NHS-Deals: Patientendaten zu Schleuderpreisen

6. Mai 2016
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In Großbritannien hat Google Zugang zu Daten von 1,6 Millionen Patienten. Im Februar war ein Datenaustausch-Abkommen zwischen Google und dem National Health Service bekannt geworden. Offenbar geht die Datenmenge aber weit über die öffentlich angekündigten Dimensionen hinaus.

Ein Dokument, das dem englischen Wissenschaftsmagazin New Scientist vorliegt, offenbart ein Abkommen zwischen Google DeepMind und dem englischen National Health Service (NHS). Demzufolge hat das Google-Subunternehmen für künstliche Intelligenz Zugang zu einer großen Menge an Daten aus dem Healthcare Sektor. Im Februar hatte DeepMind eine Zusammenarbeit mit den beteiligten Krankenhäusern bekannt gegeben, die der Entwicklung einer App zur Überwachung von Nierenerkrankungen dienen sollte. Offenbar geht das Abkommen aber weit über dieses Vorhaben hinaus: So hat Google Zugriff auf Daten aus drei Londoner Kliniken, die vom Royal Free London NHS Foundation Trust betrieben werden. Insgesamt handelt es sich um die Daten von 1,6 Millionen Patienten.

Lesen Sie hier mehr zum Datenleck in Großbritannien.

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5 Kommentare:

Alexandra Buchhold
Alexandra Buchhold

Das ist ja nicht zu fassen!!!
Man Stelle sich einmal vor, dass persönliche Krankendaten unter der Hand gehandelt würden und somit von Interessenten z.B. zukünftige Arbeitgeber gekauft werden könnten :-@ oh mein Gott! Das würfe uns zurück in die Steinzeit!

#5 |
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Gast
Gast

im Internet haben die selbstverständlich gar nichts zu tun.
Komputer ja,
aber offline, konsequent offline!

#4 |
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Gast
Gast

Sollte die Speicherung aller Krankendaten online dann doch noch bei uns eingeführt werden, bleibt nur auf das Recht auf Datenschutz zu bestehen und nach jedem Arztbesuch alle Einträge zu löschen.
Dass dieses Recht weiterhin Bestand hat, wurde meines Wissens inzwischen ja mehrfach vor Gericht bestätigt – mein letzter Stand ist, dass es mit Einführung dieser Funktion in Arztpraxen Terminals geben solle, an denen Patienten ihre Daten einsehen und auch löschen können.
Man wird sich also entscheiden können, ob man den gesamten Vorteil des Systems (bessere Kommunikation zwischen den Ärzten, weniger Medikationsfehler etc.) völlig aufgibt, oder ob man in Kauf nimmt, dass intimste Daten an die entsprechenden Datenkraken gehen.
Legal oder eben nicht legal – die genutzten Verschlüsselungen unserer Behörden sind und waren immer ein Witz.

#3 |
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Gast
Gast

kaum zu fassen google?
Geld habe die ja.

#2 |
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Arzt
Arzt

Deshalb nicht locker lassen und standhaft bleiben GEGEN die “online-Digitalisierung” und die e-Card, auch hier bei doccheck.
Es gibt bei uns immer noch den Strafparagraphen 203 StGB.
“Altmodisch” und “gestrig” wird allmälig zum Kompliment.
Fehlt nur noch “rechtsradikal”.
Bedeutet wahrscheinlich, man darf sich nicht an geltendes Recht halten.

#1 |
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