorgfältig gegen mögliche Schäden für das Kind abgewogen werden. Zum Beispiel kann unbehandeltes Fieber während der Schwangerschaft zu vorzeitigen Wehen führen.“

Bei Schmerzen während der Schwangerschaft sollte natürlich immer zuerst auf nicht-medikamentöse Therapieoptionen zurückgegriffen werden, doch in vielen Fällen lässt sich so leider keine ausreichende Schmerzlinderung erreichen. Als Alternative kommen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) wie Ibuprofen und Diclofenac in Frage, doch können gerade bei dauerhafter Gabe schwere gastrointestinale Nebenwirkungen wie Ulzeration und Blutungen die Folge sein. Im dritten Trimenon sind sie außerdem aufgrund der Gefahr eines vorzeitigen Verschlusses des kindlichen Ductus arteriosus Botalli kontraindiziert. Weiterhin weisen NSAIDs eine Vielzahl an Arzneimittelinteraktionen auf und es kann zudem während der Behandlung zu kardiovaskulären Komplikationen wie Myokardinfarkt und Schlaganfall und zu Nierenfunktionsstörungen kommen.

Eine Alternative zur Behandlung mittelstarker bis starker Schmerzen sind bei entsprechender Indikation auch Opioidanalgetika, allerdings besteht bei deren Verwendung die Gefahr einer psychischen und physischen Abhängigkeit. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass nach der Einnahme durch die Mutter Atemdepression und Entzugserscheinungen beim Neugeborenen auftreten können.

Und was nun?

Da kein Schmerzmittel frei von unerwünschten Wirkungen ist, sollte während der Schwangerschaft kein Medikament ohne triftigen Grund eingenommen werden. Und wenn berechtigte Zweifel am Nutzen oder der Sicherheit eines altbewährten Wirkstoffs aufkommen, sollten diese auch Berücksichtigung in der Therapie finden. Aktuell scheint die Datenlage jedoch darauf hinzudeuten, dass Paracetamol unter den verfügbaren medikamentösen Optionen weiterhin die sicherste Wahl ist. Weitere Studien müssen nun klären, ob die mütterliche Einnahme tatsächlich mit einem erhöhten Risiko für kindliche Verhaltensauffälligkeiten einhergeht, doch die derzeit grassierende Sorge vor möglichen Schäden sollte nicht dazu führen, dass schwangere Frauen unnötig unter Schmerzen leiden.

102 Wertungen (4.16 ø)

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20 Kommentare:

Barbara Fockenberg
Barbara Fockenberg

Kleine Frage an den Kommentator, der das Problem mit Ernährung lösen will: Waren Sie schon mal schwanger???? Ich bin es, und ich bin froh, wenn ich mal IRGENDWAS finde, was ich erstens runterkriege und was dann auch zweitens dort bleibt. Dazu gehört z.B. Toast oder Zwieback jede Nacht. Ohne diese Weismehlprodukte würde ich mich seit Wochen jede Nacht mit Magenkrämpfen winden. (Habe ich auch, bevor mir eine Freundin den Tip mit Toast bzw. Zwieback gab.) Glücklicherweise habe ich in den letzten Wochen keine Analgetika welcher Art gebraucht, aber Weismehl hilft mir gerade ungemein.
Ansonsten beruhigt es Sie vielleicht, dass ich ansonsten Vollkornbrot bevorzuge. Und das Mikronährstoff-Präparat meiner Wahl, welches ich bereits seit der Planung der Schwangerschaft schlucke, ist bisher auch immer unten geblieben :-)

#20 |
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Gast
Gast

“Chemie bleibt Chemie” … so ein Kommentar kann nur von jemandem kommen der sich mit der Materie nicht beschäftigt hat. Nur zu ihrer Information: Micronährstoffe werden zum Teil auch chemisch synthetisiert und Pflanzen enthalten auch “Chemie”. Es spielt keine Rolle ob ich eine Aspirin einwerfe oder stattdessen Weidenrindentee trinke > eines haben beide gemeinsam: in der Schwangerschaft sind Salizylate Schmerzmittel der 2. Wahl und wenn möglich ist Paracetamol erfahrungsgemäß vorzuziehen. Der Unterschied ist nur dass ich bei der Aspirin die genaue Dosis kenne und beim Tee nicht.

Das Problem ist bei den meisten alternativen Methoden: man muss es erst ausprobieren! Manchen helfen Akupunktur, Autogenes Training, Kräutertees, Gobuli, Klangtherapie und andere nicht konventionell medikamentöse Ansätze gut gegen die Beschwerden aber wieder anderen nunmal nicht. Einen Termin zur Akupunktur muss man ja auch erstmal vereinbaren, Wartezeit steht auch noch an.
Paracetamol ist also für viele Schwangere die einzige Möglichkeit schnell (auch nachts und am Wochenende) akute und unerwartete Schmerzzustände in den Griff zu bekommen. Natürlich sollte man so wenig wie möglich einnehmen (aber das sollte man auch wenn man nicht schwanger ist).

#19 |
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Annamirl
Annamirl

Fakt ist doch. . . Chemie bleibt Chemie! Egal wie das Mittel heißt.
Es gibt viele Naturheilverfahren die angewandt werden können.
Doch 1. nicht allgemein bekannt unter Schulmedizinern
Und. 2. nicht anerkannt von den Krankenkassen und demzufolge nicht bezahlt.

Akupunktur hilft sofort wenn sie professionell ist. Dazu Mikronährstoffe und gute Ernährung mit vielen sekundären Pflanzenstoffen. Schmerzmittel ade!

#18 |
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K.Klein
K.Klein

@ – – paul-wilhelm Ruster
Paracetamol ist das erste Mittel der Wahl bei Schmerzen in der Schwangerschaft
siehe auch unter http://www.embryotox.de

@Ulrike Reuter
Fast alle Schwangeren erhalten Nahrungsergänzungsmittel schon in der Frühschwangerschaft. Das diese eine schmerzlindernde Wirkung haben, kann ich nicht bestätigen. Das mag bei Mg – Mangel jedoch durchaus der Fall sein.

@Juergen Aschoff
Ich mache leider die Erfahrung, dass viele Osteopathen sich nicht trauen, eine Schwangere zu behandeln. Begründet wird dies mit der Angst, vorzeitige Wehen auslösen zu können. Es finden sich ebenso kaum Physiotherapeuten, da sie häufig aus gleichem Grund eine Behandlung ablehnen. Selbst zahlreiche Frauenärzte unterlassen es deshalb, eine Heilverordnung auszustellen.

Schmerzen verursachen jedoch Stress, chronischer Schmerz und somit chronifzierter Stress wirken sich negativ auf die Schwangerschaft aus. Das Stresshormone auch das Kind betreffen, ist nicht so ganz neu. Lang anhaltender intrauteriner Stress kann somit ebenfalls zu Veraltensaufälligkeiten führen.

Der Artikel bringt lediglich das Dilemma auf den Punkt, dass die Studien bezüglich Paracetamol nicht aussagekräftig genug sind.

Pauschal Paracetamol – trotz ggf. auftretender und umstrittener Nebenwirkungen – rigoros abzulehnen, ist in manchen Kommentaren für mich schwierig nachzuvollziehen.

Außerdem: Schwangere Frauen gehen in der Regel sehr verantwortungsbewusst mit der Einnahme von Medikamten um. Sie sorgen sich meistens um die Gesundheit ihrer Kinder und wägen Nutzen und Gefahr genau ab.

#17 |
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Robert Dettmann
Robert Dettmann

Als ich dies hier als interessierter Laie mit Fachkenntnissen in eigener Sache las, fiel mir dazu sofort der letzte Absatz von #4 zur psycho-sozialen Betrachtung der Eltern ein, da die Kinder ja heutzutage tendenziell überbesorgt nicht erzogen werden.
Zur Wirkung des Medikaments, kann ich aus mehrfacher selbst gemachter Erfahrung nur davon berichten, dass es bei meningialen Reizzuständen nach Operationen bevorzugt wirklich immer lindern konnte…

#16 |
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Was man hier so alles zu lesen bekommt… Dachte einst DocCheck wäre ein Angebot für Fachleute aus dem Medizinischen Bereich und nicht für postfaktische Parawissenschaftler.

#15 |
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Gast
Gast

@Dr. med. Thomas M. Allmang

dass Paracetamol das erste Abbauprodukt und wirksame Prinzip von Phenacetin ist, ist mir bekannt, nicht aber dass im Körper auch die umgekehrte Reaktion ablaufen soll. Können Sie mir bitte Quellen nennen?

#14 |
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Christian Becker
Christian Becker

@ J. Aschoff
Da die genannten D6-Potenzen keine Wirkung bei Fieber zeigen, sollte man sie auch nicht dagegen anwenden.
Bei leichtem Fieber tun es, wenn es denn ohne Medikamente gehen soll, Wadenwickel. Wenn das Fieber gegen 40 °C steigt, sollte man schwangere Patientinnen nicht allein mit Zucker und Hoffnung behandeln.

@ J. Zink
Die meisten können nicht verstehen, dass es an der Ernährung liegt, weil sie noch nie seriöse Quellen dazu gelesen haben. Ich auch nicht. Haben Sie eine?

#13 |
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Medizinischer Fachhändler

je weiter man hier auschweift, um die Ursachen zu darzustellen, umso unverständlicher wird das wohl für einige dieser user hier.
Es liegt an der Ernährung. Wiso können das die meisten nicht verstehen?
Schade.

#12 |
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Ulrike Reuter
Ulrike Reuter

warum Schwangeren nicht die Micronährstoffe empfehlen, die auch mit Studienlage an Schwangeren gestestet wurden. Gut versorgte Schwangere haben viel wenniger Schmerzen und Komplikationen

#11 |
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Gast
Gast

Sofern die Schwangere kein Fieber hat, aber Schmerzen, sollte zunächst zu Einnahme von Ingwer geraten werden (in einer Studie, deren Name mir nicht einfällt,wirkte die tägliche Einnahme von ca. 1 g Ingwer analgetisch wie etwa NSAR/Ibuprofen bzw. Diclo): Analgetikum plus Antiemetikum ohne Nebenwirkungen ..!!!
Facharzt für Allgemeinmedizin

#10 |
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Juergen Aschoff
Juergen Aschoff

Ich kann nur raten, mit natürlichen Heilweisen wie Akupunktur (Kontraindikationspunkte müssen beachtet werden!), Osteopathie, Triggerpoint Behandlung etc. zu behandeln.
Mit der Überschrift entsteht der Eindruck, sich darüber lächerlich machen zu wollen. Doch zum Glück ist ja JAMA ein seriöses Blatt. Was vergessen wird: Paracetamol zerstört Gluthathion, eines der wichtigsten Entgiftungsmoleküle und physiolog. Antioxidans und bedingt Lebertoxizität. Deshalb ist es zum Fiebersenken genauso ungeeignet für kleine Kinder. Warum nicht mal mit den Klassikern der Homöopathie bei Kindern Fieber senken? Kalium phosphoricum, z. B. D 6 und/oder Ferrum phosphoricum D6

#9 |
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Medizinischer Fachhändler

Zuckerverzicht, Weismehlverzicht, Einnahme von Chlorofill , Bitterstoffen und speziellen Milchsäüre – Bakterien.
Wer das nicht weiß, sollte es ausprobieren.
Innerhalb von 2 Wochen sind die Beschwerden verschunden.
In Abhängikeit der Dosierung.
Es ist höchste Zeit umzudenken, den heute sind schon 139 Medikamanenten – Rückstände im Rhein ( Fluss) nachweisbar!
Das ist erschreckend! Und bald sind sie im Grundwasser und den Trinkwasserbrunnen nachweisbar. Doch dann ist es fast zu spät.
Heute schon sind die Nitratwerte stark erhöht. dazu werde ich aber hier aus medizinsicher Sicht nicht eingehen. Nitrite = erhöhte Krebsgefahr.

#8 |
  22
Medizinischer Fachhändler

ADHS , Asthma……. sind die Folge von Darmerkrankungen!
8 gramm Ibu einzunehmen sind sofort tötlich. Es ist ein Teufelszeug.
Nehmen sie geringere Mengen ein , werden sie auf Dauer schwere Nebenwirkungen bekommen. Innere Blutungen…… Bakterienverbreitung in die Darmwände.
Durch die inneren teilweise unbemerkbaren Blutungen , wird die Darmschleimhaut geschwächt.
Die besten Erfolge gegen die aufgeführten Krankheiten sind sehr leicht zu erzielen. Aber nicht mit Medikamenten.
SONDERN:
Zuckerverzicht, Weismehlverzicht, Einnahme von Chlorofill , Bitterstoffen und speziellen Milchsäüre – Bakterien.
Wir haben dazu viele praxisbezogene Studien angelegt

#7 |
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Dr. med. Thomas M. Allmang
Dr. med. Thomas M. Allmang

Hallo!
Es soll hier daran erinnert werden, dass Paracetamol das erste Abbauprodukt von Phenacetin ist!! Dies ist für sein Abhängigkeitspotential, psychotrope Nebenwirkungen bekannt gewesen und kam deshalb ausser Verkehr. Wenn wir nun Paracetamol schlucken wird ein Viertel davon wieder zu Phenacetin aufsyn-thetisiert und direkt wieder abgebaut! So jetzt darf man sich noch einmal wundern, wo die psychischen Veränderungen der Kinder herkommen. Paracetamol ist nicht so ganz unbedenklich!

#6 |
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– – paul-wilhelm Ruster
– – paul-wilhelm Ruster

ruster,pw.- arzt i.R:
WIE HOCH DARF PARACETAMOL DOSIERT WERDEN OHNE EIN RISIKO
während der Schwangerschaft?
Alternativ: evtl. bei starken Schmerzen 100 mg Diclo -Supp. falls keine Kontraindikation??

#5 |
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K.Klein
K.Klein

Schwangere Frauen sind oft, was eine vernünftige Schmerztherapie angeht, unterversorgt. Es ist hilfreich, Studien durchzuführen und diese kritisch zu hinterfragen, wie in diesem Fall. Danke für den Beitrag.
Alternative Behandlungsmethoden sind wünschenswert, reichen jedoch manchmal nicht aus und sind zudem nicht immer eine Kassenleistung. Nicht jede Frau kann sich diese leisten (z.B. Hartz IV-Empfänger) oder möchte diese in Anspuch nehmen (z.B. Frauen, die einer bestimmten religiösen Gruppe angehören, häufig auch Frauen ebenfalls aus dem sozial schwachen Milieu). Bei verhaltensauffäligen Kindern stellt sich mir zuerst immer die Frage des sozialen Hintergrundes und somit auch die Frage, ob die Eltern selbst mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben.

#4 |
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Gast
Gast

Na liebe Redaktion, wo sind denn die anderen Kommentare geblieben? Jetzt plötzlich nur noch 2?
Nicht sehr ermutigendt für èine mündige Leserschaft…

#3 |
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Wie wäre es, ganz auf Medikamente in diesen Fällen zu verzichten und- abhängig von der SSW – es mit Akupunktur und Osteopathie versuchen?!!

Dr. Christoph Zindel

#2 |
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Gast
Gast

Anhand der bekannten Problematik d Lebertoxizität sowie der auch schon besprochenen Placebo-Wirkung v Paracetamol ist es fraglich, warum Patienten überhaupt noch m diesem Wirkstoff behandelt werden. Vermutlich eine Kostenfrage.

#1 |
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