Rauchen: Thank You for Shocking

14. März 2016
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Krebsgeschwüre, schwarze Lungen und Raucherbeine: Ab dem 20. Mai 2016 sind die Tabakkonzerne verpflichtet, Zigarettenverpackungen zu zwei Dritteln mit abschreckenden Schockbildern zu bedrucken. Lassen sich Nikotinjünger damit vom Glimmstängel abhalten?

Der Bundestag hat am 25. Februar mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD ein neues Tabakerzeugnisgesetz beschlossen, mit dem die EU-Tabakproduktrichtlinie umgesetzt wird. Durch die neuen Vorschriften werden die Warnhinweise deutlich größer: sie müssen 65 Prozent der Vorder- und Rückseite der Packung einnehmen. In anderen Ländern sind die Schockbilder etwa von einem verfaulten Fuß oder einer Raucherlunge bereits üblich.

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) begrüßt das neue Gesetz, drängt aber auf schnellere Umsetzung. Bis einschließlich Mai 2017 dürfen die Tabakkonzerne noch Verpackungen ohne Abbildungen verkaufen. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens.

Menthol ade

Weitere drastische Vorgaben machen es Rauchern schwerer: Zigaretten und Tabak zum Selberdrehen sind künftig verboten, wenn sie Aromastoffe enthalten, mit denen sich der Geruch oder Geschmack der Erzeugnisse oder deren Rauchintensität verändert. Verboten sind nun auch Tabakerzeugnisse, die Zusatzstoffe enthalten, die die Attraktivität, die suchterzeugende oder toxische Wirkung erhöhen oder die Inhalation oder die Nikotinaufnahme erleichtern. Dieses Verbot gilt auch für Zusatzstoffe, die in E-Zigaretten verwendet werden.

Die Werbebeschränkungen für Tabakerzeugnisse gelten nun auch für nikotinhaltige E-Zigaretten. Für letztere und deren Nachfüllbehälter werden zudem Anforderungen an die Produktsicherheit gestellt. Bereits produzierte Schachteln dürfen noch ein Jahr verkauft werden, bis Mai 2017. Außerdem werden Aromen, die den Tabakgeschmack überdecken, verboten. Die einzige Ausnahme bilden Mentholzigaretten, für sie gilt eine Übergangsfrist bis 2020.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), lobte das Gesetz als „Meilenstein“ zur Raucherprävention. „Trotz der größten lobbyistischen Anstrengungen und des massiven Gegenwindes der Tabakindustrie“ sei es gelungen, den Weg für das neue Gesetz frei zu machen. „Mit der Umsetzung der Tabakproduktrichtlinie kommt Deutschland endlich seinen europäischen Verpflichtungen nach“, teilte Mortler auch in einer Pressemitteilung mit. Vor allem der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Rauchens habe keine weitere Verzögerung erlaubt. Die Bilder und Warnhinweise könnten auch denjenigen, die mit dem Rauchen aufgehört hätten, dabei helfen, nicht wieder anzufangen.

Nicht grün genug?

Die Grünen stimmten im Bundestag gegen das Gesetz. Ihnen gehe die Regelungen nicht weit genug, besonders bei der Tabakwerbung. Die Fraktion der Linken schloss sich der Meinung an und enthielt sich der Stimme. „Werbung für Tabakprodukte im Kino und auf Plakaten, aber auch die kostenlose Abgabe von Tabakprodukten verhindern eine wirksame Tabakprävention“, sagte der drogenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Harald Terpe. Die Bundesregierung will über ein Verbot von Kino- und Außenwerbung erst später entscheiden.

Zigarettenpackungen sind in vielen Ländern seit einigen Jahren mit Schockbildern versehen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen so vom Rauchen abgehalten werden. Auch in Australien wurde die Wirkung dieser Bilder diskutiert. Die Tabakindustrie zog bis vor das höchste australische Gericht, um die Kennzeichnungspflicht zu kippen, und scheiterte dort. Zigaretten dürfen deshalb seit Herbst 2012 nur noch in einheitlich gestalteten Schachteln und mit großflächigen Bildern von fauligen Zähnen, Karzinomen oder Raucherlungen werden. Der Markenname findet sich nur noch klein gedruckt und unauffällig am Rand. Ob diese Art der Abschreckung etwas bringt, wird uneinheitlich beurteilt.

In Malaysia gibt es bereits seit Anfang 2009 eine strenge Warnhinweis-Pflicht auf Zigarettenpackungen. 50 Prozent der Verpackung müssen mit abschreckenden Bildern und Warntexten versehen sein. Brasilien startete bereits 2002 damit 100 % der Vorder- oder Rückseite einer Zigarettenpackung mit Gesundheitswarnungen und Bildern zu bedrucken. Zwischen 2002 und 2008 wurden 29 verschiedene Bilder entwickelt, um Käufern vom Rauchen abzuhalten.

Aktivieren die Bilder das Ekelzentrum?

Eine im „Medical Journal of Australia“ veröffentliche Studie untersuchte die Wirkung der Einheitsschachteln mit abschreckenden Bildern. Seit Einführung der neuen Verpackungen hat die Zahl der Anrufe bei der Rauchentwöhnungshotline „Quitline“ um fast 80 Prozent zugenommen. Bereits die Einführung schriftlicher Warnhinweise im Jahr 2006 erzielte einen ähnlichen Effekt. „Dies ist die erste faktenbasierte Studie, die zeigt, dass diese Verpackungen einen positiven Effekt auf das Ausstiegsverhalten hatten“, sagte Mayanne Lafontaine, die beim Krebsforschungsinstitut des Bundesstaates New South Wales das Antitabakprogramm leitet. „Dies sollte Ländern wie dem Vereinigten Königreich Zuversicht geben, solche Programme ebenfalls einzuführen“, ergänzte sie.

Britanicus interruptus

Der britische Premierminister David Cameron kündigte zunächst an, dem australischen Beispiel folgen zu wollen. Er machte dann aber einen Rückzieher und sagte, es gebe keinen Beweis, dass diese Verpackungen wirklich mehr Menschen dazu brächten, mit dem Rauchen aufzuhören. In Australien rauchen nur 16 Prozent der Erwachsenen, eine der niedrigsten Raten weltweit.

Bilder lassen Amygdala leuchten

Eine kürzlich publizierte Studie von Green et al. untersuchte an 19 erwachsenen Rauchern im durchschnittlichen Alter von etwa 23 Jahren, ob das Betrachten von Schockfotos im bildgebenden Hirnscan fMRI zu Veränderungen führte. Es wurde untersucht, ob sie die Hirnaktivitäten im medialen präfrontalen Cortex, der Amygdala, den medialen Temporallappen und der Occipitalrinde beim Betrachten der Bilder veränderte. Den Probanden wurden für vier Sekunden Zigarettenpackungen mit Textwarnungen oder abschreckenden Bildern gezeigt. Beispielsweise ein geöffneter Mund mit verrotteten Zähnen oder ein Tumor an der Oberlippe. Beim Betrachten der Bilder zeigte sich in den Hinregionen, in denen Abscheu und Ekel verarbeitet werden, eine erhöhte Aktivität. Die Autoren schlossen daraus, dass Bilder eher in der Lage sind, die Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören oder gar nicht erst zu beginnen, zu steigern.

Nichtraucher sind beeindruckt

In der Fachzeitschrift „Tobacco Control“ wurde eine Studie von Moodie et al. [Paywall] veröffentlicht, die ebenfalls die Wirksamkeit der Prävention durch Schockbilder untersuchte. Die Ergebnisse waren jedoch ganz anders als die von Green. England war im Oktober 2008 das dritte Land in der EU, das bildliche Warnhinweise auf der Rückseite von Zigarettenverpackungen einführte. Die Querschnittstudie wurde von August 2008 bis September 2011 mit 11 bis 16-Jährigen durchgeführt. Dafür wurden zwischen August und September 2008 1.401 Personen und zwischen August und September 2011 1.373 Personen befragt.

Bei beiden Durchgängen wurden dieselben Textwarnungen auf der Vorder- und Rückseite der Zigarettenschachteln benutzt, der einzige Unterschied zwischen 2008 und 2011 war, dass 2011 zusätzlich der bildliche Warnhinweis auf der Rückseite der Verpackung angebracht war. Bewertet wurden u. a. wie lange und wie genau die Probanden die Hinweise betrachtetet, die Tiefe und Nachdenklichkeit der Verarbeitung, die Glaubwürdigkeit der Warnung, die Erinnerungsrate ohne Hilfsmaßnahmen und die Überzeugungskraft. Geprüft wurde auch, ob die Probanden die Warnhinweise mit Hilfsmitteln abdecken und ob es zu einer Änderung des Konsumverhaltens bis zum Verzicht auf Zigaretten geht.

Bei Personen, die niemals geraucht haben, stieg die „Überzeugungskraft“ und „Tiefe der Verarbeitung“ deutlich von 2008 auf 2011 an, jedoch sank im selben Zeitraum die „Verständlichkeit und Glaubwürdigkeit“. Bei Personen, die mit Tabakrauchen experimentierten, stieg von 2008 auf 2011 die „Überzeugungskraft“ und „Verständlichkeit und Glaubwürdigkeit“ deutlich an. Bei rauchenden Probanden war bis auf einen Anstieg bei der „Auffälligkeit“ und den „Vermeidungstechniken“ keine deutlichen Änderungen von 2008 auf 2011 zu beobachten. Die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln haben laut dieser Studie nicht die Raucherentwöhnung oder gar eine Reduzierung des Tabakrauchens gesteigert. „Der Einfluss auf regelmäßige Raucher ist vernachlässigbar“, resümierten die Forscher. Eine Erklärung sei womöglich die Platzierung auf der Rückseite der Packungen.

45 Wertungen (4.27 ø)

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51 Kommentare:

Jörg-Axel
Jörg-Axel

Ich habe bereits mit 12 Jahren intensiv geraucht! Seit jetzt etwas mehr als 10 Jahren bin ich weg vom Nikotin. Ich rauchte bis zu 100 Zigaretten am Tag. Hinzu kamen noch einige Zigarillos! Ohne Probleme oder Medikamente bin ich der Sucht entkommen! Es zählte nur der eiserne Wille und die Tatsache, dass einige, mir nahestehend Personen an Lungenkrebs gestorben sind! Ich selbst gehe auf die 70 zu. Die Abwensung vom Nikotin brachte mir eine Aussage meines Kardiologen: Ich müsste dringend 3 Bypässe haben. Habe ich bis heute noch nicht!
Wer aufhören will mit dem Rauchen, der schafft es auch! Reine “Kopfsache”! Wenn ich heute über die Straße gehe, rieche ich die “Nikotinstinker” schon meilenweit im Voraus! Zum Kot….! Mir wird dann immer übel! Nikotinküsse sind zum Abgewöhnen jeglicher Liebesbeziehungen! Gelbe Gardinen kenne ich auch nicht mehr. Braune Beläge auf allen Möbelstücken sind mir seit langem unbekannt! So gefällt es mir! Ich werde heute von meinen noch rauchenden Freunden bewundert, wegen meiner Willensstärke! Sie schaffen es leider nicht!

#51 |
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Gast
Gast

hallo@Dr. med. Dieter Mehlhorn man soll die neue Packung ja gerade NICHT hinnehmen,
sondern liegen lassen.

#50 |
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Gast
Gast

@Bürgerin Marina Bausmer sie meinen die Indianer sind “unsere Vorfahren”?

#49 |
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Gast
Gast

Das Verweisen auf andere Laster ist nicht zielführend und beim “Kerosin”, hier ist offenbar der Flugverkehr gemeint, steht einer “Emission”, die übrigens hauptsächlich aus CO2 besteht eine notwendige Transportleistung gegenüber, die die Zigarette leider nicht erbringen kann.

#48 |
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Dr.Paul
Dr.Paul

Man sieht auch hier an manchen Kommentaren, dass die Gesundheitsschädlichkeit verdrängt wird.

#47 |
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Dr.Paul
Dr.Paul

Mit ist noch kein Kerosin “auf den Kopf gefallen”.
Allerdings begegne ich in der Innenstadt, in der ich nun mal zuhause bin PERMANENT Rauchern. Es sind zu viele.
Und wie man lesen kann sind diese vorgeschriebenen Aufkleber durchaus wirksam.
Ein Schritt in die richtige Richtung.

#46 |
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Heike H. aus D. (auch “Frau im Gesundheitswesen”)
Heike H. aus D. (auch “Frau im Gesundheitswesen”)

[Kommentar wurde von der Redaktion entfernt.]

#45 |
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Bürgerin Marina Bausmer
Bürgerin Marina Bausmer

Rauchen, ist auch ein Urbanes Verhalten, war auch bei den Vorfahren ein Mittel zur Angstbewältigung und Entspannung, ja sogar Heiliger Umgang mit dem Feuer.- Wir haben also eine Sehnsucht und Veranlagung wie auch am Lagerfeuer, Kaminfeuer eine Begeisterung hervorrufen. Damals hatte man noch keinen Strom erfunden. Heute ist das also Nostalgie aber auch Bewältigung und Entspannung , leider wird mehr geraucht als früher, haben wir durch Stress und Sorgen also mehr Grund als Früher ? Die Inhaltsstoffe in den Zigaretten hat es früher auch nicht so gegeben. Reiner Tabak ohne Zusatzstoffe schmeckt nicht so, was hat Rauchen mit schmecken zutun?

#44 |
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Dr. med. Dieter Mehlhorn
Dr. med. Dieter Mehlhorn

Bilder auf der Zigarettenpackung müssen sich auch zwangsweise die überwiegende Zahl an Nichtraucher ansehen. Das ist nicht hinnehmbar.
Im Pkw werden auch keine Bilder von Verkehrstoten angebracht !!
Jeder Mensch darf frei entscheiden! Nur wenn er einsichtig ist, sollte ihm geholfen werden, “davonzukommen”. Überreden hilft nicht. Die werden alle nach kurzer Zeit rückfällig, leider.

#43 |
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Gast
Gast

@Eva Kurzweil na klar sollen die Bilder schockieren, was sonst!

#42 |
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Nach einer aktuellen WHO-Studie sind 2012 mehr als 8 Mio. Menschen an den Folgen diverser Luftverschmutzungen gestorben. Passivraucher zählen leider auch dazu. Das sollten diejenigen Raucher, die überall ihre Rechte beschnitten sehen, bedenken. Wenn ich mit jemandem zusammensitze, der eine Torte isst, werde ich davon nicht dick. Trinkt jemand in meiner Gegenwart Alkohol, werde ich davon nicht betrunken. Befinde ich mich aber in der Nähe eines aktiven Rauchers, atme ich etwa 5000 verschiedene chemische Verbindungen ein, darunter etliche “schwere Jungs”, die mich nicht nur belästigen, sondern in meiner körperlichen Unversehrtheit bedrohen. Das ist nahe am Tatbestand der Körperverletzung (u. U. sogar mit Todesfolge). Es ist nun einmal so, dass das Nichtrauchen niemand belästigt oder gar schädigt, das Rauchen aber sehr wohl.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/default.aspx?sid=907241&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20160316-_-Krebs

#41 |
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Eva Kurzweil
Eva Kurzweil

Tja, da müsste auf so manche “Lebensmittel”, die in Ihrer Summe eher Sterbehilfe sind als Mittel zum Leben auch das eine oder andere Bildchen drauf.

Sind nicht ca. 70-80% unserer Erkrankungen zivilisationsbedingt?

Rauchen ist meiner Meinung nach keine Erkrankung sondern eine Angewohnheit. Das kann man sich auch wieder abgewöhnen mit der passenden/individuellen Strategie und Bewusstmachung.

Diese Bildchen schocken (auch Kinder!!!!!!), machen Angst und sind einfach nicht lösungsorientiert!

P.S. Habe selbst lange geraucht und bin mit Sicherheit einer der glücklichsten Nichtraucher der Welt!

#40 |
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Gast
Gast

ein kleiner Schritt in die richtige Richtung,
jedenfalls besser als Haschisch-Reklame

#39 |
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petra kleinemeyer
petra kleinemeyer

Da Rauchen eine Suchterkrankung ist wird ein Raucher wohl kaum durch irgendwelche ” Schockbilder ” zum Nichtraucher .

#38 |
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Nach 34 Jahren Arztpraxis als Hausarzt kann ich mich nur wundern.
Ich habe folgendes gelernt:
ICH sage Euch was gut und richtig ist, IHR entscheidet.
So wie beim Pfarrer in der Kirche.
Eiferer machen sich auch noch krank und sind frustriert !
Schade um die Zeit und die Mühe.
Nach dem Motto :Ratschläge sind auch Schläge.
JEDER kann selbst entscheiden.

#37 |
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Dr. med. Eiko Ludwig
Dr. med. Eiko Ludwig

sehr schön , aber für diese sucht haben wir ja schon die einzugszentrale:)

#36 |
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Gast
Gast

… und wie ist das eigentlich mit dem Fernsehkonsum?

#35 |
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Die Anzahl der Raucher in Australien hat sich nach Einführung der Schockbilder auf Zigarettenschachteln deutlich verringert. Das ist doch schon mal was. Da Nikotinsucht einmal manifest nur schwer zu überwinden ist, sollte man alles tun, damit gar nicht mit dem Rauchen angefangen wird. Also striktes Verbot des Verkaufs an Jugendliche, keine Werbung, Aufklärung, Kampagnen mit der Aussage, das Rauchen nicht cool ist und Vorgehen gegen die unerträgliche Tabaklobby.

#34 |
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Heilpraktikerin Jacqueline Oswald
Heilpraktikerin Jacqueline Oswald

wie wär es mit mehr Hilfe für diejenigen die das Rauchen aufgeben wollen und es aus eigener Kraft nicht schaffen????? Für Alcohol und Drogen gibt es Entzugskliniken, warum nicht auch für Raucher???? Es ist doch schließlich auch eine Sucht.

#33 |
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Gast
Gast

Ich bin Nichtraucherin und möchte mir nicht an jeder Supermarktkasse Bilder von nekrotischen Füßen anschauen müssen. Es reicht mir, wenn ich die beruflich jeden Tag sehe.
Was kommt als nächstes? Der dazugehörige Geruch auf der Zigarettenpackung?
Irgendwo finde ich sollte man mal Schluss machen mit der Bevormundung. Ich denke inzwischen hat wohl jeder Raucher mitbekommen dass Rauchen gesundheitsschädlich ist.

#32 |
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Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

… und dass die E-Zigaretten vor dem Aus stehen, halte ich für sehr bedenklich. Wer weiß, welche industriellen Interessen dahinter stecken…

#31 |
  6
Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

Seit es das Rauchverbot in der Öffentlichkeit gibt, bin ich, als Nichtraucherin belasteter, als je zuvor. Früher bin ich dann eben nicht in ein Restaurant gegangen. Heute stehen alle Kunden und Ladenbesitzer VOR ihren Geschäften und paffen, während ich einfach nur harmlos die Straße entlang gehe. Für NR gibt es einfach kein Entkommen. Raucher sollten sich bewusst machen, dass Rauchen vor allem die Umstehenden belästigt und einschränkt und krank macht.

Einen gewissen Teil der Raucher werden die Bilder vielleicht abschrecken, aber der wird zu gering sein, um ins Gewicht zu fallen. Die Tabakindustrie wird hübsche Döschen und Schächtelchen produzieren, damit man dem Anblick entgehen kann. Meine Hoffnung liegt auf den Kindern.

Ende der 70er hat mein Vater eine Doku über die Risiken des Rauchens im TV gesehen, mit sehr eindrucksvollen Bildern von Karzinomen in verschiedenen Körperteilen (vor allem Kehlkopfverlust), die auf das Rauchen zurückgeführt werden konnten. Er ist ganz grün im Gesicht geworden sein, hat meiner Mutter die Zigarettenschachtel hinübergeschoben und von Stund an nie wieder auch nur eine Zigarette angefasst. Das war heilsam. Leider haben sich die Zeiten heute geändert, und die Menschheit ist abgestumpft gegenüber vielem. Hoffen wir das Beste.

#30 |
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Heilpraktiker

Zigarettenwerbung verbieten ist i.O. Das mit den Schockbildern fühlt sich nicht gut an. Könnte u.U. das Unterbewußtsein dazu anregen Krebszellen zu bilden..

#29 |
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Gast
Gast

Ich rauche seit 1973 und bis jetzt geht es mir gut.

#28 |
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@ 21 Frau Stoll

Zigaretten schädigen nicht nur direkt, sondern auch indirekt. Kippen stellen ein großes Umweltproblem bei der Gewässerverschmutzung dar.

https://pagewizz.com/zigarettenkippen-vergiften-gewasser-32574/

#27 |
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@8 Marie Sander
20 Euro pro Packung wird die Sucht auch nicht abschaffen. Eher wird die Beschaffungskriminalität steigen.

@18
besser: “Viel Rauch um nichts” bzw. “Noch mehr Rauch um überhaupt nichts” (zwei Filmklamotten von Cheech und Chong).

#26 |
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Bei diesen ganzen EU-Kampagnen zeigt sich immer wieder, was für ein Schwachsinn um sich greift, nur damit diese Damen und Herren eine Existenzberechtigung für Ihre horrenden Einkünfte nachweisen können.
Vielleicht würde mir ein Psychologe oder Psychiater recht geben: je mehr ich Menschen mít Horror-Bildern exponiere, umso stärker wird die Abwehrreaktion. Nix wird das bringen. Natürlich hat Tabakwerbung im TV, Kino usw. nichts zu suchen. Ekelhafte Bilder von verfaulenden Mündern auf Zigarettenschachteln zu zeigen, wird rein gar nichts bringen. Und ein anderes Statement vorher hat vollkommen recht: der Staat freut sich wie ein Honigkuchenpferd über Tabak-, Sekt- und sonstige Steuer. Solange sind diese bigotten Aussagen nicht auszuhalten. Dann sollten diese Steuern endlich mal zweckgebunden verwendet werden, was aber der Staat seit Langem verweigert, weil er ja sagt: Steuern werden zweckgebunden erhoben, aber nicht zweckgebunden verwendet. Vollkommen irre.

#25 |
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Gast
Gast

Mit Bildern kann vielleicht versucht werden das Rauchverhalten zu beeinflussen. Gegen die Sucht helfen Bilder nicht. Echte Raucher werden sich zu Helfen wissen. Das Zigarettenetui wird einen neuen Aufschwung erhalten.

#24 |
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Gast
Gast

#20: Medizinisch betrachtet ist das Rauchen zweifellos schädlich. Auf die soziale Ebene lässt das sich aber nicht so einfach, wie Sie das gern hätten, abstrahieren. Lange Zeit galt, zumindest in den USA, derjenige als “asozial”, der NICHT rauchte. Und es ist heute gemeinhin akzeptiert, dass man jemanden das Recht zur Unvernunft nicht einfach abspricht. Sonst müsste man so vieles verbieten. Es gilt zudem noch nicht mal als erwiesen, dass Raucher “die Krankenkassen belasten”. Immerhin sterben sie statisch früher und schneller, so dass der Kostengipfel im hohen Alter oft gar nicht erreicht wird.

#23 |
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Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann
Dipl. Ing. Bernd H.K. Hoffmann

So lange dieser unser Staat an Tabak- und Alkoholsteuer gut verdient, Arbeitsplätze in der Produktion und der Werbung dran hängen, ebenso die Produzenten dieser Suchtmittel, ferner die Ärzte, die die Opfer behandeln, die Apotheker und pharmanzeutische Industrie, die Mittelchen dagegen produzieren und teuer verkaufen, die Kliniken, die sich das Rausschneiden der versifften Körperteile gut bezahlen lassen, die Therapieeinrichtungen zu Reha, bis zum nächsten OP- Termin, gut verdienen, etc. etc.,
so lange der ganze Kram sogar rund um die Uhr in Tankstellen in beliebigen Mengen auch für Jugendliche zu haben ist:
Ist jedes “Gesetz” Lug und Trug und Beihilfe zur Körperverletzung.
Den Süchtigen kann man nur bedingt einen Vorwurf machen.
Gerade beim Tabak ist die Schweinerei, daß die Filterzigaretten viel zu schwach sind und vor allem so parfümiert, daß man auch mehrere Packungen am Tag inhalieren kann. Ich habe früher auch geraucht – dicke, schwarze Selbstgedrehte, Zigarillo, Pfeife, alles ohne Filter, kräftiger, ziemlich reiner Tabak. Man merkt dann irgendwann, daß es “dem Hals” bzw. dem Kehlkopf nicht so gut tut, mal allgemein gesagt. Da ich letzteren gern behalten möchte, habe ich einfach aufgehört.
Ich kann das nur empfehlen…

Allerdings: noch nach ca. 30 Jahren ohne Qualm würde ich ganz gern einen wirklich guten Zigarillo rauchen. Aber diese Anwandlung kommt nur selten hoch und ist beherrschbar. Keine Experimente in dieser Richtung, es ist einfach zu gefährlich.

Beim Alkohol werden die Kinder und Jugendlichen mit ganz gefährlichen, weil süßen und fruchtigen Saft- und Schnapsmischgetränken an diese Droge “herangeführt”. In beliebiger Menge überall zu haben, das stört niemanden.

#22 |
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Gast
Gast

Aus meiner Sicht ein ziemlicher Humbug. Angewidert sind allenfalls die Nichtraucher, denen künftig an der Ladentheke Schachteln mit (künstlich nachgeschwärzten) Karzinomlungen oder vereiterten Beinen entgegengrinsen. Was den fMRT-gesteuerten Wirkungsnachweis betrifft, so hat man damit auch schon postmortale Lachse denken sehen. Und so wirklich mag man den Politikern auch nicht abnehmen, dass sie an der Gesundheit ihrer wichtigsten Steuerquelle interessiert sind. Denn wenn ein Produkt nachweislich gesundheitsschädlich ist, gehörte es nicht mit bunten Bildchen aus schlechten Pathologie-Büchern “beworben”, sondern verboten.

#21 |
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Marlene Stoll
Marlene Stoll

Raucher wissen wie schädlich rauchen ist. Alkoholiker wissen wie schädlich Alkohol ist. Zu viel Zucker macht krank, Weißes Mehl macht krank, Zusatzstoffe die eigentlich in unseren Lebensmitteln nichts zu suchen haben machen krank. Unser Trinkwasser ist nicht mehr wie es sein könnte, unsere Luft ist verseucht und alle machen den Wahnsinn mit. Alle lassen sich belügen und alle machen das was man ihnen vorgibt mit. Worin besteht der Sinn unseres Daseins! Haben die Menschen den Sinn ihres Lebens vergessen. Die einen profitieren in Milliarden Höhe und die dummen Schafe bezahlen mit ihrem Leben. Diskutieren am eigentlichen Thema vorbei und das spielt den Reichen noch mehr Geld in ihre Kassen und keiner bemerkt um was es tatsächlich geht.

#20 |
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Artur Helmut Arnheiter
Artur Helmut Arnheiter

Das Rauchen ist A- Sozial, Krankenkassen werden stärker belastet, die Gehwege mit dem Kippendreck verschmutzt. Rauchen gehört generell verboten.
Das es in Gaststätten verboten ist, war schon ein großer Schritt.

#19 |
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Christina Mirbach
Christina Mirbach

Christina

Das mit dem Rauchen ist ja so ne Sache. Ich finde das schon heftig,
wenn der Glimmstengel weggelegt wird, indem das Bildgedächtnis
eine schwarze Lunge aufruft. Wenn die Angst vor Lungenkrebs groß
genug ist, da gibt es zur Verdrängung genügend Ersatz. fatal, aber kommt
leider oft vor. Und wenn Studien zeigen, das solche Bilder postive
Auswirkungen haben zum Nichtrauchen, dann fehlen wohl die Zahlen,
wenn es um die Zunahme von z.B. Angstneurosen oder sonstiger
Mastenhysterie. Naja wie wärs denn mal mit Zigarretten ohne Zusätze?

#18 |
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Viel Lärm um nichts!
“Der Einfluss auf regelmäßige Raucher ist vernachlässigbar.”

#17 |
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Gast
Gast

Habe ganz vergessen diejenigen zu benennen, die durch den Alkohol Häusliche Gewalt ausüben, Frauen und Kinder prügeln.Die seelische Schäden bleiben oft ein Leben lang, verursacht durch den Alkoholiker.
Danke

#16 |
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Gast
Gast

Danke Frau Elisabeth Metz,
mir scheint es auch, dass anderswo auch diese Hetzkampagne gemacht werden sollte.
Aber…… was ist mit den Alkoholikern, dem Alkohol allgemein?
Wie viele tote gibt es durch besoffene Autofahrer die unschuldige an und überfahren?
Aber der Politiker, Gesetzgeber und Initianten lassen sich wohl kaum ihren Wein oder Bier verbieten.

#15 |
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Dr. med. Jobst vor dem Gentschenfelde
Dr. med. Jobst vor dem Gentschenfelde

Ich bin davon überzeugt, daß diese hübschen Schockbilderchen niemanden abhalten werden – aber wie wär’s mit einer Abbildung des breit grinsenden Finanzministers?

#14 |
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Gast
Gast

Die Bilder werden nicht viel bewirken, weil die Krankheit ungewiss ist (Verdrängung: Warum sollte es gerade mich treffen?) und zeitlich in weiter Ferne liegt (Verdrängung: Irgendwann müssen wir sowieso alle sterben!), während der Genuss durch die Zigarette unmittelbar zu haben ist.

Aber immerhin sind die Verpackungen dann wenigstens so unattraktiv, dass sie nicht zusätzlich animieren. Ich habe meine Jugend in den 70ern verbracht. Da war Rauchen einfach angesagt und manche Zigaretten- oder Tabakmarken waren extrem positiv belegt. Da wurde schon mit der Verpackung ein bestimmtes Lebensgefühl transportiert.

#13 |
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Klaus Fischer, Chemiker
Klaus Fischer, Chemiker

Wenn man im politischen Bereich doch nichts anderes zu sagen hat, dann sagt man das, es muss schneller gehen. Ach ja, trotzdem 40 Jahre gewartet trotz allüblichem Allgemeinwissen ! Z.B. “Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) begrüßt das neue Gesetz, drängt aber auf schnellere Umsetzung.”
Klaus Fischer

#12 |
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Apothekerin

Achja, und @Gast #6: Made my day. Danke für den Lacher.

#11 |
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Apothekerin

@Marie Sander:
Na, wenn Sie sich davon nicht abhalten lassen, ist das ja ihr Problem. (Wie kann man als Arzt oder Pharmazeut eigentlich rauchen? Ist mir schleierhaft…) Nur: wieso dann “Nein!”? Das Gesetz hindert Sie ja nicht am Weiterrauchen.

Ich würde den Grünen zwar in dem Punkt zustimmen, dass auch die Werbung für den Dreck verboten gehört, aber das mit den Ekelbildern ist ein Anfang. Bin gespannt auf den Effekt – selbst wenn er gering sein sollte, jeder Effekt ist besser als keiner.

#10 |
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Naturwissenschaftler
#9 |
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Studentin der Pharmazie

Nein ! Kein Raucher lässt sich davon abhalten! Und ich bin ebenso Raucherin!
Ich glaube Raucher würden sich eher abschrecken lassen, wenn sie für eine Packung Zigaretten 20 Euro hinblättern müssten…traurig aber wahr!

#8 |
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Naturwissenschaftler

Ja lieber “Gast” (warum so schüchtern?),
Zigarettenrauch kombiniert mit Einhorn-Essenzen bei Vollmond potenziert die verschränkten Quanten der Chemtrails und führt so direkt zur Volksgesundung durch Hyperverschwurbelung der Meridian-Chakren.
Ich werde meine Krankenkasse bitten, meine Zigarettenkosten zu übernehmen.
Danke für den gedanklichen Trigger!

#7 |
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Gast
Gast

[Kommentar wurde von der Redaktion entfernt.]

#6 |
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Elisabeth Metz-Melchior
Elisabeth Metz-Melchior

Warum sind auf Süßigkeiten, Zucker, Cola usw. keine diabetischen Füße abgebildet?
Warum keine Arthrosefinger auf Weißmehl?
Das wäre eine noch größere Chance die Zivilisationserkrankungen einzudämmen.

#5 |
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Elke anders
Elke anders

Dafür reguliert die tpd2 auch die E Zigarette weg , die ein reales positives Mittel zur Raucherentwöhnung ist . Ich habe nach 30 Jahren rauchen , ohne Probleme mit ihr aufhören können , nach zig versuchen die scheiterten .
Ich brauche heute auch nur noch kaum das dampfen , Nikotin schon lange nicht mehr . Schade für die Raucher denen diese Möglichkeit genommen wird . Die werden sicher nicht von Bildern abgeschreckt . Eine furchtbare Politik der Eu und sicher nicht für die Menschen .

#4 |
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Dr. Christian Möws
Dr. Christian Möws

Wenn Rauchen denn so gefährlich ist, dann sollten diese Produkte sofort verboten werden. Alles Andere ist Augenwischerei. Dazu wird es jedoch nie kommen.

#3 |
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Heilpraktiker

… wenn dann auch noch der Nocebo-Effekt wirkt …

#2 |
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Ein hartgesottener Raucher unter meinen Patienten hat schon angekündigt, dass er dann sofort nach dem Kauf die Glimmstengel einfach direkt in sein eigenes Etui umpacken wird…soviel zur abschreckenden Wirkung!

#1 |
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