Milch auf Wein – das tu rein!

12. Mai 2016
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Das Mikrobiom des Darms birgt viele Geheimnisse. Seine Zusammensetzung hat Einfluss auf die Verdauung und das Immunsystem. Je vielfältiger die Zusammensetzung, desto besser. Nun zeigte sich: Wein und Kaffee fördern offenbar die mikrobielle Diversität.

Gute Nachrichte für Kaffee- und Weinliebhaber: Einer neuen Studie zufolge erhöhen beide Getränke die Diversität des Mikrobioms im Darm. Eine vielfältige Zusammensetzung des Mikrobioms gilt als Indiz für Gesundheit. Auch Früchte, Gemüse, Joghurt und Buttermilch wirken sich positiv auf die mikrobielle Zusammensetzung der Darmflora aus.

Im Rahmen einer niederländischen Studie, an der 1100 Menschen teilnahmen, konnten insgesamt 126 Faktoren ausfindig gemacht werden, die einen Einfluss auf die Zusammensetzung des Mikrobioms haben. Der Großteil dieser Faktoren steht im Zusammenhang mit der Ernährung, aber auch Medikamente, Erkrankungen und der Konsum von Tabak spielen eine Rolle.

So reduzieren beispielsweise stark zuckerhaltige Getränke und Snacks die Diversität der Mikroorganismen im Darm. Auch interessant: Das Mikrobiom der Frauen ist vielfältiger zusammengesetzt als das der Männer und das von älteren Menschen vielfältiger als von Jüngeren. Widererwarten haben Kaiserschnitte keinerlei Einfluss auf die Menge der Mikroorganismen im Darm der Erwachsenen.

Lesen Sie hier mehr zu den Untersuchungsergebnissen.

Originalpublikationen:

Population-based metagenomics analysis reveals markers for gut microbiome composition and diversity
Alexandra Zhernakova et al.; Science, doi: 10.1126/science.aad3369; 2016

Population-level analysis of gut microbiome variation
Gwen Falony et al.; Science, doi: 10.1126/science.aad3503, 2016

54 Wertungen (4.19 ø)

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4 Kommentare:

Gast
Gast

# 3 : Nöh, schmeckt nicht

#4 |
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Milch ist nach dem Pasteurisieren ja so gut wie steril. Buttermilch enthält zumindest noch einige Milchsäurebakterien, die auch zur natürlichen Flora der Mundschleimhaut gehören. So gesehen ist Buttermilch tatsächlich gesünder und bekömmlicher als die blanke Milch. Das gilt ja auch für Yogurth und Kefir. Prosit!

#3 |
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Biologe
Biologe

Viele vertragen Buttermilch besser, abgesehen auch von den weniger Fettkalorien,
aber bitte nicht nach einem guten Glas Wein!

#2 |
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hpb
hpb

Die Überschrift ist irreführend! Die Studie lobt nur Buttermilch – Vollmilch ist verpönt!

#1 |
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