Live and let die – Der Tod im Krankenhaus

7. Juli 2016
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Der Tod gehört in einem Krankenhaus zum Alltag. Jeder verarbeitet ihn anders. Doch wie geht man mit den Angehörigen um? Sagt man noch „Mein herzliches Beileid“? Wie verhalten sich die sterbenden Patienten? Und kann man in Würde sterben? Ein Erfahrungsbericht.

47 Wertungen (3.66 ø)

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14 Kommentare:

Dr. med. Margarete Ott
Dr. med. Margarete Ott

flapsig in Sprachmelodie und Gesichtsausdruck entgegen manchem Gesprochenen mit den v i e l e n Ähs fast respektlos
die Bemerkungen zu Sterben wie z.B. als “krasser Moment” geschmacklos
— oder heutige Jugendsprache, die nur uns Älteren aufstößt?
insgesamt (“da ich in Ausbildung bin”) zu junge lebensunerfahren wirkende Frau,
um in solch einem Video ihre ausführlichen Mitteilungen zu erstellen,
als ob es auf Face book etwas zu teilen gäbe
Dr. M. Ott

#14 |
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Krankenpflegehelferin

# 12 : Es muß allerdings auch nicht Auferstehung ( leibliche, geistige ? ) sein, denn das Thema ist wesentlich komplexer..

#13 |
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Heinrich Brandt
Heinrich Brandt

Live and let die – Der Tod im Krankenhaus
Videobeitrag von der „Kranken Schwester“

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem obigen VIDEO stelle ich einfach die Frage: »Wo leben wir eigentlich,
im Krankenhaus und Pflegeheim« Die Dame im VIDEO geht sehr locker und ober-
flächig mit dem Thema: »Leben und Tod« um. Sterben im Krankenhaus, sehr oft
posaunt die Dame im Video. Geht man ins Krankenhaus um zu sterben, oder wie-
der gesund zu werden ? Dann kommt der Satz: »Ich glaube an nichts !«
Der Glaube ist ja auch ihre PRIVATANGELEGENHEIT ! Man muss aber nicht
darüber sich fast lustig machen, ob Jude oder Grieche, Christ oder Mohamedaner
Buddhist oder Muselmann ! Der Tod ist auch ein Stück Glaube, ein Stück Hoffnung!
Sind alle gläubigen Juden oder Christen eigentlich Phantasten ? Für die Dame im
Video ist Tod: »Aus, kann man entsorgen ! Der Mensch lebt nicht mehr ! Jetzt
gibt es von diesem Menschen nichts mehr, woher weiss die Dame all die Dinge ?

Nein ! Nein ! und noch einmal NEIN ! So bitte nicht ! Man sollte die Würde des
Menschen, die Würde des Glaubens achten, auch wenn es Religionen gibt, die
keine Auferstehungs-Hoffnung haben.

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Brandt
Kommunikation-Designer, Künstler und Christ

#12 |
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Gast
Gast

Bin auch recht kritisch, verstehe hier aber kaum, daß der gut gemeinte Buchtipp eines anderen Gastes # 3 komplett Daumen runter erhält.
Das Buch – nicht gelesen – hat übrigens durchgehend gute Rezensionen und könnte Sterbenden in der Tat helfen.

#11 |
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Gast
Gast

Hallo,

der Tod ist gerade in der modernen Medizin ein Thema, welches in meinen Augen immer seltener benannt wird. Ich arbeite seit über 14 Jahren auf Intensivstationen und habe leider sehr viel falschen Umgang erlebt:
– keine Schmerzmedikation, weil das ja “aktive” Sterbehilfe wäre
– das Ignorieren von Patientenverfügungen, weil man ja nicht sicher sein kann, ob der Wunsch des Patienten noch gilt
– das Komplette Einstellen pflegerischer Handlungen, weil der ja eh bald stirbt etc

Ich selbst versuche Patienten nicht allein sterben zu lassen, weil ich davon überzeugt bin, dass der letzte Gang nicht ohne Begleitung angetreten werden muss. Leider kommt einem da oft die eigentliche Arbeit in die Quere, denn ich kann mich bei teilweise fünf zu Versorgenden Patienten nicht nur um den sterbenden kümmern – zu Lasten der anderen, die evtl. noch eine Chance haben. So vereitelt die Realität leider die Moral.
In einem Gesundheitssystem in dem nur noch das Geld zählt (ja, so eines haben wir in Deutschland) gilt der (sterbende) Patient leider nicht genug um sich vernünftig zu kümmern. es passiert bei uns z.B. häufiger, dass Patienten in einem Vierbettzimmer neben ihren Nachbarn versterben, ich halte das für Entwürdigend, aber es gibt keine Alternative bei uns.

#10 |
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Schöner Beitrag zu einem ernsten Thema. Leider habe ich auch schon mehrfach das Gegenteil erlebt, daß bereits im Sterben befindlichen Patienten gegen deren Wunsch weiterhin die Maximaltherapie inkl. schmerzhafter RR-Messung etc. durchgeführt wurde. Einen Patienten werde ich nie vergessen, der dem Stationsoberarzt damals zuschrie: warum quälen Sie mich noch so? In der Nacht ist er dann vor Schmerzen gekrümmt am Tisch sitzend gestorben, weil er vor Schmerzen nicht mehr liegen konnte. Darum eine große Bitte auch an die Angehörigen: bringt die Sterbenden rechtzeitig in ein gutes Hospiz, wo man sich nur um die Bedürfnisse der Sterbenden kümmert. In den Uni-Kliniken fehlt dafür oft leider die Zeit, das Personal und leider das Verständnis.

#9 |
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Michael Besand
Michael Besand

Schön erzählt, mit genau den richtigen Worten. Danke.

#8 |
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Martina Tober
Martina Tober

Toller Beitrag , Danke

Martina Tober

#7 |
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Gast
Gast

Sehr kluge, sympathische junge Frau, die sehr viel Empathie ohne Pathos ausstrahlt. Ich kann mir vorstellen, das sich, soweit wie möglich die Sterbenden u. ihre Angehörigen bei ihr gut aufgehoben fühlen.

#6 |
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Rettungssanitäter

Lehrreich

#5 |
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Dipl.Ing. Guenter Schumacher
Dipl.Ing. Guenter Schumacher

Wenn ich mal sterbe, ich bin 81 Jahre, wünsche ich mir meine Frau an meiner Seite, und wenn das nicht mehr möglich ist, steht mir hoffentlich eine solche empfindsame Schwester zur Seite wie Sie es sind!
Danke für den Beitrag.
gez. G Schumacher

#4 |
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Gast
Gast

Ich möchte Ihnen gerne ein Buch empfehlen: “Heilung im Licht” von Anita Morjani

#3 |
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Sabine Uhlig
Sabine Uhlig

Bemerkenswerte junge Dame, die ihren Beruf als “Berufung” sieht. So muss es sein. Danke für diese Botschaft.

#2 |
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Dr. med. Michael Stiel
Dr. med. Michael Stiel

Kompliment! Einfach über die Erfahrungen erzählen hilft sicher vielen jungen Menschen in der Ausbildung. besonders beim Thema Tod, Respekt und vielen Dank dafür!

Machen Sie weiter so!

MS

#1 |
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