Muttermilch: Probiotisches Potpourri

30. Januar 2013
Teilen

Über 200 verschiedene kurze Zuckerketten finden sich im Sekret der weiblichen Milchdrüsen. Erst in den letzten Jahren entdeckten Forscher neben der probiotischen Wirkung noch eine Reihe anderer Funktionen - entscheidend für die Gesundheit des Kindes.

Nur auf den ersten Blick scheinen sich die zwei Befunde zu widersprechen:

  • für das Neugeborene gibt es kaum gesündere Nahrung, als die Milch aus der mütterlichen Brust.
  • mehr als 700 verschiedene Bakterienarten können in der Muttermilch vorkommen, wie spanische Forscher letztes Jahr herausfanden.

Die WHO empfiehlt ausschließliches Stillen bis zum 6. Lebensmonat, und danach noch als Zugabe bis ins 2. Lebensjahr. Kolostrum, die klebrige erste Milch für das Neugeborene, ist die perfekte Nahrung. “Mit dem Stillen sollten Mütter gleich in der ersten Stunden nach der Geburt anfangen”, schreibt die Organisation in ihren Ratschlägen für Eltern.

Mehrere hundert Zuckervarianten

Lebenswichtige Fette, Proteine, Wachstumsfaktoren in der Milch sind die Basis für die Empfehlung der WHO. Mindestens ebenso interessant, bisher aber wenig aufgeklärt sind Oligosaccharide, einfache oder verzweigte Mehrfachzucker aus fünf verschiedenen Bausteinen, die nicht als Energielieferanten für die kleinen Konsumenten vorgesehen sind. Die Milchdrüsen produziert dabei nicht etwa nur einige wenige Varianten, sondern mehrere hundert verschiedene. Jede Mutter hat ihr eigenes individuelles Repertoire, das sich aus den Elementen Lactose (Glucose + Galactose), Fucose, N-Acetylglucosamin und N-Acetylneuraminsäure mit einer Länge von 2 bis 32 Einheiten zusammensetzt. Im Vergleich zu Haustieren wie Schaf oder Kuh enthält Sekret der weiblichen Brust hundert bis tausend mal mehr dieser besonderen Zucker.

Auch wenn die Wirkungsweise der Fracht noch nicht bis ins Detail aufgeklärt ist, so kennen die Forscher zumindest einige ihrer Funktionen. Im Darm verhindert sie, dass sich pathogene Keime breit machen, sie stärken das heranwachsende Immunsystem und sind wohl auch an der Entwicklung des Gehirns beteiligt. Wahrscheinlich helfen sie nicht nur dem Kleinkind, sondern auch seiner Mutter.

Futter für Bifidobakterien und Falle für pathogene Keime

Bifidobakterien spielen eine wichtige Rolle bei der ersten Besiedlung des jungfräulichen kleinen Darms. Mit ihrem Wachstum schmälern sie das Angebot an Platz und Nahrung für andere unliebsame Verwandte. Während der menschliche Stoffwechsel mit den Mehrfachzuckern nicht viel anfangen kann, haben einige Bifidobakterien eine ganze Batterie an Glycosidasen entwickelt, mit denen sie die Zuckerketten spalten und sogar als einzige Kohlenstoffquelle verwerten können. Zuckerketten dienen jedoch nicht nur als Verbrennungsmaterial, sondern auch als Anker an das Darmepithel, aus dem sie herausragen. Einige Escherichia coli-Familienmitglieder oder auch Helicobacter hängen sich gerne daran an und werden damit sesshaft. Glykane mit Fucosylrest hemmen etwa die Anheftung des Durchfallerregers Campylobacter jejuni.

Wie auch bei anderen Bakterien gaukeln ihnen die Milchzucker den vermeintlichen Anker vor, der dann aber zum Darmausgang wandert. Auch bakterielle Toxine auf Lektin-Basis binden an Glykane und können dort beträchtlichen Schaden anrichten. Die Oligosaccharide der Milch können sie abfangen. Gestillte Kinder leiden auch in geringerem Maß an Erkrankungen der Atemwege oder Mittelohrentzündungen. Dazu könnten gezielte Aktionen der Zuckerketten gegen Streptococcus pneumoniae, Pseudomonas aeroginosa oder Hämophilus influenzae beitragen, da die Milch bei Säuglingen auch diese Regionen erreicht.

Gegen Amöbenruhr, Noroviren und HIV

Es sind jedoch nicht allein Bakterien, deren Leben von den Kohlenhydraten der Milch abhängt. Besonders in Entwicklungsländern sorgt etwa der Parasit Entamoeba histolytica für oft tödliche Erkrankungen des Intestinaltrakts bei Kleinkindern. Die Zucker verhindern auch hier die Bindung zwischen Lektin und dem Darmepithel. Ebenso haben es Viren mit der Muttermilch schwer. Besonders betrifft das die Diarrhoe-Auslöser Noro– und Rotavirus. Aus Afrika kommen Befunde, dass sich vier von fünf Kinder weder im Mutterleib noch später durch die Milch von HIV-infizierten Müttern anstecken. Dabei konkurrieren einige der Zucker in der Milch mit einem Rezeptor von dendritischen Zellen (DC-SIGN, dendritic cell ICAM-3-grabbing non-integrin), an die sich das Glykoprotein 120 des HI-Virus sonst klammern würde.

Nekrotisierende Enterocolitis – ein Fall für Oligosaccharide

Beim Zusammenspiel mit dem Immunsystem spielen wohl wiederum Lektine auf der Zelloberfläche von Leukozyten eine große Rolle, die genauen Rezeptoren sind jedoch noch nicht bekannt. Bei Erdnussallergie verringern die Oligosaccharide die Produktion von Interleukin-4 und könnten damit als Allergieprävention dienen. Selectine auf der Zelloberfläche von Endothelzellen reagieren im Falle einer Entzündung mit den Zuckerketten auf Leukozyten, die im Blutstrom treiben. Sie verlangsamen den Verkehr der Immunzellen, bringen sie zum Rollen entlang der Gefäßwand und schließlich zum Anhalten. Von dort ist es dann nicht mehr weit, um das Gefäß zu verlassen, ins Gewebe einzuwandern und dort eine Entzündung auszulösen. Auch Plättchen besitzen solche Selectine und sorgen bei Neutrophilen für Komplexbildung mit anschließender Phagozytose. Die Zucker der Milch können wiederum diese Reaktionen abfangen.

Obwohl weit über 90 Prozent der mütterlichen Oligosaccharide den Verdauungstrakt unverändert verlässt, können feine Analysemethoden doch etwa ein Prozent dieser Zucker im Kleinkind-Urin nachweisen, ein sicheres Zeichen dafür, dass ein kleiner Teil in den Blutkreislauf gelangt. Gestillte Kinder – insbesondere Frühgeborene – haben ein deutlich geringeres Risiko für die oft tödliche nekrotisierender Enterocolitis, auch wenn die Gründe dafür noch nicht vollkommen klar sind. Eine Schlüsselrolle dabei spielt aber Di-sialyl-lacto-N-tetraose, (DSLNT). In Ratten verringerte dieser Zucker die Intensität als auch die Häufigkeit der Darmentzündung. Mit einem Test auf diesen Zucker wollen inzwischen fünf Kliniken in den USA die Muttermilch testen und damit das Risiko für Frühchen für diese häufige Krankheit senken. Da aber DSLNT wesentlich länger als die meisten anderen Zucker ist, dürfte eine Therapie teuer werden, ganz gleich, ob das Molekül synthetisch oder durch Extraktion aus Milch gewonnen wird.

Neuraminsäure-Versorgung im Gehirn

Im Gehirn hängt das Wachstum von Nervenzellen von Zufuhr von Neuraminsäure ab. Sie ist ein wichtiger Baustein für Ganglioside und Glycoproteine. Die Oligosaccharide der Milch enthalten hohe Konzentrationen dieser Substanz. Damit könnte sie dafür verantwortlich sein, dass gestillte Kinder bei der Einschulung einen etwas höheren Intelligenzquotienten besitzen. Ob die recht geringe Konzentration an Milch-Zucker im Kreislauf des Kindes als direkter Lieferant jedoch ausreicht, ist umstritten. Denkbar wären auch indirekte Effekte über Wachstumsfaktoren im Gastrointestinaltrakt.

Die individuellen Unterschiede in der Ausstattung der Muttermilch mit Zuckerketten hängen auch von der Anwesenheit von Fucosyl-Transferasen ab. Weil sich auch das “Lewis”-Blutgruppensystem an der Gen-Ausstattung für dieses Enzym orientiert, spiegelt das Zuckerspektrum der Milch die Lewis- und Secretor-Gruppen wider. Außerdem variiert Gehalt und Zusammensetzung mit der Dauer der Stillzeit. Das Kolostrum enthält noch 20-25 Gramm pro Liter der Mehrfachzucker, danach sinkt der Spiegel auf 5 bis 20 g/l ab. Schließlich profitieren von den wichtigen Inhaltsstoffen nicht nur die Kleinen. Wahrscheinlich schützt die Milch auch die mütterliche Brust vor Infektionen mit pathogenen Erregern wie etwas Staphylococcen. Brustkrebs, aber auch das Zervixkarzinom kommen bei stillenden Müttern seltener vor.

Milchersatz – nicht immer unproblematisch

Bei so vielen Vorteilen der menschlichen Milchherstellung versuchen natürlich auch Produzenten für Säuglingsnahrung, ihre Milchersatzprodukte zumindest mit ein paar dieser Fähigkeiten auszustatten. Mit der Zugabe von Galakto-Oligosacchariden und einer Lactobacillus-Kultur versucht HIPP, seine Säuglingsnahrung aufzuwerten, Konkurrent Nestlé (Alete, Beba) setzt auf eine Bifidobakterien in den entsprechenden Produkten. Das Problem sind jedoch die enormen Kosten beim Oligosacchrid-Zusatz. Oft werden entsprechende Substanzen aus Pflanzen wie etwa Chicorée gewonnen. Eine Vielfalt wie bei dem Kraftstoff aus der Mutterbrust dürfte aber kaum zu erreichen sein. Dazu kommen möglicherweise problematische Nebenwirkungen. Vielfach kommen Fructo-Oligosaccharide zum Einsatz, die das Allergierisiko senken. Untersuchungen mit Ratten zeigen aber, dass diese Zucker die Darmbarriere schwächen und damit das Eindringen unerwünschter Besucher wie etwa Salmonellen fördern könnten. Die meisten dieser Derivate enthalten zudem nicht die wichtigen Neuraminsäurereste.

In Deutschland stillen rund zwei Monate nach der Geburt rund 70 Prozent der Frauen, nach einem halben Jahr nur und die Hälfte. In Norwegen sind es nach dieser Zeit noch rund 80 Prozent. Dennoch: Nicht alle Mütter können stillen und damit die Schutzfaktoren der Milchdrüse an ihr Kind weitergeben. Mit immer mehr Wissen über die Mechanismen der Zucker-Abwehr gegen Infektionen und Entgleisungen des Immunsystems “sind die Ersatzmilchprodukte immer besser geworden”, wie Mathilde Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund bestätigt. Schließlich gibt es bei Müttern, die länger als sechs Monate ausschließlich stillen, auch Hinweise auf Risiken für Anämie, Allergien und Zöliakie. Ob man schließlich der Erforschung und Entwicklung einen Gefallen tut, wenn man wie die WHO in ihrem Kodex von 1981 Werbung für Milchersatz verbietet und den Herstellern jeglichen direkten Kontakt zur Information von Müttern untersagt, sei dahingestellt.

153 Wertungen (4.23 ø)

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

12 Kommentare:

maike rieckmann-meyn
maike rieckmann-meyn

Sehr geehrter Herr Lederer,

nett, dass Sie nun noch mehrere Quellen nachgeliefert haben zu den von Ihnen am Ende des Artikels angerissenen Themen. Eigentlich wären die Themen einen eigenen Artikel wert, so kommt es zu neuen Missverständnissen. Bestes Beispiel ist der Abschnitt über Beikost. Ihre deutschsprachige Quelle stellt die Richtlinien so dar: “Seitdem empfiehlt sie (Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin) genau das, was die neue Studie nahelegt: Babys NUR (Hervorh. mrm) vier Monate lang ausschließlich zu stillen.”, während es in der englischsprachigen Quelle heißt:”European Food Safety Association and European Society for Paediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition recommends introduction of wheat NOT EARLIER than 4¿months AND NO LATER THAN 6¿months to reduce the risk of CD”, d.h. es wird ein vier- BIS sechsmonatiges Vollstillen angestrebt. Praktisch werden junge Mütter nun aber häufig zu frühem Zufüttern gedrängt!
Kurz und gut: Es war nicht meine Absicht, Sie persönlich zu brüskieren. Es ist aber sicher gut, Themen genau einzugrenzen, um nicht auf dünnes Eis zu geraten.
Beste Grüße, M R-M

#12 |
  0

Schon lange ist bei alten erfahrenen Kollegen bekannt, dass Muttermilch eine fantastische Therapie bei chron. Colitis ulcerose darstellt. Aus eigener Erfahrung bei einigen Patientinnen konnte ich das in allen Fällen bestätigen.
Aus heutiger Sicht kann man sicher diverse Bedenken aus den versch. Gründen anmelden. Der Tipp meinen alten
Prof. und Lehrers hat in jedem der wenigen Fälle, die ich beobachtet hatte, geholfen. Aus diesem Grunde stelle ich diese Erfahrung hier zur Diskussion.

#11 |
  0
Medizinjournalist

Sehr geehrte Frau Rieckmann-Meyn,
So unkommentiert kann ich Ihre Kritik nicht stehenlassen. Dieser Artikel sollte weder dazu dienen, alle Mütter, die nicht stillen wollen oder können (!) auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen, noch im letzten Absatz Werbung für irgendwelche Firmen zu machen. Er sollte ganz neutral über Inhaltsstoffe der Muttermilch informieren und deren Funktion erklären. ¿
¿Unreflektiert¿ und ¿nicht recherchiert¿ stimmt nicht! Für Deutschsprachige Leser(innen) empfehle ich den ZEIT-Artikel: http://www.zeit.de/wissen/2011-01/muttermilch-who-studie
Zwei Zitate daraus: ¿”Die Erkenntnisse, auf die sich die Kinderernährungsexperten stützen, lagen größtenteils noch nicht vor, als die WHO ihre Stillempfehlung 2001 aussprach. Inzwischen zeichnet sich ab, dass Kinder keineswegs durch langes Meiden bestimmter Nahrungsmittel vor Allergien geschützt werden. “In Ländern wie Israel, in denen Erdnüsse während der Entwöhnungsphase genutzt werden, gibt es weniger Erdnussallergien”, argumentiert Fewtrell. Offenbar gebe es ein Zeitfenster, das für den ersten Kontakt mit den Allergenen günstig sei. Natürlich solle in dieser Zeit weitergestillt werden. “Wir sind extrem für das Stillen”, stellt Fewtrell klar. “; und

¿Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ist dem veränderten Erkenntnisstand bereits im letzten Jahr gefolgt. Seitdem empfiehlt sie genau das, was die neue Studie nahelegt: Babys nur vier Monate lang ausschließlich zu stillen . Schutz vor Allergien ist dabei nicht das einzige Argument. “Die vielseitigere Kost schützt auch vor Eisenmangel, der langfristig zu Entwicklungsproblemen führen kann”, sagt der Kinderarzt Frank Jochum vom Waldkrankenhaus Spandau, der zudem zur Ernährungskommission der Fachgesellschaft gehört.¿ weiter….
¿Die Empfehlung lautet schließlich nicht, die Brust gegen ein Fläschchen mit kommerzieller Formula-Babymilch einzutauschen.¿

Ich habe mich aber nicht allein auf deutschsprachige Zweiliteratur verlassen, sondern auch die Originalquellen nachrecherchiert:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22864373 (Review von Henriksson et al zum Thema Muttermilch-Zöliakie:: ¿Norris et al. showed that timing of gluten introduction was associated with the appearance of CD with an increased risk if introduced in the first 3¿months or in the seventh or later. European Food Safety Association and European Society for Paediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition recommends introduction of wheat not earlier than 4¿months and no later than 6¿months to reduce the risk of CD. However, NFA and its European counterparts stress the importance of gluten being introduced while the infant is still breastfeeding.¿
CD= Zöliakie, NFA: Schwedische Lebensmittel Behörde¿

Es gibt auch Mütter, die nicht stillen KÖNNEN: Genau für diese Zielgruppe (meiner Meinung nach) entwickeln die genannten Hersteller Produkte, die einige Schutzfunktionen der Muttermilch bieten, diese aber selbstverständlich niemals ersetzen können. Ich möchte keine stillende Mutter (zumindest in den ersten Monaten) vom ausschließlichen Stillen abbringen!

Ihre Unterstellungen (Abneigung gegen Stillen, Ersatzproduktehersteller in Schutz nehmen etc) finde ich daher fehl am Platz und ungerechtfertigt.
(Wenn sie weitere Hinweise (/auf) Originalartikel wünschen, dürfen Sie mir gerne schreiben. )

#10 |
  1
maike rieckmann-meyn
maike rieckmann-meyn

Der Artikel ist gut in Bezug auf die Darstellung des Sachverhaltes. Es macht Freude, wenn immer wieder erforscht wird, warum Muttermilch so unersetzlich ist und bleibt, nachdem stillende Mütter diese Erfahrung schon immer machen konnten. Allerdings wird die Bedeutung des Artikels sehr reduziert durch den letzten Absatz, wo der Autor unreflektiert irgendwelche Sachen in den Raum stellt, die mit dem Artikel nicht zu tun haben, nicht recherchiert, sondern einfach behauptet werden, und wo die Ersatzproduktehersteller noch mal – mit Firmennennung! – “in Schutz genommen” werden. War das vorauseilender Gehorsam, Intervention dieser Hersteller vor Veröffentlichung des Artikels, oder der Versuch des Autors, eine persönliche Abneigung gegen das Stillen doch noch einfließen zu lassen? Guter Journalismus ist es jedenfalls nicht.

#9 |
  0
Georg Keller
Georg Keller

dass bestimmte Kohlehydrate das Andocken von pathogenen Keimen am Darmepithel verhindern können, ist ja nichts Neues. Prof. J.P. Guggenbichler hat vor einigen Jahren aufzeigen können, dass Oligogalakturonide, die in Pflanzenschleim vorkommen, die Adhärenz von Bakterien an Rezeptoren der Darmschleimhaut verhindern können. Deshalb wurde auch früher die nach Moro benannte Zubereitung von Karottensuppe bei Kinderdurchfällen erfolgreich eingesetzt.

#8 |
  0

@ Loenicker:
Ja, und?

#7 |
  0
Miriam Weise
Miriam Weise

Interessanter Artikel der nur wenig mir Bekanntes nennt. Schade, dass es immer noch viele Kinderärzte gibt, die mit der WHO- Empfehlung (6 Monate ausschließlich stillen) wenig anzufangen wissen. Sehr oft wird viel eher die Empfehlung ausgesprochen, zuzufüttern (ob Flaschennahrung oder Brei)bzw. auf die Flüssigkeitszufuhr durch Tee o.Ä. hingewiesen. Traurig, dass sich die meisten Ärzte nicht mit der Zusammensetzung der Muttermilch auseinander setzen und vollstillende Mütter zum Teil als fremde Wesen angeschaut werden…

#6 |
  0

In diesem Artikel wird alt Bekanntes interessant neu dargestelt.

#5 |
  0
Christine Wehrstedt
Christine Wehrstedt

Es gibt nicht “KAUM” gesündere Nahrung für das Neugeborene, sondern KEINE gesündere Nahrung (von ganz wenigen Fällen mit bestimmten SW-Erkrankungen abgesehen). “Kaum” suggeriert, dass es mindestens eine bessere geben würde.
Aber schön, dass auf die WHO Empfehlung hingewiesen wird, dass bis mindestens 2 Jahre teilgestillt werden sollte (gilt auch für alle Länder!), das macht hier ja nur ein verschwindend geringer Prozentsatz, zu dem ich selbst auch gehöre.

#4 |
  1

Es sieht aus dass die Muttermilch hat Bakterien. Die Muttermich ist steril. Der Artikel sagt nicht etwas anders… aber eine kleine “klare” Erklärung finde ich empfehlenswert.
Und auch, dass wichtiger ist das Fettsäuregehalt (z.B. Arachidonsäure) als das Gehalt in diese “Wunderzucker”.
“dass gestillte Kinder bei der Einschulung einen etwas höheren Intelligenzquotienten besitzen” –> weit weg von einem seriöser Beweis. (am höchsten es gibt einige seriöse Studien MIT PUFAs / Fettsäure).

#3 |
  2

interessanter Artikel, der auch auf die Bedeutung der intestinaklen Flora für das Wachstum des Säugklings, der Hirnentwicklung und insbesondere der Immunentwicklung hinweist. Was passiert jedoch anschließend-durch die toxisch belastete Nahrung (insbesindere die Zuckersucht bei den Jugendlichen) kommen Diabetes, Adipositas und Hyperlipidämnie voll zum Zuge !

#2 |
  1
Dr. Martin Kauer
Dr. Martin Kauer

Zitat (2.Absatz):”Im Vergleich zu Haustieren wie Schaf oder Kuh enthält Sekret der weiblichen Brust hundert bis tausend mal mehr dieser besonderen Zucker.”
So weit mir bekannt ist sezerniert bei den Gattungen “Schaf” und “Kuh” (richtig: Rind!) wie bei der Gattung Homo sapiens auch die männliche Brust(drüse?) keine Milch! Bei Syntax und Nomenklatur hat der Autor hier glaube ich die Wechstaben verbuchselt … Insgesamt auch Viel zu langatmig und wortreich für die Quintessenz der Information!
Deutlich origineller war da mein Sohn (7) letzte Woche zu diesem Thema: Beim Betrachten von Illustrationen zum Thema “Steinzeitmenschen” auf denen u.a. eine (Homo sapiens-)Mutter stillte fragte er “Papa, haben die Baby damals auch schon aus der Brust getrunken? …

#1 |
  1


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: