„Was mich an der Pflege wirklich nervt“

29. Juni 2016
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Die „Kranke Schwester“ wird oft gefragt, was sie an der Pflege nervt. Sie musste lange darüber nachdenken, aber sie hat eine Antwort gefunden. Es ist das einzige, was ihr richtig auf den Wecker geht: Es beginnt bei der Übergabe, wenn der Frühdienst auf den Spätdienst trifft.

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Allgemeinmedizin, Medizin

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13 Kommentare:

Gast
Gast

Es gilt das gleiche, was auch für PTAs, MTAs, CTAs und sowieso alle medizinischen/pharmazeutischen Assistenzberufe und die Krankenschwestern, Pfleger gilt:
Hochmotiviert aber schlecht bezahlt.
Für die Verantwortung, die man zu tragen hat, ist die Entlohnung der reinste Witz.
Jeder Manager verdient hundertmal mehr.

#13 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ups, da leidet Jemand wohl an Logorrhoe…

#12 |
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Gast
Gast

Mich nervt die Video-Dame, weil sie in keinster Weise Verständnis dafür zeigt, warum die Kollegin keine Lust hat. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind allgemein bekannt und zu bedauern, und es wäre für beide Seiten besser, daß sich hier Entscheidendes verändert. Man muß auch Kritik zulassen können, Konformismus des Zeitgeistes haben wir genug.

#11 |
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Hadmut
Hadmut

Ja so ist es! Selbst in den wenigen “Oasen” der Pflege wird gemotzt und gemeckert was das Zeug hält. wirklich schade denn wir haben einen tollen abwechsulungsreichen Beruf. Wir tragen Verantwortung dürfen mit Menschen arbeiten haben viele Handwerkliche Anteile eigentlich ist für alle was dabei. Wenn ich das laut sage dann ernte ich jedoch nur mitleidige Blicke.

#10 |
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NicoleHH
NicoleHH

Bei einem guten Team, kann man sich durchaus auf die Arbeit freuen.
Es kann sehr schön und absolut lustig sein.

Was mich nervt….,
mittlerweile nichts mehr, da ich Rentnerin bin :-)

Aber mich hat genervt…, die schlechte Bezahlung.
Für die wirklich hohe Verantwortung und die gesamte Arbeit als Krankenschwester ist man unterbezahlt.

Und ich hoffe sehr, noch miterleben zu dürfen, dass meine jungen Kolleginnen, die sich voller Elan auf diesen Beruf stürzen, ein besseres Gehalt bekommen.

#9 |
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Torsten Müller
Torsten Müller

Die Einstellung zur Arbeit sehe ich als das Ergebnis der täglichen Arbeit selbst. Sicher gibt es Kollegen, die ständig am Nörgeln und Kritisieren sind. Aber die Mehrzahl der Pflegenden ist mit Herzblut bei der Sache, da stellt sich der Unmut am Beginn der Schicht eher als Reflexion der Verhältnisse dar, wie sie bereits unter #3 und #4 angeschnitten wurden.
Für mich ist die Grundaussage des Videos falsch: Wenn man erreichen will, dass Schwesteren und Pfleger mit Freude die Schicht beginnen, sollte man Bedingungen schaffen, die es ermöglichen, die Arbeit mit Freude erledigen zu können, bis ins Rentenalter. Dazu zählen sicher die adäquate Bezahlung, aber noch mehr genügend Kollegen und die Anerkennung der Leistung durch den Arbeitgeber.

#8 |
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Ärztin

Ich bin mir sicher ihre Kollegen wissen genau welche eine Kollegin sie meinen – sin wurde ja ausführlich beschrieben.
Ich kann verstehen, wo ihre Frustration her rührt, aber dieses Video, ob der Transparenz der hier verurteilen Person (…könnte diese vielleicht Probleme haben welche ihre Reaktion erklären? Anscheinend nicht von Interesse. ..), fällt für meine Begriffe schon unter Mobbing.
Da hätte ich vielleicht auch keine Lust.

#7 |
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Björn Korte, Krankenpfleger
Björn Korte, Krankenpfleger

Guten Abend, ich habe in den letzten 18 Jahren manchmal ähnliche Erfahrungen gemacht, wie die junge Dame, aber auch massenweise deutlich schlimmere. Wenn das für sie das störenste in der Pflege ist: Glückwunsch! Aber aus meiner Sicht meilenweit an der Realität vorbei und sehr klischeehaft und diskreditierend.

#6 |
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Gast
Gast

also als erstes würde ich die Statiosnschwester zum Thema – von der Sr. mit “ich hab keine Lust” ansprechen – u. falls sie nichts sagt.
Machen Sie es doch selber – – — oder sagen mit sagen- ich hab keine Lust – wird es auch nicht besser — einen Spruch dazu sagen.

#5 |
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Früher gab es eine Oberschwester und Stationsschwestern, die als Integrationsfiguren ihre Dienstgemeinschaft zusammenhielten. Eine Station war eine gewachsene Einheit, die ihre Belange nach Regeln gegenseitiger Fairness intern ordnete. Heute heißt die Oberschwester “Pflegedirektorin” und hat an der Pflegeakademie als erste Weisheit verinnerlicht, dass “Teile und Herrsche” die Grundlage moderner Personalführung darstellt. Gewachsene, miteinander harmonierende Dienstgemeinschaften könnten sich der Kontrolle entziehen und sind daher grundsätzlich zu verhindern. Daher werden Pflegekräfte gerne in täglich wechselnde Bereiche abgeordnet (“da fehlt einer, aber das können Sie ja auch…”) und fühlen sich schließlich nirgendwo mehr zuhause. Stattdessen entsteht der Eindruck ständiger Überwachung bis hin zur Manipulation. Die Frustration ist nachvollziehbar und treibt viele ehemals hochmotivierte Mitarbeiter/innen in die Resignation. Das Problem liegt eindeutig bei der Führung, die ihre Nachgeordneten als betriebswirtschaftliche Verfügungsmasse betrachtet und nach fachfremden Vorgaben gängelt. Es ist ein Jammer, wieviel Motivation hier täglich sinnlos zerschlagen wird! (Erlebt in 35 Jahren als Anästhesist und Intensivmediziner.)

#4 |
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Das Phänomen kenne ich auch. Aber was würde (aus Sicht der Kollegen) passieren, wenn man nicht klagen würde? Man würde auf der Station gleich noch eine Pflegekraft abziehen, denn offensichtlich ist die Station zu gut besetzt.
Ansonsten ist das Klagen aus meiner Sicht Ausdruck eines Grundproblems der
Pflege: Mangelnde gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung und Wertschätzung für eine wirklich anstrengende Tätigkeit.

#3 |
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Gast
Gast

…Gut erkannt das Problem der Pflege ist die Einstellung zur tgl. Arbeit und zur Selbstpflege!….Schön das junge Pflegende anders zu denken beginnen: Arbeit kann und soll und darf Spaß machen!!!!
LG B. Plfegepädagogin,Österreich

#2 |
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Guten Tag!
Ihre Sichtweise und ihre Erlebnisse sind für mich (Psychiater) gut nachvollziehbar. Sowohl bei meinen Kollegen als auch bei den Pflegekräften, mit denen ich über die Jahre zusammen gearbeitet habe war das Pänomen: “Es darf keine gute/leichte/problemlose/ruhige Schicht geben ständig präsent. Vielen Dank für Ihre klaren Worte dazu.

#1 |
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