Vakzine: Impfgegner ausgestochen

15. März 2016
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Impfen oder nicht impfen – das ist für viele Eltern die zentrale Frage. Eine Studie nimmt Kritikern den Wind aus den Segeln. Wissenschaftler belegen, dass die Mortalität bei Kindern vor allem durch Vakzine gesunken ist. Jetzt suchen Skeptiker vor Gericht ihr Heil.

Eindringliche Worte zum Weltkrebstag: In Deutschland raten Kinderärzte allen Mädchen zwischen neun und 14 Jahren, sich gegen humane Papillomviren (HPV) impfen zu lassen. In der Praxis folgen viele Menschen dieser Empfehlung nicht. Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts profitieren nur 29 Prozent aller 15-Jährigen vom vollen Impfschutz. „Ein sehr trauriges Ergebnis“, sagt Professor Dr. Harald zur Hausen angesichts dieser Statistik.

Ignoranz und Verweigerung

Der Nobelpreisträger war lange Zeit Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und hat wissenschaftliche Grundlagen zur Entwicklung von HPV-Vakzinen geschaffen. Zur Hausen: „Die Hauptursache dafür ist sicherlich, dass Ärzte, medizinisches Personal und Gesundheitspolitiker, aber auch die Kinder und ihre Lehrer und Eltern nicht genügend über die sehr hohe Wirksamkeit und Sicherheit der HPV-Impfung informiert sind.“ Er kritisiert „die immer wieder beobachtete Ignoranz einiger Mediziner“, aber auch die „Verweigerung der Impfung durch Eltern und Kinder“. Derzeit erkranken pro Jahr 5.000 bis 6.000 Frauen am Zervixkarzinom, und 1.500 bis 2.500 versterben daran. „Man kann also eine einfache Rechnung anstellen, wie es sich später auswirkt, wenn über die Hälfte der Mädchen nicht geimpft sind“, erklärt zur Hausen. Mit seiner Argumentation greift er einen alten, oft zu hörenden Vorwurf von Impfkritikern auf: Die sinkende Mortalität sei nicht auf Vakzine, sondern auf medizinische und technologische Fortschritte zurückzuführen.

Zahlen der Wahrheit

Maarten van Wijhe aus Bilthoven versucht, auf Basis von Statistiken mit dem Vorurteil aufzuräumen. Von 1903 bis 1992 verringerte sich die Mortalität bei Kindern exponentiell. Als Halbwertszeit gibt der Wissenschaftler 19 Jahre an. Wie er herausfand, kann man diesen Trend in Teilen sehr wohl mit Impfungen erklären. Van Wijhe zieht die verlorenen Lebensjahre bis zum 20. Geburtstag heran (years of life lost; verlorene Lebensjahre, YLL20). Bis zum ersten Weltkrieg verstarben Kinder aus unterschiedlichen Gründen. Von 3,80 verlorenen Jahren ließen sich statistisch 0,34 Jahre (8,8 Prozent) mit Diphtherie, Keuchhusten, Masern und Tetanus in Zusammenhang bringen. Im Jahr vor der Einführung der Diphtherie-Impfung, sprich 1952, gingen noch 0,01 Jahre durch diese Infektionserkrankungen verloren. Das sind 2,5 Prozent von 0,59 Jahren als Gesamt-YLL20. Mumps, Polio und Rötel führten zu 0,001 Jahren weniger. Für das Jahr 1992 gibt van Wijhe eine Gesamt-YLL20 von 0,16 an. Lediglich 0,0001 Jahre gingen auf das Konto vermeidbarer Infekte. Sein Resümee: Zwischen 1903 und 1992 verstarben rund 9.000 Menschen vor ihrem 20. Lebensjahr durch Kinderkrankheiten, was minus 148.000 Lebensjahren entspricht. Nationale Impfprogramme hätten die Kindersterblichkeit langfristig gesenkt, resümiert der Wissenschaftler im Beitrag.

Viren vor Gericht

Kritiker lassen sich von Fakten nicht beirren und ziehen für ihre Meinung auch vor Gericht. Mitte Februar kam es erneut zum Showdown. Dr. Stefan Lanka, seines Zeichens Biologe und ein erklärter Impfgegner, hatte 100.000 Euro im Internet ausgelobt. Wer die Existenz von Masern-Viren beweist, sollte belohnt werden. Diese Chance wollte sich Dr. David Bardens, ein Arzt aus dem Saarland, nicht entgehen lassen. Er recherchierte und schickte Lanka mehrere Arbeiten zur Fragestellung. Doch der Biologe weigerte sich, die Prämie auszuzahlen. Bardens zog vor den Kadi, bekam in erster Instanz Recht, verlor aber aus formalen Gründen in zweiter Instanz. Das Oberlandesgericht Stuttgart sah es als erwiesen an, dass die geforderte „eine Publikation“ nicht als Beweis vorgelegt werden konnte. Doch Lanka ist mit seiner Sichtweise nicht allein.

SSPE durch Paracetamol und Ibuprofen

„Ehrliche Empörung, dass ein seit Jahrzehnten geltender Konsens unter den Wissenschaftlern nun von jemandem angezweifelt wird, kann nun mal nachträglich keine echten Negativ-Kontrollen herbeizaubern“, schreibt Hans Tolzin in einem Kommentar zum Prozess. Über die Homepages impfkritik.de und impf-report.de meldet sich der erklärte Impfgegner regelmäßig zu Wort. Tolzin: „Da diese niemals durchgeführt wurden (das Gegenteil ist zu beweisen), kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Masern eine oder mehrere andere Ursachen haben.“ Um Ebola zu erklären, führt er gleich etliche Gründe zur Erklärung an – es müssen ja nicht nur Viren sein. Auch bei HIV/AIDS fehlen ihm stichhaltige Beweise für den Auslöser. Diagnostizieren Ärzte eine subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), rät Tolzin, „nachzuprüfen, welche Medikamente die Kinder zuvor erhalten haben“. Seine These: „Betrachtet man die Produktinformationen der symptomunterdrückenden Medikamente wie zum Beispiel Ibuprofen oder Paracetamol, die bei Masernverdacht gerne von vielen Kinderärzten ‚rein vorsorglich‘ verschrieben werden, findet man auch die Beschreibung von Symptomen, die auch als Gehirnentzündung interpretiert werden können.“ Laien schenken diesen Worten nur allzu gerne Glauben. Sie ignorieren Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Bleibt abzuwarten, ob die Gesamt-YLL20 wieder ansteigt.

54 Wertungen (4.15 ø)

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17 Kommentare:

Jaques Norris
Jaques Norris

Ein Apotheker, dem der Grundsatz “Korrelation ist keine Kausalität” fremd ist, birgt Fremdschämpotential für den Rest des Berufsstandes.

Es sei die Seite http://tylervigen.com/spurious-correlations
empfohlen, wo alle Komplette der Pharma-, Film- und Käseindustrie aufgelistet sind. So korreliert der Tod durch Ertrinken im Pool ganz eindeutig mit Filmrollen von Nicolas Cage. Aber diese Tatsache wird von den Filmstudios verschwiegen!

#17 |
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Wirtschaftswissenschaftler

Ja, manchmal ist die Erfahrung der Kuhhirten hilfreich wie auch die Erfahrungsmedizin…was vernünftig ist…, sie haben so Recht liebe Elvira – Schuster bleib bei deinen Leisten!
Es gibt viele Menschen die können lesen aber leider nicht verstehen, nun aber wieder zurück zum Thema.
Auch wenn einem die angeführten Tatsachen nicht ins Bild passen, sollte man sich doch damit auseinander setzen und gerne Argumente dagegen benennen. Auch die damalige Schweinegrippe wurde von der WHO scheinbar hochgespielt um neuen Impfstoff zu vermarkten…sowie auch jetzt wieder eine neue – Impfsau – durch die Welt getrieben wird, siehe:
WHO erklärt die Ausbreitung von Zika zum öffentlichen Gesundheitsnotstand internationalen Ausmaßes — unglaublich, ein Statement dagegen mit den vermeintlichen Verflechtungen…
Zika-Virus – Pharmamafia treibt neue Sau durch ´s Dorf
[Link von der Redaktion gelöscht.]
Ein weiterer Artikel:
Impfen gegen Influenza: Ein kritischer Blick auf die Datenlage zur Durchimpfung
Eric A. Biondi, MD, MS, C. Andrew Aligne, MD, MPH
Interessenkonflikte|28. Januar 2016
Frage: Reicht die Datenlage aus, um den Ruf nach einer allgemeinen Grippeschutzimpfung zu rechtfertigen?
Auf diese Frage antworteten uns Eric A. Biondi und C. Andrew Aligne, Privatdozenten für Kinderheilkunde an der Universität Rochester, New York.
Eric A. Biondi
Die Grippeimpfung ist ein sich jährlich wiederholendes Ritual. Das Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) [1] und die American Academy of Pediatrics (AAP) [2] empfehlen die jährliche Grippeschutzimpfung für alle gesunden Personen über 6 Monate, bei denen keine Kontraindikationen vorliegen.
C. Andrew Aligne
In einem Interview mit The Atlantic äußerte Tom Jefferson, Vorsitzender der Vaccine Field Group bei der Cochrane Database Collaboration (der weltweit führenden Einrichtung für evidenzbasierte medizinische Reviews), ernste Vorbehalte gegenüber der Datenlage, welche die Impfempfehlungen stützen: „Die meisten der Studien weisen schwerwiegende Fehler auf. ,Schrott‘ ist in diesem Zusammenhang zwar kein wissenschaftlicher Begriff, aber er trifft den Nagel auf den Kopf.“…
Ein kritischer Blick auf die Evidenzen wirft weitere Fragen auf. In einem Cochrane-Review von 2012 wurde die Wirksamkeit der Influenza-Impfung bei Kindern untersucht und Folgendes bemerkt:
„[…] Von der Industrie geförderte Studien werden in anerkannteren Fachzeitschriften publiziert und häufiger zitiert als andere Untersuchungen, was jedoch nicht mit der methodologischen Qualität oder der Größe der Studie in Zusammenhang steht. Studien, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden, können vorzugsweise ihre Ergebnisse zu [Influenza-]Impfungen signifikant seltener veröffentlichen… Belastbare Daten zur Influenza-Impfung gibt es nicht viele, allerdings gibt es Hinweise auf ausgedehnte Manipulationen bei den Schlussfolgerungen und ungerechtfertigte Anerkennungen der Studien.“ (Impfen gegen Influenza: Ein kritischer Blick auf die Datenlage zur Durchimpfung. Medscape. 28. Jan 2016.)
http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4904521?nlid=98423_3122

Leider ist es mit – Ja oder Nein – so nicht getan…

#16 |
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Elvira
Elvira

@Peter Peschel bestimmen jetzt Wirtschaftswissenschaftler, Journalisten und Kuhhirten über medizinische Fragen?
Vermutlich entspricht es wirtschaftswissenschaftlicher Lehre, dass man aus einem Fall durch Wiederholung 3 Fälle machen kann,
oder wie Euer Idol mit seinen 12 untersuchten Kindern mit Blutabnahmen etc. auf Kinderparties für über 50.000 br.Pfund von Rechtsanwälten Autismus durch Impfung zu fabrizieren?

Also mehr als einen Fall, den ich nun schon 20 mal irgendwo gelesen habe, schaffen sie nicht?
Und das sind wieder die anderen, warum Sie das nicht schaffen?
Schuster bleib bei deinen Leisten,
oder Sie präsentieren was vernünftiges!!!
Wissen Sie wieviel Toten die Schweinegrippe geschafft hat???
Ja oder nein?
Ja oder nein?
Ja oder nein?

#15 |
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Wirtschaftswissenschaftler

Mit Verwunderung kann man die Leugnung von Impfschäden nur zur Kenntnis nehmen hier mal anbei ein Gerichtsurteil …und dann noch einen Link zum Artikel
Staatliche Studie beweist: Ungeimpfte sind gesünder!
Auszug: Bei ihren weiteren Recherchen stellte Angelika Müller jedoch fest, dass die Studienautoren das Ergebnis offensichtlich manipuliert hatten. So war die ohnehin schon geringe Anzahl der Ungeimpften zusätzlich durch den willkürlichen Ausschluss von Migranten weiter gesenkt worden. Bei anderen Auswertungen hatten die Autoren die Migranten jedoch berücksichtigt.
Der zweite Rechentrick der kreativen Datenjongleure des RKI bestand darin…
[Link von der Redaktion gelöscht.]

Gibt es keine Impfschäden oder werden diese bewusst vertuscht…? Hier ein Impfschaden, anerkannt als Arbeitsunfall. Was nun ?
Führt eine Schweinegrippe-Impfung zu einem Gesundheitsschaden, kann dies als Arbeitsunfall anerkannt werden. Dies hat das Landessozialgericht (LSG) Rheinland-Pfalz in einem am Montag, 08.12.2014, in Mainz entschieden und damit einer Kinderkrankenschwester recht gegeben (AZ: L 2 U 99/13).

Die heute 54-jährige Frau arbeitete in der Kinderklinik der Universität Mainz. Im Jahr 2009 ließ sie sich gegen das Schweinegrippevirus H1N1 impfen. Die Impfung war vom Arbeitgeber und der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) für Krankenhauspersonal „dringend empfohlen“.

Doch die Schutzimpfung hatte offenbar gesundheitliche Folgen. Kurze Zeit danach schwoll nicht nur der Arm an, auch eine Herzbeutelinfektion sowie neurologische Schäden traten auf. Seit dem 01.07.2010 bezieht die Kinderkrankenschwester eine volle Erwerbsminderungsrente. Sie ist zudem mittlerweile als Schwerbehinderte anerkannt.
Link http://www.anwalt.de/rechtstipps/impfschaden-nach-schweinegrippeimpfung-kann-arbeitsunfall-sein_065073.html

[Kommentar wurde von der Redaktion eingekürzt.]

#14 |
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Dr.Paul
Dr.Paul

Herr Apotheker, Phase 1 bis 4 ist verdammt mehr als “Plausibilität”,
Sie sind ja ein ganz merkwürdiger. Ist ein Titer keine Wirkung?
Wieviele “Geschädigten” kennen Sie denn persönlich. Ich kenne keinen Einzigen nach 50 Jahren Impfung bis auf eine eindrucksvolle Allergie auf den Adsorbat-Teil einer Tetanol-Impfung. Die wurde sogar im Hörsaal für Studenten demonstriert weil sie so selten ist. Und sie war folgenlos ohne Dauerschaden.
Ein Gesetz ist kein “Formaltext”. Wo ist Ihre Quelle für eine unzureichende Anerkennung im Vergleich zur USA, das wäre mir neu.

#13 |
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Apotheker

@ Dr.Paul Wer wird hier frech?
Wo ist der Fehler, wenn darauf hingewiesen wird, dass lediglich der Titer entscheidet.(Analogie zur Wirkung=Plausibilität.)Der Wirknachweis im Sinne von Nachweis von weniger Infektionen gegen Kontrollgruppe ist nicht notwendig.

Sie mögen Formaltexte glauben.Ich kenne nur die Probleme der Geschädigten, die keine Chance haben, sich durchzusetzen.Der Ball wird nämlich zurückgespielt.Weshalb ist die Anerkennungsquote in USA so viel höher?

Im übrigen, es geht nicht um Sinn von Impfung,sondern um Ernstnehmen der von Schäden Betroffenen und deren Bedenken, weill zuviel offen bleibt.

#12 |
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Dr.Paul, Tierfreund
Dr.Paul, Tierfreund

@Reinhard Rodiger, wirklich Apotheker? Ihnen sei als Lektüre das IfSG, 12. Abschnitt §60 empfohlen,
“Zur Anerkennung eines Gesundheitsschadens als Folge einer Schädigung im Sinne des § 60 Abs. 1 Satz 1 genügt die Wahrscheinlichkeit des ursächlichen Zusammenhangs.” Oder können Apotheker nicht lesen? #5 !!!
Erstaunlich, dass doccheck nicht einschreitet, wenn hier einer öffentlich behauptet:
“Die Zulassung von Impfstoffen beruht auf reiner Plausibilität.Ein klassischer Wirknachweis ist nicht erforderlich”
und dann noch frech werden, wenn er auf seinen gravierenden Fehler hingewiesen wird!

#11 |
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Dr.Paul, Tierfreund
Dr.Paul, Tierfreund

@Kerstin Mierlein Impfgegner sind verantwortungslos, nicht verantwortungsvoll, das haben Sie wohl verwechselt, wahrscheinlich Schiss vor der kleinen Spritze. Und verantwortungsvolle Tierbesitzer impfen sogar ihre Tier und machen Wurmkuren etc. müssten Sie doch wissen.
Versuchen Sie mal mit einem ungeimpften Hund (Tollwut) über eine Landesgrenze zu kommen.
zu#9 völlig richtig, ein eindeutiges Versagen unseres aktiven Gesundheitsministers,
der muss abgewählt werden.

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Mitarbeiter Industrie

Dumm ist nur, wenn man sein Kind impfen lassen möchte, aber seit über einem Jahr keinen Impfstoff bekommt (Pentavac, Infanrix).

#9 |
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Apotheker

@ Gast Einem Anonymus , der sich so benimmt, sollte man eigentlich nicht antworten.
Wenn Sie den gegebenen Zustand, der aus verantwortlicher Quelle stammt, nicht akzeptieren, ist das Ihre Sache.i
Man kann zu Impfungen stehen wie man will.Fakt ist,dass in USA ein staatlicher Fond zur Entschädigung bei Impfschäden besteht, während dies hier nicht oder nur mit hohem anwaltlichen Aufwand(wegen schwierugem Kausalitätsnachweis) gegeben ist. Also gibt es valide Gründe, Impfschäden zumindest wirksam und ohne zuviel Verzögerung zu begleiten.Die Schäden sind jedenfalls so gross, dass sie nicht zu ignorieren sind.
Ausserdem korreliert die Zahl der Vaccinen mit der Infant mortality death rate.Beide Werte sind in USA am höchsten von 33 Ländern.
Auch die Forderung nach evidenzbasierten Prüfungen(Goldstandard!) ist berechtigt. Doch hier wird verniedlicht und schlecht gemacht.
All das mag im Verhältnis zum Gesamtnutzen wenige betreffen.Doch, wenn es so ist, gibt es hier keine oder nur sehr schwierig zu erreichende Unterstützung.

Deshalb bin ich der Meinung, dass hier Klarheit geschaffen werden muss. Es sind zu viele Fragen offen.

#8 |
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Tierheilpraktikerin

Impfgegner sind keine Trittbrettfahrer, auch nicht immun gegen Argumente und das eine Impfung eine Reaktion im Körper auslösen muss um den “erwünschten” Schutz zu bilden ist auch allen Impfgegnern klar.

Impfgegner sind verantwortungsvolle und intelligente Menschen, meist Eltern und – oder Tierbesitzer die sich mit dem Thema intensiv beschäftigt haben und aus Ermangelung an guten Argumenten und ausreichenden Beweisen für die Wirksamkeit und einem doch nicht zu vergessenden Risiko gegen eine Impfung entschieden haben.

Was nicht heißt, wenn sich die Prüfkriterien wie schon so oft gefordert ändern und Inhaltsstoffe nachweißlich kontrolliert und auch entsprechend verändert werden um nicht ein unkalkulierbares Risiko darzustellen , diese so verunglimpften Impfgegner die Impfungen auch wieder annehmen würden.

Denn die meisten Impfgegner waren einmal fleißig Geimpfte!!

#7 |
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Gast
Gast

“Impfgegner” sind Trittbrettfahrer und öffentliches Risiko gleichzeitig.
Leider versagen hier auch die Gesundheitsämter und die jeweiligen Aufsichtsorgane bis zum Gesundheitsministerium.
Das vorhandene IfSG (früher Seuchengesetz) muss im Falle von öffentlicher Gefahr auch angewendet werden. Da hat man in Berlin versagt.
Allerdings enthält es auch Ungereimtheiten, wie z.B. die Aufhebung von Kontrollen von Küchenpersonal, oder die völlig unverständliche fehlende Meldepflicht für AIDS wenn gleichzeitig ein vergleichsweise harmloser Durchfallskeim melpflichtig ist und dann auch das Gesundheitsamt nach hause kommt. Das macht nur Deutschland.
Wenigstens kann man aber seit 2015 einen Impfgegner im Gesundheitssystem (Arzt, Schwester etc.) kündigen, das war wirklich überfällig.

#6 |
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Gast
Gast

@Reinhard Rodiger wie kann ein Apotheker nur so einen Unsinn schreiben!
https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/bundesgesundheitsblatt/2015/2015-zulassung-impfstoffe-empfehlung-stiko-kriterien-nutzen-risiko.pdf?__blob=publicationFile&v=2
Noch schlimmer ist der grottenfalsche Satz von Herrn van den Heuvel: “Das Oberlandesgericht Stuttgart sah es als erwiesen an, dass die geforderte „eine Publikation“ nicht als Beweis vorgelegt werden konnte. ”
Der Richter hat ganz im Gegenteil ausdrücklich betont, das seine Entscheidung keine Schlussfolgerungen über die Existenz von Viren sei!
Verständlich ist diese juristische Entscheidung allerdings nicht.

#5 |
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Weber M.
Weber M.

Wer eine SSPE mit möglichen, selten Nebenwirkungen von Paracetamol oder Ibuprofen vergleicht, dem ist nicht mehr zu helfen. Vielleicht sollte Herr Tolzin erstmal nachlesen, bevor er sich äußert. (Aber Rauchen verursacht auch keinen Lungenkrebs wenn man sich weigert, an die Karzinogene im Tabak zu glauben)
Auf den Seiten Impfkritik und Impfreport stehen teils wahre und gute Information. Aber auch sehr viel eigene Meinung und Quatsch, welche einseitig recherchiert und pseudowissenschaftlich niedergeschrieben werden. Da beruft man sich gern mal auf Arbeiten aus dem 19 Jahrhundert. (Kleiner Tipp für die Autoren: Die 4-Säfte-Lehre ist nicht korrekt)
Die Pharmaindustrie ist aber auch kein Freund des Patienten und nicht alle Impfungen sind gut, aber alle abzulehnen ist absolut falsch und Eltern verletzen hier ihre Fürsorgepflicht aufs Gröbste.
Ein ungeimpftes Kind unter vielen Geimpften wird nicht krank, woher auch…was aber geschieht, wenn die Ungeimpften zunehmen, sahen wir letztes Jahr in Berlin.
(Laut Impfkritik starb der kleine Junge an Paracetamol…wer es glauben will)
Und diese Haltung zeigt:
Selbst die beste Studie, mit eindeutigen Beweisen, unabhängig von der Pharmaindustrie, kann die Impfgegner nicht überzeugen, diese wollen es nicht wahr haben!

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Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)

Das Einzige wogegen Impfgegner immun sind, sind Argumente

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Apotheker

Die Zulassung von Impfstoffen beruht auf reiner Plausibilität.Ein klassischer Wirknachweis ist nicht erforderlich, wird aber laut RKI zukünftig gefordert.Ist das nicht ein Hinweis auf die Überprüfungsnotwendigkeit? Und damit indirekte Bestätigung der Kritiker?

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Chemiker

Was viele Pauschal-Impfgegner nicht begreifen:
die Impfung MUSS eine Reaktion des Körpers hervorrufen. Diese soll möglichst leicht ausfallen und tut es MEISTENS auch.
Vor einigen Hundert Jahren hat man sich absichtlich mit Kuhpocken infiziert. Alle Impflinge SIND danach erkrankt, bleiben aber vor den zu Recht gefürchteten echten Pocken weitgehend verschont. Ja, es wurde sogar mit Wundschorf bzw. Sekret von an Pocken Erkrankten “geimpft”, wenn die Erkrankung nur leicht ausgefallen war.
Die Leute WUSSTEN, was eine Erkrankung an Pocken bedeutete, und nahmen die Impfreaktionen in Kauf! Heute weiß das keiner mehr, da die Krankheit scheinbar ausgerottet ist. Aber wer weiß… Gegen andere Krankheiten kann man sich leicht durch Immunisierung schützen. Schade, dass es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind, Risiken abzuwägen (mögliche Impfreaktionen/Infektionskrankheit).

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