Hypnose: Sie wirkt (nicht)

8. Juli 2016
Teilen

Wie wirksam ist medizinische Hypnose? Eine Review von Meta-Analysen der letzten zehn Jahre sollte den Beweis erbringen. Nach Angaben der Forscher liegt nun eine robuste Evidenz für die Wirksamkeit vor. Aber ein detaillierter Blick auf die Studie stellt alles in Frage.

Medizinische Hypnose genießt einen zweifelhaften Ruf. Die einen halten es für Schwurbelmedizin, die anderen für eine effektive Behandlungsmöglichkeit – ganz ohne Nebenwirkungen. Ein Forscherteam wollte diesbezüglich Klarheit schaffen und ein für allemal klären: Ist medizinische Hypnose wirksam? Herausgekommen ist ein systematische Review von Meta-Analysen der letzten zehn Jahre, publiziert im Deutschen Ärzteblatt International. Doch schon der Blick auf die erste Seite macht stutzig. Das Fazit lautet: „Die medizinische Hypnose ist eine wirksame und sichere komplementäre Methode bei medizinischen Eingriffen und Reizdarmbeschwerden. Wachsuggestionen können Bestandteil einer effektiven Kommunikation mit Patienten in klinischen Alltagssituationen sein.“

Allein diese zwei Sätze werfen viele Fragen auf: Was ist Hypnose, was Wachsuggestion? Wie werden diese Methoden definiert?

Die Wachsuggestion wird an späterer Stelle im Artikel als „hypnotische Kommunikation“ bezeichnet und nicht näher definiert. Stattdessen gibt es Beispiele für die positive Wachsuggestion, wie etwa „Wir achten auf Sie, bis Sie die Operation gut überstanden haben“ oder „Es wird alles gut gehen“. Was an diesen Sätzen „hypnotisch“ ist und warum ein Arzt für diese Art der „hypnotischen Kommunikation“ eine Zusatzqualifiaktion braucht, wird nicht erläutert.

Auch der Begriff der Hypnose, die im Fazit als wirksam bezeichnet wird, bleibt ohne klare Definition. Es gibt eher eine Beschreibung. „Eine medizinische Hypnosebehandlung dauert in der Regel zwischen 20 und 50 Minuten. Der Ablauf kann in verschiedene Phasen unterteilt werden.“ Als da wären Überprüfung der Indikation, Induktion, Vertiefung, Suggestion, Rückorientierung und Nachgespräch. Auch die Selbsthypnose wird als medizinische Hypnosebehandlung aufgezählt. Es ist nahezu unmöglich, eine so unklar definierte Behandlungsmethode systematisch auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

Diffuse Schmerzen

Und ein weiterer Punkt aus dem Fazit zeigt Schwächen der Review: „Die medizinische Hypnose ist eine wirksame […] Methode bei […] Reizdarmbeschwerden.“ Was sind Reizdarmbeschwerden? Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um ein häufiges, aber relativ unscharf definiertes, gastroenterologisches Krankheitsbild, das durch diffuse abdominelle Beschwerden gekennzeichnet ist. Preisfrage: Wie soll eine unklar definierte Behandlungsmethode bei einer unklar definierten Krankheit wirksam sein?

Wie sind die Forscher also vorgegangen, um die Wiksamkeit unter Beweis zu stellen? Die Wissenschaftler um Winfried Häuser von der Klinik für Innere Medizin I des Klinikums Saarbrücken suchten in der Forschungsliteratur nach Meta-Analysen aus dem Zeitraum Januar 2005 bis Juni 2015. Von den 391 Publikationen erfüllten nur fünf die methodischen Anforderungen der Autoren: Sie beinhalteten randomisiert-kontrollierte Studien mit insgesamt mindestens 400 Patienten.

Ihre Auswertung ergab, dass Hypnose bei medizinischen Behandlungen emotionalen Stress, Schmerzen, die Menge der eingenommenen Medikamente und die Zeit bis zur Genesung signifikant reduzieren kann. Bezüglich Sicherheit und Nebenwirkungen der Behandlung gab es keine Unterschiede im Vergleich zwischen Hypnose und einer Kontrollbedingung. Medizinische Behandlungen umfassten dabei Operationen und schmerzhafte medizinische Eingriffe, etwa die Versorgung von Brandwunden.

Wirkt nicht bei Geburtsschmerzen

Die Auswertung ergab außerdem, dass Hypnose nicht effektiver als eine Vergleichsbehandlung war, um Schmerzen während des Geburtsvorgangs zu verringern. „Außerdem gibt es einige Indikationen, bei denen die Datenlage nicht ausreichend ist, um die Wirksamkeit von Hypnose zu beurteilen“, sagt Häuser, der auch als Dozent für Hypnose tätig ist. „Das sind zum Beispiel Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie oder nächtliches Einnässen.“

Bei der Review ist zu beachten, dass bei einer Meta-Analyse die Ergebnisse aus einer Vielzahl von Studien statistisch zusammengefasst werden, wobei oft auch Studien mit geringer methodischer Qualität eingehen. Wobei die methodische Güte in der aktuellen Review entsprechend gewichtet wurde. Ein weiteres Problem bei einer „Meta-Meta-Analyse“ ist, dass sich die Studien in den einbezogenen Meta-Analysen überschneiden können, sodass die tatsächlichen Effekte überschätzt werden. So wurden auch in der aktuellen Studie in drei Meta-Analysen teilweise die gleichen Originalstudien einbezogen.

„Alles wird gut“

Weiterhin untersuchte die Arbeitsgruppe auch den Effekt von Suggestion im Wachzustand in medizinischen Alltagssituationen. Sie identifizierten insgesamt fünf Studien, die einen günstigen Effekt der Wachsuggestion nahe legten: Drei der Studien zeigten, dass positive Suggestionen bei einem invasiven radiologischen Verfahren Schmerzen, Angst und den Gebrauch von Schmerzmitteln reduzierten – signifikant stärker als eine Standardbehandlung.

Bei einer therapeutischen Suggestion werden die Aussagen mit überzeugender Stimme und Blickkontakt zum Patienten vorgebracht, im Gegensatz zur Hypnose wird dabei aber keine Trance induziert. Wie zu Beginn des Artikels bereits erwähnt, sind Suggestionen positiv formulierte Anweisungen, wie etwa: „Alles wird gut gehen“ oder „Wir bringen jetzt ein Blutdruckgerät und EKG-Elektroden an, damit Sie gut versorgt sind.“

Solche Sätze fallen auch in Arzt-Patienten-Gesprächen, die nicht als „hypnotische Kommunikation“ bezeichnet werden. Wo ist die Grenze zwischen einem freundlichen Arzt-Patienten-Gespräch und der hier benannten Suggestion im Wachzustand?

Vielfach haben Studien belegt, dass die Kommunikation zwischen Arzt und Patient die Heilung sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann. Dass sogar die negative Aussage des Arztes über die Wirksamkeit eines Medikaments, die Wirkung des Heilmittels beim Patienten beeinflusst (Nocebo-Effekt). Deshalb soll auch an dieser Stelle nicht der psychologische Effekt positiv formulierter Aussagen in Frage gestellt werden, aber schließlich geht es hier um etwas anderes: Die Review will die Wirksamkeit von Hypnose unter Beweis stellen. Dazu bräuchte es zunächst eine klare Definition von Hypnose und später Doppelblind-Studien.

Bei Operationen kann Hypnose ergänzend zur lokalen Betäubung oder Vollnarkose eingesetzt werden – hier sollte jedoch immer das übliche Spektrum der Anästhesie zur Verfügung stehen. „Meines Wissens gibt es in Deutschland aber bisher wenige gastroenterologische Praxen und Anästhesie-Abteilungen in Akutkrankenhäusern, in denen Hypnose angeboten wird“, sagt Häuser.

Möglicherweise aus gutem Grund. Ärzte in Deutschland müssen lediglich eine 32-stündige Weiterbildung absolvieren, um Hypnose mit der Krankenkasse abrechnen zu können. Dieser Zeitrahmen lässt nicht vermuten, dass dort profundes Wissen vermittelt wird. Im Rahmen der psychosomatischen Versorgung kann Hypnose sogar von allen Ärzten durchgeführt werden – hier wird bisher keine spezielle Hypnose-Ausbildung verlangt.

Der Einsatz von CD’s

Dass Hypnose die Gesundheit der Patienten fördert sowie den Gebrauch von Medikamenten und die Zeit bis zur Genesung reduzieren kann, könnte eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Ärzte und Kostenträger sein, sagt Susan Koranyi vom Universitätsklinikum Leipzig. Sie ist die Hauptautorin einer der fünf Meta-Analysen, die in die aktuelle Review einbezogen wurden. „Da es sich bei Hypnose um eine Kurzzeitintervention handelt und außerdem die Möglichkeit besteht, CDs einzusetzen, lässt sie sich vergleichsweise einfach in die medizinische Routine einbinden“, sagt die Psychologin. Doch auch sie und die Autoren einer weiteren der fünf Meta-Analysen betonen, dass die methodische Qualität der einbezogenen Studien zum Teil gering ist. Daher sollten weitere qualitativ hochwertige Studien durchgeführt werden, um die Wirksamkeit von medizinischer Hypnose weiter zu überprüfen bzw. zu untermauern.

196 Wertungen (2.64 ø)

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

56 Kommentare:

Dr. med. Stephan Rossner
Dr. med. Stephan Rossner

Medikamente wirken. Dafür bin ich als Anästhesist sehr dankbar :-) UND Worte wirken auch. Hypnose ist unter anderem Behandlung mit Worten.
Der Unterschied: Hypnosebehandlung ist viel spezifischer, viel treffsicherer, viel mehr dem Patienten angepasst als ein Medikament überhaupt sein kann.
Eine moderne Medizin ohne hypnotische Kenntnisse ist heute nicht mehr möglich.
Dafür ist es schon zu spät.

#56 |
  0
Dr. med. dent. Wolfgang Schuster
Dr. med. dent. Wolfgang Schuster

Hypnose wirkt!!!
Jedoch nicht, wie sich das “weniger erfahrene ANWENDER ” vorstellen, sondern man braucht etwas Zeit und Geduld.
Auch die Insulintherapie oder Medikamente zum Blutverdünnen oder Blutdrucksenken führen nicht zu einer Heilung, sondern bewirken einen positiven Effekt.
Meine Erfahrungen als überzeugter Anhänger der Schulmedizin zeigen, dass Alternative Hilfsmittel wie Hypnose durchaus hilfreich sind.
Wenn Patienten durch Hypnose konditioniert werden können, ist es für den Patienten gut.
Negativ diskutiert werden zur Zeit die IGEL Leistungen, die jedoch in dieses Gebiet fallen. Ich kann jedoch Patienten benennen, die ich ohn hypnotische Vorgespräche wohl nicht hätte behandeln können
Dr. Wolfgang Schuster Solingen

#55 |
  1
Dr. Stefan Lang
Dr. Stefan Lang

Trotz all der hier geschilderten Fall-Berichte. Vergessen wir nicht, um was es geht: eine umfangreiche Auswertung verschiedener Meta-Analysen zur Wirksamkeit der Hypnose. Was in der DocCheck-Zusammenfassung so klein-geschrieben wurde, waren immerhin 34 RCT mit n=2597 zur Schmerzreduktion.

#54 |
  0

Der arme Bub: Statt diese anscheinend alternativlosen Überforderungen in Frage zu stellen, wird er mittels Hypnose einfach “repariert”.
Warum muß denn diese Einserschülerideologie aufrecht erhalten werden?
Bei Wettkämpfen im Leistungskader – aha- eine Note besser- aha- also alles wieder in Ordnung?
Kein Wort über die Beziehung zu Eltern, Lehrern, peergroup, gruppendynamische Positionierungen, Selbstbild, Selbstwert, etc.
NUR LEISTUNG – das sind doch allesamt Überlastungssymptome und kommunikativ drückt der arme Kerl ein deutliches “NEIN” aus… “Ich will das so nicht” , “ich habe Angst, all diesen Anforderungen, (der Eltern?) die ich als Introjekte übernommen habe, nicht mehr entsprechen kann.
Wer heilt hat recht – das soll also Heilung sein?
Dr. S., Psychotherapeut seit 25 Jahren

#53 |
  0

Bernhard Friedl, FA Kinder- und Jugendpsychiatrie
Ich arbeite seit Jahren mit Hypnotherapie. Es kommt in erster Linie auf die therapeutische Beziehung an, dann habe ich oft schon nach 3 Gesprächen Erfolge, v. a. bei Ängsten, aber auch bei Enuresis und Anderem. Erst heute hatte ich wieder ein Abschlußgespräch mit einem Jungen.
Vorstellungsgründe: Er besucht die 8. Klasse des Gymnasiums (G8), gerate 1 – 2 Tage vor und während Klassenarbeiten in Panik mit Bauchschmerzen, Zittern, Schwitzen sowie teilweise Durchfall und blackouts. Er weine morgens, wenn er eine korrigierte Klassenarbeit zurückbekommt.
Bei den Hausaufgaben könne er alles außer Mathematik gut, lerne relativ viel vor Klassenarbeiten und beherrsche den Stoff zu Hause.
Auch vor Ju-Jutsu-Wettkämpfen (er ist im Leistungskader) und Fußballspielen/ -turnieren habe er Bauchschmerzen, Übelkeit und erbreche sich, beruhige sich da nach dem 1. Kampf bzw. Spiel.
Er war im Zeugnis von den Noten abgerutscht, hat aber jetzt, nach 3 Gesprächen, keine Probleme mehr und sich um mehr als eine Note verbessert. Ich würde sagen: wer heilt hat Recht!

#52 |
  0
Julia Licht, Heilpraktikerin für Akupunktur und Hypnose
Julia Licht, Heilpraktikerin für Akupunktur und Hypnose

Dieser fragwürdige Text ist eine Chance, Aufklärung zu leisten. Wenn man es so liest…. wirksam bei Reizdarm-Beschwerden.. alles wird gut.. eine Sitzung 20-50 min.. und so weiter, wirkt der Nutzen von Hypnose doch sehr zweifelhaft! Ich möchte Ihnen gerne einen Einblick in meine Arbeit als Therapeutin geben und über den langfristigen Nutzen der Hypnose aufklären.

In 98% der Fälle geht es bei den Klienten um Themen der Ablösung und Selbstindividuation. Nur 2% sind Traumata. Fast jede Beschwerde lässt sich auf emotionalen Stress zurückführen. Vertraue dem Prozess, wie Milton Erickson schon sagte. In der selbstorganisatorischen Hypnose, auch Autosystemhypnose genannt, sucht das Unterbewusstsein selbstständig nach Lösungen und einen guten Therapeuten macht aus, wenn er sich gar nicht oder gezielt einbringt. Es geht in der Hypnosetherapie um das Erschließen von inneren Kraftquellen und um innere Bilder und Gefühle, die später im Alltag vom Patienten genutzt werden.
Die medizinische Hypnose entscheidet sich von der Showhypnose grundlegend in zwei wichtigen Punkten: zum einen ist das Sicherheit und zum anderen die entgegengebrachte Wertschätzung. Wertschätzung dem Bewusstsein und Unterbewusstsein gegenüber. Der Schutzaspekt, auch Sicherheit genannt, stellt die Basis der professionellen Hypnosetherapie dar, genauso wie der gegenseitige Rapport, das ist das Vertrauensverhältnis von Klient und Therapeut. In der Showhypnose entsteht der Eindruck, dass jemand unter Hypnose manipuliert wird, aber dieser Eindruck täuscht: der Gast, der auf die Bühne kommt, gibt zuvor unausgesprochen oder ausgesprochen sein Einverständnis, um mit dem Showmaster eine Show zu inszenieren.
Was ist denn nun Hypnose? Hypnose ist ein ganz alltäglicher Zustand, den viele von Täigkeiten wie z.B. Bügeln kennen. Ein gutes Beispiel ist das Spielen am PC. Der Spielende wird im Spiel ganz absorbiert und vergisst um sich Zeit und Raum. Er befindet sich in Trance, ähnlich wie ein Depressiver, der exduziert werden muss, das heißt einen bestehenden Zustand auflösen, weil er sich bereits in einer negativen Trance befindet.
Es geht also nicht um Hokuspokus, obwohl man sich in der Hypnose im Land der Träume und unbegrenzten Möglichkeiten befindet, es geht darum, Aufmerksamkeit zu lenken, nach Innen und auf das Ziel. Eine erfolgreiche Therapiestunde wird nicht an der Trancetiefe gemessen. Als professionelle Hypnotherapeutin begleite ich den eigenen Prozess mit einem Koffer voll von hilfreichen Methoden und Wertschätzung, in einem Rahmen der Sicherheit, in dem das Unbewusste seine ganz eigenen Lösungen für das beschriebene Problem findet. Ich kann nach langjähriger Tätigkeit sagen, dass die Hypnose eine hochwirksame Therapiemethode ist, mit der meine Klienten Ihre Ziele erreichen. Vor allem in Kombination mit der Ohrakupunktur. Manch einer arbeitet zur Besserung seines Zustands, ein anderer nimmt sich mehr Zeit und erreicht die Heilung einer Beschwerde. Ich möchte mich mit diesem Beitrag für den Nutzen von Hypnose und Akupunktur aussprechen.

#51 |
  1
Gast
Gast

Ok

#50 |
  0
Physiotherapeutin

An alle schulmedizinisch geprägten Leser des Artikels und der Kommentare:
Der Vergleich von Homöopathie und Hypnose von Jörg Zink ist insofern richtig, dass beide Methoden das Ziel haben Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Allen Kritikern sei gesagt, das weder die Wirksamkeit, noch die Unwirksamkeit dieser und auch anderer Heilmethoden erwiesen ist, es gibt sowohl positive, als auch negative Erfahrungsberichte.
Vielmehr ist es so: Es gibt nichts, was es nicht gibt!
So ist es überall, auch in der Schulmedizin. Was dem einen Patienten hilft, hilft dem Anderen vielleicht noch lange nicht.
Für die Zukunft wünsche ich mir schon lange eine offene Kommunikation aller medizinischen Fachbereiche miteinander. So kann man wirklich viel lernen voneinander und für den Patienten das Bestmögliche erreichen.
Zum Teil sind wir bereits auf einem guten Weg dorthin…

#49 |
  13
Dr. Volker Alkemper
Dr. Volker Alkemper

Die Wirkung von Suggestion und Hypnose wird allein schon bestätigt durch die Tatsache, dass wir Doppelblindstudien benötigen, um die Wirksamkeit von Medikamenten und Methoden zu belegen.
Warum kann ich nicht einfach einem (oder vielen) Patienten mit Kopfschmerzen (oder einem beliebigen anderen Symptom oder Befund) eine vermutete Heilsubstanz geben und schauen, ob sie wirkt?
Klar, wegen des Placebo-Effektes.
Der Patient bekommt nicht nur eine Heilsubstanz, sondern immer auch eine hypnotisch wirksame Suggestion, die ungefähr so lautet: “Davon wird es besser!”.
Anschließend wird in der statistischen Auswirkung der Anteil der hypnotischen Wirkung aus der Gesamtwirkung herausgerechnet, der verbliebene Anteil wird als die (schul-)medizinische Wirkung der zu testenden Heilsubstanz postuliert.
Substrahiert den Wirkungsanteil von der Gesamtwirkung, und Ihr habt Millionen von validen Studien zur Wirkung von Suggestionen (hier kann Hypnose subsummiert werden) inklusive Quantifizierung der Ergebnisse.
Nur, wie wollt Ihr mit einer Doppelblindstudie die Wirksamkeit von Hypnose überprüfen? Man nehme eine beliebige Hypnotische Suggestionsform, und suptrahiere vom Behandlungsergebnis den subjektiven, suggestiven Anteil…

#48 |
  0
Isabel Grefen
Isabel Grefen

@ “Naturwissenschaftler jörg zink
Medizinischer Fachhändler”
Was ist denn das für eine Qualifikation?

“Homäopathie.”?? Homöopathie? Ist etwas völlig anderes als Hypnose.

“Weil “moderne” Tablettenhersteller damit kein Geld verdienen können.”
(…) Und wir Wissenschaftler stellen diese Schul – Medizin wieder in Frage.”
Interessant. Das erklärt, warum Homöopathie so unglaublich billig ist /ironieaus
Es ist immer wieder erstaunlich, wie von Homöopathen und Heilpraktikern und Verschwörungstheoretikern darauf gepocht wird, dass die große böse Pharmaindustrie geldgeil sei und deswegen alles schlecht ist, was von ihr kommt, während es, wenn man sich mal ein wenig damit beschäftigt, offensichtlich ist, was für ein Reibach mit Homöopathie und anderen pseudowissenschaftlichen Methoden gemacht wird, deren Wirsamkeit mehr als fraglich ist. “Wir Wissenschaftler” versuchen ja dummerweise uns an evidenzbasierte Medizin zu halten. Wir verabreichen eben keine Heilsteine in Globuliform, weil es beim Tinnitus der Katze der Schwiegermutter meiner Nachbarin geholfen hat…

Ganz davon ab, fand ich diesen Artikel nicht sehr überzeugend. Aber Ihr Kommentar war ncoh unüberzeugender.

#47 |
  10
Medizinjournalist

Man kann um Hypnose noch so viel “wissenschaftlichen Wind” machen, man wird aber nie wirklich wissenschaftlich exakt festmachen lassen. (Zitat: “Es ist nahezu unmöglich, eine so unklar definierte Behandlungsmethode systematisch auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen”).
Woher ein anderer Autor die Überzeugung nimmt, schreiben zu dürfen (sinngemäß), “… hilft bei …” ist mir schleierhaft. Richtig z.B. wäre gewesen “… kann evtl. auch bei … helfen”. Ein Kann, kein Dogma.
Im Artikel habe ich gelesen, Hypnose sei ungefährlich. Das ist die Behauptung (eines?) Ahnungslosen, aber dennoch besser Wissenden (man nennt so’was auch Besserwisser). In Pfuscherhänden kann Hypnose durchaus Schäden setzen! In Profihänden hingegen kann Hypnose u.U. “wirklich Wunder wirken”.
Der verantwortungsvolle erfahrene Profi weiß durchaus, wie er die Hypnose (hier Überbegriff für das gesamte Umfeld derselben) richtig einsetzt (ohne dabei vorher versprechen zu können, sie helfe garantiert). Aber er beobachtet und steuert die Sitzung und führt sie ggfls. behutsam zu einem Ende, bevor sich negative “Ergebnisse” einstellen können.

Nicht, was Hypnose im Detail und “wissenschaftlich definiert” ist, aber wie sie in seinen Händen wirken kann (bis “wird”) kann nur der Hypnosetherapeut – und auch nur für sich – beantworten. Eine Injektion wird stets die gleiche Wirkung haben, egal, wer sie fachmännisch verabreichte. Hypnose variiert von Anwender zu Anwender. Und nur sie können wirklich mitreden, Andere können nur faseln.

#46 |
  1
Gast
Gast

Hier ist es ratsam nach Frankreich zu schauen. Dort wird in allen medizinischen Fakultäten Hypnose als Bestandteil der medizinischen Ausbildung gelehrt.
Besonders hilfreich ist ihr Einsatz durch das Pflegepersonal, die flächendeckend ausgebildet werden. Ein sehr geschätzte und kostensparende Erleichterung für Patienten und Therapeuten.
siehe dazu die Fachzeitschrift: “Hypnose et Thérapies Brèves”!
Chefredaktion: sophie.cohen@wanadou.fr; belletpat@free.fr.
man versteht Englisch !

Gisela Dreyer, Diplom Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin
– Klinische Hypnose –
Supervision – Mediation – Coaching
Der Kommentar wurde wegen werblichem Inhalts gekürzt.

#45 |
  3
Jens Lau
Jens Lau

@ Jörg Zink, sie schreiben wiederholt über “Homäopathie” sind Sie sicher, dass Sie mit der Homöopathie erfahrung haben. Und man muss aber auch nicht immer gleich mit Verschwörungstheorien kommen.

#44 |
  1
Daniel Schmidt
Daniel Schmidt

Liebe(r) DocCheck-Autor(in),
ich bin ehrlich gesagt entsetzt über Ihre einseitige Berichterstattung. Gleichzeitig möchte mich für eine neue Erkenntnis bedanken: Mir war vorher nicht klar, dass man auch einen Review-Artikel zu Meta-Analysen derart selektiv lesen interpretieren kann.
Sie schreiben, „Wachsuggestionen“ würden im Artikel nicht definiert. Tatsächlich findet sich bereits in der Zusammenfassung (auf der ersten Seite…) eine Definition als „therapeutische Suggestionen ohne formale Tranceinduktion“.

Wenn Ihnen, liebe(r) DocCheck-Autor(in), nicht klar ist, was an diesen Wachsuggestionen hypnotisch sein sollen, würde ich vorschlagen, sie lesen die Literaturverweise, die an dieser Stelle im Artikel angegeben sind (Nr. 18 & 19 im Review; Hansen & Bejenke, 2010; Seemann, Zech, Graf & Hansen, 2015). Es ist meiner Meinuung nach nicht Aufgabe von Fachliteratur, Ihr mangelndes Vorwissen zu kompensieren.

Das Thema der ärztlichen (Zusatz)qualifizierung ist überhaupt nicht Gegenstand des Review-Artikels und insofern finde ich es von Ihnen unangebracht, es als Kritikpunkt zu nennen („interessante Autozeitschrift, aber über Kürbisrezepte steht mal wieder überhaupt nichts drin“).

Sie schreiben der Begriff Hypnose „bleibe ohne klare Definition“. Sie haben aber schon gesehen, dass im Review der erste Abschnitt den Titel „Definitionen“ trägt? Dort wird Hypnose (gleich zu Beginn) einerseits definiert und andererseits wird auch hier ein Verweis auf weitere Quellen gegeben.

Sie schreiben „Hynose wirkt nicht bei Geburtsschmerzen“. Dies ist schlichtweg eine falsche Aussage, die aus dem Artikel nicht abgeleitet werden kann. Hypnose ist nicht wirksamer als eine Kontrollbehandlung. Man könnte auch schreiben „Gegen Kopfschmerzen ist Aspirin nicht wirksamer als Paracetamol“, was schlicht bedeutet, man kann beides einnehmen und es wirkt beides gleich gut.

Sie schreiben „Ärzte in Deutschland müssen lediglich eine 32-stündige Weiterbildung absolvieren, um Hypnose mit der Krankenkasse abrechnen zu können.“
Sie stellen die Ausbildungssituation in Deutschland sehr sehr verkürzt dar. So bieten die beiden großen Dachverbände zu therapeutischer Hypnose (Deutsche Gesellschaft für Hypnose DGH und Milton-Erickson-Gesellschaft MEG) umfassende Fort- und Weiterbildungen an.
Dieser Satz lässt zum beinahe schon auf Ihr Bild von Ärzten schließen: Sie gehen offenbar nicht davon aus, dass Ärzte a) sich über das von den Krankenkassen geforderte Mindestmaß hinaus qualifizieren möchten und b) Ärzte durchaus auch weiterführendes Selbststudium betreiben und c) diese 32-Stunden ja auf eine umfassende vorherige medizinische Ausbildung aufbauen?

#43 |
  2
Medizinischer Fachhändler

Sie wirkt , wenn sie fachmännisch angewendet wird und hat eine ähnliche Auswirkung wie die Homäopathie.
Nur der wissenschaftlich Beweis ist verschwommen.
Weil “moderne” Tablettenhersteller damit kein Geld verdienen können.
Damit werden postive Wirkungen auf Plazepo Effekte degradiert.
So einfach ist die Erklärung .
Nun haben wir in unzähligen Fällen festgestellt , daß sowohl Homäopathie und auch Hypnose ohne Nebenwirkungen die Gesundheit verbesssert.
Es gibt hier sensationelle einfache Heilmethoden!!
Leider gibt es zu wenige gute Hypnose und Homäopathie Therapeuten.
hochwirksam- wenn man den richtigen Therapeuten findet. Und wir Wissenschaftler stellen diese Schul – Medizin wieder in Frage.

#42 |
  15
Dr. med. Hans-Dieter Moser
Dr. med. Hans-Dieter Moser

….wenn Hypnose bei Geburtsschmerzen nicht effektiver als eine
Vergleichsbehandlung ist schliesst dies eine Wirkung der Hypnose nicht aus ;-)

#41 |
  4

Der Artikel ist dem Phänomen der ärztlichen Hypnose so angemessen wie die folgende Antwort auf einen Liebeserklärung: “Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass bei Dir eine Erhöhung der Blutspiegel von Adrenalin, Kortison, Dopamin, Oxytocin, Phenylethylamin und weiterer Botenstoffe, eine Senkung des Serotoninspiegels sowie eine Aktivierung des Hypothalamus vorliegt” – statt “Ach wie schön! – Ich Dich auch.” Die Werkzeuge der sogenannten objektiven Wissenschaft, die sich für um so wissenschaftlicher hält, je mehr sie durch die Forderung nach Wiederholbarkeit von der Natur abstrahiert – in der Natur ist alles einmalig –, sind für die Objektivierung subjektiver Wahrnehmung ungeeignet.

Außerdem demonstriert der Beitrag ein erstaunliches Maß an Unkenntnis – als gäbe es für eine für DocCheck ausreichende Information kein Internet – siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Hypnosurgery. In Google Scholar (https://scholar.google.de) findet man unter den Suchbegriffen ‘Hypnosis’ und ‘Surgery’ seitenweise Artikel über den Einsatz von Hypnose in der Chirurgie, unter anderem: Hypnosis and surgery: past, present, and future. AHK Wobst – Anesthesia & Analgesia, 2007.

Die Frage, ob Hypnose in der Medizin wirkt oder nicht, ist so sinnvoll wie die, ob Messer und Pinzetten wirken? Hypnose ist ein Werkzeug, keine Methode. Die Hypnotherapie Dr. Milton Ericksons ist hohe medizinische Kunst im Gegensatz zum Hokuspokus der Bühnenhypnose. Doch ich will beim Thema bleiben: Die Aussagen “Sie haben eine Chance von 2%, in 5 Jahren noch zu leben” beziehungsweise “Wunder sind möglich” sind beide wahr, doch sie haben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unterschiedliche Wirkung auf Verlauf und Ausgang von Erkrankungen.

Ich bin nur eine Population von eins, doch ich weiß aus eigener Erfahrung, dass der Einsatz von Hypnose in der Medizin sinnvoll sein kann. Nach einer Ausbildung in Ericksonscher Hypnotherapie interessierte mich, ob Hypnose in der Chirurgie vor allem bei alten Menschen die Belastung durch medikamentöse Anästhesie reduzieren könnte. Also unterzog ich mich 1990 einer Leistenbruchoperation in Hypnose, die völlig problemlos verlief, bis die Anästhesie infolge einer Fehlkommunikation zwischen Hypnotiseur und Operateur aufgehoben war und die Operation in Ketaminnarkose zu Ende gebracht wurde. Ein Film im Internet von 2011 zeigt eine solche Operation: https://www.youtube.com/watch?v=-s5OFD8uTpU.

Abschließend stellt sich die Frage nach der Motivation des Autors des so anonymen wie industriefreundlichen Beitrags im Newsletter: DocCheck News 16.27. Forscher sind auf Drittmittel von Pharmafirmen angewiesen. Für die ist Hypnose geschäftsschädigend.

#40 |
  3
Dr. med. Stefan Margraf
Dr. med. Stefan Margraf

Dr. med. Stefan Margraf
Sie alle, die sie an die Hypnose glauben, sind aufgerufen, eine Studie von ausreichender Qualität zu erzeugen! Arbeiten Sie wissenschaftlich, nur das bringt uns alle weiter!

#39 |
  13
Dipl.-Psych. Susanne Petersen
Dipl.-Psych. Susanne Petersen

Hypnose “genießt” keinen “zweifelhaften Ruf”. Hypnose hat es im Gegensatz zu sehr vielen anderen therapeutischen Methoden zu einer Abrechnungsziffer im Katalog für Psychotherapie gebracht. Wir alle wissen, wie schwer es ist, die hohen Hürden bis zu einer von den Krankenversicherungen anerkannten Methode zu passieren.
Wohl jeder im medizinischen Bereich kennt wirksame Methoden, die diese Hürde bislang trotzdem nicht nehmen konnten.

Was allerdings sein kann ist, dass Hypnose nicht sorgfältig genug angewendet wird, bzw. die Anwender nicht ausreichend ausgebildet werden. In obigem Artikel wurde ja auch die äußert geringe Mindestanforderung moniert. Deshalb aber die Wirksamkeit der Methode an sich in Frage zu stellen, halte ich für Wichtigtuerei.

S. Petersen, u.A. Klinische Hypnose M.E.G.

#38 |
  2
Mike Schwarz
Mike Schwarz

Was immer wieder vergessen geht ist die ursachenorientierte, regressive Hypnoseanalyse.

Ärzte, Psychologen und Psychiater erhalten oftmals nur Schnellbleichen in suggestiver Hypnose… Milton Erickson orientiert, übrigens ein Meister der Sprache und weit weg von einfachen Suggestionen.

Dave Elman war ein Meister in Hypnose-Analyse und konnte über regressive ursachenorientierte Hypnose so vieles aufdecken und desensibilisieren. Stottern, Migräne, Rückenschmerzen, Chronische Entündungen um nur einige zu nennen.

In der Schmerztherapie gibt es auch nur ganz wenige Hypnosetherapeuten, welche wirklich wissen was sie tun. So kennen zB. nur wenige Ärzte den Unterschied zwischen einem “artificial Somnambulismus” und einem “real Somnambulismus”.

Der Körper hat sich selber erschaffen und ist ein hochkomplexes System und erhält sich in einem gesunden emotionalen und physischen Umfeld automatisch gesund. Er eliminiert und ersetzt jede Nacht Millionen von Zellen, lässt Wunden und Knochen heilen – und wir gehen hin und behandeln den Körper als wärener eine fehlerhafte Konstruktion und glauben nicht einmal daran, dass ein Gedanke und unsere Vorstellungskraft sowohl Krebs auslösen als auch wieder heilen kann… wie arrogant!

#37 |
  3
Dipl.med. Viktor Sommer
Dipl.med. Viktor Sommer

Vorsicht! Die Hypnose ist eine alternative Methode, die sich noch auf eine experimentale Phase befindet. Die Hypnose braucht eine genaue strukturierte Forschung um als eine medizinische Behandlung zu sein.

#36 |
  21
Hypnotime
Hypnotime

Ein befremdliches Statement, da man doch längst wissenschaftlich erwiesen hat, dass Hypnose real ist und sehr gut hilft. Ich als ausgebildete Hypnotiseurin mit eigener Praxis kann die hocheffeziente und DAUERHAFTE Wirksamkeit der Hypnose nur bestätigen. Und meine Klienten stimmen dem zu. Der Artikel ist ein unseriöses und uninformiertes Geschreibsel, was wohl eine ganze Branche in Verruf bringen möchte. ~

Wegen werblichem Inhalts haben wir den Link gelöscht.

#35 |
  3

Ich habe ebenfalls als Zahnarzt mit Hilfe von Hypnose und der in meiner Ausbildung gelernten “Hypnosesprache” Patienten behandelt und ängstliche Patienten so in einen behandlungfähigen Zustand gebracht.
Selbstverständlich führen überall Ärzte und Zahnärzte gute Patientengespräche.
Aber viel zu oft wird mühsam aufgebautes Vertrauen durch unbedachte Äußerungen verspielt und der Therapieerfolg gefährdet (Nocebo-Effekt).

#34 |
  0
Dr. Reinhild Harhoff
Dr. Reinhild Harhoff

Es wäre gut gewesen, wenn der Autor etwas mehr Kenntnisse gehabt hätte

#33 |
  2
Shivani Allgaier, Diplompsychologin
Shivani Allgaier, Diplompsychologin

Ein Artikel, der genau das ist, was er der Methode Hypnotherapie vorwirft: unwissenschaftlich. Den Goldstandard weit verfehlt würde ich mal sagen. Validität fraglich. Wenigstens einen Autor könnte man nennen – das wäre das mindeste.

#32 |
  2
Gast
Gast

Halloooo als Zahnarzt behandle ich auch unter Hypnose. Hypnoanästhesie um Zähne zu ziehen und um Wurzelspitzenresektionenen zu mach OHNE Anesthesie. Das Specktrum das ich abdecke ist noch viel größer.
Hypnose wird schon seit zig tausenden Jahren angewandt. Man kann es auch als schamanische Trance bezeichnen. Die Überheblichkeit der neuen unwissenden Medizin, die die alten Erfahrungen nicht anerkennen will kann mit dem was im Geiste vorgeht nichts anfangen. Das kann man nicht alles in Tabellen fassen. Das ist wie zurück vor die Steinzeit. Bitte besser mit dem Thema befassen. Frohes Schaffen weiterhin. MW

#31 |
  5
Psychotherapeut

In der Arbeit mit Brustkrebspatientinnen habe ich immer wieder sehr gute Erfahrungen mit Klinische Hypnose gemacht: sie vermag zu entängstigen, sie entspannt und eröffnet mit Hilfe von entprechenden Imaginationen neue Perspektiven.

Außerdem kann man sehr gut Nebenwirkungen der Chemos wie Übelkeit, ja, auch Fatique-Symptome angehen. Wenn die subjektiven Anteile dieser Störungen/Symptome weitgehend heruntergefahren werden, ist schon sehr viel bewirkt!

Außerdem können mit Hilfe von Hypnose neue Lebensentwürfe für die Zukunft sehr viel besser erarbeitet werden als nur im Gespräch, weil Patientinnen ihre eigenen inneren Ressourcen aktivieren.

Der tiefen Entspannung von BK-Patientinnen in Hypnose aber kommt vielleicht die wichtigste Bedeutung zu. (Allemal besser als Tavor o.ä., wenngleich man darauf nicht immer verzichten kann, was dann die Hypnosefähigkeit aber sogar noch erleichtert, sofern frau nicht mit Tavor o.ä. “vollgedröhnt” wurde.)

Hypnose ist auch ein sehr guter “Öffner” für die weiteren Gespräche, die viel tiefer gehen als ohne.

Leider wird Klinische Hypnose viel zu wenig angewendet, weil die Ausbildungen fehlen und vor allem keiner Zeit hat dafür….

#30 |
  0
Psychotherapeut

Die Oma einer Freundin würde zu diesem Artikel sagen: “Das sollte nun wieder sowas sein….”

1. Klinische Hypnose darf nicht verwechselt werden mit Showhypnose und mit den vielen Anbietern von Hypnose, die überhaupt keine medizinisch-psychotherapeutische Ahnung haben. Leider wird das alles immer in einen Topf geworfen und erzeugt bei vielen Menschen Übererwartungen, die auch der beste Hypnotherapeut nicht erfüllen kann.

2. Klinische Hypnose ist EIN möglicher Aspekt in einer Psychotherapie, der nur dann genutzt wird, wenn dies als sinnvoll erscheint. Bei ganz vielen funktionellen / somatoformen Störungen kann Kl. Hypnose oft erstaunlich schnell Heilung oder doch deutliche Linderung bringen, was dann durchaus auch “nachhaltig” wirkt.

3. Bei vielen Kranken ist Hypnose allerdings auch kontraindiziert: a) wenn gleich bei der Anmeldung schon Hypnose gewünscht wird, weil das zumeist bedeutet: “Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass”, dh solche Leute wollen oft nicht aktiv an sich und ihrer Situation arbeiten, was aber not-wendig ist. Sie suchen im Grunde das Wundermittel gegen ihre Symptome, die aber ja oft auch Ausdruck für ganz andere Probleme sind.

4. Hypnose kann zu sehr tiefen Entspannungszuständen führen, die auf andere Weise so nicht erreicht werden können. Das ist an sich schon ein großer Wert!

5. Eine (leichte) Hypnose mit Entspannung und Ausblendung der Außenreize ermöglicht hervorragend das Imaginieren. Über die auftauchenden Bilder muss dann allerdings anschließend intensiv gearbeitet werden. – Insofern erfordert das Arbeiten mit Hypnose und Imagination recht viel Zeit!

6. Schmerzen und andere Missempfindungen sind sehr gut mit Hypnose behandelbar, so dass Medikamente eingespart werden können.

Hypnose ist keinesfalls magisch zu verstehen. – Es handelt sich um einen zumeist mit tiefer Entspannung verbundenen Bewußtseinszustand, der sich sowohl vom Wachzustand wie auch vom Schlaf (EEG-Nachweise) unterscheidet. K. Thomas sprach darum von einem “außerwachen” Bewußtseinszustand. In diesem Zustand ist die Außenwelt weitgehend abgeschaltet, Störungen werden nicht mehr wahrgenommen bzw. spielen sie keine Rolle im Erleben.
“Posthypnotische Aufträge” mit suggerierter Amnesie werden von normalen Personen durchgeführt: “Wenn Sie nachher wieder wach sind und ich irgendwann in einem Satz das Wort ‘Kamera’ sagen werde, werden Sie das Fenster auf- bzw zumachen.” Solche Aufträge werden zuallermeist durchgeführt. Wenn man fragt, warum der Patient /die Klientin das Fenster geöffnet hat, wird eine rationalisierende Antwort kommen wie: “Ich dachte, frische Luft wäre jetzt ganz gut.”

Klinische Hypnose ist kein magisch-esoterischer Schnickschnack, sondern eine bewährte Methode, die ja auch Freud anwandte, bis er von einer Patientin unerwartet umarmt und geküßt wurde, was ihm so unangenehm war, dass er die Methode aufgab zugunsten des freien Assoziierens.

Aber Hypnose ist m.E. aber nie eine selbständige Methode, sondern bedarf der guten Vor- und Nachbereitung mit psychotherapeutischen Methoden!

4.

#29 |
  1
Thomas Zeh
Thomas Zeh

Ich möchte einmal eine Definition von Hypnose versuchen. Ich musste diesen Zustand vor einiegn Jahren untersuchen, um ihn von anderen Zuständen klar abgrenzen zu können. Da die gängigen Definitionen hier leider nicht halfen, machte ich selbst Versuche. Mit folgendem Ergebnis:

Zuerst muss ich “Trance” definieren. Trance ist die Abwesenheit von Achtsamkeit (Bewusstseinsklarheit). Beispiel: Ich gehe einen gewohnten Weg nach Hause und merke erst an der Haustür, dass ich den ganzen Weg gegangen bin und kann das meist nur wenig erinnern. Das geistige bewusste System wird wohl bei langweiligen oder gewohnten Tätigkeiten quasi aus Effizienzgründen heruntergefahren.

Jetzt “höchste Achtsamkeit” (das Gegenteil von Trance), diese macht Bewusstseinsvorgänge auch erinnerbar, und das wohl um so besser je mehr Emotionen beteiligt sind. Beispiel: Ich balanciere auf einem Balken in 20m Höhe. Normalerweise hat dies wegen der Gefahr eine starke Achtsamkeit zur Folge.

Zum Schluss die Definition “Hypnose”: Dies wäre dann die bewusste Induktion des obengenannten Trancezustandes. Dadurch ist alles, was die Achtsamkeit ausmacht abhängig von der Tiefe der Trance mehr oder weniger ausgeschaltet. Zum Beispiel die Kritikfähigkeit ist herabgesetzt. Dinge passieren quasi ohne Zutun einer klarbewussten Entscheidung.

#28 |
  2
Psychotherapeutin

Ich kenne die Originalstudie nicht. Aber.

Ich hoffe mal, dass Ärzte, die nur 32 h Hypnose-Fortbildung hatten, nicht mehr als eine ergänzende Entspannungshypnose durchführen. Mehr hätte ich mich jedenfalls nach der Hypnose-Weiterbildung im Rahmen der 5j-Verhaltenstherapieausbildung ohne weitere Kurse sicher nicht getraut (und mehr haben wir dort auch nicht gelernt), mit der ich die Qualifikation/Bescheinigung für die spätere Kassenabrechnungsgenehmigung erhalten habe.

Etwas qualitativ und quantitativ ganz anderes war die Hypnotherpieausbildung beim Klingenberger Institut für Klinische Hypnose (KIKH) und auch die Voraussetzungen, dass mich die DGH als Therapeutin auf der Homepage gelistet hat. Und ich denke doch, dass auch einige ärztliche Kollegen eine etwas umfangreichere Weiterbildung gemacht haben, bevor sie sich ins große Feld der Hypnose weiter vorgewagt haben.

Schade, dass hier alles in einen Topf geworfen und kräftig umgerührt wird.
Wenn ich 32 h lerne, wie man ein Skalpell hält und dann eine Herz-OP durchführe und ein anderer Kollege eine fundierte Ausbildung durchlaufen hat und ebenfalls operiert. Ist es dann sinnvoll zu schauen, ob Skalpellverwenden erfolgreich bei (Herz)Operationen ist?

#27 |
  1
Gast
Gast

Klar, die Negationen. Verdienen ja kaum andere dran.

#26 |
  1
Dr. Stefan Lang
Dr. Stefan Lang

@PD Dr. rer.nat. Gernot Zissel: Ich finde nicht, dass die Autoren des Reviews gescheitert sind. Sie haben die verfügbaren Daten ausgewertet und ihre Schlüsse gezogen. Dass man diese Schlüsse infrage stellt, ist in Ordnung, wenn man dafür Argumente hat. Aber diese fehlen mir in dem DocCheck-Artikel.

#25 |
  2
Heilpraktiker

Da hat jemand mit bestimmten Prämissen etwas nachvollziehen wollen, was ihm wg. seiner Voreingenommenheit nicht gelungen ist.
Die erfolgreiche Arzt-Patient Beziehung benutzt kontextorientiert selbstverständlich ( oft unbewusst) die Sprache der Hypnose.

#24 |
  1
PD Dr. rer.nat. Gernot Zissel
PD Dr. rer.nat. Gernot Zissel

Nur mal ein kleiner Hinweis: der Artikel befasst sich doch gar nicht mit der Frage, ob Hypnose wirkt oder nicht! Es geht doch schlicht darum, dass ein Review angetreten ist, in dem gerade diese Frage beantwortet werden sollte – und die Autoren leider scheitern! weder wurde definiert, was hier unter Hypnose verstanden wurde, noch wurde vernünftig definiert, wie das Outcome gemessen wurde. Schlechte Studie, eigentlich kein Aufreger (außer dass es publiziert wurde!).

#23 |
  1
Dr. med. Willem Evermann
Dr. med. Willem Evermann

Kopfschüttel…… Wer so etwas schreibt, hat selbst kaum eine therapeutische Qualifikation im Bereich der Hypnose! Allgemein scheint dies ja viele Artikel in diesem Forum zu betreffen: Schlagworte, Diskussionen auf Stammtischnieau aber keine profunde fachlich kompetente Berichterstattung. Wer Hypnose kennt, weiß, dass damit genau NICHT die 32 Stunden Ausbildung gemeint ist, auch nicht der Leistungsinhalt der GOÄ 845. Hypnose ist ein qualitativ hochwertiges Verfahren mit sehr guten Curricula der führenden Gesellschaften DGH und MEG, äußerst effizient und eröffnet gerade Patienten neue Perspektiven, die mit der herkömmlichen Kassenpsychotherapie nicht zurechtgekommen sind. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich psychotherapeutische Themen schlecht in Studienformate pressen lassen. Übrigens: Auch der Artikel im Ärzteblatt schafft ein Bild von der Hypnose, wie sie heute nicht mehr praktiziert werden sollte!

#22 |
  0
Gast
Gast

Wer immer der Autor dieses Artikels ist, hat sich offensichtlich nie mit Hypnose und therapeutischer Kommunikation näher beschäftigt. Wer sich ohne fundierte Wissensgrundlage eine Meinung herausnimmt, muss akzeptieren, nicht für ernst genommen zu werden. Schlecht recherchierter Artikel. Die Redaktion sollte die Qualifikation des Autors genauer prüfen.

#21 |
  0
Dr. Stefan Lang
Dr. Stefan Lang

Nachdem ich nun den Artikel im Dt. Ärzteblatt im Original gelesen habe, stelle ich fest: Die DocCheck Zusammenfassung ist nicht korrekt und keine geeignete Grundlage, um die Wirksamkeit der Hypnose zu diskutieren.

#20 |
  0
Dr. Gudrun Reinschmidt
Dr. Gudrun Reinschmidt

Wer Hypnose nach Milton Erickson gelernt hat, weiß, dass es um die Haltung gegenüber dem Patienten geht und Hypnose nicht allein eine Technik ist.

#19 |
  0
Gast
Gast

Während eine bewusste Weigerung eine Hypnose wohl verunmöglicht, ist es andererseits nicht korrekt, dass die Einwilligung des zu Hypnotisierenden eine Vorbedingung für die Hypnose sei. Ein neutraler Zustand ist für die Herbeiführung einer Hypnose bereits ausreichend. Ich (Dr. med. ohne Hypnoseerfahrung) erlebte, wie ein u.a. mit Fernhypnose arbeitender Heiler in seiner physischen Abwesenheit ohne unser vorgängiges Wissen eine Drittperson, die weder ihre Einwilligung zu einer Hypnose gegeben hatte noch je gegeben hätte, vor unseren Augen hypnotisierte und entsprechend agieren liess. Diese Person wusste und merkte in keiner Weise, dass sie hypnotisiert war. Im Wissen, dass keine Einwilligung stattgefunden hatte und sich die betroffene Person der Hypnose vollkommen unbewusst war, war diese Hypnose sowohl für mich wie für meine Begleitperson eine ausserordentlich erschreckende Situation. Entgegen aller Behauptungen ist bei entsprechender Begabung des Hypnotiseurs eine Einwilligung nicht erforderlich und ein neutraler Zustand für die Herbeiführung einer Hypnose bereits ausreichend, mit allen Implikationen.

#18 |
  3

Wäre die Autorenschaft nicht klar angegeben, so könnte man vermuten: Mal wieder ein Beitrag aus einer Kinder-Universität, von Kindsköpfen durchgewunken.

#17 |
  4

Der Glaube macht’s – also Placebo. Was nicht (völlige)Unwirksamkeit heißt …

#16 |
  8

Wie wirksam sind medizinische Skalpelle?
Gibt es eigentlich Studien zu diesem fragwürdigen Thema? Kommt es doch darauf an, wer sie führt, in welcher Indikation, bei wem, unter welchen Bedingungen. Hypnose als EIN Ausdruck von Kommunikation ist abhängig von vielen Faktoren.
Vom dem der sie anwendet, von dessen Weltbildern, seinem Wissenschaftsverständnis, seiner Wahrnehmungsfähigkeit, seinem Menschenbild usw.
Sie ist aber auch abhängig von dem der sich etwas davon verspricht, der sie vielleicht als Werkzeug der (Selbst-)heilung versteht oder damit Verantwortung für die eigene Lebensführung abgeben will.
Und dann ist sie aber auch noch ein Werkzeug in einer Beziehung zwischen den beiden Partnern, die sich in den (hypnotischen) Prozess begeben. Einen Prozess der wiederum eingebettet in ein soziales Umfeld ist, in ein Beziehungsnetz in und um die Protagonisten.
Ein paar mehr Faktoren also, als das zur Verblödung anstiftende Motiv moderner Journalisten abzudecken vermag. Hier geht es darum möglichst einfache Antworten für höchst komplexe Zusammenhänge zu formulieren: “Hypnose hilft (nicht)” Sag den Lemmingen ob links oder rechts, verhilf ihnen ja nicht zur eigenen Entscheidung. Aber trotzdem vielen Dank für die Unterhaltung, meist ist die Schlacht der Kommentare viel interessanter als der dröge Artikel selbst.

#15 |
  0
Dr. Stefan Lang
Dr. Stefan Lang

DocCheck publiziert regelmäßig wenig-fundierte Beiträge zu therapeutischen Ansätzen, die nicht aus dem Schulmedizin-Mainstream stammen. Anschließend kloppen dann in den Kommentaren Ärzte und HPs aufeinander ein. Dass es diesmal nicht so ist, zeigt, dass die medizinische Hypnose aus gutem Grund zunehmend akzeptiert wird.

#14 |
  0
Rainer H. Kraus
Rainer H. Kraus

In seinem Vortrag „Die deutsche Gesundheitspolitik auf einer Gratwanderung“ beim 64. ordentlichen Medizinischen Fakultätentag 2003 in Lübeck sagte Prof. Dr. med. Albrecht Encke, Past-Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF):

Nur 20 % der Therapien aller behandelbaren Erkrankungen in der Medizin können durch randomisierte klinische Studien belegt werden, die übrigen Erkrankungen werden deswegen jedoch nicht durch „nutzlose“ Therapien versorgt. Die Medienöffentlichkeit reagiert aber auch hier wiedertypisch, indem in Publikationen der Tagespresse behauptet wird, daß 85 %aller Erkrankungen nicht nach wirklich gesichertem Wissen behandelt würden und 50 % aller Krankenhausaufenthalte nutzlos seien. Hier müssen wir mit unserem medizinischen Sachverstand durch begründete Stellungnahmen einschreiten.

Ende des Zitats

rainer h. kraus, Verein zur Förderung der Lymphoedemtherapie e.V.

#13 |
  0
Stefan Kaa
Stefan Kaa

Der Artikel ist leider nicht unvoreingenommen und nicht zielführend und somit recht wertlos. Schade.

#12 |
  1
Stefan Kaa
Stefan Kaa

@ Gast. Hypnose hat nichts mit Esoterik zu tun. Auch ist es mir schleierhaft wieso Sie HPs in die Esoecke stellen möchten. Es gibt solche und solche.
Kann es seindas, dass Sie dogmatischer Rationallist sind?

#11 |
  2

Der Artikel ist peinlich schlecht recherchiert, nicht so ganz ds was ich von DochCeck sonst kenne. Ich benutze selber keine Hypnose, arbeite dafür mit Fachleuten zusammen. Als Homöopathin und Psychiaterin kenne ich den Wert und die Gefahr meiner Worte für die Genesung der Patienten. Dies ist aber zu unterscheiden von einer hypnotischen Sitzung nach den Regeln der Kunst. Es gibt dann auch noch die hypnotischen Interventionen nach Erikson, auch hier ist der Wirkungsnachweis gegeben.

#10 |
  3
Gast
Gast

Esoterisches Geschwafel eines Heilpraktikers: “Außerdem kann man den hypnotischen Zustand sehr gut mit dem EEG messen, die Hirnströme eines Erwachsenen verändern sich hin zu denen eines Kleinkindes und so bekommen wir Zugang zu sehr frühen Gefühlen. ”

https://www.psiram.com/ge/index.php/Heilpraktiker

#9 |
  25
Heilpraktikerin

Ich arbeite seit 3 Jahren mit Hypnose. Die Ausbildung bei der GTH dauerte drei Jahre mit Abschlußprüfung und Facharbeit. Inhalte sind Hypnose, Techniken, Anwendungsbereiche, Kontraindikationen, Phasenlehre, psychotherapeutische Schulen mit ihren Methoden, und eine eigene Lebensanalyse ist Pflicht, usw. Es gibt diese Ausbildungen bereits. Diese benötigen Zeit und Geld, die viele nicht mehr nutzen wollen. Dabei ist Hypnose ein Instrument der Ruhe und nicht der Hektik. Außerdem kann man den hypnotischen Zustand sehr gut mit dem EEG messen, die Hirnströme eines Erwachsenen verändern sich hin zu denen eines Kleinkindes und so bekommen wir Zugang zu sehr frühen Gefühlen. Aber wie bereits erwähnt, ist es der Klient, der es letztendlich zulässt und der Therapeut ist nur der Begleiter und nicht der “Macher”.

#8 |
  7
Zahnärztin

Hallo, es mag sein, dass die Studie methodisch “interessant’ ist und den wissenschaftlichen Kriterien nicht standhält – zumal unterschiedliche Einsatzbereiche gemeinsam betrachtet werden. Allerdings ist es mindestens so interessant, aus einer Studie auf ein Verfahren zu schließen. Wer regelmäßig in Hypnoanalgesie – ohne weitere Anästhesie – operiert, vom Weisheitszahn bis zu großen Bauch-OPs lässt sich allerdings sehr ungern in die alternativmedizinische Ecke abschieben. Journalismus ist Dienstleistung, so werben Sie ja. Saubere (auch neurophysiologische) Studien findet man z.B. bei Halsbrand, U. – Es wäre schön, wenn umfassend recherchiert und weniger bewertet würde – Danke!

#7 |
  1
Gast
Gast

Sehr geehrte Leser und Leserinnen,

ich bin fassungslos über eine derartige Darstellung einer sehr wohl wissenschaftlich dargelegten Methode.
Allein dieser Beitrag bestätigt das.
Unwissen sollte nicht so offen kommuniziert werden.
Denn genau das macht uns Hypnotherapeuten das Leben schwer. Die Wirksamkeit kann jeder selbst erleben!

Herzliche Grüße
Nadine Schäfer

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/campus/schmerzfrei-in-hypnose-trierer-wissenschaftler-erforschen-trance-zustaende/-/id=658620/did=17499820/nid=658620/11z5m7q/index.html

#6 |
  3
Heilpraktiker

Hypnose ist keine Therapie, aber in Hypnose sind manche Therapien effektiver. Eigentlich geht es im therapeutischen Bereich eher um den hypnoiden Zustand, in dem wir praktisch immer sind, wenn wir nicht schlafen. Das ist das gesamte Spektrum zwischen tatsächlichem Wachzustand und Hypnose. Im therapeutischen Bereich wird nur durch ein paar einfache Techniken der hypnoiden Zustand in Richtung Hypnose verstärkt. Das muss gar nicht so weit gehen, dass es äußerlich sichtbar wird und dennoch werden dabei manche Therapien wirksamer oder überhaupt wirksam. Ein alter Quacksalber-Trick ;-)

#5 |
  4

Mindestens 1-3 Jahre Ausbildung in Hypnose ist vielleicht etwas effektiver als die von Ärzten geforderte Hypnose.
Ich behandle seit 10 Jahren Patienten erfolgreich in Hypnose, insbesondere mit Schmerzen , Ängsten , Störung des Selbstwertes und Depressionen usw.
Übrigens jede Hypnose ist eine Selbsthypnose, dh. wenn ich nicht will kann ich nicht hypnotisiert werden! Hypnose ist die Methode um an Symptome heranzukommen, die vom Unbewussten produziert werden z.B. Ängste usw.
Der Autor sollte sich vielleicht einmal fachkundig machen, was eine Hypnose ist und was sie bewirken kann.
Unter anderem habe ich meine somatische Praxis zu gunsten einer Psychotherapeutischen Praxis aufgegeben um deutlich mehr Erfolge zu haben.
Übrigens ist die Trance und Hypnose die älteste Heilmethode in allen Kulturen in unterschiedlicher Form.

#4 |
  0
Georg Küppers
Georg Küppers

Dr. Heinz hat recht. Wahrscheinlich taugen die üblichen statistischen Instrumente einfach nicht dazu, um die diffuse Wirksamkeit einer derart diffusen Behandlungsweise zu erfassen. Die Effekte sind halt weiche Fakten und keine harten Fakten. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht gibt, sondern nur, dass man sie unter harten Rahmenbedingungen nur schwer erfassen und beweisen kann, weil sie einem stets aus der Hand flutschen.

#3 |
  1
Dr. Stefan Lang
Dr. Stefan Lang

Mag sein, dass der Review nicht gut geschrieben wurde, dass die Defintionen unklar und uneinheitlich sind. Aber das bedeuted doch nicht, dass die Hypnose prinzipiell unwirksam ist? Wenn in 5 RCT mit >400 Patienten gut messbare Parameter durch die Hypnose signifikant verbessert werden konnten, ist das doch nicht schlecht (interessiert mich, könnte man den Link zu diesen Studien hier veröffentlichen?).

#2 |
  1
Heinz
Heinz

Ich arbeite seit 20 Jahren mit Hypnose, bilde Therapeuten aus und weiss was diese Werkzeug, in den richtigen Händen, kann und was nicht. Meine Patienten danken es mir täglich und denen ist eine Review von Meta-Analysen der letzten zehn Jahre völlig egal……….

#1 |
  7


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: