Kranke Schwester: Herausforderung Schichtdienst

14. Juli 2016
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Schichtarbeit lässt sich nicht schönreden. Auch die Kranke Schwester findet ehrliche Worte zu dem Thema. Sie spricht aus Erfahrung: Der Schichtdienst ist hart, aber machbar. Wichtig ist es, die Balance zwischen Alltagsorganisation, Privatleben und Arbeit zu finden.

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6 Kommentare:

Bürgerin Marina Bausmer
Bürgerin Marina Bausmer

Eine Balance wäre Ausgewogenheit , somit kann bei einem 8 H Tag keine entstehen , die Fahrzeit, der Einkauf, der Haushalt , ein HobbY? Familie und Freunde ? Die AZ muß diesen Anforderungen entgegenkommen. Weniger ist qualitativer und somit mehr-

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Gast
Gast

Da können Andere noch so sehr ihre Arbeitsbedingungen incl. Schichtdienst mit bekannten Auswirkungen beklagen, die kranke Schwester ist scheinbar immer auf der Linie ” alles nicht so schlimm, liegt nur am Einzelnen “. Da wird sich der Arbeitgeber freuen, ist ihm doch ” das Andere ” egal.

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Gesundheits- und Krankenpfleger

Herausfordung ja, aber…

…mein Mann und ich machen beide Schichtdienst, mitlerweile immer in entgegengesetzten Schichten. Für die Kinder ist es eine ideale Kombination. Für sie ist immer ein Elternteil ansprechbar und mein Mann hat viele Entwicklungen mitbekommen, die normal arbeitende Väter nur aus Erzählungen kennen. Natürlich ist es für uns als Paar hart, aber auch wir suchen uns unsere Freiräume mit und auch ohne Kinder.

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@jrotermund
@jrotermund

1. Du hast zum ersten Freund “Partner” gesagt, dein Ehemann hingegen ist dein Mann. Sagt das etwas wichtiges über den Arbeitsalltag? Wer sich einen unverständigen Egomanen aussucht, hat auch nach Feierabend viel zu arbeiten. Tip an alle: Wer jemenden hat, der nix versteht und dennoch von Liebe schwätzt, den sollte man die Hörner stutzen.

2. Dienstplan: 12 Tage am Stück gehen bei uns nicht. Im Zweifelsfall jedoch kann man Tags anstelle 8 Stunden nur 6 Stunden arbeiten. Das macht die Dienste leichter.

3. Gerade bei Nacht- und Wochenenddiensten kommen Stunden zusammen, die ich gerne an andere WE anhängte, somit nicht nur 2 sondern 3, 4 oder 5 Tage am Stück frei hatte. Damit läßt sich eher etwas anfangen, als mit einem popeligen WE.

4. Unsere Kinder hatten morgens etwas von mir, wenn meine Frau morgens zur Arbeit ging und ich Spätdienst hatte. Kamen die Kinder aus der Schule, war ich nach dem Frühdienst auch für sie da, wobei meine Frau noch in der Klinik war. Für die Kinder also eher positiv. Ebenfalls wenn ich ND hatte. Man kann so durchaus ein akzeptables Familienleben entwickeln.

5. Das soziale Leben ist eingechränkt. Stimmt. Aber bei einer akzeptablen Dienstplangestaltung kann man durchaus seine Wünsche einbringen. Ich beispielsweise habe meist Weihnachten Dienst gemacht. Die Stimmung war recht gut. Dafür habe ich Sylvester feiern können. Geht doch.

6. Eines der größten Probleme ist das Einspringen, wobei mangelhafte Planung des Arbeitgebers in erster Linie verantwortlich ist. Darauf sollte man sich in den meisten Fällen überhaupt nicht einlassen. Eine gute Personalausstattung ist die Grundlage für eine zufriedenstellende Arbeit – für Patieneten und Persanal.

7. Schlechte Stimmung und Burn Out resultieren oft aus den Querelen auf Station, wenn Kolleginnen und Kollegen nicht solidarisch sind, nicht miteinender arbeiten und die Probleme, die der Arbeitgeber vulgo PDL machen, untereinander austragen. Ich würde da neine neue Arbeit suchen.

8. Letztlich ist der Beruf auch in Ordnung, weil man etwas sinnvolles macht. Allerdings gilt es zu beherzigen: Nur wer etwas hat, kann etwas geben. Wer also ausgelagt uist, nichts zum Geben hat, versagt dem Patienten das Nötige. Eine Schwester sollte immer an sich selbst zuerst denken. Ein Pfleger ebenso.

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Medizinischer Dokumentar

Kann ich nach 10 jähriger Tätigkeit als Pflegeassistent ambulant und stationär nur bestätigen. Reale und ehrliche Einschätzung eines wichtigen Themas. Leider ist die Situation in der Pflege faßt überall so dass am Personal gespart wird und der Pflegende nur noch als Kostenfaktor gesehen wird, bis er irgendwann selbst ein Pflegefall ist oder der Burn Out droht.

#2 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger

Nun im Großen und Ganzen hat sich bei mir im Verlauf der Dienstjahre (bin seit 1991 mit Examen dabei) doch vieles verändert. Sei es im privaten Leben (war sehr lange alleine) oder auch jetzt beginnend mit dem zunehmenden Alter.
Was das privat Leben betrifft, so gibt es wenige Einschränkungen durch meine Frau, liegt aber auch vielleicht daran, dass sie mit dem Thema sich nicht volens auseinandersetzt. Sie selbst ist Lehrerin und hat daher einen geregelten Tagesablauf mit den bekannten Ferien dazu.
Was aber mich selbst betrifft, ist, dass ich im Leistungsvermögen immer mehr meine Grenzen vor allem körperlich zu spüren bekomme. Ich war öfter Leitung oder in Abteilungen wie Notaufnahme, IMC oder operativen Stationen wie Kardiologie, tätig, auch jetzt noch.
Ich versuche immer den zukünftigen Schüler/-in ein reales Bild dieses Berufes zu vermitteln. Meine Frage an Dich ist nun, inwieweit möchtest du Dich mit Koleggen wie mir den gerne austauschen oder an andere etwas vermitteln.
Den ich bin hier bei DocFlex erst seit Kurzem, bin aber nicht abgeneigt Erfahrungen, Wissen, oder Sonstiges mit anderen zu teilen, oder zu vermitteln, so wie es mir bei Dir den Eindruck macht.
Bis dahin, kollegiale Grüße.
Erich Klitzing

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