Adipositas: Diäten bekommen ihr Fett ab

19. Februar 2016
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Wenige Kohlenhydrate, wenig Fett oder besser wenig Fleisch? Populäre Diäten gibt es wie Sand am Meer. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Beweislage überall sehr dürftig. Stellen Patienten ihre Gewohnheiten langfristig um, purzeln auch die Pfunde.

Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge sind mehr als eine halbe Milliarde Menschen übergewichtig. In Deutschland hat jeder zweite Erwachsene zu viel Speck auf den Rippen. Betroffene nehmen, gemessen am täglichen Umsatz, zu viele Energieträger auf. Neben Umweltfaktoren wie Bürojobs, wenig Freizeit und Ernährungssünden spielen Gene eine zentrale Rolle. Mutationen in FTO oder TRIM28 mit epigenetischer Regulation werden mit einer Adipositas in Verbindung gebracht. Die Erkenntnis hilft Betroffenen momentan nicht weiter. Bei BMI-Werten über 40 beziehungsweise über 35 in Kombination mit weiteren Erkrankungen raten Experten zu bariatrischen Eingriffen. Ansonsten bleiben unzählig viele Diätprogramme. Ein Überblick der letzten Publikationen zeigt, was Wissenschaftler darüber denken.

Low Carb schlägt Low Fat

Lange Zeit galt Fett bei Ernährungsgurus als der Bösewicht schlechthin. Proteine oder Kohlenhydrate erschienen mit ihrer deutlich geringeren Energiedichte besser geeignet zu sein. Langfristig führten fettreduzierte Diäten aber nicht zum gewünschten Resultat, fanden Deirdre K. Tobias und Frank B. Hu, Boston, heraus. Sie waren mit einem Unterschied von 5,41 Kilogramm zwar einer standardmäßigen Ernährung überlegen. Unter einer kohlenhydratarmen Kost verloren Probanden jedoch 1,15 Kilogramm mehr als unter fettreduzierter Ernährung.

Lydia A. Bazzano und Tian Hu, New Orleans, kommen bei einer randomisierten, kontrollierten Vergleichsstudie mit 148 Probanden zu ähnlichen Resultaten. Alle Teilnehmer hatten keine Vorerkrankungen. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip zwei Gruppen zugeteilt. Low-Carb-Diäten enthielten maximal 40 Gramm Kohlenhydrate pro Tag. Beim Low-Fat-Programm sollte maximal 30 Prozent der Energie aus Fetten bestehen. Ein bestimmtes Kalorienziel gab es nicht. Die Adhärenz war mit 80 Prozent nach zwölf Monaten in beiden Gruppen vergleichsweise hoch, was an regelmäßigen Kontakten mit Ärzten und Ernährungsberatern lag. Nach dieser Zeit hatten Abnehmwillige unter Low Carb 5,3 Kilogramm an Gewicht verloren, unter Low Fat aber nur 1,8 Kilogramm. Signifikante Unterschiede fanden Wissenschaftler zwar nicht beim LDL-Spiegel, jedoch beim C-reaktiven Protein und bei Triglyceriden. Anhand des Framingham Risk Scores fanden sie heraus, dass Low-Carb-Programme mit deutlich niedrigeren kardiovaskulären Risiken assoziiert sind.

Reihenweise rote Karten

Renée Atallah, Montreal, hat sich eingehend mit vier populären Programmen befasst, nämlich mit der Atkins-, Zone-, Weight-Watchers- und South-Beach-Diät. Berücksichtigt wurden zwölf randomisierte, kontrollierte Studien. Im Vergleich zur Kontrollgruppe mit allgemeinen Empfehlungen oder alternativen Diäten punktete nur die Weight-Watchers-Diät. Allerdings hatten viele Probanden zwei Jahre nach Beginn einen Großteil ihres verlorenen Gewichts, nämlich 3,5 bis 6,5 Kilogramm, wieder zugelegt. In einer Vergleichsstudie schnitt die Atkins-Diät hervorragend ab, während andere Arbeiten diese Form eher schlecht beurteilten. Alles in allem fand Atallah keine klaren Favoriten.

Vorteil fleischlos

Zur Frage, ob vegetarische Diäten das Körpergewicht verringern, gab es bislang ebenfalls keine klaren Aussagen. Ru-Yi Huang aus Taiwan und Jorge E. Chavarro aus Boston versuchten deshalb, mit einer Metaanalyse Licht ins Dunkel zu bringen. Über Publikationsdatenbanken fanden sie zwölf kontrollierte randomisierte Studien mit 1.151 Teilnehmern beziehungsweise unterschiedlichen Diätkonzepten. Wer sich vegetarisch ernährte, verlor durchschnittlich 2,02 Kilogramm mehr als Probanden, bei denen Fleisch und Fisch auf dem Speiseplan standen. Rein vegane Lebensformen ließen die Waage um weitere 2,52 Kilogramm nach unten gehen, verglichen mit Ovo-Lacto-Vegetariern. Wer seine Kalorien zählte und die aufgenommene Energiemenge begrenzte, freute sich über 2,21 Kilogramm weniger auf den Rippen. Ohne Kalorienrestriktion waren es nur 1,13 Kilogramm. Huang und Chavarro sind jedenfalls der Meinung, eine vegetarische Lebensform könne das Abspecken erleichtern. Langfristige Aussagen gelangen mit der Metaanalyse jedoch nicht.

Langfristig ans Ziel

Von vermeintlichen Wundermitteln wie dem Intervallfasten, Entgiftungsdiäten, der Paleo-Diet oder der HCG-Diät halten Experten ebenfalls wenig. In einer Stellungnahme kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) mehrere Schwachpunkte. Einerseits fehlen wissenschaftliche Belege für den erwünschten Effekt. Andererseits wird es Patienten nicht gelingen, ihre Gewohnheiten langfristig umzustellen.

Stattdessen rät die DGE allen Patienten, langfristig an Gewicht zu verlieren – und zwar mit mehr Bewegung, Ernährungsumstellungen und Verhaltensänderungen. Gäbe es nur nicht den inneren Schweinehund: So mancher gute Vorsatz verläuft Monate später im Sande. Patienten, die regelmäßig Kontakt zu Ernährungsberatern hatten, hielten in einigen Studien länger durch. Trotzdem spricht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) allgemeinen Ernährungsberatungen ihren Mehrwert bei Adipositas, kardiovaskulären oder metabolischen Vorerkrankungen ab.

81 Wertungen (4.58 ø)

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21 Kommentare:

Apotheker

Guten Tag zusammen,

es ist so , wie ichs immer wieder versuche in der Apo den leuten zu erklaeren! Mehr kalorien verbrauchen als einnehmen -> man verliert gewicht! am besten , wenn s noch geht aus ner kombination aus sport und vernuenftiger aernaehrung!

Alles was wir da an Pulver verkaufen…..lol, die Apotheker denk ich wissen was ich mein! Xenical, war ne lustige idee, aber dass man zur sahnetorte dann auch gleich die windeln mitverkaufen sollte wurde auch schnell klar! alle geschredderten meeresfruechte abfaelle das gleiche , moegen zwar fett binden binden auch gleich die fettloeslichen-vitamina aber egal….

Aslo ich vermeid es so sachen zu verkaufen auch wenn ich mir geschaeftsmawssig damitt meiner chefin ins knie schiess!

gruesse,

christian becker

#21 |
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Apotheker

Dass die DGE vieles nicht gut findet, heisst nicht viel ! Besonders fortschrittliche Erkenntnisse kommen da nicht her. Was mich wundert, dass in Deutschland kaum jemand von der 5:2-Methode spricht ( intermittierendes Teilfasten ). In Skandinavien und Grossbritannien erfolgreich angewendete “Probandenfreundliche” Möglichkeit zum moderaten Abnehmen

#20 |
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M.Sc. Oec. troph. L.H.
M.Sc. Oec. troph. L.H.

…netter Anfang, aber aufgrund der Analyse zweier Studien können div. Ernährungsregimes hinsichtlich ihres Nutzens noch lange nicht beurteilt werden, hierzu gibt es hunderte Untersuchungen. Da diese natürlich alle ihre Kritikpunkte haben und nur bedingt vergleichbar sind, ist es nicht verwunderlich, dass die einzige Konsensbildung in solch einer “allgemeinen” und für viele unbefriedigenden Empfehlung wie “Bewegung, Ernährungsumstellung und Verhaltensänderung” mündet. Das Rad erfindet sich nun mal nicht neu…jeder, der etwas über wissenschaftliches Arbeiten gelernt hat, weiß das, @Klaus Martin Bergemann.

#19 |
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Nichtmedizinische Berufe

@ H.-U. Badziong
Die u. a. Gleichung stimmt so nicht, da der tägliche Kalorienbedarf nicht dem Grundumsatz entspricht, sondern immer darüber liegt. Ausnahmen wären nur Koma-Patienten.

#18 |
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Dr. med. Hans-Ulrich Badziong
Dr. med. Hans-Ulrich Badziong

Nach meiner Erfahrung funktioniert Gewichtszu- oder -abnahme so:
täglicher Kalorienbedarf (Grudnumsatz) + x Kalorien = Zunahme, – x Kalorien = Abnahme, rel. gleichgültig wieviel Bewegung dazu kommt, je mehr, desto besser. Die Schwierigkeit ist nur, daß sich alle die heutigen kaloriendichten Lebensmittel und Snacks zu jedem Zeitpunkt leisten können. Ohne die “Krücke” der regelmäßigen Kontrolle oder Anleitung durch Rezepte oder Bücher geben die meisten nach einem gewissen Zeitraum auf, weil sie keine Lust haben, dauerhaften Verzicht auszuüben. Dieser ist aber bei einer vernünftigen Ernährungsumstellung nicht nötig. Sehr hilfreich scheint mir in diesem Zusammenhang die “Schlank im Schlaf-Diät” nach Dr. Pape zu sein, wo eine ausgezeichnete Erläuterung der Stoffwechselvorgänge beschrieben wird und wo auch entsprechende Rezepte vorhanden sind. Das Wichtigste aber bleibt: eine Gewichtsteuerung durch Ernährungsumstellung muß das ganze restliche Leben eingehalten werden, ansonsten gibt es den bekannten Jo-Jo-Effekt.

#17 |
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Gast
Gast

Hallo, vielleicht versteht endlich mal jemand, dass der “innere Schweinehund” ebenso durch Essen bedingt und verursacht wird wie auch das Übergewicht. Dieser Zustand muss doch endlich mal als viel größeres Problem angesehen werden, als Adipositas selbst, die ist nähmlich die Folge. Erschöpfungszustände die durch Allergien, Unverträglichkeiten und Intoxikationen vom Essen direkt kommend, lassen Menschen unnatürlich müde, träge und unbeweglich werden. Werden diese entdeckt und behandelt bewegen sich auch (noch) dicke Menschen gerne und der Metabolismus kommt ungestört auf hochtouren. Nur so funktioniert es auf dauer….

#16 |
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Viele haben recht, natürlich auch Herr Schwickert, m.E. gilt erstens fdH, zweitens bitte kontinuierlich. Dann schmeckts wie gewohnt, folglich gibt es die besten Chancen, dass man auch dabei bleibt.

#15 |
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Dr.med Tarek Othman
Dr.med Tarek Othman

Übrigens schöne Kommentare von Herrn Schwickert

#14 |
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Dr.med Tarek Othman
Dr.med Tarek Othman

Die DGE kann ich nicht wirklich als kompetenten Ansorechpartner sehen . Hat sie doch jahrelang die Low fat these gegen alle widerstände propagiert ( wie leider auch meine Gesellschaft die DDG) wobei es doch gerade bei den Diabetikern offensichtlich ist : Kohlenhydrate sind das Übel und nicht die Fette . Dennoch zielen fast alle Schulungsprogramme nachwievor auf die Fette ab . Kann mich nur anschliessen : falsche Lobbyisten

#13 |
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Gast
Gast

Tatsächlich fällt eine Einschränkung der Kohlenhydrate meinen (überwiegend männlichen) Patienten langfristig leichter als die Reduktion von Fett. Selbst die Patienten, die sonst kaum etwas an ihrer Ernährung ändern (leider!), erzielen damit vergleichsweise leicht Erfolge. Das gilt selbst dann, wenn sie anfangs der Meinung sind, dass ihnen der Verzicht auf Kohlenhydrate sehr schwer fallen wird. Low- Carb punktet meiner Meinung nach auch, weil diese Ernährungsumstellung einfach zu verstehen ist.

#12 |
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Apotheker Ulf Schwickert
Apotheker Ulf Schwickert

Eine wichtige Frage einer Diät oder besser gesagt zu einer Nahrungsumstellung betrifft die Qualität der Gewichtsabnahme. Sicher kann man durch vegetarische oder vegane Ernährung relativ mehr Gewicht verlieren, dieser höhere Verlust resultiert aber aus Abbau von wichtiger Skelettmuskulatur die aus einer eingeschränkten Proteinzufuhr resultiert. Daher ist die Qualität der abgebauten Körpersubstanz entscheidend, gerade bei vorerkrankten Patienten. Als Richtwert dient, dass der menschliche Körper bei kalorienreduzierter Ernährung und optimaler Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen bis zu 1,5 Kilogramm Fett pro Woche abbauen kann. Oft ist das optische Erscheinungsbild dabei ein besseres Kriterium als die Waage, vor allem weil es durch Wasserausscheidung beispielsweise bei salzreduzierter Ernährung schnell zu 2 Kilo Gewichtsverlust kommen kann. Zur Unterstützung und zur optimalen Fettverbrennung gehören sportliche Belastung durch Intervalltraining und entsprechende Esspausen von mind. 5 Stunden zwischen den Mahlzeiten, in denen nur Wasser getrunken werden sollte. Wichtig ist eine grundsätzliche Umstellung zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, für die es oft notwendig ist sich etwas genauer mit dem Thema Nahrungsmittel und ihren Nährwerten zu beschäftigen. Das Gefühl für unsere Nahrungsmittel spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ein wichtiger Aspekt dabei ist neben der Ästhetik die Gesundheit des Körpers, denn sehr viele der heutigen Erkrankungen lassen sich auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurück führen. Also auf zu einer gesunden Ernährung.

#11 |
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Apotheker Ulf Schwickert
Apotheker Ulf Schwickert

Vielleicht nochmal kurz zur Erläuterung, unter optimalen Bedingungen kann der menschliche Körper 1,5 Kilogramm Fett in 7 Tage abbauen. Das entspricht 10.500 kcal. Dieser Abbau resultiert aus der Aktivierung des sog. Speicherfetts. Um die Fettverbrennung anzuregen reicht schon ein leichtes Kaloriendefizite von 200 – 300 kcal vom Tagesbedarfs eines erwachsenen Menschen. Entscheidend dafür ist aber die Qualität der Ernährung und somit der zur Verfügung stehenden Nährstoffe. Als Richtwert und Faustregel, der Körper kann morgens Kohlenhydrate (KH) am besten verwerten und verliert diese Fähigkeit aufgrund des Biorhythmus zum Abend. Daher sollte die Abendmahlzeit frei von KH sein, dafür reich an fettarmen Proteinen (Fisch, Hühnchenfleisch et.) mit reichlich Gemüse und Salat. Aktiviert wird die Fettverbrennung durch kurzes Intervaltraining 3 mal pro Woche 15 – 30 Min. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass gerade durch dieses Intervalltrainung, auch HIIT genannt, die Fettverbrennung auch nach der sportlichen Belastung angeregt bleibt. Die Definition für Intervalltraining ist die Trainingsmethodik im Sport die durch abwechselnde Belastungs- und Erholungsphasen gekennzeichnet ist.

#10 |
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Apotheker Ulf Schwickert
Apotheker Ulf Schwickert

Zu meinem Artikel bitte noch zu ergänzen das 1,5 Kilogramm Fett pro Woche gemeint ist.

#9 |
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Apotheker Ulf Schwickert
Apotheker Ulf Schwickert

Eine wichtige Frage einer Diät oder besser gesagt zu einer Nahrungsumstellung betrifft die Qualität der Gewichtsabnahme. Sicher kann man durch vegetarische oder vegane Ernährung relativ mehr Gewicht verlieren, dieser höhere Verlust resultiert aber aus Abbau von wichtiger Skelettmuskulatur die aus einer eingeschränkten Proteinzufuhr resultiert. Daher ist die Qualität der abgebauten Körpersubstanz entscheidend, gerade bei vorerkrankten Patienten. Als Richtwert dient, dass der menschliche Körper bei kalorienreduzierter Ernährung und optimaler Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen bis zu 1,5 Kilogramm Fett abbauen kann. Oft ist das optische Erscheinungsbild dabei ein besseres Kriterium als die Waage, vor allem weil es durch Wasserausscheidung beispielsweise bei salzreduzierter Ernährung schnell zu 2 Kilo Gewichtsverlust kommen kann. Zur Unterstützung und zur optimalen Fettverbrennung gehören sportliche Belastung durch Intervalltraining und entsprechende Esspausen von mind. 5 Stunden zwischen den Mahlzeiten, in denen nur Wasser getrunken werden sollte. Wichtig ist eine grundsätzliche Umstellung zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, für die es oft notwendig ist sich etwas genauer mit dem Thema Nahrungsmittel und ihren Nährwerten zu beschäftigen. Das Gefühl für unsere Nahrungsmittel spielt dabei eine entscheidende Rolle. Ein wichtiger Aspekt dabei ist neben der Ästhetik die Gesundheit des Körpers, denn sehr viele der heutigen Erkrankungen lassen sich auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurück führen. Also auf zu einer gesunden Ernährung.

#8 |
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Karl Josef Bichmann
Karl Josef Bichmann

Nachtrag: Währen der Arthrose war maximal 20 Minuten gehen möglich, dann schmerzbedingt Pause, jetzt laufe ich mehrere Stunden am Stück ohne Beschwerden.
K.J. Bichmann

#7 |
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Karl Josef Bichmann
Karl Josef Bichmann

Vor mehr als 10 Jahren bin ich auf tiereiweißfreie Vollwertkost (nach Dr. Max Otto Brucher) umgestiegen und habe innerhalb von 6 Wochen 15 Kilo verloren.
Dabei bin ich täglich Rad gefahren. Mein Gewicht von damals halte ich immer noch, ohne mich weiter einzuschränken und obwohl ich inzwischen wegen Wirbelsäulenbeschwerden kein Rad mehr fahre; jetzt gehe ich viel spazieren.
Hübscher Nebeneffekt: Meine Arthroseschmerzen (ich musste täglich Diclac schlucken) sind völlig verschwunden. Ich kann besser riechen und schmecken als früher und mein Essen mehr genießen.
K.J. Bichmann – Biologe

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Christian Rieke
Christian Rieke

“Low-Carb-Diäten enthielten maximal 40 Gramm Kohlenhydrate pro Tag. Beim Low-Fat-Programm sollte maximal 30 Prozent der Energie aus Fetten bestehen.”

Barazzo et al. haben offenbar Äpfel mit Birnen vergleichen: Ein Diätregime mit absoluten Obergrenzen (Low-Carb) und eines mit relativen Grenzen (Low-fat). Dass bei gleicher Compliance Low-Carb besser abschneidet, ist fast zwangsläufig.

#5 |
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Nichtmedizinische Berufe

Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass es über die Jahre hinweg nur das Rezept gibt, die zugeführte Energie durch höheren Verbrauch zu eliminieren um eine Reduktion zu erreichen, sprich Bewegung.
Solange solche unverhältnismäßigen Rechnungen wie ein BMI existieren, werden die Menschen die sich nicht genauer mit der Ernährung dem Stoffwechsel ihrem Körper und die Reaktionen beschäftigen, immer wieder verunsichert sein.
BMI unterscheidet nicht nach Muskelanteil je / KG somit, bin ich mit 183cm 83 „ übergewichtig“ BMI 25.
Jedoch, liegt mein Körperfettanteil bei 15 %
Bewusst kochen. Ab und an mal sündigen, wenig oder kein Alkohol, und viel Bewegung.
Es wird in der Gesellschaft keine Signifikate Veränderung mehr stattfinden.
Eine Elementare Frage ist doch, wie ist das System Mensch ausgelegt, der Code ist mittlerweile
ca. 1,5 Mio. Jahre alt. Grundlegend ist dieser Körper immer noch so konditioniert nur Proteine
und Fette, ggf ein paar Beeren zu Verstoffwechseln .

#4 |
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Gast
Gast

Was soll der G-BA auch anderes sagen?
Ärztevertreter wollen das Geld der Betroffenen in der eigenen Lobby entweder selbst kassieren, Krankenkasse wollen es nicht erstatten.

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Klaus Martin Bergemann
Klaus Martin Bergemann

> Bewegung, Ernährungsumstellungen und Verhaltensänderungen.
Nein…! Wirklich…? Danke DGE! Ich bin begeistert.

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Der “Diätenwahn” beginnt im Frühjahr ja wieder. Aber wie im Artikel bereits festgestellt, die Einstellung zu diesem Thema ist entscheidend.
Andrerseits schlagen auch genetische Dispositionen zu Buche. Wer diese besitzt hat es in dieser Hinsicht besonders schwer.

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