Open Access: Befreit die Artikel

31. Mai 2016
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Wissenschaftliche Journals und Fachartikel können teuer sein. Die EU hat nun vor ein paar Tagen zugestimmt, dass solche Artikel und Zeitschriften frei verfügbar sein und in Zukunft nichts mehr kosten sollen. Und das alles bis 2020. Unmöglich? Nein. Schwierig? Ja.

Häufig landen Studenten, Ärzte oder Interessierte vor einer Bezahlschranke, wenn sie online versuchen einen Fachartikel zu lesen. Viele werden so eine Situation schon erlebt haben und nicht selten bezahlt man lieber kein Geld, statt bis zu 50 Euro für ein PDF auszugeben. Die „Open Access“-Bewegung will dagegen steuern und ist schon seit Jahren für die kostenlose Bereitsstellung der Fachartikel.

Nun haben sich die Mitglieder der Europäischen Union für diesen „Open Access“ ausgesprochen. Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, nannte diese Abstimmung sogar „life-changing“. Auch die Liga Europäischer Forschungsuniversitäten (LERU) sprach sich für diese Entscheidung aus, doch sie wissen, dass das Ziel kein leichtes sei. Selbst die Niederlanden, die in der „Open Access“-Bewegung an der Spitze stehen, haben als offizielles Zieldatum der kompletten Umstellung auf den allgemeinen Zugriff der Artikel „erst“ das Jahr 2024 genannt.

Lesen Sie hier weiter, warum das Ziel Open Access doch erreichbar ist und ob es der grüne oder der goldene Weg für diese schwierige Aufgabe sein soll.

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Medizin, Pharmazie

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3 Kommentare:

Vor einigen Jahren erhielten die Authoren noch Honorar für eine Publikation. Das ist ‘passe’, für eine Publikation im OA müssen die Autoren bezahlen. Das demotiviert und fordert nur die jenigen die sich selbst maßlos überschätzen. Die, die glauben ihre Weisheit der Welt verkünden zu müssen und dafür sogar bereit sind zu zahlen.
Ich glaube nicht, daß das ein richtiger Weg ist wenn am Ende alles kostenlos zu lesen wird dafür aber im OA nur wertloser Schrott publiziert wird.

#3 |
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Nichtmedizinische Berufe

Vor allem bei der Recherche in einem nicht so heimischen Themengebiet, ist man bislang schnell viel Geld los und hat dann noch nicht mal annähernd brauchbares gefunden. Je schneller OA, desto besser!

#2 |
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Das wird aber auch Zeit! Vor allem, wenn öffentliche Förderungsmittel in der Forschung stecken, ist OA eine Selbstverständlichkeit.

#1 |
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