Militärmedizin: Prothese, marsch!

5. April 2013
Teilen

Auf der Agenda des Militärs steht primär das Töten des Gegners. Aber aus den Forschungslaboren der Camouflage-Träger kommt auch einiges, was in der zivilen Medizin nützlich sein kann: Turbo-Tamponaden, High-Tech-Prothesen und neue Impfstoffe. Ein Überblick.

Während Wissenschaftler um jeden Cent aus öffentlichen Mitteln ringen, wird die US-Regierung in diesem Jahr 633 Milliarden Dollar in ihren Militärhaushalt stecken. Auf direktem Wege gelangt ein Teil des Geldes auch in medizinische Institutionen wie das United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (USAMRIID) oder die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA). Deren äußerst eigennützige Beweggründe: Wie gelingt es, Gefahren von der Truppe abzuwenden oder Genesungsvorgänge verwundeter Soldaten zu beschleunigen?

Wundversorgung to go

Häufig erleiden Soldaten beim Kampfeinsatz innere Verletzungen und damit verbunden starke Blutungen. Sanitäter können vor Ort recht wenig tun. Bis zum Transport in ein Lazarett vergehen teilweise mehrere Stunden – und jede Hilfe kommt zu spät. Jetzt verspricht der “DARPA Wound Stasis System Foam” neue Hoffnung: Sanitäter spritzen den innovativen Schaum noch am Schlachtfeld in die Bauchhöhle. Hightech-Polymere verfestigen sich rasch und stoppen ähnlich einer Tamponade weitere Blutungen. Im Tiermodell verringerte sich – je nach Verletzung – der Blutverlust auf bis zu ein Sechstel des ursprünglichen Werts. Nach drei Stunden lag die Überlebensrate bei 72 Prozent im Vergleich zu mageren acht Prozent ohne Wound Stasis System Foam. Ein weiterer Pluspunkt: Im OP entfernen Chirurgen den Kunststoff mit wenigen Handgriffen als zusammenhängenden Block. Große Zeitverluste wären also nicht zu befürchten. Nach diesem Erfolg sollen weitere Tests folgen.

Intelligente Hilfen aus der Bionik

Speziell bei Verletzungen von Gliedmaßen sind Amputationen oft unausweichlich. Bereits seit mehreren Jahren arbeitet die DARPA deshalb an einer Armprothese, die über das Gehirn zu steuern ist. Für “Proto2” stehen immerhin 55 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Ziel ist, 25 komplexe Bewegungsmuster abzubilden, was einem echten Arm mit 30 grundlegenden Bewegungsabläufen schon sehr nahe kommt. Forscher arbeiten zurzeit vor allem an besseren Motoren und kleineren Batterien. Auch die Elektroden sollen weiter optimiert werden. Von der innovativen Prothese würden nicht nur Soldaten profitieren. Weitaus mehr zivile Unfallopfer warten auf die Serienreife von “Proto2”. Das ist bei Exoskeletten schon fast gelungen. Ursprünglich entwickelt, um Militärs das Tragen schwerer Lasten zu ermöglichen, helfen sie teilweise schon bei der Reha von Menschen mit Lähmungen.

LS3 – bei Fuß!

Ein anderes Assistenzsystem hat die DARPA zusammen mit dem Marine Corps Warfighting Laboratory erschaffen: LS3, der “hundeartige” Roboter auf vier Pfoten. In Virginias Wäldern erprobten Elektroniker die “Kreatur” auf Herz und Nieren. Auf Weisung ihres “Herrchens” oder “Frauchens” können entsprechende Geräte künftig selbst Entscheidungen treffen: Minen erkennen und bergen, aber vielleicht schon in wenigen Jahren Menschen mit körperlichen Einschränkungen unterstützen. “BigDog“, ein “Artgenosse” von LS3, bewegt auch schwere Lasten und wäre mit seinem martialischen “Gebiss” für so manchen Einbrecher der pure Alptraum.

Wilde Viren

Militärs haben aber längst nicht nur Elektronik und Mechanik im Visier. In zahlreichen Einsatzgebieten lauern mikroskopische Feinde, beispielsweise Marburg- oder Ebola-Viren. Sie zerstören vor allen Kapillaren des Gefäßsystems, und Patienten sterben an lebensbedrohlichen Blutungen. Kausale Therapien oder Impfungen hat die pharmazeutische Industrie nicht zu bieten – und hier kommt das United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (USAMRIID) ins Spiel. Bereits seit mehr als zehn Jahren arbeiteten Virologen an Immunisierungsstrategien bei Ebola. Im Tiermodell erwiesen sich Adenoviren als geeignet. Andere Forschergruppen des USAMRIID setzen mit Erfolg auf Vesicular stomatitis-Viren.

Synthetische Nukleinsäuren sind eine weitere Option. Sogenannte Antisense-RNAs haben komplementäre Sequenzen zum viralen Erbgut. Nach der Basenpaarung bauen Enzyme das doppelsträngige, aus zellulärer Sicht ungewöhnliche Konstrukt ab. Bei Rhesusaffen und Makaken gelang es über Antisense-RNAs, die Überlebensrate nach einer Ebolainfektion deutlich zu erhöhen. Angesichts der hohen Mortalität, abhängig vom viralen Genotyp bis zu 90 Prozent, haben diese Nukleinsäuren zum Beispiel als Notfallarzneimittel in der Forschung auch ohne breit angelegte, klinische Studien ihre Berechtigung.

Hantaviren greifen an

Hantaan-Viren (HTNV) und die eng verwandten Puumala-Viren (PUUV), sie gehören alle in die Gattung der Hantaviren, lösen ebenfalls hämorrhagische Fiebererkrankungen aus. Hinzu kommen Nierenversagen oder Lungenentzündungen. In Mitteleuropa ist die Rötelmaus ein Hauptvektor, während in den USA Hirschmäuse die zentrale Rolle spielen. Um sich zu infizieren, reicht bereits aufgewirbelter, trockener Kot im Waldboden aus – für die Armee ein ernstzunehmendes Problem. Forschern am USAMRIID berichten jetzt von Ergebnissen aus Phase-1-Studien. Neun Freiwillige erhielten dabei DNA-Vakzine gegen einen Virus oder gegen beide Erreger. Sie klagten nach der Impfung lediglich über geringfügige Beschwerden. Im Blut fanden Ärzte bei 30 (HTNV) beziehungsweise 44 Prozent (PUUV) Antikörper, immerhin ein erster Schritt. Die Kombinationsimpfung zeigte in bei 50 Prozent der Probanden gewünschte Effekte. Gegen Andes-Viren, eine weitere Spezies aus der großen Hantavirus-Familie, haben Forscher polyklonale Antikörper entwickelt und erfolgreich im Tiermodell als Postexpositionsprophylaxe getestet.

Keine Chance für Terroristen

Virologische Forschungseinrichtungen der Armee haben jedoch meist ganz andere Schwerpunkte: Was tun beim Einsatz biologischer Kampfstoffe? Einst von den Alliierten als Waffe („Agent N“) gegen Hitlerdeutschland entwickelt, sieht das Szenario heute anders aus. Milzbrand-Erreger (Anthrax) richten sich in den Händen von Terroristen plötzlich gegen die USA. Entsprechende Sporen sind gegen Umwelteinflüsse extrem stabil und lassen sich gut lagern. Auch sterben viele Infizierte trotz Therapie an Lungenmilzbrand. Kommerziell erhältliche Vakzine, etwa aus den USA oder aus Russland, führen wiederum zu teils heftigen lokalen und systemischen Reaktionen. Publikationen belegen, dass es bei einem Prozent aller Geimpften zu schwerwiegenden Folgen kommt.

Auch besteht die Sorge, dass veränderte Oberflächenstrukturen trotz Immunisierung nicht erkannt würden. Eine mögliche Strategie: Neue Antigene führten als Konjugat mit Membranproteinen von Neisseria meningitidis bei Tiermodellen zur Immunität gegen Bacillus anthracis. Im therapeutischen Bereich verglichen die Forscher verschiedene Medikamente mit in-vitro-Testsystemen. Gegen nicht sporenbildende Genotypen des Milzbranderregers wirkt Meropenem, ein Carbapenem, besonders effektiv. Dann folgen die Antibiotika Moxifloxacin und Ciprofloxacin. Bei sporenbildenden Formen brachten Ciprofloxacin, Moxifloxacin, Linezolid und Meropenem gute Erfolge. Doxycyclin reduzierte die Bakterien sogar noch stärker.

Friedlich forschen

Das Fazit aus diversen Projekten: Innovationen kosten Geld, ohne Frage. Von medizinischen Forschungsergebnissen militärischen Ursprungs profitiert zwar die gesamte Bevölkerung. Bleibt als Frage offen, warum Steuergelder nicht eher in universitäre oder außeruniversitäre, jedenfalls zivile Forschungseinrichtungen fließen könnten – als konkreter Beitrag zum Weltfrieden.

107 Wertungen (4.25 ø)
Medizin

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

19 Kommentare:

Dr. rer. nat. Dagmar Kemmling
Dr. rer. nat. Dagmar Kemmling

Militärische Forschung wird nie mit dem Ziel, Gutes für die Menschheit zu tun, durchgeführt. Mag sein, das auch mal was für die Zivilbevölkerung Hilfreiches dabei herauskommt, aber das könnten auch zivile Forschungseinrichtungen erreichen – vor allem, wenn solche Mittel zur Verfügung stünden.

Und in die Versuchstierställe dieser militärischen Forschungseinrichtungen möchte ich auch nicht schauen….

#19 |
  0
Dr Peter Wuest
Dr Peter Wuest

Frau Smith,

ist auch gut so, sonst würde Ihr schlichtes Weltbild zerstört und das kann nicht jeder ertragen.

mit freundlichen Grüßen

#18 |
  1
Toxikologin

Herr Wuest,

Mit Ihnen debattiere ich gar nicht, weil Sie raffen so Einiges nicht! Ignorance is a bliss… that’s all I can say about you….

#17 |
  0
Dr Peter Wuest
Dr Peter Wuest

ist doch begrüßenswert, daß es hier auch mal politisch wird Herr manteuffel;
die Kommentare zum “peace keeping” der Nato als selbstdarstellerisch zu bezeichnen ist ignorant.

#16 |
  0
Norbert Manteuffel
Norbert Manteuffel

Super, diese vielen Selbstdarsteller

#15 |
  0

Der Hinweis, dass die militärischen Forschung,u.a.auf dem Gebiet der Medizin, im weitestem Sinne,u.a.der Traumatologe, usf.,alle Möglichkeiten nutzend,um jenen psychisch /organisch Leidenden, wenigstens ein menschenwürdiges Leben noch zu ermöglichen.
Nicht etwa nur theoretisch,sondern aus unmittelbarenem Erleben,(HVP)erscheint es mir 2013,nahezu schizophren, und fern aller Ethik, wenn maßgenliche Volksvertreter, die im Erstfall ohnehin gesichert abtauchen, über “Drohnen, natürlich auch noch vom Volke finanziert,laut nachdenken!
Anonymer Massenmord,Töten,wie und wo immer, menschliches Elend heraufbeschwören,gehörte gewiss nicht zum Wählerauftrag, müsste, eingedenk dessen, denkenden “Volksvertretern nicht in den Sinn kommen!

#14 |
  0
Dr. med Horst Pöhlmann
Dr. med Horst Pöhlmann

Vielleicht kann mir der Autor die Forschungsarbeit nennen, bei der das Ebola oder irgendein anderes Virus – Gift direkt nachgewiesen wurde. Indirekte Nachweise sind ja nur fuer die Narren, die alles glauben. Gegen etwas, was es nicht gibt, kann man auch keine Impfstoffe herstellen. Ein Impfstoff gegen verspuehtes Gift wurde noch nie gefunden. Sicherlich sind Prothesen fuer Amputierte sehr nuetzlich, ganz gleich aus welchem Grund die Amputation notwendig war. Die Realitaet zeigt aber, dass speziell die US Regierung ihren verwundeten Soldaten nicht hilft und sie am Existenzminimum leben laesst. So hoert sich alles in der Theorie recht gut an – schoen waere es, wenn die Wahrheit auch so aussaehe. Haupaufgabe der Armeen war immer, zumindest seit Aufbluehen der Rothschild Dynastie, die Vermehrung des Geldes der Bankiers. Alles andere ist nur Mittel zum Zweck. Eine Demokratie ist eine Diktatur, bei der die wirklichen Machthaber nicht erkannt werden wollen. US und deutsche Soldaten sind ja nur in Afghanistan um die Belieferung von Bush und Genossen mit Opium sicherzustellen. Oder hat Afghanistan etwa die USA angegriffen? Nachdem Osama ja jetzt tot sein soll, warum sind US Soldaten noch dort?

#13 |
  0

Felix Becker (#6) hat recht:

“Militärisches Ziel ist nicht das töten, sondern das schwer verwunden! Dies bindet deutlich mehr Ressourcen beim Gegner.”

Das sagte schon Clausewitz.

Deshalb wurde etwa die Kalaschnikow AK-47 so gebaut, dass die Kugel im Körper nicht eine gerade Schussbahn zurücklegt, sondern sich dreht und so eher zu Wunden führt, als zu töten.

#12 |
  0
Jörg Bingel
Jörg Bingel

@ Timur Özdemir
Die Meinungsfreiheit ist in unserem Grundgesetz fest verankert und gehört zu unserer Kultur, da stimmen wir überein! Das muss und soll auch so sein!
Es handelt sich bei dieser Plattform nach meiner Ansicht um ein medizinisches Forum. Ein politisches Statement ist aus diesem Grund nicht verwerflich, allerdings auch nicht sinnvoll, da es vor der medizinischen Thematik ablenkt. Nicht mehr und nicht weniger.

#11 |
  0

@ Jörg Bingel:
Und seit wann gilt es denn als verwerflich, eine Position zu einem Thema zu haben?
Es ist ein verbreitetes Phänomen unserer Zeit, keine moralische Überzeugung zu jedwedem Thema mehr haben zu müssen. Zwischen den Stühlen zu stehen ist zu einer akzeptablen Weltanschauung geworden.
Journalismus ist parteiisch.
Das war er schon immer.
Das ist Teil unserer Kultur politischer Meinungsbildung.
Das ist Teil unserer verfassungsrechtlichen Freiheit.
Neutralität gehört dahin, wo sie von Nutzen ist:
In die Wissenschaft und Forschung.

#10 |
  0

@ M.Sc. Valerie Smith:
Ja, genau!
Das Militär dient in ERSTER Linie diplomatischen Missionen, Friedensgesprächen, humanitären Einsätzen nach Naturkatastrophen, der Forschung in nachhaltiger Landwirtschaft und erneuerbaren Energien, der Sorge um den Klimawandel, dem Zugang zu unzensierter Information und Bildung für alle Bevölkerungsschichten, sozialer Gerechtigkeit, freier Meinungsäußerung, internationaler nuklearer Abrüstung,
das Militär bringt alten Damen den Müll runter und holt meine Katze vom Baum.
Wie konnte ich das nur vergessen?

#9 |
  0
Jörg Bingel
Jörg Bingel

Dieser Artikel überschreitet aus meiner Sicht die fachlich-medizinsche Sichtweise und beinhaltet eindeutig ein politisches Statement.
Ich bin darüber erschrocken und enttäuscht, dass dieser Artikel ohne Korrektur von der DocCheck-Redaktion in dieser Form freigegeben wurde.
Ich hätte mir bei dem einleitenden Satz “Auf der Agenda des Militärs steht primär das Töten des Gegners.” eine differenziertere Betrachtung gewünscht.
Die Aufgaben des Militärs sind vielfältig und reichen von der Verteidigung über humanitäre Einsätze etc. bis zum Angriffskrieg, je nach Staatsform und politischen Interessen.
Daraus ergeben sich auch wehrmedizinische Fragestellungen, wie z.B. die bestmöglichste Versorgung von Verwundeten (nicht nur Soldaten).
Universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen haben nur ein bedingtes Interesse diesen Fragestellungen nachzugehen. Aus diesem Grund ist die Wehrmedizin ein wichtiger Bestandteil. Wenn diese Erkenntnisse dann noch der gesamten Bevölkerung zugute kommen umso besser.
Über Art und Umfang der wehrmedizinischen Forschungen kann und sollte sicher diskutiert werden.

Ich habe mit meinem Kommentar bewußt gewartet und möchte auch jedem seine Meinung zu diesem Thema belassen.
Ich wünsche mir allerdings von der DocCheck-Redaktion in Zukunft eine neutrale politsche Betrachtung, da die Kommentare hier zeigen, dass die fachlichen Aspekte des Artikels eindeutig in den Hintergrund getreten sind!

#8 |
  0
Rainer Beikirch
Rainer Beikirch

Der Krieg ist der Vater aller Dinge.

#7 |
  0
Student

Militärisches Ziel ist nicht das töten, sondern das schwer verwunden! Dies bindet deutlich mehr Ressourcen beim Gegner.

#6 |
  0
Dr Peter Wuest
Dr Peter Wuest

“dummes statement°ist, die nato als peace keeper zu bezeichnen: nach dem überfall auf den irak, afghanistan und den geschehnissen in libyen, syrien und äghypten ist doch eines vollkommen klar:
die usa diktieren den nato mitgliedsstaaten die politik und es geht hier eben nicht um peace keeping oder demokratie und menschenrechte sondern um bodenschätze… also viel geld. nichts weiter. zur weiterbildung empfehle ich das buch von dr daniele ganser gladio, geheimarmeeen in europa. mfg dr peter wüst

#5 |
  0
Peter Bräunlich
Peter Bräunlich

Spannender Artikel.

PS
Dear Valerie,
Ever heard of wiki leaks? I strongly recommend the videos. There you can see some of DARPA’s inventions in action. After that let’s have a chat about their purpose.

Peter Bräunlich MD

#4 |
  0
Toxikologin

Das dumme Statement: “Auf der Agenda des Militaers steht primaer das Toeten,” haette sich der Autor dieses Artikels echt ersparen koennen. Obwohl er den Rest des Artikels einigermassen gut recherchiert hat, hat er jedoch von militaeren Einsaetzen heutzutage keine Ahnung. Die Main Mission der NATO Alliierten in unserer heutigen Zeit ist peace keeping und nicht sinnlos andere Leute abknallen. Wenn man keine Ahnung von was hat, soll man lieber seinen Mund halten!

#3 |
  0
Dr. Niklas Stiller
Dr. Niklas Stiller

guter artikel, sehr interessant

#2 |
  0
Dr. med. Lutz Schulze
Dr. med. Lutz Schulze

Gut recherchiert, danke

#1 |
  0


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: