OpenNotes: Spiel mit offenen Karten

25. April 2016
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Wenn Patienten die medizinischen Notizen des Arztes lesen dürfen und Einblick in alle Befunde haben, verbessert sich die Arzt-Patienten-Beziehung erheblich. Die vollkommene Transparenz führt auch dazu, dass sich der Patient besser um seine Gesundheit kümmert.

Etwa die Hälfte der Patienten, die zum Arzt gehen, verstehen nicht genau, was gerade besprochen wurde. Legt man die Karten aber offen auf den Tisch, verändert sich die Situation radikal. „Dadurch, dass die Patienten alles noch einmal nachlesen und auch die Notizen der Ärzte online einsehen können, haben sie die Möglichkeit, sich noch intensiver mit dem Thema zu beschäftigen, etwas noch einmal nachzulesen oder mit Angehörigen und Bekannten darüber zu sprechen“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Tobias Esch. Und nicht nur das: Auch die Arzt-Patienten-Beziehung verbessert sich.

Lesen Sie hier weiter, warum immer mehr Patienten und Ärzte beim OpenNotes-Projekt mitmachen. 

19 Wertungen (4.21 ø)

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7 Kommentare:

Gast
Gast

“online” ist wirklich gut.
Das nächste wäre dann mit dem Lautsprecher durch die Straße oder in der Schulklasse diskutieren

#7 |
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Welche Facultas vertritt eigentlich dieser “Studienleiter” Prof.Dr. Esch?
Das klingt so nach Volkshochschule.
Die DocChek News Redaktion scheint wohl auch einer leichtern Schwachsinnsform anheim gefallen zu sein. Anders ist dieser journalistische Unsinn kaum erklärbar.

#6 |
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Gast
Gast

Der Begriff legt nahe, ein Arzt würde nicht mit offenen Karten spielen.
Und da muss ich #3 recht geben.
Weshalb sollte er das denn???
Ich geh lieber zu einem Dr. als zu einem Anwalt.

#5 |
  3

In Österreich gibt es ein Gesetz, dass ein/e Patient/in in seine/ihre gesamte Patientenakte Einsicht nehmen darf. Für andere Personen gilt dies nur, wenn der Patient z.B. besachwaltet ist für den Sachwalter, bzw. für den Hausarzt.
Der Sinn ist aber nicht, nach “Fehlern” zu suchen, sondern sich selbst ein Bild über alle Befunde zu machen, und, wenn man diverse Befunde als Laie nicht versteht, sich diese patientengerecht vom behandelnden Arzt erklären zu lassen.
Es soll also die Barriere Fachsprache und “nicht verstehen” des Laien überwunden werden.
Ich denke, dies dient wirklich einem Vertrauensprinzip.
Wenn ein Patient aber nicht nachfragt, so muss der behandelnde Mediziner nicht alles erklären, es ist also vom Interesse des Patienten abhängig. Man darf in solch einem Fall dem Mediziner dann keine Vorwürfe machen, er hätte dem Patienten nicht alles gesagt oder erklärt.
Meines Ermessens eine gute Regelung!

#4 |
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Gast
Gast

völliger Quatsch, wer erfindet denn solche Märchen?

#3 |
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franz laudenbach
franz laudenbach

Vor alle Dingen, kann man damit das Verfälschen der ärztlichen Dokumentation nachweisen.
Bsp.: Gravierende Fehlbehandlung, die sich oftmals erst nach Jahren herausstellt.

#2 |
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Nichtmedizinische Berufe

Bedingung ist nur, dass Open Notes nicht noch mehr wertvolle Zeit des Arztes für das Patientengespräch wegnimmt, ähnlich wie die Dokumentation. Mich hat es schon immer gestört, wenn der Arzt bei der Amnanese eher auf den Bildschirm als in mein Gesicht guckt. Dann wäre es : “Können Sie ja später nochmal nachlesen!”

#1 |
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