Grippeimpfung: Bei 9 von 10 Oldies wirkungslos

10. Februar 2016
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Ältere Menschen sollten sich gegen die saisonale Influenza schützen – Impfempfehlungen gibt es Jahr für Jahr aufs Neue. Handelsübliche Vakzine wirken bei Senioren jedoch schlecht. Alternativen kommen nun aus der Forschung.

Alle Jahre wieder: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wird nicht müde, Risikopatienten über Vorteile einer Grippeschutzimpfung zu informieren. „Noch lohnt sich insbesondere für Schwangere, Senioren, chronisch Erkrankte und medizinisches Personal eine Grippeimpfung“, sagte BZgA-Chefin Dr. Heidrun Thaiss Ende Januar. Etwa 73 Prozent aller Senioren kennen ihre Empfehlung. Trotzdem wird die von der Weltgesund­heitsorganisation WHO und der Europäischen Kommission empfohlene Durchimpfungsrate von 75 Prozent bei Menschen über 60 nicht erreicht. Dem „Versorgungsatlas“ zufolge geht der Trend klar nach unten, von 47 Prozent (2009/2010) auf 38 Prozent (2013/2014). Während sich im Osten 54 Prozent aller Senioren für die Nadel entschieden, waren es im Westen lediglich 33 Prozent. Dabei haben alle Beteiligten einen entscheidenden Aspekt übersehen.

Gespritzt, nicht geschützt

Amerikanische Forscher um Helder Y. Nakaya, Atlanta, fanden heraus, dass der ältere Körper anders auf handelsübliche Vakzine reagiert als zu erwarten war. Für ihre Studie haben sie über fünf Jahre hinweg 210 Probanden verschiedenen Alters geimpft und untersucht, wie der Körper reagiert. Bei jüngeren Menschen beobachteten sie – wie zu erwarten – eine adaptive Immunantwort. Senioren reagierten öfter mit einer ungerichteten Entzündungsreaktion, die von selbst wieder abklang. Neutralisierende Antikörper entstanden jedoch nicht. Biologische Besonderheiten kommen beim Thema Impfung erschwerend mit hinzu. Aufgrund der Antigendrift veränderte sich das Influenza-A-Virus H3N2 so stark, dass Monate zuvor produzierte Impfstoffe nicht mehr richtig wirkten. Wissenschaftler fanden heraus, dass es sich zuletzt um eine Punktmutation im Hämagglutinin-Gen handelte. Sie führen aktuell sechs von zehn Grippeerkrankungen auf H3N2 zurück.

Nach Angaben der US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) betrug die Schutzwirkung zuletzt weniger als 20 Prozent; im Vorjahr waren es noch 60 Prozent. Bei Kindern mag das unkritisch sein. Ihr Immunsystem produziert Antikörper mit einer gewissen Bandbreite, die leicht veränderte Viren erkennen. Professor Dr. Alexander S. Kekulé zufolge „liegt die Effektivität der Impfung bei über 65-Jährigen, deren Immunsystem nur noch wenige Antikörper-Varianten hervorbringt, bei maximal zehn Prozent“. Kekulé lehrt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und ist Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums Halle (Saale).

Impfempfehlungen umgestoßen

Kekulé schreibt weiter: „Der beste Schutz für alte Menschen wäre deshalb eine generelle Impfung für Kinder, wie sie in den USA praktiziert wird.“ Auch die Stiftung Warentest stellt klar: „Die Grippeimpfung aller Kinder ist erwägenswert (…). Viele Impfstoffe sind für Babys ab sechs Monaten zugelassen.“ Sie argumentiert mit hohen Erkrankungsraten, aber auch mit engen sozialen Kontakten beim Nachwuchs. Offizielle Stellen bleiben trotzdem skeptisch.

So empfielt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut Influenza-Impfungen wie gehabt ab dem 60. Lebensjahr. Um bei dieser Zielgruppe die Immunantwort zu verbessern, gibt es aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht mehrere Möglichkeiten, etwa chemische Adjuvantien oder intrakutane Injektionen. Virosomen, sprich künstliche Liposomen, zeigen ähnliche Effekte. Entsprechende Partikel bestehen aus Phospholipiden, in die Antigenstrukturen eingebaut werden – speziell Influenzavirus-A-Hämagglutinin und Neuraminidase. Erste Studien verliefen vielversprechend. Bis zur Marktreife wird aber noch Zeit vergehen.

Plan B mit Macken

Dabei gibt es kaum nenneswerten Alternativen zur Impfung. Auf pharmakologische Hilfe brauchen Senioren nicht zu hoffen, wie neue Veröffentlichungen zeigen. Paracetamol steht als OTC zwar hoch im Kurs. Der Arzneistoff zeigt bei Influenza jedoch keinen Mehrwert, berichtet Irene Braithwaite vom Medical Research Institute aus Wellington/Neuseeland. Zusammen mit Kollegen hat sie Ergebnisse einer randomisierten Doppelblindstudie mit 80 Patienten zwischen 18 und 65 Jahren veröffentlicht. Bei allen Teilnehmern zeigte ein Schnelltest auf Influenza positive Resultate. In 46 Fällen gelang es Ärzten, Influenzaviren per PCR zu bestimmen. Erkrankte erhielten randomisiert insgesamt vier Gramm Paracetamol oder Placebo pro Tag. Paracetamol hatte auf die Viruslast oder die Symptomatik keinen Einfluss – im Verum-Arm war die Viruslast geringfügig, wenn auch statistisch nicht signifikant höher.

Zu Neuraminidase-Hemmern liegen nach jahrelangen Kontroversen methodisch hochwertige Daten vor. Arnold S. Monto von der University of Michigan School of Public Health veröffentlichte jetzt eine Metaanalyse. Oseltamivir verkürzte die Erkrankungsdauer signifikant (97,5 Stunden versus 122,7 Stunden bei Placebo). Gleichzeitig kam es seltener zu Hospitalisierungen beziehungsweise zu Sekundärinfektionen, die eine Antibiotikatherapie erforderlich machten. Patienten litten jedoch häufiger an Übelkeit und Erbrechen. Bleibt als weiterer Nachteil, dass die Pharmakotherapie 36 bis 48 Stunden nach Auftreten erster Grippesymptome erfolgen muss. An Impfstoffen führt deshalb kein Weg vorbei. So lange Behörden in ihren Kampagnen für ältere Menschen schlecht wirksame Vakzine propagieren, wird die Entwicklung innovativer Präparate kaum vorankommen.

145 Wertungen (4.28 ø)

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27 Kommentare:

Marlene Stoll
Marlene Stoll

Herr Herbert Hilbinger,
Der Glaube versetzt Berge! Wir, damit meine ich unsere ganze Familie sparen uns alle unnötigen, unwirksamen Impfungen ein! Wir ernähren uns bewusst gesund, viel frisches gesundes Obst und Gemüse, wenig rotes Fleisch, sind so oft es geht an der frischen Waldluft, machen wöchentlich unsere Biosauna, versorgen uns mit Vitamin D3 und freuen uns unseres Lebens. Wir verzichten bewusst auf die jährlichen Impfungen, die mehr Schadstoffe enthalten als uns lieb ist. Aluminium, Formaldehyd, alles hochtoxische Substanzen, das lassen wir uns nicht in unseren Körper jagen. Wir sind mehr als 15 Jahre ohne Erkältungen oder andere Infektionen. Aluminium als Träger des Impfstoffes und Formaldehyd als Desinfektionsmittel, was soll denn hier gesund sein. Die Zeche zahlen Sie wenn die ersten Muskel und Gelenkschmerzen auftauchen oder andere Autoimunerkrankungen ihren Körper beuteln, dann ist alles zu spät! Wir nehmen ohne, dass wir es bemerken schon genug Schadstoffe wie Blei, Aluminium mit der Atemluft auf. Hinzu kommen viele weitere Schadstoffe, Pestizide in Nahrungsmitteln und all die Zusatzstoffe die in den Lebensmitteln verarbeitet sind. Wenn Sie dafür sorgen, dass Ihr Immunsystem gesund bleibt, können Sie auf all die Impfungen verzichten, denn dafür sind wir mit einem solchen System ausgestattet. Außerdem leiten wir zweimal im Jahr Schwermetalle aus unserem Körper aus. Das ist die beste Voraussetzung lange gesund zu bleiben. Wer verkauft uns denn all die unwirksamen Impfstoffe? Na die Pharmaindustrie, Millionen und Milliarden sind die Gewinne auf Kosten der Gutgläubigen. Wenn ich Ihnen jetzt noch erkläre wie Impfstoffe hergestellt werden und was sie sich noch so alles in ihren Körper jagen lassen, dann glaube ich nicht mehr, dass Sie so blauäugig weiter impfen lassen.

#27 |
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Wir hängen alle an unseren Denkvorstellungen. unseren Hypothesen. Aber sie sind nicht die Wirklichkeit. Ignoranz ist in unserer Hypothesenverliebtheit all die empirisch erhobenen Fakten, die nicht in meine Denkwelt, meine Hypothese passen als nicht existent zu behandeln. Dies gilt für beide Extrempositionen der Impfdiskussion. Weder darf ein von Menschen gemachtes Verfahren wie das Impfen mit einem Heiligenschein versehen, noch verteufelt werden. Offenbleiben für die Tatsachen, wenn sie seriös erhoben wurden, bringt uns der Wahrheit näher. Im Sinne der Wissenschaftlichkeit und zum Wohle unserer Patienten.

#26 |
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Paul
Paul

zu meinem Vorredner,
nur generelle Impfkritik ist lächerlich und verlogen.
Wahrscheinlich haben Sie noch nie einen Tetanus gesehen,
die Folgen einer Kinderlähmung reichen auch schon.
Auch Haustiere soll man gegen Tollwut impfen und Wurm-Mittel geben.
Das schließt nicht aus, dass man nicht “mit Kanonen auf Spatzen schießen soll”,
was im Einzelfall selbstverständlich diskutiert werden muss.
Dafür sorgt aber schon die AOK.
Impfen gegen Grippe, sicher sinnvoll,
ist daher in Deutschland bereits zu stark eingeschränkt worden.
Versuchen Sie einfach mal in Deutschland jetzt noch einen Vierfach-Impfstoff zu bekommen,
oder für das Kleinkind eine nasale Variante! Die Grippe-Saison beginnt gerade erst!
FEHLANZEIGE!
Nicht mehr käuflich! Eine Schande für unser Gesundheitssystem.

#25 |
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Gast
Gast

Diese ganzen falschen Versprechungen sind einfach lächerlich. Da weder Wissenschaftler noch Laien vorher sagen können, wie lange und gut jemand ohne Impfung leben würde, sind alle Versprechungen diesbezüglich lächerlich und verlogen. Und dass die die Impfskepsis bei all den Ungereimtheiten, Risiken und der Vehemenz des ” an den Mann bringen wollen ” zunimmt, ist nur zu verständlich. Ganz offensichtlich wird immer nur propagiert, was den Beteiligten ausreichend finanzielle Vorteile verschafft. Wissenschaftliche Studien, die belegen, was man tun kann, ohne dass es jemandem finanzielle Vorteile verschafft, bleiben dagegen gerne unbeachtet. Ausserdem hat man zum Glück selber noch die Fähigkeit zu beobachten und zu kombinieren. Was von einer Regierung zu halten ist, die die Demokratie mit fragwürdigen Freihandelsabkommen aufs Spiel setzt, kann Vertrauen keinesfalls fördern.

#24 |
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Wissenschaft betreiben heißt ständig Vorstellung und Wirklichkeit, Denken und Fakten in Übereinstimmung zu bringen.

#23 |
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Gast
Gast

die Impfgegner sind mal wieder mit Daumen sehr aktiv aber nicht mit Argumenten.

#22 |
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Hausarzt, Kinderarzt
Hausarzt, Kinderarzt

Die nasale Impfung ist für Kinder ab 2 Jahre bis etwas 8 WIRKSAMER als die Spritze. Auch sollte man natürlich die Impfung mit vier Antigenen bevorzugen.

#21 |
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Astrid Makowski
Astrid Makowski

Astrid Makowski
Gibt es eine Ähnliche Studie zur nasalen Grippeimpfung?

#20 |
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Mag. pharm. jann dircks
Mag. pharm. jann dircks

Die Grippe , also ein viraler Infekt löst oft bei älteren Patienten im Anschluß
eine bakterielle Lungenentzündung aus , im hohen Alter oft dann mit tötlichenVerlauf .
Tipp :
Gegen Pneumokocken kann man sich impfen lassen , ab 60 Jahre bezahlt
die GKV die Impfung , der Schutz gilt dann für Fünf Jahre !!!

#19 |
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Dipl.Ing. Herbert Hilbinger
Dipl.Ing. Herbert Hilbinger

Ich hatte vor einigen Jahren den Glücksfall 500g hochreines Zinkcitrat erwerben zu können. Seither nehmen meine Frau und ich täglich ca. 15mg des Pulvers mit Flüssigkeit ein. Zusätzlich lasse wir jährlich die Grippeschutzimpfung durchführen.
FAZIT: Seit ca. 7 Jahren haben wir beide (67 u. 65 Jahre) weder eine echte Grippe noch einen grippalen Effekt auskurieren müssen!
Selbst meine 87-jährige Mutter, die ebenfalls täglich ZnCi zu sich nimmt, hat in diesem Zeitraum in puncto Erkältung oder gar echter Grippe keine Probleme mehr gehabt, obwohl sie früher keinen zum Teil deftigen Husten bzw. Katarrh ausgelassen hat. Auch sie nimmt jährlich an der Schutzimpfung teil.
ÜBERLEGUNG: Hatten unsere Altvorderen nicht damit recht, sich in der kalten Jahreszeit öfter mal eine (echte!) Hühnersuppe zu kochen? (Hoher Zn++ Gehalt!).
UND: Beim jährlichen “Check Up” wird bei mir ein Zinktiter genau in der Mitte der empfohlenen Bandbreite festgestellt!!
DAHER: Wir bleiben dabei: ZnCi täglich gegen das kleinere und die jährliche Schutzimpfung gegen das größere Übel!

Mit vielen Grüßen

#18 |
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Herr Vitali Krass
Herr Vitali Krass

Ich habe gute Erfahrung mit Orthomol immun. Auf jeden Fall hilft es mir sehr gut. Es ist zwar nicht gerade das preiswerte Medikament und nehmen muss man 2 bis 3 Monaten durch. Aber seitdem ich das jährlich nehme, bin ich deutlich weniger an der grippalen Infekten erkrankt!
Mich interessiert: Welche Erfahrung haben damit die Kollegen?

#17 |
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Im PubMed findet man Arbeiten über Verstärkung der Impfantwort mittels DHEA und Melatonin.
Beides ist im Alter bekanntlich stark vermindert. Warum Medikamente suchen?
Die Erwähnung von Paracetamol als “Alternative zur Impfung” ist ja wohl ein Witz, aber keine “Wissenschaft”.

#16 |
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Hausarzt, Kinderarzt
Hausarzt, Kinderarzt

#8 natürlich impfen! Das ist keinesfalls wirkungslos.
Gerade weil im Alter die Immunologie schwächer wird, gilt das nicht nur für Grippe,
möglichst jährlich, sondern wird auch eine Wiederholung von Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten empfohlen,
weiter auch gegen Pneumokokken
und bei Kontakt mit (kleinen) Kindern auch Masern, siehe Berlin.

#15 |
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Dr. med. Lothar Markus
Dr. med. Lothar Markus

Die Aussagen von “Stiftung Warentest” sind in diesem Zusammenhang sind wahrlich äußerst wegweisend und sprechen sehr für die “Wissenschaftlichkeit” dieses Beitrags. Vielleicht haben sie auch gleich noch getestet, welche Taschentücher wohl die besten sind. “Stiftung Warentest” ist eine Ramschkiste von Meinungen ohne eigene Testungen. Von wissenschaftlicher Seite “Geschwätz”, aber das lieben ja einige.
Dr.L.Markus

#14 |
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Bevor ich nichts mache lasse ich mich impfen und habe immerhin 10% Schutz. Evtl. addiert sich auch der Schutz wenn ich mich jedes Jahr impfen lasse (?). Die Dümmsten und Unsozialsten sind doch die Impfgegner. (Nur nebenbei: die Tochter eines Kollegen von mir ist nach 4 Wochen-Beatmung auf Intensiv an Grippe verstorben).
Warum sollte aber die Entwicklung innovativer Präparate durch Behörden behindert werden ? Ist es undenkbar, dass Pharmafirmen hier in Vorleistung gehen? Oder anders ausgedrückt: glauben Sie, dass Behörden schlechte Impfpräparate empfehlen würden, wenn die Pharma-Industrie bessere entwickeln würde ? Wäre das nicht ein Riesengeschäft an dem schließlich auch Doc-Check profitieren könnte ?

#13 |
  14
Heilpraktikerin

Verallgemeinerungen bringen nicht viel

#12 |
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Frau Kollegin Schmid sollte Ihre Approbation abgeben, Grippe mit einer Scheintherapie behandeln? Si ein gefährlicher Irrsinn! Schade, dass wenig Bezug auf eine Vit.D-Substitution hergestellt wird (nach Holick auf Serum 25OH-Spiegel 40-60ng/ml einstellen).

#11 |
  6
Wolfram Berg-Holldack
Wolfram Berg-Holldack

Es wird dabei bewußt eine eingeschränkte Betrachtungsweise gewählt
In der Regel lassen sich die “Impfwilligen” schon seit Jahrzehnten impfen und habe dabei nur positive Erfahrungen gemacht ! Unter dem Gesichtspunkt Verlauf und Schweregrad.
Vielleicht ist es auch eine Maßnahme die auf eine Reduktion der Seniorenzahlen hinarbeitet.Also nur weiter Sport und Gesundheitsfördernd und dazu gehört sicherlich auch die Grippeschutzimpfung

#10 |
  6
Arzthelferin

Grippe hin oder her, wer ein schwaches Immunsystem besitzt ist immer einem höherem Risiko ausgesetzt. Mit oder ohne Impfung. Jeder sollte selbst entscheiden ob ihm die Impfung das Gefühl der Sicherheit vermittelt. Ich lasse mich grundsätzlich nicht impfen, da ich mein noch funktionierendes Immunsystem nicht den Nebenwirkungen aussetzen möchte und auch ich vermute, dass sich die Pharmaindustrie und auch unsere Bundesregierung die Taschen gerne vollstopft.

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Weitere medizinische Berufe

Soll man nun Senioren mit 75 + nicht mehr impfen?
Wissenstand der niedergelassenen Ärzte?

#8 |
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Nichtmedizinische Berufe

Was Oseltamivir betrifft, so vermute ich, dass es letztendlich nicht anders zu bewerten ist, wie Tamiflu. Gewinn vor allem für den Pharmakonzern, kaum oder gar nicht für Erkrankte.

#7 |
  3
Nichtmedizinische Berufe

Verehrte Frau Dr. Barbara Schmid, Grippe mit homöopathischen Mitteln behandeln? Genau das passierte mir in meiner Kindheit und hat mir viele Wochen Schulabszenz wegen starker Bronchitiden bei von der Ärztin nicht erkanntem Asthma bronchiale eingebracht. Akute Asthmaanfälle in der Pollenzeit wurden mit Eigenblut (!) behandelt. Gott sei Dank habe ich dennoch das Abitur geschafft. Die Ärztin allerdings ging an ihrer eigenen Ideologie zugrunde. Ihren Gebärmutterhalskrebs glaubte sie ebenfalls mit Homöopathie behandeln zu können und starb sicherlich viele Jahre zu früh. Das ist jetzt über 40 Jahre her, aber wie es scheint, die Ideologie persistiert.

#6 |
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Gast
Gast

Fremdschämen wegen niedriger Impfrate? Die Menschen sind einfach vernünftig. Jetzt in Brasilien passiert das gleiche noch einmal wie vor ca 15 Jahren nach der Impfung von Schwangeren gegen Pertussis, da gabs auche eine Schwemme von Mikrocephalen Kindern, der Impfstoff kam vom Markt. Jetzt ein halbes Jahr nach der erneuten Impfkampagne von Schwangeren wieder daselbe und jetzt wird eine Zikahysterie aufgebaut um die wahren Ursachen zu vertuschen.

#5 |
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Gast
Gast

Die Fallzahl von 210 Probanden verschiedenen Alters ist sicher zu klein, um altersbezogene Signifikanzen daraus ableiten zu können.

#4 |
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Am einfachsten und billigsten ist nicht zu impfen und die Grippe mit homöopathischen Mitteln zu behandeln – so wird die Abwehr aufgebaut, bei Kindern und “Alten”. Und – oft sind Alte immunkompetenter.

#3 |
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Arzt
Arzt

einfach zu flapsig und oberflächlich, eine Influenzaimpfung im Kindesalter schützt nicht vor Influenza im hohen Alter.
Einfach mal hier nachlesen:
http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html?nn=2375548
wobei 4-fach natürlich besser ist als 3-fach,
hier nimmt die STIKO schlicht Rücksicht auf die AOK.
Das beschämende ist die zu niedrige Impfquote speziell in Deutschland,
Herr van den Heuvel
damit lässt sich eine solche Epidemie in keinem Fall stoppen.
Wer von Geld und Parma redet, sollte berücksichtigen,
dass “krank feiern” wesentlich teurer ist als so eine kleine Impfung.

#2 |
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“Journalismus ist eine Dienstleistung”

Autoren sollten Interessenkonflikte deklarieren. Dieser Artikel könnte zB mit freundlicher Unterstützung durch die Firma Roche AG entstanden sein.
Es wäre schöner, alle Studien zu Oseltamir lesen zu können – als hier nur wieder eine Meta Analyse über gnädigerweise vom Hersteller freigegebenen Daten vorgesetzt zu bekommen.
Dass Paracetamol auch in hohen Dosen bei Influenza wenig nutzt war bereits bekannt.

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