Homöopathie-Kritik: Excrementum caninum C30

9. Februar 2016
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Hundekot oder Pferdeurin hoch potenziert – daran störten sich Apotheker und Ärzte bei einer Tagung in Freiburg. Gemeinsam haben sie das „Netzwerk Homöopathie“ ins Leben gerufen, um Verbraucher über Auswüchse zu informieren.

Pharmazeuten, Mediziner, Biologen, Journalisten und weitere Akteure machen mobil. Ihr erklärtes Ziel ist, „die therapeutische Unwirksamkeit homöopathischer Präparate ins allgemeine Bewusstsein zu bringen“, Aktionen zu entwickeln und Informationen für die Öffentlichkeit bereitzustellen.

Skeptiker unter sich

Initiiert wurde das Gründungstreffen zum „Netzwerk Homöopathie“ von Dr. Norbert Aust, der bereits mehrere kritische Werke verfasst hat. Dr. Natalie Grams, eine ehemalige Homöopathin, beteiligte sich ebenfalls. Unter den mehr als 30 Teilnehmern war auch der Verfasser der „Marburger Erklärung zur Homöopathie“, Professor Dr. Rudolf Happle. Bereits 1992 kritisierte er Bestrebungen des Institutes für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen, Homöopathie in den Gegenstandskatalog für Medizinstudenten aufzunehmen. Das Fundament der Lehre bestehe aus „Irrtümern und Täuschungen“, schreibt Happle. Unterstützung für das Netzwerk kommt vom Apotheker Dr. Edmund Berndt als Vertreter der österreichischen Initiative für wissenschaftliche Medizin, von Aktiven der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) und von Verbraucherschützern.

Wirkungslos und widersprüchlich

Kritiker planen jetzt, im Internet Argumente gegen homöopathische Medikamente zu sammeln. Sie suchen gezielt nach Fällen, bei denen entsprechende Therapien nachweislich geschadet haben – quasi als Kontrapunkt zu vermeintlichen Erfolgsmeldungen. Viele Widersprüche der dogmatischen Heilslehre sollen aufgelöst werden. Die Initiatoren versuchen deshalb, wissenschaftliche Fachverbände mit in das Boot zu holen, um etwa Aussagen über die Studienlage, über Wirkmechanismen oder Erklärungsmodelle richtigzustellen.

Botschaften nach Berlin

In diesem Zusammenhang fordern die Initiatoren, künftig von „Pseudomedizin“ statt von „Alternativmedizin“ zu sprechen. Sie sprechen vom langfristigen Ziel, Politiker zu bewegen, die rechtliche Sonderstellung homöopathischer Präparate zu beenden. Dazu gehören zeitgemäße Zulassungsverfahren, aber auch die Abschaffung der Apothekenpflicht. Inhaltsstoffe homöopathischer Produkte sollten verpflichtend auf Deutsch angegeben werden. „Excrementum caninum und Urinum equinum sagen ja niemandem etwas – das ist bei Hundescheiße und Pferdepisse schon anders“, erklärte Aust in Freiburg.

244 Wertungen (3.53 ø)

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225 Kommentare:

Leonhard Fricker
Leonhard Fricker

Wenn doch die homöopathischen Mittel weder einen Wirkstoff enthalten sollen,
noch eine Effizienz nach Verabreichung eines solchen Mittels nachweisbar ist,
warum eine solche Aufregung über nichts?

#224 |
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Sceptic-Hunter
Sceptic-Hunter
#223 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

“Sceptic-Hunter” ist ja ein putziger Name.
Ausrufezeichen sind übrigens keine Rudeltiere und ihre inflationäre Nutzung ersetzt keine sachlichen Inhalte.

#222 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Ja, im Geldbeutel sicherlich…

#221 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

In Studien, die zum Nachweis der Wirksamkeit von Homöopathie geführt wurden ging es nicht darum, wie sie wirkt, sondern OB sie überhaupt wirkt. Ergebnis JEDER methodisch sauber durchgeführten Untersuchung ist, dass sie nicht wirkt. An dem Punkt kann man sich das ganze Geschwafel von Feinstofflichkeit, dunkler Materie und was weiß ich was völlig sparen. Es ist nämlich egal, auf welchem Weg da keine Wirkung stattfindet, was zählt ist, dass da keine Wirkung stattfindet.

Und Angst? Sie haben sehr kindliche Vorstellungen. In der Tat ist es eher so, dass man sich über überraschende Ergebnisse freut, weil diese Tore zu neuen Gebieten aufstoßen. Nur müssen diese eben auch da sein.

#220 |
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Sceptic-Hunter
Sceptic-Hunter

Doch für die Wissenschaftler, zumindestens die dogmatischen, gibt es Gründe Angst zu haben weil wenn Homöopathie funktioniert dann beweißt das, das es eben doch eine wie auch immer geartete feinstoffliche Wechselwirkung gibt.

Und jetzt kommt mir nicht mit: “Feinstofflichkeit gibt es net, ist nicht bewiesen bzw. kann keiner Nachweisen!”

Denn dann erinnere ich mal dran das man Dunkle Materie auch nicht nachweisen kann sondern nur die vermeintlichen Auswirkungen der Dunklen Materie beobachten kann und trotzdem gilt Dunkle Materie als bewiesen bzw. man behauptet einfach so das es sie gibt.

Das ist bei Homöopathie nicht viel anders da man auch nur die Wirkung beobachten kann aber nicht nachweisen kann wie es funktioniert…aber da ist es dann “Eso-Schwachsinn”.
Und wenn das”Eso-Schwachsinn” ist dann ist Dunkle Materie für mich auch “Eso-Schwachsinn” weils keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt.

#219 |
  17
Norepinephrin
Norepinephrin

Mich stört die Behauptung man sei aus Angst gegen die Homöopathie und daher müsse da ja was dran sein. Das ist doch völlig hirnrissig. Ist es so schwer zu verstehen, dass die Leute, die dagegen sind einfach aus sachlichen Gründen dagegen sind?
Es gibt überhaupt keinen Grund da vor irgendwas Angst zu haben.

#218 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Ökotrophologin ist scheinbar die erste Heilpraktikerin, die ich erlebe, die ich überhaupt ernst nehmen kann und nicht so sehr von der eigenen Selbstherrlichkeit geblendet, dass sie die Wirklichkeit überstrahlt.

Zu der Intensivschwester, die auch Heilpraktikerin ist möchte ich sagen, dass sie vermutlich aus dem Grund viel Neues dort gelernt hat, weil Bullshitmethoden üblicherweise nicht im Bereich Intensiv zur Anwendung kommen.
Um diese zu erlernen muss man nach Hogwarts oder andere Heilpraktikerbrut – äh bildungsstätten gehen.

#217 |
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Bettina
Bettina

Nein, Sceptic-Hunter, hatten Sie noch nie! Danke für diesen enorm wichtigen und aufklärenden Beitrag!

#216 |
  0

Das sind ja eine Menge, Menge Beiträge. Ich habe nicht alle gelesen, bin aber beeindruckt von Beitrag #197. Ganz grundsätzlich und kurz gesagt, denke ich, ist gerührte oder geschüttelte Hundescheiße oder Pferdepisse sicher der Gipfel der Menschenverachtung. Davon hatte ich noch nicht mal geträumt. Ich habe zwar kein Pferd, aber wenn man aus den Häufchen meines Hundes durch Quirlen Kohle machen kann… wow! Dann muss ich mich beruflich verändern. Und die Stadtverwaltung wird sich freuen, wenn das “braune Gold” künftig akribisch und in unternehmerischem Wettkampf eingesammelt wird… wen stören da noch die dunklen Ringe unter den Fingernägeln? Die sind doch richtig was wert… “nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke…”

#215 |
  4
Norbert Aust
Norbert Aust

Herr Stute

> wenn einer der renomiertesten Physiker Dtl.s u. Europas sagt , dass die HM
funktioniert ,darf man keine Zeit verlieren mit Renitenz u. ewiger Gestrigkeit..

Ich würde gerne wissen, wen Sie meinen.

> Herr Aust, JA ich habe mich schon abgesichert

Wogegen?

#214 |
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Gast123
Gast123

Ich mag es wenn Mythen widerlegt werden ;-)

Spart Homöopathie Kosten?

Nein:

http://blog.gwup.net/2016/02/10/spart-homoopathie-kosten/

#213 |
  4
Gast123
Gast123

#213 ist nicht von Dr. Andreas Breß ich hatte die URL gekürzt, im gleichen Browser sogar noch mal nach dem Artikel gegoogelt, aber das muss noch ein Cookie gesetzt worden sein oder so. Ich bitte um Entschuldigung. Dieser Kommentar erfolgt jetzt in einem anderen Browser. Herr Bress ich hoffe Kommentar 213 ist dennoch in ihrem Sinne, ansonsten müssten Sie bitte die Redaktion bitten ihn zu löschen.danke. Wieder was gelernt (medienkompeten) ;-)

#212 |
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Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

Es gibt drei Bücher, die jeder Kritiker und Anhänger der Homöopathie gelesen haben sollte. Sachlich, fair, kritisch und fundiert.

Homöopathie neu gedacht – Was Patienten wirklich hilft
Autoren: Grams, Natalie http://www.homoeopathie-neu-gedacht.de/we_grams/

Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen
Von Christian Weymayr, Nicole Heißmann
http://www.christian-weymayr.de/homoeopathie.html/

und

Hrsg.: Norbert Schmacke
Der Glaube an die Globuli – Die Verheißungen der Homöopathie
http://www.suhrkamp.de/buecher/der_glaube_an_die_globuli-_46639.html

#211 |
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Gast
Gast

#208 Herr Stute,

1) Wenn ein einzelner Physiker sagt, dass die Homöopathie funktioniert, dann belegt das gar nichts. Auch Physiker können irren.

2) Ein Eminenz-Argument ersetzt kein Sachargument.

3) Es fällt auf, dass Sie zur Sicherheit keinen Namen nennen und keinen Link einstellen

4) Wichtig ist nicht die Meinung des Einzelnen, sondern die Datenlage.
Und die sagt leider:
Die Physik sagt im Einklang mit den Erkenntnissen der anderen Naturwissenschaften: Stoffe können in Abwesenheit nicht gezielt wirken.
Beim Verdünnen und Entfernen geht etwas verloren – Schütteln ändert daran nichts.

5) Entsprechend äußern sich andere Physiker sehr wohl in diese Richtung:

Fangen wir bei Harald Lesch an. Der ist ja recht bekannt. Der hat mal zur Homöopathie in einem Vortrag recht humorvoll gesagt:
“Entweder hat diese Flasche (auf das Globulifläschchen deutend) recht, oder diese (auf sich deutend)…
(Link auf den Vortrag kann ich liefern)

Auch andere Naturwissenschaftler treffen übereinstimmend diese Aussage, z.B.

http://www.publications.parliament.uk/pa/cm200910/cmselect/cmsctech/45/4504.htm#a14

“Professor David Colquhoun, Professor of Pharmacology at UCL, put it: “If homeopathy worked the whole of chemistry and physics would have to be overturned”.”

……

Oder hier, ein Text aus der “Naturwissenschaftlichen Rundschau”

http://www.naturwissenschaftliche-rundschau.de/navigation/dokumente/Stichwort0806.pdf

“Wissenschaftlich gesehen vertritt die Homöopathie unhaltbare Ideen, …”

Auch Anton Zeilinger hat sich entsprechend geäußert, nachdem Homöopathen behauptet hatten, seine Experimente würden sie bestätigen.

Also: Ja, es ist möglich, dass sich irgendwo in Deutschland auch einzelne Physiker finden, die Globuli nie hinterfragt haben.
Es fallen ja auch einige Ärzte darauf herein – was soll das also belegen?

#210 |
  3
dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

eine Neue Medizin steht nicht nur vor der Tür u. wird noch über die HM hinaus unser Verständnis strapazieren

#209 |
  10
dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

wenn einer der renomiertesten Physiker Dtl.s u. Europas sagt , dass die HM
funktioniert ,darf man keine Zeit verlieren mit Renitenz u. ewiger Gestrigkeit..

hallo, wir leben im Informationszeitalter, Herr Aust, JA ich habe mich schon abgesichert

#208 |
  14
Gast
Gast

Ich meinte in #207 natürlich “…weil Sie keine Sachargumente keine Sachargumente liefern können.”

#207 |
  0
Gast
Gast

@Sceptic-Hunter:
Was genau wollen Sie uns jetzt mit Ihren Links eigentlich genau mitteilen?
Versuchen Sie, die Homöopathiekritiker mit billigen Tricks zu diffamieren, weil sie keine Sachargumente liefern können?

#206 |
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Leser
Leser

Liebe Redaktion, unternehmen sie bitte etwas gegen diesen Linkspam.

Danke

#205 |
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Sceptic-Hunter
Sceptic-Hunter

Hallo!

Möchten Sie mehr über die Skeptiker Bewegung wissen und deren Motive? Dann können Sie sich hier informieren:

http://www.skeptizismus.de/

http://www.skeptizismus.de/rhetorik.html

#204 |
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@Hebamme: Sie verwenden seit 10 Jahren Placebos im Kreißsaal, weil sich die meisten wirksamen Medikamente mit Rücksicht auf die Gesundheit des Föten verbieten.
Wo sehen sie einen “Shitstorm”???
Niemand hier bestreitet, dass Homöopathika Placebos sind.

#203 |
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Hebamme
Hebamme

Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Wir verwenden schon seit über 10 Jahren im Kreißsaal und auf der Wochenstation erfolgreich Homöopathie und zwar nicht nur wir Hebammen, sondern ebenso unsere Ärzte. Viele Schwangere fragen mittlerweile gezielt nach Alternativen Methoden wie Homöopathie, Akkupunktur ect. Und plötzlich läuft hier so ein Shitstorm gegen die Homöopathie? Ein Schelm, der böses dabei denkt.

#202 |
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Gast
Gast

Zum Artikel des DVZhÄ werden wir auch noch mehr sagen. Es ist halt wieder notwendig.

Grüße,
Susanne Aust

#201 |
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Gast
Gast

@Gast #183 Zum Artikel des DZVhÄ sagen wir wiederum:

Mein Mann und ich, wir freuen uns sehr, dass Sie vom DZVhÄ uns offfenbar so ernst nehmen, dass Sie sich nicht trauen, zutreffend über uns zu berichten. Man kommt unwillkürlich zu der Frage, warum die Homöopathen unisono in dem Ansinnen, die Patienten über die Hintergründe der Homöopathie zutreffend informieren zu wollen, einen Angriff sehen und entsprechend überzogen reagieren. Können Sie uns das erklären?

#200 |
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Apotheker

Ich kam leider noch nicht dazu, alle Beiträge zu lesen, aber bevor hier zugemacht wird:

Als recht frisch examinierter Pharmaziestudent wundere ich mich immer über die Unterstellung, die Pharmaindustrie (also der allopathische Teil), würde Geld springen lassen. Bitte, kommen Sie mal an der Uni Mainz vorbei und schauen sich das Institut für Pharmazie an; oder in Leipzig… halt, das gibt es fast schon gar nicht mehr, der Studiengang wird abgeschafft. Ist recht aufwendig und teuer zu unterhalten… und irgendwie versäumt es die Pharmaindustrie sozusagen an der Quelle anzusetzen. Ich musste mir das Studium auch ohne Zuwendungen der Industrie finanzieren.

Unwirksame Medikamente werden zugelassen: Das mag schon mal passieren. Viele, viele, viele Stoffe, die mal als Kandidaten für Medikamente in Frage kamen, werden allerdings schon früh in der Entwicklung rausgeworfen, weil sie dann doch nicht wirksam sind, zu giftig, seltsame Nebenwirkungen haben könnten etc.;
Und selbst die, die dann zugelassen werden, müssen noch einen Zusatznutzen unter Beweis stellen, damit sie von den GKV erstattet werden. Da fallen (zumindest in D) schon mal einige raus – nicht, weil sie nicht wirken, sondern weil sie nicht BESSER wirken als schon etablierte Medikamente – das sollte man von Nichtwirksamkeit unterscheiden.

#199 |
  0
Gast
Gast

Da müssen sich ja die Schulmediziner ganz schön bedroht fühlen, wenn sie so gegen die Heilpraktiker so schießen. Irgendwie gehts ja hier um Homöopathie, aber geschossen wird gleich generell gegen die Heilpraktiker im Allgemeinen und die Alternativmedizin im Besonderen. Zum Glück gibt es dann aber auch noch Ärzte die sich zum Wohle ihrere Patienten – beider Methoden bedienen. Wollen wir nicht gleich noch eine Diskussion Imfbefürworter gegen Impfgegner, Veganer vs. Fleischesser, “Jedes Kind kann Schlafen lernen” Anwender gegen die “Jedes Kind kann schlafen lernen” Verpöhner starten. Das läuft mit ähnlichen Dialogen. Anbringen von Studien und Gegenstudien und gewürzt mit Beleidigungen und haltlosen Drohungen just genau so ab.

#198 |
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Ökotrophologin
Ökotrophologin

@ Krankenschwester und HPA:
Ich habe meine Ausbildung bei Paracelsus angefangen und die HP-Prüfung in Frankfurt gemacht. Und es fehlt der Heilpraktiker-Ausbildung an fundamentalen Grundlagen: Biochemie, Physik, etc., um genaue Kenntnisse über Pathobiochemie und Pathophysiologie haben zu können. Die Anatomie-Kenntnisse eines Arztes sind durch die Präp-Kurse auch weitaus detaillierter und die Prüfungen heftig. Viele HPs haben die Anatomie nur aus Büchern gelernt und in der kurzen Zeit der HP-Prüfung kann auch niemals so detailliert abgefragt werden.
Ich sage aber nicht, dass ich HPs unnütz finde. Arbeite ja selbst als HP. Nur muss man ganz klar seine Grenzen kennen und sollte sich des enormen Wissens der Ärzte bewusst sein. Mit der Ausbildung als HP kann man überhaupt nicht therapieren. Dazu fehlen immer noch Zusatzausbildungen. Ich bin gern für meine Patienten da, um ihnen auch Therapien von Ärzten zu erklären, ihnen Ängste zu nehmen oder die Zeit zum Arzttermin zu überbrücken. Hier in der frankfurter Gegend wartet man schon mal 4 Wochen auf einen Termin. Ich schicke meine Patienten häufig zum Arzt, weil man als HP nicht die Möglichkeiten hat, Diagnosen zu stellen. Gerne unterstütze ich die ärztliche Therapie durch Naturheilkunde.
Prinzipiell bin ich für eine geregelte Ausbildung mit Prüfung mindestens auf Bachelor-Niveau.

#197 |
  3
Leser
Leser

Es gibt keine “Schulmedizin”.

Es gibt Dinge, die wirken, die nennen wir Medizin. Und dann gibt es noch Alternativ-zur-Medizin, sprich Quacksalberei.

#196 |
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Leser
Leser

Es gibt keine gesetzlich geforderte Ausbildung für Heulpraktiker.
Jeder Depp kann sich Homöopath auf’s Klingelschild schreiben.

Mal abgesehen davon, dass eine “Ausbildung” oder gar ein “Studium” der Homöopathie ähnlich fundiert ausfallen dürften, wie eine Vorlesung über Röntgendiagnostik, gehalten von meiner Katze.

Die Katze hat allerdings trotzdem nachgewiesenermaßen positive Effekte.

#195 |
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Diana C.
Diana C.

Ja … und im Mittelalter hätte man uns wohl als Hexen oder Ketzer verbrannt. Nach dem Motto: “Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Was kann ich aus dem Artikel rauslesen? Die Angst der Schulmediziner vor dem was sie nicht verstehen können und wollen und die Angst davor, dass sie nicht mehr die Halbgötter in Weiß sind. Warum kommen meine Patienten zu mir (ich bin Heilpraktikerin aber keine homöopathische)? Weil ich mir Zeit nehme, auf sie eingehe ihnen zuhöre und sie nicht als Summe ihrere Symptome, sondern als Menschen sehe. Ich mache Ärzten keine Konkurrenz, sondern ich sehe mich als Ergänzung zur Schulmedizin. Würde sicherlich mehr Ärzte so sehen, wenn sie mal über den Tellerrand schauen würden. Leider ist Sozialkompetenz kein Fach im Medizinstudium und leider sind Ärzte heutzutage keine Heiler mehr, sondern vielerorts Wirtschaftsfaktor.

#194 |
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Krankenschwester und HPA
Krankenschwester und HPA

Die Pharmalobbyisten mal wieder. “Homöopathie Netzwerk” um Verbraucher über Auswüchse zu informieren. Nee is klar. Das hat schon was von Bildzeitungniveau. Was ich auch richtig witzig finde, wenn irgendwelche Menschen ohne medizinische Bildung oder ohne eine Ausbildung zum Heilpraktiker je gemacht zu haben, sich anmaßen, die Inhalte der Ausbildung und Prüfung zu kennen. Ich weiß auch nicht, wo die Ökotropholohin angeblich eine Ausbildung und Prüfung gemacht haben will, aber oberflächlich ist da ganz sicher nicht. Ich bin examinierte Krankenschwester mit Fachweiterbildung Intensiv und selbst mir sind viele Dinge komplett neu. Ich hab zur Einschätzung meines Wissenstandes die letzte schriftliche Prüfung gemacht und hatte 50% (zum bestehen muss man 75% bringen), bei der mündlichen Prüfung konnte ich von 10 Fragen ganze zwei beantworten und das mit hängen und würgen. Mein Mann (ebenfalls Kraneknpfleger) hatte ähnliche Ergebnisse. Und nur damit die Unwissenden nicht ganz so unwissend sterben: Nicht jeder Heilpraktiker ist Homöopath. Dafür braucht es dann eine extra Ausbildung auch Spezialisierung genannt.

#193 |
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Heilpraktiker

Wie schon einmal gesagt: Die Deutschen gaben 2013 beinahe eine halbe Milliarde Euro für Homöopathika aus. 20 Prozent der Präparate verordneten Ärzte oder Heilpraktiker, 80 Prozent kauften die Kunden direkt in der Apotheke. Vielleicht gehen max. 10 % auf die Verordnungen von Heilpraktikern zurück. Ich schätze, es ist aber wesentlich weniger; das was von den Heilpraktikern in dieser Hinsicht kommt, wird häufig komplett überschätzt. Wahrscheinlich verordnen Ärzte weit über 10%. 80 % der halben Milliarde Euro kommen aus der Beratung in der Apotheke.

#192 |
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aufmerksamer Leser
aufmerksamer Leser

ich fasse mal die Argumente der Homöopathiker zusammen:
Obiger Artikel, Dr. Aust, seine Mitstreiter: alle doof
Skeptiker, GWUP, Psiram, Marburger Erklärung:alle doof
Universitäten, Professoren, Ärzte, Medizinstudium, Abitur: alles doof
Medizin, besonders die evidenzbasierte, Nobelpreiskomitee: alles doof
Leitlinien, Fachgesellschaften, australische Gesundheitsbehörde: Alle doof
Arznei-telegramm, Farmerindustrie, Cochrane-Institut: alle doof
Alle Länder außer Deutschland: doof, weils dort keine Heilpraktikanten gibt
Placeboeffekte, kontrollierte Studien (RCT), Metaanalysen: alle doof
Naturgesetze, Physik, Chemie, Biologie: alles doof
logisches Denken, sauberes Argumentieren: alles doof
Karl Popper, Edzard Ernst, Dunning und Kruger, Selbstkritik: doof
Fehlt noch was?

#191 |
  7
Norbert Aust
Norbert Aust

@ Gast 187

Ich nehme einmal an, dass ich gemeint bin, obwohl mein Beitrag die Nummer 180 trägt.

Die Frage ist, was hat den Gesetzgeber dazu veranlasst, Belladonna bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig zu machen. Sie unterstellen, dass der Grund die Wirksamkeit als homöopathisches Mittel sei.

Soweit ich das weiß, sind alle Homöopathika, bei denen Giftstoffe die Ursubstanz sind, bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig sind. Hier handelt es sich alo um eine pauschale Regelung und nicht um eine, die aufgrund einer Bewertung des Belladonna-Präparats getroffen wurde.

Welche Überlegungen könnten dahinterliegen?

Pauschale Regelungen orientieren sich immer am ungünstigsten Fall, hier wäre das das schlimmste in der Homöopathie eingesetzte Gift, wobei hier belanglos ist, welcher Stoff das nun ist. Ob Belladonna eine vergleichbare Wirksamkeit entfaltet wie dieser Stoff X darf bezweifelt werden. Ich tippe auf Dioxinum oder Botulinum als Stoff X, aber das tut nichts zur Sache.

Der Gesetzgeber will mit solchen Regelungen die Patienten vor Schaden schützen, also vor der möglichen Giftwirkung dieser Präparate. Das ist aber mit Sicherheit nicht die Wirkung, die die Homöopathie dem Belladonna unterstellt, sondern eine allgemeine Giftwirkung. Ist diese in mindestens einer der vielen widersprüchlichen Materiae medicae aufgeführt? Gut, Sie können dann sagen, für dieses eine der vielen tausend Symptome unterstellt der Gesetzgeber eine Wirksamkeit. Ich will ja nicht so sein.

Worin besteht die Gefahr, die der Gesetzgeber sah? In der regelkonformen Anwendung (15 Globuli pro Tag) oder in einer missbäuchlichen Überdosierung? Oder gar in einer missbräuchlichen Weiterverarbeitung, z.B. zur Isolation des Giftstoffes? Hat er überhaupt an die heutige Praxis gedacht, dass nur 1 % der Urtinktur aus Belladonna besteht und dies in 1:100 auf Zuckerkügelchen aufgebracht wird? Oder hat er daran gedacht, dass sich keine Gefahr ergeben dürfte, wenn ein Hersteller nicht nach HAB arbeitet und unverdünntes Atropin nutzt? Oder mehr Lösung auf die Globuli aufbringt?

Jedenfalls halte ich es für eine nicht gerechtfertigte Schlussfolgerung, aus der Verschreibungspflicht für Belladonna D3 darauf zu schließen, dass dieses Mittel in dieser Potenz bei regelkonformer Einnahme die Wirkungen zeitigt, die ihm von den Homöopathen zugeschrieben werden.

#190 |
  4
Gast
Gast

Was Herr Prof. Reichhardt im nachfolgenden schreibt, sowie die Beiträge darunter sprechen mir aus der Seele.
Daran sollten sich hier einige Leute eine Scheibe abschneiden.

http://news.doccheck.com/de/119027/arzt-arzt-kommunikation-ich-chef-du-nix/

#189 |
  1
Gast
Gast

Gott sprach ” es werde Homöpathie ” und es wurde ( Schöpfungsgesetz ). Das bringt natürlich alle Atheisten und teilw. Agnostiker mächtig auf die Palme, wie hier – wenn thematisiert – zu erleben ist. Doch, auch diese kommen sowohl – hoffentlich alle und wenn auch widerwillig ( :-) – ebenfalls ins Paradies als Glaube als solcher in der Tat helfen kann. Amen

#188 |
  5
Gast
Gast

@ 186: Stimmt, sie lernen ein Vielfaches.
Hauptsächlich, und da sind sie den Pharmazeuten ebenbürtig, Dinge die kein Mensch je wieder braucht.
Lernen und vergessen.

#187 |
  6
Gast
Gast

@ 180: Dann erkären Sie bitte, warum genannte Präparate bis D3 verschreibungspflichtig sind!
Bestimmt ein Fehler der Behörde….

#186 |
  4
Ökotrophologin
Ökotrophologin

Mal kurz, weil vorhin wieder der Streit entfachte, ob nun Heilpraktiker das Wissen eines Arztes hätten. Ganz klar nein! Außer es ist ein studierter Arzt, der dann doch kein Arzt sein wollte. Ich bin nur Ökotrophologin und hatte teilweise Kurse mit Medizinstudenten. Auch häufig höre ich, die Heilpraktiker-Prüfung wäre so schwer wie das Physikum stimmt definitiv nicht. Weshalb sollten denn Ärzte sonst ewig studieren, kaum Freizeit haben und Heilpraktiker schaffen ihre Ausbildung neben ihrem Vollzeit-Job in, zum Teil 2 Jahren. Ich wollte nach meinem Studium selbst eine Ausbildung zum Heilpraktiker machen. Hab das Ganze nach 2 Monaten geschmissen, weil alles nur oberflächlich war und ich schon aus meinem Studium mehr wusste. Also hab ich mich zur Prüfung angemeldet und mit einem Fehler bestanden. Die mündliche Prüfung war etwas anspruchsvoller, aber dennoch nicht mit einer Prüfung an der Uni vergleichbar. Ich verteufel keine Heilpraktiker. Ich finde nur, man solle die Kirche im Dorf lassen. Ärzte lernen ein Vielfaches!

#185 |
  7
Norbert Aust
Norbert Aust

Dr. rer. nat. Gast

>wenn die holde Wissenschaft und der schulmedizinische Weg wie so häufig total versagen?

Haben Sie irgendwelche Zahlen, oder können anderweitig darstellen, was Sie unter ‘häufig’ verstehen?

Gerade diese unterschwellige und beiläufige Abwertung unseres Gesundheitssystems, dieser muss Einhalt geboten werden. Sicher, unser Gesundheitssystem hat Schwächen – aber wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass man darin als Patient zu Schaden kommt?

Groß? Häufig?

Dazu müsste man wissen, wieviele Behandlungen in Deutschland jedes Jahr durchgeführt werden.
Dazu müsste man wissen, wieviele Menschen zu Schaden kommen.
Dazu müsste man wissen, in wie vielen Fällen eine völlig utopische Heilungserwartung bestand. Die nicht zuletzt auch durch die vollundigen Verheißungen der Alternativmedizin geweckt wurden.

Und dann müsste man noch wissen, wie diese Zahlen bei der Homöopathie aussehen.

Dr. rer. nat. Gast haben Sie auch nur eine dieser Zahlen parat?
Nicht?
Woher beziehen Sie dann die Aussage, dass das Gesundheitssystem ‘häufig’ versagt?

Gerade die Fähigkeit, solche Parolen – mehr ist es nicht, wenn Sie keine Zahlen zur Verfügung haben – zu hinterfragen, muss bei den Patienten gefördert werden, um keinem Demagogen auf den Leim zu gehen.

Gerade Aussagen, wie die von Ihnen – auch noch von einem Dr. rer. nat. !!! – bestätigen mich darin, dass unsere Arbeit notwendig ist.

#184 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Forscher setzen sich kritisch mit einem Gegenstand auseinander. Eine Interessensgemeinschaft gibt eine Stellungnahme heraus. So what?!

#183 |
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Gast
Gast

Wie wäre es mit der Stellungnahme der homöopathischen Ärzte (DZVhÄ) zum Thema? Bitte:
http://www.homoeopathie-online.info/homoeopathie-kritiker-planen-kampagne-fuer-mehr-glauben-an-die-schulmedizin/

#182 |
  3
Norepinephrin
Norepinephrin

@177

Es ist für mich schwer zu glauben, wegen Ihrer Äußerungen, dass sie ein Dr. rer. nat. sein sollen. Aber ich möchte dennoch auf die Frage eingehen, warum Mediziner den Placeboeffekt nicht “hinkriegen” würden.

Nun, der Placeboeffekt umfasst Effekte des Behandlungsrahmens, ist also (potentiell) Teil jeder Behandlung. Daher erübrigt sich die Frage, warum die Medizin diesen Effekt nicht hinkriegen würde als in sich unsinnig.

ABER: Wenn es (nur) der Placeboeffekt ist, der da wirkt, dann ist es eben nicht das Therapeutikum (hier Homöopathikum) an sich. Daher wird in medizinischen Studien häufig, um Wirksamkeit nachzuweisen gegen Placebo getestet. Ihnen werden die drolligen Grafiken in den Studien vermutlich wenig sagen, falls sie diese schonmal gesehen haben, aber häufig sieht man da z.B. eine Linie, die die Sterblichkeit unter Placebo der Sterblichkeit unter Therapeutikum gegenüberstellt.

Es ist, by the way, ein Ammenmärchen, dass es hauptsächlich medizinisch Austherapierte seien, die sich der Alternativmedizin zuwenden – das Gegenteil ist der Fall und genau daher rührt die Akzeptanz. Menschen gehen da hin, mit Wehwehchen, die häufig von selbst wieder verschwinden, um ihre Heilung “zu unterstützen” und erfahren dort zunächst Bestätigung und später Heilung, die aber sowieso eingetreten wäre. Daraus wird dann Kausalität gezimmert.

#181 |
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Norbert Aust
Norbert Aust

Gast #97

> Frau Parsch`und all die anderen Schlaumeier: Würden Sie einer Urtinktur z.B Belladonna oder Aconitum D3 eine Wirkung absprechen, nur weil sie homöopathisch aufbereitet sind?
Bis D6 lassen sich chemisch noch Moleküle nachweisen (von der similia similibus currentur Idee mal ganz abgesehen!).

Ich würde die Wirkung absprechen.

Ich nehme an, Sie sind identisch mit Gast 113. Daher ein kleiner Wissenstest: Wieviel Belladonna – also Atropin – sind denn in der Belladonna-Urtinktur enthalten? Ich komme bei großzügiger Betrachtung auf höchstens 1 %.

Dann nimmt der Patient mit der üblichen Tagesdosis an Globuli D3 höchstens 15 ng (Nanogramm) Belladonna zu sich. Ergibt das noch eine pharmakologische Wirkung?

Und wenn es eine Wirkung gäbe – ist das die, die seitens der Homöopathie dem Mittel auch zugeschrieben wird? Oder ist die Wirkung so unspezifisch beschrieben – da gibt es ja tausende von Symptomen – das man alles und jedes, was dann passiert, dem Belladonna zuordnen kann? Egal was?

#180 |
  4

@Dr.rer.nat. Gast 176:
Einverstanden …. wenn Sie sich demnächst mit einem blutenden Duodenalulkus vor Schmerzen auf dem Boden krümmen, dann werden die werten Schulmediziner Sie sicher auf Ihren besonderen Wunsch ohne die doofen gewöhnlichen Testverfahren ganz individuell mit Globuli voller hochpotenzierter Hundescheiße – ach nein … Excrementum caninum! – bewerfen. Wohl bekomm’s! :)

#179 |
  3
Norepinephrin
Norepinephrin

Einfach das Heilpraktikergesetz streichen. Problem gelöst. Fordere ich schon lange.

#178 |
  3
Leser
Leser

Norepi: Getroffene Hunde bellen.

Man sollte entweder eine geregelte Ausbildung für Heulpraktiker einführen, inkl. einer Überprüfung, die den Namen verdient, oder gleich das HeilprG entfallen lassen.

#177 |
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Dr. rer. nat. Gast
Dr. rer. nat. Gast

Was für eine drollige Diskussion. Voller Fäkalsprache, Polemik und Intoleranz. Fraglich bleibt doch am Ende, weshalb so viele Menschen auf die sogenannten “Esotherapien” schwören. Menschen, die in der Regel einen langen schulmedizinischen Weg hinter sich haben. Ja ja, alles Placebo… Das mag sein, aber werte Schulmediziner, weshalb kriegen Sie nicht mal den Placeboeffekt hin? Und was raten Sie denn Ihren Patienten, wenn die holde Wissenschaft und der schulmedizinische Weg wie so häufig total versagen? Leider entziehen sich individualisierte Therapien nun einmal den gewöhnlichen wissenschaftlichen Testverfahren. Und wieviele Studien halten genauer Überprüfung wirklich Stand? Ich habe lange genug an verschiedenen Universitäten in der Forschung gearbeitet, um mein Vertrauen in die Wissenschaft gänzlich zu erschüttern.
Allen Polemikern wünsche ich an dieser Stelle, dass Sie niemals in eine Situation geraten, in denen Schulmediziner und Wissenschaft nur die Schultern zucken, was Ihre Schmerzen oder anderen lebensbeeingrächtigenden Symptome angeht.

#176 |
  8
Norepinephrin
Norepinephrin

Ich habe hier von niemandem etwas Menschenverachtendes gelesen. Vllt. sollten Sie ein wenig vorsichtig mit dem sein, was Sie anderen unterstellen.

#175 |
  3
Ketzer
Ketzer

Verehrter Herr Aust, Ihre menschenverachtenden und polemischen, teilweise sehr persönlichen Angriffe auf Kollegen und Mitdiskutanten haben Sie bloß gestellt.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie ein Forum so etwas erlauben kann.
Ich bin raus hier.
So ein Kindergarten und das von studierten Akademikern….

#174 |
  9
Norepinephrin
Norepinephrin

Warum wird ständig Hass unterstellt, wenn man Missstände missbilligt? Ich verstehe das nicht.
Und warum Arroganz? Ich finde es arrogant, wenn sich Heilpraktiker mit Ärzten auf eine Stufe stellen.

#173 |
  5
Gast
Gast

Herr Aust und Nori: Ihre Arroganz ist furchtbar und nicht zu ertragen.
Ich habe die Kommentare bisher sehr gut gefunden, aber heiraten Sie doch, dann ist Ihr ausgeprägter Hass eine befruchtende Erde für Ihre Ehe!

Unfassbar, was hier abgeht!

#172 |
  12
Chemiker

Gast #46
“Und ob Chemie heilt bezweifle ich sehr stark, vielleicht das Symptom, aber keine Ursachen. Und aus was wohl die Chemie besteht?!”
Chemie ist nicht etwas, das man in Flaschen oder Fässer füllt, sondern eine Naturwissenschaft, die die Eigenschaften von Stoffen sowie deren Veränderung bei (chemischen) Reaktionen untersucht. Vom chemischen Standpunkt aus gesehen, besteht der Körper aus lauter chemischen Substanzen (“Chemikalien”), ebenso unsere Nahrung und auch ALLE Medikamente (egal, welche).
ALLE Vorgänge im Körper sind physikalisch (hierbei werden die Stoffe NICHT verändert) oder chemisch (es werden Stoffe umgewandelt). Viele Arzneimittel wirken nur physikalisch (es finden keine chemischen Reaktionen bei Auslösung der Wirkung statt), andere Wirkstoffe verursachen chemische Rektionen. Der Effekt von Homöopathika SOLL durch physikalische Effekte zustande kommen, allerdings ist, zumindest in höheren Potenzen, kein Wirkstoff mehr drin… Und ein Gedächtnis hat Wasser NICHT – die gerne erwähnten Wassercluster haben eine Lebensdauer von 50 Picosekunden. ;) Globuli & Co. können NUR über Placeboeffekte wirken und daher nur an Symptomen angreifen, nicht an der Ursachen.

#171 |
  1
Norepinephrin
Norepinephrin

An der Stelle habe ich mich tatsächlich ebenfalls gefragt, wie es zu dieser “Ausbildung” gekommen sein soll. Würde man mir, aus welchen Gründen auch immer einen (angehenden) Heilpraktiker in der Klinik an die Hand geben, ich würde dies vehement ablehnen.

#170 |
  4
Norbert Aust
Norbert Aust

Gast #113:

>> Ihre Kritik mag in manchen, seltenen Fällen angebracht sein, aber ich für meinen teil (selbst HP) habe drei Jahre in einer Klinik hospitiert und wurde von einer promovierten, habilitierten Medizinerin ausgebildet!

Ein abgebrochenes Medizistudium oder was immer es war, dass Sie in die Nähe einer habilitierten Medizinerin gebracht hat, ist also eine Ausbildung, die einem HP eine den Ärzten vergleichbare Qualifikation vermittelt?

Diese Frau, die pro Stunde einen ordentlichen Batzen Geld kostet, hat Sie ausgebildet? Zum Heilpraktiker? Sind Sie sicher, die Situation richtig gedeutet zu haben?

Merke: Nicht jeder, der im Auftrag irgendwelcher Leute ein Krankenzimmer betritt um irgendwelche Arbeiten zu verrichten, und dem man dazu erklärt, was er macht, hospitiert oder wird ausgebildet.

#169 |
  3
Norepinephrin
Norepinephrin

Hehe, sehr guter Konter.

Herr Aust, bitte machen Sie weiter so; nicht bzgl. einiger Diskutanten hier, aber bzgl. Homöopathie. Ich empfinde Ihre Arbeit als sehr wertvoll und dringend nötig.

#168 |
  3
Norbert Aust
Norbert Aust

Hallo Herr Stute,

freut mich wieder von Ihnen zu lesen! Sie hatten ja sehr rasch den Kontakt abgebrochen, nachdem ich versucht hatte, Sie beim Wort zu nehmen. Sie Erinnern sich? Sie wollten jedem, der Ihnen ein Mail schickt, drei Vorschläge schicken, wie man die Wirkung der Homöopathie nachweisen kann.

Nicht nur, dass Sie diese Zusage nicht eingehalten haben, Sie haben sich auch sehr schnell mit der Begründung zurückgezogen, ich hätte ja nichts verstanden, als ich Ihre Behauptungen hinterfragt habe und Sie gebeten hatte, Ihre etwas konfusen Aussagen zu präzisieren. Sie erinnern sich doch noch?

Wie ich sehe, sind Sie da nicht weitergekommen. Wir können die Diskussion gerne wieder aufnehmen, zur Erinnerung finden Sie die vorgeschichte auf meinem Blog:

http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2006

#167 |
  3
Chemiker

Heiko Mäder-Höhn, auch Homöopathika werden üblicherweise von “der Pharmaindustrie” hergestellt. Jedenfalls ist bis jetzt der landwirtschaftliche Anbau von Globuli in Fläschchen in Schächtelchen mit Zettel dabei gescheitert…

#166 |
  2
Norepinephrin
Norepinephrin

Da Heilpraktiker für mich keine Kollegen sind kann man mir ihnen gegenüber kaum unkollegiales Verhalten unterstellen.

___

Jepp, der gar nicht mal mehr so neue Schrei in der Szene ist Übersäuerung.
Da sieht man, wie es um das angebliche “Wissen” bestellt ist.
Ich staune immer wieder, wie wenig selbsthinterfragend man sein kann zu glauben sich “Mit JEDEM Arzt bzgl. Wissen messen zu können”, Komplementarität einzufordern etc etc etc

#165 |
  6
Michaela Sieth
Michaela Sieth

@Bernd Harder
danke das Sie mich auf einen von Ihnen verfassten Artikel hinweisen.

Und nur zu Info…Belladonna wird seit Jahrzehnten in der Medizin angewendet, wie viele andere Pflanzen auch und deren Wirkung ist bewiesen,viele Menschen sind dankbar das es z.B. den Fingerhut gibt.
Aber danke für den Hinweis, denn dann kann ich mir ja für den nächsten Infekt das Belladonna sparen und nur so tun, als stopfe ich den Hunden etwas in die Backentaschen, oder das müsste mit Wurst ja dann genau so funktionieren.
Sind Heilpraktiker dann die besseren Psychologen, oder Mütter oder Tierbesitzer?
Aber auch an Sie…darum ging es mir gar nicht.

#164 |
  10
dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

wir könnten ja auch die Hormone aus Pferde- Urin mal abschaffen oder ?

#163 |
  7
dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

Herr Aust hat bis heute nicht verstanden ,was Homöopathie ist u. versucht mit Totschlagargumente u. entsprechendem Benehmen seine Unwissenheit zu verdecken.
das könnte ich schriftlich darlegen mit seinen Aust – Worten.

#162 |
  13
Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

Es ist lustig zu sehen, wie hier angepisste €sopraktiker aufregen, wenn ihr Schwindel endlich auffliegt. Das ist längst überfällig, dass sich hier etwas tut.

An die Mitleser hier: Schauen Sie mal auf eine beliebige Webseite eines Heilpraktikers: Sie werden ihr Bullshit-Bingo schnell voll haben. Mit Begriffen wie “Entgiftung”, “Bioresonanz”, “Homöopathie”, “Reiki”, “Schüßler-Salze”, “Bachblütentherapie”, “Telepathische Tierkommunikation”, “Radiästhesie”(Wünschelrutengehen!),…usw.

Diese Esopraktiken habe ich mir nicht ausgedacht, die werden in Heilpraktikerschulen regelrecht “gelehrt”:

http://www.paracelsus.de/ausbildung/verz_haupt/alle_haupt.asp

Ein unhaltbarer Zustand!

#161 |
  6
Michaela Sieth
Michaela Sieth

@Dr. Rolf Wagels
Wenn Sie meinen Kommentar gelesen haben,in dem ich angemerkt habe, das ich Homöopathie gegenüber sehr skeptisch war, eher sogar völlig als Humbug zu der Zeit abgetan hatte, ich also nicht der “Auslöser” zur Genesung sein konnte und ich der Meinung bin, das eine Studie, die eine Angststörung als Grundlage der Behandlung benutzt wurde, was weit entfernt von einem mit Luftnot und Erbrechen begleiteten Virusinfekt ist, in meinem Fall nicht zu Grunde gelegt werden kann. Wenn Sie sich auf Prof. Enck berufen, der Psychologe ist und mit klassischer Konditionierung hatte der Infekt nichts zu tun, meine Tiere hatten vorher nie Medikamente erhalten, da sie nie krank waren.Der Pawlow`sche Hund muss für viele solcher Studien herhalten.
Aber das ist ja auch egal.
Sind wir froh, das wir die Psychologen haben, die für alles, ihrer Meinung nach, logische Erklärungen finden.

Zitat:
SPIEGEL ONLINE: Placebos wirken sogar, wenn man den Leuten sagt, dass sie nur ein Scheinmedikament nehmen. Funktioniert “Placebo by Proxy” auch, wenn der Proxy – also der Tierbesitzer – weiß, dass es sich um ein Placebo handelt?

Enck:— Im Prinzip sicherlich schon – auch wenn das noch niemand untersucht hat.— Warum auch nicht: Placebos wirken vor allem bei den Ängstlichen und Unsicheren, und die gibt es unter den Tierhaltern mindestens so häufig wie bei denen, die keine Tiere haben.
Aber.
Darum ging es mir im Prinzip gar nicht, das haben Sie evtl. überlesen.Mach ja nichts.

#160 |
  5
Markus Blum
Markus Blum

Dr. Rolf Wagels: Lesen Sie bitte den HTA von Matthiesen, Bornhöft et.al. 2006 oder zum Placeboeffekt bei homöopathischen Mitteln die Studie von Linde, Clausius et.al. 1997 Lancet. Dort finden Sie objektivierbare Informationen zum Thema, die nicht nur auf Eigenerfahrungen einzelner Behandler beruhen. Die Liste kann man übrigens fortsetzen, da es inzwischen eine Reihe von Studien zur nachgewiesenen Wirksamkeit homöopathischer Mittel gibt. Zum “Unmut” mancher Wissenschaftler, die vielleicht nicht nur heilungsorientiert sind, sogar häufig besser, als schulmedizinische Mittel…

#159 |
  8
Bernd Harder
Bernd Harder

@Eva Kurzweil:

“Homöopathie ist individuell, das ist die KUNST!!! und somit i. d. Regel nicht studienfähig, GOTT SEI DANK ! ”

Lesen Sie Ihr Geschreibsel eigentlich noch mal durch?

Schöner als Sie selbst kann wohl niemand formulieren, dass Homöopathie blanker, freischwebender Unsinn ist und von jedem Vollpfosten nach völligem Gutdünken einfach so “praktiziert” werden kann.

Und genau vor solchen Leuten muss man Patienten schützen, danke für diese gelungene Demonstration.

#158 |
  5
Bernd Harder
Bernd Harder
#157 |
  2
Dr. Rolf Wagels
Dr. Rolf Wagels

Michaela Sieth: Lesen Sie bitte die übrigen Kommentare, da steht jetzt schon mehrfach, dass es bei Tieren und bei Babys nachgewiesernermaßen einen Placeboeffekt gibt…

#156 |
  4
Michaela Sieth
Michaela Sieth

Ich verstehe die ganze Aufregung hier nicht.Ich arbeite seit über 35 Jahren in einer Klinik auf einer chirurgisch-onkologischen Station und war der Homöopathie auch sehr skeptisch entgegen getreten, aber habe meine eigenen Erfahrungen damit gemacht bzw. meine Hunde damit behandelt, nachdem mir der Veterinär Antibiotika gegen einen Virus angedreht hat, was total sinnlos und noch dazu teuer war.
Bei Tieren gibt es keinen Placeboeffekt ! Warum ging es meinen Hunden dann besser, frage ich mich?Wenn sie doch nur Zucker bekommen haben?
Fakt ist doch, man kann die Schulmedizin und die “Alternativmedizin” gar nicht vergleichen und in einen Topf werfen.Aber, in manchen Fällen können sie sich gut ergänzen.Eigentlich muss jeder verantwortungsbewusste Heilpraktiker im Bedarfsfall seine Patienten an einen Schulmediziner verweisen, wenn die Erkrankung, sofern erkannt, nur mit einer OP oder z.B. Antibiotika behandelt werden können und ja….schwarze Schafe gibt es auch auf beiden Seiten. Wie oft versprechen Ärzte Patienten und Angehörigen…es wird alles gut…wir haben einige Möglichkeiten, die wir versuchen….und nichts wird gut, der Patient vertraut auf den Arzt, regelt seine Angelegenheiten nicht und ist völlig schockiert über die Tatsache, das er verstirbt. Es gibt auf beiden “Seiten” Lügner und Scharlatane, nur das manche einen Doktortitel tragen.Warum stellt man den Heilpraktiker so medizinfern hin? Viele haben in Kliniken hospitiert und sich im Laufe der Jahre Wissen angeeignet, dazu mus man nicht auf einer Uni gewesen sein, Wissen kann man sich überall holen.Es hört sich hier wirklich mitunter an, das es nur um Geld geht.Wer verdient mehr oder will alles an kranken Menschen verdienen und gönnt es dem Anderen nicht.Man wirft mit Studien, als Beweisen um sich….jede Studie ist so gut, wie der Auftraggeber,der sie bezahlt, mitunter.
Solange sich ein Heilpraktiker nicht überschätzt, denn es ist einfach so, das seine Möglichkeiten begrenzt sind und er sehr wohl abschätzen können muss, wann schulmedizinische Behandlung gefordert ist, können sich diese Berufsstände ergänzen und müssen keineswegs miteinander konkurrieren und sollten es auch nicht.
Und….Homöopathie ist Placebo? Weil man es nicht beweisen kann? Es gab eine Zeit, da glaubte man, die Erde ist eine Scheibe, weil man das Gegenteil nicht beweisen konnte. Es wird immer Gegner der Homöopathie geben, auch weil die Schulmedizin nicht ganzheitlich, sondern oft nur symptomatisch denkt und arbeitet. Aber egal, welche Form der Behandlung man als Patient wählt, der Gedanke : “Wer heilt hat Recht” ist gar nicht so falsch, solange man sich nicht überschätzt und rechtzeitig entscheidet, wo eine Behandlung hinführen muss! Denn, sollte nicht der Kranke im Vordergrund stehen, als sich in Diskussionen über Geld und Machtpositionen zu verlieren?Der Halbgott in Weiß ist nicht mehr excsistent, zum Glück, aber, unverzichtbar in vielen Fällen.Ich bewundere die Arbeit, die in Krankenhäusern von Ärzten geleistet wird und freue mich auch, das es mittlerweile Chefärzte gibt, die sich von Blutegeln bei schlecht heilenden Wunden überzeugen lassen.Oder ergänzend Misteln in der Onkologie empfehlen oder bei Chemo die Möglichkeit in Betracht ziehen, das die Echinacea doch das Immunsystem unterstützen kann, sofern keine Allergien bestehen.Ich bin stellenweise entsetzt über die Rechthaberei mancher Kommentierenden hier und dem Eindruck der Profitgier.
Ich für meine Person bin gerne in der Klinik für die Patienten da, aber auch genauso gerne als Tierheilpraktikerin für meine tierischen Patienten, denen ich helfen konnte, da sie von der Schulmedizin aufgegeben wurden, gerade im dermatologischen Bereich.Ein Heilpraktiker ist kein Chirurg, kein Kardiologe oder Onkologe, aber es gibt einige Bereiche, die sehr wohl von Heilpraktikern ganzheitlich besser behandelt werden können, als Schulmediziner glauben.Und nein, ich führe keine stundenlangen Anamnesegespräche mit meinen Hundepatienten.Auch diesen Effekt kann ich für mich ausschließen.Dafür kann ich aber, auch ohne veterinärmedizinisches Studium, durchaus abschätzen, wann ein Tier zu einem Arzt muss.Die meisten meiner Lehrer waren Veterinäre, z.B. aus Gießen oder München.Das hier die Homöopathie an sich verteufelt wird ist ziemlich ungerecht, da es natürlich Studien gibt, die besagen, da ist keine Wirkung drin und der Mensch hat sich selbst geheilt, wobei man in den niedrigen Potenzen durchaus den Inhaltsstoff nachweisen kann. Und das Hahnemann die Erfahrung gemacht hat, das “Gleiches mit Gleichem” behandelt werden kann sollte doch auch nicht verteufelt, sondern weiter erforscht werden, wer weiß, was am Ende noch gefunden wird, was heilt.
Aber ja, auch ich bin Scharlatanen mit Pendeln auf Fotos begegnet, die verzweifelte Tierhalter sinnlos abgezockt haben, oder Ärzten, die Arzneimittel angepriesen haben, da sie Profisionen dafür bekommen haben….Profitgier und auch Selbstüberschätzung sind die schlimmsten aller Krankheiten, denn dafür gibt es kein einziges Mittel und es obliegt der Gesellschaft, solche Menschen aus dem Verkehr zu ziehen und die seriös arbeitenden Menschen ihren Job tun zu lassen.
Ach ja…und das nahezu jeder eine Ausbildung zum HP machen kann stimmt schon….aber um Medizin zu studieren muss man auch nur ein stimmiges Abitur haben,was nicht zeigt, ob der Mensch dahinter wirklich intelligent ist und in der Lage ist mit kranken Menschen umzugehen.Meine Ausbildung hat nur 3 Jahre gedauert…bin ich deshalb ein Fehler im System?

#155 |
  13
Eva Kurzweil
Eva Kurzweil

Mittlerweile steigert sich die Diskussion ins ERBÄRMLICHE……da brauch ich jetzt ein Globuli, am besten Lach…ja Lachaninum, hihi, sonst kann ich nicht mehr aufhören zu lachen!!!

#154 |
  12
Eva Kurzweil
Eva Kurzweil

Danke für die “gute” Unterhaltung Herr Harder u.a.. Wie ich aus so manchem Kommentar sehe geht es doch einigen/vielen um´s Geld verdienen (neidisch?), da Heilpraktiker und Homöopathen soooo viel verdienen. Nun, sie werden es schon v e r d i e n e n, von nix kommt nix.

Das veraltete, ausschließlich materiell orientierte, gar noch studienbasierte Weltbild ist längst nicht mehr zeitgemäß. Einige Länder und viele Menschen sind bereits auf diesem Weg.
Klar dass sich die etablierte Medizin (und auch Pharmaindustrie) wehrt wenn der eine oder andere an ihrem Butterbrot und ihrer Kompetenz kratzt.

Homöopathie ist individuell, das ist die KUNST!!! und somit i. d. Regel nicht studienfähig, GOTT SEI DANK !

Warum nur regen sie sich alle eigentlich auf, wenn die Homöopathie eh´ nichts hilft.

An so manchem Kommentar wird ersichtlich dass die meisten nicht die geringste Ahnung von homöopathischem Wissen haben……auch lustig, sich über etwas zu erheben wovon sie keine Ahnung haben.

Pfiad eich….und: Alles ist Schwingung…….

#153 |
  16
Werner Kröll
Werner Kröll

Homöopathie ist ein Milliardengeschäft und ein Sammelbecken für selbsternannte Heiler. Homöopathische Mittel müssen einem ebenso strengen
Zulassungsverfahren unterzogen werden wie andere Arzneimittel auch.
Warum weigert sich der Großteil der HP-Szene und deren Lobbyverbände sich diesen Prüfungen zu stellen?

#152 |
  5

Das Wissen hat mich zum Beispiel davor bewahrt, so eine Schwachsinns-Fantasie-Diagnose wie “allgemeine Übersäuerung” des Körpers zu stellen, die (von intensivmedizinischen Extremsituationen abgesehen) überhaupt nicht existiert.

#151 |
  7
Gast
Gast

@ Dr. Steinschulte, Arzt und Demiurg:
Sie lehnen sich aber weit aus dem Fenster.
Jedem HP eine gewisse Dummheit zu unterstellen, ist nicht nur unkollegial, auch ziemlich unprofessionell.
Und wieviel Wissen war Ihnen wirklich davon nützlich?
Wieviel haben Sie je wieder gebraucht?

#150 |
  11

@Edmund Kosmalla: …. naja …. gegen “allgemeine Übersäuerung” kann man jahrelang dreimal täglich Pülverchen für viele Euros je Beutelchen verkaufen …. “Darmpilze” sind weniger nachhaltig auf der Einkommensseite ….

#149 |
  6

@Gast 143: Natürlich haben Mediziner auch Prüfungen mit vielen hundert (!) Multiple-Choice Fragen.
Mit dem Unterschied, dass HP keine dieser vielen hundert MC Fragen auch nur zur Hälfte verstehen würden, geschweige denn auch nur eine einzige korrekt beantworten könnten.

#148 |
  10
Medizininformatiker

Ach, ist bei HPs jetzt die Übersäuerung en vogue? Haben die Darmpilze etwa ausgedient?

#147 |
  3
Gast
Gast

Hier mal weiterführende Informationen über die Skeptiker Bewegung:

http://www.skeptizismus.de/

http://www.skeptizismus.de/rhetorik.html

#146 |
  8
Heilpraktiker

“Die Deutschen gaben 2013 beinahe eine halbe Milliarde Euro dafür aus. 20 Prozent der Präparate verordneten Ärzte oder Heilpraktiker, 80 Prozent kauften die Kunden direkt in der Apotheke.” Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/alternativmedizin/homoeopathie/die-heilkraft-der-psyche-1-warum-homoeopathie-wirkt_id_4450320.html, abgerufen am 10.02.2016

Die Fronten sind ganz schön verhärtet. Nüchtern ist die Diskussion nicht. Es ist alles emotional sehr aufgeladen – das hat einen Grund. Homöopathiegegner haben scheinbar eine dunkle Angst, dass da vielleicht doch etwas sein könnte, das sie nicht überschauen und Homöopathieanhänger plagt vielleicht die blanke Angst, dass ihre Mittel insuffizient sind. Eines vereint aber beide Gruppen: das unglaublich starke Interesse an der Homöopathie. Das kann ich nicht nachvollziehen.

#145 |
  14

@Gast 140:
Das soll wohl ein Witz sein …. Fundierte Ausbildung in Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie ???????
Ich kriege jedes mal einen dicken Hals, wenn mir Patienten erzählen, dass ihr HP ihre Beschwerden auf eine “Übersäuerung ihres Körpers” zurückführt und irgendwelche teuren Pülverchen oder Globuli verschrieben hat.
Ich glaube, es gibt keinen einzigen HP , der eine auch nur halbwegs korrekte Beschreibung des humanen Säure-Basen-Haushalts geben könnte. Aber alle sehen sofort eine (nicht existierende) “Übersäuerung” und kennen auch gleich teure Pülverchen dagegen.

#144 |
  7
Gast
Gast

Soweit ich mich korrekt erinnere, müssen die Medizinstudenten auch Kreuze setzen beim MC-Test?

#143 |
  6
Norepinephrin
Norepinephrin

Ja, das müsste ein Heilpraktiker sein. Um so fit zu sein müsste er aber Medizin studieren. Kein Heilpraktiker ist so fit und diese Dödelprüfung zu bestehen, mit 60! Ankreuzfrägelchen belegt weder das Gegenteil noch ist sie geeignet dies zu testen. Ich weiß übrigens sehr wohl, wovon ich rede. Ich kenne diese Prüfungen; sie sind einsehbar und beinhalten schwergewichtige Fragen, wie etwa, mit welchem lateinischen Begriff “von der Körpermitte weiter weg” bezeichnet wird. In Klammern steht dann, wie viele Kreuze zu machen sind.

Mit sowas kann man natürlich prima Anatomie, Physiologie und vor allem Pathophysiologie erschöpfend testen.

Das ist lächerlich. Wie auch der verlinkte Studiengang. Aber man wollte ja auch mal eine B.Sc Homöopathie irgendwo einführen. Da muss man sich als Akademiker doch an den Kopf fassen.

#142 |
  5
Gast
Gast

Meine Doktormutter würde im Grabe rotieren, würde sie das hier sehen.
Sich als Demiurgen hinzustellen ist aber okay?

So ähnlich wie mit den LKW-Fahrern, die meinen, ohne sie würde Deutschland zusammenbrechen…
Hehe…

#141 |
  3
Gast
Gast

Das mache ich doch gerne.
Ein guter HP muss in Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie soweit fit sein, dass er mit einem Arzt jederzeit ein fachliches Gespräch führen kann.
Er muss sich seiner Grenzen bewusst sein und dafür auch seltene Erkrankungen diagnostizieren können.
Er muss wissen, wo man komplementärmedizinisch behandeln kann und darf und wo man den Arzt hinzuziehen muss.
Hier der Link.

http://www.my-campus-berlin.com/de/studium/studienangebot/bachelor/gesundheit/naturheilverfahren-bsc/

Es sind viele Kleinigkeiten, die man mitbringen muss.
Das fängt bei einem fundierten Fachwissen an und hört bei Empathie auf.
Ich vermute, Ihre Ablehnung beruht zum einen auf Unkenntnis und zum anderen auf dem Unvermögen, alte Zöpfe abzuschneiden und sich auf etwas neues einzulassen.
Bin ich dann eigentlich als approbierter Apotheker und als studierter Biologe auf einer anderen Stufe als Sie als Demiurg?

#140 |
  10
Norepinephrin
Norepinephrin

Und ich habe kein Problem damit auf andere Menschen zuzugehen. Ich habe ein Problem damit die hier geforderte Gleichstellung der Heilpraktiker mitzutragen. Und das aus guten Gründen.

#139 |
  7
Norepinephrin
Norepinephrin

Dieser komplementäre Ansatz ist eben NICHT zu Gunsten des Patienten. Was zu Gunsten des Patienten ist kann durch Studien gezeigt werden und Unsinn ist es nicht, was hilft. Es werden lediglich viele trotz Unsinn gesund, was andere in die ungesunde Lage versetzt diesen Erfolg auf die eigene Fahne zu schreiben.

UND: In meinen Augen sind Sie KEIN Kollege. Das grenzt an Anmaßung.

#138 |
  10
Norepinephrin
Norepinephrin

Komplementärmedizin “studiert”…. hahaha

Was HPs machen hat zu größten Teilen mit Heilkunde nicht das Geringste zu tun. Höchstens mit Wellness. Ich hasse niemanden nur weil ich Missstände benenne.
Mein Studium wurde auch nicht von meinen Eltern, sondern von der Allgemeinheit durch BaföG und mir selber durch viel Arbeit nebenher finanziert. Aber selbst wenn meine Eltern es finanziert hätten hätte ich damit damit dennoch ein echtes Studium.

Ich habe noch nie einen guten Heilpraktiker erlebt. Ich lese immer davon, dass es sowas geben soll.
Auch wenn in Polit-Talks zu gesundheitlichen Themen mal Vertreter ihrer Zunft zu Gast sind habe cih da nie einen gesehen, wo ich nicht zumindest innerlich abgewunken hätte. Mal eine Frage: Was macht denn einen Heilpraktiker zu einem guten Heilpraktiker, ihrer Meinung nach?

#137 |
  9
Dr. Rolf Wagels
Dr. Rolf Wagels

Unglaublich, was hier abgeht. Wenn doch jeder sich nur die Mühe machen würde, schon mal zu lesen, was vorher geschrieben steht. Dann wäre die Hälfte der Kommentare nicht nur eine Ansammlung längst widerlegter Dinge (Stichwort Placeboeffekt beim Tier und “Wie erkenne ich eine Wirkung”). Schlimm, dass da ganz klar anerkannte Standards noch nicht mal erkannt werden. Und wenn dann die Argumente ausgehen, wir polemisiert.
Am schlimmsten finde ich die Anmaßungen, die einige hier an den Tag legen:”Ich habe geheilt” “Ich kann mich mit jedem Arzt messen”. Ein wenig Bescheidenheit und Demut täte hier gut. Ich frage mich immer wieder: “Ist das Tier jetzt trotz oder wegen meiner Therapie gesund geworden?”. Das täte hier einigen auch ganz gut….

#136 |
  3
Gast
Gast

Ich bin kein Homöopath, noch einmal und zum letzten Mal.
Sie machen sich in Kindergartenmanier über einen Berufsstand lustig, den Sie nicht im entferntesten beurteilen können!
Warum ist es für Sie so schwierig, auf andere Menschen und Kollegen zuzugehen?
Einen komplementären Ansatz zugunsten des Patienten zu akzeptieren?
Kennen Sie den Unterschied zu alternativ und komplementär?

#135 |
  11
Gast
Gast

@ Norepinephrin: Jetzt verfügen Sie sogar schon über prophetische Eigenschaften und können sogar sehen, dass ich neben Biologie auch Pharmazie und Komplementärmedizin studiert habe.
Wie sieht denn meine Zukunft aus, wo wir schonmal dabei sind?

Nein Spaß beiseite.
So, wie Sie es darstellen, ist es nicht.
Punkt.
Genauso könnte ich behaupten, dass Sie ein verwöhntes Muttersöhnchen sind, dass von Papa das Studium bezahlt bekommen hat.
Sehen Sie, nicht besser, oder?
Versuchen wir doch einfach, ohne Diffamationen zu diskutieren.
Sie haben bereits mehr als deutlich gemacht, dass Sie einen natürlichen Hass gegen HPs hegen.
Das ist okay, ich nehme es so an.
Aber bitte scheren Sie nicht alle über einen Kamm, okay?
Es gibt viele, hervorragend ausgebildete HPs und ebenso herausragende Lehrer, die sich wirklich Mühe geben.
Nicht nur im Berufsalltag, sondern auch in Ausbildung etc…
An Ihrer antiquierten Meinung kann ich nichts ändern und an Ihrem Hass auch nicht.
Bedenken Sie nur bitte, dass es auch anders geht.
Ausübung der Heilkunde ist nicht nur da, was Sie machen.
Ausübung der Heilkunde ist es auch, was die HPs machen.

#134 |
  9
Norepinephrin
Norepinephrin

Ich stelle mir dieses “Miteinander” sehr lustig vor. Morgentliche Visite auf der kardiologischen Intensivstation.

Ernste Mine: Der Katecholaminbedarf steigt, zunehmende hämodynamische Instabilität… “Mist, wir verlieren den Patienten. Wir sollten einen Heilpraktiker zu Rate ziehen.”

Stellen Sie alle sich das so vor? Ja? Und dann kommen Sie mit ihrem weißen Kittelchen (warum auch immer Sie den tragen) angewackelt, geben Globuli und der Patient hüpft aus dem Bett und tanzt.

Mir erscheint das skuril.

#133 |
  11
Norepinephrin
Norepinephrin

Für mich und mit mir kann es keine Komplementarität zwischen Ärzten und Heilpraktikern geben. Ich betrachte Heilpraktiker nicht als gleichwertig und sehe in ihrer gesetzlichen Legitimierung schlicht ein politisches Versäumnis.

Ein “Beruf” den nahezu jeder lernen kann, der keine geregelte Ausbildung vorsieht, keinerlei praktische Erfahrung voraussetzt, kein naturwissenschaftliches Fundament hat, über keinerlei Selbstregukierung verfügt kann nur ein Fehler im System sein.

#132 |
  8
Norepinephrin
Norepinephrin

@126:

Nein, ich verwechsel da gar nichts. Sie sagten, Sie würden sich hinsichtlich Wissen mit jedem Arzt messen können. Das ist ihre Aussage. Nun, ich habe an einem Beispiel, wo es sehr gut ersichtlich ist aufgezeigt, dass dem nicht so ist. Sie können sich mit gar keinem Arzt hinsichtlich Wissen messen. Ihre “Ausbildung” (in Anführungsstrichen, weil das ja eigentlich keine Ausbildung ist) gibt das einfach nicht her. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass sie sich nicht nur mit keinem Arzt, sondern auch mit keinem Medizinstudemten, ab einem gewissen Semester hinsichtlich Wissen auch nur annähernd messen können.

Dass Sie ein Scharlatan seien habe ich nie behauptet. Ich behaupte aber, dass Sie mangels Wissen den eigenen Wissensumfang sehr optimistisch beurteilen, um es mal möglichst neutral zu formulieren. Wie sehr ich auf dieser Grundlage davon überzeugt bin, dass Sie Ihre eigenen Grenzen kennen kann man sich leicht ausmalen.

#131 |
  4
Gast
Gast

@ 129: Weil Sie nicht über den Tellerrand schauen, vielleicht…??
Nur eine Idee…
Sie verstehen es nicht, es geht nicht um ALTERNATIV, sondern um Komplementär (wie der Vorredner schon sagte: ex unitate vires)

#130 |
  12
Gast
Gast

@ Norepinephrin: Nun “bashe” ich Sie mal:
Erwarten Sie von jedem, dass es vor Ihnen in Demut niederkniet und Ihre Allmacht bezeugt?
Lachhaft und unprofessionell.

#129 |
  12
Norepinephrin
Norepinephrin

Also wir sind auch ohne Heilpraktiker erfolgreich und ich habe in all den Jahren nicht eine Situation gehabt, wo ich den “fachlichen” Rat eines Heilpraktikers gebraucht hätte. Ich kenne auch keinen Kollegen, bei dem das anders ist.

#128 |
  7
Gast
Gast

@ 118: Weder so noch anders.
Nur gemeinsam klappt es.

#127 |
  9
Gast
Gast

@ Leser: Sie sind selber Arzt und können das bezeugen?
Die Zusammenarbeit mit den ärztlichen Kollegen läuft hervorragend, werden aber durch das sog. HP-Bashing immer wieder geschadet.
Bitte beschweren Sie sich beim diensthabenden Amtsarzt.
Wer den Beruf des HPs ausüben möchte, muss nicht nur die Prüfung bestehen, er muss auch das Wissen um Krankheit und Diagnose haben.

Der Krieg zwischen den Disziplinen ist lächerlich.
Wir müssen uns zusammenschließen und gemeinsam etwas unternehmen, um erfolgreich zu sein!
Wenn wir uns gegenseitig niedermachen, wer hat da etwas davon?
Wir könnten uns so gut ergänzen.

#126 |
  7
Gast
Gast

Verehrter Herr Norepinephrin,
Sie verwechseln da etwas.
Ihre Tätigkeiten sind nicht die meinen und vice versa.
Weder operieren noch rund um die Kardiologie.
Das überlasse ich Ihnen, den alle genannten Bereiche sind nicht komplementärmedizinisch.
Ob es Ihnen gefällt oder nicht: In Deutschland gibt es nur zwei Berufe, die Diagnosen stellen dürfen und Heilkundler sind:
Der Arzt und der HP.
Mit Wissen meine ich anatomisches und DD-Wissen.
Wieviele Ärzte kennen Sie, die einen M. Perthes kennen und gesehen haben?
M. Paget?
Hodgin-Lymphom?
Können Sie und ich diagnostizieren.
Mit dem Unterschied, ich würde immer den Patienten überweisen.
Ich kenne meine Grenzen.
Und bin kein Scharlatan.

#125 |
  8
saint Marchese Mario
saint Marchese Mario

wird hier gerade ein schwanzvergleich abgehalten

also habt euch lieb und kommt euch nicht in die quere .

wir sind eh über bevölkert da schadet es nicht wenn a paar falsch behandelt werden.
ob in der klassischen medizin oder als Homöopath

#124 |
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@Gast 108 Grundsätzlich steht es jeder homöopathischen Zubereitung frei, sich nach den Regeln der evidenzbasierten Medizin einem klinischem Test zu unterziehen. Bis heute wurde jedoch noch kein “Medikament” nach den “Lehren” der Homöopathie entdeckt, das Eingang in die evidenzbasierte Medizin gefunden hat:
http://www.naturwissenschaftliche-rundschau.de/navigation/dokumente/Stichwort0806.pdf

#123 |
  8
Leser
Leser

Wer im übrigen meint, Heilpraktiker müssten besondere Kompetenzen erwerben, um praktizieren zu dürfen, der irrt. Den schriftlichen Prüfungsteil kann der geneigte Leser im Internet mal spaßeshalber ausprobieren.
Allein den Vergleich zu den Kenntnissen eines Arztes zu ziehen, rangiert irgendwo zwischen lächerlich und größenwahnsinnig.

#122 |
  5
MR Dr.med Rolf Förster
MR Dr.med Rolf Förster

Danke für diesen Artikel. Die Aussagen waren längst überfällig

#121 |
  3
Gast
Gast

Hundemilch als Homöopathie sowie Pferdemilch sind mir ein Begriff und haben hervorragend bei mir gewirkt. …aber Hundekot? Sind wohl Freudsche’ Spiegelungen die sich in diesen Begriffserfindungen zeigen.

#120 |
  11
Leser
Leser

http://whatstheharm.net/homeopathy.html

Soviel zum Thema Hokuspokus/Quacksalber seien ungefährlich.

#119 |
  2
Gast
Gast

Da hat die Pharmazeutische Industrie ha gut angeworben. …tja gegen Dinge die ja angeblich nichts bringen muss man vorgehen, um natürlich die Menschen zu bewahren. Sehr belustigend.

#118 |
  16
Norepinephrin
Norepinephrin

Einem Mangel an Ärzten wird man durch Heilpraktiker genausewenig Herr, wie einem Mangel an Nahrung durch Dekofrüchte aus Plastik. Mag auf dem ersten Blick zwar gesund und nahrhaft aussehen, sieht aber eben nur so aus.

#117 |
  6
Lydia Unger
Lydia Unger

Man sollte nie mit Steinen werfen wenn man im Glashaus sitzt!

Fetales Kälberserum (FCS) ist eine Art „Treibstoff“ in der Forschung und in der Produktion von Medikamenten, Impfseren und vieles mehr. Denn es ist ein Hauptbestandteil in Nährmedien, auf denen Zellen kultiviert und gezüchtet werden (z. B. Stammzellen).

Die Unverzichtbarkeit von FCS besteht darin, dass das Serum eine große Anzahl an Proteinen enthält, die teilweise noch nicht bekannt sind. Die wichtigsten Proteine sind Wachstumsfaktoren, ohne die eine Zellkultur in nur wenigen Tagen absterben würde. Werden Zellkulturen eingefroren, dann besteht immer die Gefahr von Frostschäden, die durch das Kälberserum verhindert werden. Es gibt zwar Bemühungen, Nährlösungen herzustellen, die das Kälberserum überflüssig machen. Aber diese Arbeit ist kompliziert, zeitraubend und teilweise ohne Erfolg, da das „Imitat“ nicht die Inhaltsstoffe aufweisen kann wie das Original, da nicht zuletzt etliche Inhaltsstoffe des Kälberserums noch unbekannt sind.

Komisch dass das den Patienten nicht gesagt wird.
Übrigens ich bin kein Impfgegner!

#116 |
  7
Norepinephrin
Norepinephrin

@113: Dass Sie ernsthaft glauben, Sie könnten sich mit jedem Arzt messen demsakiert auf deutlichste Art Naivität und Unwissen. Aber sie können ja gerne mal vorbeikommen – Fachbereich Kardioanästhesie und zeigen, was sie “können”.

Wie viele Menschen haben Sie schon intubiert, wie viele ZVKs gelegt, Pulmonaliskatheter usw. Wie programmieren Sie einen Schrittmacher.

Oder, um in den chirurgischen Fachbereich zu wechseln: Wie operieren sie ein hypoplastisches Linksherzsyndrom (angeborener Herzfehler).

Sie glauben wirklich sich mit jedem Arzt messen zu können? Sie tun mir leid, denn sie haben nichtmal im Ansatz eine Idee, wie abwegig diese Vorstellung ist.

#115 |
  4
Amüsierter Leser
Amüsierter Leser

Höchst amüsant, wie hier kolportiert wird, die Teilnehmer würden von der “Pharmaindustrie(TM)” gesponsert.

Haben sich diejenigen eigentlich noch nie Gedanken darüber gemacht, wo homöopathische “Arzneimittel” herkommen?

#114 |
  0
Gast
Gast

Sich auf eigenartige Arzneimittel, die “normale” homöopathische Therapeuten gar nicht kennen oder verschreiben zu versteifen ist schon eigenartig.
Sollten alle Homöopathiegegner vielleicht nicht mal wissen, wie weibliche Hormone für die Substitution derselben aus dem Urin von schwangeren Pferden gewonnen wird. oh wie ekelhaft… Da stört es niemanden, dass ist ja wissenschaftliche Medizin.

#113 |
  7
Gast
Gast

@ 111: Seien Sie mit Ihren wirren, an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen bitte äußerst vorsichtig!
Ihr Auftreten ist polemisch, ausserdem arrogant und unreif.
Ihre Kritik mag in manchen, seltenen Fällen angebracht sein, aber ich für meinen teil (selbst HP) habe drei Jahre in einer Klinik hospitiert und wurde von einer promovierten, habilitierten Medizinerin ausgebildet!
In meinem Wissen kann ich mich dank meiner guten Ausbildung problemlos mit jedem Arzt messen.
Und vielen Kollegen geht es genauso.
Wir sind ebenso Heilkundige wie die Ärzte und sollten uns eher zusammentun, um nicht zuletzt dem Ärztemangel vorzubeugen.
Ex unitate vires!

#112 |
  10
Norepinephrin
Norepinephrin

Wirrköpfe gibt es überall, auch unter Ärzten. Da muss man sich nichts vormachen. Die Geschichte der Ärzteschaft ist aber vollkommen unerheblich und ich stimme zu, dass auch ich nicht einen ärztlichen Kollegen kenne, der sowas vertreten würde. Heilpraktiker mit vollkommen hirnrissigen Vorstellungen gibt es aber wie Sand am Meer – kein Wunder, das kann ja auch jeder werden der gerademal intelligent genug ist sich nicht vor dem 25 Lebensjahr selbst aus dem Genpool zu entfernen. Und das wird ja auch fleißig genutzt. Und in der Klinik haben wir dann den Salat, Dank Therapieverschleppung. Darüber sollte mal aufgeklärt werden.

#111 |
  8
Gast
Gast

@101: Moralische Überzeugungen?
Entschuldigung, aber dann sollte ich das Priesterseminar besuchen und nicht Arzt werden!
Ihre Ausführungen zeigen, dass Sie sich nicht mit den Geschichte der Ärzteschaft befasst haben!
Schauen Sie die Reportagen zu diesem Thema, in Hamburg gibt es einen Diabetologen, Arne heißt er mit Vornamen, der ist im Mittelalter stehen geblieben und salbt Schwule mit der Hoffnung auf Heilung im Namen eines nicht-existenten Gottes!

#110 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Ich bin kein Kritiker der Homöopathie, sondern ich bin durch Wissen und ethische Überzeugung ein Gegner der Homöopathie, wie auch anderer paramedizinischer Heilslehren.

Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob die Homöopathie überhaupt ein solches Maß an Aufmerksamkeit “verdient” hat.

Ich bin aber unbedingt dafür Dinge beim Namen zu nennen und das bedeutet, dass man hier nicht von “Alternativmedizin” oder “Erfahrungsmedizin” usw. spricht, weil das suggestiv ist. Es ist Paramedizin oder Pseudomedizin und sollte so genannt werden. Und da die Homöopathie von sich selbst behauptet ein wirkmächtiges Verfahren zu sein muss sie imho gesetzlich gleichgestellt werden inkl. entsprechender Zulassungsverfahren. Ich weiß nicht, wie man überhaupt anderer Meinung sein kann.

#109 |
  2
Gast
Gast

@ Dr. Steinschulte: Nehmen Sie doch bitte Stellung zu den Tatsachen des Kommentares #96!

#108 |
  5
Gast
Gast

Ich finde immer wieder unglaublich wie wenig Intelligenz so mancher “ganzheitlicher Heiler” hat, egal HP / Artzt / oder Charalatan.

Es geht darum das eine Pseudowissenschaft nicht Schulmedizinisch (die einzige wirksame Medizin, welche es gibt) anerkannt wird, bzw sogar noch teil des Lehrplanes wird.

Das ist so als würde ich Germanistik studieren und einer schreibt seine Doktorarbeit über Ghötes “Faust”, der andere über das “Dschungelbuch”. Diese zwei Bücher sind an intellektuellen Anspruch nicht mit einander zu vergleichen und genau so ist es mit Homeopathie und echter Medizin (es ist prinzipiell in der Hom. egal ob eine Fehldiagnose gestellt wird oder nicht, in der Schulmedizin können Menschen daran sterben oder für den Rest ihres Lebens geschädigt sein).

#107 |
  5

@Gast 104: Ich kenne keinen “Befundbericht auf Latein”, sondern nur wissenschaftliche Diagnosen auf Latein, genauso wie zum Beispiel wissenschaftliche Pflanzen- und Tiernamen. Lateinische Namen ganz einfach deshalb, weil diese weltweit präzise wissenschaftlich definiert sind, was bei den deutschen Namen NICHT der Fall ist.

Aber welchen Grund gibt es Hundescheiße als “Excrementum caninum” und Pferdepisse als “Urinum equinum” zu latinisieren?
Wobei letzteres auch noch falsches Latein ist, weil es “Urina equina” heißen müsste.

#106 |
  6

Q Gast 99: Wie in den hier mehrfach von Frau Parsch vorgestellten Studien bewiesen, “wirkt” die Homöopathie durch zwei Dinge: Die Zeit (Selbstheilungskräfte) und den Placeboeffekt (Zuwendung/Gespräche).
Zeit wirkt auch bei Babys und Tieren, genauso wie Zuwendung. Und dass die Krankheitssymptome immer wieder kommen, zeigt ja wohl, dass der “Therapieerfolg” nur ein Placeboeffekt war. Symptome von chronischen Erkrankungen kommen und gehen mit und ohne Globuli. Dass sie den “Therapieerfolg” den Globuli zuschreiben, ist ein typischer Post-hoc-ergo-propter-hoc-Fehlschluss.

#105 |
  6
Gast
Gast

Wer im Glashaus sitzt,… Wenn schon Fälle sammeln, dann bitte auch die Fälle, wo die Schulmedizin nachweislich geschadet hat. Nebenwirkungen von Medikamenten, Komplikationen bei OPs, bis hin zum Tod des Patienten sind an der Tagesordnung, aber das spielt ja keine Rolle.
Warum sollen denn die Inhaltsstoffe bei homöopathischen Mitteln auf Deutsch stehen, solange noch jeder Befundbericht in Latein verfasst wird und dem Patienten in den meisten Fällen auch nicht verständlich erklärt wird was dort steht. Die Intelligenz der Mitglieder, dieses Netzwerks scheint mir nicht allzu hoch zu sein.

#104 |
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Heilpraktiker

Homöopathie … das ist so ein langweiliges Thema …

#103 |
  9
Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

Man braucht keine Argumente gegen homöopathische zu sammeln.
Die Anbieter solcher Mittel sollen gefälligst Argumente FÜR ihre Mittelchen liefern. Und die gibt es schlicht nicht.
Damit ist das Thema erledigt.

#102 |
  6
Jens Lau
Jens Lau

Eine Diskussion, so alt wie die Homöopathie selbst. Die meisten Patienten eines Homöopathen haben eine ganz gute Bildung und wissen um die Strittigkeiten, um die Feinstofflichkeit bis Unstofflichkeit der Homöopathie. Sie wollen sie aber trotzdem, manche sogar deswegen. Eine Aufklärung ist unnötig, da alle Kritik längst bekannt. Die aufgeregte Aktion des Dr. Aust ist so gar nicht neu und wird nichts ändern. Jeder soll doch selbst entscheiden.

#101 |
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@Gast 97: Wenn einzelne katholische Ärzte grundsätzlich keine Abtreibung vornehmen wollen, dann hat das nichts mit Mittelalter zu tun, sondern mit individuellen moralischen Überzeugungen, die jedermanns Recht sind. Es gibt genug andere Ärzte, die einem Vergewaltigungsopfer in dieser Situation helfen. Ich kenne keinen Arzt, der Homosexualität für eine behandlungsbedürftige Krankheit hält. Vor fünfzig Jahren hat es so etwas überwiegend in den USA gegeben. Ich bin aber davon überzeugt, dass, wenn man ein bisschen sucht, es mit Sicherheit irgendwo ein paar “Heiler” mit Heilpraktikerzulassung gibt, die ein paar Globuli gegen Homosexualität anbieten. Magische Kristalle in Hodennähe in der Hosentasche getragen, sind da auch sehr hilfreich.

#100 |
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Gast
Gast

Komisch, mein Baby wurde nicht homöopathisch beraten und der Ausschlag war mit homöopathischer Behandlung plötzlich weg. Nach schulmedizinischer Behandlung nicht. Und das ist kein Zufall, es wurde mehrfach getestet. Ich hab davor auch nicht recht an Homöopathie geglaubt. Auch meinen Tieren hilft es. Mein Hund geht nicht mehr lahm, seit er Zeel bekommt. Lass ich es weg, lahmt er nach spätestens einer Woche. Auch meinen Pferden hilft es: Sommerekzemer, Konstitutionstherapie mit Calcium Carbonicum und er hat keinerlei Probleme mehr. Lass ich es weg, kratzt er sich wie blöd auf. Das alles über Jahre getestet. Klar, sind das nur Einzelfälle, aber ich muss sagen, dass es mir persönlich egal ist, ob die homöopathische Wirkungsweise wissenschaftlich nachgewiesen ist oder nicht. Solang es in meinem Umfeld hilft, ist alles toll!

#99 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Sehr geehrter Nutzer, der versehentlich im Namen von Dr. Andreas Breß kommentiert hat,

die von Ihnen angesprochene Funktionalität ist tatsächlich kein Fehler, sondern eine Komfortfunktion für unsere Leser und soll ihnen die direkte News-Kommentierung aus ihrer persönlichen Mail erleichtern.

Hierbei wird durch die individualisierten Links in Ihrer persönlichen News-eMail der Name des Kommentierenden im Kommentarfeld vorausgefüllt. Invasive Änderungen außerhalb der DocCheck News, wie beispielhaft ein Zugriff auf Ihre persönlichen Daten bei DocCheck, sind durch diesen Status selbstverständlich aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Diese Komfortfunktion kann aber jederzeit unter Profil | eMail-Abos deaktiviert werden.

Viele Grüße
Ihre DocCheck News Redaktion

#98 |
  0
Gast
Gast

@ Dr. Steinschulte: Mittelalterlicher Aberglaube?
Erzählen Sie das der Vereinigung katholischer Ärzte, die einem Vergewaltigungsopfer den Abbruch verweigern und Ihren Berufskollegen, von denen einige immer noch glauben, Homosexualität sei eine behandlungsbedürftige Krankheit!
Ihr Berufsstand ist noch viel weiter im Mittelalter als die von Ihnen so polemisch behandelten Heilpraktiker! (HP-Bashing!)

#97 |
  10
Gast
Gast

Nachfolgend habe ich eine Bitte:
Bitte werfen Sie nicht Heilpraktiker und Homöopathen durcheinander, das ist nicht das gleiche.
Ich zum Beispiel behandele mit Phytotherapie (Tinkturen, Globuli etc…)
Aber auch Homöopathie ist nicht gleich Homöopathie, es gibt u.a einen gewaltigen Unterschied in der Potenz.
Frau Parsch`und all die anderen Schlaumeier: Würden Sie einer Urtinktur z.B Belladonna oder Aconitum D3 eine Wirkung absprechen, nur weil sie homöopathisch aufbereitet sind?
Bis D6 lassen sich chemisch noch Moleküle nachweisen (von der similia similibus currentur Idee mal ganz abgesehen!).
Das weiß jeder, der selber einmal Ammoniumbituminosulfonat trituriert hat bis D6.
Es reicht immer noch nach Teer.
Dann muss unterschieden werden nach Stoff.
Luna Ursubstanz ist etwas ganz anderes als Aconitum oder Hyoscyamus Urtinktur.
Bei beiden letzteren sind wir uns in der Wirkung einig, gell?
Und ja, in manchen Teemischungen verordne ich auch Belladonna D3 als Tropfen, mit denen die Mischung durchfeuchtet wird (spasmolytisch).
Glauben Sie nicht?
Versuchen Sie es!

#96 |
  10
Dr. Rolf Wagels
Dr. Rolf Wagels

@Sylvia Räsenhöft: Dagegen spricht gar nichts, wenn man es ehrlich so benennt! Das steht doch auch schon weiter unten! Nur: Das machen die Homöopathen ja so nicht, sondern es wird weiter behauptet, es gebe noch viel mehr…

#95 |
  0

Es geht hier nicht um die Verteidigung der Profitinteressen der Pharmaindustrie wie es die Heilpraktiker gern behaupten.
Es geht um die Verteidigung einer der größten Errungenschaften der Menschheit: Die evidenzbasierte Medizin.
Abgesehen davon dass die Globuliproduzenten & Co. mittlerweile ein Teil der profitgierigen Pharmaindustrie sind, fürchtet die Pharmaindustrie eine saubere evidenzbasierte Medizin genauso wie die Voodooheiler, weil auch ein großer Teil der etablierten Medikamente eine Brandmarkung durch die evidenzbasierte Medizin fürchten muss.

Aus den Studien, die Frau Parsch hier dankenswerterweise vorgebracht hat, geht hervor, dass Homöopathiepatienten weder durch die Heilpraktiker noch durch Globuli “geheilt” werden, sondern durch die Zeit (Selbstheilungskräfte) und den Plazeboeffekt.
Der “heilende Effekt” der homöopathischen “Anamnese” könnte sehr viel besser und nachhaltiger durch Zuwendung und Gespräche von/mit anderen Menschen ohne wirtschaftliche Interessen erreicht werden.

Nichts an der Homöopathie rechtfertigt den mit ihr verbundenen Rückschritt in mittelalterlichen Aberglauben.

#94 |
  9

Diese Diskussion hier (und einige vorangegangene) erinnern sehr an ein Streitgespräch zwischen Richard Feynman (Quantenphysiker und Nobelpreisträger) mit jüdischen Theologiestudenten. Feynman, selbst Jude, hat letzten Endes frustriert aufgegeben, wie er in seinem Buch “Sie belieben wohl zu scherzen”, schreibt. Er kam einfach nicht gegen die religiöse Wagenburg an. So ist es auch hier. Amüsant zu lesen, aber leider sinn- und zwecklos, das Ganze.

#93 |
  7
Sylvia Räsenhöft
Sylvia Räsenhöft

Ein Letztes noch von mir. Und sicher werden einige sagen, endlich. Und auf die Gefahr hin,daß ich mich jetzt dumm und kleingläubig präsentiere, stelle ich noch eine Frage: Was ist gegen einen klassisch wirkenden Placeboeffekt, der zudem noch durch Strukturen unterstützt wird, einzuwenden? Wenn auf diese Weise die Selbstheilungskräfte aktiviert werden? Was Anderen Dingen im System ja offensichtlich nicht genug gelingt. Wenn durch “Nichts” geheilt oder gelindert wird statt eines Antibiotikums beim Virusinfekt zum Beispiel. Oder wenn jemand die passenden Globuli gegen seine Kopfschmerzen gefunden hat. Und das Fläschchen für 8,50 eine ganze Weile reicht und keine Nebenwirkungen hat…
Wahrscheinlich wird jetzt jedes einzelne Wort wieder widerlegt mit Studien usw.

#92 |
  8
Bernd Harder
Bernd Harder

@Gast:

“Wie gesagt, Homöopathie entstammt der geistigen Schöpfungsebene und ist grundsätzlich durch Naturwissenschaften nicht beurteilbar.”

Falsch.

Was man in jedem Fall beurteilen kann, ist *ob* eine Methode wirksam ist oder nicht, völlig unabhängig vom Wirkmechamismus.

Selbst die Frage, ob Gebete wirksam sind oder nicht, kann man wissenschaftlich untersuchen.

Resultat im Fall Homöopathie: wirkungslos.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/studie-aus-australien-homoeopathie-nicht-besser-als-placebo-12887980.html

#91 |
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Bernd Harder
Bernd Harder

@ Dr. med. Siegfried Fischer:

“Homöopathie ist Religion. Die Frage ist: geht es den Gläubigen besser, wenn man sie vom Unsinn ihres Konstrukt es über zeugt ?”

Das ist ein wichtiger Punkt.

Gläubige “überzeugen” zu wollen, ist in der Tat leidlich sinnlos und auch nicht das Ziel des Netzwerks.

Die Ziele sind:

“Unser Anliegen ist der informierte Patient. Wir möchten erreichen, dass die therapeutische Unwirksamkeit homöopathischer Präparate über den Placebo-Effekt allgemein bekannt wird.

Homöopathie ist ein falsches Versprechen. Sie sollte im öffentlichen Bewusstsein einen ähnlichen Stellenwert wie Astrologie oder Alchemie einnehmen.

Dieses Ziel schließt die Aufklärung darüber, was Homöopathie wirklich ist, ebenso ein wie die Auseinandersetzung mit der sehr erfolgreichen Homöopathie-Lobby und den politischen Unterstützern der Homöopathie auf allen Ebenen.

• Zu unseren Forderungen gehört die Abschaffung der Apothekenpflicht für homöopathische Mittel. Diese suggeriert dem Patienten eine Wirksamkeit und stützt maßgeblich das positive Image der Homöopathie.

• An die Politik appellieren wir, den rechtlichen Sonderstatus der Homöopathie zu beenden und den sogenannten Binnenkonsens aufzuheben. Als „Besondere Therapierichtung“ ist die Homöopathie von einem Wirksamkeitsnachweis befreit. Homöopathische Mittel gelangen durch die bloße Registrierung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf den Markt:

„Die Schaffung der Rechtsfigur Besondere Behandlungsrichtungen sanktioniert Parallelwelten, die in einem auf nachvollziehbaren Belegen fußenden Versorgungssystem keinen Platz haben.“

• An Universitäten, Hochschulen sowie in der ärztlichen Fort- und Weiterbildung hat Homöopathie ebenfalls nichts verloren:

Es ist Zeit für die Wissenschaft, damit aufzuhören, der Alternativmedizin das Trittbrettfahren zu erlauben. Es kann nicht zwei Arten von Medizin geben – konventionelle und alternative. Es gibt nur Medizin, die angemessen untersucht worden ist oder eben nicht, Medizin, die wirkt, und Medizin, die nur vielleicht oder gar nicht wirkt.“

• Zugleich treten wir für eine „bessere“ (das heißt: patientenorientierte) Medizin anstelle „alternativer“ Medizin ein. Dazu erklärt die ehemalige homöopathische Ärztin Dr. Natalie Grams:

„Wichtig wäre, dass Hausärzte Gespräche wieder leisten können, wieder bezahlt bekommen und ihren Patienten anbieten können […] Als Homöopathin konnte ich meinen Patienten Zeit schenken, ich konnte in Gesprächen Ängste nehmen, Diagnosen erklären, in Ruhe verschiedene Therapiemöglichkeiten aufzeigen, beraten und begleiten oder erarbeiten, welche Möglichkeiten ein Patient selbst hat.

Lässt man das Globuli Verschreiben weg, dann sind diese Punkte wertvoll, solange sie sich am modernen medizinischen Kenntnisstand orientieren.“

#90 |
  3
Bernd Harder
Bernd Harder

@Frau Räsenhöft:

“Es geht doch wohl, wie an vielen Stellen, darum, wer Recht hat.”

Nein, es geht um Fortschritt und wirksame Medizin:

https://www.skeptiker.ch/evidenzbasierte-medizin-oder-wie-wir-wissen-koennen-was-wirkt-und-was-nicht/

#89 |
  2
Bernd Harder
Bernd Harder

@Eva Kurzweil:

“Höchst amüsant sind diese gequälten Aufschreie gegen die Homöopathie”

Sie meinen ernsthaft, mich “gequält aufschreien” zu sehen?

Wenn ja, dann vielleicht allenfalls gegen das unfassbare Unwissen, dass Homöopathie-Anhänger hier wie woanders immer wieder stolz zum besten geben.

“nun, es ist wie es ist: Alles ist Schwingung”

Ich nehme nicht, dass Ihnen die reale physikalische Bedeutung dieses Begriffes wirklich bekannt ist? Ansonsten kämen Sie kaum auf die Idee, das ernsthaft auf die Homöopathie zu übertragen.

Da “schwingt” nämlich überhaupt nichts:

https://www.gwup.org/inhalte/56-themen/parawissenschaften/743-esoterik-und-physik

#88 |
  2
Bernd Harder
Bernd Harder

@Heiko Mäder-Höhn:

“Menschen hilft die keine Chemiemedikamente vertragen oder die davon noch kränker geworden sind.”

@Gast:

“Und ob Chemie heilt bezweifle ich sehr stark, vielleicht das Symptom, aber keine Ursachen. Und aus was wohl die Chemie besteht?!”

Und aus was wohl Ihr Körper besteht?!

Können Sie mir irgendeinen Organismus auf Erden zeigen, der nicht aus “Chemie” besteht?

Was glauben Sie beide denn, was Lebewesen anderes machen als Chemie?

Schlangengift ist auch dann tödlich, wenn die Schlange artgerecht gehalten wird.

Andererseits ist gentechnisch hergestelltes Insulin sicherer und genauso wirksam, wie jenes, das man früher aus Schweinen gewonnen hat.

Anscheinend wissen Sie auch nicht, dass die meisten neuen Medikamente auf Naturstoffen basieren.

Sie kommen in der Natur vor, etwa in Pflanzen oder Tieren, sind mit Naturstoffen verwandt oder imitieren deren Wirkprinzip.

Ein Beispiel ist das Krebsmedikament Taxol, das natürlicherweise in der Pazifischen Eibe vorkommt. Oder der Wirkstoff Galantamin aus dem Kaukasischen Schneeglöckchen, der gegen Alzheimer-Demenz eingesetzt wird.

#87 |
  1
Eva Kurzweil
Eva Kurzweil

Höchst amüsant sind diese gequälten Aufschreie gegen die Homöopathie…….nun, es ist wie es ist: Alles ist Schwingung….!

#86 |
  22
Otto Re.
Otto Re.

@Räsenhöft:
“Ein Placebo hilft nicht mehr, wenn es als solches benannt wird”
Auch das ist falsch.
Auch sog. offene Placebos (engl.: open-label (“honest”) placebos) wirken.
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMp1504023

#85 |
  1
Bernd Harder
Bernd Harder

@Gast:

“der besondere Stoff Wasser, mit seinen vielfältigen, zum Teil erst neu erforschten Speichermöglichkeiten, dem sog. Wassergedächtnis. Von hier führt der Weg (wie gesagt, vielleicht für einige Wenige) zum Verständnis der Homöopathie.”

Für einige Wenige, die sich nicht informieren, vielleicht.

Emoto war Künstler, kein Wissenschaftler, und seine “Versuche” konnte nie repliziert werden.

Die Idee vom “Wassergedächtnis” ist schlicht gesagt Unsinn:

http://blog.gwup.net/2014/10/20/masaru-emoto-ist-tot/

http://blog.gwup.net/2011/11/13/kein-wassergedachtnis/

#84 |
  0
Bernd Harder
Bernd Harder

@ Elisabeth Ramsperger-Frech

“Homöopathie wirkt und ist mittlerweile auch Studien belegt.”

Sie sind leider sehr schlecht informiert:

http://blog.gwup.net/2015/10/18/studien-daten-und-die-realitatsverweigerung-der-homoopathen-vom-dzvha/

“Das Eine tun ohne das Andere zu lassen! Die beste Behandlung für Patienten wäre Allopathie und Homöopathie kombinieren!”

Völlig falsch:

http://blog.gwup.net/2015/06/21/ein-bund-zwischen-arzten-und-heilpraktikern-das-freut-nur-die-pseudomediziner/

#83 |
  3
Bernd Harder
Bernd Harder

@Benedikt Roth:

“Geld regiert die Welt… Wo man nichts verdienen kann – das muss verschrien werden…

Daraus darf ich schließen, dass Sie Ihre Patienten umsonst behandeln?

Davon abgesehen, verdienen Homöopathen und Heilpraktiker sehr gut im Vergleich zu Ärzten:

http://blog.gwup.net/2014/07/18/die-absurde-finanzielle-ungleichbehandlung-von-arzten-und-heilpraktikern/

#82 |
  4
Bernd Harder
Bernd Harder

@Gast:

“Bin kein Heilpraktiker, doch diesen Herren geht es wohl darum, Ihre Gelddruckmaschinerie Pharmakonzerne zu schützen!”

Es sind nicht nur Herren, sondern auch Damen, und niemand vom “Netzwerk” steht auf der Gehaltsliste von Pharma o.ä.

Sehr bezeichnend, dass Geld anscheinend das einzige Motiv für gesellschaftliches Engagement ist, das Sie sich vorstellen können.

Zu Ihrer Information von der Pressekonferenz des “Netzwerks”:

“Natürlich wissen wir, dass auch in der Evidenzbasierten Medizin, in unserem Gesundheitssystem, bei der Pharmaindustrie, vieles im Argen liegt. Aber das macht Homöopathie nicht wirksamer.

Die Alternative zu schlechter Medizin ist nicht “Alternativ”-Medizin, sondern bessere Medizin. Und dafür treten wir ein.”

Oder ausführlich:

http://blog.gwup.net/2013/04/21/skeptiker-als-pharma-soldner/

#81 |
  3
Sylvia Räsenhöft
Sylvia Räsenhöft

Was aber ist damit gewonnen, wenn nur die homöopathische Beratung wirkt? Ich möchte mir das gern vorstellen, rein praktisch. Es fällt mir schwer. Ein Placebo hilft nicht mehr, wenn es als solches benannt wird. Was gibt man dem Patienten dann mit? Verläßt er sich darauf, daß das Gespräch reicht? Oder hilft dann das allopatische Mittel besser mit der langen Nebenwirkungsliste? Das dann auch noch vom anderen Hersteller(wieder mal) ist.
Bei aller Skepsis und allem wissenschaftlich nachgewiesenem Nichtseinkönnen berauben wir uns einer schonenden Heilmethode.
Sie hat sicherlich ihre Grenzen, aber auch ihre Stärken.

#80 |
  16
Bernd Harder
Bernd Harder

@Heilpraktikerin Barbara Krause:

“Nachdem Homöopathie, lt Meinung aller Gegner (auf welchen Gehaltslisten die wohl stehen) völlig wirkungslos ist, verstehe ich das ganze Aufgerege und Gehetze nicht.”

DAS ist genau der Punkt.

Das “Netzwerk Homöopathie” schreibt dazu:

“• Die größte Gefahr der Homöopathie liegt in der Überschätzung. Das Vertrauen auf ihr angeblich grenzenloses Heilpotenzial kann dazu führen, dass bei schwerwiegenden Erkrankungen effektive Maßnahmen verzögert oder ganz unterlassen werden.”

• Neben der unmittelbaren Schädigung von Patienten (gesundheitlicher und finanzieller Art) sehen wir ein gesamtgesellschaftliches Gefahrenpotenzial: Die Homöopathie diskreditiert die evidenzbasierte Medizin und unser wissenschaftlich-rationales Denken und Handeln. Sie ist damit auch ein Einfallstor für andere esoterische, noch gefährlichere Heilungsversprechen.

Zitat Prof. Edzard Ernst:

„Wenn wir glauben, dass das Schütteln von Hochpotenzen uns heilt, wenn wir an die mystischen Kräfte und diesen ganzen Käse glauben, wenn die Menschen beginnen, wissenschaftliches Denken abzulehnen und der medizinische Aberglaube zurückkehrt, dann kappen wir unsere besten Traditionen, dann sind wir auf dem Weg zurück ins Mittelalter.“

Zitat Dr. Christian Weymayr:

„Wenn man spezifische Wirkungen von Homöopathie, obwohl unmöglich, für möglich hält, verliert man die verlässlichen Kriterien, die uns die Naturgesetze, die Mathematik und die Logik vorgeben – wir verlieren damit die einzige, allgemeingültige und objektive Entscheidungsgrundlage.
Wir müssen uns stattdessen auf subjektive Kriterien verlassen, auf unser Gefühl, auf das Hörensagen, auf unsere Erfahrung. Und damit werden wir manipulierbar.
Wer an Homöopathie glaubt, kann kein übersinnliches Phänomen, keinen faulen Zauber, kein rhetorisches Blendwerk und keine Verschwörungstheorie argumentativ entkräften, weil er nicht sagen kann, warum die Homöopathie glaubwürdiger sein soll als jene Behauptungen.“

#79 |
  2
Bernd Harder
Bernd Harder

@Frau Räsenhöft:

“Wissen Sie das ganz genau? Es gibt so viel, was nicht für möglich gehalten wird. und doch existiert. (Und ich sehe mich nicht in der esotherischen Ecke.) Vielleicht bekommt dereinst jemand den Nobelpreis dafür, daß er das “sonstwas” entdeckt hat.”

Ja, das wissen wir ganz genau.

Der Punkt bei der Homöopathie ist nicht, dass wir etwas “noch nicht” wissen. Sondern wir wissen bereits hier und heute absolut sicher, dass Homöopathie nicht funktioniert und warum sie gar nicht funktionieren kann.

Homöopathie widerspricht keinem wandelbaren wissenschaftlichen Forschungsstand, der sich in zehn oder 50 oder 100 Jahren oder auch jederzeit ändern kann – sondern sie widerspricht fundamentalen Erkenntnissen, darunter einigen Naturgesetzen.

Dazu mehr:

“Warum die Homöopathie auch in Zukunft nicht bewiesen werden wird”:

http://homoeopathie-neu-gedacht.blogspot.de/2015/08/warum-die-homoopathie-auch-in-zukunft.html

#78 |
  3
Nichtmedizinische Berufe

Zur Frage, WAS an der Homöopathie wirkt – die Gespräche oder die Mittel – gibt es ja auch ganz eindeutige Studien.

Hier ein Beispiel:

http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/11/17/wirkt-homoopathie-und-wenn-ja-wie.html

Ich zitiere:

Sarah Brien hat zunächst einmal den Einwand berücksichtigt, dass der ganze homöopathische Versorgungsprozess irgendwie besonders sei. Sie bildete daher zwei Gruppen, eine in der die Patienten konventionell medizinisch beraten wurden und eine, in der eine bekanntlich aufwändigere homöopathische Beratung beziehungsweise Anamnese und Befunderhebung durchgeführt wurde.

Die Patienten in der Gruppe mit schulmedizinischer Beratung wurden dann weiter randomisiert (= per Zufall in Gruppen aufgeteilt):
Sie bekamen entweder
– die von dem Homöopathen empfohlene homöopathische Komplextherapie,
– oder ein Placebopräparat in identischer Aufmachung.

In der Gruppe, in der homöopathisch beraten wurde, wurden die Patienten bei der Medikation sogar in drei Gruppen randomisiert, nämlich

– Placebo,
– Komplexbehandlung oder
– individuelle homöopathische Zubereitung.

(…)

Resultat: (…)

Bei den sekundären Endpunkten Schmerzempfinden, Zahl der geschwollenen Gelenke, Patientenselbsteinschätzung auf Wochenbasis und Stimmung zeigten sich dagegen jeweils signifikante Vorteile für jene Patienten, die homöopathisch beraten wurden im Vergleich zu jenen, die nur medizinisch beraten wurden.

Das interessante Ergebnis ist nun, dass es innerhalb der Beratungsgruppen jeweils keinerlei Unterschiede gab. Es war also egal, ob die Patienten Placebo, Komplexhomöopathie oder individuell zubereitete homöopathische Medikamente bekamen, solange sie nur vorher homöopathisch beraten wurden. Anders gesagt: Reden ist wirksam, Globuli sind es nicht.

#77 |
  2
Nichtmedizinische Berufe

#74 Frau Räsenhöft

Nur allzu gerne vertrösten Homöopathen auf zukünftiges Wissen.
Spekulation ist nur leider kein Argument.

Denn wenn eines sicher ist: Wenn wir alle heute noch nicht wissen, in welche Richtung sich unser Wissen entwickeln wird, dann wissen es die Homöopathen AUCH NICHT.

Seriös kann man immer nur auf der Basis des heutigen Wissens beraten. Patienten das blaue vom Himmel zu versprechen mit der Begründung, die ferne Zukunft werde einen schon rechtfertigen, das ist NICHT seriös.

Erst recht nicht, wenn halt handfeste Gründe (siehe meine älteren Kommentare) explizit dagegen sprechen.

#76 |
  3
Nichtmedizinische Berufe

#65 Frau Räsenhöft

“”Ich finde, evidenzbasiert ist wichtig, keine Frage. Aber nicht nur.””

Also, Sie finden komplett unbelegte, gesichertem Wissen widersprechende Behauptungen sollten dem Patienten als gleichwertig zu Verfahren präsentiert werden dürfen, die ihren Nutzen nachgewiesen haben?
Und dass es ok ist, wenn man dem Patienten diese Unterschiede komplett verschweigt?

“Dinge, die wir nicht verstehen und die doch funktionieren, machen offensichtlich nervös.”
Ja.
Hat halt nichts mit der Homöopathie zu tun.
Die verstehen wir ja. Die Globuli sind Placebos.

“Es geht doch wohl, wie an vielen Stellen, darum, wer Recht hat. Deshalb wohl auch jedesmal die Frage nach Studien und Belegen, die von Verfechtern der Homöopathie gefordert werden.”
Nein, nicht deshalb.
Sondern weil saubere Nachweispflicht für Versprechungen eigentlich für alle bestehen sollten.
Und auch, weil es doch uns alle interessiert, wenn die Physik und andere Naturwissenschaften in den letzten 150 Jahren komplett falsch lagen. Denn das müssten sie, wenn Stoffe in kompletter Abwesenheit gezielt wirken sollen.

“”Die wissen selber, daß in den Globuli nichts drin ist. Und sie können nicht genau erklären, wie es funktioniert. Und trotzdem stehen sie dahinter. Sie haben Erfahrungen gesammelt.”
‘Die’ bieten halt dann esoterische Scheinerklärungen. Schwingungen, Wassergedächtnis, Informationen und – am schlimmsten – die armen Quanten.
Dass Einzelerfahrungen ohne statistischen Vergleich Korrelation (zeitliches Zusammenfallen) und Kausalität (Ursache-Wirkung-Beziehung) nicht unterscheiden können, ist dem Laien leider meist nicht bekannt.
Studien vergleichen erheblich mehr Erfahrungen als das der Einzelne je leisten könnte.

“Ich erlebe häufig genug, daß Menschen mir Rückmeldung geben, daß ihnen Homöopathie geholfen hat.”
Und in den anderen Fällen schiebt man es auf das falsche Mittel, auf zu viel Kaffee, einen schlechten Homöopathen,…
Und niemand kümmert sich um die Frage, ob nicht erfolgreiche Fälle und erfolgreiche Genesungen nicht exakt im selben Verhältnis stehen, wie bei Placebobehandlung.

“”Mir ist es egel, ob das jetzt Placeboeffekt war oder nicht. Es hat geholfen und das zählt für mich.””
Das ist aber sehr kurzsichtig.
Man wird wieder krank.
Und dann möchte man doch wissen, was bei der erneuten Erkrankung am sinnvollsten ist: Hat man beim letzten Mal mit einem Placebo gearbeitet oder nicht – die Frage ist auf einmal sehr wichtig, wenn man noch nicht weiß, ob ein Placebo wieder genügt.

“”Ich meine, was sich bewährt hat – auch über lange Zeiten – muß nicht verteufelt werden.””
Niemand verteufelt.
Die Aufforderung zum rationalen Umgang mit der Faktenlage ist kein “Verteufeln”. Der Hinweis auf den Placebocharakter ist kein “Verteufeln”.

Es ist die Grundlage zur rationalen Einschätzung des Verfahrens.
Es ist die Grundlage zum Herausfiltern der nützlichen Anteile.
Es ist die Voraussetzung, diese noch effizienter zu nutzen.

#75 |
  2
Sylvia Räsenhöft
Sylvia Räsenhöft

#70 Ute Parsch

Wissen Sie das ganz genau? Es gibt so viel, was nicht für möglich gehalten wird. und doch existiert. (Und ich sehe mich nicht in der esotherischen Ecke.) Vielleicht bekommt dereinst jemand den Nobelpreis dafür, daß er das “sonstwas” entdeckt hat…

#74 |
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A. Ullrich
A. Ullrich

OH MEIN NICHTS… alle, die sagten, dass Homöopathie nicht schade, mögen bitte dann in diesem Kommentar lesen: “Heute hatte ich eine Rückmeldung einer jungen Mutti, die ihrem Kind letzte Nacht das erste Mal mit einem homöopatischen Mittel statt mit Zäpfchen im Pseudokruppanfall helfen konnte. Und, wie sie mir versicherte, half es besser als sonst mit den Zäpfchen.”
Das Kind hat Pseudokruppanfälle und wird vermutlich ab sofort nur noch mit Globulis behandelt, weil zufälligerweise in diesem Fall der Anfall weniger schlimm war. Mit Pseudokrupp ist nicht zu spaßen und bei Luftnot mit Zucker zu helfen, ist genau die Gefahr um Leib und Leben, die durch Homöopathie entsteht!!

#73 |
  4
Nichtmedizinische Berufe

#70 Frau Räsenhöft

Fließschnupfen vergeht in aller Regel von selbst. Es ist also nicht nur nicht erstaunlich oder gar ein Wirksamkeitsbeleg für Homöopathika, wenn Patienten irgendwann nach der Einnahme hier Besserungen erleben – es ist unvermeidlich.

__Wirklich__ skeptische Menschen kennen den Post hoc ergo propter hoc-Irrtum: Nicht alles, was NACH einer Einnahme geschieht, geschieht deshalb.
Schauen Sie sich Ihr Post doch einmal darauf an:
0) Sie suchen sich ein Mittel aus. Danach gibt es 2 Möglichkeiten
1) Es geht Ihnen besser -> Sie folgern, das Mittel hat gewirkt
2) Es geht Ihnen nicht besser -> Sie folgern, Sie haben das falsche Mittel -> gehe zurück auf Null.

In diesem Gedankengang ist als unhinterfragte Voraussetzung drin: Homöopathie wirkt. Sie hinterfragen das nicht – und können es in diesem Kreislauf auch nie erkennen.

Dass Globuli nicht besser sind als Placebos, das kann man untersuchen, wenn man nicht innerhalb dieses Zirkelschlusses bleibt, sondern saubere Untersuchungen macht.

In Globuli ist nur Zucker drin.
Kein Wirkstoff
Und auch keine esoterischen Schwingungen, Informationen, Quanten oder sonstwas. Nur Placebo.

#72 |
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Nichtmedizinische Berufe

#67 Gast

Es ist überhaupt nicht erstaunlich, dass Hahnemann Patienten der Oberschicht hatte. Als Dozent in Leipzig verlangte er Honorare, die sich die UNterschicht nicht leisten konnte.
Außerdem war die Medizin damals noch dem Mittelalter verhaftet, basierte nicht selten auf der 4-Säfte–Lehre, behandelte mit Aderlass oder Einläufen nicht selten hächst schädlicher Stoffe.
Daraus ein Argument für heute ziehen zu wollen, ist absolut nicht sinnvoll, lässt es doch 200 Jahre Medizingeschichte außer Acht.

Und NOCHMAL: Niemand leugnet, dass die Gespräche, die Kontext- und Placeboeffekte greifen. Ich zitiere NOCH EINMAL Claudia Witt:

“die wichtige versorgungsrelevante Information ist: Es konnte nicht gezeigt werden, dass homöopathische Arzneimittel besser wirken als Placebo. (…)
Wir haben in einer grossen Beobachtungsstudie die gesamte homöopathische Behandlung mit Arztgespräch und Diagnosestellung untersucht und bei chronisch kranken Patienten grosse ­Effekte gefunden. Bringe ich das zusammen mit der bereits geschilderten Evidenzlage, wird klar: Da muss was anderes wirken als die Arzneimittel. Die Homöopathie hat eine besondere Arzt-Patienten-Interaktion. Daraus könnte man interessante Anregungen für die Medizin insgesamt übernehmen.”

Also: Man würde gerne schauen, wie die Gespräche den Patienten genau helfen. Man würde gerne diese Teile, aus denen man was lernen kann, genauer anschauen. Das geht aber erst, wenn die sinnlose Diskussion um den verklärten Zauberzucker weg ist.

#71 |
  3
Sylvia Räsenhöft
Sylvia Räsenhöft

#68 Dr.Andreas Breß

Oh, man muß hier aber genau aufpassen, was man schreibt. Ich meine, daß nichts an Stoff in den Globuli ist, aber es trotzdem wirkt.
Homöopathie hilft auch, wenn keine Gesprächstherapie im Rahmen der Homöopathiebehandlung erfolgt, sondern auch, wenn ich in der Apotheke ein passendes Mittel gegen zBsp. Fließschnupfen, andauernden Brechreiz in der Schwangerschaft empfehle. Heute hatte ich eine Rückmeldung einer jungen Mutti, die ihrem Kind letzte Nacht das erste Mal mit einem homöopatischen Mittel statt mit Zäpfchen im Pseudokruppanfall helfen konnte. Und, wie sie mir versicherte, half es besser als sonst mit den Zäpfchen.
Und, ich gebe es zu, wir waren beide skeptisch.
Zur Erklärung noch folgendes. Ich bin selbst jedesmal skeptisch, wenn ich für Beschwerden, die ich habe, mir ein Mittel suche. Skeptisch und eher von der pessimistisch-sorgenvollen Sorte. Und ein Sicherheitsmensch. Und ich bin diejenige, die eigentlich immer alles verstehen möchte. Und ich wurde immer wieder von homöopatischen Mitteln überzeugt. Und wenn mal ein Mittel versagt, hab ich es nicht richtig ausgesucht, dann war es das andere von den beiden, zwischen denen ich mich nicht entscheiden konnte.
Von daher mein Einsatz hier heute Abend.

#70 |
  13
Nichtmedizinische Berufe

#66 ?? (Schade, dass die Namen falsch wiedergegeben werden…)

Ich kann Sie beruhigen: Es sind nicht allein Sie.
Es ist das Gespräch, das den Patienten Zeit zum Aussprechen gibt, Zeit zum Reflektieren, Zeit, sich ernst genommen zu fühlen, Zeit zu akzeptieren.

Und die monatelange Behandlung: Zeit genug, dass Schübe vergehen und alle mittelfristig heilenden Beschwerden eben vergehen.

Aber auch, wenn es Sie überrascht oder gar zu Zynismus inspiriert: Das ändert an der Faktenlage nichts. ;-)

#69 |
  2
Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

@Sylvia Räsenhöft: Niemand bezweifelt die Effekte, die eine Gesprächtherapie im Rahmen der Homöopathiehandlung haben kann. Aber die Aussage: “Die wissen selber, daß in den Globuli nichts drin ist.” stimmt leider nicht, die Homöopathen sprechen ganz klar von einer Wirkung über den Placeboeffekt hinaus. Wenn dem nicht so wäre, wäre ja alles gut. Und im Übrigen auch erklärbar, daher habe ich auch keine Angst. Warum nicht einfach genau das zugeben, was sie selbst schreiben?

#68 |
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Gast
Gast

Es ist schon seltsam, dass gerade sehr bekannte und hochintelligente Menschen sich von Hahnemann (Erfinder der Homöopathie ) behandeln liessen. Wer die Wirkung dieser beeindruckenden Medizin kennengelernt hat, der wird sich von so infamen Behauptungen nicht beeindrucken lassen. Besonders viele Menschen, denen die Schulmedizin nicht helfen konnte oder die unter “Austherapiert ” liefen, haben hiermit dann doch Verbesserung oder Heilung erfahren können. Das lässt sich einfach nicht leugnen, sonst wären Interesse und Nachfrage nicht so groß. Der Standesdünkel ist kein Weg, um zu beeindrucken. Gerade in der Medizin ist es wichtiger mit Menschenliebe und -interesse bei der Sache zu sein. Ja, es gibt auch noch solche Schulmediziner, aber leider immer seltener. Selbst zu Knie-Operationen gibt es Studien, dass der Effekt nicht besser war als in der Gruppe der Placebo-OPs. Leider stehen heute zunehmend wirtschaftliche Interessen im Vordergrund und gerade in dem Bereich bringt das viele Gefahren mit sich, aber keine Vorteile. Eine Gesellschaft, die noch nie so gute Voraussetzungen hatte gesund zu sein, ist heute immer mehr in Abhängigkeit der ärztlichen Bestätigung dazu und laut den ständig steigenden Ausgaben immer kränker. Der Patient wird nicht mehr vorrangig
aufgeklärt, sich gesund zu verhalten, sondern er wird von Medikamenten auf Dauer abhängig gemacht. Ja, es gäbe viel zu verbessern und wenn das ehrlich angegangen wird und nicht wie hier ein Sündenbock gesucht und voller Neid und Mißgunst aus dem Weg geschafft werden soll, dann könnte unsere Medizin auch wieder glaubhaft werden. Somit bräuchte es dann auch keine Zwangs-Versicherung mehr.

#67 |
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Otto Re.
Otto Re.

Antwort zu #63: Echt jetzt Frau Parsch?,
Sie wollen doch mir als sehr erfolgreicher Heilpraktikerin nicht einreden, dass ICH es bin, die heilt, und nicht die Globuli?
Wow, wusst ich gar nicht, dass ich soo gut bin.

Gruß von #56

PS: Ab jetzt trau ich mich auch an die Kinder mit Leukämie ran!

#66 |
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Sylvia Räsenhöft
Sylvia Räsenhöft

#43 Dr. Rolf Wagels

Ich finde, evidenzbasiert ist wichtig, keine Frage. Aber nicht nur. Dinge, die wir nicht verstehen und die doch funktionieren, machen offensichtlich nervös. Es geht doch wohl, wie an vielen Stellen, darum, wer Recht hat. Deshalb wohl auch jedesmal die Frage nach Studien und Belegen, die von Verfechtern der Homöopathie gefordert werden. Die wissen selber, daß in den Globuli nichts drin ist. Und sie können nicht genau erklären, wie es funktioniert. Und trotzdem stehen sie dahinter. Sie haben Erfahrungen gesammelt.
Ich erlebe häufig genug, daß Menschen mir Rückmeldung geben, daß ihnen Homöopathie geholfen hat. Mir ist es egel, ob das jetzt Placeboeffekt war oder nicht. Es hat geholfen und das zählt für mich.
Und, wenn es eine Handvoll ist, dann ist das genug.
Und, nein, ich bin nicht für den Aderlaß. Ich meine, was sich bewährt hat – auch über lange Zeiten – muß nicht verteufelt werden.

#65 |
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Nichtmedizinische Berufe

#57 Gast

Darf ich es sagen?
Die Leukämiekarte ist ganz, ganz schlechter Stil.

Nein, leider können nicht alle Kinder gerettet werden.
Trotzdem erzielt man gerade bei Leukämie auch gute Erfolge.
Mehr Erfolge als man sie mit Esoterik jemals haben könnte.

Vor allem aber ist es kompletter Unsinn, dass man den Patienten nicht seriös über den Placebocharakter der Globuli informieren solle, bis man alle, alle anderen Probleme gelöst hat.

Welchen rationalen Grund soll es haben, Verbraucherschutz auszuhebeln, bis man auf gänzlich anderen Gebieten Erkenntnisfortschritte hat?

#64 |
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Nichtmedizinische Berufe

@56 Gast

Die wesentlichen Argumente hatte ich schon angeführt, aber gerne etwas ausführlicher.

1) Dass Stoffe in kompletter Abwesenheit wirken, ist mit unseren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr(!) vereinbar

Hahnemann wusste noch nichts über Atome, Moleküle,… Er wusste nicht, dass er die Wirkstoffe komplett entfernt.
Heute wissen wir viel mehr über Atome, Moleküle.
Wir wissen dass und warum Wirkung verschwindet, wenn man Stoffe verdünnt und schließlich entfernt.
Wir wenden das sogar als Nachweismethode im Labor an, dass Eigenschaften verschwinden, wenn man die vermutete Ursache entfernt.
Gezielte Wirksamkeit in Abwesenheit ist mit unserem Wissen aus Physik, Chemie, Biologie,… einfach nicht mehr verträglich.

2) Dies bestätigt die Studienlage. Die große Metaanalyse des NHMRC habe ich gerade verlinkt.

“”These claims have been widely disproven by multiple studies, but the National Health and Medical Research Council (NHMRC) has for the first time thoroughly reviewed 225 research papers on homeopathy to come up with its position statement, released on Wednesday.
“Based on the assessment of the evidence of effectiveness of homeopathy, NHMRC concludes that there are no health conditions for which there is reliable evidence that homeopathy is effective,” the report concluded.”

3) Natur ist widerspruchsfrei. Die Homöopathie ist es nicht.
Innerhalb ihres Gedankengebäudes existieren zahlreiche innere Widersprüche. Es existieren zahlreiche einander widersprechende Varianten in der Praxis.
Das ist ein klarer Hinweis auf den Placebocharakter: Nur bei einem Placeboverfahren, ist die genaue Inszenierung gleichgültig, so lange nur der jeweilige Therapeut sie überzeugend inszeniert.
Bei einem echten Naturphänomen könnten sich nicht einander widersprechende Varianten in der Praxis “bewähren”.

4) Dass ein Placebo in der Praxis nicht entlarvt werden kann, das zeigt die Medizingeschichte deutlich. Nicht einmal schädliche Verfahren, wie der Aderlass konnten als schädlich erkannt werden.
Weil jeder, der eine noch so schlechte Behandlung übersteht, verbreitet “mir hat es geholfen!” – der Post hoc ergo propter hoc- Irrtum.
Placebo = es wird gefallen: Positive Erfahrungen werden versprochen!

Die Homöopathie punktet bei Bagatellen im Alltag und bei chronischen Kranken, die ihre Krankheit in Schüben erleben und die oft eine besonders intensive ZUwendung durch den Therapeuten benötigen; sie fühlen sich in ihrer chronischen Krankheitssituation in der das Zwischenmenschliche vernachlässigenden Medizin nicht verstanden und finden in der Homöopathie die vertrauensvolle Zuwendung, die ihnen hilft, neu zu fokussieren.

Über Gesprächseffekte, Kontexteffekte und Placeboeffekte sind die positiven Erfahrungen verstehbar.

Wir haben aus wissenschaftlicher Sicht ein absolut stimmiges Gesamtbild der Homöopathie.

5) Das bestätigt zum Beispiel mit Claudia Witt auch eine Professorin für Komplementärmedizin, die sicher keine Gegnerin der Homöopathie ist – war sie doch als Stiftungsprofessur 5 Jahre lang für die Carstens Stiftung tätig

Dennoch sagt sie erst letztes Jahr: “die wichtige versorgungsrelevante Information ist: Es konnte nicht gezeigt werden, dass homöopathische Arzneimittel besser wirken als Placebo. (…)

Wir haben in einer grossen Beobachtungsstudie die gesamte homöopathische Behandlung mit Arztgespräch und Diagnosestellung untersucht und bei chronisch kranken Patienten grosse ­Effekte gefunden. Bringe ich das zusammen mit der bereits geschilderten Evidenzlage, wird klar: Da muss was anderes wirken als die Arzneimittel. Die Homöopathie hat eine besondere Arzt-Patienten-Interaktion. Daraus könnte man interessante Anregungen für die Medizin insgesamt übernehmen. ”

Das ist in sehr guter Übereinstimmung dessen, was Kritiker sagen:
– Es sind NICHT die Globuli.
– Es sind die Gespräche.
– Lasst es uns so den Patienten sagen, damit das nicht falsch beworben und angewendet wird
– Lasst uns die Gesprächsinteraktionen genauer anschauen und für die echte Medizin daraus lernen – zum Wohle des Patienten

#63 |
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Otto Re.
Otto Re.

@Gast#57: “Da tun sich hochintelligente Menschen zusammen um nachzuweisen dass Homöopathie nicht wirkt?”
Mal ganz ehrlich…nix kapiert?
Dass H. nicht wirkt, haben doch nicht diese ‘hochintelligenten Menschen’ entdeckt, sondern Tausenden von Wissenschaftlern und Ärzten ist es in 200 Jahren nicht gelungen, einen Wirkungsnachweis über Placeboniveau zu entdecken. Und jetzt wollen diese ‘hochintelligenten Menschen’ das auch denjenigen verklickern, die es immer noch nicht kapiert haben wie Gast#57
Gut so, und höchste Zeit.

#62 |
  3

Die Kommentare von Nichtärzten und Nichtapothekern hier beweisen wieder mal, dass eine solide wissenschaftliche Ausbildung eine unverzichtbare Voraussetzung für die berufliche Zulassung aller im Gesundheitswesen verantwortlich Tätigen sein sollte.
Diese Kommentare zeigen in erschreckender Weise wie schnell wir sonst wieder bei mittelalterlichem Aberglauben und Voodoomedizin landen ….
Der Status der evidenzbasierten Medizin ist offensichtlich noch längst nicht gesichert.

#61 |
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Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

äh ich hab den Kommentar 59 gesetzt, bin aber eigentlich nur ein GAST und nicht Dr. Andreas Breß, ich kann das auch gar nicht einstellen oder ändern. bin auch nicht eingeloggt. DOCCHECK bitte mal checken/fixen.

#60 |
  1
Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

Leicht verständlich kritisiert Prof. Martin Lambeck die Homöopathie aus physikalischer Sicht: https://www.youtube.com/watch?v=mOkWxw8L0go

es lohnt sich, auch für Homöopathen ;-)

Spannend ist auch das aktuelle Buch des Gesundheitswissenschaftler Norbert Schmecke: Der Glaube an die Globuli – Die Verheißungen der Homöopathie http://blog.gwup.net/2016/01/02/schmacke-die-besonderen-therapierichtungen-aus-dem-sozialgesetzbuch-streichen/

Spannend ist auch, dass Homöopathiegläubige immer glauben, das Kritiker von der Pharmaindustrie bezahlt sein müssen. Sie können sich einfach nicht vorstellen, dass die Kritiker einfach ein fundierteres Wissen haben. Tja.
http://blog.gwup.net/2016/01/01/hurra-wir-homoopathiekritiker-bekommen-geld-von-der-farmerindustrie-nicht/

#59 |
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Gast
Gast

Müssen Kinder immer noch an Leukämie sterben?
nicht mehr lange, denn jetzt gibts ja das hier:
http://www.repertorium-online.de/krankheiten/Leukaemie.html

#58 |
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Gast
Gast

Mal ganz ehrlich…Da tun sich hochintelligente Menschen zusammen um nachzuweisen dass Homöopathie nicht wirkt? Habt ihr denn nichts besseres mit eurer Zeit anzufangen? Solltet ihr eure studierten neunmalklugen Köpfe nicht mal mit wichtigeren Fragestellungen beschäftigen wie z.B. Wie wirksam sind unsere Krebstherapien wirklich? Müssen Kinder immer noch an Leukämie sterben? Usw…Stattdessen stürzen sich solche Leute auf etwas das sie nicht erklären können weil es sich wissenschaftlich nicht nachweisen lässt? Wo sind wir eigentlich hingekommen? Kein Wunder dass unser Gesundheitssystem nicht nur krank sondern todsterbenskrank ist!!!

#57 |
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Gast
Gast

>>Lass mal sehen, vielleicht kann ich was von Dir lernen…

#56 |
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Nichtmedizinische Berufe

#48 Heiko Mäder-Höhn

Ich bin ganz bei Ihnen, dass es im Gesundheitswesen einige Dinge gibt, die zu verbessern sind.

Das ändert aber nichts daran, dass es nichts hilft, die Situation noch komplizierter zu machen, indem man esoterische, unserem gesicherten Wissen widersprechende Verfahren ins Gesundheitswesen integriert.

Es gibt keinen logischen Grund, mit dem Verbraucherschutz vor der Homöopathie halt zu machen. Der Patient hat auch hier ein Recht darauf, über den Faktenstand korrekt informiert zu werden.

Und der Faktenstand, das ist doch ein wenig mehr als “auf nichts gestützte Besserwisserei”, wie Sie es nennen:

– Dass Stoffe in kompletter Abwesenheit wirken, ist mit unseren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr(!) vereinbar
“”These claims have been widely disproven by multiple studies, but the National Health and Medical Research Council (NHMRC) has for the first time thoroughly reviewed 225 research papers on homeopathy to come up with its position statement, released on Wednesday.

– Dass in Übereinstimmung mit dieser theoretischen Erwartung kein Nachweis einer Placeboüberlegenheit der Globuli gelang (http://www.theguardian.com/lifeandstyle/2015/mar/11/homeopathy-not-effective-for-treating-any-condition-australian-report-finds
“”“Based on the assessment of the evidence of effectiveness of homeopathy, NHMRC concludes that there are no health conditions for which there is reliable evidence that homeopathy is effective,” the report concluded.””)

– Innere Widersprüche und nebeneinander existierende einander widersprechende Varianten bestätigen das Bild.

Vielleicht zeigt Ihr Kommentar auch nur, wie dringend etwas mehr werbefreie Information ist. Denn nein:

Wenn jemand irgendwo an einem unplausiblen Verfahren Kritik übt, sollte die erste Frage NICHT sein, ob man den Kritiker verunglimpfen kann, ihm irgendwie finanzielle Interessen unsterstellen kann – nein, die erste Frage sollte sein: Was hast Du denn für Argumente und Daten? Lass mal sehen, vielleicht kann ich was von Dir lernen…

#55 |
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Nichtmedizinische Berufe

#51 Dagmar Paulik

“”Ich könnte nicht davon leben, wenn die Homöopathika nicht wirksam wären.””

Das wissen Sie genau woher?

Haben Sie in Ihrer Praxis Studien durchgeführt, die die Kontexteffekte herausrechnen?
Niemand behauptet, dass die intensive Patientengespräche nicht den Focus des Patienten beeinflussen. Der Faktor Zeit spielt seine eigene Rolle bei einer nicht selten Monate andauernden Behandlung.

Professor Ring, Allergologe, erzählt in seinen Vorträgen gerne “„Ich bekomme noch Dankespost zu Weihnachten von einem Patienten mit der Aussage ‘Sie haben mich geheilt’. Der war in der Placebogruppe.“

Auch Allergien sind chronische Krankheiten. Doch dieser Patient wurde nachweislich unter Placebobehandlung “geheilt” – und würde nie glauben, dass er nicht “wirksame” Medikamente bekommen hat.

Wie schließen Sie aus, demselben Irrtum zu unterliegen?
“Gefühlt” oder durch Daten?

#54 |
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Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

Frau Paulik: Haben Sie Nachweise Ihrer Heilung? Publikationen in peer reviewed Magazinen? Nein? Dann bleibt das eine sehr anmaßende Behauptung….
Und ja, die Kasse zahlt inzwischen auch Homöopathie (liest hier eigentlich jemand die Kommentare vor ihm?).
Rolf Wagels (das System hier schreibt bestimmt gleich wieder Dr. Andreas Breß hin…)

#53 |
  7
Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

@Heiko Mäder-Höhn: a) Wenn sie was gegen die Pharmaindustrie haben, habe ich einen Tipp: Gründen Sie ein Netzwerk!
Zu denweiteren, üblichen Ausaagen: Weißen Sie bitte nach, dass Homöopathie seit Jahrzehnten (warum eigentlich nicht Jahrhunderten) hilft. Und: Alles ist Chemie. Und gerne würden wir Spenden entgegennehmen, aber leider kommt keiner, der spendet….

#52 |
  7
Dagmar Paulik, Heilpraktikerin
Dagmar Paulik, Heilpraktikerin

Seit 20 Jahren bin ich als klassische Homöopathin und Heilpraktikerin tätig und habe u.a. ADS, Erkältungsanfälligkeit, rez. Cystitiden, Neurodermitis, Depressionen mit homöopathischen Einzelmitteln geheilt. Wer nicht privat versichert ist oder eine Zusatzversicherung hat, muß selbst zahlen. Ich könnte nicht davon leben, wenn die Homöopathika nicht wirksam wären.
Es wird Zeit, daß wir miteinander arbeiten, es eine Zusammenarbeit zwischen Arzt und Heilpraktiker gibt. Was nützt es, sich gegenseitig zu diffamieren? Ich hoffe, das Bewusstsein der Menschheit steigt und die Herzen öffnen sich. Krieg macht doch keinen Spaß, oder?

#51 |
  19
Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

@ Dr. Andreas Breß Sorry, das war mein Kommentar, wohl ein Software-Fehler…

#50 |
  1
Dr. Andreas Breß
Dr. Andreas Breß

@Heiko Mäder-Höhn Wenn Sie die früheren Kommentare lesen wollen… war alles schon da.

#49 |
  4
Arzthelfer

Wenn sich nur all die selbsternannten Besserwisser und Homöopathiekritiker mal ebenso intensiv mit den Machenschaften der Pharmaindustrie und den Nebenwirkungen derer Medikamente befassen würden und dagegen was unternehmen würden. Nein, da muss etwas herhalten was seit Jahrzehnten Menschen hilft die keine Chemiemedikamente vertragen oder die davon noch kränker geworden sind. Was bekommen diese Kritiker denn von der Pharmaindustrie für diese massive und ungerechtfertigte Verunglimpfung? Heutzutage sollte das ja immer die erste Frage sein, bei soviel, auf rein gar nichts gestützter Besserwisserwisserei. Haben diese Leute nichts vernünftiges zu tun?

#48 |
  29
Gast
Gast

Globuli werden nicht von Krankenkassen bezahlt?
Let me google that for you:
http://www.lmgtfy.com/?q=Globuli+Krankenkassen#

“ob Chemie heilt bezweifle ich sehr stark”
Ich beglückwünsche Sie zu ihrem chemiefreien Körper und wünsche jetzt schon viel Heilerfolg mit der geistartigen Kraft

#47 |
  3
Gast
Gast

Ich bestimme schon selbst, was mein Körper bekommt. Ach ja, Globuli werden nicht von Krankenkassen bezahlt. Und ob Chemie heilt bezweifle ich sehr stark, vielleicht das Symptom, aber keine Ursachen. Und aus was wohl die Chemie besteht?!

#46 |
  17
Otto Re.
Otto Re.

Homöopathiekritik muss lauter werden.
http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/pharmazie/nachricht-detail-pharmazie/kommentar-homoeopathie-kritik-muss-lauter-werden/
Den besten Kommentar zur neu gegründeten Homöopathiekritiker-Gruppe liest man nicht hier, sondern bei apotheke-adhoc. Lesenswert.
Ausgewogen argumentierend und frei von Polemik.
Könnten sich einige hier ‘ne scheibe abschneiden

#45 |
  3
Gast
Gast

@Gast #Kommentar 33: Und was soll das ganze Gedächtnis des Wassers helfen, wenn es am Ende nicht mehr da ist? Das wird am Ende auf Zucker aufgesprüht und getrocknet – es ist also weg. Und damit auch das, was das Wasser angeblich gespeichert hat. Hat Zucker denn auch Gedächtnis? Wurde das auch erforscht?

#44 |
  4
Dr. Rolf Wagels
Dr. Rolf Wagels

Sylvia Räsenhöft:
Warum evidenzbasiert? Weil wir doch alle wissen wollen, ob es wirklich wirkt, oder etwa nicht?
Können Sie belegen, dass es “genug Ärzte, Heilpraktiker, Apotheker und Patienten, die mit der Homöopathie erfolgreich sind?” gibt?
Wissen, welches Jahrhunderte alt ist, und wirkt, zählt. Aderlaß ist auch Jahrhunderte alt, sollen wir den auch wieder einführen, nur weil er alt ist?
Schrieben Sie da gerade wirklich den Klassiker? Wer heilt, hat Recht? Woher wissen Sie denn, wer heilt? Muß man das nicht nachweisen, reicht da eine Behauptung? Ich denke nicht, daher gilt: Wer Heilung nachweist, hat Recht!

#43 |
  7
Dr. Rolf Wagels
Dr. Rolf Wagels

@Robert Wagner: Es geht nicht um den Inhaltsstoff an sich, sondern um die Wirksamkeit. Und die ist nicht gegeben, daher wird auch niemand nass.
@ Gast darunter: ISS KLAR!

#42 |
  3
Sylvia Räsenhöft
Sylvia Räsenhöft

Warum muß alles immer ganz genau nachweisbar sein? Evidenzbasiert? Da kommt dann wieder das Geld ins Spiel, das nicht unnütz ausgegeben werden soll.
Gibt es nicht genug Ärzte, Heilpraktiker, Apotheker und Patienten, die mit der Homöopathie erfolgreich sind? Es gibt jahrhunderte altes Wissen, das plötzlich nicht mehr zählt – da meine ich nicht nur die Homöopathie. Alles plötzlich für die Katz? Nur, weil nicht nachweisbar, wie es wirkt? Schade. Ich finde, wer heilt, hat Recht. Und wenn alle Seiten sich gegenseitig ergänzen, unterstützen und respektieren und jeweils ihre Grenzen kennen und akzeptieren würden, hätten wir alle einen Nutzen davon.
Und wer über eine lange Zeit Menschen mit Homöopathie geholfen hat und das voller Begeisterung, muß sich bei den Menschen nicht für deren Heilung entschuldigen, wenn er plötzlich nicht mehr hinter der Homöopathie steht.

#41 |
  14
Heilpraktiker

Ich halte zwar nichts von Auswüchsen jeglicher Art, aber die Netzwerbegründer sollten sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sonst könnten sie auch naß werden, wenn es regnet und der Regen ist nicht weit weg, wenn ich z.B. an offiziell zugelassene und von Gynäkologen verordnete Präparate denke, hergestellt aus dem Urin trächtiger Stuten usw.

#40 |
  16
Gast
Gast

Na, dann schreiben Sie bitte in Zukunft auf Chemotherapeutika, dass es sich um die chemisch abgewandelte Form des Senfgases handelt (es wurde lediglich ein Molekül ausgetauscht), dass es KEINE einzige Wirksamkeitsstudie zur Chemotherapie gibt, dass es KEINE nachweislichen Heilungen durch Chemotherapie gibt, aber die Patienten unsäglich unter der Therapie leiden, in der Hoffnung auf Heilung, es ein Vermögen kostet usw. Homöopathie ist da doch Harmlos dagegen, selbst wenn es Ex.-can. ist. Bei Ex.-can. und Ur.-equi. handelt es sich um zwei äußerst selten eingesetzte Mittel, die wenigsten homöopathisch arbeitenden Therapeuten werden diese Mittel bisher jemals eingesetzt haben. Und ob ein Arzneimittel Ekel erregt oder Ethisch nicht vertretbar ist, dass hängt auch vom Patienten ab. Sagen Sie mal einem Spinnenphobiker, dass er jetzt „Aranea Diadema“ verabreicht bekommt. Dass sich die Doccheck Redaktion immer wieder zu solch reißerischen Artikeln verleiten lässt und offensichtlich keine journalistische Recherche leistet, sondern Artikel unkritisch übernimmt, ist doch ziemlich schwach. Falls Ihnen die Themen einmal ausgehen sollten, schreiben Sie doch was über Eigenurintherapie, das lässt sich richtig schön reißerisch und ekelig ausschlachten.

#39 |
  19
Dr. Rolf Wagels
Dr. Rolf Wagels

Moin
@Hanns Gehrmann: Wirklich? Ich dachte das Tiere kennen kein Placebo Argument sei out? Wo doch lange bekannt ist, dass einen Placebo by proxy Effekt gibt, der bei Tieren und bei Babys wirkt? Bitte mal recherchieren, hier könnten Sie anfangen: http://lmgtfy.com/?q=Placebo+bei+tieren
Woher wissen Sie, dass global verunglimpft wird? Und das keine Detailkenntnis vorliegt? Und warum werden Sie persönlich und greifen Kritiker an? Gibt es keine Fakten oder Argumente?

#38 |
  6

Homöopathie ist Religion. Die Frage ist: geht es den Gläubigen besser, wenn man sie vom Unsinn ihres Konstrukt es über zeugt ?

#37 |
  12
Gast
Gast

Wie gesagt, Homöopathie entstammt der geistigen Schöpfungsebene und ist grundsätzlich durch Naturwissenschaften nicht beurteilbar..

#36 |
  15
Medizinjournalist

Es ist immer wieder beachtlich, wie link und hinterlistig gegen Ungeliebtes argumentiert wird.
Gewiss gibt es auch in der Homöopathie Auswüchse – wie auch in der Schulmedizin, bei der nun wirklich nicht alles Gold ist, was glänzt. Trotz hervorragender Erfolge insbes. der Apparatemedizin.

Aber ganz und gar einen Zweig der Medizin global zu verunglimpfen, können sie nur Schuldmedizyniker (die Steigerung des Schulmediziners) leisten, die in ihrer Borniert- und Voreingenommenheit Schuld auf sich laden, indem sie zynisch ihre Patienten körperverletzen, weil sie ihnen schonende Heilweisen vorenthalten und mit “Bomben” miss-, statt behandeln.

Hätten diese Dummschreiber sich nur ein Mal die Mühe gemacht, Tiere dabei zu beobachten, wie sie gesunden. Selbst, nachdem schul-tiermedizynische Misshandlung kläglich versagte.

Wer global verunglimpft – ohne Detailkenntnis und nur auf Basis von Vorurteilen – kann nicht erwarten, dass man ihn/sie für wirklich intelligent hält. Allenfalls für einen Fachidioten.

“Der Glaube, die Einbildung sind es die heilen, nicht die Homöopathie”. Die Wahrheit beweist das Tier, weil es ja fest an die Behandlung glaubt und sich diese einbildet. Wie borniert muss doch mancher Mensch sein.

#35 |
  25
Kinderdok
Kinderdok

@Ramsberger-Frech
– Habe eine volle Praxis, auch ohne Globuli
– Finde trotzdem Zeit, Muße und ärztlich-ethische Verpflichtung, über Globuli aufzuklären
– Habe viel recherchiert, aber keine Studie gefunden, die unter Cochrane-Kriterien eine Wirkung der H. beweist, die über Placebo hinausgeht
– Habe mich “in meiner Freizeit”, wie schön Sie das formulieren, mit H. ausreichend beschäftigt, auch in Weiterbildungen, und bin wieder davon abgekommen.

Aber danke.

#34 |
  4
Gast
Gast

Damit beginnt das Verständnis (vielleicht noch nicht bei jedem ) http://www.wasser-hilft.de/emoto_artikel.htm
In diesem Buch “Der sechste Sinn und seine Phänomene: Physikalische und neurophysiologische Grundlagen der Wahrnehmung von Hyperschall” steht sehr viel zum Thema : der besondere Stoff Wasser, mit seinen vielfältigen, zum Teil erst neu erforschten Speichermöglichkeiten, dem sog. Wassergedächtnis. Von hier führt der Weg (wie gesagt, vielleicht für einige Wenige) zum Verständnis der Homöopathie.

#33 |
  19
Elisabeth Ramsperger-Frech
Elisabeth Ramsperger-Frech

Die haben Probleme! Wenn uch selbst gut bin, habe ich eine volle Arztpraxis und keine Zeit um gegen die Homöopathie zu wettern. Ich würde anraten eine Homöopathieweiterbildung zu machen. Die Freizeit wäre besser ausgenutzt. Homöopathie wirkt und ist mittlerweile auch Studienbelegt.
Das Eine tun ohne das Andere zu lassen! Die beste Behandlung für Patienten wäre Allopathie und Homöopathie kombinieren!

#32 |
  17

Frau Wöhrle,
Danke für den Link:
HOMÖOPATHISCHE ARZNEIMITTEL: KEIN UNTERSCHIED ZU PLAZEBO
http://www.arznei-telegramm.de/html/2005_09/0509077_01.html

Sie meinten doch den hier, oder?

#31 |
  7
Helga Wöhrle
Helga Wöhrle

Ich kann jedem hier nur empfehlen, einmal das Arznei-Telegramm (http://www.arznei-telegramm.de/) zu lesen. Dann tritt doch das ganze Geschrei hier um die vermeintlich wirkungslose Homöopathie in den Hintergrund. Es gibt durchaus Schlimmeres, vor dem man Patienten schützen sollte.

#30 |
  14
Kinderdok
Kinderdok

@Axel Brandauer
Ok, lassen wir das Gerede vom Geld. Sprechen wir doch über Ethos in der Behandlung von Kranken und Hilfesuchenden. Sprechen wir auch über die Verantwortung, die Ärzte und Apotheker haben, wenn sie ihre Macht als Placebo “verkaufen”.
Als Arzt beginne ich da, wo ich arbeite: Ich biete gar keine Globuli an. Warum können das die Apotheker nicht auch? Oder verkaufen Sie dem von Ihnen genannten Patienten auch geriebene Stierhoden, wenn er ausreichend lange nachfragt?

#29 |
  9

Wenn die ausscheidungen von Tieren helfen warum nicht.
Tierversuche für die Pharmaindustrie stelle ich mir schlimmer vor.
Komplementäre Medizin ist die beste, wenn ein Arzt oder Heilpraktiker die Grenzen der eigenen Kompetenz erkennt und der Patient dadurch die bestmögliche Behandlung bekommt.

#28 |
  15
Heilpraktiker

@ Norbert Aust
ich wollte an dieser Stelle und in dieser Form auch keinen allgemeingültigen Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie erbringen!
Ich finde Ihre Kritikpunkte allesamt nachvollziehbar und sollten selbstkritisch in den einschlägigen Kreisen,(es gibt übrigens auch bei den Heilpraktikern durchaus selbstkritische Stimmen) diskutiert werden.
Ich würde mir einfach nur ein differenzierte Sicht auf die Dinge wünschen.

#27 |
  6

Lassen wir doch das Gerede über Geld. Im richtigen Leben wird außerhalb der Medizin und Pharmazie mit Sch%&$§ überall Geld gemacht (nicht verdient).
Nach jahrzehntelanger Tätigkeit in der Offizin frage ich: Was soll ich einem Kunden/Patienten sagen, der nach tage- oder wochenlanger Behandlung z.B. einer Erkältung, ein homoeopathisches Mittel nachfragt. Ein Mittel, über das ich ihn durch Erklärung der naturwissenschaftlichen Ansichten und der homoeopathisch methodischen Ansichten, so vollständig wie gewünscht, aufgeklärt habe. Er kauft das Mittel trotz (oder wegen) der Beratung. Er kommt wieder und berichtet über einen Erfolg.
Jeder von uns Fachleuten hat nun eine Erklärung parat, ich verzichte auf eine Aufzählung.
Medizin/Pharmazie ist eben manchmal (oft?) wie Religion. Es ist gar nicht wichtig, ob es (einen) Gott gibt und ob man ihn beweisen kann. Wer ihn spürt, glaubt an ihn.
Und wir stehen da mit all unserem Fachwissen. Manchmal wissen wir genau was abgelaufen ist (wie im obigen Beispiel) manchmal staunen auch wir.
Aufklärung ist ein mühsames Geschäft. Oft frage ich mich, ist sie in der naturwissenschaftlichen Nüchternheit, die wir darzustellen in der Lage sein sollten, überhaupt erwünscht.
Jetzt zieht hier die Fasnet nit Musik und Narri und Narro vorbei. Ein anderes Leben ruft.
Wir glauben daran. Ich muss gehen.

#26 |
  2
Norbert Aust
Norbert Aust

@ Daniel Patrak

>>sondern es gibt durchaus im niedrigen “Potenzbereich” noch nachweisbaren Wirkstoff. Beachte man z.B. die Wirkung von Hormonen

Dann kommen wir zum zweiten Problem der Homöopathie, nämlich die Sache mit der Ähnlichkeit. Es ist nicht nur die Frage zu diskutieren, ob Homöopathika irgendeine Wirkung ausüben kann, sondern auch darum, ob das die Wirkung ist, die ihnen in der homöopathischen Lehre auch zugeordnet wird. Soweit ich weiß, sind die Homöopathen bislang den Beweis für die allgemeine Gültigkeit dieses Prinzips schuldig geblieben.

Und dann muss man sich schon fragen, wie es zu einer Wirkung kommen soll. Sie haben die Hormone herangezogen, ein etwas extremes Beispiel vielleicht, da diese bekanntermaßen schon in kleinsten Mengen Effekte hervorrufen können.

Ich begebe mich auf das andere Ende der Skala und nehme das Speisesalz, Natrium muriaticum oder Natrium chloratum. In jeder beliebigen Materia Medica werden hunderte bis tausende Symptome aufgeführt, die auf eine ziemlich umfassende Wirkung dieses Mittels hindeuten. Wie soll die von Natrium muriaticum D6 oder D3 oder gar als Urtinktur, in der üblichen homöopathischen Tagesdosis verabreicht, hervorgerufen werden?

Dass es einzelne Stoffe gibt, die vielleicht in niedrigsten Dosen eine Wirkung erzielen können kann nicht als Beweis dafür gelten, dass das bei den in der Homöoapthie verwandten Mitteln generell der Fall ist. Der Rückschluss von einzelnen Extremfällen auf die Allgemeinheit ist ein logischer Fehlschluss.

#25 |
  7
Gast
Gast

Die Frage ist doch, was die Globuli-Behandlung tatsächlich bringt, bzw. ob sie überhaupt etwas bringt. Die angeblichen Erfolge beschränken sich doch sowieso auf Unpässlichkeiten, die von allein wieder vergehen. Was bringt es z.B. den Kindern, die heute von klein auf mit Globuli “angefüttert” werden, die sie ganz bestimmt nicht brauchen, wenn sie sich irgendwo gestoßen haben oder weil sie ein wenig Bammel vor der nächsten Klassenarbeit haben? Ein völlig falsches Signal. Diese Kinder werden nicht lernen, dass solche Kleinigkeiten ganz von allein heilen bzw. dass man Stresssituation ganz gut meistert, wenn man sich gut vorbereitet und lernt, ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen. Es nutzt den Kindern auch nicht, wenn Mutti in Eigenregie Globuli gibt, wenn das Kind Ohrenschmerzen hat….bis das Trommelfell platzt und Hörschäden die Folge sind. Globuli werden nicht nur von hom. Ärzten verschrieben, sondern auch von Heilpraktikern mit einem medizinischen Wissen, dem ich persönlich überhaupt nicht vertraue, seitdem ich weiß, wie die HP ausgebildet werden und was die “Überprüfung vor dem Gesundheitsamt” bedeutet… Immer mehr Mütter fühlen sich als die Ärztin im Haus aufgrund von homöopathischen Foren und “Fachliteratur”, die meterweise in den Buchhandlungen steht. Und zuguterletzt: Leider gibt es keine Grenzen mehr. Inzwischen wird postuliert, dass die wirkstofflosen Kügelchen wirksamer Schutz seien bei Infektionskrankheiten wie Malaria, Ebola, Aids…man propagiert eine vielversprechende Krebsbehandlung (auch ausschließlich homöopathisch!) und dergleichen mehr. Wenn die Patienten wieder wüssten, dass sie über ein Selbstheilungssystem verfügen, könnten die Placebopillen getrost wegfallen, denn dafür brauchen wir die Pseudomedizin ganz bestimmt nicht. Und wenn jemand wirklich krank ist, hilft auch ein Placeboeffekt nicht, der oft vorübergehend auftritt und den Patienten in falscher Sicherheit wiegt – denn eine behandlungsbedürftige Erkrankung schreitet derweil munter fort; Viren und Bakterien kümmern sich nicht um die kleinen Kügelchen. Wem etwas fehlt (z.B. ein Gespräch), dem helfen Freunde mehr als bezahlte Zuhörer, und wer krank ist, braucht wirksame Medikamente. Wo also der Nutzen sein soll, erschließt sich nicht wirklich. Und ich bin nicht damit einverstanden, dass die Krankenkassen dafür ihre Beiträge erhöhen, während andere Therapien nicht bezahlt werden. Ich begrüße dieses Netzwerk sehr und wünsche ihm viel Erfolg in der Aufklärung gegen Quacksalberei.

#24 |
  15
Norbert Aust
Norbert Aust

@ Barbara Krause

Welcher Schaden entsteht, wenn Sie sich bei ernsthaften Beschwerden einer wirkungslosen Behandlung unterziehen, bzw. einer solchen, die nur auf einem Placebo-Effekt beruhen kann?

Welcher Schaden entsteht, wenn Sie sich homöopathisch beispielsweise einer Vorbeugung gegen die Folgen von Zeckenbissen unterziehen und diese erweist sich als wirkungslos?

@ Gast #11

Respekt, in welcher Kürze und Prägnanz sie alle Stammtisch-Parolen – oder soll ich lieber sagen Müttertreff-Parolen – zusammenfassen konnten, ohne auch nur näherungsweise darzulegen, auf welche Quellen Sie sich beziehen, oder ob es sich dabei um eine Art gefühlte Wahrheit handelt.

Ich darf Sie übrigens beruhigen: Die Pharmalobby zahlt ziemlich schlecht, nämlich gar nicht. Haben Sie sich mal gefragt, wer die Heilpraktiker und andere Homöopathen bezahlt, die so häufig das Hohe Lied der Homöopathie singen?

@ Gast #12

Ich bezweifle nicht, dass Sie die Abfolge Tier ist krank – Tier erhält ein Homöopathikum – Tier wird gesund oft gesehen haben. Aber war auch die Gabe der Zuckerkügelchen die Ursache dafür, dass das Tier erfreulicherweise gesund wurde? Woher wissen Sie das? Das ist jetzt nicht die Frage des ‘Wie?’ sondern des ‘Ob überhaupt?’

Und was ist so toll am ‘natürlichen Ursprung’? Pesterreger sind auch natürlichen Ursprunges. Dieselöl ist auch ein Naturprodukt, denn es ist näher mit dem natürlich vorkommenden Rohstoff (=Erdöl) verwandt als zum Beispiel Brot, das beim Backen einige chemische Umwandlungen durchläuft.

@ Doris Reinfeld
Mit Ihrem Argument haben Sie ja klar bewiesen, dass der Alkohol-Abusus nützlich ist. Seit Jahrtausenden unterzieht sich ein deutlichrn Anteil an der Bevölkerung einer solchen Behandlung.

#23 |
  7
Heilpraktiker

Ich amüsiere mich hier köstlich….und finde es geradezu symptomatisch (man beachte das subtile Wortspiel), dass immer, wenn es um Homöopathie geht, die Wogen hoch schlagen. Bei so kontrovers diskutierten Themen ist es doch oft der güldene Mittelweg, der als richtiger erscheint.
Mir ist die Diskussion zu undifferenziert. Homöopathie bewegt sich nicht ausschließlich im Immateriellen, sonder es gibt durchaus im niedrigen “Potenzbereich” noch nachweisbaren Wirkstoff. Beachte man z.B. die Wirkung von Hormonen, so wird man feststellen können, dass Potenzen bis zur D6 Wirkstoffe an Rezeptoren binden lassen, wie man sie eben von hormonellen Wirkungen her kennt. Bei Potenzen im C-Bereich …..

#22 |
  18
Gast
Gast

Mich freuen ja immer die Kommentare, die darauf hinweisen, dass die Pharma ja nur Geld verdienen will. Nur gut, dass die Hersteller von Homöopathika nicht zur Pharmabranche zählen, dass diese ihre Produkte kostenlos an die Verbraucher abgeben, genauso wie die Apotheken, die diese Medikamente verkaufen, die nie eine Wirkung nachweisen mussten… Herzlichen Dank auch an die homöopathischen Ärzte, dass sie für Anamnese und Behandlung nichts verlangen. Einen ganz besonderen Dank auch an die Heilpraktiker. Ganz besonders. Bei Ihnen sehe ich doch, wie notwendig es ist, den Patienten sachliche Informationen zur Verfügung zu stellen. Könnten wir auch sachlich miteinander diskutieren? Was spricht dagegen, Informationen zur Verfügung zu stellen? Jedermann zugänglich, tatsächlich kostenlos? Warum haben Sie so ein großes Interesse daran, dieses Netzwerk schlechtzureden? Was hat die Homöopathie denn zu befürchten, wenn sie denn so gut ist?

#21 |
  7
Otto Re.
Otto Re.

Schaden durch Homöopathie: Lest das!
Jakob starb: Haft für Eltern und Arzt
http://kurier.at/politik/jakob-starb-haft-fuer-eltern-und-arzt/730.649
Das nenn ich übel. Da gehört aufgeklärt! Und wurde zurecht bestraft.
Ein Einzelfall? Sicher nicht. Unterlassene Hilfeleistung durch Verzögerung einer wirksamen Therapie ist doch Tagesgeschäft bei den Homöopathen.

@#9 HP Krause
“Hundekaka hat selbstredend nichts mit vernünftiger Homöopathie zu tun”?
Und was ist dann das hier?
http://www.netzwerk-homoeopathie.ch/fileadmin/_dateien_netzwerk/Excrementum_caninum.pdf
78 PDF-Seiten Arzneimittelprüfung und Fallberichte zu verdünnter, pardon potenzierter Hundesscheiße!
Nur hab ich nirgendwo einen Hauch von Kritik seitens der offiziellen Homöopathie-Organe gelesen. warum wird das toleriert?
Weil Homöopathie intern nicht kritikfähig ist, ohne Gefahr zu laufen, das ganze Lügengebäude zum Einsturz zu bringen.

#20 |
  10
Natalie Grams
Natalie Grams

Und wenn Ihr doch bitte mal aufhören wolltet, das olle Kohle Argument immer wieder zu bemühen: dass Geld mit wirkungslosem Zucker verdient wird (von wem? Von Pharmaunternehmen!), ist ja wohl der Witz der Medizingeschichte.

Und bevor das Argument der Kohle nun auch bei unserer Motivation genannt wird: nein, die Millionen der Pharmaindustrie, die wir mit unserem Netzwerk verdienen, geben wir nicht wieder her!

#19 |
  4
Gast
Gast

Mich wundert, dass die Kosten für Globuli übernommen werden, deren “Wirksubstanz” so niedrig dosiert ist, dass sie nicht mehr nachweisbar ist. Gleichzeitig werden die Preise für Medikamente kritisiert, die in jahrelangen teuren Studien ihre Wirksamkeit beweisen mussten. Die Kosten für andere Maßnahmen, von denen jeder weiß, dass sie die Gesundheit fördern, werden oft gar nicht übernommen: So wird z.B. für Ernährungstherapie die gleiche Evidenz erwartet wie für Medikamente. Das dürfte schwierig werden, da Obst und Gemüse sowie deren Erzeuger noch weniger Geld für Studien zur Verfügung haben als Hersteller, die Zucker zu Kügelchen pressen und teuer in der Apotheke verkaufen.

#18 |
  6
Heilpraktiker

Geld regiert die Welt…
Wo man nichts verdienen kann – das muss verschrien werden…

schade…

#17 |
  27
Natalie Grams
Natalie Grams

Guten Tag zusammen,
dass die normale Medizin ihre Mängel und Gefahren hat, ist uns (als Ärzten sowieso) bewusst. Aber macht dies die Homöopathie wirksamer? Nein. Die Mängel des einen Systems (evidenzbasierte Medizin) wiegen mitnichten den Totalschaden des anderen (Homöopathie) auf.
Uns geht es darum, Laien und auch Homöopathen darüber aufzuklären, was Homöopathie wirklich ist. Die Verklärung dieses vorwissenschaftlichen Verfahrens ist unheimlich. Und stellt 200 Jahre Aufklärung und medizinischen Fortschritt auf den Kopf.
Uns geht es darum, dass Patienten sich informieren können, bevor sie sich der Homöopathie zuwenden. Ohne Verklärung.
Der Artikel oben stellt unsere Ziele nicht richtig dar, denn es geht uns nicht darum die Homöopathie zu diffamieren oder sie schlecht zu machen. Sie IST ein überholtes Verfahren, das leider überall über den Klee gelobt wird – dagegen wollen wir uns einsetzen, denn fair ist das gerade gegenüber notleidenden und hilfesuchenden Patienten nicht.

#16 |
  12

Angesichts der vielen geschönten Studien aus der Allopathie und der Zulassung nicht oder unzureichend geprüfteter Medikamente in deren Gefolge Menschen sterben oder im besten Falle chronisch krank werden, halte ich den Schaden, den die Homöopathie anrichten soll, für vernachlässigbar. Schlimm ist nur, wenn ein Arzt oder Heilpraktiker nicht die Grenzen der eigenen Kompetenz erkennt und der Patient dadurch nicht die bestmögliche Behandlung bekommt,was unter Umständen auch nur ein Gespräch sein muss… Darin sind meistens die Homöopathen besser.
Es wäre sicher hilfreich, wenn man nach
Wissenschaftlichkeit ruft, selbst sachlich und nach allen Seiten hin ergebnisoffen zu bleiben.

#15 |
  11
Norbert Aust
Norbert Aust

@ Beate Rösch

>> Allerdings sehe ich hier den viel größeren Bedarf darin, dass sich Menschen zusammen tun und den echten Nutzen von chemischen Präperaten aus der Schulmedizin prüfen und darüber informieren.

Aber das steht Ihnen doch völlig frei! Gründen Sie ebenfalls ein Netzwerk, das sich dieser Aufgabe annimmt und ich bin sicher, Sie würden vielleicht sogar Unterstützer finden, die auch in unserem Netzwerk aktiv sind. Voraussetzung ist, dass es mit seriösen Tatsachen geschieht. Also nicht RTL (‘Ratschen, Tratschen, Labern’) sondern ZDF (‘Zahlen, Daten, Fakten’). Wir sind uns bewusst, dass auch die Medizin ihre Probleme hat und es da durchaus handfeste Missstände gibt. Haben uns aber doch nun mal dem Thema Homöopathie zugewandt.

Was würden Sie von der Argumentation eines sagen wir Taschendiebs vor Gericht halten, der auf die viel größere Bedeutung der vielen Betrugsfälle in Deutschland hinweist, dass man doch viel besser diese verfolgen sollte als nun ausgerechnet ihn. Was nun auch deshalb ungerecht ist, weil man ihn als Einzigen jetzt herausgepickt hat aus allen Taschendieben, die es gibt. Entlastet ihn das?

>> Wenn man sich mal von 20 Menschen deren Geschichte anhört …

Haben Sie auch nur einigermaßen belastbare Angaben, in welchem Ausmaß das der Fall ist? Natürlich, es wird viel über negative Fälle berichtet – gibt es aber keine guten? Wissen Sie, wie viele Ärzte es in Deutschland gibt – und wenn jeder nur einen Fehler im Jahr macht, wie viele ‘Fälle’ das dann gibt? Eine Fehlerquote von einem Fehler pro Jahr ist für menschliche Tätigkeit außerordentlich niedrig, wenn Sie leicht feststellen können, wenn Sie mal ehrlich überprüfen, wie oft Ihnen Fehler unterlaufen.

>> Aber wenn man uns Laien vor den katastrophalen Auswirkungen falscher, schlechter oder profitorientierter schulmedizinischer Behandlung schützen würde, dann würde das tatsächlich mal einen echten Nutzen für den Patienten haben.

Wie groß sind diese Auswirkungen denn? Worin bestehen die?

#14 |
  9
Doris Reinfeld
Doris Reinfeld

Wenn die Homöopathie gänzlich nutzlos wäre, warum gibt es sie dann schon seit über 200 Jahren? Nur ist mit ihr nicht viel Profit zu machen, vor allem nicht für die Pharmaindustrie.
Aus Pferdeurin werden auch Medikamente hergestellt zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden und das nicht in homöopathischer Verdünnung.
Doris Reinfeld

#13 |
  26
Gast
Gast

Als Tierärztin verschreibe ich Homöopathika an Tiere. Ob die Gabe erst öfter, dann alle paar Tage als Placebo beim Tier Wirkung zeigt bezweifle ich sehr, dennoch wirkt es wahre Wunder. Ich verwende es v.a. wenn Schulmedizin keine Hoffnung mehr bringt/versagt hat/mehr schadet als hilft oder wenn die Patientenbesitzer es wollen und davon gibt es immer mehr. Ich habe noch keinen Schaden durch Homöopathika gesehen – im schlimmsten Falle zeigt sich eine Erstverschlimmerung, die schnell verschwindet oder einfach keine Besserung. Wie genau die paar Moleküle in den Organismen wirken weist keiner so genau, man sollte sich vielleicht damit endlich mal beschäftigen. Woraus diese gewonnen werden ist ganz egal, letztlich sind sie natürlichen Ursprungs, gereinigt und verdünnt.

#12 |
  19
Gast
Gast

Bin kein Heilpraktiker, doch diesen Herren geht es wohl darum, Ihre Gelddruckmaschinerie Pharmakonzerne zu schützen! Wieviel Medizin schadet den Menschen? Schon mal darüber nachgedacht? Pillen über Pillen, die den Menschen oder das Tier noch kränker machen! Ihr solltet vor der eigenen Haustüre kehren! Ihr müsst ja schreckliche Angst vor der Homöopathie haben! Wenn die Pharmaindustrie Mittel zulassen will, werden Ärzte beauftragt, die Wirkung und Mittel den Leuten anzupreisen. Damit Kasse gemacht wird. Möchte nicht wissen, ob es da mit rechen Dingen zugeht. Wieviel bekommen diese Herren für dieses Netzwerk bezahlt. Leben und Leben lassen. Aber die Herren in den weißen Kitteln verdienen ja wie immer zu wenig. Wenn denen ein Fehler passiert, dann werden diese noch geschützt, können nicht mal belangt werden. Und der Verband tun sein übriges, dass das so bleibt. Denkt mal darüber nach, es handelt sich um Lebewesen, und nicht totes Fleisch.

#11 |
  31

Solche Deppen !!!!
Sollen sie sich doch vollstopfen
Mit Psychopharmaka !!

#10 |
  39

Jetzt sollten sich alle Kritiker einig werden: Ist was drin in den Arzneien oder nicht?? Da sie alle der Meinung sind, da ist nichts drin was helfen könnte, wie wollen sie dann Fälle sammeln, die durch Homöopathie geschädigt wurden.
Nachdem Homöopathie, lt Meinung aller Gegner (auf welchen Gehaltslisten die wohl stehen) völlig wirkungslos ist, verstehe ich das ganze Aufgerege und Gehetze nicht.
Ps. Wobei Pferdeurin und Hundekaka selbstredend nichts mit vernünftiger Homöopathie zu tun haben.

Barbara Krause

#9 |
  31
Siegunde Schuster
Siegunde Schuster

Bevor Sie so einen Artikel verfassen, sollten Sie sich über die Weiterbildungsordnung Homöopathie bei der Bundesärztekammer erkundigen. Für den Erwerb des Zusatztitels Homöopathie braucht man einen Facharzt!

#8 |
  17

Lesetipp zum Thema, wenn auch schon etwas älter (2007): http://www.badscience.net/2007/11/a-kind-of-magic/

#7 |
  2
L.E.
L.E.

Danke für die kurze Übersicht zu dem geplanten Netzwerk (@#1: Was bitteschön ist an dem Artikel polemisch, der lediglich zusammenfasst, worum es dem Netzwerk geht?)
Wie schön, dass endlich ein konzertiertes Aufklären und Handeln verschiedener Akteure in solch einem Rahmen stattfindet. Bitte nicht an Hundescheiße und Pferdeurin aufhängen – das sind doch nur die journalistischen Aufhänger. Und nochmal zu #1: Die “Doktoren”, und nicht nur die, sind bei der Beurteilung schulmedizinischer Studien um ein Vielfaches kritischer, zum Wesen von Wissenschaftlichkeit gehört das eigene Infragestellen und Überprüfen. Die homöopathische Lobby tut einiges dafür, dass ihre Pseudomedizin nicht nach wissenschaftlichem Standard beurteilt wird.
Bleibt dem Netzwerk zu wünschen, dass sein Einfluss weit über “preaching to the converted” hinausgeht.

#6 |
  9
Beate Rösch
Beate Rösch

Es ist immer wieder interessant, was Menschen so antreibt. In diesem Fall sind einige Menschen fest davon überzeugt, dass Homöopathie wirkungslos ist – oder noch schlimmer, schaden kann. Es ist grundsätzlich gut, dass Menschen sich um diese Frage kümmern. Denn für den Nutzer – also die Laien – wäre es sehr hilfreich, mehr Info zu erhalten, über (nicht) nachgewiesene Wirkung von Mitteln. Allerdings sehe ich hier den viel größeren Bedarf darin, dass sich Menschen zusammen tun und den echten Nutzen von chemischen Präperaten aus der Schulmedizin prüfen und darüber informieren. Ich bin sicher, dass weit mehr Menschen in unserem Land Schaden nehmen durch schulmedizinische Medikamente als durch Homöopatischen Hokuspokus. Hinzu kommt, dass Placebo nachgewiesen recht wirksam ist, und selbst wenn ein homöopatisches Kügelchen vielleicht keine nachweisliche Wirung hat, könnte der Glaube daran ja sehr wirkungsvoll sein.
Wenn ich nur überlege wie viele Antibiotika verschrieben werden weil Menschen Erkältungen haben oder eine heftige Halsentzündung. Dass die Erkrankung mit oder ohne die Antibiotika nach einer Woche weg ist, wird gerne ignoriert. Dass der Patient aber Schaden nimmt durch die Einahme (man bedenke die Auswirkung auf den Darm) hindert dennoch niemanden das Zeug zu vershreiben.
Ehrlich gesagt, habe ich auch meine Zweifel was die Wirkung von homöopatischen Mitteln angeht. Ich bin sicher, es gibt das eine oder andere Präparat, das richtig gut ist, aber ich bin auch sicher, dass ein Großteil nur Unsinn ist – Zucker mit Hoffnung eben. Aber ich bin auch sicher, dass das in der Schulmedizingenau ähnlich ist – da nur noch viel schlimmere Auswirkungen hat. Wenn man sich mal von 20 Menschen deren Geschichte anhört ihres Arzt-Weges, dann stellt man fest, dass bei mindestens der Hälfte die behandelnden Mediziner gar nicht wissen was die Symptome des Patienten wirklich auslöst – dennoch wird operiert, werden Medikamente verabreicht und und und. Leider gibt es keine Initiative von Ärzten und Apothekern, dagegen mal mit Vehemenz an zu gehen…
Uns vor Homöopathie zu schützen hieße uns in erster Linie vor Placebo zu schützen. Aber wenn man uns Laien vor den katastrophalen Auswirkungen falcher, schlechter oder profitorientierter schulmedizinischer Behandlung schützen würde, dann würde das tatsächlich mal einen echten Nutzen für den Patienten haben.

#5 |
  18
Dr Rainer Bachmann
Dr Rainer Bachmann

Gleichgültig, wie man zur homöopathie steht, ich bin kein homöopath, aber nehmen wir doch mal eigenstuhltherapie beim M. Crohn oder gänsekot bei Primär Biliärer Zirrhose. Wenn ich also das prinzip homöopathie grundsätzlich akzeptiere, dann ist das mit der “hundekacke und -pisse” so furchtbar auch nicht mehr. …nur mal so nebenbei…

#4 |
  6
Naturwissenschaftler

Hahnen-scheisse – grossartiges Kabarett, gefällt mir, Herr Kunz! ;-))
Was ich nicht verstehe: Sie schreiben:
“Studien, welche eine Wirksamkeit der Homöopathie aufzeigen, gibt es genügend, aber wissenschaftliches Grundlagenwissen fehlt …”
Soll das heissen es gibt diese Studien, sie entbehren nur jeder Grundlage ??

#3 |
  8
Gast
Gast

“Studien, welche eine Wirksamkeit der Homöopathie aufzeigen, gibt es genügend, ”
???
Nein, die gibt es nicht. Und für ein behauptetes Wirkprinzip, dass fundamentalen physikalischen Gesetzen widersprucht, kann es auch keine geben.

#2 |
  18
dipl.pharm Christof Kunz
dipl.pharm Christof Kunz

Klarheit ist gut. Es sollten dann aber auch die schulmedizinischen Diagnosen dem Patienten deutsch gesagt werden: das könnte auch ziemlich ernüchternd sein…
Urin trächtiger Stuten wird doch auch in der Schulmedizin zur Herstellung von Hormonpräparaten verwendet. Was spricht also gegen die Verwendung in der Homöopathie??? Wozu Hundekot potenziert wurde und für welche Thematik sie als Heilmittel wirken soll, ist mir auch nicht klar. Ich kläre aber meine Patienten über Mittel auf, welche sie erhalten; dazu brauch’s also kein neues Netzwerk. Dr Artikel ist doch sehr polemisch und wenig wissenschaftlich. Das Netzwerk will offenbar nicht über Auswüchse informieren, sondern die Homöopathie generell als Hunde- oder besser noch als Hahnen-scheisse darstellen. Studien, welche eine Wirksamkeit der Homöopathie aufzeigen, gibt es genügend, aber wissenschaftliches Grundlagenwissen fehlt mangels finanzieller Unterstützung in der Tat. Schön, wenn sich das Netzwerk Homöopathie dafür einsetzt. Ich hoffe, dass die Doktoren bei der Beurteilung schulmedizinischer Studien und Therapien genauso kritisch sind und die Konsumenten auch da schützen wollen…
Christof Kunz, Bern

#1 |
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