Medizinstudium: Refugees Welcome

16. März 2016
Teilen

Gerade der Arztberuf ist für viele Menschen – egal welcher Herkunft oder Religion – sehr attraktiv. So hat das Medizinstudium auch bei vielen jungen Flüchtlingen einen hohen Stellenwert. Besonders an der Uni Rostock zeigt man sich flexibel und bereitet spezielle Angebote vor.

Die Geschichte des jungen syrischen Flüchtlings Zakaria mutet an wie ein Märchen. Im Interview mit dem Deutschlandfunk spricht er in hervorragendem Deutsch von seinem großen Traum, einem Medizinstudium in Deutschland. Es handelte sich um eine Reportage über die Situation der Kriegsflüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos. Zufällig wird Zakaria unter tausenden Menschen für ein Gespräch mit Radioreporter Michael Lehmann ausgewählt. Und zufällig hört der deutsche Mediziner Martin Friedrich dieses Interview. „Als ich den jungen Mann hörte, beschloss ich sofort, ihm zu helfen. Aus diesem Grund setzte ich mich mit der entsprechenden Redaktion in Verbindung“, erinnert sich Friedrich. Es war die große Motivation Zakarias, die den deutschen Arzt faszinierte. Das typische Prozedere eines monatelangen Aufenthaltes in einem Erstaufnahmelager wollte Friedrich dem jungen Mann unbedingt ersparen. Er vermittelt Zakaria deshalb einen Platz in der Bethel-Stiftung, für die der Arzt regelmäßig spendet. Der junge Syrer erhält hier eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr und kann so die Zeit des „Nichtstuns“ sinnvoll überbrücken. Zakaria ist nicht der echte Name des 21-Jährigen. Aus Angst vor Repressalien gegen seine in Syrien zurückgebliebenen Eltern möchte er seinen echten Namen nicht nennen.

Seine Flucht führte ihn über Griechenland, Mazedonien und Ungarn schließlich nach Wien. Mehrmals verabredeten sich Martin Friedrich und Zakaria zu einem Treffen, zuletzt in der österreichischen Hauptstadt und in München. In beiden Städten verpassten sie sich. Eine Bescheinigung der Bezirksregierung Arnsberg über seinen geplanten Dienst in der Bethel-Stiftung erlaubt es dem Syrer, von München aus weiter zum Erstaufnahmelager nach Detmold zu reisen, ganz in der Nähe seines künftigen Arbeitsortes. Sein Weg dorthin führe ihn über Hannover, wo er seinem Helfer Martin Friedrich das erste Mal gegenübersteht. „Ich war sehr glücklich“, erinnert sich Zakaria. Mittlerweile lebt er in Bielefeld, arbeitet in einem Krankenhaus und spielt Fußball in einem Verein.

Am 20. Oktober 2015 fand an der an der Universität zu Köln eine Sitzung der Medizinischen Fakultät statt. Thema des Zusammentreffens war die Frage, wie Flüchtlingen mit dem Berufswunsch Arzt zu einem Studienplatz verholfen werden kann. Auch Martin Friedrich war zu dem Treffen geladen und wollte sich für Zakaria einsetzen, dass er schon bald die letzte Hürde zum Medizinstudium meistern kann.

Universitäten in den Startlöchern

Zugegebenermaßen können die allerwenigsten Flüchtlinge auf so ein großer Glück und einen derart einflussreichen Partner an der Seite bauen wie Zakaria. Dennoch zeigen sich viele Universitäten flexibel und bereiten spezielle Angebote für junge Menschen aus den Krisenregionen vor. Besonders engagiert zeigt man sich diesbezüglich an der Ostsee. Die Universität Rostock bietet seit November 2015 Sprachkurse und spezielle Beratungsangebote für Flüchtlinge an. „Rund 200 junge Menschen werden derzeit auf diese Weise betreut, die meisten davon kommen aus Syrien“, weiß Michael Paulus, Direktor des Rostock International House der Hochschule. Die Abteilung ist zuständig für sämtliche internationale Angelegenheiten des Studentenlebens in der Mecklenburgischen Hafenstadt. Auch unter den Rostocker Flüchtlingen hat die Humanmedizin einen enorm hohen Stellenwert. Paulus schätzt, dass knapp die Hälfte sich für ein Medizinstudium interessiert. „Der Beruf des Arztes ist nach wie vor sehr attraktiv“, so der Universitätsvertreter. Fachlich ist dies bei den meisten auch kein Problem, das größte Hindernis stellt tatsächlich die Sprache dar. Michael Paulus fasst es folgendermaßen zusammen: „Im Forschungsbereich kann man sich vielfach noch mit Englisch behelfen. Die Kommunikation mit Patienten erfordert aber zwingend einen spielenden Umgang mit der deutschen Sprache.“

Sprachkurse sind das A und O

Aus diesem Grund baut die Universität Rostock ihr Angebot an Sprachkursen noch weiter aus. Etwa gegen Mitte des Jahres ist damit zu rechnen, dass sich das Kontingent noch um weitere Sonderkurse erweitern wird. Neben den anderen Hürden, die für eine Zulassung im Fach Humanmedizin zu nehmen sind, ist die höchste sprachliche Qualifikation zu erbringen. Die offiziellen Deutschkurse gliedern sich – je nach Niveau – in die Kategorien A1 bis C2. Um ein Medizinstudium zu beginnen, muss ein Sprachzertifikat der Stufe C2 vorgelegt werden. Für C1 sind – bei schnellem Lernfortschritt – etwa zehn Monate einzukalkulieren. Jedoch schwankt der Lernfortschritt sehr stark. „Derzeit läuft ein Deutschkurs, den wir aufgrund des unterschiedlichen Vorankommens eigentlich trennen müssten“, heißt es von Seiten der Universität. Natürlich spielt das individuelle Talent immer eine Rolle bei dem Erlernen einer neuen Sprache oder Wissenschaft. Paulus kennt aber einen noch viel wichtigeren Punkt: „Die Mehrzahl der Flüchtlinge hat furchtbare Dinge erlebt, viele von ihnen sind schwer traumatisiert. Da dauert es eine ganze Weile, bis sie wieder normale Leistung erbringen können.“

Für Erststudenten bleibt es schwierig

Auch unter Einheimischen ist bekannt, dass eine Zulassung zum Studium der Medizin alles andere als ein Spaziergang ist. Einem prognostizierten Ärztemangel stehen schwindelerregende NC-Werte entgegen. Diejenigen, die sich gerne Klinik, Forschung usw. widmen möchten, sehen sich ohne Spitzenabi oftmals einer jahrelangen Wartezeit gegenüber. Die Frage ist berechtigt, wie unter solchen Voraussetzungen eine Aufnahme von Flüchtlingen praktisch umgesetzt werde soll. Klar ist: Niemand darf bevorzugt oder gar vernachlässigt werden. Wer sich bereits im fortgeschrittenen Studium befindet oder gar kurz vor dem Abschluss steht, hat es etwas leichter. Aber für Flüchtlinge, die ein Erststudium in Medizin aufnehmen möchten, ist es sehr schwer. Zunächst einmal wird auch auf die Note geschaut und die muss natürlich – wie bei den deutschen Kommilitonen – sehr gut bis überragend sein. Allerdings geht der Trend mittlerweile zunehmend weg von der Abiturnote hin zu spezifischen Aufnahmetests. „Medizinertest“ heißt dieser Fragenkatalog, der den Arzt in spe sprichwörtlich „auf Herz und Nieren“ prüft. Ein ähnliches Prozedere soll zunehmend auch bei ausländischen Bewerbern zum Tragen kommen. „Das neue Verfahren heißt TestAS und wurde speziell für Studienbewerber entwickelt, die nicht aus unserem Land kommen“, weiß Paulus von der Universität Rostock. Im Rahmen dieses zentralen und standardisierten Tests werden die kognitiven Fähigkeiten geprüft, die für ein Hochschulstudium in Deutschland wichtig sind. Außerdem lernen die Teilnehmer bereits typische Anforderungen des von ihnen angestrebten Studiums kennen. Inwiefern die Zulassung zu einem Medizinstudium durch TestAS möglich ist, hängt von der einzelnen Hochschule ab. Denn nicht alle Hochschulen akzeptieren dieses Verfahren.

Mehr Studienplätze wünschenswert

Noch einmal zurück zu Zakaria: Die Geschichte des jungen Mannes zeigt, wie viel Potenzial viele Flüchtlinge mit in unser Land bringen. Gerade der Arztberuf ist für viele Menschen egal welcher Herkunft oder Religion sehr attraktiv. Angesichts des drohenden Ärztemangels sollte sich Deutschland über jeden neuen Medizinstudenten freuen. In Wirklichkeit ist die Situation aber prekär wie nie. Immer noch kommen auf einen Medizinstudienplatz mindestens fünf Bewerber. Damit bleibt es für alle – ob Flüchtling oder Einheimischer – eine große Herausforderung, den Wunschstudienplatz zu erhalten. Mehr Studienplätze bleiben die allgegenwärtige Forderung.

40 Wertungen (2.8 ø)

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

29 Kommentare:

Gast
Gast

kann mir einer erklären, was an diesem Studiengang “privilegiert” sein soll?
Oder auch am Arztberuf?
Eher ein Richter, der jeden Unsinn ungestraft machen darf.

#29 |
  0
Gast
Gast

Wer hier von “Standesdünkel dieser Berufe” sollte schon gleich ausgeschlossen werden.
Nicht Ärzte machen den Numerus Clausus. Und viele hauen ja auch ab aus Deutschland wenn sie Arzt sind.
Bei uns ist die Qualität des Studiums immer noch (wie lange noch?) besser als z.B. in USA, dort wird es allerdings danach erst mal härter mit Internship etc.

#28 |
  0
Gast
Gast

Zum Thema Immigranten: Meist sind die Studiengänge in anderen Ländern ganz anders aufgebaut als in Deutschland.
Ein syrischer Apotheker zum Beispiel hat das Wissen eines hiesigen pharmazeutisch-technischen Assistenten, ein chinesischer Chemiker mit Master das eines hiesigen CTAs.
Von Vorbildung möchte ich nicht sprechen.
Wie #26 schon sagt: Sie sind in Ausbildung, Studium und Zugangsberechtigung in keinster Weise mit den hiesigen Anforderungen zu vergleichen.
Das System muss dringend novelliert werden.
Aber wie immer wird es an den erlauchten Ärzten und Apothekern scheitern, die sich ihrer Pfründe beraubt sehen.
Schade.

#27 |
  2
Gast
Gast

Die Hürden für die “privilegierten” Studiengänge (Pharmazie, Medizin, Zahnmedizin) sind ungerecht hoch, egal ob für Immigranten oder Deutsche.
Zwei Beispiele. die mich immer wieder ärgern, wenn ich nur daran denke:

1. Pharmazie.
Ein pharmazeutisches Staatsexamen als PTA und Berufserfahrung wird nicht als Zugangsberechtigung anerkannt, es muss eine teure Prüfung abgelegt werden, die angeblich beweisen soll, dass der Prüfling auf Abiturniveau ist.
So ein Blödsinn!
Jede examinierte PTA ist fünfmal qualifizierter als ein Abiturient fürs Pharmaziestudium und muss auch zwei Jahre hart fürs Examen büffeln.

2. Medizin
Eine Krankenschwester und eine Arzthelferin sowie ein Heilpraktiker, der seinen Horizont erweitern möchte mit langjähriger Berufserfahrung und herausragendem Examen sind an deutschen Universitäten nicht erwünscht, da sie kein Abitur haben, aber gerne Ärzte werden wollen.
Es wird alles nur erdenkliche daran gesetzt, dass diese drei niemals ihren Traumberuf studieren dürfen, geschweige denn auch nur einen Fuß in die Heiligen Hallen setzen dürfen.

Die Ursache liegt im Standesdünkel dieser Berufe und einer uralten, völlig antiquierten (und unfairen, um nicht zu sagen unmenschlichen) Regelung zum Hochschulwesen.
Die Not ist noch nicht groß genug, als dass das erkannt wird.
Der Mangel noch nicht deutlich genug, als dass hier Handlungsbedarf erkannt wird.
Dabei wäre es doch so einfach, das Problem zu lösen.
Jeder der möchte, der darf.
Punkt.
Wer es schafft, schafft es.
Wer nicht, der nicht.

#26 |
  5
Zahnärztin

Erst denken, dann schreiben!
“….Das Problem ist der eindeutig zu große Zuzug von immer neuen Immigranten.
Hier muss man den Mut zum Nein aufbringen….”
Der Zuzug ” immer neuer Immigranten” steht in keinem Zusammenhang mit der Vergabe von Studienplätzen. Die werden nämlich nicht nach einer prozentualen ” Einheimischen/ Immigrantenquote” verteilt. Wer den Text aufmerksam gelesen hat, stellt fest, daß Flüchtlinge es ebenfalls sehr schwer haben werden einen Platz zu bekommen.
Und schon mal darüber nachgedacht, was ein ” Nein” bedeutet?! Das heißt nichts anderes als Leid und Tod für Zehntausende.
Das Problem mit dem NC gibt es seit Jahrzehnten und der Verdacht liegt nah, daß es irgendwie gewollt ist
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41125056.html
Und bitte nicht von den im Text genannten Noten irritieren lassen. Damals gab es noch nicht so inflationär 1,0 Abiturnoten. Auch das kann man googlen.
Ungerecht ist immer das, was MIR nicht paßt…..

#25 |
  7
Gast
Gast

@Eva Julia Fischer Sie können geholfen werden bei Ihrer Frage:
Ohne neue Immigranten mehr Studienplätze für deutsche Studenten
und weniger Probleme bei Patienten.

#24 |
  2
Zahnärztin

Gähn!
Die von mir gestellte Frage ist immer noch nicht beantwortet. Geschenkt! Darauf gibt es halt keine Antwort.
Und das anonyme Geschreibsel wundert mich auch nicht- mit ein bißchen Rückgrat steht man zu seiner Meinung.
Ich bin dann mal weg. Hier ist’ s zu trostlos……

#23 |
  4
Gast
Gast

BITTE WAS?!?
Und da wundert sich allen Ernstes noch jemand, dass AfD und Co. solch enormen Zulauf erfahren? Es gibt 100.000e junge Menschen in diesem Land deren Wunsch es ist Medizin zu studieren, die jahrelang (trotz 1,x Abi) auf einen Studienplatz warten und jetzt werden auf einmal neue Ressourcen für Flüchtlinge ausgeschöpft?? Das ist ein Schlag ins Gesicht all derer die sich diese Plätze im Abi hart erarbeitet haben, die für ihre Studienbeiträge trotz Klausurenphase arbeiten müssen und für verbesserte Arbeitsbedingungen kämpfen! Wer schon einmal in einer Klinik gearbeitet hat weiß, dass Zuzug aus dem Ausland den hiesigen Ärztemangel nicht lösen wird (die Anzahl an Beispielen die ich hierzu in Form katastrophaler Arzt-Patienten-Kommunikation ertragen musste würden diesen Rahmen sprengen…) sondern die, mehr als genügend, vorhandenen Interessenten eine Chance verdienen! Mehr Studienplätze schaffen ist des Rätsels Lösung – und das NC Problem löst sich wie von selbst in Luft auf…

Achso, falls sich jemand fragt warum ich dies als ‘Gast’ poste: Genau wegen Menschen wie euch, paranoide ‘NAZI-Schreier’, die Abweichende Meinungen nicht akzeptieren können und mich zweifelsohne nur zu Gerne an den Online-Pranger stellen würden!

#22 |
  5
Zahnärztin

Heckenschützenmanier- jemand, der dafür plädiert, dass MAN etwas laut sagen sollte, sollte nicht anonym hier schreiben.
Desweiteren sollten Sie dringend sinnerfassendes Lesen üben! Ich hatte Sie gefragt, wo der Zusammenhang zwischen dem Zuzug neuer Immigranten und der Vergabe von Studienplätzen liegt( Ja, lesen Sie ruhig noch einmal Ihren eigenen Text!) und was das mit dem Begriff der p.c. zu tun hat und NICHT nach Ihrer persönlichen Einschätzung meiner Person.
” Das sagen die Patienten.” Erstens: “Patienten” sind eine eine äußerst heterogene Gruppe. Schwer vorstellbar, daß es darüber einen Konsens gibt. Vielleicht wird das Ihnen gegenüber geäußert( in welcher Funktion sind Sie überhaupt dort?) und dem arabischen Internisten gegenüber wird vielleicht über die Dummheit mancher seiner Kollegen geklagt… Sollte es wirklich ein größeres Problem sein, dann sollte das doch wohl schon publiziert sein. Oder verhindert das die Lügenpresse?

#21 |
  11
Gast
Gast

Ich empfehle mal einen Blick in unser Vorbildland USA sowohl für den Studiengang, wie für den Berufseinstieg für Ausländer mit dem Internship-Jahr, 80-Stunden/Woche und Prüfungen, bei denen man auch durchfallen kann.
Für einen Chirurgie-Platz in Californien für einen Ausländer Chance 0%.
“Flüchtlinge” und Immigranten in diesem großen Land mit über 300 Millionen Einwohnern im ganzen Jahr 2015 ca.80.000, soviel, wie bei uns in einem Monat.
Und Merkel will unbedingt noch mehr!

#20 |
  3
Gast
Gast

Primäre Baustelle ist es doch erst mal, den Widerspruch zwischen einerseits fehlenden Studienplätzen und andererseits bedrohlichen Ärztemangel aufzulösen. Wenn sich dieser Widerspruch empirisch bestätigen lässt, kann die Ursache ja nur auf der Angebotsseite (Ressourcen der Unis erschöpft) oder der Nachfrageseite (Ärzte stehen nach dem Studium nicht zur Verfügung) liegen. Ist Ersteres der Grund, wäre es ein fataler Fehlanreiz (und Öl ins Feuer von Perfida & Co.), das Medizinstudium jetzt auch noch großzügig für die Neueinschreibung von Flüchtlingen zu öffnen. Ohne Frage sind schlaue Köpfe dabei, aber wenn das System schon jetzt überlastet ist, gleicht dass eine vollem Fass, in welchem man immer mehr Wasser speichern möchte. Liegt der Grund in Zweiterem, muss sich die Politik fragen, warum teuer ausgebildete Ärzte nach dem Studium nichtärztlich arbeiten oder ins Ausland gehen.

#19 |
  0
Gast
Gast

@Eva Julia Fischer “political correctness” ist genau das was Sie hier betreiben:
BLIND für die Probleme und BESCHIMPFUNG derer, die wagen, sie zu nennen.
Wir habe zu WENIG Deutsche Ärzte in unseren Krankenhäusern, das sagen die Patienten.

#18 |
  5
Zahnärztin

“….Das Problem ist der eindeutig zu große Zuzug von immer neuen Immigranten.
Hier muss man den Mut zum Nein aufbringen.
Die Welt hat ca. 7 Milliarden Bürger!
“political correctness” ist nichts anderes als Meinungsdiktatur….”

Was soll das jetzt werden?! Politische Stimmungsmache?
Wieso ist der Zuzug neuer Immigranten ein Problem in diesem Zusammenhang? Wollen die alle Medizin studieren? Und dann werden ihnen sämtliche Studienplätze reserviert?
Der Rest erinnert stark an sinnentleertes Pegida Geschwafel und steht in keinerlei Zusammenhang mit dem Artikel. Und was soll der Begriff ” political correctness” hier?! Ich hab ja nix gegen Immigranten, aber man wird ja wohl noch sagen dürfen, daß die so schlecht deutsch sprechen, daß man besser die Schlange stehenden Deutschen zum Studium zuläßt?!
Das Problem mit dem NC ist uralt. Schön oder gar sinnvoll ist das nicht, aber mit den Flüchtlingen hat das wenig zu tun.

#17 |
  14
Gast
Gast

Selbstverständlich sollten alle Immigranten, die hier rechtmäßig wohnen fair behandelt werden und NICHT diskriminiert werden.
Selbstverständlich wäre es ebenso falsch, solche Menschen zu bevorzugen.
Wenn “Ärzte” flüchten, fehlen sie im Land aus dem sie kommen mehr als bei uns.
Es ist schon beschämend für uns, dass Deutsche Studenten Schlange stehen und ABGEWIESEN werden, während sich Patienten beschweren dass der Doktor im Krankenhaus nicht zu verstehen ist. Das ist Realität und nicht übertrieben!
Das Problem ist der eindeutig zu große Zuzug von immer neuen Immigranten.
Hier muss man den Mut zum Nein aufbringen.
Die Welt hat ca. 7 Milliarden Bürger!
“political correctness” ist nichts anderes als Meinungsdiktatur.

#16 |
  5
Gast
Gast

Ich hatte 4 Jahre Wartezeit für meinen Studienplatz, heute wären es bestimmt 7 (wenn nicht gar aussichtslos). Ich liebe meinen Beruf und habe sehr viele hochgeschätzte, engagierte und talentierte Kollegen, sowohl Eingeborene als auch Zugewanderte.

Dumpfbacken, Faulpelze oder überhebliche Möchtegerngötter trifft man überall, sowohl im Studium, als auch gelegentlich im Beruf und sojemand ist in diesem Beruf nie gut aufgehoben, egal wo er herkommt.

Ich persönlich bin generell unzufrieden mit der Verteilung der Studienplätze in Deutschland, sie wird dem Beruf auch nicht gerecht und ich finde dass es zuviele kluge, sozial-kompetente und vielversprechende junge Menschen hier gibt, die sehr gute Ärzte werden könnten (die wir dringend brauchen!) wenn man ihnen nur die Chance geben würde.

Habe aus erster Hand erlebt wie schwer eine Kollegin (die ich bereits aus dem Studium kannte) sich im Beruf tat und was für gravierende Fehler sie gemacht hat. Sie war ohne Deutschkenntnisse aus dem Ausland über ein Förderprogramm ohne Wartezeit und von allen Studiengebühren befreit (obwohl sie wohlhabende Eltern hatte) sofort ins Studium gekommen. Die Prüfungen hat sie größtenteils durch Auswendiglernen bestanden, aber im Berufsleben waren die Lücken unübersehbar und sie war nicht die einzige.

Wir Einheimischen hingegen mussten hohe Studiengebühren bezahlen und teure Semestertickets (obwohl viele aus einfachen Verhältnissen kamen und wenig oder kein BaFög bekommen haben), niemand hat uns eine bezahlbare Wohnung vermittelt und viele von uns hatten eine lange Wartezeit hinter sich: Das war damals schon ungerecht und meiner Ansicht nach unangemessen!

Ich kann mir nicht vorstellen dass die Verteilung von Studienplätzen an Flüchtlinge besser funktionieren würde… auch wenn bestimmt einige das Zeug dazu hätten hervorragende Ärzte zu werden.

#15 |
  4
Zahnärztin

Manche Kommentare sind einfach unerträglich! Lieber lasse ich mich von jemandem mit Akzent behandeln als von jemandem, der aufgrund seiner misanthropischen Einstellung für diesen Beruf ungeeignet ist! Keine Zulassung für Flüchtlinge und nur Plätze für Bio- Deutsche?! Dann aber bitte nicht wundern, wenn es anderswo ähnlich gehandhabt wird und plötzlich all die deutschen Studenten, die bislang im Ausland studierten, hier auch einen Platz möchten!
Jemand, der es schafft, einen Abschluß an einer deutschen Hochschule zu erlangen, ist DEFINITIV in der Lage,seine Patienten zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren.
Am deutschen Wesen wird die Welt NICHT genesen.

#14 |
  25
Gast
Gast

Es gibt auch unter Flüchtlingen sehr intelligente Menschen und lieber werde ich von einem Super-Chirurgen operiert, der nicht in Deutschland geboren wurde, als von einem Einheimischen, der super deutsch sprechen kann, aber seine Prüfungen ganz knapp bestanden hat. Man soll eine Eignungsprüfung einführen, wo jeder eine Chance hat. Und natürlich noch zusätzliche Studienplätze schaffen. Ein parades Besipiel: meine deutsche Freundin, die Medizin studiert und träumt davon in die USA auszuwandern und mein Kumpel arabischer Abstammung, der nach seinem Medizinstudium bei uns auf dem Land eine kleine Praxis gründen möchte. Ich will nur sagen, man kann nicht generell sagen, man tauge nix, nur weil man nicht in Deutschland geboren ist.

#13 |
  13
Florian Nufer
Florian Nufer

1. Studenten aus dem Ausland als eine Bereicherung zu beschreiben kann ich leider nicht bestätigen. Habe selbst Medizin studiert und Kontakt zu diesen Studenten gehabt. Sie nutzen größtenteils unser gut strukturiertes Bildungssystem aus (alles gratis natürlich) und gehen nach dem Abschluss wieder zurück ins Heimatlang. Herzlichen Glückwunsch! Eine sinnlosere Steuergeldverschwendung gibt es wohl kaum.
2. Zum Thema “Plätze wegnehmen”, das stimmt auf jeden Fall. Die Studienplätze sind limitiert und ich denke nicht dass man die Schulabschlüsse und Noten anderer Länder mit einem 1,0 Abitur (dies ist inzwischen der NC an verschiedenen Unis) vergleichen kann. Somit nehmen diese Studenten definitiv einem Deutschen mit z.B. Abi 1,3 (was wirklich nicht schlecht ist Frau Kunitz) den Platz weg. Und das hat nicht mit Pepita-Niveau zu tun. Das ist die Realität!
3. Ja es fehlen überall Ärzte, und immer wieder ließt man inzwischen von Problemen mit ausländischen Ärzten in Kliniken. Ich selbst durfte hiermit Erfahrungen sammeln und sehe hier enorme Gefahren. Aber allen, die sich hier mit unserer deutschen Willkommens-Kultur äussern wünsche ich einen persönlichen Kontakt im Notfall in einer Notaufnahme deutscher Kliniken, viel Erfolg bei der Verständigung.

#12 |
  10
Studentin der Humanmedizin

Es gibt jetzt schon eine Menge Studenten aus dem Ausland, die in Deutschland Medizin studieren. Und ich empfand das (auch wenn es ab und zu mal ein Problem gab) immer als Bereicherung. Gerade als angehender Arzt ist es doch sehr wertvoll mit aller Arten Mensch in Kontakt zu kommen und zusammen zu Arbeiten. Daher gibt es ja auch Studienplätze für diese Menschen. (Außerdem, mit der Zahl von Deutschen die im Ausland studiert (und/oder auch Arbeitet!), soll mal hier keiner meckern wenn auch Menschen nach Deutschland kommen.)
Natürlich ist es sehr schade, wenn hochmotivierte Menschen einen Studienplatz den sie sich sehr wünschen nicht bekommen können, aber das ist eine ganz andere Debatte, in der die Flüchtlinge von der absuluten Zahl her in der gaaaanz großen Minderheit sein sollten. Außerdem: In der Heimat studieren können diese Leute gerade am wenigsten, und auch sie haben es verdient ihre Träume verwirklichen zu können.

#11 |
  20
Mashaallah Noshiravani
Mashaallah Noshiravani

Zu den Kommentaren die ich lese, niemand sagt, dass “deutsche” Plätze vergeben werben. Es gibt ne klare Regelung was Ausländerquoten angeht, statt diese an externe zu vermitteln können diese genauso gut an talentierte und vor allem motivierten Flüchtlingen gegeben werden. Davon verliert niemand sondern Deutschland gewinnt auf lange Sicht, wenn Sie hier bleiben und gut qualifiziert sind. Ich kenne viele die hier mit mir angefangen haben (durch Ausländerquote, viele aus Palästina) und durch Intellekt und Motivation einen genauso guten Abschluss abgelegt haben und mittlerweile trotz Akzent wie ein Muttersprachler sprechen und GUTE Ärzte sind…

#10 |
  13
Anja Kunitz
Anja Kunitz

Stufe C2 für ein Medizinstudium? Das ist Muttersprachlerlevel und völlig übertrieben.
Zumindest von Leipzig weiß ich, dass B2 ausreicht, um das Studium zu beginnen und das ist völlig in Ordnung. Es ist genug Zeit während des Studiums die Sprachkenntnisse weiter zu verfeinern.

Wie lange man zum Erlernen der Sprache braucht, hängt auch wesentlich von der Muttersprache ab. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man innerhalb von 10 Monaten auf dem C1-Level sein soll. (nur zum Vgl.: Ich lerne seit 4 Jahren Japanisch und bin jetzt auf dem B1-Level)

Abgesehen davon werden an ausländische Studierende dieselben Anforderungen gestellt, wie an Deutsche. Sie müssen dieselben Klausuren schreiben und dieselben Leistungen erbringen, um zu bestehen.
Es zeugt schon von Pegida-Niveau, wenn man Flüchtlinge dafür verantwortlich machen will, dass man selbst keine ausreichend gute Abiturnote hat, um einen Studienplatz zu bekommen.

#9 |
  20
Alexander Prinz
Alexander Prinz

Ich würde auch gerne in Deutschland medizin studieren. Als Flüchtling hätte ich wohl mehr Chancen.

#8 |
  10
Student der Humanmedizin

Ich kann es nicht fassen. Überall warten Absolventen auf einen wertvollen und limitierten Studienplatz der Humanmedizin, es gibt weitaus mehr Interessenten als Plätze. Und wir fragen uns ersthaft, wie wir Flüchtlingen den Zugang zu einem Medizinstudium ermöglichen können?
Armes Deutschland..

#7 |
  9
Gast
Gast

Wie viele Abiturienten in Deutschland mit einem Notendurchschnitt von 1,x verzichten auf ein Medizinstudium, weil ihnen die Wartezeit von mindestens 7 Jahre zu lange ist und begraben ihren Traumberuf.
Wohlhabende Familien finanzieren dann ein teures Auslandsstudium. Weniger bemittelte Studenten schauen in die Röhre.

#6 |
  5
Gast
Gast

Das was ich hier lese schlägt ja schon echt den Fass den Boden aus. Habe selber Medizin studiert. Typisch Deutschland, auch hier zeigt sich mal wieder, wer einen ,,einflussreichen Fürsprecher” hat braucht sich um den Rest keine Gedanken machen. Einen Studienplatz wird er wohl auch bald haben, andere warten darauf Jahrzehnte. Anstatt auf immer mehr b & w Arbeitskräfte aus dem Ausland (billige und willig) zu setzen, sollte man mal lieber die Arbeitsbedingungen der Ärzte verbessern, dann wandern nach dem Studium vielleicht auch nicht mehr so viele deutsche Ärzte nach Österreich oder die Schweiz aus. Echt ein krankes System.

#5 |
  1
Sandra Schleenbecker
Sandra Schleenbecker

Damit wird die Konkurrenz für uns Deutsche noch größer.

#4 |
  8
Physiotherapeut

7 Jahre natürlich, nicht 12 (…würde mich aber auch nicht wundern…)

#3 |
  0
Physiotherapeut

Warum müssen Menschen (egal woher) in Deutschland überhaupt 12 Jahre auf einen Studienplatz warten?

#2 |
  0
Gast
Gast

Warum wird nichts dafür getan, dass Menschen, die in Deutschland Abitur gemacht haben und hier 7 Jahre auf einen Studienplatz warten, einen Platz bekommen? Träumen nicht auch diese Leute vom Medizinstudium?

#1 |
  4
Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: