Homöopathie: Das Globuli-Geballer geht weiter

12. Juli 2016
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Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie will einmal mehr den therapeutischen Nutzen von hoch potenzierten Arzneimitteln belegen. Ihr Versuch misslingt: Kritiker finden im Dokument etliche Schwachstellen.

Mit einem 60-seitigen Forschungsreader versucht die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie Fakten zu schaffen. „Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung“, so ihr zentrales Fazit. „Die Ergebnisse zahlreicher placebo-kontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel.“ Kritiker unterzogen das vermeintliche Beweisstück einer detaillierten Betrachtung.

Nichts inhaltlich Neues

Umgehend verfassten Dr.-Ing. Norbert Aust (Initiator des Informationsnetzwerks Homöopathie), Professor Edzard Ernst (Universität Exeter), Dr. Natalie Grams (Leiterin des Informationsnetzwerks Homöopathie), Amardeo Sarma (Vorsitzender der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) und Professor Dr. Norbert Schmacke (Universität Bremen) eine Stellungnahme. „Der Reader enthält prinzipiell überhaupt keine neuen Informationen“, so ihre Zusammenfassung. „Es handelt sich um teils seit Jahren bekannte Studien, Erhebungen und Gedanken.“

Zauber mit Studien

Dazu einige Details. Michael Teut, Berlin, befasst sich mit Aspekten zur Versorgungsforschung. Positive Aspekte ermöglichten keine kausalen Schlüsse auf die Wirksamkeit der Therapie, heißt es im Kommentar. Klaus von Ammon, Bern, nimmt zusammen mit Kollegen die Wirksamkeit von Hochpotenzen unter seine Lupe. „Aus den Angaben in der Diskussion folgt, dass sie nicht eine wirklich hochwertige Arbeit gefunden haben, die signifikante Vorteile der Homöopathika gegenüber Placebo belegen könnte“, kritisieren Gegner. Bleibt noch Jens Behnkes Versuch einer „Meta-Analyse in der klinischen Forschung zur Homöopathie“. Behnke unterschlägt zwei wesentliche Arbeiten, nämlich die Veröffentlichung von Klaus Linde und die Publikation des australischen National Health and Medical Research Council (NHMRC). Beide Papers stellen den Mehrwert homöopathischer Therapien infrage.

Nichtstun ist billiger

Der Reader sei laut Norbert Aust und Kollegen deshalb nur ein „leicht durchschaubarer Versuch, die Unwissenschaftlichkeit der Homöopathie mit einer Art ‚Großangriff‘ zu verschleiern“.
Missliebige Autoren würden mit dem Vorwurf, ihre Arbeit entspräche „nicht immer wissenschaftlichen Standards“, diskreditiert. Außerdem sei die Versorgungsforschung nicht geeignet, Wirksamkeitsnachweise zu erbringen. „Nichtstun ist stets noch billiger“, resümiert Aust in seiner Stellungnahme.

103 Wertungen (3.69 ø)
Forschung, Pharmazie

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98 Kommentare:

Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/38-frueher-dachte-man-doch-auch-die-welt-waere-eine-scheibe

Das Globuli-Geballer geht weiter, solange die falschen, unrichtigen Darstellungen der Homöopathen von den diversen Redaktionen in den Medien nicht eindeutig und umgehend als das deutlich bezeichnet werden, was sie sind, nämlich grundfalsch ohne wenn und aber.
Tausende Inserate getarnt als Information decken jede Kritik zu.

#98 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

@ Gast #56

Sie gestatten mir einen Nachtrag

> Unterschiedliche Texte in Büchern lassen sich bis heute nicht wissenschaftlich nachweisen. Untersuchen Sie eine CD/DVD finden Sie keine Musik und keinen Film.

Das waren Ihre Behauptungen aus Kommentar #56

> finden, im Sinne von chemisch untersuchen,
Herr Aust, wir verstehen uns! ;) Ich hab´s gewusst.
Ihr CD-Beispiel und Saccharose-Kugeln, andere Trägersubstanz,
nicht nur chemisch betrachten, genau!
CD kann nur mittels Gerätschaft encodiert werden! =
Homöopathische Mittel können nur mittels Gerätschaft encodiert werden

Das stammt aus Kommentar 63.

Ich fürchte, Sie irren sich in dem Statement, dass wir uns verstünden.

Wie ich aus Ihrem Kommentar entnehme, fällt bei Ihnen nur die Chemie unter den Begriff ‘Wissenschaft’. Natürlich ist die Chemie ein ungeeignetes Werkzeug um etwas zu analysieren, dessen Hauptmerkmal in der Struktur besteht. Genauso, wie es wahrscheinlich unmöglich ist, dass Wirtschaftsissenschaftler das Alter der Cheops-Pyramide bestimmen oder Quantenphysiker Papyrusrollen entziffern.

Also zunächst empfehle ich, dass Sie Ihren begriff, was Wissenschaft ist, etwas erweitern. Auch die Naturwissenschaften sind mehr als Chemie. Manche Gebiete der Wissenschaft befassen sich sogar mit Strukturen fester Körper. Oder wie man Signale codiert und verarbeitet, was sehr viel mit Mathematik zu tun hat.

Aber zurück zur CD:
Man kann die Prozesse und Abläufe vollständig beschreiben, wie die Information auf die CD gekommen ist, und wie man diese auch wieder herunterlesen kann. Und zwar reproduzierbar. Nichts davon steht im Widerspruch zu den Erkenntnissen der Naturwissenschaften, wie man daran erkennt, dass es funktioniert. Und zwar reproduzierbar. Man kann an jeder Stelle der Signalverarbeitung, beim Encodieren und Decodieren, beim Übermitteln, Verstärken und allen anderen Prozessen reproduzierbar feststellen, wie eine Änderung der Eingangsgrößen das Signal und die Ausgangsgrößen beeinflusst. Ich kann reproduzierbar Beethoven von Mozart und Jethro Tull von Pink Floyd unterscheiden. Ich kann sogar optisch, durch bloßes Anschauen, erkennen, ob eine CD bespielt ist oder nicht und auch ungefähr, wie viel drauf gespeichert ist.

Und jetzt sagen Sie mir einen einzigen Punkt, der bei Globuli oder anderen Homöopathika ähnlich ist.

#97 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

@ Dr. Riker

>> die mündig genug sind, selbst zu entscheiden, was ihnen (oft im Gegensatz zu mancher vorausgegangenen “schulmedizinischen” Therapie) tatsächlich hilft oder geholfen hat.

Treffender hätte ich es nicht ausdrücken können. In der Homöopathie wird ‘entschieden’ was gewirkt hat, also aus einer Reihe von Alternativen irgendeine ausgewählt und als zutreffend postuliert. In anderen Fachgebieten versucht man, das in sehr aufwändigen Untersuchungen festzustellen, was gewirkt hat. Damit das auch etwas mit der Realität zu tun hat – und nicht ein Produkt der vielen möglichen kognitiven Verzerrungen ist, denen wir alle unterliegen.

Ich frage mich – und natürlich Sie – wie kommen gebildete Menschen dazu, zu gleuben, dass Mittel, die aus nichts anderem bestehen als Zucker und (zufällige) Verdunstungsrückstände von geschütteltem Wasser ergäben ein wirksames Medikament? Wer hat ihnen das eingeredet? Oder wird den Patienten vorenthalten, was das eigentlich ist, was sie da einnahmen sollen? Was macht es mit den Patienten, um deren Gefühle Sie ja so besorgt sind, wenn Ihnen vorgegaukelt wird, das alles sei wissenschaftlich durchaus denkbar – was es aber nur ist, wenn man wesentliche Aspekte aus der Betrachtung weglässt, nämlich alle, die nicht dem gewollten Bild entsprechen?

Wie machen Sie das eigentlich mit der Aufklärung des Patienten, zu der Sie verpflichtet sind? Sagen Sie wahrheitsgemäß, dass da kein Wirkstoff enthalten ist, jedenfalls nicht der aus der Urtinktur, und dass die Wirksamkeit solcher Mittel nicht nachweisbar ist?

Wen oder was verletzen Sie damit?

#96 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

@ Gast # 91

>> die Gegner werden für ihr Tun also angemessen honoriert!?

??

#95 |
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Pa.Mi
Pa.Mi

Methodisch keine Chance – oder doch?

Fremdvarianz durch Standardisierung vollkommen zu vermeiden ist schon beinahe unmöglich (z.B. wegen der interindividuellen Unterschieden bei Patienten (ein “Universum” an Variablen!)). Systematische Varianz (Wirksamkeitseffekte) unter ökologischen (nicht standardisierten) Bedingungen aufklären, funktioniert nur über eine Vielzahl von Studien, in denen der Effekt nicht falsifiziert wurde, (4-5 reichen bei Weitem noch nicht aus) wenn überhaupt, denn (Stör-)Variablen, die unter nicht standardisierten (ökologischen) Bedingungen Fremdvarianz im gesuchten Effekt bedingen können gibt es quasi immer, vielfältig und reichlich (versuchen Sie mal ein Szenario zu entwerfen in dem keine Fremdvarianz auftreten kann – dann verstehen Sie!). Selbst wenn sich “riesen”große Effekte zeigen, muss deren Varianz nicht systematisch sein, sondern kann aus anderen, als der/den untersuchten Variablen stammen. Überlegen Sie mal. Ich meine (bezogen auf Homöopathie) keine zweistellige oder dreistellige Anzahl von Fremdvarianzquellen sondern mehr, viel mehr. Denken Sie an alles, was ihnen im Laufe eines Tages begegnet. Denken Sie an den menschlichen Organismus. Ziehen sie Wechselwirkungen verschiedener Ordnungen in Betracht. Dann finden sie viele nicht marginale Störvariablen (Kandidaten). Auf die Schnelle wird ihnen das nicht ersichtlich. Das erfordert zeitintensivere, gründliche, wache Überlegungen!!
Psychische Variablen nicht zu vergessen. Diese sind alles andere als nur marginal wirksam, ganz besonders bei Patientenbefragungen. Einige sind Kandidaten dafür um konsistent Artefakte über die meisten, wenn nicht alle Patientenbefragungen zu verursachen. Selbstauskünften sagen nur bei bestimmten Fragestellungen etwas über die Wahrheit/Wirklichkeit aus (bei Wahlprognosen z.B.). Zwischen einem Agens und einer Selbstauskunft liegen aber Zig nicht marginale Variablen (Moderatoren, Mediatoren, Wechselwirkungen, Fehler), so dass die Selbstauskunft in der Medizin (ischen Forschung) eher oder allenfalls als zusätzliche Information (ausgenommen bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel Schmerz, sichtbare Entitäten, ausschließlich subjektiv berichtbare Entitäten) für die Bewertung der klinischen Wirksamkeit, herangezogen werden kann, jedoch ohne hinreichendes bzw. signifikantes Gewicht. Bei rein subjektiv Erlebbarem bleibt, wenn nicht von Außen beobachtbar, keine andere Möglichkeit, als die Selbstauskunft. Eigenbeobachtungen (auch bei einer großen Stichprobe) funktionieren, systematisch (standardisiert) durchgeführt aus vorgenannten Gründen genauso bedingt (wenig) und unsystematisch durchgeführt (aus dem Erfahrungsschatz) überhaupt nicht (vielleicht als Cyborg). Letzteres deshalb nicht, weil auf Seiten des Behandlers (und Beobachters) weitere Variablen dazukommen, viele, und nicht marginale (siehe Psychologie z.B. Diagnostik, Abwehrmechanismen, uvm. Zig mehr). Auch Doppel-Blind Studien beheben viele Fremdvarianzprobleme nicht. Dort gibt es noch ganz andere Probleme.
Liebe Befürworter der Homöopathie , ob professionell oder Laie , stellen Sie sich langsam darauf ein, Abstand von der Homoöpathie zu nehmen, es fliegt ihnen sonst über kurz oder lang um die Ohren. Schmerzhaft. Jetzt können Sie noch Ehrenrettung betreiben. Nehmen Sie sich eine Vorbild an Nathalie Grams. Wenn Sie nicht verstanden haben, was ich oben schrieb, steht es ihnen nicht zu zu behandeln (sage ich und kann ich par excellence leicht verständlich begründen auch wenn Sie es nicht verstehen, weil Sie es vielleicht nicht verstehen wollen oder vielleicht auch nicht können). – Aber, wenn sie es nicht verstanden haben, wissen Sie auch nicht, wie dünn das Eis ist, auf dem sich ihre Auffassung (vielleicht über Jahrzehnte) konsolidiert hat. Erst, wenn sie sich, um Verständnis bemüht, in das Wenige, aber Essentielle, dass ich angedeutet habe hineindenken, bekommen Sie einen Eindruck davon was Homöopathie in unserer Zeit bedeutet. – Wenn Sie “klinische Wirksamkeit” begrifflich verwenden, müssen Sie sich im Klaren sein, dass es sich um einen definitorisch begrenzten Begriff handelt, der sich zu der Begrifflichkeit “Wirksamkeit” unterscheidet. Denken Sie sich lieber früher, als später hinein. Irgendwer, wird klar und unmissverständlich und mit allen Wassern der Kommunikationskompetenz (“Think-Tank Methoden”a là Trump o.ä.) für die Allermeisten unmissverständlich aufzeigen, worin die Fehl der Homöopathie liegt. Werden Verfehlungen von Ihnen ersichtlich, die innerhalb der eigenen Kontrolle lagen, ist ggfs. nicht nur Lächerlichkeit, sondern womöglich auch Niedertracht und Schuld an Ihnen.
– Sie können es nicht mehr wegschieben, was ihnen vielleicht nicht passt (das ist sehr hart, weil ihr Leben basiert(e) mehr oder weniger darauf, ich verstehe das). Immer wieder werden Abwehrmechanismen oder Resilienzen anderer Art, Sie dazu überreden wollen Ihre Wahrnehmung bewusst oder unbewusst entsprechend anzupassen. Zu verzerren! (Wer hier meint noch zu einem *slowclap* ansetzen zu wollen – sparen Sie sich den für ihre Kinder auf. Denken Sie lieber an den Inhalt oben und DEN, der noch folgen kann.)
Und wenn sie dennoch ganz, ganz sicher “wissen”, dass Homöopathie richtig ist, dann explorieren Sie bitte ein wenig die Wissensressourcen im Netz. Z.B. hinsichtlich Philosophie des Geistes, die neurophysiologischen Korrelate der Bedeutungsgenerierung (beachte dabei die Verbindungen zum Striatum und zur Amygdala), vielleicht auch Gedächtnis, Lernen, Bias und andere Themen, die innerhalb der Psychologie oder Neurowissenschaft behandelt werden und setzen es in den Kontext “Homöopathie”! Vielleicht explorieren Sie einmal ein Jahr lang die Geschichte der Heilmethoden im Hinblick auf den Unterschied zwischen wahrgenommener Heilung und tatsächlicher Heilung (Buchtipp hierzu: “Die Heilung durch den Geist” v. Stefan Zweig, kostenlos herunterladbar) und achten Sie auch darauf, wie affirmativ Menschen sein können, wenn ihnen etwas versprochen wird bzw. ihnen eine Verbesserung in Aussicht steht bzw. gestellt wird. Wenn Sie ein Einwand ihrerseits insgesamt am Inhalt meiner Worte zweifeln lässt, dann erleben Sie damit, was für ein Mensch sie sind bzw. sein können (konkreter werde ich nicht). Wir leben auch nicht mehr in einer Zeit, in der die Zeit vieles vergessen lässt, was einmal geäußert wurde. Fast alles, was digital aufgezeichnet wird, ist für die Dauer ihres Lebens meist sehr leicht auffindbar! Das was in der Vergangenheit lag, kann so präsent gemacht werden, wie die Worte, die Sie gerade lesen. Geschriebene (und damit eigentlich bedachte) Worte. Begeben Sie sich in Schuld, dann begeben Sie sich in eine komplexe Dysthymie (oder ihre Abwehrmechanismen sind entsprechend so “gut” dass sie Verblöden!) Es ist Ihre freie Entscheidung! Ich weiß es wird hart für Sie. Zeigen Sie Größe. Bitte!
Wenn Sie auf Kurs bleiben…, denken Sie gut nach, was kommt!
(Vielleicht so?: Ach sieh mal der Dr. Mustermann hat der nicht früher Globuli verschrieben?! Google ich mal. Och tatsächlich^^……(Die Szene findet ggfs. im Gefängnis statt)

Bitte: Nicht von einem einzelnen Detail vernarren lassen!!
Und: Gefühl ist keine, keine, keine Wissensquelle!
Liebe Grüße Paul
Hochmut kommt vor dem Fall! (Memo an mich)
Ach noch eine Sache: Metaphysische Argumente bringen ihnen nur einen ganz schnellen CLM (Career Limiting Move). Wenn sie metaphysische Argumente zulassen, haben sie unendlich viele Alternativhypothesen zu handeln. Sie können für jedes Teilchen (ich meine Entität) unendlich viele Alternativverläufe annehmen. Oder weitere Dimensionen draufpacken, geht auch. Das wird in Sachen Vielfältigkeit: unendlich mächtig unendlich. Das genaue Gegenteil von Ockhams Rasiermesser. Wenn Sie solche Hypothesen verwenden, müssen Sie sich etwas einfallen lassen. Egal, was es ist, sie müssen es aber auch gut begründen können. Gegen viele Alternativhypothesen! (so in etwa)

#94 |
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Manfred Lothar Dietwald
Manfred Lothar Dietwald

Übrigens für das Mischen von zwei bis weit darüber Tinkturen verrechnet die Apotheke immer den gleichen Arbeitspreis und den doppelten Einkaufpreis der Teilmenge und der Rest ist meist ein unbezahlter Ladenhüter. Soviel zum horrenden monetären Gewinn. Homöopathie lohnt sich nur im unbearbeiteten Industrieprodukt.

#93 |
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Manfred Lothar Dietwald
Manfred Lothar Dietwald

Hahnemann litt an einer Chininunverträglichkeit. Die Lohschmidtsche Zahl ist maßgebend für die Grenze von D23 oder C12 für 1 Molekül in 10ml Tinktur oder 10g Globuli. Die Diagnose der Homöopathen ist meist ein verschwommener Begriff, wie z.B. Oberbauchbeschwerde, Rheuma, Gicht, Ziehen in den Waden, Krebs etc. . die auch Patienten benutzen. Schulmedizin sucht Eingrenzungen dieser Begriffe und kennt Blinddarmentzündung, Herzrhytmussstörung aus speziellen Gründen, Meniskusanriss etc. Eine verschwommene Bezeichnung kann zufällig richtig sein, auch wenn sie obskur dünkt. Dafür muss eine spezielle Diagnose lebensrettend sein. Doch manchmal gibt es menschliche Unzulänglichkeiten. Dann kann man nur auf Placebowirkung hoffen. Der Geruch oder die Farbe oder Geschmack gehört auch in der Schulmedizin in die Überlegung. Die Schulmedizin kennt zudem auch operative Methoden der Heilung.

#92 |
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Gast
Gast

Ah, Herr Aust-
die Gegner werden für ihr Tun also angemessen honoriert!?
Sollten wir nach Stundenlohn oder bei Erfolg abrechnen?
Wenn Sie mir den Kontakt zum Sponsor herstellen könnte ich
ja dort mal nachfragen.

#91 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

@Herr Riker

Guter Mann, Sie gehen mir mit Ihrer moralischen Attitüde langsam auf den Zeiger.

Kein Kritiker hält hier irgendwen für “blöde”.

Es geht vielmehr darum, dass es beim dem Versuch, Erkenntnis über die Welt zu erlangen, in der Medizin (und nicht nur dort) erhebliche Täuschungsmöglichkeiten gibt, die uns zu Irrtümern verleiten. Um diese Täuschungen zu vermeiden, haben wir in einem mühsamen Prozess Werkzeuge entwickelt, die erstaunlich gut funktionieren.

Diese Werkzeuge der Erkenntnis, die, beginnend vor etwa 150 Jahren, für einen unvergleichlichen Wissenzuwachs in den modernen Naturwissenschaften sorgten, waren auch dafür verantwortlich, dass so gut wie alles, was bis dahin galt, wurde – völlig berechtigt – in den Orkus entsorgt wurde – auch die Ideen, die sich in der homöopathischen Theorie wiederfinden.

Der durch den Erkenntnisfortschritt veranlasste Paradigmenwechsel bestand im Wesentlichen in der Umsetzung der Erkenntnis, dass die kausalen Ursachen unserer Erkrankungen (und die daraus resultierenden Bekämpfungsstrategien) weder etwas mit „gestörten Lebenskräften“ oder mit „progredienten Urkrankheiten“ und deren individuellen Ausprägungen zu tun haben, sie auch nicht miasmatischen Ausdünstungen zu verdanken sind, und schon mal überhaupt nicht von solchen offensichtlichen Irrationalismen wie bösartige Dämone, göttliche Strafen, Flüche oder Verhexungen verursacht werden, sondern auf die Wirkung pathogener Mikroorganismen oder auf gestörte zelluläre Prozesse zurückzuführen sind, von toxischen Stoffen verursachte werden, oder die Folgen genetischer Schäden oder eher banalen Nährstoffmangels sind.

Was dieser Änderung der Arbeitsgrundlagen folgte, war, an historischen Zeiträumen gemessen, ein sekundenschnelles Ansteigen der Lebenserwartung, wie auch eine ebenso radikale Abnahme der Kindersterblichkeit. Und jeder weitere Schritt der modernen Medizin, die auf diesen „neuen“ Grundlagen basierte, verbesserte die Werte kontinuierlich.

Jeder von uns profitiert heute durch die pre- und postnatale Versorgung in seinen frühesten Lebenstagen bis zur schmerz- und angstlindernden medizinischen Begleitung seiner letzten Lebensphase von dieser einzigartigen Medizin, die deswegen einzigartig ist, weil sie, im Gegensatz zu jeder anderen Variante der weltweit angewendeten Systeme der Heilkunde, belastbare(!) Aussagen zu den Ursachen und Folgen von Erkrankungen machen kann.

Vor etwa 220 Jahren, also sechs oder eher sieben Jahrzehnte vor diesem Umbruch, bastelte sich der sächsische Apotheker Hahnemann eine pharmakologische Therapie zusammen, deren sämtliche Elemente aus solchen Vorstellungen zur Natur bestanden, die ein Jahrhundert später, eben durch den oben beschriebenen Wissenzuwachs als „falsch“ identifiziert wurden. Nichts in Hahnemanns Lehre hat außerhalb seines Theoriegebäudes irgendeine Bedeutung. Die Homöopathie ist eine Irrlehre.

Hahnemann Genialität, sofern man angesichts der doch recht simplen Kulturtechnik des „Verdünnens“ hier von Genie sprechen sollte, bestand einzig und allen darin, den gesamten damals gebräuchlichen pharmazeutischen Irrwitz so konsequent zu verdünnen, dass seine Patienten von den “Arzneien” nicht umgebracht wurden, und damit die Chance erhielten, mit vorhandenen Selbstheilungskräften ihre Erkrankung zu bewältigen.

Hahnemann Genialität bestand also – einzig und allein – darin, nichts zu tun, und das mit viel begleitendem Theaterdonner.

Und nichts zu tun, war angesichts der rund 60 oder 70 Mittel, die Hahnemann selbst als „Arzneien“ anwendete, eine hervorragende Entscheidung, bestand doch ein erheblicher Teil der Hahnemannschen Pharmazie aus Substanzen, die zwar keinen medizinischen Nutzen hatten, dafür aber gut giftig waren.

So waren im Hahnemannschen Apothekerschränkchen „Arzneien“ wie Aconitum nappelus (Blauer Eisenhut), Agaricus muscarius (Fliegenpilz), Argentum (Silber), Cocculus (Kockelskörner), Conium maculatum ( Gefleckter Schierling), Arsenicum (Arsen), Digitalis (Fingerhut), Hyoscyamus (Bilsenkraut), Ignatia (Ignatiusbohne), Mercurius (Quecksilber), Nitri acidum (Salpetersäure), Nux vomica (Brechnuss), Rhus toxicodendron (Giftsumach), Squille (weiße Meerzwiebel), Staphisagria (Stephanskraut) Stramonium (Stechapfel) oder Sulphuricum acidum (Schwefelsäure) zu finden, die allesamt geeignet sind, auch gesunden Menschen den Garaus zu bereiten.

Wer also, angesichts der illustren Liste, von unbändiger Experimentierlust überfallen wird, dem sei empfohlen, für den unweigerlich notwendigen Kontakt mit einer der bundesweit zu findenden Giftnotrufzentralen ein Handbuch der Toxikologie bereitzulegen – das dürfte Diagnose und Hilfeleistung deutlich beschleunigen.

Kommen wir zurück zu Hahnemanns „Nichtstun“: Dass er die „Erfolge“ seiner Therapie genau dem zu verdanken hatte, ist Hahnemann nie klargeworden, möglicherweise hat er aber diese Überlegungen auch verdrängt – was, aus der Perspektive des Apothekers, durchaus verständlich gewesen wäre, schließlich hätte diese Einsicht existenzbedrohliche Auswirkungen gehabt.

Es musste also eine Erklärung her, mit der die Heilerfolge anders erklärt werden konnten, als durch die reine Vermeidung einer wahrscheinlichen Vergiftung – und das dringend, da Hahnemann hinsichtlich seines Potenzierungsverfahrens unter erheblichem Rechtfertigungsdruck stand – weil schon zu seiner Zeit dessen Absurdität und die Unvereinbarkeit mit Alltagserfahrungen deutlich wurde.

Was macht nun Hahnemann, nicht nur Starrkopf, sondern auch phantasievoller Erfinder und geübt in der Neuinterpretation vorwissenschaftlichen Gedankengedöns?

Genau das, was er schon einmal mit dem Simile-Prinzip gemacht hat – er nimmt frühere metaphysische Vorstellung von den geistartigen Kräften in der Materie auf – und verbastelt sie in seiner Theorie.
Und damit niemand auch nur auf den Gedanken kommt, sich mit diesen „geistartigen Kräften“ näher zu beschäftigen, oder, was ganz besonders unbequem wäre, auch noch nach Belegen zu suchen, erklärt der große Meister im § 20 des Organons:

„Diese im innern Wesen der Arzneien verborgene, geistartige Kraft, Menschenbefinden umzuändern und daher Krankheiten zu heilen, ist an sich auf keine Weise mit bloßer Verstandes-Anstrengung erkennbar; bloß durch ihre Aeußerungen beim Einwirken auf das Befinden der Menschen, läßt sie sich in der Erfahrung, und zwar deutlich wahrnehmen.“

Das ist der Klassiker der Selbst- und Fremdtäuschung: Das Phänomen, das ich behaupte, kann ich zwar nicht belegen, aber ich erkläre einen beliebigen Effekt als durch das angebliche Phänomen verursacht. Und immer wenn der Effekt auftritt, ist das nicht belegbare Phänomen bewiesen.

Besser geht „für-dumm-verkaufen“ nicht.

Heute, 220 Jahre nach der selbst von Seiten der Homöopathen als Irrtum identifizierten Hahnemannischen Initialzündung „Chinarindenversuch“, und auch schon 150 Jahre nach der Entsorgung Hahnemannscher Vorstellungen als vorwissenschaftlicher Unsinn, versucht sich dieser absonderliche Verein DZVHÄ, der gerade mal 2% der aktiven Ärzteschaft zu seinen Mitgliedern zählt, in der Wiederbelebung der völlig untauglich Krankheitslehre des Gründervaters der Homöopathie, nebst dessen mittelalterlichen Behauptungskatalog.

Nun ist es ja an und für sich eine harmlose Sache, eine unglaublich dumme Idee zu haben – von denen es bekanntlich so viele gibt, dass praktisch für jeden eine oder mehrere zur Verfügung stehen.

Eine ganz andere Sache ist es aber, die unendlichen vielen blödsinnigen Ideen auch umzusetzen – auf jeden Fall, wenn es sich dabei um die Homöopathie handelt.

Dummerweise haben aber die Angehörigen des DZVHÄ ihren Lebenssinn genau dieser Aufgabe gewidmet. Damit wurde zur allerwichtigsten Institution dieses Vereins dessen Marketingabteilung, deren Protagonisten gemeinsam mit anderen Lobby-Truppen, wie beispielweise der homöopathiefreundlichen „Karl und Veronica Carstens-Stiftung“, sowie der in der Zuckerproduktion tätigen Pharmahersteller, das Geschäft der Publikumsverblödung mit einer an Fanatismus erinnernden Begeisterung betreiben.

Ganz wesentlich zur Publikumsverblödung trägt die Behauptung bei, dass wegverdünnte, per se therapeutisch sinnlose Stoffgemische (bei einigen „Arzneien“ verzichtet man selbst darauf, was das Ritual vielfacher Verdünnung noch ein wenig dümmlicher erscheinen lässt), spezifisch wirksame Arzneimittel sind. Belegt wird diese Behauptung mittels selektierter Publikationen, einseitiger Berichterstattung, mieser Studien, sowie ganz banaler Lügen.
(Sollte ich noch etwas vergessen haben, bitte ich Anwesende um ergänzende Hinweise.)

Dass die Marktschreier der Homöopathie nicht sofort, gut geteert und gefedert, auf einer Eisenbahnschiene aus der Stadt getragen werden, liegt am Kardinalfehler der unrealistischen Bewertung therapeutischer Tauglichkeit.
bekannt als “Cum hoc ergo propter hoc” – Fehlschluss.

Das alles wissen die geschätzten 350.000 Ärzte in Deutschland, die 98%, die keine Pseudomedizin betreiben, sondern die wissenschaftliche Datenlage als Handlungsgrundlage ansehen – und die Sie, Herr Riker, nämlich für “blöde” erklären, weil die offensichtlich nicht in der Lage sind, den Hahnemannschen Genius zu würdigen. 98%, Herr Riker, gegen Sie.

Kennen Sie eigentlich den Witz vom Geisterfahrer? Den, bei dem der Geistfahrer die Nachricht seiner Irrfahrt im Radio hört, den Kopf schüttelt, und sagt: “Was heißt hier ein Geisterfahrer? Das sind Abertausensende!”

#90 |
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Christian Becker
Christian Becker

@85
Ja, sicher. Mich nerven Homöopathiekritiker, die sagen, dass kein Wirkstoff drin ist. Wobei ich das “Wirk-” nicht immer als gegeben sehe, bei dem, was da so verwurschtelt wird.
Als Pharmazeut kenne ich jedoch auch Dosis-Wirkungs-Beziehungen, so dass ich diesen Molekülen (die ja z.T. auch erstmal in die Blutbahn gelangen müssten), keine Wirkung zuspreche und insbesondere nicht eine, die auf einmal der entgegengesetzt ist, die die Stoffe unverdünnt haben.
Rein statistisch enthalten auch C1000-Potenzen Wirkstoff. Man muss halt nur genug Glück haben oder halt die entsprechende Menge Globuli hernehmen. Bei C1000 natürlich schwierig, weil wir nur das eine Universum haben und die Auswirkung des Füllens desselben mit Zuckerkügelchen verheerend sein könnte.

#89 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

@ Gast # 63,

sorry, hatte etwas Anderes zu tun, daher das lange Schweigen.
>> Bedeutet: Es braucht eine Erfindung = ein Gebilde, eine Gerätschaft, …
zum encodieren wie bei Datenträgern!?
Könnte eine interessante Aufgabe für einen Ing. sein, oder?

Wir sind da wieder bei der Wortwahl. ‘Encodieren’ heißt vom Klartext in einen Code überführen, verschlüsseln. Das ist ja etwas, dass die Homöopathen behaupten, dass sie das mit ihrem Verschütteln könnten. Irgendwie auch auf dem Zucker. Dann muss doch irgendwer nachgeprüft haben, ob man das auch decodieren, also entschlüsseln kann. Merke: Ein Ingenieur ist prinzipiell auch ein in Kosten und Aufwand denkender Mensch – und der wird nicht seine Zeit für etwas opfern, was als eine sinnlose Suche nach nicht existierenden Phantasiegebilden erscheint.

Machen wir einen Deal: Zeigen Sie mir, dass da überhaupt etwas Unterscheidbares auf den Kügelchen ist – wie man es ja auch auf der CD mit bloßem Auge erkennen kann – und ich baue Ihnen ein Dekodiergerät. Ein angemessenes Budget natürlich vorausgesetzt…

#88 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

Gast (Beitrag #38 / #55 / #78 /#84)

Gast, wenn hier jemand Sachen vermengt, dann sind Sie das.

Urtinktur und Potenzen wie D4 sind Begriffe aus der Homöopathie und nicht aus der Phytotherapie, da redet man von Tinkturen, wenn man alkoholische Auszüge meint.
Außerdem, so scheint´s, vermischen Sie Pflanzenheilkunde ziemlich unbefangen mit homöopathischen Mitteln, obwohl die Wirkprinzipien nicht gegenteiliger sein könnten.

Und was Sie als “Pharmazeut” können, habe ich auch nicht so recht verstanden ich hoffe aber, dass diese Feststellung sich darauf bezog, dass Sie, erstens, Finger vom Gemurke lassen, und zweitens, auch wissen, was Gemurke ist.

Wobei mir da, gebe ich ehrlich zu, ein bißchen Goethe einfällt: „Die Botschaft hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“

#87 |
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Dr. Ulf Riker
Dr. Ulf Riker

Sehr sehr originell, Paja! Ich habe Fragen, Sie haben die Antworten! Und alle Patienten sind blöd, nur Sie sind ein außerordentlich witziger Zeitgenosse! Würde Sie gerne mal in meine Praxis einladen (Telefonsprechstunde, Anamnese, Follow-up, mit richtigen, lebendigen, aber leider kranken Menschen), aber zuvor müssten Sie aus Ihrer feigen Anonymität heraustreten. Vermutlich interessiert Sie die Praxis der Homöopathie aber gar nicht, auch egal! Bleiben Sie so witzig und passen Sie auf, dass Ihnen nicht eines Tages noch – zufällig – Ihre andere Hirnhälfte plötzlich in die Quere kommt…. könnte ja einen Paradigmenwechsel bewirken!

#86 |
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Gast
Gast

Herr Becker: Also sagen Sie selber, dass bestimmte Globuli, sogar bis D12 und z.T darüber hinaus noch Wirkstoff enthalten?

#85 |
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Gast
Gast

@83: Ich denke, als Pharmazeut kann ich das, ja.
Es stört mich nur, dass alles immer in einen Topf geworfen wird.

#84 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

@Gast (Beitrag #38 / #55 / #78)

Wie kommen Sie denn auf Idee, ich würde Urtinkturen und allertiefsten Tiefpotenzen die Wirkung absprechen?

Was war für Sie an meinem Satz: “Angesichts Ihrer Verordnungspraxis (also die Verwendung von Urtinkturen und Potenzen bis D4) bleibt nur zu hoffen, dass Sie wenigsten das besonders toxische Gedöns sowie die Kanzerogene oder Allergene aussortiert haben.” nicht zu verstehen?

#83 |
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Paja
Paja

@79: Kommt Ihnen vielleicht bekannt vor?
Im Grunde ist es müßig und absolute Energie- und Zeitverschwendung, sich in diesem oder ähnlichen Foren mit den Apologeten der Homöopathie auseinanderzusetzen: diese “Experten” haben ihre zementierte Sichtweise, wissen ohnehin Alles und davon das Meiste besser, argumentieren im Rahmen ihres Weltbildes (=irrational) (linkshirnig?), also in selbstgewählter Teilverblindung) und verweigern sich jeglicher konstruktiven Auseinandersetzung aufgrund von Erfahrungen, die sie angeblich mit unzählige Patientinnen und Patienten weltweit machen, seit es die Homöopathie gibt. Jede Patientenerfahrung wird hochstilisiert und zurechtgebogen, damit sie ins eigene Weltbild passt, wonach einfach nicht sein kann, was (linkshirnig) nicht sein darf, nämlich dass Globuli nicht besser als Placebo wirken. Mögen sich diese “Gläubigen” doch bitte ihrer “realen” Praxiserfahrung (Placeboeffekte, Confirmation bias, usw.) stellen, ihrer medizinischen und wissenschaftlichen Ausbildung erinnern! Man kann Alles “diskutieren” (=wissenschaftlich überprüfen) und dabei eigentlich nicht übersehen, dass ein Dialog mit Anstand und Achtung vor den wissenschaftlichen Erkenntnissen (RCTs und Metaanalysen) und den Naturgesetzen (Massenwirkungsgesetz; 2. Hauptsatz der Thermodynamik) anders geht! Potentielle Patienten davon zu überzeugen, dass sie im Krankheitsfalle bei homöopathischen “Experten” besser aufgehoben wären? DAS ist schlicht unwürdig und unanständig!
PS: und sich dann noch schamlos auf einen Binnenkonsens berufen!
Danke, Herr Aust, für Ihre Aufklärung!

#82 |
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Christian Becker
Christian Becker

@80 und 78:
Einer von Ihnen muss sich auf vage Erinnerungen aus dem Studium berufen, der andere greift voller Überzeugung daneben.

Stoff (ich sage nicht Wirkstoff, weil abgesehen von der Anwesenheit in Hochpotenzen auch die Prämisse, dass es ein wirksamer Stoff ist bei vielen homöopathischen Arzneiformen in Frage gestellt werden muss) lässt sich mit modernen Analysenmethoden (und zum Teil auch älteren) noch viel weiter als bis D4 nachweisen, mit großer Wahrscheinlichkeit noch bis D12 und darüber hinaus noch bis D23 mit Molekülen zu rechnen. Ab dann wird es zunehmend unwahrscheinlich, in einer einzelnen Dosis Globuli noch was zu finden, bis es irgendwann fast ganz unmöglich wird.

@80
Wenn sie sagen, dass man mit Globuli hervorragend phytotherapeutisch arbeiten kann, gebe ich Ihnen, je nach verarbeiteter Pflanze, recht. Allein, dann ist es kein Homöopathikum sondern ein Phytopharmakon, das zufällig eben nach homöopathischen Vorschriften hergestellt wurde.
Viele Präparate sind so gering dosiert, dass sie auch als Niedrigpotenzen durchgehen könnten: Digoxin, Schilddrüsenhormone, die Pille etc.

#81 |
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Gast
Gast

Die Behauptung, dass Globuli generell keine Wirkung enthalten, ist schlichtweg falsch.
Es kommt, noch einmal, auf die Verdünnung an.
Besprühe ich Globuli mit Eucalyptus D4, werde ich noch deutlich den Geschmack vernehmen.
Betrachte ich eine Tablette Ambra, fällt mir deutlich der Geruch auf.
Ich teile ja Ihre Meinung, nicht falsch verstehen.
Aber ich bin auch kein Homöopath.
Sie können mit Urtinkturen und Tabletten bis D4 hervorragend phytotherapeutisch arbeiten, wie Okuobaka D3.
Da sehen Sie sogar noch den Wirkstoff, der trituriert wurde.
Alles oberhalb der D4 Grenze ist allerdings dann tatsächlich Schwachsinn, da keine Moleküle mehr da!

#80 |
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Dr. Ulf Riker
Dr. Ulf Riker

Im Grunde ist es müßig und absolute Energie- und Zeitverschwendung, sich in diesem oder ähnlichen Foren mit den Kritikern der Homöopathie auseinanderzusetzen: diese “Experten” haben ihre zementierte Sichtweise, wissen ohnehin Alles und davon das Meiste besser, argumentieren im Rahmen ihres Weltbildes rational (linkshirnig, also in selbstgewählter Teilverblindung) und verweigern sich jeglicher konstruktiven Auseinandersetzung mit Erfahrungen, die unzählige Patientinnen und Patienten sowie ihre Ärzte weltweit machen, seit es die Homöopathie gibt. Jede Patientenerfahrung wird seziert und zurechtgebogen, damit sie ins eigene “kritische” Weltbild passt, wonach einfach nicht sein kann, was (linkshirnig) nicht sein darf. Mögen sich diese “Experten” doch bitte bezüglich ihrer realen Praxiserfahrung, ihrer medizinischen und (!) homöopathischen Ausbildung outen! Man kann Alles “diskuttieren” (= zerschlagen!) und dabei übersehen, dass ein Dialog mit Anstand und Achtung vor dem Anderen anders geht! Danke, Herr Aust, für Ihre Erklärung des Wortes “zynisch”! Genau darum geht es: um die “Denk- und Handlungsweise, die durch beißenden Spott geprägt ist und dabei oft bewusst die Gefühle anderer Personen … missachtet” (Ihr Zitat aus Brockhaus / Dt. Wörterbuch). Genau das tun Sie und Ihre Mitstreiter: mit “Globuli-Geballer”, “Homöopathie ins Süßwarenregal!”, “hirnrissig”, “geldgierig”, “höhere Dummheit” (Musil) und Ähnlichem missachten Sie – ich nehme doch an: bewusst! – die Gefühle zahlloser Menschen, die mündig genug sind, selbst zu entscheiden, was ihnen (oft im Gegensatz zu mancher vorausgegangenen “schulmedizinischen” Therapie) tatsächlich hilft oder geholfen hat. Das ist schlicht unwürdig und unanständig! Warum haben Sie (und allzu viele Ihrer “skeptischen” Blogger-Kollegen) es eigentlich nötig, Ihre Kritik jedesmal aufs Neue (und ohne einen Hauch von Selbstzweifel!) mit Häme, Spott und bestenfalls mitleidigem Kopfschütteln zu garnieren? Ist das die einzige Prägung aus Ihrer wissenschaftlichen “Kinderstube”? Soll diese selbstgerechte “Rationalität” tatsächlich potentielle Patienten davon überzeugen, dass sie im Krankheitsfalle bei solchen “Experten” besser aufgehoben wären? Ich habe in meinem Kommentar gestern zahlreiche Fragen erwähnt, die ich mir selbst täglich in meiner Praxis stelle. Die teilweise wortreichen, aber nicht immer geistreichen Kommentare in diesem und anderen Foren geben hierauf zumeist – leider! – keinerlei Antwort! Schade also um die Zeit, die hier verschwendet wird! Übrigens: Boris Johnson wird Außenminister! Toll! Vielleicht verlässt Prof. E. Ernst bald Exeter in (demnächst) Kleinbritannien und wird unser nächster Gesundheitsminister? Entschuldigung, das war jetzt nicht ganz nett und gehört auch nicht zum Thema….!

#79 |
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Gast
Gast

Herr Maas, Sie erdreisten sich einer Urtinktur bzw. einer Zubereitung, die bis D4 meiner Erinnerung vom Studium nach noch Wirkstoff enthält, die Wirkung abzusprechen!
Es kommt auf die Potenz an, ich wiederhole es gerne.
Bestellen Sie sich Ambra D4 in Tablettenform uns sagen Sie mir, was Sie riechen!
Na?

#78 |
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Paja
Paja

Sehr geehrter MS-Patient aus Kommentar #71 (und alle Fachleute, die hier mitlesen):
Glückwunsch zur jahrelangen Schubfreiheit. würde ich mir auch wünschen. Um die Wirkung meiner verordneten Globuli nicht zu gefährden, hat mir mein Homöopath in korekter Hahnemann’scher Diktion alles vom §260 Organon verboten.
http://buecher.heilpflanzen-welt.de/Hahnemann-Organon/organon_260.htm
Aber ich schaffe es einfach nicht, dauerhaft auf Tee, Kaffee, Bier, Gewürze, Kräuter, Schokolade, Käse, Salate usw. zu verzichten. Salz- und zuckerarm ernähre ich mich auch.
Auch Lesen im Bett und ein Mittagsschlaf würden die Globuliwirkung zunichte machen, sagt er. Alles aus Schafwolle habe ich entfernt.
Auch zum Reiten würde gern mal wieder gehen, aber das geht auch nicht. Ich hab es dann heimlch gemacht und meinem Homöopathen nichts davon erzählt. Jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen, da ich mir die Schuld geben würde, falls ich wieder ein MS-Schub bekomme.
Ich bin sehr verzweifelt. Hat mir jemand einen Rat? Ist das alles wirklich wichtig für den Heilerfolg der Homöopathie? Gibts da Forschungen dazu? Bitte um Links!

#77 |
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Gast
Gast

Herr Dittrich-
NACHSPÜREN??? :):):)
Ließe sich eine Wirkung nachweisen, die nicht durch altbekannte Effekte wie Regression zum Mittel vollständig erklärbar wäre, würden Heerscharen von Wissenschaftlern dieser mysteriösen Wirkweise nachspüren.

#76 |
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Paja
Paja

Fortsetzung zu #74
Woher wissen Sie das? Woher haben Sie diese Info?
Globuli wirken eben nicht bei rheumatischen Erkrankungen
Bitte nehmen Sie zu folgender Studie Stellung!
Homeopathy has clinical benefits in rheumatoid arthritis patients that are attributable to the consultation process but not the homeopathic remedy: a randomized controlled clinical trial
http://rheumatology.oxfordjournals.org/content/50/6/1070

#75 |
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Paja
Paja

Zitat aus Kommentar#71:
>>Anwender mit rheumatischen Beschwerden berichten, dass sie weniger Schmerzmittel benötigen. Ein Erfolg!

#74 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

@Gast (Beitrag #66 / #71)

“Die” MS – also als Krankheit mit einheitlichem Verlauf – gibt es nicht.

Ganz im Gegenteil – es werden äußerst unterschiedliche Krankheitsverläufe unterschieden, die von mildesten Formen, die nur als Zufalldiagnose auffallen, und sich weder auf die Lebenserwartung auswirken, noch zu Behinderungen führen, bis zu den schwersten Formen reichen, bei denen sich in kurzer Zeit massivste Beeinträchtigungen zeigen.

Die benignen (also “gutartigen”) Formen haben einen Anteil von wenigsten 20 % an den diagnostizierten Erkrankungen, wahrscheinlich ist der Wert aber deutlich höher, weil es MS-Erkrankungen gibt, die, wegen fehlender neurologischer Beschwerden, überhaupt nicht erkannt werden.

Sie schreiben, dass Sie seit 5 Jahren Globuli einnehmen, was bedeutet, dass Ihre Diagnose wohl mindesten 5, wahrscheinlich eher mehr Jahre zurückliegt.
Sie schreiben weiter, dass Sie ohne konventionelle Medikamente auskommen, bzw. überhaupt ohne Arzneimittel – Globuli verfügen nicht über eine spezifische pharmakologische Wirkung.

Das ist für Sie erfreulich, weil das zeigt, dass Ihre MS-Erkrankung zu denen mit sehr milden Verläufen zu zählen ist, und Sie möglicherweise nie eine medikamentöse Behandlung benötigen werden. Aber Sie sollten sich nicht der Illusion hingeben, dass die Einnahme von Globuli die konventionellen Medikamente ersetzen können, wenn diese tatsächlich nötig werden sollten.

#73 |
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Christian Becker
Christian Becker

@71
Es ist schön, dass sie seit 5 Jahren ohne Cortison nahezu beschwerdefrei sind. Es ist auch schön, dass andere Anwender nach eigener Aussage beschwerdefrei sind. Auch ist es richtig, dass das Einsparen von Tabletten ein Erfolg ist – wobei ich natürlich über den Verkauf von Tabletten oder anderen Medikamenten indirekt mein Geld verdiene.
Es bleibt dabei, dass diese Aussagen völlig wertlos sind um damit irgendetwas zu belegen, da für niemanden nachvollziehbar – zudem werden sie nicht in Relation zu entweder anderen gestellt, die mit der bei Ihnen erfolgreichen Methode keine Erfolge erzielt haben, oder mit einer Gruppe, die stattdessen keine Behandlung erhalten hat.
Ich betone noch einmal, dass ich Ihnen nicht unterstelle, hier zu lügen.
Wo sie aber auf das Chemie und Pharmaziestudium eingehen: Beobachtungen auszuwerten lernt man da in der Tat. Daneben lernt man aber auch (oder sollte es zumindest), dass “Beobachtungen” im wissenschaftlichen Sinne nicht eine Stichprobengröße von 1 oder einigen wenigen bedeutet und dass undokumentierte bzw. nicht überprüfbare Beobachtungen nicht dazu zählen.
Mein Lieblingszitat in diesem Zusammenhang ist immer:
“Daten ist nicht der Plural von Anekdoten.”

#72 |
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Gast
Gast

Sehr geehrter Herr Becker,
es ist völlig nachvollziehbar, dass die Wirkung angezweifelt wird. Fakt ist, dass ich seit 5 Jahren kein synthetisches Cortison mehr benötige und dass ich nahezu beschwerdefrei bin.
Anwender mit rheumatischen Beschwerden berichten, dass sie weniger Schmerzmittel benötigen. Ein Erfolg!
weitere Anwender: Neurodermitis, Trigeminusneuralgien, Ischialgien,
und jede Tablette, die weniger gegeben wird ist ein Erfolg.
Lügen zu verbreiten habe ich im übrigen auch nicht nötig. Beobachtungen auszuwerten lehrt man im Chemie und Pharmaziestudium.
mit freundlichen Grüßen

#71 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Sehr geehrter Herr Berndt,

das Löschen von werblichen Links ist keinesfalls eine Bewertung der im Zusammenhang damit vorgebrachten Meinung. Aber da DocCheck ein Fachportal ist, werden Verweise auf Seiten, die in irgendeiner Form Produkte zum Kauf anbieten, in aller Regel entfernt.

Wir bitten dafür um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die DocCheck News Redaktion

#70 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

Fortsetzung von #68
Und wenn ich ein Beispiel für ein unsinniges Gesundheitsprodukt bringe, wie es eben Entgiftungspflaster sind, so dient dies der Veranschaulichung , wie weit man im Gesundheitswesen schon in Esoterik abgedriftet ist, ohne dass hier irgend ein Patientenschutz oder Konsumentenschutz aktiv wird.
Dass ein Ausflug in die Geschichte der Volksmedizin etwas länger ist, liegt in der Natur der Sache. Mit diesem Beitrag kann aber sehr anschaulich dargestellt werden, dass Pseudomedizin , wie es nun einmal die Homöopathie ist, absolut nichts Neues ist, sondern die Regel war, wenn man es überspitzt formuliert. Und die Homöopathie feiert heute nicht mehr oder bessere Erfolge als in der Vergangenheit mit anderen Pseudomethoden Erfolge erzielt wurden. Und von allen Methoden, sei es Mumienmehl oder Reliquien vom hl. Kreuz waren die Menschen von der Wirksamkeit so überzeugt, wie die Homöopathen heute . Und dafür wurde viel, viel Geld ausgegeben und um Reliquien wurden Feldzüge unternommen.

#69 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

S.g. Redaktion!

Wie immer in solchen Diskussionen versuchen die Redaktionen einen vermeintlich objektiven Standpunkt einzunehmen.
Wenn Sie einen Beitrag von mir kürzen, weil in diesem Beitrag Werbung gemacht wird, so ist dies einfach lächerlich. Gerade mit diesem Beispiel kann aufgezeigt werden, wie absurd Homöopathie gehandhabt wird. Und eine Werbung in Brigitte über die Kombination von Brigitte und Homöopathie spricht Bände. Und wenn ich ein Bei

#68 |
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Christian Becker
Christian Becker

@63
Das ist wirklich ärgerlich, dass Herr Aust sich da so einen Falle gestellt hat. Zum Glück hat er unrecht. Die Speicherung der Musik auf (gebrannten) CDs und DVDs ist chemisch nachweisbar bzw. in der Stoffmengenbilanz nachvollziehbar. Durch den Brennvorgang werden Farbstoffmoleküle verändert, so dass sich die Reflexionseigenschaften der Scheibe verändern.
Im Falle von industriell hergestellten CDs und DVDs ist das ein bisschen anders, jedoch kann man auch hier einen deutlichen Unterschied im Material eindeutig nachweisen – das geht bei hochpotenten Globuli eben gerade nicht. Hier beruft man sich auf immaterielle Informationsspeicherung.

@67
Nein, ihre Fallbeschreibung ist nicht besser als jede Studie, da nicht belegt. Auch die anderen erfolgreichen Anwendungen sind nicht belegt. Vielleicht gibt es sie gar nicht; jeder kann im Internet alles schreiben. Ich könnte mir auch einen tolle Geschichte über den grandiosen Erfolg von Datura C30 bei meiner Migräne ausdenken… wäre für niemanden nachvollziehbar.
Das heißt nicht, dass Sie zwangsläufig hier zur Beschönigung der Homöopathie Lügen erzählen. Das heißt nur, dass Ihre Geschichte nicht repräsentativ und nicht nachprüfbar ist und demnach wertlos… im Gegensatz zu klinischen Studien, bei denen viel Aufwand betrieben wird, die daher (viel) Geld kosten und die demnach auch jemand bezahlen muss.

#67 |
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Gast
Gast

Entschuldigen Sie bitte, dass ich mich anonym melde.
Ich bin MS Patientin und nehme seit 5 Jahren meine Globuli, die ich immer einsetze, wenn ich meine, dass ich Cortison benötige mit dem Erfolg, dass ich weder Interferone, sonstige MS Therapeutika oder sonstige Medikamente benötige (trotz meiner 55 Stunden Arbeitswoche (Selbstständig)). Kosten für die Globuli verschwindend gering, den Rest kann man sich selbst ausrechnen.
Die Wirkung der Globuli wurde auch von anderen Anwendern mit Erfolg getestet (z. B. bei Trigeminusneuralgien)(Besser als jede Studie, da nicht von anderen finanziert).

#66 |
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Lars Dittrich
Lars Dittrich

Die Kommentare sind voll von dem üblichen Ablenkungsmanöver der Homöopathen. Man unterstellt den Kritikern, ihre Ablehnung beruhe darauf, dass die WirkWEISE nicht in ihr Weltbild passe. Meine Ablehnung der Homöopathie liegt allein an der fehlenden WirkUNG. Das Argument gegen die Homöopathie ist, dass sie nicht wirkt. Ließe sich eine Wirkung nachweisen, die nicht durch altbekannte Effekte wie Regression zum Mittel vollständig erklärbar wäre, würden Heerscharen von Wissenschaftlern dieser mysteriösen Wirkweise nachspüren. Sie tun es nicht, weil es keine Wirkung gibt.

#65 |
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Udo Endruscheit
Udo Endruscheit

@ Gast #63:

Ich möchte Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, aber die Beschäftigung mit Ergüssen wie in diesem Beitrag von Ihnen grenzt an Körperverletzung. Vielleicht sortieren Sie erst einmal Ihre Gedanken, bevor sie sie in Worte fassen.
Nicht böse sein, aber das ist nur meine Reaktion auf die Zumutung des Lesens Ihres Kommentars. Und erwarten Sie jetzt bitte nicht, dass ich Ihre Ausführungen im Einzelnen kommentiere.

#64 |
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Gast
Gast

Danke für die Begriffsklärung, auch wenn der Hinweis für mich nicht nachvollziehbar ist. Wo sehen Sie meinen Denkfehler?
‘Entdecken’ bedeutet etwas zu finden, was vorhanden war, aber noch nicht (richtig) erkannt wurde. Sicher, Elektrizität existierte bevor sie erkannt wurde. ‘Erfinden’ heißt, ein Gebilde, das vorher noch nicht existierte, neu zu erschaffen.
Genau- wie im Beispiel: Mikroskop, MRT,…

Unterschiedliche Texte in Büchern lassen sich nicht wissenschaftlich nachweisen?
Druckerschwärze,…encodieren? Bitte klären Sie mich auf.

CD – gespeichert… meine Aussage: finden, im Sinne von chemisch untersuchen, nicht speichern! Klar wären Datenspeicherung und Speichervorgang mit entsprechender Gerätschaft nachzuweisen. Hm, und?

Angemessene Methodik anwenden, um die codierte Musik zu finden.
Nicht nur die chemischen Bestandteile ermitteln. Nachvollziehbar. !!! Danke !!!

Herr Aust, wir verstehen uns! ;) Ich hab´s gewusst.

Fassen wir zusammen:
Ihr CD-Beispiel und Saccharose-Kugeln, andere Trägersubstanz,
nicht nur chemisch betrachten, genau!
CD kann nur mittels Gerätschaft encodiert werden! =
Homöopathische Mittel können nur mittels Gerätschaft encodiert werden!

Frage an den Ing.: womit?
Bedeutet: Es braucht eine Erfindung = ein Gebilde, eine Gerätschaft, …
zum encodieren wie bei Datenträgern!?

Könnte eine interessante Aufgabe für einen Ing. sein, oder?

Herr Aust- wenn Sie nur etwas weniger Zeit in den Kampf gegen die wissenschaftlich nicht nachweisbare Homöopathie investieren würden,…

Sie hätten Zeit sich über eine Gerätschaft zum Nachweis der Homöopathie Gedanken zu machen. Was könnte mit einer solch intelligenten Erfindung noch nachgewiesen und somit bewiesen werden!?

Wäre diese anspruchsvolle Aufgabe einem Ing. nicht angemessener und bei weitem interessanter als dies unsägliche “Geschwurbel” der Gegner? Da gibt es bei Homöopathen immer wieder neue Studien und weitere Untersuchungen, es werden die Auswirkungen untersucht… ohne entsprechende Gerätschaft macht es so vielleicht wenig Sinn!? Wie, wodurch, womit könnte die “Datenspeicherung” encodiert werden?

Vielleicht braucht es erst den “lichtvollen Gedanken” eines brillanten Geistes, eines Forschers, eines Tüftlers!? Fände ich spannend. Nahezu autistisch vor sich hin arbeiten, konstruieren, basteln, wieder verwerfen,… Im nächsten Leben werde ich selber Maschinenbau-Ing. :) Jetzt sind Sie es. Oder sind Sie des Denkens schon müde?

#63 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

@Gast (Beitrag #38 / # 55)

Leider konnte ich aus Ihrer Mitteilung nicht entnehmen, wozu ich mich erdreiste. Vielleicht hilft es, wenn Sie diesen Satz, komplett beendet, noch einmal posten.

#62 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

Fakt ist, dass eine kausale Wirkung der Homöopathie Aberglaube ist.

Tatsache ist, dass immer mehr Studien immer zweifelsfreier belegen, dass Homöopathie nicht kausal wirkt. Es gibt keine belastbaren Belege dafür, dass irgendeiner bestimmten Hochpotenz irgendeine bestimmte Wirkung zugeordnet werden kann. Studien zur behaupteten Wirksamkeit gibt es nicht erst seit jüngster Zeit. Der Bogen der negativen Studien reicht zurück bis zu Lebzeiten von Hahnemann. So wurde bereits im Jahre 1835 in der Nürnberger Kochsalzstudie herausgefunden, dass Homöopathie nicht wirkt. Und diese Studie erfüllte bereits damals alle Bedingungen, die heute für eine Wirksamkeitsstudie erforderlich sind.

#61 |
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Susanne A.
Susanne A.
#60 |
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Susanne A.
Susanne A.

@Gast #56:

Schauen Sie, all Ihre Argumente hat das INH auf seiner Netzwerkseite bereits beantwortet – es lohnt sich tatsächlich, sich hier etwas zu informieren.

Ad 1:
http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/27-warum-sollten-wir-die-homoeopathie-innerhalb-der-medizin-verlassen

Ad 2: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/126-cds-speichern-information-doch-auch

Grüße.

#59 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

Gast #56

Beliebtes Argument: Man zählt die Leute auf, die heute bekannt sind und deren Erkenntnisse zunächst mal auf Ablehnung gestoßen sind. Na und? Was soll das bedeuten? Haben Sie eine Vorstellung davon, wie viele abgelehnte Hirngespinste tatsächlich zu Recht abgelehnt wurden? Oder schließen Sie daraus, dass man die Namen nicht kennt, dass es sie nicht gibt?

Natürlich geht die Wissenschaft auch Irrwege – hat aber die Power, dies auch selbst zu korrigieren. Wir irren uns voran. Das ist wie im Irrgarten. Man merkt erst dann, dass man in einer Sackgasse steckt, wenn man hineingelaufen und am Ende angekommen ist. Stück für Stück probiert man die Gänge aus – und irgendwann findet man den richtigen Weg – in das nächste Labyrinth. Das sich dann immer noch als ausweglos erweisen kann.

Eine kleine Begriffsbestimmung: ‘Entdecken’ bedeutet etwas zu finden, was vorhanden war, aber noch nicht (richtig) erkannt wurde. Das machen Wissenschaftler. ‘Erfinden’ heißt, ein Gebilde, das vorher noch nicht existierte, neu zu erschaffen. Ersteres würde für die Wirkungsweise der Homöopathie gebraucht, Letzteres gibt es für die Homöopathie genug.

Entschuldigen Sie, unterschiedliche Texte in Büchern lassen sich nicht wissenschaftlich nachweisen? Und wie Musik auf einer CD gespeichert wird auch nicht? Mit Verlaub – das ist Blödsinn (Sie wollten eine ehrliche Antwort). Sie müssten eben eine angemessene Methodik anwenden, etwa die Feinstruktur der Oberfläche der CD untersuchen, um die codierte Musik zu finden. Nicht nur die chemischen Bestandteile ermitteln.

Übrigens will niemand die Homöopathie ‘verbieten’. Wir wollen nur, dass sie als das bekannt ist, was sie ist: eine Heilslehre, die auf den unveränderten Gedanken aus der Zeit der französischen Revolution aufbaut und an der die stürmische Entwicklung der naturwissenschaftlichen Erkenntnis spurlos vorbeigegangen ist. Und wir wollen erreichen, dass die Sonderrechte entfallen, die die doch so wirkungsvolle Homöopathie von jeglicher Pflicht des Wirkungsnachweises entbindet.

Wohin mit den Homöopathen, fragen Sie? Na, die Homöopathie in die Medizin-Geschichtsbücher und die Homöopathen in einen tatsächlich sinnvollen Job, gerne auch in einen Bereich, in denen Sie ihr Fähigkeit zum Umgang mit Menschen einsetzen können. Das meine ich jetzt nicht sarkastisch. Ich denke in unserer heutigen Zeit gibt es sehr viel Bedarf für Menschen mit Einfühlungsvermögen in Andere. Da wird sich was finden lassen.

#58 |
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Gast
Gast

Woher nehmen die Homöopathiekritiker bloß die Zeit, seitenlange hasserfüllte Kommentare zu verfassen, die mehr oder weniger “wissenschaftlich” verbrämt nicht mehr sind als Beschimpfungen der Homöopathen und ihrer Patienten unterhalb der Gürtellinie? Kann man damit Geld verdienen, möglicherweise mehr als mit Homöopathie??? Dann habe ich den falschen Beruf gewählt! Oder sollte es sich hier um Fanatismus handeln, der leider heutzutage wieder in allen möglichen Facetten Hochkonjunktur hat?

Interessant, dass ein “Nichts” so viel in Bewegung setzen kann……

Ich wende mich jetzt wieder sinnvollen Lebensinhalten zu, statt weiter hier meine Zeit zu verschwenden.

#57 |
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Gast
Gast

Ist die Fähigkeit einen Transfer herstellen zu können
ein Zeichen für höhere Intelligenz?

– Noch vor zwanzig Jahren assozierten Kritiker zum Thema Yoga/Meditation “bezaubernde Jeannie fliegt um die Deckenlampe”. Dank MRT und Studien mit Meditierenden lässt sich heute die Wirkung wissenschaftlich nachweisen.
– Herr Ignaz Semmelweis https://de.wikipedia.org/wiki/Ignaz_Semmelweis
hatte nicht mehr die Gelegenheit ein Mikroskop mit hochauflösender Zeiss-Linse kennen zu lernen.

Ist es ein Privileg der Wissenschaft, dass Fehler nur in der Vergangenheit gemacht wurden? Wie erklären Gegner diese “Missverständnisse” ihren Kindern?

lucidum intervallum:
Braucht die Homöopathie mehr Forschung oder einfach einen brillanten Geist?
Sehr geehrter Herr Aust, wenn Sie als Maschinenbauingenieur sich dem Thema annehmen würden… zusammen mit Physikern,….
Vielleicht könnte Ihre Erfindung uns die Wirkungsweise der Homöopathie erklären? Sie und Ihre Kollegen investieren Zeit in den Kampf gegen die Homöopathie, wie einst die Gegner von Herrn Semmelweis.

Zu meinem Verständnis:
Was, wenn Sie erfolgreich die Homöopathie verbieten könnten? Welche Alternative zur homöopathischen-Behandlung könnten Sie uns anbieten?

Unterschiedliche Texte in Büchern lassen sich bis heute nicht wissenschaftlich nachweisen. Untersuchen Sie eine CD/DVD finden Sie keine Musik und keinen Film. Nachzuweisen wären lediglich die bekannten Materialien und die Auswirkungen auf den Leser, Hörer oder Zuschauer. Würde es da nicht ausreichen ein Buch und eine CD/DVD zu besitzen?

Wie gehen die Gegner mit diesem Thema um?
Verbannen Sie diese Medien konsequent aus Ihrem Haushalt?
Möchten Sie vernichten, verbieten was zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nachweisbar ist?

Wohin mit all den gedruckten Texten, den Homöopathen, den kritisch Denkenden? Behütetes Denken? Die Gegner sagen uns wie es sich zu denken lohnt? Sollte es in einer aufgeklärten Gesellschaft nicht zum “guten Ton” gehören über den Tellerrand zu schauen?

Über eine ehrliche Antworten würde ich mich freuen.

#56 |
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Gast
Gast

Herr Maas, ich ignoriere einfach Ihre unfassbare Unhöflichkeit sowie den Seitenhieb auf meinen Kommentar #38.
Ich bin KEIn Homöopath.
Erdreisten Sie sich etwa, einer Urtinktur, die von Gewinnung und Prüfung so hergestellt wird wie eine standatisierte Tinktur aus dem DAB oder Ph.Eur (bitte bei Google eingeben, Sie kennen die Begriffe bestimmt nicht!).

#55 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

Und hier die nächste Homöopathiewerbung unter dem Stichwort Homöopathie aus Google News. Von selbst, also durch Geisterhand tauchen solche Werbebeiträge nicht auf.
Aconitum napellus • Homöopathie bei Erkältung & Schock
http://www.lifeline.de/homoeopathie/wirkstoffe/aconitum-napellus-id155735.html

#54 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

Herr Riker,

die Homöopathie liefert seit 200 Jahren Heilsversprechen – und scheitert genauso lange am tragfähigen Beleg für deren Berechtigung.

Nun wissen wir, im Gegensatz zu den frühen Homöopathen, heute sehr genau, woran es liegt, dass der therapeutische Nutzen eines Verfahrens gravierenden Fehleinschätzungen unterliegen kann.
Die Entwicklung der gesamten modernen Medizin beruht letztlich auf den wissenschaftlichen Werkzeugen, mit denen es möglich wurde, Unfug von Sinnvollem zu unterscheiden.

Wir wissen heute, dass die vermeintliche Wirksamkeit der Homöopathie (und mit ihr die einer großen Zahl weiterer „alternativer“ Verfahren) über Phänomene zu erklären ist, die ganz allgemein unter dem Begriff „Placebowirkung“ subsummiert werden.

Differenziert betrachtet sind es beispielweise die natürlichen Verläufe selbstlimitierender Erkrankungen, die auch bei sinnlosen Therapieverfahren ein Nutzen suggerieren, es sind die als „Heilung“ fehlinterpretierten beschwerdeärmeren Phasen bei zyklischen Verläufen chronischer Erkrankungen, oder es ist die ignorierte Wirkung parallel verabreichter wissenschaftsmedizinischer Medikamente.

Vergessen wollen wir auch nicht, dass bestimmte chronische Erkrankungen, besonders solche im Kindesalter, im Prozess der körperlichen Reifung spontan wieder verschwinden, oder sich erheblich mildern – und dabei der Eindruck entsteht, irgendeine Therapie hätte dies bewirkt.

Ebenfalls soll nicht unerwähnt bleiben, dass subjektiv empfundene Verbesserungen des Befindens sich nicht mit der objektiven Beurteilung des Krankheitszustands anhand klinischer Parameter decken.

Wären alle diese Täuschungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Homöopathie auszuschließen, wäre es wunderbar, wir würden allesamt hochzufrieden wohlinformierte Zuckerkügelchen einwerfen, und kein Mensch würde sich über die Ausnahmregelungen im Arzneimittelrecht für die Homöopathie erregen – wobei es diese wahrscheinlich überhaupt nie gegeben hätte.

Leider ist es nicht so: Wenden wird die wissenschaftlichen Werkzeuge auf die Homöopathie an, versagt sie, zumindest was die homöopathischen Arzneien angeht, in vollem Umfang.

Was bleibt, sind Therapeuten, die ihre Klientel und sich selbst täuschen – und ihre Nichtbehandlung (aka Placebo) als die Kunst der “ächten Heilkünstler” verkaufen.

Wenn diese Einwände aber völlig abwegig sein sollten, Herr Riker, dann nehmen Sie sich doch ein wenig Zeit, und erklären nicht nur uns “destruktiv-zynischen” Kritikern, sondern auch dem interessiert lauschenden Publikum, warum es Hunderte von „positiv“ ausgefallenen Studien zur Homöopathie gibt, die allesamt so miserabel sind, dass keiner, der auch nur ein wenig Ahnung von der Sache hat, diese ernst nimmt, nicht einmal Homöopathen.

Wie ist es zu verstehen, dass der Verfasser einer der aktuellsten Meta-Analyse (2014) zur Homöopathie, Robert Mathie (unverdächtig, weil Physiologe in den Diensten der British Homeopathic Association), als ein Ergebnis seiner Analyse, angesichts des Schrotts, der ihm dabei begegnete, dringend fordert, dass es „methodisch hochwertige randomisierte Studien“ zur Homöopathie bedarf?

Warum ist das wohl so, wenn „Globuli“ zweifelfrei wirken – und das genauso zweifelsfrei belegt ist?

#53 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

In den Apothrken wird nicht nur der Aberglaube Homöopathie gehegt und gepflegt sondern auch andere moderne Mythen zum Verkauf angeboten.

[Kommentar wegen werblichen Inhalts gekürzt.]

Das habe ich vor 1 Stunde gesichtet. Wenn sie einen Homöopathen dazu fragen, ob so etwas wirkt oder nicht , wird er ihnen jede begründete Antwort verweigern.

#52 |
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Manfred Lothar Dietwald
Manfred Lothar Dietwald

Zu Dr. E. Berndt 21: ) Einen IQ für Ironie gibt es meines Wissens nicht, da ich als Halbwaise nicht bereit war, einen Dr.-Titel durch verlorene Berufszeit als Apotheker zu erwerben. So haben Sie sicher nicht verstanden, dass Millionen verschiedene Substanzen Tausende von Nebenwirkungen aufzeigen, die es auch durch Honöopathie zu heilen gilt. Nun wird wohl kein Homöopath mehr Kaliumbichromicum, Arsenic, Asbest, Secale cornutum, Strophantus gratus etc. verordnen. Eine Vergiftung mit Calcium phosphoricum oder carbonicum, Allium sativum, Crocus sativus, Pulmonaria officinalis etc. ist mir auch nicht bekannt, um Gleiches mit Gleichem zu heilen. Stabilität von Verbindungen in wässrigem Aethanol und Laktose sind ebenfalls Fehlanzeige. Hauptsache es wirkt irgendwie! Das ist reine Ironie!

#51 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

Herr Dr. Riker
“In der heutigen Umgangssprache bezeichnet Zynismus sowie das abgeleitete Adjektiv zynisch vor allem eine Haltung, Denk- und Handlungsweise, die durch beißenden Spott geprägt ist und dabei oft bewusst die Gefühle anderer Personen oder gesellschaftliche Konventionen missachtet.” (Brockhaus/Wahrig: Deutsches Wörterbuch 1984, S. 918)

Wo bitte liegt ein destruktiver Zynismus vor, wenn man darauf hinweist, dass die publizierten Aussagen einfach nicht stimmen?

Wo bitte liegt eine Verunglimpfung, wenn man aufzeigt, dass Patienten und vermutlich auch Therapeuten mit unvollständigen und fehlerhaften Aussagen zur Evidenz über die tatsächlichen Sachverhalte desinformiert werden?

Bedenken Sie, hier haben die Homöopathen versucht, ihren Standpunkt mit Studienergebnissen öffentlichkeitswirksam zu untermauern. Dass das angesichts der desolaten Lage der Evidenz ein zum Scheitern verurteiltes Vorgehen ist, ist ein Problem der Homöopathie. Nicht der Kritiker.

#50 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

@ Dr. Ulf Rieker

Es liegt in der Arbeitsweise der Homöopathie, dass sich Behandler und Behandelte nur allzu gerne selbst täuschen. Man nennt das performative Täuschung.
Im Übrigen argumentieren Sie exakt nach dem Schema meines Beitrages #5.
Die Wunder in Wallfahrtsorten haben sich auch über mehrere Generationen von Wallfahrtspfarrern lang ereignet.
Die Art und Weise, wie sie ihre Arbeit verteidigen, hat Robert Musil unter “höherer Dummheit” beschrieben.

https://glarean-magazin.ch/tag/robert-musil/

#49 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

Schon längst ist die Homöodenke überall anzutreffen. [Kommentar wegen werblichen Inhalts gekürzt.]

#48 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

@Gast (Schöpfer des Beitrags #38)

Ihre Worte: “Ist aber auch egal, ich verwende sowieso nur entweder Urtinkturen oder maximal D4.”

GastX (Beitrag#7) hat ja schon gezeigt, dass es mit der Durchdringung der Naturwissenschaften nicht so weit her ist unter Homöopathen (es sei denn, GastX hätte sich mit Absicht “dumm” gestellt), dass aber Sie auch noch so wunderbar demonstrieren, wie Homöopathen selbst an der Durchdringung ihres Verfahrens voll umfänglich scheitern, zeigt doch, wie notwendig die Kritik an Schaumschlägern mit Zuckerkügelchen ist.

Angesichts Ihrer Verordnungspraxis bleibt nur zu hoffen, dass Sie wenigsten das besonders toxische Gedöns sowie die Kanzerogene oder Allergene aussortiert haben.

#47 |
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Dr. Ulf Riker
Dr. Ulf Riker

Seit 25 Jahren frage ich mich fast täglich, ob das eigentlich sein kann (und darf!), was ich als Internist und klassisch homöopathisch arbeitender Arzt bei meinen Patientinnen und Patienten im Rahmen homöopathischer Therapie beobachten kann. Ob es wirklich “nur” die Gespräche sind; warum bei “ungläubigen” Patienten die Kügelchen manchmal überraschend wirken, bei “gläubigen” Patienten aber immer wieder auch nicht; ob ich träume; ob ich zu denjenigen Ärzten gehöre, die Herr Edzard Ernst als “hinrissig” und “geldgierig” (Besten Danke für diese kollegiale Einschätzung!) bezeichnet (nebenbei: mit einer rein internistischen Praxis könnte ich wesentlich mehr Geld verdienen, Herr Professor!); ob es irgendwelche Erklärungsmodelle für das Beobachtete gibt; wann endlich die Studie erstellt wird, die auch die schärfsten Kritiker überzeugen könnte; warum Homöopathie mehr als 200 Jahre überlebt hat, wenn doch alles nur “Globuli-Geballer” ist; ob ich seit 25 Jahren nur leichtgläubige, suggestible, unkritische oder überhaupt gesunde Patienten behandelt habe; ob ich mir und meinen Patienten permanent “in die Tasche gelogen” habe usw. … lauter (selbst-) kritische Fragen aus der Praxis! Aber wenn ich schon beim Fragen bin: woher kommt eigentlich der destruktive Zynismus der Herren Aust et al., die mit ihrem missionarischen Eifer (und vermutlich allzu viel Freizeit!) alles dran setzen, etwas kaputtzureden und in den Dreck zu ziehen, was Menschen in allen – reichen und armen! – Teilen der Welt täglich hilft auf dem Weg zur Gesundheit? Ja, es gibt auch unter Homöopathen – ebenso wie in der akademischen Medizin! – Scharlatane, Traumtänzer, Fehlleistungen und Situationen, wo die Grenzen einer Methode zu Lasten des Patienten aus dem Blickfeld geraten sind. Und es gibt in nicht geringem Umfang Todesfälle unter – “studiengestützter”! – schulmedizinischer Behandlung. Alles schlimm genug! Aber es gibt auch Therapien in der Onkologie, wo der Benefit für Patienten im Bereich von Tagen liegt bei gleichzeitig miserabler Lebensqualität und immensen Kosten, es gibt multiresistente Keime durch leichtfertigen Antibiotikaeinsatz, es gibt Werbung in der Nahrungsmittelindustrie, durch die bei Kindern bereits der Boden für ihre spätere Zuckerkrankheit gelegt wird … lauter Bereiche, wo laut Einspruch erhoben werden müsste, wo sich jeder mediale und persönliche Einsatz lohnen würde, um gravierende Fehlentwicklungen im Fokus der Gesundheit zu verhindern, wo “ehrenamtlicher” Einsatz hilfreich wäre, um Menschen aufzuklären! Liebe Kritiker und Skeptiker – mit ein bisschen oder meist überhaupt keiner Praxiserfahrung in der Integration von akademischer und homöopathischer Medizin -: bleiben Sie doch “auf dem Teppich”, halten Sie mal inne und überlegen Sie sich, wie viel billige Verunglimpfung und Zynismus die Patientinnen und Patienten (und ihre Ärztinnen und Ärzte!) verdient haben, welche die Homöopathie als ihre Heilmethode gewählt haben, weil sie ihnen – subjektiv und objektiv! – hilft und immer wieder geholfen hat, Studien und deren Interpretation hin oder her! Oder wollen Sie tatsächlich – ähnlich Johnson und Farange et al. – den “Homöoexit” erzwingen? Brauchen Sie das für Ihren Narzissmus tatsächlich? Und wer – wenn es Ihnen denn gelänge – ginge von Ihnen dann als erster von Bord, wenn das Schiff zu sinken begänne? Glücklicherweise hat die Homöopathie schon manchen Sturm überstanden! Sie wird auch diesen Sturm überstehen, weil Menschen in Krankheit und Not es brauchen und einfordern! Und weil homöopathische Einzelmittel wirken, auch wenn das für unser Großhirn noch immer nicht zu fassen ist!

#46 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

[Kommentar wurde wegen unangemessener Länge von der Redaktion gelöscht.]

#45 |
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Groucho
Groucho

Vielleicht eine gut ergänzende Polemik zum Thema:

https://blog.psiram.com/2016/03/homoeopathie-oder-der-wahnsinn-in-zeiten-der-moderne/#more-17460

Liebe Homöopathen, macht halt euer Ding. Man darf an alles glauben, aber hört endlich auf, unter den Mantel der Wissenschaft kriechen zu wollen.

#44 |
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Gast
Gast

unser Kater bekommt Globuli er glaubt ganz fest daran und wir haben ihm das auch immer so eingesagt — deshalb wirken sie ganz besonders gut bei ihm.

#43 |
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Gast
Gast

Es lohnt nicht Kommentare abzugeben.
Die Naturwissenschaften können schon etwas mit der Homöopathie anfangen, die Naturwissenschaftler leider nicht.

#42 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

Mir ist ein Fehler unterlaufen: Mein Anmerkungen (Beitrag #36) richteten sich an den Gast, der Beitrag #7 verfasst hat – keineswegs aber an Gast 3.

Tut mir leid, es ist aber auch ein wenig verwirrend mit den ganzen Gästen hier.

#41 |
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Udo Endruscheit
Udo Endruscheit

@Gast, Post #37

Bedauerlich, dass wir hier nach so vielen ernsthaften Beiträgen auf dem Niveau von Witzemachern angekommen sind. Wenn Sie das für einen Beitrag halten, der positive Werbung für Homöopathie macht, dann bitteschön.

Das Argument “234 654 Wissenschaftler können nicht irren” – geschenkt.

Dr. Berndt hat ja schon etwas zu dem Begriff Wahrnehmungsstörungen gesagt.
Und ja, ich würde schon sagen, Leute, die dem Therapeuten ihre Scheckkarte samt PIN-Nummer reichen, die haben eine Wahrnehmungsstörung. Auf jeden Fall. Kennen Sie welche? Adresse, Telefon?

“Nach dem hypnotischen Anamnese-Gespräch mit dem Homöopathen setzen sie lebenserhaltende Medikamente ab, sagen OP – Termine ab …” – wollen Sie ironisch ausdrücken, das gebe es nicht? Die gibt es, jeder einzelne davon ist zu viel. Die können auch hier nicht mehr mitdiskutieren. Die liegen nämlich meist auf dem Friedhof.

Ihrem Beitrag fehlt Witz und Ironie, er enthält allenfalls einen kleinen Hauch Zynismus. Sachinhalt – siehe oben.

#40 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

@ # 37

Selbsttäuschung ist keine Wahrnehmungsstörung!
Und bei dem Thema Werbung, darf ich anmerken, dass es geradezu das Kennzeichen der Homöopathiewerbung offen und versteckt die Konkurrenz und ihre Mittel schlecht zu machen. Eine Arbeitsweise der Scharlatane seit Jahrhunderten.

Es begann schon seinerzeit mit dem Begriff Buchmedizin , der vom Homöopathen Fischer durch “Schulmedizin” ersetzt wurde. Das Bemühen dahinter war einfach das Lächerlichmachen der Konkurrenz.

Es gibt keine Diskussion , wo nicht über die Mittel der Medizin unqualifiziert hergezogen wird. Mit Begriffen wie Chemokeule, Apparatemedizin, Reperaturmedizin, Krankheitsmedizin etc. wird gegen Medizin Stimmung erzeugt. Der Medizin wird unterstellt Krankheiten nicht ursächlich behandeln zu wollen. Medizin wird gleichgestellt mit unkontrolliert Tabletten besonders Antibiotika zu verschreiben . Selbstverständlich müssen sich konventionelle Mediziner gefallen lassen, ausschließlich kommerziell zu handeln.

http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/109-homoeopathie-hilft-als-ritual

http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/104-neu-der-mir-hat-die-homoeopathie-aber-geholfen-fehlschluss

http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/80-medizin-und-homoeopathie-warum-beides-nicht-geht

#39 |
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Gast
Gast

Ganz grundsätzlich bin ich auch gegen Homöopathie, auch wenn ich mich damit in den Reihen meiner Kollegen (Apotheker und Heilpraktiker) nicht besonders beliebt mache.
Es kommt aber auch auf die Potenz an.
Bis D6 meine ich mich erinnern zu können, dass Wirkstoff nachgewiesen werden konnte.
Ist aber auch egal, ich verwende sowieso nur entweder Urtinkturen oder maximal D4.

#38 |
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Gast
Gast

Es ist immer wieder köstlich!
Homöopathie-Patienten (darunter Psychologen, Mediziner, Wissenschaftler,…) sind also leicht suggestibel, leiden unter Wahrnehmungsstörungen und können die Wirkung eines Gesprächs nicht von der Wirkung eines Mittels unterscheiden?

Nach dem hypnotischen Anamnese-Gespräch mit dem Homöopathen setzen sie lebenserhaltende Medikamente ab, sagen OP – Termine ab und reichen dem Therapeuten ihre Scheckkarte samt PIN-Nummer? Soso.

Haben Sie vielen Dank für Ihre amüsante Darstellung von unmündigen Bürgern, Ihre Aufmerksamkeit und Ihre unermüdliche Negativ-Werbung zur Homöopathie! Negativ-Werbung ist eben auch eine Form von Werbung. Weiter so! ;) Hahaha

http://homoeopathie-tv.com/patientenerfahrung-homoeopathie-bei-migraene-kopfschmerzen/
http://homoeopathie-tv.com/patientenerfahrung-homoeopathie-bei-blasenentzuendung-zystitis/
http://homoeopathie-tv.com/patientenerfahrung-homoeopathie-bei-ms/

Weitere Erfahrungsberichte von Patienten:
http://homoeopathie-tv.com/category/beitraege/erfahrungsberichte/

#37 |
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Ulli Maas
Ulli Maas

@Gast 3

Whoww, Gast 3, die Übertragung von Informationen per Radiowellen ist Ihnen also deswegen ein mehr oder weniger großes Mirakel, weil Ihnen ein “Trägermedium” dabei fehlt. Habe ich Sie da richtig verstanden?

Dann sind die Mikrowellen, die Sie in der Praxis (ich nehme es einfach mal an) zum Durchwärmen verspannter Muskelpartien einsetzen, wohl ebenfalls ein im Grunde unerklärliches Phänomen, ähnlich wie auch die Röntgenbilder, die Sie zum Zwecke der Diagnose hoffentlich zu Rate ziehen?

Wissen Sie was, Gast 3? Ein derart eklatantes Wissensdefizit, auch noch vorgetragen als Mediziner, nehme ich Ihnen nicht ab.

(Wäre es tatsächlich vorhanden, müßte man ernsthaft darüber nachdenken, wie es passieren konnten, dass man Ihnen die für Ihre Profession notwendigen Fähigkeit attestierte.)

Ich behaupte, dass Sie Ihren Nimbus Ihres Berufsstands, nämlich hochklassig ausgebildete, mit umfassenden naturwissenschaftlichen Kenntnissen versehene Experten zu sein, mißbrauchen, um einer blindgäubigen Laiengemeinde “einen vom Pferd” zu erzählen.

Dass Sie sich für dieses Verhalten schämen, ist nicht zu erwarten – wer nimmt schon ernsthaft eine ethische Grundhaltung bei Schwindlern, Fälschern oder Scharlatanen an?

Aber muss es tatsächlich ein so dämliches Beispiel sein, um Ihren Anhängern eine Rechtfertigung für den Glauben zu liefern, dass es sei nur noch eine Frage der Zeit sei, bis hochqualifizierte homöopathische Forscher endlich das Grundproblem des unplausiblen Phantasieproduktes „Homöopathie“, mit nobelpreiswürdigen Erkenntnissen lösen würden?

Könnten Sie sich nicht wenigstens die Mühe machen, wie beispielweise Walach mit seinen verschränkten Quanten, irgendeine unterhaltsame Idee vorzustellen, anstatt mit Ihrer intellektuelle Bankrotterklärung vom unerklärlichen Funktelefon hausieren zu gehen?

Ist das zuviel verlangt?

#36 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

Homöopathiewerbung immer wieder!

Homöopathie ist in Österreich sehr beliebt
http://www.ptext.net/nachrichten/homoeopathie-oesterreich-beliebt-1112982

#35 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

“Das Globuli-Geballer geht weiter” Dieser Titel zeigt, welchen Stellenwert das Problem in der medizinischen Berichterstattung einnimmt, wenn man mal von reiner Fachliteratur absieht.

Hier wird für das Publikum eine Schauschlacht zur Unterhaltung eröffnet. Damit wird verdeckt, wie ungleich doch die Positionen sind. Die Auseinandersetzung mit der Homöopathie ist kein Unterhaltungsspektakel, dessen Ausgang beliebig ist.

Es geht hier, um die grundsätzliche Frage, ob es statthaft ist, hinter gesicherte Erkenntnisse zu Gunsten vorwissenschaftlicher und abergläubischer Ansichten zurückzutreten.

Und es zeigt sich, dass 300 Jahre nach der Aufklärung naturwissenschaftliche Erkenntnisse, die bewährt und erprobt sind, einfach durch Werbung und durch Ausnutzen von psychologisch verständlichen Verhaltensweisen geschäftstüchtig ausgehebelt werden dürfen.

Die Arbeitsweise der Homöopathie begünstigt extrem die Selbsttäuschung aller Beteiligten. Das ist leider nicht bis in die Redaktionen vorgedrungen. Dazu kommt noch die Macht des Marketing. Es gibt keinen auch noch so absurden Blödsinn, der nicht vermarktet werden darf und kann.

Und sonstigen wir heute vor der Tatsache, dass die Homöopathie unter Frauen und Müttern mit ihren Kindern am weitesten verbreitet ist. Das ist mit den Hebammen die Zielgruppe der Homöopathieindustrie.

Und was ist Beitrag der Homöopathie in der Frauen- u. Kinderheilkunde?
Welche medizinischen Erkenntnisse verdanken wir der Homöopathie? Welche Krankheiten hat die aufgeklärt? Der Beitrag zu unserem heutigen Standard ist null. Stellen sie sich vor, es gäbe keine moderne Medizin. Es ist nicht unvorstellbar!

#34 |
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Gastin
Gastin

@Sabine Riekert

Meine schwere Allergie ist nach Jahren einfach verschwunden.
Warum?
Ich konnte nur Akutmittel nehmen, nahm auch diverse “alternative”, “natürliche” Mittel.
Was hat mir geholfen?
Die bösen PharmamafiaChemiekeulen oder die sanften Naturmittel?
War es ein Mittel, oder Kombinationen davon?
Warum nach x Jahren und nicht früher?
Was ist mit meinem Körper sonst in dieser Zeit geschehen?
Waren es die Lebensumstände, die meine Allergie zum Verschwinden brachte? War es der Urlaub in Asien oder der in Skandinavien? Ich begann in dieser Zeit meine Vorliebe für Oliven, Kartoffelchips und Butterfisch zu entwickeln. Da ist sicher was dran!

Ich weiss es nicht und Sie können es auch nicht wissen.
Jene die mir alternative Mittel empfohlen hatten, waren davon überzeugt, dass deren jeweils empfohlenes Mittel geholfen hat. Das ist Beliebigkeit. Denn Zeit, Lebensumstände und andere Mittel werden bei dieser Betrachtung ausgeblendet.

Was denken Sie würde ich hier eventuell mit vollster Überzeugung schreiben, wenn ich in einem Frühjahr erkenne, ich habe keine Allergie mehr – und im Winter davor begonnen hätte Globuli zu nehmen (oder Kartoffelchips)?

Womöglich daselbe wie Sie.

#33 |
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Gast
Gast

Liebe Frau Rieker
Asthma hat bei Kindern eine erstaunliche Dynamik und verschwindet dazu in über 90% der Fälle von ganz alleine bis zur Pubertät.
Wie also wollen Sie sicher sein, dass es sich bei Ihrer Tochter um eine Verbesserung durch die Homöopathie handelt?!

#32 |
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Thanks, Herr Endruscheit!
Wenn das keiner versteht…

#31 |
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Udo Endruscheit
Udo Endruscheit

Liebe Sabine Riekert, seien Sie mir nicht böse, aber Sie sind der klassische Fall einer völligen Fehldeutung der Folgen einer homöopathischen “Behandlung”.
An erster Stelle muss die Frage stehen, wer und mit welchem genauen Ergebnis bei Ihrer Tochter Asthma festgestellt hat und welche Symptome wie oft und in welcher Intensität aufgetreten sind. Diese Angabe bleiben Sie zunächst einmal schuldig.

Was das “Ganzheitliche” -der Methode und der Anwendung durch die Ärztin- angeht, so verweise ich der Einfachheit halber einmal auf das Informationsnetzwerk Homöopathie. Ich sehe, dass Sie sich für das Thema ernsthaft interessieren, bitte nehmen Sie auch die anderen Informationsangebote dort wahr; es handelt sich dort um ein unabhängiges Portal für Patienten:
http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/139-argument-homoeopathie-ist-aber-eine-ganzheitliche-methode-im-unterschied-zur-schulmedizin

Sie berufen sich auf die Abwesenheit des Placeboeffekts, weil Sie ihrer Tochter die Globuli “heimlich” unter das Essen mischen? Täuschen Sie sich nicht. Kinder sind hoch aufmerksam, was die Dinge betrifft, die Erwachsene mit ihnen anstellen. Sie waren doch auch unter hohem Aufwand mit Ihrer Tochter bei der ganzheitlichen Ärztin? Meinen Sie, das sei ohne psychologischen Effekt bei Ihrer Tochter geblieben? Hauptauslöser des Placeboeffekts ist ja durchaus nicht unbedingt die Mittelgabe, sondern eher das therapeutische Gespräch! Und meinen Sie, Ihre Tochter würde nicht ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen, dass Sie erst mit ihr bei der Ärztin waren und dann nicht mehr darauf zurückkommen? All das verhindert keineswegs einen Placeboeffekt, sondern fordert ihn fast heraus.

Die Globuli haben keine spezifische Wirkung, da bin ich mir mit der überwältigenden Mehrheit der medizinischen Wissenschaft weltweit einig. Wie auch immer die spezifischen Zusammenhänge in Ihrem speziellen Fall sein mögen – auf die Globuligabe ist das Ausbleiben von Asthmasymptomen ganz sicher nicht zurückzuführen. Sie stellen den zu einfachen Zusammenhang „Globuli gegeben – danach Symptome weg – Globuli haben geholfen“ her. Man nennt dies den post-hoc-ergo-propter-hoc-Fehlschluss. Das bedeutet, dass man einfach einen Zusammenhang zwischen einem voraufgegangenen und einem danach eingetreten Ereignis herstellt, ohne dass ein Zusammenhang belegt ist. Im Grunde ist das so wie mit den Störchen und den Babys. Auch hierzu finden Sie Näheres beim Informatiosnetzwerk Homöopathie:
http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/104-neu-der-mir-hat-die-homoeopathie-aber-geholfen-fehlschluss

Bitte tun Sie mir den Gefallen und seien Sie um die Gesundheit Ihrer Tochter kritischer besorgt. Asthma bronchiale beispielsweise ist keine Erkrankung, mit der zu spaßen ist, erst recht nicht im Kindesalter. Gehen Sie zu einem neutralen Arzt und lassen Sie das Mädchen durchchecken! Und ggf. behandeln.

Ein Wort noch zu Ihren etwas polemischen Schlussbemerkungen,die ich Ihnen selbstverständlich nicht übel nehme. Zunächst einmal ist die Homöopathie ein Millionengeschäft. Die Gewinnspannen beim Verkauf von Globuli und homöopathischen Lösungen sind gigantisch, denn die Rohstoffe kosten fast nichts, die Herstellung erfordert nur einfache Standards und vor allem, die homöopathischen Präparate sind mit keinerlei Forschungs- und Entwicklungskosten belastet. Kurz gesagt: DIe Homöopathie ist ein glänzendes Geschäft.

Und was die Windrichtung betrifft, die die Kritiker antreibt: Im Gegensatz zu mit erheblichen Budgets ausgestatteten Lobbyvereinen zur Propagierung der Homöopathie wie der Carstens-Stiftung zum Beispiel sind so gut wie alle derzeit in der Kritikerszene Tätigen Ehrenamtliche. Weil sie es einfach nicht ertragen können, dass der ratsuchenden, aber gutgläubigen Bevölkerung mit immer mehr Propagandaaufwand wirkungsloses Zeug für teures Geld aufgeschwatzt wird.
Die Carstens-Stiftung lädt Medizinstudenten großzügig zu Informationsveranstaltungen ein, einschließlich Fahrt, Kost und Logis. Die Homöopathiekritiker opfern ihre Freizeit, private Geldmittel und benutzen den privaten Computer, um sich Gehör zu verschaffen. So sieht es aus. Wo ist hier David, wo Goliath? Ich warte immer noch auf den Scheck der Pharmaindustrie… Nein, Unsinn natürlich. Ich sitze hier und gebe mir aus freien Stücken Mühe, ein wenig ehrliche Überzeugungsarbeit zu leisten.

Liebe Frau Riekert, Sie gehören zu der Zielgruppe, denen wir mit Aufklärung helfen möchten. Bitte wägen Sie noch einmal kritisch ab, was ich Ihnen hier geschrieben habe.

Und für Ihre Tochter, der ich von Herzen Gesundheit und alles Gute wünsche, habe ich auch noch eine Empfehlung, nämlich die Seite vom schlauen Susannchen:
https://www.facebook.com/susannchenbrauchtkeineglobuli/

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

#30 |
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MX
MX

“Ich mische ihr die Kügelchen jetzt seit einem halben Jahr heimlich ins Essen”

Wenn Ihre Tochter das liest, wird das das familiäre Vertrauensverhältnis sicher stärken. Eine Mutter, die mich vielleicht auch vergiftet, wenn sie es für richtig hält, möchte ich nicht haben. Oder stimmt Ihr Name so wenig wie diese Geschichte?

“Und jetzt braucht mir niemand mit Placeboeffekt kommen, denn der könnte ja nur wirken, wenn meine Tochter weiß, dass sie etwas einnimmt!”

Meinen Sie? Er wirkt schon, wenn Ihre Tochter sieht, wie gelassen sie plötzlich sind.

#29 |
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:-))
Ihre Tochter ist schlauer, als Sie denken.
Ich würde Tränen lachen, wenn sie die komischen Kügelchen wieder ausspucken würde.
Für wie dämlich halten Sie eine 9-Jährige? Oder andersrum…
Wenn Homöopathie wirkt, müssten Sie tot umfallen, wenn Sie einen Schluck Wasser des Mittelmeeres schlucken, angesichts dessen, was all die Kreuzfahrtschiffe dort ablassen. Das hat eine ähnliche Verdünnung wie Homöopathika.

#28 |
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Sabine Riekert
Sabine Riekert

Meine Tochter (9 Jahre) leidet seit gut einem Jahr unter Asthma. Da wir sie nicht gleich der schulmedizinischen Chemiekeule unterwerfen wollten, sind wir mit ihr zu einer ganzheitlichen Ärztin gegangen.
Diese hat sich wirklich sehr viel Zeit für unsere Tochter genommen und ihr dann ein homöopathisches Präparat verschrieben.
Da meine Tochter aber, schlau wie sie ist, keine Pillen und Tabletten mag, weigert sie sich auch dieses Präparat zu nehmen.
Ich mische ihr die Kügelchen jetzt seit einem halben Jahr heimlich ins Essen – das Asthma ist weg!
Und jetzt braucht mir niemand mit Placeboeffekt kommen, denn der könnte ja nur wirken, wenn meine Tochter weiß, dass sie etwas einnimmt!
Die Wirkung der Homöopathie ist damit für mich eindeutig belegt. Und wenn ich mir die Preise von dem Präparat von meiner Tochter anschaue und vergleiche, was schulmedizinische Asthma-Chemie kostet, ist auch klar, woher der Wind der Kritiker weht…..

#27 |
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Pa.Mi
Pa.Mi

Ist das tatsächlich so, dass Patientenbefragungen (mit standardisierte Fragebögen und Interviews) als Wirksamkeitsbelege herangezogen werden? Das stünde methodisch auf so dünnem Eis, so bescheuert können doch keine promovierten Ärzte sein, diese als Wirksamkeitsbelege anzugeben. Gibt es eine Internetquelle, unter der die Gesamtheit der Studien (umfänglichst) zu Homöopathie, die auf Befragungsmethoden basieren, abrufbar sind? Ich sage schon mal vielen Dank für Hinweise!

#26 |
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TeslaDriver
TeslaDriver

“Hoch potenzierte Arzneimittel” sind eben reiner Zucker. Deswegen ist sämtliche “Forschung” an diesem sinnlos und überflüssig.

Wie kann man sich nur so lächerlich machen und an so einem Unfug “forschen” wollen?

#25 |
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Gast
Gast

Ho

#24 |
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Homöopathie: ich pisse in Frankreich in den Atlantik und in Amerika wird ein Schwimmer gesund.

#23 |
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Gastin
Gastin

Fr.Dr.Löffler: “…wenn Homöopathie im klassischen Sinne nach Hahnemann praktiziert wird, dann ist sie 100% Patienten-individuell und entzieht sich somit per se jeder Form einer echten klinischen Studie”

Immer wieder ein guter Lacher. Aber kaum kommt eine Studie mit einem guten Ergebnis für die H. daher, vergisst die H. diesen Einwand.
Und wird so eine Studie zerlegt, vergisst die H. sogleich wieder, sich je darauf berufen zu haben oder ignoriert die Widerlegung der Studie.
Genial!

#22 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

@Lothar Dietwald
Ironie erfordert einen gewissen IQ .

Ich versuche in diesem Beitrag, das Muster klassischer Argumente für die Homöopathie zu zeigen.

#21 |
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Manfred Lothar Dietwald
Manfred Lothar Dietwald

ad 5: ) Seit Hahnemann sind mehrere Millionen Reinsubstanzen, Kräuter, Mineralien und Isotope entwickelt und entdeckt worden. Und Sie behaupten allen Ernstes fortschrittlich und zukunftweisend mit Ihrer Theorie zu sein? !

#20 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

# 15 Gast 3

Ihr Kommentar ist wirklich hervorragend!

#19 |
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Susanne A.
Susanne A.

@Dr. Birgit Löffler:

Wenn man bedenkt, dass für Homöopathika der Verbraucher am Ende ca. 800,– Eur für das Kilo Zucker bezahlt, ist das allerdings hochpreisig. Sie wollen doch nicht im Ernst die Herstellung dieser Mittelchen mit geprüften und zugelassenen Medikamenten vergleichen – die das gesamte Procedere durchlaufen, dem sich die Homöopathie-Hersteller durch geschickte Lobby-Arbeit, die im Binnenkonsens gipfelt, entziehen können?

Es ist nicht nur die Erstanamnese, die sich mit ca. 200,– niederschlägt, sondern es sind auch die ganzen Folgegespräche, die bezahlt werden müssen; sei es durch den Patienten privat oder, was noch viel dreister ist, durch die Krankenkassen, die das zum Teil oder ganz erstatten.

Wenn ein Patient keine wirksamen Medikamente braucht, sondern lediglich Zuwendung und Gespräche, so kann er dies viel sinnvoller und preiswerter im Freundeskreis oder bei einem in psychologischen Feld ausgebildeten Spezialisten finden.

Wie viel Zeit durch solche “Behandlungen” mit Scheinpräparaten vertan wird, in welcher eine sinnvolle Behandlung unterbleibt, steht auf einem anderen Blatt. Auch hier bedeutet dies den Kostenfaktor durch den homöopathischen Arzt oder Heilpraktiker – und zusätzlich den gesamten Behandlungsaufwand in der Klinik, wenn sich zeigt, dass sich beispielsweise eine bakterielle Lungenentzündung halt doch nicht mit wirkstofflosen Placebos hat beeindrucken lassen und der Patient sich am Ende auf der Intensivstation wiederfindet, wie unlängst im Bekanntenkreis geschehen.

Und last noch least: Was für eine Verschwendung von Geldern für absolut überflüssige Globuli, die von gutgläubigen Müttern ihren Kindern bei jedem Wehwehchen angedreht werden – Nichtigkeiten, die sowieso von allein wieder vergehen. Kein Kind braucht Globuli! Ein Kind sollte lernen, dass ein blauer Fleck von allein nach ein paar Tagen weg ist, dass es ein Immunsystem besitzt. Stattdessen wird von dieser Branche aus gesunden Kindern ein Heer von kleinen “Patienten” gezüchtet, die kaum noch eine Prüfungssituation ohne Globuli oder Bachblüten antreten können. Hoffentlich schiebt der Gesetzgeber irgendwann diesem Gebahren endlich einen Riegel vor – denn nun ist es schon so weit, dass die Homöopathie nicht nur für Bagatellen eingesetzt wird (hilft nichts, schadet aber auch nichts) – sondern allen Ernstes auch immer öfter auch für schwerste Krankheiten beworben wird. Da ist Schluss mit lustig! Hoffentlich begreifen dies auch die Verantwortlichen in Politik und Gesundheitswesen irgendwann.

#18 |
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Skeptikus
Skeptikus

zum Post Nr. 7.

Gehen Sie mal davon aus, dass Ihre Hypothese auf Selbst- und Fremdtäuschung beruht. Es zahllose Erklärungen gibt, warum SIE den Eindruck haben, das Homöopathie hilft. Bleibt der Erfolg aus, war es noch nicht das richtige Mittel ;-)))))) Köstlich, Homöopathie ist also nicht widerlegbar?

Welchen Beleg würden Sie akzeptieren und so erkennen können, dass Sie sich geirrt haben? Logik? Hilft nicht. Metastudien? Werden zurecht gedeutet. Physik- und Chemie-Grundlagen führen zu keiner Irritation….weil zwischen Himmel und Erde ;-) Ich bin gespannt, oder ist es nicht möglich, dass Sie sich irren? Weil Ihre Erfahrung Ihnen das zeigt? In der medizinisch vorwissenschaftlichen Zeit, galten Erfahrungen auch als das A und O ordentlicher Heilkunde….aber mit welchen Folgen? Unzählige Tote durch Aderlass bspw., weil man von falschen Tatsachen ausgegangen ist.

Handystrahlung sieht man ja auch nicht? Das ist zwar Homöopathielogik mit falschen Analogien zu arbeiten, aber zeigt doch, welch unwissenschaftliches Denken dahinter steckt. Hier mal ein Grundlagenartikel: http://www.weltderphysik.de/detektor/physik-pur/wie-funktioniert-telefonieren-die-physik-des-mobilfunks/

Ansonsten ist es kein Argument, dass man ja noch nicht weiß, was es alles so gibt. Wie unterscheiden Sie denn gute von schlechten und richtige von falschen Ideen? Homöopathie kann in methodisch sauberen Studien nicht überzeugen.
Das ist der Stand der Wissenschaft. Nein, auch pharmaunabhängige Wissenschaftler sehen das so.

Vielleicht gibt es Einhörner und Elfen und vielleicht auch den lieben Gott, aber es gibt Vieles, was historisch seine Rolle hatte, aber in die Mottenkiste der Geschichte gehört.
– Aderlass bei allen möglichen Krankheiten
– Graphologie und Phrenologie als Charakteranalysetool
– Astrologie als Blick in die Persönlichkeit oder das Schicksal

und ganz bestimmt die 200 Jahre alte Homöopathie, die
– weder belegen kann dass sie besser als Placebo wirkt
– noch ein plausibles Modell oder eine Theorie liefern kann, warum etwas stärker wirken sollte, wenn es verdünnt (potenziert) wird.
– nicht erklären kann, warum nicht auch die anderen Reststoffe im Alkohol mit potenziert werden?
– an Magie glauben “Ähnliches mit Ähnlichem”
– die die Erkenntnisse aus der Psychologie (Kognitive Täuschungen, Confirmation Bias, Kognitive Dissonanz etc.) ignorieren oder leugnen
– die unbedingt mal das Buch: http://www.spektrum.de/rezension/schnelles-denken-langsames-denken/1192274 lesen sollten

Es ist wirklich interessant, dass Erfahrungen sooooo starke Empfindungen auslösen, dass man nicht mehr davon loslassen kann, weil man sonst ein Weltbild, seine Persönlichkeit, sein Selbstbild, was auch immer zu stark beschädigen würde…

Ein Ansatz der also empirisch widerlegt bzw. nicht bestätigt wurde und gegen die Naturgesetze verstößt. Willkommen im Märchenland.

#17 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

Und so dominiert die Homöopathie das Internet.

http://www.lifeline.de/homoeopathie/expertenwissen/wirksamkeit-studien-id155952.html

http://www.pressetext.com/news/20160706007

http://www.brigitte.de/horoskop/sternzeichen/astrologie–die-beste-homoeopathie-fuer-euer-sternzeichen-10147272.html

Das alles ist Homöopathie. So wird dieser Aberglaube täglich beworben.
Gehen sie in irgend eine Buchhandlung und schauen Sie ins Regal Gesundheit.
Drei Viertel der angebotenen Literatur ist alles andere als seriös. Esoterik quillt aus den Regalen.

#16 |
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Gast3
Gast3

Verehrter Gast1, das ist doch alles nicht Ihr Ernst? Wir leben im 21. Jahrhundert!
Sie konzentrieren sich in ihrem Kommentar wesentlich auf zwei Dinge.

Erstens: Auf platte Behauptungen, insbesondere die, dass Ihre persönliche Erfahrung belege, dass die Homöopathie wirke. Das kriegt man ja immer wieder zu hören. Davon wird es aber nicht besser, denn ein Wirkungsnachweis kann nicht auf Erfahrungen individueller Art aufbauen, auch dann nicht, wenn diese jahrzehntelang niedergeschrieben worden sind. Es bleiben kontextlose “Erfahrungen” mit Meinungs- und Ausdeutungscharakter, geprägt durch bekannte Phänomene der Wahrnehmungspsychologie.

Genau diese wirken bei Ihnen deutlich, was man daran sieht, dass Sie solche “Erfahrungen” gleichsetzen mit wissenschaftlichem Nachweis, der wahrnehmungspsychologische Faktoren, falsch oder nicht berücksichtigte andere Ursachen für “Heilung” oder “Besserung” und dergleichen mit hohem Aufwand auszuschalten versucht. Daran ändert auch eine “Überhöhung” der Homöopathie zu einer hochkomplexen Methode nichts. Im Gegenteil, diese ist allenfalls Ausdruck einer fehlenden inneren Geschlossenheit. Wieso wachsen die Repertorien, die Symtomverzeichnisse ständig an? Klar, dass man für einen Überblick über einen derartigen Wust viel Erfahrung braucht, das bestreite ich nicht. (Stelle aber vor diesem Hintergrund gern mal die Frage, wie dann z.B. die immer und überall propagierte Selbstbehandlung mit Homöopathika zu bewerten ist?).

Dass es müßig ist, eine Schlacht über Studien und Metaanalysen zu schlagen – da stimme ich Ihnen zu. Soweit ich die Lage überblicke, sind es aber die Proponenten der Homöopathie, die immer mit neuen Studien bzw. neuen Interpretationen alter Studien anderen vor der Nase herumwedeln. Die Kritiker der Homöopathie legen doch keine Studien vor, in denen diese Methode widerlegt wird, sie zeigen nur immer wieder auf, dass die von den Exegeten Hahnemanns vorgelegten und immer wieder von links auf rechts und zurück interpretierten Studien eben keinen “hinreichenden” Nachweis für die Wirksamkeit der Methode liefern. Genau das ist doch das Thema auch dieses DocCheck-Beitrages hier! Insofern finde ich Ihre Aussage, die Kritik an der Homöopathie sei selbst hochgradig unwissenschaftlich, rein von der Logik her schon einigermaßen erheiternd.

Zweitens zeugen Ihre Ausführungen zu nicht-materiellen Wirkungen, mit der Sie wiederum für die Homöopathie in die Bresche springen wollen, wirklich von einer geradezu haarsträubenden “unwissenschaftlichen” -ich sag mal- Sichtweise. Das kann ja wohl nicht wahr sein und könnte wohl noch viel durchgreifender zurückgewiesen werden als in der kurzen Stellungnahme von Gast2. Entschuldigen Sie, aber das ist ja noch nicht einmal Esoterik, da würde sich ja jeder “Quantenheiler” unauffällig zurückziehen bei diesem Gleichnis vom Handy.

Noch ein Letztes. Sie machen zudem noch einen netten Nebenkriegsschauplatz auf, einen Strohmann, wie man so sagt. Klar gibt es in der evidenzbasierten Medizin (was soll “Schulmedizin” sein?) viele nachgewiesene therapeutische Wirkungen, deren Wirkmechanismus noch nicht oder nicht vollständig bekannt sind. Ein klassisches Beispiel ist das Schmerzmittel Paracetamol. Aber die Wirkungen sind nachgewiesen! Und zwar evidenzbasiert, nicht auf der Grundlage auch noch so vieler persönlicher “Erfahrungen”. Das qualifiziert diese Therapien und Mittel zur Teilhabe am evidenzbasierten Gesundheitswesen.

Was hat dagegen die Homöopathie nach Ihrem eigenen Eingeständnis aufzuweisen? Sammlungen persönlicher Erfahrungen. Warum schiebt die homöopathische Szene denn dauernd “Studien”, “Metaanalysen” und “Zusammenfassungen des Standes der Forschung” über den Tisch? Doch nur, weil sie versucht, die Wirkung ihrer Methode nachzuweisen, was nach den Gesetzen der Logik erst einmal Voraussetzung für die Untersuchung eines Wirkmechanismus wäre. Es gelingt ihr einfach nicht. Trotz aller Wortkünste, aller selektiver Wahrnehmung und Interpretation, es gelingt ihr einfach nicht. Wozu, frage ich, dann denn überhaupt Grundlagenforschung, wenn nicht einmal der Wirkungsnachweis an sich gelingt?

Deshalb ist es auch -nett ausgedrückt- irreführend, davon zu fabulieren, die “postulierte Informationsübertragung der Homöopathie” sei einfach noch nicht bekannt. Sie hat keinerlei Belege für sich, dafür die Naturgesetze gegen sich. Insofern gibt es keinen Grund, ihr hinterherzulaufen wie der Zweijährige dem Schmetterling. Kein Forschungsbereich irgendeiner Naturwissenschaft würde es der Mühe wert finden, einem Wirkungsmechanismus nachzuspüren, für den bisher nicht einmal eine Wirkung an sich nachgewiesen werden konnte.

Dies nur, Gast1, als Anregung für Sie, vielleicht doch noch einmal ihre so dezidiert vorgetragene Position zu überdenken. Übrigens, ich bin überzeugt von der Existenz von Bertrand Russells Teekanne. Leider können wir ihre Wirkung auf das Sonnensystem nicht nachweisen… würden Sie in Grundlagenforschung zu der Frage investieren, wie sie gleichwohl in ihre Umlaufbahn um den Jupiter gekommen sein mag?

#15 |
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Chemiker

Homöopathie hilft.
Genau so wie “Aua wegpusten”.
Nach dem selben Prinzip.

#14 |
  1
Gast
Gast

Man braucht nur das richtige Mittel, damit H. wirkt? Man braucht auch nur einmal einen richtigen Lottoschein, um reich zu sein. Nur dass es bei der H. dann trotzdem nicht am Mittel gelegen hat, sondern nur am Glück, also noch weniger als beim Lotto. Da braucht man Glück UND nen Lottoschein…

#13 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

Ach sowas, jetzt habe ich die Signatur nicht angepasst.
Ich bin ‘Gast’ aus Kommentar #11.

#12 |
  1
Gast
Gast

@ Dr. Skep (#2):

Sie fragen mit einigem Recht, wo denn der Patient in der Diskussion bliebe. Ich möchte eine Gegenfrage stellen: Wo bliebe er denn, wenn wir uns nicht zu Wort melden würden?

Es ist einfach so, dass die WissHom mit ihrem Forschungsreader den Patienten anscheinend Glauben machen will, dass die Behauptungen der Homöopathen zum Leistungsvermögen dieser Therapie wissenschaftlich fundiert seien. Dieser Fehldarstellung, wenn Sie so wollen, der Täuschung des Patienten, stellen wir uns entgegen.

Der Gesundheitsmonitor der Bertelsmann-Stiftung ist auch keine vollständige Erhebung, sondern berücksichtigt nur den Teil der Homöopathie, in dem Ärzte als Therapeuten tätig sind. Der ganze Bereich der Heilpraktiker und die Selbstmedikation auf Basis von Empfehlungen aus Bekanntenkreis und Internet wird nicht betrachtet.

Für die Besserung der Symptome, die sie zitieren, sind unterschiedliche Ursachen denkbar, darunter auch der oftmals angeführte Placebo-Effekt (dem nichts Negatives anhaftet), die Regression zur Mitte bei chronischen Erkrankungen (Sie sprechen von ‘Besserung’, nicht von ‘Heilung’), natürlicher Krankheitsverlauf bei selbstlimitierenden akuten Krankheitsbildern etc.

Wir wenden uns dagegen, dass aufgrund der Dokumentation behauptet wird ‘Die Studien zeigen: Die Homöopathie ist wirksam!’, wie der DZVhÄ das auf seiner Webseite tut. Wenn der in der Evidenzlage unkundige Patient so versteht, dass dies auch bei bedrohlichen Krankheitsbildern der Fall ist, dann könnten durchaus gesundheitliche Beeinträchtigungen daraus entstehen.

Soweit der Patient in unserer Position. Wo ist er bei denjenigen, die die Dokumentation unkritisch zitieren?

#11 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt
#10 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

Das Phänomen Homöopathie ist nicht bewiesen!
Eine Diskussion um mögliche Wirkungsmechsnismen ist Nonsense, weil es bis heute keine schlüssige wiederholte unabhängige Beobachtung einer kausalen Wirkung gibt. Alle Versuche diesbezüglich sind bis heute fehlgeschlagen.Der Nürnberger Kochsalzversuch von 1835 entsprach damals schon allen heutigen unabdingbaren Versuchsbedingungen.
Die Geschichte der Medizin ist mehrere Tausend Jahre alt und sie ist voll von Abertausenden unwahrscheinlichen skurrilen Heilanekdoten. Heilen, gezielt kann man erst seit mehr oder weniger 150 Jahren. Davor war weitgehend Finsternis.
Heilen war früher immer, immer mit Magie verbunden. Wir wissen dass dem Ritual, dem profanen und oder religiösen therapeutischen Schauspiel eine Wirkung zukommt. Aber diese Wirkung ist unspezifisch und lässt sich nicht reproduzieren. Tausende Wallfahrtsorte bezeugen diese Wirkung. Nur heute ist es nicht mehr statthaft , diese Wirkung in Ordinationen und Apotheken zu verkaufen.

#9 |
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Gast2
Gast2

Same procedure as every discussion: Das Handy, dass (das) Nichts erklärt

Homöopathika in mittleren und hohen Potenzen enthalten keine oder keine nennenswerten Mengen des Mittels, das auf der Verpackung angegeben ist. Braucht es auch nicht, sagen manche Befürworter der Homöopathie, schließlich sei es ein antiquiertes Weltbild, dass eine spezifische Wirkung an die Existenz von Materie gebunden sei. Siehe das Handy, das doch ganz offensichtlich ohne die Wirkung von Materie die Worte des Gesprächspartners wiedergibt.

Zweifelsohne findet keine unmittelbare Einwirkung anderer Teile auf das Handy statt, also etwa über eine Drahtverbindung. Aber die hier zugrundeliegende Vorstellung, Materie könne nur im direkten Kontakt mit anderer Materie zur Wirkung kommen, ist irrig. Tatsächlich kann Materie auch über große Entfernungen wirken, man denke nur an die Schwerkraft, die über riesige Entfernungen nicht nur unser Sonnensystem, sondern ganze Galaxien zusammenhält.

Ähnliches gilt auch für elektromagnetische Fernwirkungen, wenn ein Sender elektromagnetische Wellen aussendet, die von einem Empfänger empfangen werden können. Auch das ist eine auf Materie beruhende Wirkung, wovon man sich in einem kleinen Versuch mit einem älteren funktionstüchtigen Handy leicht selbst überzeugen kann:

Man nehme das Handy auseinander, entferne die Antenne und baue das Handy wieder zusammen. Wenn die Wirkung tatsächlich nicht an Materie gebunden wäre, müsste das Handy auch ohne die Antenne immer noch funktionieren, das heißt, man müsste damit ein Gespräch führen können.

Man wird feststellen, wie sehr die Funktion des Handys an das Vorhandensein von Materie in Form der benötigten Bauteile gebunden ist und dass es daher irrig ist, darin eine immaterielle Wirkung zu sehen. Man wird übrigens vergeblich nach einem Beispiel für eine immaterielle Wirkung suchen – solche Phänomene sind in der Naturwissenschaft unbekannt. Und auch für die Homöopathie ist die Behauptung einer immateriellen Wirkung falsch. Das “Argument” ist also keines.

http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/127-funktionieren-handys-nicht-auch-immateriell

#8 |
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Gast
Gast

Es ist müßig, weiterhin gebetsmühlenartig Pingpong zu spielen nach dem Motto “wer findet die besseren/schlechteren Studien und Metaanalysen”. Die Kritik an der Wissenschaftlichkeit der Homöopathie ist selber hochgradig unwissenschaftlich und es werden immer wieder die gleichen Argumente wiederholt und die gleichen Studien zitiert bzw. nichtzitiert.

Als Praktikerin mit schulmedizinischer Facharztausbildung und über 20-jähriger Homöopathie-Erfahrung kann ich nur sagen: die Homöopathie wirkt, auch über den allgegenwärtigen (ebenso in der Schulmedizin existenten) Placeboeffekt hinaus! Allerdings nur, wenn das richtige Mittel ausgewählt wurde. Eine signifikante Trefferquote (deutliche nachhaltige Besserung oder sogar Heilung schwerer chronischer Krankheiten) erfordert nicht nur eine solide Ausbildung, sondern auch jahrelange Erfahrung und eine saubere Systematik in der Anwendung. Die Homöopathie ist eine sehr komplexe Methode. Wer gerade in den Anfängerjahren nicht systematisch dranbleibt und auch bereit ist, aus Fehlschlägen (in den allermeisten Fällen durch falsche Mittelwahl bedingt) zu lernen sowie sich ein Leben lang fortzubilden, kann in der Tat zu dem Schluss kommen, dass die Homöopathie nicht wirksam sei.

Nur ein einziges Argument der Homöopathiekritiker will ich (mit einer alltagstauglichen und “unwissenschaftlichen” Erwiderung) aufgreifen: es könne ja nicht wirken, wo nichts drin sei. Wie kann man sich dann erklären, dass man per Handy und Smartphone heutzutage mannigfaltige Informationen übertragen kann ohne eine “Trägersubstanz” zwischen Sender und Empfänger?

Zwar gibt es für dieses Phänomen physikalische Erklärungen. Doch kann die Menschheit schon alle Phänomene im Universum erklären??? Doch wohl eher nur einen Bruchteil. Die postulierte Informationsübertragung per Homöopathie kann physikalisch noch nicht erklärt werden; das bedeutet allerdings nicht zwingend, dass sie nicht existent ist. Übrigens ist auch bei schulmedizinischen Medikamenten nur ein Teil der Wirkweise geklärt. Wie oft lese ich in der pharmakologischen Fachliteratur, dass dieser oder jener Effekt noch nicht wissenschaftlich erklärt werden könne. Dennoch wird das Medikament angewendet, teilweise zum Nutzen, aber nicht selten auch mit fatalen Folgen für Patienten oder Versuchspersonen.

#7 |
  34
Gast
Gast

Traurigerweise bin ich mir bei den bisherigen Kommentaren nicht sicher, ob das jetzt Sarkasmus oder grenzenlos verbohrter Fanatismus ist #5

#6 |
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Dr. Edmund Berndt
Dr. Edmund Berndt

Und die Homöopathie wirkt doch!

Wer bekennenden Homöopathen Dummheit vorwirft, verkennt die Situation. Ihre Denkleistung und Intelligenz sind überdurchschnittlich und sie sind trainiert im Argumentieren. Es wäre auch falsch und nicht ziemlich, einem Kardinal einfach Dummheit vorzuwerfen, der 300 Jahre nach dem Beginn der Aufklärung sich wieder an „wissenschaftlichen“ Gottesbeweisen versucht. Es sind die Homöopathen, die fortschrittlich und zukunftsweisend denken.

Eine weltweite „schulmedizinische“ Verschwörung will die Homöopathie vernichten. Die medizinische Wissenschaft hat die Homöopathie gefälligst nicht zu ignorieren sondern endlich Prüfmethoden zu ersinnen, um die Wirksamkeit wissenschaftlich zu beweisen. Die Naturwissenschaften haben der Homöopathie zu dienen und nicht umgekehrt. Ihre oberste Aufgabe ist es, objektive Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie zu finden und nicht mittels Metastudien die Homöopathie als Irrlehre oder gar als Aberglauben zu denunzieren.

Skeptiker und Wissenschaftler denken zu kompliziert. Sie behindern die Rettung der Menschheit vor „Schulmedizin“ und allen Übeln modernen Lebens. Mit naturwissenschaftlichen oder gar theoretischen Spitzfindigkeiten kann man nicht heilen. Homöopathie ist eine praktische Angelegenheit. Erkenntnisse der modernen aufgeklärten Naturwissenschaften in Biologie und Medizin haben daher in der wahren Medizin, und das kann eben nur die Homöopathie sein, keine Bedeutung.

Die Gegner der Homöopathie wissen grundsätzlich nichts über Homöopathie. Prof. Dr. Edzard Ernst, ausgebildeter Homöopath, bezeichnet die Homöopathie als wirkungslos. Das ist schlicht unmöglich. Der erfolgreiche Astronaut Neil Armstrong kann auch nicht behaupten, er hätte den Mond nie betreten. Einzig logisch ist, dass Prof. Dr. Edzard Ernst entweder nie richtig in Homöopathie ausgebildet wurde oder gar kein Diplom besitzt.

Die Gegner der Homöopathie sind schlecht oder nicht in Homöopathie ausgebildete Mediziner bzw. Laien. Sie verfügen nur über persönliche subjektive Meinungen und können daher die Homöopathie nicht richtig beurteilen. Korrekt ausgebildete Homöopathinnen und Homöopathen sind hingegen objektiv, weil sie gelernt haben, alles im Lichte der Erkenntnisse von Hahnemann zu sehen. Die Homöopathie wirkt, solange an den Dogmen Simileprinzip und Potenzieren nicht gezweifelt wird. Der wirtschaftliche Erfolg tausender Homöopathen belegt diese Wirksamkeit eindrucksvoll.

Die Homöopathie ist für Homöopathen kein ungeklärtes Phänomen sondern nur für verstockte, engstirnige Schulwissenschaftler und Lehrbuchforscher. Sie sind nämlich naturwissenschaftlich verbildet und können daher nicht mehr begreifen, wie einfach doch die Homöopathie wirkt. Erfolgreiche Homöopathieforschung ist keine Hexerei. Der moderne Zauberstab heißt Auftragsforschung. Schon mit kleinen Spenden lassen sich großartige Erfolge erzielen und in den Medien feiern.

Es ist höchste Zeit, die skeptische Naturwissenschaft für die endgültigen Vorstellungen des Allwissers und Allheilers Hahnemann zu öffnen. Die naturwissenschaftlichen Theorien in Biologie und Medizin sind so zu korrigieren, dass ein für alle Mal Schluss ist mit den theoretischen Widersprüchen zwischen Naturwissenschaft und den heilenden Ideen Hahnemanns. Seine Lehre muss endlich in Theorie und Praxis voll integriert werden. Seit 200 Jahren werden sinnlose naturwissenschaftliche Erkenntnisse ausgetüftelt, die eigentlich zum Heilen gar nicht notwendig sind. Kein Geld und keine Zeit dürfen dafür mehr auf den medizinischen Universitäten verplempert werden. Für ein langes, glückliches, natürliches, biologisches Leben genügt das „Credo in unum Hahnemann“ Amen!

#5 |
  11
Gast
Gast

“Missliebige Autoren würden mit dem Vorwurf, ihre Arbeit entspräche „nicht immer wissenschaftlichen Standards“, diskreditiert.” – Dieser Vorwurf und dazu mangeldne Bereitschaft zu Obektivität darf wohl auch für die Dame und Herren Aust, Ernst, Grams und Schmacke gelten, die Ihre Meinung mantraartig wiederholen, unbeeindruckt von allen hervorgebrachten Argumenten.

#4 |
  28
Gast
Gast

Und wie bei jedem Artikel zur Homöopathie das selbe Spiel:
“Ich hab schon mal Globuli genommen und es war toll.”
“Man kann nun mal nicht alles beweisen.”
“In einer hochwissenschaftlichen Studie in der jemand jemanden befragt hat kam raus das es wirkt.”
“Alle anderen Studien stammen von der bösen Pharmalobby.”
Etc. etc.

#2: Eine “Studie” bei der Patienten mal eben befragt wurden, ist methodisch nun mal Unsinn. Wie jedes Medikament müssen sich Globuli dann schon auch randomisierten, placebokontrollierten und v.a. verblindeten Studien stellen und nicht Personen, die mehr oder weniger suggestiv fragen, ob man sich besser fühlt. (Siehe Rosenthal-Effekt etc.)

#3 |
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Dr. Skep
Dr. Skep

Wo bleibt der Patient bei dieser Argumentation? – Die Versorgungsforschung fragt die Verbesserung der Symptome beim Patienten ab – hier erzielt die Homöopathie Ergebnisse, die der konventionellen Medizin ebenbürtig sind.
In dieselbe Kerbe wie die Daten aus der Versorgungsforschung schlägt der Gesundheitsmonitor 2014 der Bertelsmann Stiftung, eine umfassende und repräsentative Studie zum Gesundheitswesen in Deutschland, die sich zur Aufgabe gemacht hat, „das gesundheitliche Versorgungssystem und -geschehen aus der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger“ zu bewerten (Download der kompletten Studie: http://www.homoeopathie-online.info ). In diesem Kontext wurden rund 1000 Patienten von homöopathischen Ärzten befragt, wie sich ihre Symptome nach einer Behandlung mit ärztlicher Homöopathie entwickelt haben. Der Erfolg der Heilmethode schlägt sich aus der Sicht der Patienten folgendermaßen nieder: Bei 85 Prozent der Patienten, von denen etwa die Hälfte chronisch erkrankt war, besserten sich laut Gesundheitsmonitor konkret die körperlichen Beschwerden. Die seelische Verfassung und das Allgemeinbefinden besserten sich bei 80 Prozent der Befragten.
Geballert wird hier von Schmacke und Co. auf den Nutzen und das Wohl der Patienten!

#2 |
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Dr. Birgit Löffler
Dr. Birgit Löffler

Ich verstehe das Gezerre um die Homöopathie nicht: wenn Homöopathie im klassischen Sinne nach Hahnemann praktiziert wird, dann ist sie 100% Patienten-individuell und entzieht sich somit per se jeder Form einer echten klinischen Studie. Und Aussagen wie “Nichtstun ist stets noch billiger” sind in meinen Augen alles andere als richtig, denn zum einen sind klassische Homöopathika nun nicht gerade hochpreisige Arzneimittel und das notwendige Beratungsgespräch wird der Patient auch bei einem allopathischen Mediziner suchen – und vielleicht nicht nur bei einem, sondern gleich bei einer ganzen Reihe, weil er sich nicht ausreichend betreut fühlt; das ist dann auch nicht billiger ….

#1 |
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