Patienteninformation: Ungesundes Halbwissen

10. August 2016
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Mündige Patienten sind zum geflügelten Begriff geworden, seit medizinisches Wissen ohne Einschränkung im Web zur Verfügung steht. Doch so manche Information hat auch Schattenseiten. Forscher zeigen etliche Risiken moderner Medien auf.

Dr. Google hat 24 Stunden am Tag Sprechstunde, und Wikipedia bietet Rat in fast allen Lebenslagen. Vermeintliche Krankheiten werden selbst diagnostiziert, inklusive der „richtigen“ Therapie. Auch die Laienpresse greift medizinische Fragestellungen nur allzu gerne auf. Leser oder besser gesagt Patienten zeigen großes Interesse. Jetzt haben Wissenschaftler mögliche Auswirkungen dieser Informationsflut auf Laien untersucht.

Nein, meine Pillen schluck ich nicht

Krishnan Bhaskaran aus London ging der Frage nach, welchen Effekt Berichte über Statine auf die Therapietreue von Patienten haben. Hintergrund waren zwei kritische Berichte im British Medical Journal. John D Abramson von der Harvard Medical School in Cambridge (Massachusetts), und Aseem Malhotra vom Croydon University Hospital, London, meldeten sich zu Wort. In ihren Beiträgen aus dem Jahr 2013 bezweifeln sie, dass Patienten mit niedrigen beziehungsweise mittlerem Risiko von einer Pharmakotherapie profitieren. Britische Medien griffen das Thema mit großem Interesse auf und berichteten noch bis in das Frühjahr 2014 über Statine.

Große Effekte auf das Verschreibungsverhalten der Ärzte fand Bhaskaran nicht. Doch die Patienten reagierten. Von allen, die bereits Statine zur Primärprävention einnahmen, setzten elf Prozent aufgrund von Berichten ihr Präparat ab. Bei Stainen zur Sekundärprävention waren es sogar zwölf Prozent. Auf Großbritannien umgerechnet entspricht das 200.000 zusätzlichen Personen mit Non-Adhärenz. In den nächsten zehn Jahren rechnen Forscher mit 2.173 zusätzlichen Todesfällen durch Infarkte beziehungsweise Schlaganfälle. Dieser Wert erhöht sich auf 6.372, sollten Patienten ihre Medikation komplett verweigern.

Tod und Teufel

Black-Box-Warnungen (boxed warnings) ziehen ähnlich unerwünschte Konsequenzen nach sich. Zum Hintergrund: Die US-amerikanische Arzneimittelzulassungs- und -überwachungsbehörde FDA fordert Hersteller auf, schwarz umrandete Warnungen auf Packungsbeilagen zu drucken, falls Studien Hinweise auf schwere oder lebensbedrohliche Risiken ergeben.

blackboxwarning

Black-Box-Warnung der FDA. Screenshot: DocCheck

Jede Black-Box-Warnung erregt beträchtliches Medieninteresse – ein Teufelskreislauf, wie Christine Y. Lu gezeigt hat. Sie forscht an der Harvard Medical School, Boston. Bei Kindern und Jugendlichen führen Antidepresiva zu suizidalen Tendenzen – wenn auch nur in Einzelfällen. Grund genug für FDA-Experten, Herstellern eine Black-Box-Warnung aufzuoktroyieren.

Die Maßnahme zog ungeahnte Folgen nach sich. Leitmedien, allen voran die New York Times und die Washington Post, berichteten ausführlich über das Thema. Ärztliche Verschreibungen gingen um 31 Prozent zurück. Das Phänomen betraf auch junge Erwachsene (minus 24,3 Prozent) und ältere Patienten (minus 14,5 Prozent), die eigentlich nicht im Fokus der FDA standen. Gleichzeitig erhöhten sich die Fälle von vermutlich bewusst herbeigeführten Überdosierungen bei Jugendlichen (21,7 Prozent) und jungen Erwachsenen (33,7 Prozent).

Nebenwirkung Schwangerschaft

Einen weiter zurückliegenden Fall von unerwünschten Wirkungen der öffentlichen Diskussion präsentierte Professor Dr. Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung beziehungsweise vom Harding-Zentrum für Risikokompetenz auf einer Pressekonferenz der AOK. Im Jahr 1995 informierte das britischen Komitee für Arzneimittelsicherheit über lebensbedrohliche Thrombosen bei oralen Kontrazeptiva der dritten Generation. Das Risiko habe sich bei bestimmten Antibabypillen der dritten Generation verdoppelt – eine Information, mit der Laien per se wenig anfangen können.

„Von 7.000 Frauen, die die Pille der zweiten Generation einnahmen, erlitt eine Frau eine Thrombose“, so Gigerenzer. „Dies erhöhte sich bei der dritten Generation des Medikaments auf zwei.“ Hätten Medien mit absoluten Zahlen argumentiert, wäre wenig geschehen. Durch die missverständliche Berichterstattung ging der Schuss nach hinten los. Es kam zu etlichen ungeplanten Schwangerschaften und zu rund 13.000 zusätzlichen Schwangerschaftsabbrüchen.

Das hätte in Deutschland auch passieren können. Laut Analysen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) bestehen bei fast 60 Prozent aller Versicherten Defizite bei der Krankheitsbewältigung und Erhaltung ihrer Gesundheit. Mehr als ein Viertel findet es sehr kompliziert, gesundheitsrelevante Infos zu finden, und fast ein Drittel hat Schwierigkeiten, Medieninformationen zu interpretieren.

Wissen aus dem Hut gezaubert

Sind Informationen über Laienmedien deshalb falsch? Dr. Fiona Godlee, Editor-in-Chief des BMJ, teilt diese Meinung nicht. Für sie ist die öffentliche Debatte über Nutzen und Schaden von Arzneistoffen „absolut richtig“, damit Patienten bewusster Entscheidungen träfen. Doch wissenschaftliche Daten werden ihnen dabei kaum helfen, wie die Fallbeispiele gezeigt haben.

Gerd Gigerenzer sieht die „Faktenbox“ als Lösung. Sie soll unabhängige Informationen zu verschiedenen Themen übersichtlich darstellen. Mittlerweile hat die AOK elf unterschiedliche Gesundheitsthemen verständlich aufbereitet. Darüber hinaus sind Medien in der Pflicht, statistische Informationen so darzustellen, dass kein Spielraum für falsche Interpretationen bleibt. Mit vermeintlichen Sensationen ist niemandem gedient.

AOK-Faktenbox

AOK-Faktenbox (Ausschnitt). Screenshot: DocCheck

86 Wertungen (3.78 ø)

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49 Kommentare:

Neutraler Leser
Neutraler Leser

Worum ging es denn hier gleich noch, außer Diskutanten zu bewerten?
Liest sich aber auch irgendwie mit Neid belastet, wenn gehaltvoll erscheinende Beiträge ohne wirkliches Eingehen darauf, dann substanzlos analysiert werden.
Und nun bitte schön, auch dies hier darf ohne Sinn zerschrieben und disliked werden. :-)

#49 |
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Alex Ledel
Alex Ledel

@naturwissenschaftler jörg zink

Allein das Wort “Chlorofill”, sowohl von der falschen Schreibweise als auch von der Art der Verwendung (“viel Chlorofill nehmen”) her, zeigt mir, dass es mit Ihrer “Naturwissenschaft” nicht weit her sein kann. Chlorophyll (so die richtige Schreibweise) ist nichts weiter als ein Pflanzenfarbstoff, der für die Photosynthese von Pflanzen wichtig ist. Beim Menschen wird er lediglich wegen seiner Fähigkeit der Geruchsneutralisierung angewendet, was aber zu den von Ihnen so negativ gesehenen “Symptomlinderungen” gehört.
Und auch sonst muss ich dem zustimmen, was andere hier schon geschrieben haben: Sie stellen sehr viele Behauptungen auf und folgen dem “Natur immer alles gut, Chemie immer alles böse”-Mantra, belastbare Belege gibt es dafür von Ihnen aber keine.

#48 |
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Gast
Gast

@ 38: Sei haben die pösen, unausgebildeten Scharlatane namens Heilpraktiker vergessen, die einfach so ohne alles praktizieren dürfen!
Skandal!

#47 |
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Gast
Gast

zu # 45 : # 44 natürlich

#46 |
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Gast
Gast

# 43 : Warum lassen Sie es nicht einfach stehen, wenn Andere es anders empfinden, wäre vielleicht auch sozialökonomisch.. Ich empfinde es halt u. a. als langatmig, umständlich und irgendwie unorthodox

#45 |
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Dipl. Sozialökonom Olaf Steinke
Dipl. Sozialökonom Olaf Steinke

#43, also ich finde #39 sehr verständlich. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich täglich fachübergreifend und nicht nur im medizinischen Bereich unterwegs bin……

#44 |
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Gast
Gast

# 39 : Daß Sie sich einen Platz auf Schulterhöhe von Medizinern erobert haben, ist ja schon bemerkenswert für sich. Wäre es aber nicht – unter Berücksichtigung Ihrer gesamten Kommentare – auch möglich, sich einfach und verständlich auszudrücken ? Dann wäre es ein weiterer Pluspunkt.

#43 |
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Dr Eckhart Sajitz
Dr Eckhart Sajitz

Lieber herr Zink, durch eine Aussage in Ihrem Beitrag kommt ein ‘neuer’ Aspekt in die Diskussion, einer der so neu gar nicht ist und überall in den Medien immer wieder verbreitet wird: die Maßnahme x, das Medikament y ‘heilen’. Das ist Quatsch, den man den Laien endlich mal erklären sollte. Schon die alten Römer wussten : medicus curat, natura sanat. Für Nichtlateiner: der Arzt behandelt, die Natur heilt. Ist die Natur, sprich der Patientenorganismus nicht oder nicht mehr auf Heilen eingestellt, dann ist Ende der Fahnenstange. Dr. E. Sajitz

#42 |
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Gast
Gast

Herr Zink, mich würde ja sehr interessieren, was für ein “Naturwissenschaftler” Sie sind. Denn an Ihren Aussagen kann ich nichts wissenschaftliches finden. Auf die Frage nach Ihren Quellen mit deren übermäßiger Fülle zu argumentieren, finde ich merkwürdig. Das wäre doch die Chance, allen das notwendige Informationsmaterial zugänglich zu machen!
Und zum Thema Heilpflanzen, die keine Nebenwirkung haben: dann haben sie auch keine Hauptwirkung. Ganz einfach.
Und Insulin ist ein besonders schönes Beispiel für ein Arzneimittel, das KEINE! Kontraindikation hat. Wo es schädigt, ist es auch nicht indiziert. Und mir ist keine Pflanze bekannt, die Diabetes heilt. Der Nobelpreis wäre gesichert.

#41 |
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Tobias Sambale
Tobias Sambale

Ähm… Frau Bergt, was haben denn nun Vegetarier mit Heilpraktikern gemeinsam?

#40 |
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Nichtmedizinische Berufe

So wie #38 die Konsequenzen der Internetnutzung in Frage stellt, hätte ich es hingegen sehr gern mal gesehen, wenn Ärzte eben doch das Internet nutzen sollten.
Denn dann wäre mir, heute gesichert, einiges erspart geblieben.
Denn es gibt hervorragende und absolut seriöse Fachquellen, die zudem leicht zu finden sind und ich darin alles finden konnte, was bis heute die meisten mir über den Weg gelaufenen Ärzte immer noch nicht zu meinem Fall wissen.
Also da gibt es z.B. die nationalen Bibliotheken in Übersee, da gibt es researchgate, u.s.w. und da gibt es nicht für mich das, was andere Patienten aufsuchen würden.
Natürlich ist es alles zunächst kompliziert und fremd, jedoch bin ich es gewohnt mich in fachfremde Themen einzuarbeiten, dann natürlich heute zum Leidwesen der Nicht-Internet-nutzenden Ärzte.
Denn, die könnten sich plötzlich tatsächlich ein Wissen aneignen, das so spezifisch wäre, wie es in keinem Standard-Studium zu vermitteln wäre.
Und auch hiesig gibt es mittlerweile mehr Informationen, die es so am Beginn meiner “Forschungsreise” so noch nicht gab.
Dazu ein Beispiel unter https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/binary/PANMX55XYDAQ776WKEP7OE6HQETTXY3M/full/1.pdf, das ich selbst als gesichert bestätigen kann, bis auf ein paar kleine biographische Unfeinheiten und das dort in Kapitel 3.2 nur eine Baustelle bei mir war/ist.
Das Thema zu dieser Dissertation kann aber auch unter “Dynamische Bildgebung arachnoidaler Adhäsionen des Spinalkanals” noch anderswo eingesehen werden, da ausgebrachte Verknüpfungen oftmals nicht permanent bestehen bleiben.
Und so etwas ist eben auch ein großer Vorteil von Suchmaschinen.
Dass natürlich auch andere Fachbereiche negativ von zu viel Internetz betroffen sein können, wie es in #38 geschildert wird, könnte ich allein durch den hinterfragenden Bericht unter http://www.hanselman.com/blog/AmIReallyADeveloperOrJustAGoodGoogler.aspx mit dem Titel “Am I really a developer or just a good googler?” nur zu gern bestätigen wollen.
Auch in diesem Fachbereich nutze ich Suchmaschinen nur als Navigationshilfe, um die Originalquellen zu Dokumentation ausfindig zu machen.
Das oftmals selbstgerechte und zu oft dann auch noch falsche Geschwafel der wohl zum Guru berufenen Zeitgenossen in diversen Foren, mit zum Teil irrsinnig verlaufenden Diskussionen, interessierte mich schon immer gleich Null…

#39 |
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Dipl. Sozialökonom Olaf Steinke
Dipl. Sozialökonom Olaf Steinke

Natürlich gibt es Hypochonder, die alle verrückt machen. Ob mit, oder ohne Internet. Die anderen Menschen, die in´s Internet schauen, um eine Antwort auf ihre Fragen zu bekommen, bekommen diese offenbar nicht vom Arzt. Wie schon oft hier beschrieben, scheinen einige Ärzte sich ebenfalls des Internets zu bedienen und dann Halbwissen an ihre Patienten weiter zu geben. Aber was ist die Konsequenz?

Das Internet wird nicht abgestellt, da muss der ärztliche Bereich mit leben und selbst eine Lösung finden. Im Übrigen geht es verschiedenen anderen Berufsgruppen ebenso: Auch sie müssen versuchen, mit den Konsequenzen des Internets fertig zu werden.

Interessant finde ich, dass immer der Andere Schuld ist: Der Arzt ist schuld, der Apotheker, der Patient….. und nicht zuletzt das böse Internet. Schuldzuweisungen sind keine Lösungen, sondern nur eine andere, subtile Form einer Alltagsküchen-Bürokratie: Wer sich nicht an die Anweisungen hält ist böse.

#38 |
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Gast
Gast

Auch, wenns vielleicht etwas am Thema vorbeigeht: Zu den Nahrungsergänzungsmitteln: Also das obere Beispiel kann ich irgendwie nachvollziehen und fände ich gut dargestellt. Aber ist eine Zunahme von 18 auf 19 im unteren Beispiel wirklich eine “Erhöhung”?

#37 |
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Medizinischer Fachhändler

ja klar, unser Wissen ist relativ.
Die Wahrheit zu finden ist sehr schwer.
Doch es gibt ein jahrhundert altes belegbares Heilwissen.
In der chinesischen Medizin gibt es ein jahrtausend altes Heiliwissen.
Darin liegt auch die Kernaussage , daß jede Krankheit umkehrbar ist!
Aber sie natürlich direkt zu behandeln ist eine Kunst! Aber diese Kunst gibt es hier nicht mehr. Sie bringt kein Geld , weil Heilpflanzen ………………………

Doch die wenigsten Mediziner haben sich mit dem Heilwissen unserer Vorfahren beschäftigt. Ohne das wären wir heute gar nicht mehr hier!

#36 |
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Nichtmedizinische Berufe

Mir fehlt der Zugang dazu, warum sich hier über viele Beiträge zu den Pros und Cons von Mittelchen jeglicher Art ausgetauscht wird, wenn es doch um den Schaden durch Halbwissen geht und zudem dadurch hier an diesem Ort nur weiteres Viertel- bis Halbwissen allerhöchstens generiert und offeriert wird.
Speziell im redaktionellen Beitrag ging es doch um die zur Ausführung gebrachten Handlungen aufgrund öffentlicher Verführungen, die durch Halbwissen nur schlecht verifiziert werden können.
Schaden durch Halbwissen anderer Art, eben durch solcherart Ergebnis aufgrund von Desinteresse und vielleicht auch Faulheit oder anderer Beweggründe, eben wegen der dadurch ausgelösten Handlungsunterlassungen medizinischen Personals, führte ich hier beispielhaft ins Feld.
Halbwissen auf ärztlicher Seite erzeugt für mich, aufgrund meiner vielfachen Erfahrungen, mehr Schaden.
Und dagegen hilft nur die autodidaktische Selbstaufklärung, die viel Zeit und Einsatz erforderlich macht, jedoch so ein schon nicht mehr Halbwissen eines Patienten einfach mal nur das beste Mittel gegen das Halbwissen bei Medizinern darstellt…

#35 |
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Medizinischer Fachhändler

Also sind wir hier doch etwas vom Thema abgekommen.
Zusammengefasst
Phytotherapeutika heilen.
Antibiotika heilen – leider nur mit einer nachhaltigen Verschiebung des Darmgleichgewichtes. Folgeerkrankungen haben es dann sehr leicht.
Zudem bewirken Antibiotka eine Resistenzentwicklung.
Und der Rest der Medikamente HEILT selten!
Aber sie verschaffen Linderung, der Primärbeschwerden.
Allesdings belasten sie den Organismus auf Dauer schwer.
Gewiss gab es bei unseren Vorfahren schwere Infektionskrankheiten, die aber in erster Linie hygiensich bedingt waren.
warum gibt es heute diese Masse an chemischen Medikamten- war eine Frage. Antwort:
Weil sie patentierbar sind und immense Gewinne für diese Konzerne
bringen. So einfach ist die Lösung .
Und wer liefert hier Quellen? Das würde hier den Umfang eines Kommentares sprengen. Ich gebe nur weiter was in sauberen Quellen zu finden ist!
das z. B. Insulin den Alterungsprozess vieler Körperzellen beschleunigt dürfte wohl bekannt sein. Alleine darüber gibt es Doktorarbeiten. Aber diese sind von Naturwissenschaftlern und nicht von Ärzten .

#34 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich ziehe bei solchen Diskussionen lieber Schilderungen zu Erfahrungswerten vor. Darum noch zur Ergänzung zu #25 und als Anregung noch zu #29(2): Mir begegneten vor meinem eigenständig gestalteten Weg durch die hiesige Medizinlandschaft, was bitte auch (w)örtlich zu verstehen ist, nur Mediziner mit Halb- bis Nullwissen zu den für mich später erst bekannt geworden betreffenden Themen, gerade aber genau diese Gruppe der an(vor)geblichen Vollblutmediziner mir gegenüber selbstsicher das ultimative Vollwissen vorgaukelten.
Das konnte ich natürlich erst später wissen und vielfach nachweisen.
Was aber dann für alle Ärzte immer vollumfänglich zur Verfügung steht, ist die negativ-konsequenzbefreite psychische Entsorgungsdiagnostik, quasi eine Form der legitimierten vorsätzlichen Fehldiagnostik, gespeist aus einem Märchenbuch, geschrieben von gut geschmierten Marionetten-Psychiatern, befördert durch die Billion$-Pharmaindustrie.
Ja, auch das hatte mir Schaden an Leib und Gesundheit gebracht, vor allem aber Chancen zur Besserung der existentiellen Entwicklung genommen, wenn ich eben über eine Dekade mit den unbehandelten sich weiter entwickelten Folgen aus eigentlich gut bekannten und noch besser beherrschbaren Akutereignissen von einer medizinischen Flaute zur nächsten treiben musste, erst vierhundertundfünfzig Kilometer weiter konnte ich endlich erfolgreich anlegen, nur weil ich durch meine intensive Wissensschaffung genau wusste welchen Hafen ich mutmaßlich hoffnungsvoll anzusteuern hatte.
Und darum auch kann ich allen! Menschen mit gesundheitlichen Problemen nur empfehlen, weder dem Dr. Google, noch dem gemeinen Dottore von nebenan zu trauen, sondern sich einfach mal mehr um sich selbst zu bemühen.
Diese Lehre habe ich aus meinen schon seit der Kindheit (da wusste ich es ja sowieso nicht) laufenden Reinfällen mit Ärzten daraus gezogen.
Ist nur alles sehr zeitaufwendig und pro Krankheitsgeschehen mehrere Jahre bis Lebensabschnitte lang herumirren zu müssen, nur für eine richtige! Diagnose!, lässt die so hochgelobte Zivilisationserrungenschaft moderne Medizin dann doch zweifelhaft erscheinen und ich mich damit trösten kann, dass mir dann aber doch genau nur! mit so einer modernen Medizin geholfen werden konnte…

#33 |
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Dipl.-Vet.med. Gudrun Bergt
Dipl.-Vet.med. Gudrun Bergt

Ich würde folgenden Versuch vorschlagen:
Alle Homöopathen, Naturheiler, Astrologen, Veganer und Vegetarier, alle Technik- und Industriegegner, etc., sprich alle, die mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nichts anfangen können oder wollen, werden (natürlich nur freiwillig!!!!) auf einer einsamen Insel ausgesetzt, die allerdings alle Ressourcen zum Leben und Heilkräuter im Überfluss bietet. Es wir eine Kommunikationsmöglichkeit zur “Alten Welt” geben, damit im Notfall moderne medizinische Hilfe für den, der es möchte, geleistet werden kann. Wer die in Anspruch nehmen will oder aus anderen Gründen dort nicht mehr leben möchte, darf sofort zurück und scheidet damit aus dem Versuch aus. In 10 Jahren schauen wir mal, wie viele von den Freiwilligen noch vor Ort auf der Insel sind und wie es dort aussieht.

#32 |
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Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent

Generell hat etwas zusätzliches Wissen hat noch nie jemandem geschadet, aber richtig damit umzugehen kann nicht jeder und vl. muss der richtige Umgang damit bei manchen erst erlernt werden. Insgesamt macht das die ganze Sache mit den Infos holen an sich deswegen nicht schlechter – im gegenteil und erspart oft viel Aufklärungsarbeit..

#31 |
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Gast
Gast

Die durch das Netz mögliche umfangreiche Information hat aber auch viele Vorteile.Als Diabetikerin habe ich hier so viele Informationsmöglichkeiten,dass ich irgendwann ganz genau weiss,was ich zu tun habe.So sollte ich schon vor Jahren Metformin dauerhaft einnehmen.Und wollte das nicht.Weil ich befüchtete,dass ich dann aus diesem Teufelskreis nicht mehr herauskomme und evtl. sogar Gewicht zulegen würde.Aufgrund der vielen gesuchten Informationen aber habe ich meinem Arzt gesagt,dass ich lieber den HbA1c Wert zu senken gedenke durch Gewichtsabnahme und er solle mir doch Zeit geben.Es hat wesentlich länger gedauert,als ich damals dachte,aber nun benötige ich diese Medikation gar nicht mehr weil ich 17 Kg abgenommen habe und weil ich mich so ernähre,dass es möglichst keine Blutzuckerspitzen mehr gibt.Das alles hätte ich ohne die vielen Infos im Netz womöglich nicht geschafft.
Statine sollte ich ebenfalls nehmen,tat ich auch.Als ich das wegen der starken Muskelprobleme nicht mehr wollte,habe ich mich selbstverständlich an meinen Arzt gewandt und mit ihm diese Sache besprochen.Wenn man einen Arzt des Vertrauens hat,kann man mit ihm reden und bekommt auch Antworten,mit denen man etwas anfangen kann.Wenn das nicht geht,weil ihn so eine Problematik gar nicht interessiert,dann muss ich mir doch einen anderen suchen.So ging es mir bei einer 4 Minuten Hautkrebsvorsorge bei einem Hautarzt.Da geht man dann doch gar nicht mehr hin.Also ich nutze die Informationen gerne hier in Dockcheck aber auch Omeda usw.Das hat mir bisher sehr oft weitergeholfen.Nur Krankheiten suchen und überall Katastrophen sehen darf man dabei nicht.So nach dem Motto,ich habe Kopfschmerzen also kann ich nur einen Hirntumor haben oder so ähnlich.

#30 |
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Dr. Christoph Arnemann
Dr. Christoph Arnemann

Der unglückliche Begriff vom medizinischen “Halbwissen” impliziert mehrere
problematische Annahmen:
1. es sei besser, als Nichtmediziner nichts zu wissen, als sich zu informieren
2. Ärzte verfügten immer über das umfassende, absolute Wissen über Krankheiten, Diagnosen und richtige Behandlung.
Man muß kein Verschwörungstheoretiker sein um zu wissen, dass
es im Medizinwesen und besonders im Pharmabereich auch immer um viel Geld geht. Gerade die prophylaktische Verschreibung der Statine ist nicht so
unumstritten und eine gewisse Skepsis ist durchaus angebracht. Und wenn entsprechende Studien zu dem Ergebnis kommen, dass die Lebenserwartung von Menschen mit leicht- und mittel-erhöhten LDL-Cholesterin-Werten nicht durch Statine verbessert wird, sollte dies jeder Betroffene für sich in seine Entscheidung einbeziehen.
Auch für Mediziner gilt: Jedes Wissen ist nur ein winziger Bruchteil der Wahrheit.

#29 |
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Christian Becker
Christian Becker

@Jörg Zink
Sie verbreiten jede Menge hanebüchene oder übertriebene Behauptungen, mit Quellen dafür halten Sie sich aber stark zurück (um es mal milde auszudrücken).

Wir kennen sehr wohl synthetische Medikamente, die heilen. Antibiotika (auch echt synthetische, die nicht ursprünglich von Bakterien oder Pilzen produziert wurden, z.B. Fluorchinolone), neue Hepatitis-C-Medikamente) und andere Antiinfektiva. Natürlich gibt es auch sehr viele Medikamente, die die Symptome lindern oder dem Ersatz von Stoffen dienen, die der Körper nicht mehr (ausreichend) selbst herstellen kann.

Wenn es aber so wäre, dass “früher” die Menschen noch über die tollen Pflanzen ach so viel wussten (ich bin ein großer Freund von Phytotherapie) und damit alles behandeln konnten (naja, behandeln kann man alles mit allem, ob das fruchtet, ist die andere Frage), dann hätte sich die moderne Pharmaindustrie so gar nicht entwickelt, denn es hätte gar keinen Bedarf gegeben.

Tatsächlich sind die Leute aber reihenweise an Tuberkulose und anderen Infektionen gestorben.

Fraglos wirken viele Phytotherapeutika bei vielen Indikationen auch gut, sind oft gut verträglich (aber nicht immer – Phytopharmaka haben, wenn sie nicht homöopathisch bis zur Unkenntlichkeit verdünnt wurden und dann keine Phytopharmaka mehr sind, durchaus auch Nebenwirkungen. Wer Opium statt isoliertem Morphin (Fentanyl, Oxycodon, etc.) nimmt, wird die gleichen typischen Nebenwirkungen haben, die Opioidgebrauch mit sich bringt; wer Johanniskraut nimmt, wir ebenso photosensibilisiert wie Leute, die z.B. Fluorchinolone nehmen).
Es gibt aber nicht für jede Indikation ein gut geeignetes pflanzliches Mittel – und die, die es gibt, wirken oft ebenso symptomatisch (also nicht an sich heilend) wie die synthetischen.

#28 |
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Gast
Gast

Das beste Mittel ist der eigene Verstand, gestählt mit Fachwissen und immer, ganz wichtig, Skepsis.
Besonders den eigenen Fähigkeiten gegenüber.
Mit Verstand, Skepsis und Fachwissen lässt sich so manche bahnbrechende Entwicklung schnell als laues Lüftchen enttarnen.
Besonders den eigenen Fähigkeiten gegenüber.
Grundsätzlich teile ich Ihre Ansicht, Herr Zink, das Heilpflanzen viel bewirken können.
Aber sehr oft eben nur komplementär und nicht alternativ.

#27 |
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Medizinischer Fachhändler

Zum Abschluss noch mal eins.
Wir kennen kein synt. Medikament, welches heilen kann. Mit entsprechenden Nebenwirkungen dämpft es nur die Beschwerden.
WEIT entfernt von einer Heilung – sehr weit!
Deswegen orientieren sich viele kranke Mitmenschen im Internet , weil sie merken , daß ihnen kein Arzt helfen kann. In 5 Minuten auch kaum möglich.
Pro Jahr sterben über 60.000 Menschen an den Nebenwirkungen ihrer Medikamente.
Das macht viel stutzig. Diese Zahl ist noch milde ausgedrückt. Nach internen Schätzungen liegen sie deutlich höher.

#26 |
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Nichtmedizinische Berufe

Leider begegneten mir nicht wenige Ärzte wohl ebengleich mit einem sogenannten “Halbwissen” in meinen ZNS- und kongenitalen Malformations-Angelegenheiten.
Ich kann nur jedem Mitpatienten empfehlen sich mit Medizin auseinanderzusetzen, um darüber überhaupt erst begreifen zu können, wie quasi unendlich komplex diese Wissensbereiche sind, von dem damit in Verbindung stehenden Können mal ganz abzusehen.
In den Staaten z.B. gehört so etwas bereits in den Sekundarstufen zum Umfang der allgemeinen Wissensvermittlung.
Sonst möchten sich die Menschen doch auch um alles selbst bemühen.
Warum also wird in diesen doch essentiellen Fragen zum Selbst und der Hülle dazu, so leicht abgegeben, ja geradezu abgeschoben?
Verantwortung fängt doch zunächst einmal bei einem selbst an.
Und zum Themen-Stellvertreterbegriff “Dr. Google”, so hatte ich so etwas bei meinem persönlichen, autodidaktischen “Medizinstudium” höchstens zur groben Navigation genutzt, um in den Falldatenbanken im anglo-amerikanischen Sprachraum damals nur fündig geworden sein zu können.
Dazu war ich ja wegen der großen und weit verbreiteten Wissensdefizite bei Ärzten, selbst in zeitweise immer wieder schlechtem Gesundheitszustand bei mir gezwungen, wenn ich auch weiterhin im Berufsleben bleiben wollte, von Lebensqualität sprach ich dabei nie.
Tja, und so stimmten meine Selbstdiagnosen erst acht Jahre später, dann erst wurden diese kaum noch für mich zu glauben, komplex-diagnostisch abgesichert und daraus operative, nachhaltig helfende Therapien abgeleitet werden konnten.
Und wie oft musste ich mir von Ärzten anhören, dass ich ja doch mehr wüsste als jene selbst.
Dieses Wissen hilft mir bis heute meinen Gesundheitszustand mitbegleiten und wirklich an Entscheidungen beteiligt sein zu können…

#25 |
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Medizinischer Fachhändler

Liebe Frau Dietich,
hab das nun an mich gerichtete erst jetzt gelesen.
ich stamme selbst aus einer Ärzte Familie.
So einfach kanm man ihre Frage nicht beantworten. Das geht so leider nicht.
Dazu benötigen wir konkrete Ergebnis -Werte
Aber es gibt auch hier ein wertvolles Naturheilmitttel . Dazu haben wir viele Tests durchgeführt , mit Ultraschallkontrollen. Leider sind die Ergebnisse nicht ” Amtlich”. Denn das Amt arbeitet schlecht.

#24 |
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Jürgen Schuster
Jürgen Schuster

Leider wird übersehen, dass das “Halbwissen” eine regulatorische, ergänzende Wirkung haben kann.
Tatsächlich ersaufen unsere Ärzte in Bürokratie und viele aktuell Forschungsergebnisse bleiben auf der Strecke, sie gelangen nicht in die Praxis.
So kann es ergänzend zur ärztlichen Diagnose hilfreich sein, wenn der Patient zum “Experten in eigener Sache” wird und z. B. bei Erschöpfungproblemen selbst mal die Untersuchung auf Hashimoto veranlasst. Oder die Ergebnisse von 3-4 Fachärzten selbstverantwortlich zusammen fasst und erkennt, dass er an Stress leidet.
Sogar wg. des o.a. Vit. D muss sich mancher Patient dumm anreden lassen wenn er den Blutwert anfordert. Halbwissen kann in so einem Fall sehr wertvoll sein. Ich sehe daher auch die Chancen

#23 |
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Medizinischer Fachhändler

Nach jahrelanger Durchsicht unzähliger Studien steht ein Ergebnis fest.
Hier ist sehr viel in der Schieflage.
Viele Patienten haben natürlich nur ein Halbwissen , denn sie haben nicht den Einblick in die Gesamtheit der vielen komplexen Krankheitsursprünge.
Das überfordert viele. Natürlich auch unsere Ärzte. Viele Blutwerte werden gar nicht ermittelt ( z.B Homocystein) – bzw. Tests sind gar nicht verfügbar.
Zudem werden unsere Mitmenschen falsch oder schlecht informiert, wie schädlich Zucker, Milch und Weißmehl sind. Die Gesundheitsministerien, verhalten sich hier zu diesen Themen viel zu zögerlich. Im meinem letzten Beiblatt zu meiner privaten Krankenversicherungsübersicht, wurde von der KV aber wenigsten nun hingewiesen, dass die Ärzte ihre Patienten zu mehr Bewegung auffordern. Aber das genügt nicht. Es geht um das fehlende Ernährungsbewusst sein.
Und noch zu Herrn Laudenbach
sämtliche Fruchtkerne sind bitter , und tragen zu Reduzierung des Krebsrisikos bei! Aber sie müssen auch vorbeugend eingenommen werden. Nicht erst wenn der schon metastiert! !! Dann wird es richtig schwierig!
Und Betablocker werden syntetisch nach der Ur- Formel des Weißdorns hergestellt.
Dabei sind direkt Auszüge aus Weißdorn genauso wirksam ohne Nebenwirkungen. Und so eine Pflanze heilt, weil sie in ihrer Gesamtheit zugeführt wird. Und eben nicht nur ein künstliches Bruchstück der Heil – Pflanze ist !

#22 |
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Medizinischer Fachhändler

Ich könnte auch sagen . Ungesunde Ernährung.
Das Wissen darüber ist bei uns im Land sehr schlecht. Die Aufklärung findet nur schleppend statt.
Die falsche Ernährung bei uns stellt die Basis für die Entwicklung vieler Krankheiten dar. Es gibt unzählige Studien , die das belegen .
Eigentlich stellt sich die Frage, wieviel Wissen über Heilung manche Ärzte haben.
Wir sehen den überwiegenden Krankenstand ernährungsbedingt an.
Nach Einsicht und Wertung unzähliger Studien muss man diesen Schluss leider ziehen. Doch wir bekommt Tabeltten empfohlen , die NICHT heilen , sondern nur die Auswirkungen dämpfen. Von einer Heilung sind sie weit entfernt. Aber mit Heilpflanzen – Drogen kann man ja keine großen Gewinne erziehen. Heute lernt jeder Medizinstudent, daß die Medikamnete im Reagenzglas gut wirken. Das eigentliche Probelm liegt aber darin, den Wirkstoff direkt an die kranke Stelle zu bringen. Klasischerweise gelingt es aber Heilpflanzen in den gesamten Stoffwechsel einzugreifen und das ohne Nebenwirkurkungen. Ohne diese Pflanzen gäbe uns heute gar nicht mehr!
Wem ist das überhaupt noch bewusst.Unsere Vorfahren hatten darüber noch ein solides Grundwissen. Wenn sich viele Ärtze einmal etwas mehr Zeit dafür nehmen würden und diese Grundlagen wieder angehen würden, würde es vielen Menschen besser gehen.
Aber die Chemie bringt eben viel höher und ungerechtfertigte Gewinne mit ihren patentierten syntesisch hergestellten Wirkstoffen . Und diese sind Gift für unseren Organismus. ( Leberschäden ………………………………….) über 2 Millionen Leberkranke lt. Statistiken

#21 |
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franz laudenbach
franz laudenbach

Kommentar zu Kommentaren;
Zu: Frida Stern:
Remidas Cortes :
Peter Devesa:
Dr. Med. Jens Bernhardt;
Üble Krankheiten müssen per Gesetz ambulant behandelt werden!
Heißt: Der Patient muss selbst feststellen an welcher Erkrankung er leidet.
Ein Behandlung dahingehend einfordern. Das trifft u.A. zu für:
Bsp.: Grunderkrankung Schlafapnoe Syndrom (OSAS/ZSA). Eine Erkrankung, die der Patient selbst nie feststellen kann; Er schläft ja (meint er).
Schlafapnoe heißt; Ersticken im Schlaf; Damit Bluthochdruck im Schlaf.
Bluthochdruck im Schlaf wird mit z.B.: Betablocker behandelt (keinesfalls therapiert).
Völlig normale Folgen sind Volkskrankheiten aller Art.
Bsp.: Diabetes Typ 2, Infarkt, Schlaganfall, Alzheimer, usw. Herzinsuffizienz, usw.

Zu: Naturwissenschaftler jörg zink:
Versuchen Sie Nahrungsergänzungsmittel OPC. OPC = Traubenkernextrakt!
OPC tötet Krebszellen innerhalb von 24 Std. So Krebsforscher.

Zu: HP, MTA, Dipl. Ing. Dorothea Burger
Antidepressiva das gefährlichste Medikament nach Betablocker.
Antidepressiva senken den Blutvolumenumsatz auf mehr als erheblich.
Bsp ca. 2.2 Liter anstatt 4,5-5 Liter pro Minute!

Zu: Psychologe Johannes Georg Bischoff:
Keine Unterhaltung mit einem Psychologen, es sei den mit anwaltlichem Rechtsbeistand.

Zu: Chemiker Klaus Fischer:
Dipl.oec-troph.J.Ritschel;
Dr. Peter Mandry:
Laut StZ. 07.2016 hat die Pharmaindustrie 50 Millionen Euro an deutsche Ärzte verschenkt.
Und die Medien können nicht über Wahrheiten berichten.
Würde sie das, verlören sie gewinnträchtige Werbeaufträge.

Anm.: Mehr Information? flc@live.de

#20 |
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Medizinjournalist

Ja, sehr geehrter Herr van den Heuvel, das kommt auch daher, weil es viele Bornierte (und auch “van den Heuvels”) gibt, die meinen, die Schulmedizin sei das einzig richtig Wahre; alles Andere wird – ohne Kenntnisse u. ohne Wissen – borniert negiert. Da ist der nicht ganz blöde Patient ja gezwungen, sich anders zu informieren, will er nicht Gefahr laufen, dass beim Alles-besser-wisser eine Virenerkrankung mit Antibiotika misshandelt wird. Oder etwas Phytotherapie-Geeignetes mit allopathischen Kanonen.
Um sich vor solchen Dummheiten zu bewahren, muss man notgedrungen lieber auf Dr. Google vertrauen. Das das nicht immer gut ist, weiß man ja, aber die Schuldmedizyniker Steigerung des Schulmediziners ins Bornierte) tragen daran Schuld. Nun, Sie gehören nicht einmal zu denen, sind aber ein eifriger Verfechter des Schuldmedizynismus? Wovon haben Sie eigentlich wirklich Ahnung? D.h. eigentlich: mehr als nur Ahnung?

#19 |
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Studentin der Humanmedizin

naturwissenschaftler jörg zink

Und wie sieht es denn aus, wenn man nun mal kranke Nierchen hat? Wird da immer noch genug Calcitriol bereit gestellt?
Raten Sie da auch den VitD-Verzicht an?

Medikamente sind dafür da, wenn das Organismus KRANK ist

#18 |
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Nichtmedizinische Berufe

Und wie steht es mit dem ungesunden Nichtwissen/Desinteresse der Ärzte?

Keine Frage, ich habe als mehrfach chronisch Kranke sehr gute Ärzte kennengelernt. Aber immer wieder treffe ich auf Fachärzte, (bin in meinem Leben mehrmals umgezogen), die nicht in der Lage sind, zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen und sich schlau machen werden. Statt dessen höre ich mir dann ein paar völlig falsche Aussagen zu meiner Krankheit an und nicke resigniert. Ich habe einiges an medizinischen Vorkenntnissen von meiner Arbeit her, was die (meist) Herren ja nicht wissen. Und ich glaube meistens kann ich im Internet genauso die Spreu vom Weizen trennen, wie bei den Ärzten, zumal ich die meist englischen Veröffentlichungen ohne Probleme lesen kann.

Mein Hausarzt, der gerade das Pensionsalter erreicht hat und noch ein paar Jährchen zum Vergnügen machen möchte, nimmt sich in der Regel für mich gerade mal 5 Minuten Zeit. Er hat noch nie, überhaupt noch nie irgendetwas von sich aus zur Therapie vorgeschlagen. Ich bekomme eine Überweisung und das war´s. Oder ein Antibiotikum, das sich eigentlich gar nicht nehmen darf. Etc. pp.
Auf alles muss ich ständig aufmerksam machen. Wenn man viele Medis nehmen muss, dann muss bei Neuverschreibung eben ganz genau hingeschaut werden.
Wenn ich nicht auf einen Ferritin-Test gedrängt hätte vor Jahren, hätte ich wohl heute noch Eisenmangel.

Dann doch lieber das Internet und gleich zum gut bewerteten Facharzt.

#17 |
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Medizinischer Fachhändler

Ich kann Herrn Dr. Mandry zustimmen.
Viele der Medikamente wirken nicht einmal so , daß sie emphelenswert sind.
Übrigends ist Vit. D übrigens ein Hormon – das Sonnenhormaon. Es wirkt vorbeugend gegen viele Krebsarten…………
Zudem ist es schwer gute neutrale Quellen von Studien zu finden.
Die meisten Studien und Statistiken werden von Lobbyistengrupppen in Auftrag gegeben. Und die besagen auch , daß über 70 % aller Befunde nicht korrekt sind , bzw. falsch behandelt werden. In sehr vielen Fällen hilft eine deutliche Ernährungsumstellung. Hin zur ballststoffreichen Vollwertkost mit Bitterstoffen, hochwertigen frischen Planzen , Gewürzen und viel Chlorofill .
und viele Bewegung täglich. Dazu kommt noch Zuckerverzicht! Aber nur wenige wissen, was sie wann essen müssten.
Lieber zum Arzt gehen und Pillen schlucken hält doch eine ganze Branche hoch.

#16 |
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Medizinisch-Technische Assistentin

Dr Karl Nowotny ein Psychologe aus Wien hat in 6 Büchern beschrieben woher 80% aller Psychosomatischen Krankheiten kommen. Das war mein Einstieg in die Materie und seit dem treffe ich immer mehr Mensche die Wissen woher sie kommen. Einen Film der auch einige Beitrage dazu bringt ist Hope for Humanity. Antidepressiva sind in Einzelfällen sinnvoll, danach sollte aber der Ursprung der Problematik erforscht und therapiert werden sodass man diese langsam wieder absetzten kann. Der der heilt hat recht.

#15 |
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Jutta Weber-Karn
Jutta Weber-Karn

In drei verschiedenen Fällen wanderte ich von Arzt zu Arzt, nur um immer wieder auf die Psychoschiene geschoben und mitleidig belächelt zu werden, teilweise über Jahrzehnte. In allen drei Fällen fand ich endlich mit Hilfe des Internets eine mögliche Erklärung, ferner entsprechende Arztempfehlungen und am Ende einen guten Facharzt, der mir helfen konnte. Jedesmal wunderte man sich, warum die (Facharzt-)Kollegen das nicht schon Jahre früher gesehen und behandelt hätten.
Wie in allen anderen Bereichen muss man auch bei medizinischen Infos im Web die Spreu vom Weizen trennen; es gibt viel Mist, aber auch durchaus sinnvolle und hilfreiche Foren und Beiträge. Genauso, wie man die Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht gänzlich einem Arzt überlassen sollte, der auch nur ein Mensch ist, entbindet einen das Vorhandensein einer Fachinfo im Netz nicht vom kritischen Selberdenken.

#14 |
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Gast
Gast

#11: Sich über Müll im Internet beschweren, und dann für die angebliche Unwirksamkeit von Antidepressiva die Zeit als Quelle anführen… Ja genau.

#13 |
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Nichtmedizinische Berufe

Oft ist es so, dass ich als Laie einen Vorschlag mache und der Doc meint, okay können wir machen. Viele Sachen werden nur verschrieben, wenn der Patient GEZIELT danach fragt. Damit meine ich gar nicht so sehr Medikamente, sondern so Sachen wie 60 Minuten KG an Geräten . Ohne Hinweise aus dem Internet wäre ich schon tot!

#12 |
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Ein guter Arzt ist in der Lage seinen Patienten, von seinen Behandlungsvorschlägen zu überzeugen.
Natürlich ist im Internet ein Haufen Müll zu lesen.
Wer aber wie die Psychiatrie über eine nicht valide Diagnostik verfügt
siehe
http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/psychiatrie/schizophrenie-die-unverstandene-krankheit-13775766.html

und als Lösung meist nur ein Herumpfuschen im Hirnstoffwechsel als Behandlung ansieht, muss sich nicht wundern wenn der Patient sich auch anderweitig informiert.
Gerade bei Antidepressiva geht die Wirkung offensichtlich über Placebo nicht hinaus.
http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016/25/depressionen-psychotherapie-antidepressiva-serotonin-medikamente

Es ist schon gut wenn der Patient nicht jeden Unsinn glaubt, auch wenn man ihm dann “krankheitsbedingt fehlende Krankheitseinsicht” unterstellt und er mit Pech in eine solchen Psychiatrie wie dieser

http://www.klinikbewertungen.de/klinik-forum/erfahrung-mit-psychiatrisches-krankenhaus-emmendingen

landet

#11 |
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Klaus Fischer, Chemiker
Klaus Fischer, Chemiker

Wir wissen, dass das mindere Wissen von Journalisten zu Fachthemen gerade richtig wirkt, um den Normalverstand des lesenden oder hörenden Mitbürgers anzusprechen. Damit ist eine gewisse Gleichartigkeit des Verständnisses gegeben. Beim unkritischen Lesen von Texten der Nicht-Fachleute entstehen dann Pannen, die im Artikel angesprochen werden, die sicher überhaupt nicht vollständig sein, doch lebensbedrohlich werden können.
Schlimmer ist, dass selbst Ärzte über Nebenwirkungen z. B. bei Nichteinnahme nicht in der Lage sind, ausführlich zu warnen: Medikament verschreiben, abholen, nehmen, basta!
An der Pharmaindustrie kann das sicher nicht liegen, wenn man eigentlich gehalten sein sollte, beizeiten passende produktbezogene Informationen einzuholen, gleich woher.

#10 |
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Christian Becker
Christian Becker

@4
Wie soll denn ein Apotheker in die Behandlung reinpfuschen? Wenn ein anderes Medikament abgegeben werden soll, dann braucht es auch ein neues Rezept, sprich Kommunikation mit der Arztpraxis.
Wenn der Arzt aus Unwissen über die restliche Medikation des Patienten (Patienten erzählen einem ja nicht immer alles) ein kontraindiziertes Medikament aufschreibt, dann MUSS das spätestens in der Apotheke auffallen und ein anderes Medikament abgegeben werden.
Daher verstehe ich Ihre Äußerung nicht richtig.

#9 |
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Peter Devesa
Peter Devesa

Man kann dies aber auch von einer anderen Warte betrachten. Viele Patienten/innen haben das Gefühl, dass sie der Arzt nur noch als Einnahmequelle sieht, sprich: möglichst schnell wieder aus dem Zimmer heraushaben möchte, um eine hohe Zahl an Personen in der Praxis haben zu können, aus Budget-Gründen Medikamente primär ihres Preises und nicht nach der Wirksamkeit beschreibt usw.

Was soll ein solcher Patient machen? Mit dem Arzt diskutieren bringt wohl eher wenig, da er in Summe dem Arzt vom medizinischen Wissen nicht Paroli bieten kann und selbst wenn er vernünftige Argumente hat wird der Arzt kaum einlenken.

Also holt man sich die Infos aus dem Internet, wo natürlich auch viel Halbwissen und Blödsinn dabei ist (gerade in Foren scheinen sich manche User “berufen zu fühlen” auf jede Frage zu antworten) und anschließend einen anderen Arzt aufzusuchen bzw. beim Medikament es selbst zu kaufen.

#8 |
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Apothekerin

Ich glaube nicht, dass der Großteil der Apotheker in die Behandlung des Arztes “pfuscht”, vielmehr ergänzen sich doch beide Berufe, denn der Arzt weiß auch nicht über alles Bescheid, was mit der richtigen Einnahme der Medikamtene zusammenhängt… Kam letztens ein Kinderarzt zu mir und möchte Pantoprazol für seine Frau… Meinte er könne diese ja dann teilen… Ahja.

#7 |
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Dipl.oec-troph.J.Ritschel
Dipl.oec-troph.J.Ritschel

Ein kompliziertes Thema. Was kann ich wem glauben…dumm, wenn ich mir selber nicht mehr glauben kann. Im weltweiten Netz darf jeder sein „Wissen“ verbreiten. Wenn Fachleute dann korrigierend aufklären wollen (Arzt,Apotheker,Ernwiss.) sind sie alle von der Industrie „gekauft“. Umso wichtiger, seinen Patienten/Klienten ernst zu nehmen. Nur mit Vertrauen kann ich mich in die Hände meines Beraters geben. Egal in welcher Branche. Aber meinen gesunden Menschenverstand muss ich deshalb nicht aufgeben!

#6 |
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Dr. Peter Mandry
Dr. Peter Mandry

“Vermeintliche Sensationen” hochzuspielen ist das Geschäftsmodell der Medien. Es wird über Emotionen verkauft, nicht über Fakten. Etwas anderer zu fordern, ist unrealistisch. Dazu kommt, dass wir Menschen mit Wahrscheinlichkeiten sehr schlecht umgehen können. Sie widersprechen oft unserem Lebensgefühl. Erklären Sie mal einem Lottospieler, dass er eher auf dem Weg zur Annahmestelle stirbt, als einen Sechser gewinnt.

Das Halbwissen ist außerdem nicht nur auf die Patienten beschränkt. Selbst wer die aktuelle medizinische Literatur kennt, kann sich nicht sicher sein. Hochrechnungen gehen davon aus, dass bis zu 80% aller publizierten medizinischen Studien eine fehlerhafte Aussage haben. Viele Therapien stehen damit auf ziemlich wackligen Füßen. Deshalb ist wahrscheinlich weniger oft mehr. Ohne Pille und mit der Kalenderverhütungsmethode habe ich jetzt viel mehr Kinder. Und das ist doch auch gut so.

#5 |
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Tja und wenn der z.B. Apotheker dann sagt das Antibiotikum passt nucht zu ihrer Herzerkrankung (aber leider zum Antibiogramm) erfährt man das als Arzt erst wenn die Beatmungspflichtigkeit eingetreten ist und man sich über die volle Packung freut.
Das Üble ist, wenn heimlich Google, Apotheker, Heilpraktiker Nachbarn usw. in die Behandlung reinpfuschen, der Arzt ist der Böse, der für den Misserfolg verantwortlich ist

#4 |
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Gast
Gast

Das wundert mich nicht. Bekanntlich muß jeder Patient für sich entscheiden.—
Die “Saga von den Statinen” ist nur ein Beispiel für das ständige Wirken der Pharmalobby mit dem Blick auf bedarfsfördernde Gutachten…….

#3 |
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Bereits 2012 hatte ich eine Projektskizze für einen Autismus-Informationsdienst ausgearbeitet. Nach dem Vorbild des Heidelberger Krebsinformationsdienstes sollte der AID valide, wissenschaftlich gesicherte Informationen über das Phänomen Autismus zur Verfügung stellen, um all den Märchen und Halbwahrheiten entgegenzutreten. Interesse war stets da, allein es fehlte stets an Geld, einen AID an einem Forschungsinstitut oder in einem Klinikum zu installieren. Scharlatane wie Jim Humble und Kerry Rivera treiben aber nach wie vor ihr Unwesen im Netz und stiften unheilvolle Verwirrung.

#2 |
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Gast
Gast

So lange die Patienten um ein Antibiogramm vor der Antibiotikatherapie bitten bzw. nach dem Grund einer Antbibiotikabehandlung bei einer Grippe fragen, inspiriert Halbwissen mitunter anderes Halbwissen zum Gewinn des Patienten.

#1 |
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