Dauerbaustelle Gesundheitspolitik

4. Juli 2011
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Pfusch am Bau des Gesundheitssystems und viel Lärm um nichts? Sie wüssten ganz genau, wo der Meißel für mögliche Lösungen angesetzt werden müsste? Nutzen Sie mit DocCheck die Möglichkeit zur Kritik – und zwar beim Polier persönlich: dem Gesundheitsminister Bahr.

Von Ärztemangel bis Zuzahlung – die deutsche Gesundheitspolitik beschert so manchem Mediziner systematisch Bauchschmerzen. Doch häufig kommt leider eine lähmende Ohnmacht hinzu, wenn es politisch wird. DocCheck macht jetzt Schluss mit dieser Machtlosigkeit: Frei nach dem Prinzip „Politik machen ist die beste Medizin“ verschafft Ihnen die Aktion “Bitten an Bahr” Gehör in der Politik.

So geht’s:

  • Videobotschaft mit Handy, Webcam oder Kamera aufnehmen
  • Clip bei DocCheck TV hochladen
  • Daniel Bahr antwortet

In der letzten Woche erreichten uns bereits bissige Bitten und vortreffliche Vorschläge, sowohl per Videobotschaft als auch per eMail an bettina.beutler@doccheck.com.
Sie möchten einen Blick auf erste Inhalte werfen? Bitteschön:

  • Sehr geehrter Herr Minister, 
bemühen Sie sich darum, die Achtung des Arztberufes wieder herzustellen, der seit vielen Jahren nur noch als „Leistungserbringer“ tituliert wird. Diese Achtung darf sich ruhig auch in einer angemessenen Honorierung widerspiegeln, wie sie anderen akademischen Berufen auch entgegengebracht wird. Auch die Arbeitszeit, Nacht- und Wochenendbereitschaft gehören dazu! kommentieren…
  • Wollen wir diese Entwicklung? Industrie-Interessen und Interessen der Medizin-Betreiber wollen mehr und mehr an den Ärzten vorbei ihre eigene kommerzielle Medizin betreiben. Über folgende grundsätzliche Fragen sollten wir uns im klaren sein (oder sie diskutieren): Können wir auf ärztliche Überlegungen verzichten, auf das sogenannte „Arzten“ (Viktor von Weiszäcker)? 
Sollte es eigene, universitäre, industrieunabhängige Forschung geben (die sich aus dem Arzt-Patienten-Verhältnis ergibt)?
 Sollten wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen bei der Beurteilung des kranken Menschen ausgeklammert werden? kommentieren…
  • Sehr geehrter Herr Bahr, 
lieber Parteikollege, 

ich habe lange in der ärztl. Selbstverwaltung mitgearbeitet und erlaube mir daher Vorschläge (keine Träume) vorzutragen: 

1. Medikamenten-Positivliste / Forderung der Ärzteschaft seit mindestens 20 Jahren. / In der Regelpraxis kommt man mit ca. 100 Medikamenten aus. 
2. Überarbeitung und Verkürzung des Leistungskatalogs EBM
 3. Endlich eine Neufassung der GOÄ (Anpassung an neue Leistungen, Wertänderungen) 
4. Als Fernziel für GKV: Kostenerstattung statt Sachleistung (wie in anderen Ländern auch)
 5. Bürokratie-Abbau in der Praxis und KH oder zusätzl. Vergütung für Verwaltung. kommentieren…

Schlagen diese Bitten voll in Ihre Kerbe?
Dann zeigen auch Sie, wo der medizinische Schuh drückt!
Hier Ihre Möglichkeiten, Ihre Bitten bei DocCheck zu platzieren:

5 Wertungen (4.2 ø)
Allgemein

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2 Kommentare:

Dr Els Glatz-Noll
Dr Els Glatz-Noll

Lieber Herr Bahr, greifen Sie durch! Priorisierung, Kostenerstattung. Die Krankenkassen sollen ihre Mitglieder korrekt informieren was ihre Leistung ist, so dass die Patienten das nicht erst beim Arzt erfahren. Heben Sie die Industrialisierung des Gesundheitswesen auf, weniger Manager, mehr Verantwortung bei dem “workfloor”. Stellen Sie die Behandler-Patient Beziehung wieder her. Kleine Teams die ein paar Patienten betreuen. Sie werden staunen wieviel Einsparpotential ensteht, aber vorallem fordert eine derartige Ansatz die Arbeitsfreude bei den Pflegepersonal und Ärzte. Es kann wieder eine menschliche Medizin werden.

#2 |
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‘1.Medikamenten-Positivliste / Forderung der Ärzteschaft seit mindestens 20 Jahren. / In der Regelpraxis kommt man mit ca. 100 Medikamenten aus. ¿2. Überarbeitung und Verkürzung des Leistungskatalogs EBM¿ 3. Endlich eine Neufassung der GOÄ (Anpassung an neue Leistungen, Wertänderungen) ¿4. Als Fernziel für GKV: Kostenerstattung statt Sachleistung (wie in anderen Ländern auch)¿ 5. Bürokratie-Abbau in der Praxis und KH oder zusätzl. Vergütung für Verwaltung.'(übernommen aus Ihrem Artikel)

Alle diese Vorschläge kann ich nur unterstützen. Ich bin seit über 25 Jahren im medizinischen Bereich tätig und immer aufs Neue entsetzt wie wenig sich in all dieser Zeit bewegt hat. Unsere Politik im Gesundheitswesen ist lahm und schwerfällig und unbeweglich! Sollte nicht auch die Pharmaindustrie ein Interesse daran haben, dass unsere Patienten gut versorgt werden und der Arztberuf soviel einbringt, dass eine Praxis oder ein Krankenhaus Einnahmen haben die es ermöglichen auch das medizinische Hilfspersonal gut zu bezahlen und dabei nicht untergehen!
Ich stelle unseren Politikern ein Armutszeugnis aus.

#1 |
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