Parodontitis: Tiefer Griff in die Zahntaschen

23. März 2011
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Schon klar, Zahnseide und Bürste sind die beste Strategie zum Schutz vor Parodontitis. Dass es auch anders geht, zeigt eine US-Studie, in der das von der Osteoporose bekannte Hormon Teriparatid bei geplagten Parodontitikern erstaunliche Wirkungen entfaltete.

Die Parodontitis („Parodontose“) ist bekanntlich ab einem gewissen Alter eine zahnmedizinische Volkskrankheit. Sie steht der eher in den früheren Lebensjahrzehnten prävalenten Kariesproblematik in Sachen Lästigkeit nur wenig nach. Weil die Parodontitis so häufig ist, denkt der moderne und kostenbewusste (Zahn-)Arzt sicherlich nicht als allererstes an den Einsatz gentechnisch hergestellter Hormonderivate zur Beseitigung dieses Übels. Bei den allermeisten Patienten geht es zweifellos auch wesentlich billiger.

Neues Therapiekonzept bei Parodontitis: „pro Knochen“ statt „anti Bakterien“

Dass es gelegentlich Sinn machen kann, die gesundheitsökonomischen Scheuklappen abzustreifen, zeigt eine auf der Jahrestagung der American Society for Bone and Mineral Research in Toronto vorgestellte und im New England Jounal of Medicine elektronisch vorveröffentlichte Studie, bei der die Kostenproblematik geflissentlich ignoriert wurde. Die Ärzte um Laurie K. McCauley von der University of Michigan behandelten 40 Patienten mit schweren Formen der Parodontitis entweder mit dem gensynthetischen Parathormonderivat Teriparatid oder mit Placebo – in Ergänzung zu einer Standard-Knochentherapie mit Kalzium und Vitamin D.

Die Sache klingt zunächst abenteuerlich. Immerhin sind die Knochenprobleme bei der Parodontitis die Folge einer bakteriellen Infektion und nicht umgekehrt. Der Knochen ist also nicht ursächlich an der Parodontitis beteiligt. Er ist aber ein Verteidigungswall gegen die Keime, und er hat ein Wörtchen mitzureden, wenn es um die Anatomie der „Infektnischen“ geht. Letztlich erfolgte der Einsatz des stark osteoanabolen Teriparatids bei der Parodontitis mit einer ähnlichen Rationale wie bei der Osteoporose: Der geschädigte Knochen in den die Zähne einfassenden Knochentaschen sollte gestärkt werden. Die spannende Frage dabei war, wie sich eine explizit auf den Knochen gerichtete Therapie auf die klinischen Zeichen der Parodontitis, sprich die Zahnfleischtaschen auswirkt.

Erst das Messer, dann die Nadel

McCauley und ihre Kollegen haben für die Studie gezielt Patienten mit schwerer Parodontitis ausgesucht: Sie mussten Zahnfleischtaschen einer Tiefe von mehr als sechs Millimetern haben. Das ist jener Bereich, wo Zahnärzte beginnen, an eine offene, sprich chirurgische Therapie bei der Entfernung der Zahnbeläge zu denken. Für die Studie wählten die Ärzte aus Michigan pro Patient einen Knochendefekt aus, der chirurgisch versorgt wurde. Es erfolgte ein klassisches Debridement unter Einsatz von Küretten und Ultraschallgeräten. Auf eine Knochenersatztherapie oder eine Membranabdeckung wurde verzichtet.

Drei Tage vor der Operation wurden die Patienten randomisiert. Sie erhielten von diesem Zeitpunkt an bis sechs Wochen nach dem Eingriff allesamt 1000mg Kalzium und 800 IU Vitamin D pro Tag oral. Im Studienarm wurde diese Therapie durch 20µg Teriparatid ergänzt. Wie bei der Osteoporose wurde es einmal täglich subkutan injiziert. In der Kontrollgruppe gab es Placeboinjektionen.

Knochen dick, Tasche zu: Parathormon nutzt Patient und Knochen

Das Ergebnis hat auch die Studienleiter überrascht: „Der Einsatz von Teriparatid war assoziiert mit einer Verbesserung des radiologischen und des klinischen Outcomes“, betont McCauley. Und nicht nur das: „Eine relativ kurze Therapiedauer scheint lang anhaltende Effekte zu haben.“ Im Einzelnen kam es bei den Patienten, die nach dem zahnchirurgischen Eingriff sechs Wochen mit Teriparatid behandelt worden waren, zu einer Knochenzunahme von 1,86mm innerhalb eines Jahres. In der Kontrollgruppe waren es dagegen nur 0,16mm. Der Unterschied war hochsignifikant und ging einher mit einer im Trend besseren Knochendichte.

Klinisch hatte die Tiefe der Zahnfleischtasche 12 Monate nach dem Eingriff im Median um 33 Prozent oder 2,42mm abgenommen. Das war mehr als doppelt so viel wie in der Placebogruppe, und auch dieser Unterschied war trotz vergleichsweise kleiner Probandenzahl statistisch signifikant. Die Autoren sehen die Kurzzeittherapie Teriparatid deswegen als eine interessante Option für Patienten mit schwerer Parodontitis an.

In einem begleitenden Editorial ist Andrew Grey aus Neuseeland zurückhaltender. Er besteht auf weitere Studien und erinnert daran, dass aus einer Studie mit 40 Patienten keine Empfehlungen für den klinischen Alltag abgeleitet werden könnten. Ein Problem könnte auch eine gewisse Skepsis der Patienten gegenüber der Injektionstherapie sein. Für 40 Studienteilnehmer mussten 174 Patienten in einem Zeitraum von über vier Jahren gescreent werden. 71 lehnten eine Teilnahme ab. 63 erfüllten nicht die Einschlusskriterien.

131 Wertungen (4.59 ø)

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21 Kommentare:

@21 Auch aus meiner eigenen Erfahrung kann ich bestätigen, dass Sie Recht haben, wenn Sie darauf hinweisen, dass eine mechanische Überbesanspruchung beachtet werden muss. Das wird leider oft sträflich vernachlässigt. Die Folge: Mikrotraumen im Knochen, Rückbildungstendenz, Taschen und eine sekundäre Entzündung der Taschen. Trotzdem möchte ich betonen, dass es noch einen Faktor gibt, der höher anzusiedeln ist als das lokale mechanische Trauma: Die energetische Unterversorgung. Diese kann zwar auch durch ein mechanisches Trauma ausgelöst werden, jedoch gibt es eine Reihe von anderen Faktoren, die allesamt energetische Unterversorgung bewirken, dies können Mitochondropathien sein oder auch Meridian- und Chakrenstörungen oder psychische Einflüsse als systemische Einflüsse. Das Problem bei Parodontitis ist doch oft, dass eine rein lokal ansetzende Therapie nur eine graduelle Besserung bringt. Es hat mir auch noch keine Schulmediziner erklären können, weswegen oft nur einzelne Zähne betroffen sind, dann aber oft ein symmetrischer Befall vorliegt.

#21 |
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Dr. Martin Kauer
Dr. Martin Kauer

Zu 12:
Lieber Herr Kollege Dr. Stadtfeld; niemand würde bestreiten, dass Parodontitis eine (von vielen anderen Folgen) des Symptomenkomplexes des Skorbut ist! Die Schublade “Vit.C hilft bei Skorbut = Vit.C hilft bei Parodontitis” ist leider zu kurz gehüpft und in etwa so wertvoll wie die Aussage “Schnaps ist gut bei Cholera” mit dem Hinweis Alkohol tötet Bakterien …
Darüberhinaus sind Ratschläge wie extrem saure Präparate intraoral lokal für längere Zeit anzuwenden im Sinne der Zahngesundheit insgesamt (vorsichtig ausgedrückt) “mindestens problematisch” …

#20 |
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Dr. Thore  Litta
Dr. Thore Litta

Nr.: 13, Dr.Norbert Guggenbichler hat den richtigen Denkansatz bzgl. der ´Milieuveränderung`!Gratulation! Nämlich durch funktionsbedingte Überbeanspruchung des Zahnhalteapparates wird das ´lokale Immunsystem` geschwächt und Keime in die Lage versetzt, zu dominieren. Durch gezieltes und systematisches, akribisches und zu wiederholendes E i n s c h l e i f e n eliminieren wir seit 30 Jahren entsprechende Entzündungssymptome und erzielen Knochenapposition/-Regeneration! M e r k s a t z : Mechanik kommt vor Chemie!!

#19 |
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Dr. Daniel Offele
Dr. Daniel Offele

Mit Sicherheit ist die Untersuchung von Hormonen als adjuvante Maßnahme im Rahmen der Behandlung schwerer Parodontitiden ein interessanter Ansatz.

Jedoch sehe ich die Absatzüberschrift ” Neues Therapiekonzept bei Parodontitis: ¿pro Knochen¿ statt ¿anti Bakterien¿” als sehr kritisch an. Sie gibt erstens nicht das in der Studie gewählte Vorgehen wieder und zweitens suggeriert sie, das der Einsatz des getesteten Präparats die mechanische antiinfektiöse Therapie (Debridements der Bakterien) ersetzen könnte.
Von dem kann wohl aber nicht ausgegangen, da der Auslöser der Parodontitis die bakterielle Infektion und der Kern der Therapie die Entfernung der Bakterien ist.
Die Autoren haben ja sogar laut Abstract dieselbe scheinbar im Rahmen einer Lappenoperation durchgeführt – mit dem Ziel einer maximalen Eliminierung der bakteriellen Beläge!
Ich gehe daher davon aus, dass dieses Verfahren sich allenfalls für eine adjuvante Therapie im Rahmen einer klassischen Parodontaltherapie eignet und diese nicht ersetzen kann. Darüber hinaus macht es wirtschaftlich für den Patienten nur bei multiplen Defekten Sinn, da es für die Therapie einzelner infraalveolärer Knochendefekte etablierte Methoden (gesteuerte Gewebsregeneration) gibt, die ohne großen Mehraufwand durchgeführt werden können, wenn ohnehin eine Lappenoperation durchgeführt wird und die zudem kostengünstiger sind.
Zudem stellt sich für mich die Frage nach den Nebenwirkungen von Hormonpräparaten.

#18 |
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was wäre zum vergleich ohne Vitamin D gabe und calcium?

#17 |
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@16 Lieber Kollege Tremblau, ich bin seit 25 Jahren als Zahnarzt niedergelassen und seit 15 Jahren verordne ich Antibiotika nur in weniger als einer Handvoll Situationen im Jahr. Was ich routinemäßig mache, ist der Einsatz von komplementärmedizinischen Methoden, die allesamt als “wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt” gelten, mit denen ich aber sehr gute Erfahrungen habe, die kaum auf einem Placeboeffekt beruhen können. Welche Gesundheitsprobleme lagen denn bei dem Patienten vor, auf den Sie sich beziehen?

#16 |
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Dr Dorothee Arnold
Dr Dorothee Arnold

verblüffend, wie hier alle aneinander vorbei reden, schade dass jeder nur loswird was mal rausmuss, so mach ein forum keinen sinn!wenn die neue therapie so teuer ist, kann sie sich hier gar nicht durchsetzen, wie soll das ein normaler patient denn bezahlen..

#15 |
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Dr. med. ERNST  H. Tremblau
Dr. med. ERNST H. Tremblau

Frage nebenher:
Was tut man mit einem Zahnarzt, der vor blutigem Eingriff
grundsätzlich antibiotischen Voraus-Schutz ablehnt -.
Der betreffende-betroffene Pat.hat anschließend mit
Endokarditis klinisch schwer gelitten. Die Klinik will
den perfekten Kausal-Konnex gesichert haben.-
Wie häufi sind solohe Fälle. Mit meiner Frage will ich
nicht eine Diskussionslawine “lostreten” ob es sowas
gibt sondern ganz emotionsfreie Stellungnahmen erbitten.
Der konkrete Fall unterliegt natürlich der Schweigepflicht.- Literatur auch bei JAMA u.a. scheint
knapp zu sein.-

#14 |
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Dr. Dirk Friedrich Rodekirchen
Dr. Dirk Friedrich Rodekirchen

Hoffnungsvoll!
Wenn sich diese Therapieform als ein Lichtblick für die Zukunft erweisen soll, bedarf es doch noch weiterer Probeläufe.Nur so kann eine Evidenzbasis gewonnen werden.
Im übrigen wäre es interssant zu erfahren, zwischen welchen
Referenzpunkten die Taschen/bzw. Knochentaschen gemessen
wurden,dazu wieviel-knochenwandig die Knochentaschen sich
darstellten.

Dr.Dirk Rodekirchen

#13 |
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Dass parodontaler Knochenrückgang eine Folge einer unzureichenden hormonellen Gegenregulation gegen schädliche Einflüsse sein könnte, ist ein vor allem theoretisch hochinteressanter Aspekt. Er würde auch erklären, warum nicht nur bei Entzündung (Parodontitis) sondern auch bei Degenerationstendenz (Parodontose) Knochen zurückgeht. Zugleich wird die Infektionshypothese in Frage gestellt: Die Keimbesiedlung ist immer eine Folge von Milieuveränderungen im Gewebe, nicht die Ursache. Wer mal Keime im Laborschale züchten musste, weiss, wie sensibel diese auf minimale Änderungen der Temperatur oder der Nährlösung reagieren. Das ist auch in vivo so. Dennoch ist dies Wissen, das für die klinische Forschung brachliegt.

#12 |
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Dr.med Egon Stadtfeld
Dr.med Egon Stadtfeld

Parodontitis – Skorbut- haben eins gemeinsam: sind therapierbar mit l-askorbinsäure, gemeinbekannt als Vitamin C.
Wer´s nicht glaubt, ausprobieren: Wenn die Taschen beginnen:
Xitix kaufen und eine viertel Tablette tgl bucal links und rechts zergehen lassen.In 2 Wochen ist das Problem gelöst.
Dann genügt meist 1/4 Tbl alle 2 Tage um Reziven vorzubeugen.

#11 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

Periomarker u. Chlorhexamed sind ok ;Doxycyclin u. Biphosphonate sind überflüssig .
Interessant wäre eine Vergleichsgruppe gewesen , die nur Ca u. Vit D erhalten hätte
aber wirklich innovativ u. effektiv sind die photodynamische Therapie – PDT- , bes . die mit dem Photosensitizer (Farbstoff ) Chlorin e6 , der auch iv. u. direkt ins Gewebe gespritzt werden kann .Nach Anreicherung wird er mittels eines Lasers bestimmter Wellenlänge u. Energiedichte aktiviert u. löst sowohl den Zelltod kritischer Zellen als auch das Absterben von Bakterien , Viren usw aus .

#10 |
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Dr. Martin Kauer
Dr. Martin Kauer

Zu 2:
Der Schnelltest soll laut Angaben ZWP-Online ¿ 25,- (1 x Material) kosten. Rechnen Sie noch mal ca. das gleiche pro Anwendungsgang an Honorar dazu (freie Kalkulation).
Ich habe ihn bislang selbst noch nicht angewendet; muss warten bis die Markteinführung intensiver beworben wird.

Zu Bisphosphonaten:
Fast alles ist gesagt; trotzdem muss ich (leider) nochmals feststellen, wie hoch der Ignoranzgrad unter den ärztlichen Kollegen gegenüber den geradezu verheerenden Nebenwirkungen dieser Medikamentengruppe ist. Ich muste leider feststellen, dass selbst jahrzehntelang erfahrene Internisten mit enorm hohem Renommee teilweise NICHTS (!!!) von den unten beschriebenen Nebenwirkungen wussten; andere wiederum hatten nur vage Vorstellungen und waren sich nicht im Geringsten der Folgen der von ihnen eingeleiteten Therapie bewusst! Die Indikationsstellung zum Einsatz dieser Wirkstoffe wird geradezu hoffnugslos lax gesehen. Der Verlust an Lebensqualität für die betroffenen Patienten ist geradezu katastrophal. Ich möchte an dieser Stelle allen Ernstes bezweifeln, dass der anderseitige Gewinn (bei Osteoporosepatienten) dies aufwiegt. Für die Anwendung bei Krebspatienten muss dies fallspezifisch sicher strenger gesehen werden!

#9 |
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Dr. Sven Allmendinger
Dr. Sven Allmendinger

Sehr geehrter Kollege Biedermann, Bisphosphonate sind in der Parodontitistherapie keine Option. Im Gegenteil, Bisphosphonate sind für Zahnärzte sehr problematische Medikamente. Die Einnahme führt zu einer extrem schlechten Wundheilung nach zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen. Selbst einfache Extraktionen können zu Osteomyelitis mit abschließender Kieferteilresektionen führen. Daher müssen bei diesen Patienten entsprechende Maßnahmen zusätzlich getroffen werden. Die Verabreichung von Bisphosphonaten sollte sehr, sehr eng gestellt werden. Alle neue Therapien sind am Anfang kostspielig. Sollte sich eine Therapie als erfolgreich herausstellen, kann eine Anwendung in entsprechender Menge auch zu einer Kostenreduktion führen.

#8 |
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Zahnärztin

Leider häufen sich bei Patientinnen mit Mamma-Ca bisphosphonat-induzierte Knochennekrosen im Kiefer. Ein Einsatz für eine Paro-Therapie wäre wohl nicht Erfolg versprechend.

#7 |
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Zahnarzt

Eine Option ist die lokale Anwendung von Doxycyclin. Neben der antibiotischen (eher zu vernachlässigenden) Wirkung hemmt Doxycyclin nämlich die aMMP-8, also den Kollagenabbau bei gleichzeitiger Hemmung der Osteoklasten und Aktivierung der Osteoblasten. Bei entsprechender Konzentration und Verweildauer in der Tasche hält die Wirkung ca. 3 Monate an. Kosten: kein ganzer Euro pro Tasche!

#6 |
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Zahnarzt

Bisphosphonate führen unter Umständen zu schweren und therapieresistenten Osteonekrosen im Bereich der Kiefer. Das ist wohl keine Alternative!

#5 |
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Dr. med. Thomas Biedermann
Dr. med. Thomas Biedermann

Könnten nicht Bisphosphonate einen ähnlichen Effekt haben?
Wären sicher nicht so teuer, könnten auch oral verabreicht werden.

#4 |
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Dr. med. dent. Jan Treiber
Dr. med. dent. Jan Treiber

@ Herrn Kollegen Glapa

Ich kann zwar keine Aussagen bezüglich dieses Medikaments machen, muß aber der Behauptung widersprechen, daß eine “zahntherapeutische Behandlung” – hier ist wohl eine Parodontalbehandlung gemeint – teurer wäre. Man bedenke, daß hier 6 Wochen lang täglich injiziert wurde (also 42 mal) was bei Ihrer Angabe zu Medikamentenkosten von über 26.000 EUR führt. Eine Taschenreinigung pro Zahn wird selbst privat nur mit 15 EUR (2,3-fach) vergütet, operativ ist es ungefähr das doppelte.
Immer wieder wird pauschal den Zahnärzten unterstellt, sie wären so “teuer”. Das ist einfach blanker Unsinn und stimmt mit der Realität des Jahres 2011 überhaupt nicht überein.

#3 |
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Interessant ja, aber sehr kostspielig! 3 Injektionen 1882,01 ¿. Sicher noch immer billiger als aufwendige zahntherapeutische Behandlungen. Es ist aber eine adjuvante Therapie! Hier sieht man wieder: alles was mit Zähnen zu tun hat, ist eben teuer! Jetzt fragt man sich nur noch, wie teuer der Schnelltest ist!

#2 |
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Dr. Martin Kauer
Dr. Martin Kauer

Hoch interessant!
Jetzt sollte man evtl. den brandneuen “PerioMarker® aMMP-8 Schnelltest” von Chlorhexamed®, der die qualitative Bestimmung eines einflussreichen ¿Biomarkers¿, namentlich die aktive Matrix-Metalloproteinase-8 ermöglicht in eine solche geforderte Versuchsreihe integrieren. Da besteht die Aussicht auf eine echte win-win Strategie dieser beiden Ansätze; das wäre ein echter Quantensprung in der Parodontitistherapie!!!

#1 |
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