Cannabis: Kontroverses Highlmittel

5. April 2016
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Psychose, Alkohol- und Drogensucht – zwei neue Studien liefern Hinweise, dass der Konsum von Cannabis schwerwiegende Folgen haben kann. In Deutschland wird indes weiter über eine Gesetzesänderung gestritten, welche die therapeutische Anwendung erleichtern soll.

Eine gefürchtete Folge des Gebrauchs von Cannabis ist die Psychose. Etwa ein Prozent aller Cannabis-Konsumenten entwickelt eine solche psychische Störung. Die Auswirkungen für die Betroffenen können gravierend und dauerhaft sein. Britische Forscher um Prof. Celia Morgan und Prof. Val Curran haben nun eine Genvariante identifiziert, mit deren Hilfe sich vorhersagen lassen könnte, wie anfällig ein Cannabis-Konsument für eine Psychose ist. Dazu ließen sie 442 junge, gesunde Probanden zu Hause einen Joint rauchen. Ihre Erfahrungen dabei wurden mit Hilfe des „Psychotomimetic States Inventory“ festgehalten. In diesem Fragenbogen wird nach Symptomen wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und kognitiven Störungen gefragt, die für Psychosen wie die Schizophrenie typisch sind. Sieben Tage später folgte eine erneute Evaluation der Probanden in drogenfreiem Zustand, der durch eine Haaranalyse kontrolliert wurde. Alle Studienteilnehmer, die erfolgreich das Prozedere durchlaufen hatten, wurden einer Genotypisierung unterzogen.

Die Forscher stellten fest, dass bei Personen mit einer bestimmten Variante des AKT1-Gens die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten akuter psychotomimetischer Symptome während der Intoxikation signifikant erhöht war. „Dies ist die bisher größte Studie, welche die akute Reaktion auf Cannabis untersucht hat“, erklärt Studienleiter Curran. „Unser Ergebnis, dass sich das Auftreten psychotomimetischer Symptome bei „bekifften“ jungen Menschen durch die AKT1-Genvariante vorhersagen lässt, ist ein aufregender Durchbruch, denn diese akute Reaktion gilt als Marker für das Risiko einer Person, infolge des Cannabiskonsums eine Psychose zu entwickeln.“ Auch Morgan unterstützt diese Ansicht: „Sich wiederholt in einen psychotischen oder paranoiden Zustand zu versetzen, könnte einer der Gründe dafür sein, warum diese Personen in der Folge eine Psychose entwickeln, zu der es ohne den Drogenkonsum nicht gekommen wäre.“ Ihrer Meinung nach lässt sich die Identifikation einer Risiko-Genvariante nicht nur dazu nutzen, solche Nutzer zu identifizieren, die ein hohes Risiko für negative Auswirkungen des Cannabis-Konsums haben, sondern die Ergebnisse könnten auch dazu beitragen, eine zielgerichtete Therapie für die Cannabis-Psychose zu entwickeln.

Alkohol, Nikotin und andere Drogen

Ein häufiges Argument gegen die Legalisierung von Cannabis ist, dass der Joint als Einstiegsdroge für den Konsum härterer Drogen dient. Eine neue US-amerikanische prospektive Studie [Paywall] hat nun tatsächlich eine Assoziation zwischen dem Konsum von Cannabis und dem Auftreten von Substanzgebrauch-assoziierten Erkrankungen festgestellt. Dazu befragte die Gruppe um Prof. Mark Olfson vom Columbia University Medical Center in New York im Rahmen des „National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions“ im Abstand von 3 Jahren eine repräsentative Auswahl an 34.653 Erwachsenen. Dabei stellten die Forscher fest, dass der Konsum von Cannabis mit einem ca. 6-fach erhöhten Risiko einherging, in der Folge an einer Substanzgebrauch-assoziierten Erkrankung zu leiden. Hierzu zählten auch ein erhöhtes Risiko für Alkoholmissbrauch und -sucht (Odds-Ratio, OR 2,7; 95 % Konfidenzintervall, KI 1,9-3,8) sowie Nikotinabhängigkeit (OR 1,7; 95 % KI 1,2-2,4). Je häufiger Cannabis konsumiert wurde, desto höher war auch das Risiko: „Diejenigen, die einmal pro Monat oder häufiger Marihuana konsumiert hatten, wiesen bei der erneuten Befragung mit 70,5 % die höchste Rate für Substanzgebrauch-assoziierte Erkrankungen auf“, führt Olfson aus.

Auch wenn die Studie keine Aussage zur Kausalität machen kann, warnt Olfson vor den möglichen Folgen der zunehmenden Cannabis-Popularität. „Diese neue Erkenntnis legt die Möglichkeit nah, dass der jüngste Anstieg in der Verwendung von Marihuana zum zeitgleichen Anstieg schwerwiegender Folgen, die durch Betäubungsmittel und andere Drogen bedingt sind, beitragen könnte“, so Olfson. „In der laufenden nationalen Debatte darüber, ob Marihuana für den Freizeitgebrauch legalisiert werden soll, sollten die Öffentlichkeit und die Gesetzgeber berücksichtigen, dass Marihuana-Gebrauch potenziell das Risiko für die Entwicklung von Alkoholmissbrauch und anderen schwerwiegenden Drogenproblemen erhöhen könnte.“

Deutschland: Streit um das Gras auf Rezept

Auch in Deutschland schlägt die Cannabis-Debatte derzeit hohe Wellen, allerdings geht es dabei um einen anderen Aspekt: Durch das „Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“, das derzeit als Referentenentwurf vorliegt, soll die Versorgung chronisch kranker Patienten mit cannabinoidhaltigen Arzneimitteln verbessert werden. Bundesärztekammer (BÄK) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) begrüßten in einer gemeinsamen Stellungnahme den Entwurf zwar grundsätzlich, kritisierten aber scharf die geplante Kostenübernahme auch für getrocknete Cannabis-Blüten und Extrakte. Nach Ansicht von BÄK und AkdÄ gebe es für den Einsatz von Medizinal-Cannabisblüten keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass der Gebrauch von Medizinalhanf keine genaue Dosierung der medizinisch wirksamen Komponenten von Cannabis erlaube. Der Gebrauch als Joint sei zudem mit den gesundheitlichen Gefahren des Tabakrauchens verbunden, daher fordern BÄK und AkdÄ eine Beschränkung der Kostenübernahme auf standardisierte und in kontrollierter Dosis einsetzbare Cannabis-Arzneien.

In dieselbe Kerbe schlägt auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Auch sie hält den Einsatz von Rezepturen für bedenklich, da bei diesen keine Überprüfung der Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erfolge. Es stelle sich die Frage, warum – im Vergleich zu anderen Wirkstoffen und Leistungen – für Cannabis eine Sonderstellung getroffen werden solle, die hinsichtlich der zu erfüllenden Anforderungen niedriger liege, und ob dies gerechtfertigt sei.

Cannabis erst nach einem Jahr erfolgloser Therapie

Und noch ein weiterer Punkt erregt den Unmut von BÄK und AkdÄ: Der Entwurf sieht nämlich vor, dass cannabinoidhaltige Arzneimittel nur dann zu Lasten der GKV verordnet werden dürfen, wenn der Versicherte unter einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung leidet, welche die Voraussetzungen der Chroniker-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erfüllt. Dies bedeute aber in der Praxis, dass ein erkrankter Patient zunächst ein Jahr lang mit anderen verfügbaren Arzneimitteln behandelt werden müsste, bevor eine Therapie mit Cannabis-Arzneien erstattungsfähig ist. BÄK und AkdÄ halten diese Notwendigkeit für ethisch äußerst fragwürdig, da Patienten, welche die Kosten einer Cannabis-Therapie nicht selbst tragen könnten, so ein Jahr lang mit möglicherweise weniger geeigneten Medikamenten therapiert werden müssten.

Eine weitere von BÄK und AkdÄ kritisierte Voraussetzung für die Kostenübernahme ist die verpflichtende Teilnahme an einer Begleitforschung. Diese Regelung stelle faktisch einen Zwang dar und stehe somit im Widerspruch zum Leistungsrecht nach SGB V, wonach Leistungen in der GKV in aller Regel bedingungslos zur Verfügung gestellt werden. Außerdem stelle sich die Frage, inwiefern noch von einer zur Teilnahme an der Begleitforschung notwendigen Freiwilligkeit ausgegangen werden könne, wenn sich ein Versicherter faktisch unter Zwang zu einer solchen Teilnahme verpflichte.

125 Wertungen (3.03 ø)

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66 Kommentare:

Oliver Müller
Oliver Müller

Es ist empirisch zweifelsfrei bewiesen, dass Cannabiskonsum im Erwachsenenalter NICHT zu einem Rückgang des IQ’s führen. Sogar eine Neuseeländische Studie die von Gegnern gerne angeführt wird kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass Kiffen im jugendalter zu einem Rückgang des IQ’s führen kann, fängt man aber erst im Erwachsenenalter an sind keinerlei Veränderungen festzustellen. Dass viele große Zeitungen damals Überschriften ala “Kiffen macht dumm” gebracht haben, ohne auf den Teil mit den Erwachsenen einzugehen erklärt vlt den Standpunkt einiger hier. EEG-Veränderungen bewirken übrigens viele Medikamente und wer von verminderten Gammawellen auf eine zwingend entstehende Schizophrenie oder gar eine bewiesenermaßen nicht existierende Verblödung schließt, macht es sich vlt doch ein wenig zu einfach. Wie gesagt besteht das Risiko durch den Konsum von Cannabis eine unterdrückte Psychose auszulösen, diese kann chronisch werden und sich zB in Schizophrenie äußern. Jedoch ist das unter Cannabiskonsumenten relativ selten der Fall, der Großteil der Konsumenten bekommt nie derartige Beschwerden. Hier wird dauernd so getan als ob ich leugnen würde, dass Cannabis zu gewissen psychischen Erkrankungen führen oder besser beitragen kann, dabei unterlege ich das ganze einfach nur mit Zahlen. Jedes starke Medikament hat Nebenwirkungen, man siehe die zitierten NW von Haloperidol. Im ernst lesen Sie sich doch bitte mal in das Thema ein (und damit meine ich mehr als 2 extrem eingegrenzte Veröffentlichungen), hier wird immer und immer wieder das selbe behauptet, ohne auch nur irgendwie auf Argumente zu setzen (tatsächlich war Dr. Bayerl der erste der auch nur irgendwas halbwegs wissenschaftlich verwertbares geantwortet hat, danke dafür). Tatsächlich bleiben sowieso 85% meiner Texte völlig unkommentiert, es pickt sich immer nur jemand ein Stück heraus, oder unterstellt mir irgendwelche Behauptungen. Also schreiben Sie doch bitte mal etwas zu meinem GESAMTEN Text. Ich habe hier langsam das Gefühl 9 von 10 Kommentatoren haben ihre Altersvorsorge größtenteils in Roche-Aktien angelegt.

Übrigens finde ich es lächerlich und beleidigend mein Bemühen hier mit Reklame für Zigaretten zu vergleichen, ich vertrete hier schlicht und einfach meine Meinung zu einem Medikament, dass seit tausenden Jahren Menschen hilft. Und nachdem mir hier niemand wirklich einen schlüssigen Gegenbeweiß geliefert hat sehe ich absolut keinen Grund davon abzuweichen.

#66 |
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Gast
Gast

#58,#61 Danke für den Hinweis auf das EEG
Die “Gamma-Wellen” sind ja diagnostisch noch recht neu (Übergang von analoger zu digitaler Auswertung). Bekannt ist, dass die bei einer akuten Schizophrenie komplett fehlen. Und wenn Cannabis auch die Gammawellen vermindert, schließt sich der Kreis, eigentlich recht einfach zu diagnostizieren mit dem “Auditory steady-state responses (ASSRs)” im EEG für diese gamma Wellen.
Noch interessanter ist die mentale Funktion die diesem Wellentyp zugeschrieben wird, echt spannend. Ohne Synchronisation im schnellen gamma-Bereich keine Höchstleistung (Konzentration), kein Gedächtnis, keine Liebe.

#65 |
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Oliver Müller
Oliver Müller

Eine Prävalenz von 1,5% ist bei solchen Indikationen ja wohl absolut akzeptabel. Das entspricht einer häufigen Nebenwirkung, bspw bei Haloperidol, um noch einmal auf die von der Krankenkasse empfohlene Alternative zu kommen, sehen die sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen laut BPZ so aus:

“Sehr häufig: Agitation, Insomnie, extrapyramidale Stör., Hyperkinesie. Häufig: psychotische Stör., Depression, Tremor, Hypertonie, Dystonie, Somnolenz, Bradykinesie, Schwindel, Akathisie, Dyskinesie, Hypokinesie, tardive Dyskinesie, Kopfschmerz, Sehstör., oculogyrische Krise, orthostatische Hypotonie, Hypotonie, Obstipation, Mundtrockenheit, Hypersalivation, Erbrechen, Übelkeit, anomaler Leberfunktionstest, Hautausschlag, Harnretention, erektile Dysfunkt., Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme.”

Und auch wenn Haloperidol ein Extrembeispiel ist, so gibt es doch auch andere Medikamente die definitiv schwerwiegendere Nebenwirkungen haben, so besteht bei der Gabe von bspw Amphetamin zur Behandlung der AD(H)S auch eine Möglichkeit eine psychotische Störung davon zu tragen. Außerdem bezieht sich die Studie ja vermutlich auf den illegalen Konsum und wie wir bei Opioiden sehen kann man das nur eingeschränkt auf den medizinischen Gebrauch übertragen.

Dass der Link bei mir nicht funktioniert kann auch an meiner schlechten Internetverbindung liegen. Aber wie gesagt redet doch niemand von der Anwendung von herkömmlichem THC-reichen Cannabis bei Kindern und Jugendlichen, es sind isoliertes CBD oder CBD-reiche Sorten (die keinerlei Rauschwirkung verursachen) die einen großes Potential bei der Behandlung Minderjähriger versprechen, was aber natürlich noch eingängiger erforscht werden sollte. Der Hinweis zur medizinischen Datenlage ist meiner Meinung nach nicht mehr aktuell, viele Staaten haben mittlerweile den Gebrauch von Cannabis als Arzneimittel gestattet und die Erfolge sind eindeutig sichtbar. Eine Doppelblindstudie ist bei einem solchen Medikament ohnehin schwer durchführbar, da sie mit natürlichem unveränderten Cannabis aus offensichtlichen Gründen gar nicht machbar wäre und auch mit einem standardisierten Extrakt nur sehr schlecht, da sich zumindest Anfangs eine deutlich spürbare Wirkung einstellen sollte, deren Ausbleiben ein klarer Hinweis auf ein Placebo wäre. Außerdem wäre es schwer bei einem Naturprodukt ein Placebo zu entwickeln das in Geschmack und Aussehen dem echten Präparat gleicht (Ich gehe dabei von einer Tropfenform aus, da zumindest bisher kein festes Präparat zur Verfügung steht). Außerdem sollte auch nicht vergessen werden, dass Cannabis ein seit Jahrtausenden eingesetztes Heilmittel ist, egal wie pharmagläubig man auch sein mag, sollte einem das dann doch zumindest zu denken geben. Auch weil die Schäden und Nebenwirkungen durchaus gut erforscht sind, zwar bezogen auf den Gebrauch als Rauschdroge, aber stärker fallen diese beim Gebrauch als Medikament mit Sicherheit nicht aus.
Letztendlich verbleibt also zum einen die sehr hohe Wahrscheinlichkeit für den großen Wert als Medikament und auf der anderen Seite Neben- und Langzeitwirkungen die an anderen Medikamenten gemessen definitiv akzeptabel sind.

#64 |
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Gast
Gast

bei mir klappt der Link:
https://www.thieme-connect.com/DOI/DOI?10.1055/s-0042-100040
einwandfrei, endlich auch mal in Deutsch, schon in der Zusammenfassung:

” Empirisch ist u. a. mittlerweile sehr gut belegt, dass ein im Leben früher, hochdosierter, langjähriger und regelmäßiger Cannabisgebrauch das Risiko für unterschiedliche Störungen der psychischen und körperlichen Gesundheit und der altersgerechten Entwicklung erhöht. Sorge bereitet deshalb speziell der Cannabiskonsum bei Kindern und Jugendlichen.

Die wissenschaftliche Datenlage zum medizinischen Nutzen von Cannabis als Heilmittel ist nur gering, systematische wissenschaftliche Forschung guter Qualität, insbesondere prospektive, randomisierte, Placebo-kontrollierte doppeltblinde Studien liegen kaum vor.”

#63 |
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Neurologe
Neurologe

also nicht nur die Schizophrenie, googeln Sie mal unter
Cannabis User Disorder (CUD),
z.B.
http://www.mentalhealth.com/home/dx/cannabisdependence.html
“Prevalence (Häufigkeit):

The 12-month American prevalence rate for Cannabis Use Disorder is 3.4% among 12- to 17-year-olds and 1.5% among adults age 18 years and older. The prevalence has increased during the past decade. “

#62 |
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Neurologe
Neurologe

@Oliver Müller, Sie sind wirklich unermüdlich, aber nach den wenigen Literaturstellen von Dr.Bayerl ist wohl klar, dass selbstverständlich ein kausaler Zusammenhang zwischen der Wirkung von Cannabis und Schizophrenie besteht, nicht nur ein “zufälliger”. EEG-Veränderung gibt es darüber hinaus nicht nur bei “Schizophrenie-Veranlagten”, sondern bei ALLEN, die diese Droge nehmen (Richtung Verblödung, für die es leider keinen einfachen Laborwert gibt). Das ist doch der Hammer. Das Studium der EEG-Bedeutung sei empfohlen.
Ihre Reklame ärgert mich genau so, wie die Reklame fürs Rauchen auf den Litfasssäulen, bei der insbesondere Frauen emotional (falsch!) angesprochen werden, ein grotesker Widerspruch zu den jetzt vorgeschriebenen Warnhinweisen.

#61 |
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Oliver Müller
Oliver Müller

Wenn sie meinen Text noch einmal ausführlich lesen, werden sie vlt feststellen, dass keineswegs ich Haloperidol als irgendeine Form der Alternative genannt habe, ich zitierte lediglich die Antwort der Krankenkasse zu der Anfrage auf Kostenübernahme des 21 jährigen Tourette-Patientens mit einer Ausnahmegenehmigung für den Erwerb von Cannabis aus der Apotheke. Natürlich sehe ich Haloperidol NICHT als denkbare Alternative zur Behandlung von Tourette Symptomen an, ich dachte das ergibt sich aus dem Zusammenhang. Ansonsten wäre gegen ein ordentliches Zulassungsverfahren nichts einzuwenden, Studien existieren bereits und wie sie selber erwähnt haben sind bereits Medikamente mit dem isolierten Hauptwirkstoff der Cannabispflanze zugelassen, nur werden diese zum einen für die meisten Indikationen nicht von den Krankenkassen bezahlt und zum anderen wirken sie bei vielen Patienten nicht gleich effektiv wie ein natürliches Cannabispräparat, oder haben stärkere Nebenwirkungen, auch das habe ich bereits geschrieben.

JWH-018 hat sehr wenig mit natürlichem Cannabis zu tun, es ist ein künstlich erzeugtes Cannabinoid, dass unter dem Namen “Spice” als angebliche Kräutermischung als legaler Ersatzstoff für Cannabis verkauft wurde, hier Verbindungen was die Schädlichkeit usw betrifft zu ziehen käme ungefähr einem Vergleich von Ephedrin und Methamphetamin gleich. Was das Risiko zum auslösen einer Psychose (es gilt mittlerweile als gemeinhin erwiesen, dass Cannabis keine Psychosen schaffen, sondern nur bereits unterdrückt vorhandene Psychosen aufdecken kann, es muss also bereis eine psychische Störung vorhanden sein) ist das natürlich gegeben, aber in Anbetracht der Seltenheit bei kontrolliertem Konsum, der schwerwiegenden Indikationen und den ungleich heftigeren Neben- und Langzeitwirkungen anderer zugelassener Medikamente wie bspw die bereits erwähnten Neuroleptika, halte ich dieses Risiko für durchaus annehmbar. Das selbe gilt für die Suchtgefahr, wiederum in Anbetracht der Schwere der Indikationen ist genauso wie bei Opioiden ein süchtiger Patient ohne Beschwerden zweifellos einem nicht-süchtigen Patienten mit Beschwerden was die Lebensqualität betrifft vorzuziehen. Außerdem wirkt sich eine Cannabis Sucht in den meisten Fällen deutlich weniger schwer auf die Lebenssituation des betroffenen aus als dies bei Opioiden der Fall ist, zumal sowieso viele für die Cannabis als Arzneimittel in Frage käme während der Dauer ihrer Erkrankung gar nicht arbeitsfähig sind. Außerdem gibt es da noch die Benzodiazepine die eigentlich sogar noch schwerer abhängig machen als Opioide und bis auf eine Ausnahme alle als Präparate mit sofortiger Wirkstofffreisetzung erhältlich sind. Wobei prinzipiell auch nichts gegen ein retardiertes Cannabispräparat einzuwenden wäre, solang Cannabis allerdings überhaupt nicht als Medikament bzw Arzneipflanze zugelassen ist wird es dazu nicht kommen.
Jugendliche sollten erstmal natürlich kein Cannabis bekommen, jedoch haben Sorten die reich an Cannabidiol sind vermutlich ein großes Potential was die Behandlung von MS und Krampfleiden bei Jugendlichen betrifft, hier müsste aber noch intensiver nachgeforscht werden, was wiederum wegen der fehlenden Unterstützung aus dem Phasenfaktor nur sehr schleppend voran geht. Ob man “klassisches” Cannabis nun für Patienten ab 18 oder 21 Jahren zulässt sollte gut erwogen werden, für diese Diskussion ist es aber eher irrelevant.
Der Link zu den Lungenfachärzten lässt sich bei mir aus irgendwelchen Gründen nicht öffnen, allerdings kann Cannabis wie bereits vielfach erwähnt auch absolut lungenfreundlich eingenommen werden und muss keineswegs geraucht werden.

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Dr.Bayerl, Arzt
Dr.Bayerl, Arzt

@#8 fast übersehen, ja den Sativex® Mundspray gibt es schon bei uns seit 2011 für “mittelschwere bis schwere Spastik aufgrund von Multipler Sklerose (MS), die nicht ….” … und erst über 18 Jahre
http://www.cannabis-med.org/german/sativex.pdf
unter der Kontrolle des Betäubungsmittelgesetzes wie die Opiate.

Ich hätte da etwas Hemmungen, 18 ist mir noch zu früh, das Gehirn ist noch nicht fertig (Delta-Wellen)

Weiterhin haben wir ja beim Opiat-Einsatz in der Schmerztherapie gelernt “Suchtproblematik” zu meiden. Das scheint mir beim Mundspray NICHT beachtet zu sein.
Die Regel dafür lautet: KEINE Stoßtherapie sondern gleich bleibender Wirkspiegel ohne Wellen, das geht bei den Opiaten sowohl mit Tabletten wie mit dem Pflaster und als Nebenwirkung bleibt nur noch eine leichte Obstipationsneigung,
da kommt Cannabis (als Schmerzmittel) nun mal nicht ran.

#59 |
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Dr.Bayerl, Arzt
Dr.Bayerl, Arzt

#57 Lieber Oliver Müller, es geht nicht um deine Person,
sondern um die Zumutung, hier für eine medizinische Zulassung als Medikament
ausgerechnet für eine Droge eine Extrawurst zu verlangen,
nämlich keine ordentliches Zulassungsverfahren wie für jedes andere Medikament,
angefangen mit einer eindeutigen Stoffdefinition und
der Phase 1 über deren Toxizität.
Forensic Sci Int. 2016 Mar 18;264:100-105. doi: 10.1016/j.forsciint.2016.03.024. [Epub ahead of print]
Toxicological impact of JWH-018 and its phase I metabolite N-(3-hydroxypentyl) on human cell lines.
Die gibt es natürlich, deshalb ist Vorsicht geboten.
Danach kann man genauer über Wirkungsmechanismus beim Mensch forschen um vor allen Risiko und Nebenwirkung klar zu nennen.
Bei Jugendlichen geht das schon gar nicht.

Diese “Regeln” können nicht durch einen Volksentscheid oder durch Politikerentscheidungen ersetzt werden!
Deine Kompetenz ist hier nicht besonders überzeugend wenn du z.B. Haloperidol als “Alternative” erwähnst, falscher gehts wirklich nicht.
Das nimmt man gerade für als letztes Mittel gerade für solche cerebralen Funktionsstörungen, die Cannabis leider verursachen kann, Schizophrenie!
Also die Unfähigkeit des Gehirns die Realität von der eigenen “Vorstellung” zu trennen.
aus 2016:

Biol Psychiatry. 2016 Apr 1;79(7):526-38. doi: 10.1016/j.biopsych.2016.01.011. Epub 2016 Feb 2.
Human Laboratory Studies on Cannabinoids and Psychosis.

und im EEG auch aus 2016:
Biol Psychiatry. 2016 Apr 1;79(7):568-77. doi: 10.1016/j.biopsych.2015.12.011. Epub 2015 Dec 19.
It’s All in the Rhythm: The Role of Cannabinoids in Neural Oscillations and Psychosis.
Wer keine Gammawellen mehr produzieren kann, verblödet, vielleicht fühlt er sich ja dann wohler
und die Einnahme bei Jugendlichen verhindert diese höchste Hirnfunktion schon in ihrer Entwicklung.
Allerdings nimmt auch die Aggressivität zu:
Psychol Med. 2016 Mar 10:1-15. [Epub ahead of print]
Continuity of cannabis use and violent offending over the life course.

Auch die Lungenfachärzte 2016 haben etwas dagegen,
sogar in Deutsch und frei:
https://www.thieme-connect.com/DOI/DOI?10.1055/s-0042-100040

Natürlich leidet auch das Embryo der Schwangeren,
hier kann man die Intelligenz wie bei Raucherinnen leider noch nicht messen,
sondern nur das (zu niedrige) Geburtsgewicht etc.
BMJ Open. 2016 Apr 5;6(4):e009986. doi: 10.1136/bmjopen-2015-009986.
Prenatal exposure to cannabis and maternal and child health outcomes: a systematic review and meta-analysis

#58 |
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Oliver Müller
Oliver Müller

Das Wochenende ist mir ehrlich gesagt zu schade um jetzt bei pubmed einzelne Studien rauszukramen, deswegen hier eine kleine Zusammenfassung:

http://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=127603

Da geht es zwar unter anderem auch um die Behandlung mit isoliertem THC (Dronabinol), aber das lässt sich gut auf natürliches Cannabis übertragen, wobei viele Patienten von Dronabinol bei gleicher Wirkung sogar wesentlich schwerwiegendere Nebenwirkungen haben, man vermutet das liegt daran, dass in Cannabis andere Cannabinoide vorhanden sind, die auf bisher nicht völlig geklärte Weise die Cannabinoidrezeptoren partiell blockieren und so die Wirkung des THC’s, insbesondere die psychischen (Stichwort “Horrortrip”), quasi sanfter machen. Jedoch sind bei weitem nicht alle in Cannabis vorkommenden Alkaloide auch nur ansatzweise ausreichend erforscht, deshalb ist es schwer ein isoliertes Präparat mit gleicher Wirkung herzustellen. Das neben THC bislang wohl bedeutendste Cannabinoid das in Studien behandelt würde ist CBD (Cannabidiol), es gibt Hinweise dass es zahlreiche Indikationen gibt gegen die CBD womöglich hilft, hier fehlen allerdings auch noch Studien (das Hauptproblem an der Sache ist, dass solche Studien nur ungern finanziert und genehmigt werden, Pharmafirmen sind da natürlich sowieso raus) um das zu überprüfen. Womöglich können wir irgendwann ähnlich wie beim Schlafmohn einzelne Alkaloide oder eine Kombination mehrerer gezielt für bestimmte Indikationen einsetzen, aber jetzt ist das eben noch nicht möglich. Die Wirksamkeit von natürlichem Cannabis, also dem gesamten Mix, ist wie im Link oben zu lesen jedoch durchaus erforscht, wenn auch nicht so ausführlich wie es das vermutliche medizinische Potential eigentlich rechtfertigen würde. Dennoch steht die positive Wirkung fest und da die Schäden bei der Einnahme von Cannabis ohne es zu rauchen im Erwachsenenalter nach bisherigen Erkenntnissen eher gering auszufallen scheinen (eine Studie die angeblich die Abnahme des IQ’s und der Anzahl der Hirnzellen von chronischen Cannabiskonsumenten im Erwachsenenalter beweisen sollte wurde aus zahlreichen Gründen von der Fachwelt als nicht aussagekräftig eingestuft) und wegen des eindeutigen dringenden Bedarfs halte ich es auch jetzt schon für durchaus gerechtfertigt Cannabis als Arzneimittel anzubieten. Wer näheres zu Cannabidiol oder der Schädlichkeiten lesen will sollte einfach CBD oder Cannabis harms by pubmed oder auch einfach google eingeben, je nachdem auf welches Niveau man gerade Lust hat (und jetzt tu mir hier keiner so als ob er/sie nicht wüsste was ich damit meine Herr und Frau Mediziner). Außerdem ist die Frage ob ein Medikament gesund ist bei derart schwerwiegenden Erkrankungen ohnehin eher zweitrangig, klar es sollte nicht akut lebensgefährlich oder stark organotoxisch sein, aber das beweißen ja wohl die vielen Millionen Cannabiskonsumenten auf der Welt.

Zu den Gründen für eine totale Legalisierung kann ich schlecht Studien anbieten, aber die erklären sich eigentlich ohnehin von selbst. Wer nicht glauben will was ich zu Portugal geschrieben habe kann das gerne innerhalb von 60 Sekunden im Internet überprüfen. Was die Schädlichkeit beim Rauchen betrifft ist das einfach Logik, Cannabiskonsumenten rauchen nunmal wesentlich seltener als Tabakkonsumenten. Wer sonst noch irgendeinen Nachweis wünscht soll dies ruhig schreiben, im Moment steht mir der Sinn aber nicht unbedingt nach dem Verfassen eines längeren Textes, Samstag Abend ist Scrabble Night (Ok nein ist es nicht, aber Scrabble Night klingt besser)

#57 |
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Gast
Gast

Vielleicht könnte ja einer der vielen Befürworter mal endlich einen vernünftigen wissenschaftlichen (Cochrane) Nachweis für eine “unersetzliche” medizinische Wirkung bringen. Auch Nikotin gibt es als Pflaster für Süchtige, gesund ist es trotzdem nicht.
Das wäre sachlich #54 und #55

#56 |
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Die Diskussion um Medizinal-THC sollte sachlich geführt werden. Es muss klar unterschieden werden zwischen der Legalisierung als Konsum-Mittel oder als Medizinprodukt und der Anwendung bei definierten Krankheitsbildern. Man wird einem opiatbedürftigen Schmerz- oder Krebs-Patienten ja auch nicht die Medikation verweigern mit dem Hinweis, dass am Hauptbahnhof Heroin-Anhängige herumlungern. THC und Cannabidiol (CBD) haben als Wirkstoffe viele potentiell günstige Wirkungen, wenn auch bei weitem nicht bei allen Patienten. Und die medizinische Anwendung beim Erwachsenen ist etwas anderes als der Jugendliche mit nicht ausgereiften Hirnstrukturen, der sich mit seinen Freunden in die Lernstörung hineinkifft. Die kontrollierte medizinische Anwendung von z.B. definierten öligen oder äthanolischen Extrakt (ist in CH erhältlich) durch Ärzte sollte möglich sein, wenn gewisse Auflagen wie bereits erfolglose “ernsthafte” anderweitige Therapieversuche vorliegen. Aus meiner Erfahrung jedoch kann dies ein zweischneidiges Schwert sein, wenn Patienten bei allen möglichen Erkrankungen oder “Befindlichkeitsstörungen” nach THC verlangen und dann konventionelle medizinische Therapieversuche der Reihe nach fehlschlagen oder Nebenwirkungen verursachen, bis das gewünschte THC schlussendlich beantragt wird… Keine einfache Situation für uns Ärzte… Zumal die THC-Präparate enorm teuer sind!

#55 |
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Oliver Müller
Oliver Müller

@Arzt
Na gut dann fragen sie doch mal den an Tourette leidenden Bekannten von mir der seit einiger Zeit eine Ausnahmegenehmigung für den Erwerb von Cannabis aus der Apotheke hat, der konnte sich davor kaum verständigen, lebte extrem zurückgezogen und war stark suizidgefährdet. Jetzt merkt man es ihm kaum an, er hat eine Freundin, ist sehr kommunikativ und macht eine Ausbildung. Probleme hat er nur noch wenn er aus Geldgründen kein Cannabis aus der Apotheke beziehen kann, oder wenn es wieder mal wegen Lieferschwierigkeiten der Firma Bedrocan erst gar keines gibt das er sich kaufen könnte. Aber klar es gibt unzählige Medikamente die er noch nicht ausprobiert hatte und die besser wirken würden. Der Meinung war auch die Krankenkasse als sie seinen Antrag auf Kostenübernahme ablehnten, laut deren Meinung waren nämlich “erfolgsversprechende Medikamente wie Haloperidol noch nicht versucht worden”. Zur Information, der Patient war zu diesem Zeitpunkt 21. Da sie ja scheinbar Arzt sind dürften sie die Langzeitfolgen von Haldol kennen. Oder im Bereich der Epilepsie, ich persönlich komme mit meinem Medikament gut zurecht, aber viele krampfen trotzdem regelmäßig, insbesondere Kinder. Denn wie sie ja wissen dürften ist die Behandlung von Epilepsie bei Kindern generell schwierig, bei starken Formen bleiben oft nur Clonazepam und Phenobarbital zur Behandlung übrig, natürlich ist es viel besser ein Kind von einem Benzodiazepine oder einem Barbiturat abhängig zu machen, als im Cannabis zu geben (natürlich ORAL, dazu aber später mehr). Vergleichbares gilt für MS. Am offensichtlichsten ist die Notwendigkeit aber wohl bei Patienten die eine Chemotherapie erhalten, ich weiß nicht ob sie mit solchen Personen in Kontakt kommen, aber wenn sollten sie wissen, dass die zwar zahlreich vorhandenen und oft extrem teuren Antimyotika die es gegen die begleitende Übelkeit auf dem Markt gibt alles andere als das Gelbe vom Ei sind. Spätestens hier ist die Überlegenheit von Cannabis gegenüber anderen Präparaten zumindest bei vielen Patienten nun wirklich nicht mehr wegzudiskutieren. Vor allem wirkt es nämlich im doppeltem Sinne, es vermindert die Übelkeit und verursacht beim Patienten gleichzeitig Hunger. Diesen Menschen Cannabis als Arzneimittel vorzuenthalten grenzt für mich schon an Körperverletzung.

Was sie da bezüglich der Verteilung meiner Symphatien schreiben ist eine völlig haltlose Unterstellung. Ich habe zu beiden Punkten ausführliche und fundierte Argumente aufgeführt, ganz im Gegensatz zu ihnen. Hätten sie sich nämlich mit dem Thema beschäftigt wüssten sie, dass Cannabis geraucht auf das Gewicht bezogen zwar in der Tat mehr Schadstoffe enthält als Tabak (durchschnittlich etwa das doppelte was Teer usw betrifft), allerdings üblicherweise in deutlich geringeren Mengen und weit seltener konsumiert wird. Während bei Tabak Konsumabstände von 30-60 Minuten keine Seltenheit darstellen, rauchen Cannabisnutzer, egal ob aus medizinischen Gründen oder für den “recreational use”, zum Großteil deutlich seltener, 5 Joints am Tag sind da schon sehr viel. Setzt man das zusammen ist das Rauchen von Cannabis im Ganzen gesehen also sehr wohl weniger schädlich als das von Tabak. Allerdings ist das eigentlich sogar völlig irrelevant, den im Gegensatz zu Tabak gibt es bei Cannabis die Möglichkeit es auch absolut unschädlich per oral (nach vorgenommener Decarboxylierung der THC-Säure) oder mittels eines Vaporizer zu konsumieren, egal ob nun zu medizinischen Zwecken oder zum Spaß. Außerdem zeigen neuste Forschungen, dass natürliche Cannabinoide das Wachstum einiger Tumore hemmen, oder sogar für Remission sorgen können, das steht allerdings zugegebenermaßen noch ganz am Anfang der Erforschung. So oder so kann nun wirklich niemand der Ahnung von dem Gebiet hat (bzw haben sollte) behaupten, dass Cannabis gegenüber den legalen Drogen Alkohol und Tabak schädlicher wäre. Dementsprechend ist es für mich unverständlich in wie fern es saublöd sein soll auf den Gleichheitsgrundsatz hinzuweisen, das ist ein Eckpfeiler unseres Rechtssystems!

Nun wenn sie nicht auf Vergleiche stehen, wie wollen sie dann erklären, dass auch in Portugal selber die Zahl der Drogentoten deutlich zurückgegangen sind? Wobei ich sowieso nicht wüsste wie man Drogentote falsch zählen könnte, außerdem sind das von der EU-Drogenkommission erhobene Daten. Was die Drogentoten in Deutschland (das im Moment ja definitiv keine Liberalisierung durchmacht, die 500 Menschen mit Ausnahmegenehmigung für den Erwerb von Cannabis dürften bei 80 Millionen Bürgern wohl eher geringfügige Auswirkungen haben) mit dem Thema zu tun haben weiß ich auch beim besten willen nicht, wenn dann unterstützt das doch meine These, dass die aktuelle Drogenpolitik absolut nicht funktioniert. Und nachdem in den USA gerade mal 4 Staaten Cannabis gesetzlich legalisiert haben, von denen bisher nur 2 diese Legalisierung auch wirklich umgesetzt haben (die Einwohner der beiden Staaten entsprechen

#54 |
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Gast
Gast

#48 ja, man muss schon den Verdacht haben, dass “der Staat” nicht ganz unglücklich über Tabak und Alkohol ist.
Jedenfalls wird das Geld dieser Steuereinnahmen NICHT in die Krankenversorgung gesteckt.

#53 |
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Gast
Gast

Sorry, vielleicht bin ich zu streng, aber “fachliche” Kommentare mit eklatanten Rechtschreibmängeln nerven mich.
Bitte, es heißt: Globuli.
Das musste ich mal loswerden.

#52 |
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Arzt
Arzt

Ich erinnere mich immer noch an ein hübsches junges Mädchen, das ich im Isolierhaus wegen akuter Hepatitis behandeln musste, hatte sie sich in Holland mit Drogen zugezogen und habe sie dann gefragt, wie sie sich denn ihr künftiges Leben vorstellen würde.
Ihre Antwort war (glaubhaft): sie wollte Krankenschwester werden.
Das wird wohl nichts werden dachte ich mit der Drogenvorgeschichte und das machte mich traurig.

#51 |
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Arzt
Arzt

@Oliver Müller, na klar gibt es medizinisch besseres. Wo die Sympathien hier verteilt sind ist klar zu erkennen, es geht nicht um Medizin, sondern um Drogenkonsum.
Und leider steigen die illegalen Drogen, soweit als Todesfälle erfasst, seit 2012 wieder an, im letzten Jahr deutlich fast um 20% nach BKA.
Na klar ist Tabak und Alkohol zahlenmäßig schlimmer, wirklich ein saublödes Argument, beim “Rauchen” allerdings nicht akut, sonder chronisch, wobei Cannabis von der Drogenwirkung ganz abgesehen, (relativ) viel MEHR Lungenkrebs verursacht als Tabacksqualm, medizinisch völliger Quatsch, das zu verharmlosen. Das muss man schon in der Schule bekämpfen.
“Medizinische Indikation” ist daher Heuchelei hoch 2.
Wer hier mit Statistiken kommt, es ist sehr schwer, hier wirklich verlässliche Vergleiche zu bekommen, z.B. registriert Spanien anders als Portugal, was dann plötzlich als Vorbild zitiert wird. Aber ganz unzweifelhaft ist die wesentlich höhere Drogen-Todesrate in USA, in der viele Staaten Cannabis schon komplett legalisiert haben. Weltspitzenreiter NewYork natürlich
und auch unbestritten, hier stehen die harten Drogen im Vordergrund.
Und USA-Verhältnisse wären hier wirklich das Allerletzte.

#50 |
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Medizinjournalist

Jeder Vorteil von außen, den die Evolutionsmaschine in uns entdeckt, erzeugt eine Antwort im Belohnungssystem. So ist die Natur konstruiert und Sucht naheliegend. Glück, Liebe, Geld, Kick, Leistung, und Muse, Pause, Ruhe, neue Reize, alte Reize irgendwann wieder. Abwechslung, Aufregung und dann wieder das Pendel auf schlapp, rutsch mir den Buckel runter. Das System ist lebenslang auf Suche, das einzig dauerhafte in uns. Im Übermaß ist alles schädlich. Dies müssen alle wissen – von Kindesbein an. Verbote und Regeln speisen das beschriebene System. Wird etwas verboten wird es erst interessant

#49 |
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Dieter Grotjahn
Dieter Grotjahn

“Also wie bitte lässt es sich mit dem Gleichheitsgrundsatz zwischen allen Menschen vereinbaren, dass man die Konsumenten der wesentlich gefährlicheren Rauschmittel Alkohol oder Tabak (…) völlig unbehelligt lässt…”

rund 4% des Steueraufkommens?!

#48 |
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Oliver Müller
Oliver Müller

“Auch für Schwerkranke gibt es besseres, wirksameres und bewährtes.”

Das ist schlichtweg nicht richtig, es gibt zahlreiche Patienten mit verschiedenen Erkrankungen für die kein zugelassenes Präparat die Wirkung von Cannabis ersetzen könnte, insbesondere bei MS, Tourette (beides vor allem im jungen Alter) und zur Minderung der Nebenwirkungen einer Chemotherapie hinken alle zugelassenen Medikamente was die Wirkung betrifft extrem hinter her. Aber auch viele Schmerzpatienten profitieren enorm von Cannabis, meistens bekommen diese bereits Opioide verschrieben, erfahren dadurch jedoch keine ausreichende Schmerzstillung. Andere Mittel wie Amitryptilin oder Pregablin die zusätzlich eingenommen werden können haben starke Nebenwirkungen und verursachen selber eine weit schwerere Abhängigkeit als Cannabis (Pregablin, das Präparat heißt Lyrica, ist mittlerweile ein Standardprodukt auf dem Schwarzmarkt und vor allem bei Heroinkonsumenten sehr beliebt). Zudem sind die Schäden und Gefahren von kontrollierter Cannabiseinnahme im Vergleich zu den meisten stark wirksamen Medikamenten weit geringer ausgeprägt. im Artikel steht ja sogar die Zahl von 1%, das entspricht in genormten Beipackzetteln je nachdem gerade noch “häufig”, oder gerade eben “gelegentlich”. Ich fordere alle die selber starke Medikamente nehmen müssen auf sich die dort beschriebenen Nebenwirkungen anzuschauen, eine Psychose scheint dagegen auf einmal gar nicht mehr so furchtbar. Ich selber bin Epileptiker und bekomme Levetiracetam das für seine gering ausgeprägten Nebenwirkungen bekannt ist. Im Beipackzettel stehen unter den “häufigen” und “gelegentlichen” Nebenwirkungen ua “Depression, Feindseligkeit oder Aggression, Angst, Krämpfe, Bauchschmerzen, verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen, Suizidgedanken und -versuche, Amnesie, Haarausfall…” genannt.
Nein es gibt wirklich nur einen einzigen wirklichen Grund die Zulassung und Förderung von Cannabis als Arzneimittel abzulehnen und das ist der Besitz von Aktien eines klassischen Chemie-Pharmakonzerns, denn auf eine seit mindestens 6000 Jahren von Menschen genutzte Pflanze lässt sich eben schlecht ein Patent anmelden.

Noch kurz zum Punkt einer generellen Freigabe: Die Gegner einer Liberalisierung streiten hier immer über die möglichen Gefahren von Cannabis, dass Cannabis eine Einstiegsdroge sei (was sogar das Bundesverfassungsgericht 1994 verneint hat) und was für Schäden durch den Langzeitkonsum entstehen könnten, aber dabei übersehen sie das eigentlich Wesentliche, denn alle diese Punkte spielen nur dann eine Rolle, wenn man davon ausgeht die Legalisierung oder wenigsten Liberalisierung würde einen Anstieg des Konsums zur Folge haben. Es gibt aber absolut nichts das darauf hindeuten würde, die Niederlande haben vor über 30 Jahren Cannabis legalisiert und dort wird pro Kopf nur minimal mehr Cannabis pro Jahr konsumiert, bei Jugendlichen ist die Menge sogar geringer! Portugal hat vor 10 Jahren den Besitz ALLER Drogen für den Eigenbedarf zur Ordnungswidrigkeit herabgestuft, seit dem ist der Konsum dort stetig rückläufig, die Zahl der Drogentoten pro Kopf ist die geringste in Westeuropa. Niemand der Cannabis konsumieren will wird durch die Prohibition daran gehindert, wohl so gut wie jeder unter 40 wüsste irgendeinen Weg um an Gras oder Haschisch zu gelangen und selbst wenn man ein absoluter Einsiedler ist benötigt man nur einen Internetzugang, ein Girokonto und eine Postadresse um sich sich aus dem Darkweb mittels einschlägiger Seiten und bitcoins als Zahlungsmittel buchstäbliche JEDE auf dem Markt erhältliche Droge nach Hause schicken lassen zu können, ohne dafür überhaupt aus dem Bett aufzustehen. Das gilt übrigens auch für jeden 13-Jährigen mit eigenem Konto. Sowieso ist der Glaube irgendwer, insbesondere Jugendliche, würden sich in unserer heutigen Gesellschaft einzig und allein weil es laut Gesetz illegal ist und vom Staat verteufelt wird (während es unter Prominenten & Co eher andersrum ist) von Cannabis fernhalten, einfach nur blind und kindisch. Wir leben in einem Land in dem vor gut 80 Jahren Menschen wegen ihrer Herkunft interniert und in Folge zu millionenden getötet wurden, alles ganz gesetzestreu. Und das betrifft nicht nur Nazi-Deutschland, auch danach wurde bspw homosexueller Kontakt unter Männern polizeilich verfolgt, voll und ganz durch das Gesetz gestützt. All das empfinden wir heute als grotesk und menschenverachtend, also wieso sollte noch irgendjemand glauben etwas wäre schlecht/böse/wasauchimmer nur weil es der Staat behauptet??
Der andere Punkt den ich jetzt nicht ganz so sehr ausführen will ist der Gleichheitssatz. Cannabiskonsumenten existieren, es sind in der BRD gut 4 Millionen die mindestens 1 mal im Jahr Cannabis konsumieren, etwa die Hälfte davon konsumiert regelmäßig, das heißt effektiv kriminalisieren wir durch solche Verbote einfach mal 5% unserer gesamten Gesellschaft, 2,5% sogar immer wieder. Aber das nur nebenbei, worauf ich hinaus will, Cannabiskonsum existiert, Verbot hin oder her und genauso existieren die Konsumenten. Also wie bitte lässt es sich mit dem Gleichheitsgrundsatz zwischen allen Menschen vereinbaren, dass man die Konsumenten der wesentlich gefährlicheren Rauschmittel Alkohol oder Tabak (ich denke über diese Aussage müssen wir uns nun wirklich nicht mehr streiten, die Toten pro Jahr im Vergleich sagen hier genug aus, obwohl ein Vergleich mathematisch gesehen genau genommen eigentlich garnicht möglich ist, das hieße nämlich durch 0, die Anzahl der Cannabistoten pro Jahr, zu teilen) völlig unbehelligt lässt und die eines anderen Rauschmittels, das zwar keinesfalls frei von Schäden und Gefahren ist, aber dass in diesen Punkten definitiv wesentlich besser abschneidet als die zuvor genannten, durch die Polizei und das Gericht aufs schärfste verfolgt werden??? “Alle Menschen sind gleich”, aber nur solange sie nichts machen das uns nicht in den Kram passt, ja das ist wirklich gelebte Freiheit!

O. Rudolph

#47 |
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christa hartmann
christa hartmann

Also die MS Abteilung im UKE ( Uniklinik Eppendorf ) rät ganz klar MS Patienten zur Behandlung mit Cannabis, neben den globolis. man halte von was man möchte! Hilft auch das sativa spray sehr gut!
Was mir auch von anderen MS Patienten berichtet wurde.
Gerade bei MS medikation brauch mir keiner erzählen das Cannabis schlimmere gefahren an möglichen Nebenwirkungen mit sich bringt als etwa klassische Schulmedizin.
Ich habe selber BT und einiges an medikation durch meine letzten Werte sprechen für sich.
Eine Ärztin im BWKH hatte dazu passend eine schöne Aussage gemacht ob Schulmedizin oder Alternative, wer heilt hat letztlich recht… Und wenn Cannabis einigen Patienten das Leben erleichtert dann sollte der Patient nach fachlich kompetenter Aufklärung selber Endscheiden dürfen.
Für mich wäre der eigen Anbau oder es zu rauchen auch nichts, gehe lieber auf Nr sicher und vertraue auf globolis oder Sprays aber auch dies sollte einfach jeder für sich Endscheiden dürfen!

#46 |
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Jan Elsner
Jan Elsner

Schade das die Autorin nicht ein wenig weiter recherchiert hat und sich mal die Stellungsnahme der ACM (Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin) durchgelesen hat und mit in den Artikel hat einfließen lassen.

Der ACM ist auch ein Selbsthilfenetzwerk für Patienten (SCM) angeschlossen, in diesem sind auch die meisten Inhaber einer Ausnahmegenehmigung verteten, also Patienten die heute schon Zugriff auf medizinisches Cannabis haben.

Leider werden diese Argumente und Erfahrungen von den Menschen die die eigendlichen Experten (aus eigener Erfahrung) in den ganzen Artikeln oder auch bei den überlegungen und Äußerungen der Fachverbänden geflissentlich ignoriert.

Wer sich ein eigenes Bild machen möchte hier ein Link:
http://www.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/?testi=stellungnahme-zum-entwurf-eines-gesetzes-zur-aenderung-betaeubungsmittelrechtlicher-und-anderer-vorschriften-stand-7-januar-2016-des-bundesministeriums-fuer-gesundheit

#45 |
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Dieter Grotjahn
Dieter Grotjahn

“globolis von Staufem Pharma”

Oh Pan, lass Hirn regnen. Immerhin, bei Globuli besteht auch nicht die Gefahr von Nebenwirkungen, wie z.B. Psychosen. Bei deren Anwendern dürfte ohnehin für eine ordentliche Psychose keine ausreichende Anzahl an Synapsen vorliegen.

Manchmal denke ich, die Dummheit hätte ohne das Internet nie ein vergleichbares Forum gefunden.

#44 |
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B-Dipl-Päd Pflewi Volker Allwicher
B-Dipl-Päd Pflewi Volker Allwicher

Liebe Frau Aho-Ritter,

vermutlich scheint diese bestimmte AKT1-Variante und dessen Genprodukt in Verbindung mit Cannabis ja zu einer Störung der Signaltransduktion an Nervenzellen zu führen. Gibt es hierzu konkrete Hypothesen zum Pathomechanismus, der zum Auslösen einer Psychose führt?

#43 |
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Gast
Gast

Ich hätte eine Frage an Christa Hartmann:
Wie sind Sie an die Globuli gekommen? Hatten Sie eine ärztliche Bescheinigung über Ihre Erkrankung? Wie genau muss man vorgehen?
Besten Dank!

#42 |
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Gast
Gast

@christa hartmann, Ihre Schilderung ist hochgradig unglaubwürdig, ich kenne keinen einzigen Arzt oder Schmerztherapeut, der bei chronischen Schmerzen Opiate i.v. spritzt,
@Georg Forster kämpfen Sie nur weiter für ” Legimität”.

#41 |
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Gast
Gast

Auch für Schwerkranke gibt es besseres, wirksameres und bewährtes.
Die Raucher verteidigen das Rauchen, die Trinker den Alkohol und die restlichen Drogenkonsumenten kämpfen für gesellschaftliche Anerkennung mit den mächtigen Geschäftemachern im Hintergrund einschl. CIA, das pfeifen die Spatzen von den Dächern.
Mal sehen, ob die Vernunft noch siegt.
Ich sehe eher schwarz, da wir der USA ja jeden Mist nachmachen müssen.

#40 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Gegen eine med. Anwendung bei Schwerkranken habe ich nichts. Aber ich bin absolut gegen eine Legalisierung, denn ich habe ein Kind welches Cannabis konsumiert hat und eine schwere Psychose entwickelt hat. Dadurch habe ich gesehen, dass die psychiatrischen Krankenhäuser voll sind von diesen jungen Menschen, die nie mehr in ihrem Leben arbeiten können und mit ihrer Schizophrenie kämpfen müssen. Es ist ein trauriger Anblick….

#39 |
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Sonstige

@ Dr. Dominik Hopmann

Vielen Dank für Ihren entspannt unaufgeregten Beitrag.

Bezüglich der Diskussion haben Sie Recht: Frau Aho-Ritter zitiert nur einige Studien.
In der Diskussion um den Einsatz von Cannabis reagieren einige Teilnehmer seit Jahrzehnten auf spezifische Reize reflexartig.

[@ Dr. rer. nat. Annukka Aho-Ritter]

Die hier getroffene Auswahl an Studien oder die dadurch belegten Argumente sind nicht neu, entsprechen geradezu klassisch der Prohibitionsargumentation und sind einfach zu widerlegen.

Siehe z.B.
http://www.cannabislegal.de/argumente/contra.htm#schizo
http://www.cannabislegal.de/argumente/einstieg.htm

Für die 99% nicht psychomimetierter Konsumenten geht es in so einer Diskussion unterschwellig immer auch um Akzeptanz, bzw. Legimität. Deshalb der Eifer und die Wut.

Bezüglich der Verwendung des Orginalstoffs – statt des standardisierten, konzentrierten Wirkstoffs – lassen sich phytotherapeutische Beispiele finden, wo der Tee die Tablette und das Orginalpräparat die synthetisierte Version zumindest ergänzt, von einigen Rezepienten sogar bevorzugt wird.

Und natürlich treffen einige relevante Charakteristika von Digitalis und Bacterium C.B. nicht auf Cannabis zu. (z.B. Toxizität).

Unter dem Wikipedia Eintrag “Psychotomimetic” findet man interessanterweise ein Beispiel von intravenös verabreichtem Cannabis, das zumindest bei mir die Frage nach der Relevanz der Darreichung aufwirft.

Die Verdampfung von Cannabis ohne Tabak ist z.B. dank moderner Taschen-Inhalatoren eine realistische Alternative. Ein solches Inhalat ist sehr genau dosierbar, besser noch als der oral aufgenommene Wirkstoff und leichter einzunehmen als eine Injektion.

Ich möchte hiermit eine Lanze für den phytotherapeutische Einsatz von Cannabis brechen und mich gegen die momentane Verbotspolitik aussprechen.

MfG

Georg Forster

#38 |
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christa hartmann
christa hartmann

Hallo ich bin 29 Jahre und MS Patientin nach dem mir mehrfach zu Cannabis geraten wurde habe ich vor einem 3/4 Jahr begonnen die globolis von Staufem Pharma zu nehmen.
Während vorher trotz mehrfach täglicher Einnahme von Schmerzmitteln ein mal die Woche im Schnitt ein Arzt rauskommen musste um mir dazu noch opiate zu spritzen kann ich heute wieder einen fast normalen Alltag erleben und habe sogar nun 8 Wochen kein Arzt sehen müssen!
Vor 8 Wochen war Klinische Kontrolle und alle Werte hatten sich verbessert, was keine Überraschung darstellt da ich außer die globolis keine anderen Schmerzmittel mehr benötige derzeit.
Ich finde jeder Patient sollte das Recht haben selber zu entscheiden ob er Cannabis als Therapie versuchen möchte oder nicht. Es ist sicher kein Allheilmittel aber es kann sicher vielen chronisch kranken das Leben angenehmer machen.

#37 |
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Gast
Gast

Nabilon und nicht Nobinol …

#36 |
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Gast
Gast

Nobinol ist auch patentiert. Das währe sozusagen das Medikament was man erst mal ein Jahr nehmen müsste. Bei den Studien mit Tabak sind Drug Drug Wechselwirkungen nicht vernachlässigbar. Besser währen Studien gewesen, wo Blüte pur geraucht wird. Die Genotypabhängigkeit ist aber schon interessant. Mehr oder weniger geht es bei der ganzen Sache um einen Baumstamm über einer Schlucht der zur Brücke werden soll und die Marktaufsicht will Brückenwart spielen und kassieren.

#35 |
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Herbalist
Herbalist

“Etwa ein Prozent aller Cannabis-Konsumenten entwickelt eine solche psychische Störung”
Die Lebenszeitprävalenz einer solchen psychischen Störung genannt Schizophrenie beträgt auch ein Prozent.
Also liegt nahe, dass durch Cannabis möglicherweise Personen, die irgendwann ohnehin ihre Psychose bekommen hätten diese vorzeitig getriggert wird.

#34 |
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Altenpfleger

Immer diese Zweifler! Könnte, könnte, könnte “scheint” mir durch Legalisierungsgegner lediglich populistisch zur Panikmache missbraucht zu werden?!

#33 |
  7
Gast
Gast

Also, sehr einseitige Stellungnahme.
Klasisch Lobbydienlich.
Gleiches Experiment ohne Droge ergäbe das selbe Ergebnis.
Auch Kiffer sind nur ein Spiegel der Gesellschaft.
In jeder Gruppe treiben sich Psychotiker( bzw Labile) rum.
Handwerker, Lehrer, Sportler, Apotheker und sogar zwar unglaublich auch unter Ärzten.
Warum also auch nicht unter Kiffern.
Man muß auch hier wissen, welcher Positionierung zum Thema dient welchem Berufsverband.

#32 |
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Gast
Gast

Dronabinol ist ja europaweit patentiert. Mit der Verkehrsfähigkeit von Blüte währe schon mal einiges gewonnen. Der Highlight währe dann die Aufnahme in die EUPh.

#31 |
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Mann oh Mann, eigentlich habe ich beschlossen, hier nichts mehr zu schreiben, da jeder Artikel ein Plädoyer für irgendwelche nutzlose Tests oder Hetze gegen die nebenwirkungsarmen, natürlichen Therapien ist. Wem nutzt bitte ein Gentest, etwa einem Krebskranken, der eine Lebenserwartung von 3 Monaten hat und auf eine natürliche Schmerzlinderung hofft? Die Teilnahme an einer Studie ist für die schwerkranken Patienten kein Zwang, sondern sorgt für eine bessere Akzeptanz durch die Seriosität. Dies kann ich durch meine frühere Forschungsarbeit bestätigen. Das Standardisieren der Cannabis-Extrakte ist für sich eine gute Idee. Danke Herr Santler für Ihren Beitrag. Was die isolierten Stoffe betrifft, zeigen diese im Vergleich zur Mutterpflanze höhere Nebenwirkungsraten und Toxizität. Zielgerichtete Therapie der Cannabis-Psychose ist das Schaffen einer Welt, in der man nicht abdriften möchte. Ansonsten verdient man zuerst an den Cannabisextrakten und dann an den Gentests und Medikamenten gegen die Psychose. Oh Wunder! Der gleiche Hersteller mit viel Erfahrung… Insgesamt finde ich den Artikel die offensichtliche Lobbyarbeit, lächerlich ist er nicht, er ist im Sinne des Auftraggebers geschrieben.

#30 |
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Dipl.-Inf.Wirt Michael Haaker
Dipl.-Inf.Wirt Michael Haaker

Medizinalhanf aufgrund der sicherlich ernsten genannten Folgemöglichkeiten (Psychosen, …) weiterhin den Eintritt in das Spektrum der Behandlungsoptionen zu verbieten oder zumindest zu erschweren ist zu kurz gegriffen und schadet der Gesundheitspolitik wie auch den Notleidenden, häufig chronisch erkrankten Patienten mehr, als es dem Gemeinwohl nützt.

Die Wiederholung des immer Gleichen – angereichert durch entsprechende Studien ohne eine differenzierte Gegenüberstellung von Vor- wie Nachteilen vermittelt ein unausgewogenes Gesamtbild und sorgt dafür das Patienten hierzulande echte Hilfestellung nur illegal oder mit hohem Aufwand erhalten können und dazu weithin neben dem Stigma der Krankheit eine zusätzliche Diskriminierung erfahren.

Die GKV’s wären gut beraten sich nicht allzu einseitig von einem instrumentalisierten Verordnungswahn in eine Ecke drängen zu lassen, die am Ende des Tages nicht nur den Haushalt sondern auch den ursprünglichen Auftrag, Krankheiten, wenn schon nicht in jedem Fall heilen zu können so doch wenigstens mit der maximalen Bandbreite der zur Verfügung stehenden Mittel erträglicher im Umgang zu gestalten.

Auch wenn Cannabis sicherlich keine “Eierlegende Wollmichsau”, ist, legen doch mit großer Evidenz eine Vielzahl von Studien den Schluss nahe, dass es sich hierbei um einen(!) vielseitigen Therapieansatz handelt, der Jahrhunderte lange positive Erfahrungen mit zukunftsträchtigen Perspektiven zu verbinden weiß und dabei in den Nebenwirkungen (die es bei allen(!) Mitteln gibt) überschaubar bleibt.

Und nur mal so ganz nebenbei: Ist es nicht an der Zeit, dass sich Menschen – auch wenn es um Rausch und Konsum geht – als erwachsene mündige Bürger selbst für die Mittel Ihrer Wahl entscheiden können sollten? Wer bitte möchte sich anmaßen, andere zu bevormunden mit dem ewigen Totschlagargument der Volksgesundheit?

Hierzu einfach mal unter Britische Gesundheitsstudie zur aktuellen Drogenlage und -gefährlichkeit einzelner Substanzen in UK recherchieren – demnach dürften Alkohol und Nikotin überhaupt nicht marktgängig sein, Cannabis nimmt dabei nicht gerade eine führende Position bei den beiden untersuchten Punkten Schädigung für sich und andere ein ….

#29 |
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Dipl.Ing. Guenter Schumacher
Dipl.Ing. Guenter Schumacher

Ich bin jetzt über 80. Zu DDR-Zeiten habe ich mit Samen aus der BRD mein Gras im Garten angebaut. Das ging nun aus bekannten Gründen, vor allem der Gefahr der Kriminalisierung, nicht mehr. Entzugserscheinungen hatte ich nicht, es ging auch ohne.
Aber neben anderen wichtigen Wünschen habe ich nur den: Macht endlich Schluss mit der unsinnigen Diskussion über das Abhängigwerden und gönnt denen die ihre Freude am Genuss haben das bisschen Freude bevor sie für immer abdanken !!!

#28 |
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Gast
Gast

Bedauerlicherweise kann ich Zeugnis ablegen für die verheerende Wirkung von Cannabis. Ein naher Verwandter hat nach reichlichen Genuss eine paranoide Schizophrenie entwickelt und ist für den Rest seines Lebens am Ende.
Nun könnte einer sagen: Ja, aber – wäre er vielleicht auch ohne Cannabis schizophren geworden. Dazu kann ich nur sagen: vielleicht aber auch nicht. Wer Cannabis legalisieren will ist verantwortungslos blöd!

#27 |
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Es gibt inzwischen soviel internationale Literatur, die den Nutzen von Cannabis
dokumentiert. Hier bekommt man das hoffnungslose Gefühl von Bevormundung
– zugunsten von einer Medizin, die eine größere Gefährdung für unsere Volksgesundheit darstellt als Cannabis-Präparate es überhaupt könnten.
Honni soit qui mal y pense.

#26 |
  9
Max Schlommski – Patient
Max Schlommski – Patient

Chronisch krank, habe ich Canabis in einer Dosis, HTC Gehalt äquivalent Schmerzmitteldosis über den Tag, geraucht. Im Selbstversuch über 14 Tage. In der Schweiz lebend habe ich keinen Arzt gefunden der eine Therapie mit mir machen wollte. Im Gegenzug wurde stattdessen meine Schmerzmitteldosis soweit erhöht das ich schmerzfrei war und so kam ich auf 100 microgramm/stunde Fentanylpflaster in kombination mit Antidepressiva und den fälligen Nebenwirkungen. Canabis ist nicht immer nur ein Rauschmittel und ich finde das der Patient viel öfter gehört werden müsste, gleichzeitig finde ich aber solche Studien als wichtig um mögliche Gefahren nicht zu übersehen….

#25 |
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Gast
Gast

Konnte ja nicht lange dauern, bis das reflexhafte “Alkohol ist aber schlimmer” kommt.
Hier geht es aber nicht um Alkohol, sondern um Studien zu Cannabis.
Wie man, davon abgesehen, von den Folgen des Alkohols darauf schließen kann, alle anderen schlimmen Dinge nun bitte auch zu legalisieren, weil sich eine Prohibition politisch (leider) nicht umsetzen lässt, erschließst sich mir auch nicht wirklich.
Und Heilpraktiker trifft man ehrlichgesagt bei Obduktionen eher selten an, ganz egal ob es um das Hirn eines Alkoholikers oder eines Kiffers geht, aber man will hier ja nichts unterstellen…

#24 |
  16
Heilpraktiker

Die Henne und das Ei. Der Prozentsatz von Patienten mit psychotischen Episoden unter Cannabis liegt mit 1% gleichauf mit dem von Nicht-Konsumenten. Da ist dann Cannabis wohl eher ein Auslöser als “der Grund”. Das liesse sich verhindern, gäbe man psychisch Labilen keine Drogen.
Bei der alkoholbedingten Psychose – und die ist mir dann doch wesentlich öfter begegnet – ist der Alkohol jedoch der Grund und nicht der Auslöser. Und zwar ganz physisch.
Wer in der Prosektur mal das Gehirn eines Kiffer im Vergleich mit dem eines Alkoholikers sah, weiss, wovon ich rede. Und wie Herz und Leber aussehen, kann wohl nur jemand gutheissen, der Alkohol für ein “Kulturgut” hält.
Ansonsten meint man aus dem einen oder anderen Kommentar den Geist des unsäglichen Thomasius zu ahnen. Aber soviel Schlechtes wollen wir hier nicht unterstellen…

#23 |
  4

@#19. Ist ja wunderbar und unterstreicht doch genau meine Aussage. Klarer Wirkstoffgehalt mit guter Dosierungsmöglichkeit. Was meinen Sie denn mit Wiederkäuen? Vielleicht bitte erst ein bisserl einen durchziehen, dann andere User maßregeln…
Meines Erachtens ist die ganze Diskussion über medizinischen Bedarf völlig aufgebläht und führt am Wesentlichen vorbei. Der medizinische Nutzen dieser Substanzen ist insgesamt doch recht überschaubar. Verordnung, Dosierung und Einnahmeform sollten selbstverständlich den gleichen Regeln unterliegen wie alle anderen Medikamente auch. Dazu gehört auch, dass man sich vernünftig mit unerwünschten Nebenwirkungen und Risiken auseinandersetzt. Würden wir dieses seit Menschengedenken konsumierte und verhältnismäßig harmlose Genuss- und Rauschmittel einfach mal legalisieren (ab dem 21. Lj), müsste auch nicht ständig der ach so wahnsinnig hohe Gesundheitseffekt betont werden, die Menschen könnten einfach kiffen (Tee kochen, Kekse backen…) – so wie sie es schon immer gemacht haben. Das Verbrechen hätte ein Geschäftsfeld weniger, die Polizei könnte sich um richtige Kriminalität kümmern, die Qualität wäre höher (vgl. Bleivergiftung in Dresden), vielleicht gäbe es auch noch ein paar Steuermilliönchen dazu. Warum das in unserem Land nicht möglich ist? Man schaue nur die hoch qualifizierte “Drogenbeauftragte” M. Mortler und ihre Vorgänger oder das AfD- Parteiprogramm an.

#22 |
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Ines Ade
Ines Ade

1% lächerlich! 1% der Nicht-Cannabis Konsumenten entwickeln auch eine Psychose

#21 |
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Rentenberater Johann simon Genten
Rentenberater Johann simon Genten

Auch Morgan unterstützt diese Ansicht: „Sich wiederholt in einen psychotischen oder paranoiden Zustand zu versetzen, könnte einer der Gründe dafür sein, warum diese Personen in der Folge eine Psychose entwickeln, zu der es ohne den Drogenkonsum nicht gekommen wäre.“
M.E. hochgradiger Schwachsinn, da man sich durch Kiffen keineswegs in einen “psychotischen oder paranoiden” Zustand versetzt! Herr Morgan sollte mal eine Joint rauchen oder die User befragen!

#20 |
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Mag. Helmuth Santler
Mag. Helmuth Santler

Ad Dr. Hopmann: Nur zu Ihrer Information, das staatliche niederländische Medical Marihuana Programm bringt es auf mittlerweile 5 standardisierte Sorten (Klonung von einer Mutterpflanze) mit genau definierten Gehalten von THC und CBD, den beiden wichtigesten Wirksubstanzen. Das Programm läuft seit 2005.
Zitate von http://www.bedrocan.nl/deutsch/producte.html:
Die THC-Konzentration von Bedrocan® beträgt immer etwa 22 %. Die CBD-Konzentration beträgt weniger als 1 %. Dieses Produkt wird auf den Markt gebracht unter dem Namen: Cannabis Flos var. Bedrocan®.
Bedrobinol® hat eine THC-Konzentration von etwa 13,5 %. Die CBD-Konzentration beträgt weniger als 1 %. Dieses Produkt wird auf den Markt gebracht unter dem Namen: Cannabis Flos var. Bedrobinol®.
Bediol® enthält neben einer etwas niedrigeren THC-Konzentration (etwa 6,3 %) ungefähr 8 % CBD. CBD ist nicht psychoaktiv, hat jedoch eine wissenschaftlich anerkannte medizinische Wirkung. Dieses Produkt ist seit März 2007 erhältlich unter dem Namen: Cannabis Flos var. Bediol®granulaat.
Zu weiteren Varietäten gibt es keine Angaben auf der deutschen Seite:
Bedica® wordt gezien als een indica. Het bevat een middelgrote hoeveelheid THC, rond de 14%, met minder dan 1% CBD.
De niet psychoactieve soort Bedrolite® is nu beschikbaar voor gebruik door patiënten en voor onderzoek. Momenteel wordt er aan een standaard gewerkt voor Bedrolite®. Het bevat ongeveer 9% CBD en 0,4% THC.

Also bitte erst ein bisserl informieren, bevor seit Jahren überholte Informationen wiedergekäut werden.

#19 |
  2
Gast
Gast

Fehlt nur noch d Idee, künftig bei Alkoholkrankheit den Bezug von Spirituosen auch über d GKV zu erstatten.

#18 |
  27
Cornelius Voigt
Cornelius Voigt

Warum kommt es jetzt erst raus? Wenn man lange genug etwas sucht, findet man (oder Frau) auch etwas. Die Einstiegsdroge ist Milch (jeder der bei Abhängigkeit landet, harte Drogen konsumiert, hat mal Milch getrunken…). Die ganze deutsche Drogenpolitik hat komplett versagt, Restriktion hat noch nie etwas verhindert (auf Dauer). Eine genaue – wertfreie – Aufklärung wäre viel sinnvoller, das würde die Eigenverantwortung stärken (natürlich Jugendschutz – Verkehr u.ä. muss beachtete werden!). Ich würde mir echte Suchtberatungsstellen wünschen, die wirklich beraten, wenn jemand einen Rausch will. Und Hilfe anbieten, wenn es kritisch wird (habe selbst lange in stat. Drogentherapie und Suchtberatung gearbeitet!). Und: Alkohol- und Nikotinwerbung endlich komplett verbieten!

#17 |
  5
Gast
Gast

Rainer bester Kommentar, volle Zustimmung.

Das Volk würde durch drehen wenn wir ihre heiß geliebte Droge den Alkohol verbieten würden. Aber mit dem Finger auf andere zeigen ….

Ich werde niemals wieder einen Schluck Alkohol trinken . Die Wirkung ist so dumm und unnötig als ob dir jemand mit dem hammer auf den Kopf haut. Macht aggressiv und man ist bei vollem Alkohol Rausch komplett ausser Kontrolle, sagt Sachen und macht Dinge die man im nüchternen zustand nicht tun würde.Nicht zuvergessen den schaden im gesamten Körper! Aber klar wenn man nur Alkohol kennt dann ist das halt normal.Cannabis hingegen ändert mich nicht. Man ist wie immer nur entspannter und kann einfach genießen. Ich kenne keinen kiffer der GERNE Alkohol trinkt, die meisten gar nicht. Das ganze Volk ist Drogen verseucht und zwar mit einer der härtesten Droge namens Alkohol.

Geschrieben am Phone.

#16 |
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Dipl. Psychologe Rainer Keller
Dipl. Psychologe Rainer Keller

Es geht wieder los. Äpfel mit Birnen werden verglichen. Aber das kennt man ja. Wichtiger ist, wieso wird eigentlich Alkohol, der nun wirklich nachweislich schon in den geringsten Dosen schädlich ist, und wohl eher als Einstiegsdroge gesehen werden kann, nicht verboten. Weil der wirtschaftliche u. gesellschaftliche Faktor einfach zu groß ist. Die Mehrheit will einfach ihre Droge und damit “basta”.
Cannabis ist nun wirklich hilfreicher als schädigend. Aber man kann sich ja so schön darüber profilieren. Arme Wissenschaftswelt mit all ihren profilsüchtigen Schreiberlingen… und ihren ach so “richtungsneutralen” Auftraggebern…. es müsste doch irgendwo ein medileaks geben, das offenbart, wer wo seine Finger drin hat….
@ Arzt: Sorry, aber haben Sie sich wirklich mal intensiv mit der Problematik auseinander gesetzt ?

#15 |
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Bernhard Geiges
Bernhard Geiges

Leute laßt es sein ! Trinkt doch lieber einen ! Wo soll denn sonst das ganze Zeug hin ??

#14 |
  12

Erstaunlich, wie schnell hier mit allen möglichen Vorurteilen in die eine oder andere Richtung herumhantiert wird. Der Artikel stellt doch nur einige interessante Studien und aktuelle Positionen wichtiger ärztlicher Institutionen dar. Mit diesen Erkenntnissen kann man sich doch auch als Cannabis- Fan sachlich auseinandersetzen. Und was im Himmels willen hat jetzt hier wieder die böse Pharmaindustrie verbrochen? Der THC- und übrige Wirkstoffgehalt aktueller Züchtungen schwankt doch erheblich. Selbstverständlich muss auch jedes Naturheilmittel in medizinisch reiner und verlässlich dosierbarer Form vorliegen, damit wir Patienten damit behandeln können. Oder möchte jemand Fingerhutpflanzen statt Digitalis- Tabletten schlucken? Von mir hat auch noch keiner meiner Patienten verlangt, dass ich ihnen Clostridium botulinum- Bakterien aus eigener Kultur in ihre Muskeln injiziere, selbstverständlich nehme ich dazu industriell hergestelltes Toxin aus Ampullen!

#13 |
  14
Heilpraktiker Gerd Zunklei
Heilpraktiker Gerd Zunklei

Lächerlich

#12 |
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Dr. med. Kristin Hupfer
Dr. med. Kristin Hupfer

Nicht nur ein Prozent der Cannabiskonsumenten sondern auch 1% der Nicht- Cannabis -konsumenten entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Psychose!

#11 |
  6
Jessica Gast
Jessica Gast

Psychosen? Einstiegsdroge? Erhöhtes Risiko für Alkoholmissbrauch?

Der Artikel ist sehr einseitig und daher ungefähr so seriös, wie diese Seite wirkt…

Da frag ich lieber meinen richtigen Arzt – und siehe da: 25 Jahre mehr oder weniger regelmäßiger Konsum (vorher mit, jetzt ohne Tabak) und keinerlei Probleme.
Und ich bin sehr froh, dass ich in diesen 25 Jahren stattdessen nicht gesoffen habe…

#10 |
  16
Gast
Gast

#7 Im Text steht, dass sich die KBV gegen medizinische Verwendung von Cannabisblüten etc. ausspricht, weil dabei die Dosierung stark schwankt etc.
Das der Wirkstoff aus dem Cannabis dann von einer Firma verarbeitet wird zu einem klar definierten Präparat ist jetzt das Problem? Dann sollten Sie vielleicht in Zukunft auch Weidenrinde kauen statt Aspirin etc.
Und das ein Betrieb, der etwas produziert, dafür tatsächlich Geld haben möchte soll jetzt der Skandal sein?
Mit dieser Argumentation muss Sie auch morgens der Bäcker an bekannte Drogenkartelle erinnern, der will doch tatsächlich Geld für ein lebenswichtiges Produkt!

#9 |
  11
Gast
Gast

Es ist wirklich traurig, dass bei jedem medizinischen Thema negative Kommentare in Bezug auf die Pharmaindustrie zu lesen sind. Tatsächlich gibt es in Deutschland bereits ein Cannabis Arzneimittel (Sativex), das von der GKV erstattet wird, produziert und vermarket von einem ….. ganz genau … Pharmaunternehmen.

#8 |
  15
Gast
Gast

Als ich bei Google die Quelle sah wußte ich schon woher der Wind weht. Der Text bestätigte meine Vorahnung…
Logisch, nachdem die Ärztekammer sich gegen eine medizinische Verwendung von Cannabis aussprach.
Ärzte und ihre Kammer erinnern mich stark an andere sehr bekannte Drogenkartelle, Profit ist halt alles, der Mensch ist nichts!

#7 |
  15
Gast
Gast

Ein letztes Aufbaeumen der Pharmaindustrie. Wer immer noch versucht die längst widerlegte Einstiegsdrogentheorie zu verbreiten kann nicht mehr ernst genommen werden. Cannabis ist unter erfahrenen Cannabiskonsumenten auch als Ausstiegsdroge bekannt, da das Verlangen nach Alkohol gedämpft wird. Dann gibt es da noch diese ewig gestrigen Ärzte, die immer noch nicht wissen, dass man Cannabis auch ohne zu rauchen konsumieren kann. Cannabis gehört in jeden Kräutergarten und nicht in die Hände skrupelloser Pharmavertreter.

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Sebastian Clausen
Sebastian Clausen

Absolut kein Rückschluss auf Kausalität, aber dennoch so berichten als wäre es klar, dass Cannabis dem Substanzmissbrauch anderer Droge und der Entwicklung von Psychosen ursächlich ist. Genau solche Berichte sind es, die eine vourteilsfreie Diskussion um das Thema behindern! Ebenso kommen hier wieder nur Kritiker zu Wort ohne Argumente der anderen Seite zu bringen, die sehr wohl fundiert und mit Nichten verharnlosend sind. Danke für diesen totally biased Artikel!

#5 |
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Gast
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Was ist in den über der Hälfte der US Staaten anders wie bei uns? Teilweise seit 1996 gibt es dort Cannabis als Medizin und nichts passierte. Weder sind da übermäßig Psychopathen unterwegs noch sind die Staaten untergegangen? Was sollen dann solche Propaganda Artikel wo nur einseitig irgendwelche Verbände zitiert wurden? Warum nicht Apothekerverband, oder nicht gleich die Umfragen zu Rate ziehen? 90% der Bundesbürger möchten Kranken einen gesetzlich geregelten Zugang und Anspruch für Cannabis ermöglichen! Soll sich hier dem überragenden Votum der Bürger hinweggesetzt werden?

#4 |
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Gast
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Ach herje, ist ja jetzt nicht neu, dass das Risiko für regelmäßiege Cannabiskonumenten höher ist, auch andere härtere Drogen im Leben zu konsumieren, jedoch ist man sich in der Suchtforschung seit vielen Jahren großteils einig darüber, dass dieses durchaus statistisch messbare Phänomen nicht mit einer pharmakologischen Eigenschaft der Substanz zu tun hat, sondern eher mit psycho-sozialen Faktoren. Ja es gibt unter Cannabiskonsumenten ebend einen erhöhten Anteil von Menschen mit nachteiligen psycho-sozialen Faktoren, welche eher zu einem exessiven Substanzkonsum neigen, das hat aber mit der Substanz Cannabis wenig zu tun. Sie könnten auch messen, dass dies bei Tabakrauchern der Fall ist, dass diese eher Cannabis rauchen und somit auch eine höhere Wahrscheinlichkeit haben andere Drogen auszuprobieren. Hier die alte Einstiegsdrogentheorie wieder aufzuwrmen ist doch ein bissel daneben. Desweiteren verstehe ich nicht, dass wenn (nur) ein Prozent der Cannabiskonsumenten im Leben an einer Psychose erkrankt, dies nachteilieg sein soll. Im Durchschnitt liegt die Lebenzzeitprävalenz von psychotischen Erkrankungen bei 2,6%, bei Schizophrenie bei ca. 1%. Würde ja heißen, die Kiffer erkranken seltener als der Durchschnitt. Soweit ich weiß liegt die Prävalenz bei Cannabiskonsumenten bei ca. 2% (auf Schizophrenie bezogen) und die der Normalbevölkerung bei 1%, diese haben also ein doppelt so hohes Risiko.

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Gast
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Im Text geht es um zwei Studien, deren Quellen angegeben sind. In Ihrem Kommentar ist das eher nicht der Fall. Wo genau fehlt Ihnen denn die Quelle?
Oder sind Sie doch nur einer der allzu gerne laut aufschreienden Anhänger der Cannabis-Legalisierung, die jegliche Gegenargumente mit dem Hinweis auf Pharmalobbyismus wegfegen?
Dann sind Sie sicherlich nicht in der Position, anderen schlechte Recherche / Diskussionsstil vorzuwerfen…

#2 |
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Gast
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In Ihrem Profil schreiben Sie “Bei meiner Arbeit ist es mir wichtig, dass alle meine Texte gründlich recherchiert, mit validen Quellen belegt und zielgruppengerecht geschrieben sind.”
Wenn das stimmt dann stimmt Ihr Artikel nicht. Anscheinend zahlt die Pharmalobby doch mehr als Ihr Gewissen wert ist.

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