Männer fluchen, Frauen backen Kuchen

1. Juni 2016
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Wir haben es uns schon fast gedacht: Männer sprechen anders als Frauen. Das belegte jetzt auch eine Computeranalyse, die Nachrichten von 65.000 Facebook-Usern auswertete. Die Sprache der Frauen wurde als wärmer und angenehmer eingestuft.

Um Unterschiede in der Ausdrucksweise von Männern und Frauen herauszuarbeiten, haben sich Psychologen und Informatiker von der Stony Brook University, der University of Pennsylvania und der University of Melbourne zusammengetan, um die sprachlichen Feinheiten von 65.00 Facebook-Usern unter die Lupe zu nehmen. Deutlich wurde, dass es bei Frauen häufig um Freunde, Familie und ihr Sozialleben ging, während Männer häufiger fluchten und insgesamt eine wütendere, argumentativere Sprache nutzen.

Im Durschnitt zeichnete sich die Sprache der Frauen durch Freundlichkeit und Mitgefühl aus: Wörter wie „wunderbar“, „dankbar“ oder „Geburtstag“ kamen im Wortschatz der Frauen häufig vor. Dem gegenüber steht die Sprache der Männer, die als unpersönlich und feindselig beschrieben wurde. Hier finden Wörter wie „gewinnen/verlieren“, „Freiheit“ und „Kampf“ häufig Erwähnung.

In vielerlei Hinsicht sei der Themenschwerpunkt, den Männer und Frauen wählten, nicht besonders überraschend, sagt die Psychologin und Mitautorin der Studie Dr. Margaret Kern von der University of Melbourne. Eher passen sie zu den gängigen Stereotypen. Die Computermethode ermögliche in diesem Fall eine Visualisierung davon, was das menschliche Gehirn ohnehin tue, um Menschen automatisch einzuordnen, so Kern weiter.

Lesen Sie hier mehr zu den sprachlichen Unterschieden bei Mann und Frau.

 

17 Wertungen (3.65 ø)
Forschung, Medizin

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4 Kommentare:

Nichtmedizinische Berufe

@Dr. biol. hum. Claudia Arnold- hi, hi, hi, hi….großartig geschrieben!! Mehr davon!!!!

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Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

Es lässt sich nicht leugnen, dass es sehr wohl einen Geschlechterunterschied gibt. Auch wenn viele Menschen das in Abrede stellen. Gender Mainstreaming ist nicht unwichtig, aber Feminismus und Emanzipation der Frau kann man auch ad absurdum führen und übertreiben. Gewisse Berufe sind für Frauen besser geeignet, und für Männer sind es wieder andere. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber eine Baggerführerin auf dem Bauplatz und ein Verkäufer in der Damenabteilung sind für mich immer noch ein fremder Anblick. Da Männer idR körperlich kräftiger sind, sollten sie auch die entsprechenden Arbeitsplätze haben. Frauen gehören zu den Kindern, bzw. in Berufe, in denen Soft Skills im Vordergrund stehen. Das ist geschlechterentsprechend und einfach besser.

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@Dr. Schätzler: Der alte Dreikäpfer, dem keine mehr die Unterhosen wäscht? LOL – frau wünscht sich natürlich manchmal, dass mann einmal eine Dosis seiner eigenen Medizin schlucken muss. Ich stimme Ihnen zu – das Sprachverhalten ist wohl ein kulturell geprägter Unterschied, und IMHO ist Facebook keine gute Quelle für Sprachmuster. Da ich in einem Forumskommentar meine Weiblichkeit oder Männlichkeit nicht so ausdrücken kann wie sonst – schließlich riecht der Leser nicht mein AXE und kann meinen Hüftschwung nicht bewundern – übertreibe ich dann mit den sprachlichen Geschlechtsmerkmalen?

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Facebook-User verwenden häufiger eine sach- und zielgebundene Sprache für Termine, Verabredungen und Vereinbarungen. Dabei ist die „gender“-spezifische, emotional unterschiedliche, kommunikative Kompetenz bei Männern und Frauen durch sozialpsychologisch bekannte, intra- und interpersonelle Bewältigungsstrategien [Coping Strategies] gekennzeichnet. Diese sind kulturell geprägt und im Gegensatz zum Tierreich durch stammes- bzw. landsmannschaftliches, geschichtlich entwickeltes Denken, Fühlen, Wollen und Handeln bzw. basale Kulturtechniken gekennzeichnet.
Kulturelle Reflexion, soziale Kommunikation, Gefühls- und Befindlichkeitswelt, Empathie, verbale und nonverbale Kommunikation bzw. Interaktion, Vorrats- und Versorgungskompetenz sind Schwerpunkte, mit denen überwiegend Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen bis ins hohe Alter punkten können.
Männer setzen eher auf Leistung, Routine, Laufen, Fahren, Sportarten, Kräftemessen, Bälle in Toren oder Löchern versenken bzw. dabei passiv zuschauen, die schnellste Runde fahren oder die Schwerkraft mit Bergsteigen, Skifahren, Klettern, Mountainbiken, Kitesurfen, Fallschirmspringen überwinden. Sie bleiben damit aber sozial, kommunikativ, emotional und in der hauswirtschaftlichen Versorgung eher inkompetent. Und damit scheitern die Männer in zunehmendem Alter leider oft auf der ganzen Linie. Weibliches „Social Coping“ versus männliches „Physical Coping“.

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