Mutterschaft: Nachzügler auf der Überholspur

14. April 2016
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Kinder von älteren Müttern sind gesünder, größer und erhalten eine bessere Ausbildung als der Nachwuchs von jüngeren Müttern. Die biologischen Risiken, die mit einer späten Schwangerschaft einhergehen, werden durch die Vorteile eines späteren Geburtsjahres kompensiert.

Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gesundheitsrisiken von Kindern mit dem Alter ihrer Mütter steigen: Je später eine Frau schwanger wird, desto größer ist beispielsweise die Gefahr, dass das Kind mit einem Down-Syndrom geboren wird oder später im Leben an Alzheimer, Bluthochdruck oder Diabetes erkrankt. Doch trotz dieser Risiken profitieren Kinder spätgebärender Mütter. Das belegt eine Studie von Mikko Myrskylä, Direktor am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock, und Kieron Barclay von der London School of Economics.

Veränderung äußerer Einflüsse

Das Gesundheitswesen und die sozialen Verhältnisse haben sich in der Vergangenheit in vielen Ländern verbessert. Bisherige Studien, die den Einfluss des mütterlichen Alters auf die Gesundheit ihrer Kinder untersucht hatten, ließen derartige Entwicklungen außer Acht, obwohl sie für die einzelne Mutter und ihren Nachwuchs von großer Bedeutung sind.

Denn aus der Perspektive einer einzelnen Mutter bedeutet eine späte Schwangerschaft auch ein späteres Geburtsjahr ihres Kindes. Bekommt eine Frau ihr Baby beispielsweise zehn Jahre später, ist dieser Aufschub des Mutterwerdens von einem Jahrzehnt begleitet, in dem sich die gesundheitlichen und sozialen Bedingungen, unter denen das Kind groß wird, verändert haben.

Mütter mit 40 haben größere, gesündere und gebildetere Kinder

Die neue Studie hat diese Entwicklungen berücksichtigt und kommt so zu dem Schluss, dass die Kinder älterer Mütter gesünder, größer und gebildeter sind. Die Ergebnisse der Forscher zeigen, dass die biologischen Risiken, die mit einer späten Schwangerschaft einhergehen, von den positiven Veränderungen der äußeren Einflüsse in dem entsprechenden Zeitraum mehr als kompensiert werden.

Eine Frau, die beispielsweise im Jahr 1950 geboren wurde und im Alter von 20 Jahren ein Kind bekommt, bringt dieses 1970 zur Welt. Bekäme die gleiche Frau ihr Kind erst mit 40 Jahren, würde dieses im Jahr 1990 geboren. „Diese zwanzig Jahre machen einen enormen Unterschied aus“, sagt Mikko Myrskylä. Ein Kind, das im Jahr 1990 geboren wurde, besuche beispielsweise mit viel größerer Wahrscheinlichkeit eine Hochschule als eines, das 20 Jahre früher zur Welt gekommen ist.

In ihrer Studie analysierten die Wissenschaftler die Daten von mehr als 1,5 Millionen Frauen und Männern aus Schweden, die zwischen 1960 und 1991 geboren wurden. Die Wissenschaftler untersuchten die Größe dieser Menschen, ihre körperliche Fitness, ihre Schulabschlüsse und ihren Bildungsstand. Die Faktoren Größe und körperliche Fitness untersuchten sie, weil diese gute Indikatoren für den allgemeinen Gesundheitszustand sind, während der Bildungsgrad entscheidend für den beruflichen Erfolg und den sozioökonomischen Status ist.

Nachzügler besuchen die Schule im Schnitt ein Jahr länger

Die Forscher fanden heraus, dass die Kinder älterer Mütter größer waren, bessere Schulleistungen erzielten und mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine Universität besuchten als die Kinder jüngerer Mütter. Das galt selbst dann, wenn die Mütter bei der Geburt des Kindes bereits 40 Jahre alt oder noch älter waren. Verglichen die Wissenschaftler beispielsweise Geschwister mit einem großen Altersabstand, so stellte sich heraus, dass Kinder, deren Mutter bei der Geburt Anfang 40 gewesen war, im Schnitt etwa ein Jahr länger eine Schule oder Universität besuchten als Geschwister, bei deren Geburt die Mutter erst Anfang 20 gewesen war.

In ihrer statistischen Analyse verglichen die Forscher auch die Daten von Geschwistern mit den gleichen biologischen Eltern. Das Erbgut solcher Geschwisterkinder ist zu 50 Prozent gleich und außerdem wachsen sie in derselben familiären Umgebung auf. „Indem wir Geschwister miteinander verglichen, die in der gleichen Familie groß wurden, war es uns möglich, die Bedeutung des mütterlichen Alters bei der Geburt eines Kindes herauszustellen – unabhängig von anderen Faktoren, die die Ergebnisse verfälschen könnten“, sagt Kieron Barclay.

Kompensation möglicher Risikofaktoren im Alter

„Die Vorteile, die sich aus einem späteren Geburtsjahr ergeben, überwiegen die individuellen Risikofaktoren eines höheren Alters der Mutter bei der Geburt“, so Mikko Myrskylä. Man müsse eine andere Sichtweise auf das fortgeschrittene Alter von Müttern entwickeln: „Werdenden Eltern ist fast immer bewusst, welche Risiken mit einer späten Schwangerschaft einhergehen – die positiven Effekte kennen sie hingegen kaum.“

Originalpublikation:

Advanced Maternal Age and Offspring Outcomes: Reproductive Aging and Counterbalancing Period Trends
Kieron Barclay et al.; Population and Development Review, doi: 10.1111/j.1728-4457.2016.00105.x; 2016

24 Wertungen (3.67 ø)

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26 Kommentare:

Ärztin

Autokorrektur mag mich nicht !
zu @ 25 : ….. widerspricht NICHT meiner Aussage.

#26 |
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Ärztin

@23 Das ist eine Selbstverständlichkeit und widerspricht noch meiner Aussage.

#25 |
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Ärztin

#19
Was bitte hat Alice Schwarzer mit einer emanzipierten berufstätigen heterosexuellen Frau und im speziellen Mutter zu tun?

#24 |
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Gast
Gast

optimal ist und bleibt Mamma und Pappa

#23 |
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Ärztin

Kinder würden von jüngeren Eltern profitieren wenn die Generationen, also auch die Großeltern näher beisammen wären. Mit deren Entlastung wären Kinder trotz Beruf der Eltern emotional gut versorgt. Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten 50Jahren sehr verändert und damit auch die optimalen Bedingungen Nachwuchs groß zu ziehen.

#22 |
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Arzt
Arzt

@Eva Julia Fischer, Großes Kompliment für Ihre 5 Kinder! das ist wichtiger als alles Gerede,
ich habe 5 eigene, allerdings von 2 Frauen (nicht gleichzeitig) die alle unbedingt haben wollten + ein Mitgebrachtes, das mich merkwürdigerweise am meisten von allen Kindern schätzt (vielleicht gerade deshalb weil es vergleichen kann).
Kinder profitieren von älteren Eltern sicher mehr, als von jüngeren.
Die Genetik ist o.k. wie schon in #6 und#7 völlig richtig bemerkt.
Wer hier den Daumen runter macht ist wahrscheinlich kinderlos und neidisch.

#21 |
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Zahnärztin

#18
Danke, Frau Schuster!
Auf die ” ideologischen Abwege” habe ich mich nur begeben, weil mich einige Aussagen geärgert haben, meine Meinung zu dieser Studie habe ich in meinem ersten Kommentar dargelegt.
Ihren Ausführungen ist nichts hinzuzufügen.

#20 |
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Gast
Gast

Alice Schwarzer ist bitte keine “männliche” Lebensphilosophie!

#19 |
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Ärztin

Hier wird reine Statistik mit Ideologien unterfüttert. Die weibliche Argumentation (Fischer) allerdings der aktuellen Lebensrealität näher als die männliche Lebensphilosophie ( Gast anonym).
Auch in Deutschland bekommt die geschiedene Frau ohne Kinder keinen Lebensunterhalt und mit Kind nur Unterhalt wenn das jüngste Kind jünger als 3 Jahre alt ist.
Kindesunterhalt berechnet sich aus der Pflicht beider Elterteile für das Kind zu sorgen. Selbstverständlich wird von dem Elternteil bei dem das Kind/die Kinder leben ein Eigenanteil erwartet, der auch selbst erwirtschaftet wurde. Das wiederum hat mit dem Geschlecht des Elternteiles bei dem der Nachwuchs lebt nichts zu tun. Diese Regelung zwingt auch Frauen nach Abschluss der Ausbildung, also auch in fortgeschrittenem Alter erst Kinder zu gebären.

#18 |
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Gast
Gast

Die Diskussion und die heftige Kritik GEGEN das Muttergeld bei Nachwuchs OHNE Erwerbstätigkeit und sie kommt überwiegend aus der ideologisch links/grün/feministischen Ecke.
Frauen gegen Frauen.
Die Schweden haben auch das schon lange auf Wunsch der Bevölkerung eingeführt (3 Jahre ab Geburt), etwas mehr als bein uns geplant
und siehe da, sie sparen damit sogar Geld denn die dort wirklich gut ausgestatteten Ganztagskitas sind teurer als das Mutter/Vater-Geld.
Was sind schon drei Jahre für Lebensberufsweg.
Bei uns gibt es weder Muttergeld noch ähnlich gute Kitas wie in Schweden.
Und als Ergebnis weniger Kinder.
Ältere Eltern haben imho überwiegend Vorteile bei der Kindererziehung.

#17 |
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Gast
Gast

Aber Frau @Eva Julia Fischer, na klar kann man die Scheidungsrate schlagartig ändern, man muss nur wieder das Schuldprizip einführen, oder das was
Schweden vorexerziert hat. Die geschiedene Frau bekommt keinen Pfennig, sie ist ja emanzipiert, sie MUSS erwerbsmäßig arbeiten. Der Mann auch nichts, kein Gerichtsprozess.
Damit sank die Scheidungsrate schlagartig wieder deutlich unter 50% (war vorher höher).
Auch mit dem Nachwuchs ist es in Schweden besser bestellt als bei uns. Die sind einfach schon vom Staat kinderfreundlicher als wir und dort kann ein Mann auch in höchsten Positionen eine längere Auszeit für die Familie (bei Nachwuchs) nehmen, wofür er bei uns eher gefeuert wird.
Der falsch verstandene Feminismus ist der Hauptgrund für den fehlenden Nachwuchs.
Nicht die Männer kritisieren die Frauen, sondern ihr kritisiert euch selbst in eurer eigenen Freiheit mit Privilegien.
Die “Mutterrolle” wird geradezu fanatisch von der Lesbe Alice Schwarzer angegriffen, nicht von Männern
und dafür bekommt sie von den schwachsinnigen Männern sogar noch das Bundesverdienstkreuz.
20 Jahre ist keineswegs ein “Optimum”.
Der Gynäkologe sieht immer nur etwas mehr Schwierigkeiten bei der Erstgebärenden in jedem Alter.
Andererseits ist eine frühe Schwangerschaft allerdings auch kein beruflicher Nachteil, wie immer behauptet wird. Die “Karriere” wenn unbedingt erwünscht, kann auch nach den Kindern noch stattfinden, siehe unsere Verteidigungsministerin, sie ist nicht die erste. Nach meiner Erfahrung wollen die Frauen gar keine Karriere machen, bis auf Ausnahmen, wie immer.

#16 |
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Zahnärztin

#12 Natürlich kann er nicht gleichzeitig den Kinderwagen schieben und arbeiten, aber es besteht doch wohl die Möglichkeit, daß auch die Frau arbeitet und der Mann währenddessen das Kind betreut. Kinderbetreuung ist keine Strafe und sowohl Väter als auch Kinder profitieren davon.
Und Sie haben mich falsch verstanden: Ich schrieb, daß es vielleicht für das Paar zu spät sei, weil die Frau bereits an ihre biologischen Grenzen gestoßen ist, wenn der Mann erst zu spät ” grünes Licht” gibt. Es ist also nicht immer Schuld der ” karrieregeilen” Frau wie #3 behauptet hat, wenn Paare über 40 Eltern werden.
Die Scheidungsraten wird man wohl nicht ändern können, aber im Falle einer Trennung ist man zwar kein Paar mehr, aber doch weiterhin Eltern. Und die Rechtsprechung hat sich doch sehr zugunsten der Väterrechte gewandelt.
# 14 Männer und Frauen sind NICHT gleich und es wäre auch nicht wünschenswert.
Ich bin KEIN Freund früher Elternschaft( wie Sie meinem Kommentar(8)entnehmen können), aber es ist eben ALLES endlich- auch das biologische Fenster der weiblichen Fertilität und man muß sich an die Gegebenheiten anpassen.
Als Frau kann man es so oder so niemandem Recht machen: Bekommt man mit 20( im besten biologischen Alter für eine Frau)ein Kind, sieht man sich mit dem Vorwurf konfrontiert, man lade die finanzielle Verantwortung auf dem Mann ab( sofern man das Kind betreut) und sei( im Falle der Trennung) eine geldgierige Person, weil man eben nicht an der eigenen beruflichen Zukunft gearbeitet habe und nun vom Exmann abhängig sei.
Bekommt man mit 40 ein Kind, ist zu hören, daß man eine karrieregeile Frau sei, die ein Kind als Statussymbol wolle und die rücksichtslos das höhere Risiko von chromosomalen Schäden hinnehme und es billigend in Kauf nimmt, für die Großmutter gehalten zu werden.
Möchte man dem Vater die gleichen Rechte am Kind zugestehen( was natürlich auch gemeinsam verbrachte Zeit beinhaltet), ist man zu fordernd. Betreut man hingegen das Kind alleine, entzieht man es dem Mann…..
Und damit sind wir am Anfang der Diskussion:
Es ist vollkommen sinnfrei unterschiedliche Risiken und Vorteile einer frühen oder späten Elternschaft/ Mutterschaft/ Vaterschaft zueinander in Relation setzen zu wollen. Kinderwunsch ist keine rein rationale Abwägung und Kinder sind auch keine optimierbaren Projekte mit Vor- und Nachteilen. Genau diese Art der Betrachtung führt dazu, dass kaum Kinder geboren werden- es gibt immer etwas, das dagegen spricht.

#15 |
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der Seher
der Seher

Der Kinderwunsch der Männer ist anderer Natur als der Kinderwunsch der Frau, welcher stärker die direkte sinnliche Erfahrung beinhaltet.
Der Mann definiert sich selbst mehr durch das, was er “schafft”, dazu gehört auch die Familie, keineswegs nur der “Job”, gerade auch in höheren Jobs (mehr Kinder!),
nach dem alten Spruch:
Ein Mann sollte im Leben (mindestens) einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und ein Kind zeugen.
Familie ist für ihn also mit materieller Absicherung für die ganze Familie verbunden (gewesen). Damit ist er automatisch schon immer ein älterer Vater oder Partner gewesen.
Das wird durch die idiotische Genderideologie, Familienpolitik, Scheidungsrecht etc. gründlich behindert, was jeden klar denkenden jungen Mann vor einer Heirat oder frühzeitiger Vaterschaft abschrecken muss.

#14 |
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Arzt
Arzt

#2 und #10 Sie denken sicher an die Verlängerung der Telomeren,
Kinder von älteren Vätern werden deshalb älter als Kinder von jüngeren Vätern.
Darüber darf man nur nicht reden :-)

#13 |
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Gast
Gast

Na klar kann Mann nicht gleichzeitig für die Familie Geld verdienen UND den Kinderwagen schieben.
Was soll also dieser Kommentar.
Angesichts der geltenden Scheidungsregelung, kann man heute einem jungen Mann in Deutschland nicht mehr ernsthaft empfehlen zu heiraten.
Wie man sieht, sind “Frauen” aber trotzdem, oder gar noch mehr unzufrieden.
Jedenfalls ist eine älterer Vater “genetisch” zu empfehlen.
Darüber sind Frauen auch wieder unglücklich.

#12 |
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Zahnärztin

#10
So wie ich Frau Robinson verstanden habe, geht es ihr gerade um die Rolle und Verantwortlichkeit des potentiellen Vaters, der eben mehr als Erzeuger sein soll. Wenn der Mann aus den von ihr genannten Gründen (noch)kein Kind möchte, kann die Frau das nicht ändern und das Paar wird spät oder gar nicht mehr Eltern. Kennzeichen von industrialisierten Gesellschaften ist u.a. ein geringer Altersunterschied in den Partnerschaften. Wenn der Mann also Mitte 40 beschließen sollte, daß er jetzt noch Vater werden möchte, ist seine Partnerin (statistisch gesehen ) Anfang 40 und es ist vielleicht zu spät um GEMEINSAM Eltern zu werden.
Daß Väter Kinderwagen im Park schieben, werte ich als positives Zeichen- warum sollte der Vater nicht auch ein Stück Alltag mit seinem Kind leben?! Vermutlich drehen Sie am Wochenende Ihre Parkrunde, denn innerhalb der Woche werden Sie kaum Väter mit Kindern treffen- weder auf Spielplätzen, noch beim Einkaufen oder in Spielgruppen. Leider ist ist es immer noch so, daß die Kinderbetreuung größtenteils bei den Frauen liegt. Die Gründe sind vielfältig: Mangelndes Interesse, schlechteres durchschnittliches Einkommen der Frauen,mangelnde Flexibilität der Arbeitgeber.

#11 |
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Arzt
Arzt

Liebe Frau Robinson,
“Die Frau” soll sich zur notwendigen “Selbstfindung” ruhig etwas Zeit lassen
und das Kind auch wollen. Das sollte nicht behindert sondern unterstützt werden.
Aber nur für sie ist es irgendwann “zu spät”,
nicht für den Mann soweit er gesund ist.
Wenn ich einen Parkspaziergang (in Deutschland) mache,
es ist fast ein Test,
sehe ich immer nur den Mann den Kinderwagen schieben.
Selbst diese Babyschaukel tragen sie heute um den Hals.
Von der finanziellen Rolle wollen wir schon gar nicht reden.
Ein Kind, besonders ein Junge, ist eindeutig benachteiligt ohne
einen Vater in der Familie.
Die reale Epidemiologie spricht also deutlich gegen ihre Väterkritik,
ebenso wie die Statistik der Scheidungsbetreiber, die ca. in 80% nun mal die Frauen sind (gesetzlich deutlich gefördert.)
Unsere Deutsche Gesellschaft ist bemerkenswert familien- und kinderfeindlich.
Ich kann ein spätes Kind nur gut heißen, nicht zur pers. Befriedigung,
sondern als natürlichen Bestandteil einer Familie, zu der auch ein Vater gehört.
Ob eine Kind die “Liebe” irgendwann einmal zurückgibt,
ist heute eher zu bezweifeln, darauf darf man nicht mehr hoffen.

#10 |
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Ärztin

@Frau Fischer,
Ihren Kommentar finde ich ganz hervorragend.
Als Spätgebärende (mit 39!) möchte ich auch noch auf die Rolle der späten (wenn überhaupt) Väter verweisen, die ein “double income, no kids”-Leben mit Reisen, wann und wohin man will, frei gestaltbarer Freizeit, schicken sauberen Möbeln usw. einem Leben mit Einschränkungen durch Kinder so lange vorziehen, bis es zu spät ist.

#9 |
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Zahnärztin

@ R.Keller
Ihr Kommentar erinnert mich sehr an die ” Finde die 10 Fehler! “Suchbilder..
Ich hoffe, daß Ihnen bewußt ist, daß sowohl die 20 als auch die 40jährigen äußerst heterogene Gruppen sind – eben der Bevölkerungsdurchschnitt eines gewissen Alters. Insofern läßt sich wohl kaum eine Aussage darüber treffen, wie empathisch jemand mit potentiellem Nachwuchs zu einem bestimmten Zeitpunkt umgeht.
Was Sie ebenfalls überhaupt nicht mit einbeziehen ist die Tatsache, daß die Menschen heute älter werden und somit ihre Kinder länger( und meistens auch gesünder) begleiten können
http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/lebensstationen/1900_10.htm
Der Tiefpunkt des Heiratsalters vor 50 Jahren war die historische Ausnahme, nicht die Regel
http://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/lebensstationen/1900_8.htm

Wenn Sie die Links aufmerksam lesen und ein bißchen rechnen, werden Sie überdies feststellen, daß es auch damals genügend Mütter jenseits der 40 gegeben haben muß. Vielleicht nicht als Erstgebährende, aber für das einzelne Kind spielt das bei der Betrachtung, wie lange es seine Eltern hat, keine Rolle.
Und was nützen dem Kind Großeltern, die zwar Mitte 50 und fit sind, die aber keine Zeit haben, weil sie im Arbeitsleben stehen?
Was veranlaßt Sie von ” karriereorientierten Selbstdarstellerinnen” ( femininum!)zu sprechen? Für Männer ist das ok, für Frauen nicht? Aus entwicklungspsychologischer Sicht sind Väter ebenso wichtig wie Mütter. Und wo liegt das ” Karriereproblem”? Kinder kosten sehr viel Geld und das hat man meistens erst nach Abschluß einer vernünftigen Ausbildung. Luft, Liebe und der Sinn für Unfug reichen da meistens NICHT aus.
Mein erstes Kind habe ich mit Anfang 30 bekommen, das letzte von 5 mit 41. Wäre ich mit Mitte 20 Mutter geworden, hätte ich mir wahrscheinlich keine Existenz in dieser Form aufbauen können oder das Kind hätte mich kaum gesehen und ob es Geschwister bekommen hätte, steht in den Sternen.
Vielleicht sollten Sie sich davon verabschieden Menschen und ihre Lebensentwürfe pauschal in Schubladen zu stecken. Für Ihre Arbeit wäre das sicherlich hilfreich und im gesellschaftlichen Kontext ein Schritt in die richtige Richtung, denn wenn frau( man) sich nicht immer für den Kinderwunsch( zu welcher Lebenszeit auch immer) rechtfertigen muß und das Gefühl hat, bestimmten Anforderungen zu entsprechen, werden vielleicht auch wieder mehr Kinder geboren.

#8 |
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Gast
Gast

In der Regel besorgt das die Natur selbst, Polyploidie nistet nicht ein,
deshalb sind immer mehrere Versuche erforderlich bei Kinderwunsch besonders ab 30

#7 |
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Gast
Gast

Down-Syndrom kann gezielt abgetrieben werden.
Da Abtreibung auch von Gesunden ja Routine ist.

#6 |
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Zahnärztin

Vorweg: Ich habe nur den Artikel, nicht jedoch die Studie gelesen.
Sofern der Artikel die Studienergebnisse korrekt zusammenfaßt, ist diese Studie vollkommen überflüssig( seit langer Zeit ist bekannt, daß bessere Lebensbedingungen zu höheren Schulabschlüssen und besserer Gesundheit führen)und die Überschrift ist falsch gewählt, denn dann ist das mütterliche Alter bei der Geburt irrelevant und der entscheidende Faktor ist nur das Geburtsjahr.
Darüber hinaus kann man dann keine Aussagen für die Zukunft treffen, denn niemand weiß, wie sich die Lebensbedingungen ändern werden. Daß sie kontinuierlich immer besser werden, ist reine Spekulation.
Vergleicht man (wie in der Studie )Geschwister mit großem Altersstand, dann wird der Tatsache nicht Rechnung getragen, daß die Mutter 20 Jahre später möglicherweise über ganz andere finanzielle Möglichkeiten verfügt, eine wesentlich größere Lebenserfahrung hat und schon an den Älteren ” geübt” hat. Vergleicht man hingegen Kinder eines Geburtsjahrgangs, so dürfte es im Schnitt so sein, daß die Kinder der 20jährigen unter schlechteren sozioökonomischen Bedingungen aufwachsen, dadurch bedingt weniger Förderung erhalten und häufiger schulische Nachteile haben, weil ihre Eltern ihnen weder helfen können( selber meistens geringe Schulabschlüsse) noch Nachhilfe bezahlen können und wollen.
Und insgesamt: Wie rechnet man das Risiko eines Einzelnen durch chromosomale Fehler geschädigt zu werden, gegen die statistisch höhere Wahrscheinlichkeit eines besseren Schulabschlusses oder einer größeren Körperlänge?!

#5 |
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heilpraktikerin Claudia Behrens
heilpraktikerin Claudia Behrens

Gast,

was für eine Mutter ein Kind haben will sucht es sich selber aus.
Auch wenn das so gar nicht in das Ego passt.
Als ob das ganze Zufall wäre.
Es ist Zeit erwachsen zu werden.

#4 |
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Dipl. Psychologe Rainer Keller
Dipl. Psychologe Rainer Keller

Was für eine einseitige Arbeit. Was ist denn mit Kindheit, Jugend, jungen Eltern, die noch Sinn für den Unfug der Kinder haben, was ist denn mit Großeltern, die mit ihren Enkeln spielen. Wenn die over40s dann anfangen, sind sie selbst schnell im Alter, in dem eigentlich Großeltern sein sollten. Und die nächste Generation lernt die Großeltern dann gar nicht mehr kennen…
Aus entwicklungspsychologischer ist das gequirlte K. Sorry.

Aber gebt den over40s – meist karriereorientierten Selbstdarstellerinnen nur was sie wollen. Wir haben ja ohnehin schon eine grottenschlechte Reproduktionsrate in D.. Die Alterspyramide ist längst einer kopflastigen Verteilung gewichen und keiner weiß, wie eigentlich Renten bezahlt werden soll.

Aber ermutigt sie alle noch… nur zu…

#3 |
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Gast
Gast

Die “Beruhigung” für eine Wunschmutter kann doch nicht ernsthaft das aktuelle Kalenderjahr sein,
sondern nur die Tatsache, das bis auch das nun wirklich kleine Polyploidie-Risiko, die Kinder keine biologischen Nachteile haben!
Bei alten Vätern gibt es sogar die bekannten biologischen Vorteile.

#2 |
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Gast
Gast

o Gott, lass Hirn regnen,
geht es hier um den Jahrgang 1950 zu 1970,
oder geht es um das Alter der Mutter?

#1 |
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