Allergie: Der Hypo-Hype

13. Juli 2011
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Bei einer steigenden Zahl von Allergikern verschreiben immer mehr Ärzte eine Hyposensibilisierung. Doch wer die Qual hat, hat die Wahl: Schnell-Hypo oder jahrelanges Spritzen - oder sollte man sich die Sache doch erst auf, besser unter der Zunge zergehen lassen?

Sitzt der sechsjährige Spross bereits morgens schnorchelnd am Frühstücktisch, die Augen mittags rot und juckend als habe er seit der Früh durchgeweint, fragen sich die Eltern, wie dem gequälten Kind am besten zu helfen ist. Monatelang täglich symptomlindernde Medikamente zu verabreichen stellt die meisten nicht zufrieden. Und die Allergie bleibt. Das Immunsystem mithilfe der Hyposensibilisierung umzustimmen klingt verlockend. Aber bedeuten die Spritzen am Ende nicht nur weitere Qualen mit ungewissem Ausgang? Vielleicht doch lieber Tropfen?

Wirksam oder unnötige Qual?

Das beispielhaft skizzierte Kind ist kein Einzelfall, denn jedes vierte Kind ist allergisch. Bei den Erwachsenen ist der Anteil ähnlich hoch, so dass insgesamt von 20 bis 30 Millionen Allergikern in Deutschland ausgegangen wird. In den Jahren zwischen 2006 und 2010 sind die Ausgaben für die Hyposensibilisierung bei Kindern und Jugendlichen um 45 Prozent gestiegen, die Zunahme der Verschreibungen beträgt dabei drei Prozent. Gleichzeitig nahm die Verschreibung symptomlindernder Medikamente um 15 Prozent ab, ergab die Auswertung von Daten der Techniker Krankenversicherung.

Tatsächlich gilt die spezielle Immuntherapie oder Hyposensibilisierung als einzig wirksame Behandlung allergischer Erkrankungen, doch korrelieren im Einzelfall die immunologischen Wirkungen nicht mit der klinischen Wirksamkeit wie es in der Leitlinie zur Hyposensibiliserung aus dem Jahr 2009 heißt. Immunologische Wirkmechanismen sind beschrieben, doch nicht endgültig geklärt. Auch ist es schwierig in systematischen Reviews zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, denn auch die von der Cochrane Collaboration veröffentlichten Analysen zur Hyposensibillisierung enthalten Studien mit heterogenen Ergebnissen, verschiedenen Probandengruppen, Allergenprodukten, Behandlungsdauern und -dosen.

Mit Spritzen zur Toleranz

Als erwiesen gilt die Wirksamkeit der subkutanen Hyposensibilisierung bei saisonaler allergischer Rhinokonjunktivitis. Um 45 bis 60 Prozent ließen sich Beschwerden und Medikamentenverbrauch bei Erwachsenen reduzieren. Eine gute Wirksamkeit ließ sich auch bei durch Hausstaubmilben und Tierhaarepithelien v.a. von Katzen ausgelösten Allergien belegen, allerdings mit weniger Studien. Dies gilt auch für Schimmelpilzallergien. Kinder profitieren, jedoch kann dies nur eine geringere Anzahl von Studien belegen. Unterschiede eingesetzter Allergenprodukte sind bisher nicht hinreichend untersucht.

Statt jahrelangem Spritzen ist auch die Kurzzeit-Hyposensibiliserung mit vier bis acht Injektionen gut wirksam. Ob der Erfolg mit der geringeren kumulativen Gesamtdosis tatsächlich auch längerfristig derselbe wie der einer Langzeitbehandlung ist, ist unklar. Deshalb ist die Kurzzeitbehandlung etwas für Menschen mit wenig Zeit bis zum Pollenflug oder wenig Geduld für längere Behandlungen. Für Kinder gibt es keine Belege zur Wirksamkeit der Kurzbehandlung. Auch bei kontrolliertem Asthma und IgE-vermitteltem allergischem Asthma ist die subkutane Hyposensibiliserung eine Behandlungsoption, besonders in der Sekundärprävention von Neusensibilisierungen und Asthma bei Kindern.

Spritzenallergie? Es geht auch oral

Nicht jeder möchte die Spritzenkur plus mögliche lokale Nebenwirkungen in Kauf nehmen, insbesondere wenn es um Kinder geht – obwohl diese bei vorausgesetzter Compliance der Eltern und stärkerem Leidensdruck die Behandlung erfahrungsgemäß meist recht gut tolerieren. Tabletten oder Tropfen sind eine Alternative, die zwar weniger gut untersucht ist wie die subkutane Behandlung, aber dennoch einen Erfolg verspricht. Besonders ein flüssiges Einzelpräparat punktete bei Pollenallergikern nach 18 Monaten mit um 46 Prozent reduzierten Symptomen und entsprechend geringerem Medikamentenverbrauch. Auch für Kinder ab fünf Jahre sind Tabletten zugelassen. Die Beurteilung des Behandlungserfolgs bei anderen Allergieauslösern als Pollen ist bislang schwierig, da zu wenige Untersuchungen vorliegen. Dies gilt auch für das allergische Asthma.

Sicher oder lebensgefährlich?

Dennoch besteht grundsätzlich bei jeder Hyposensibilisierungsbehandlung das Risiko einer allergischen Schockreaktion, weshalb Betroffene nach jeder Spritze eine halbe Stunde in der Praxis bleiben müssen. Tritt in dieser Zeit keine schwere Reaktion auf, ist das Risiko einer Sofortreaktion weitgehend gebannt. Bei Patienten mit Asthma scheint das Risiko höher zu sein. Einem Bericht der Mayo Clinic zufolge betrug die Inzidenz meist milder Nebenwirkungen bei über 79.500 Behandelten in einem Zehnjahreszeitraum 0,137 Prozent. Todesfälle kamen keine vor.

Aber es gibt sie. Die Angaben dazu sind unterschiedlich. Die Mayo Clinic gibt die Häufigkeit mit weniger als 1:1.000.000 an. Die Allergen Products Manufacturers Association (APMA) schätzt die Inzidenz von Todesfällen auf 1 pro 63.000.000 Injektionen. Im Vergleich kommt es beispielsweise bei Kontrastmittelinjektionen wesentlich häufiger zu schweren allergischen Reaktionen mit Todesfolge. Die Angaben schwanken laut Mayo Clinic zwischen 1:13.000 und 1:75.000.

Was sind die Erfolgsprädiktoren?

Es gibt Faktoren, die einen Erfolg der Hyposensibilisierung wahrscheinlich machen, was nicht bedeutet, dass der Versuch nicht auch in anderen Fällen lohnt. Gute Erfolgsaussichten für eine Symptomverbesserung bestehen, wenn

  • eine Pollenallergie dominiert
  • keine Sensibiliserung gegen perenniale Allergiequellen besteht
  • das Allergiespektrum klein ist
  • die Dauer der Allergie noch nicht sehr lang ist
  • die Atemwege bislang wenig beteiligt sind
  • die Behandelten jung sind
  • ganzjährig behandelt wird

Nebenwirkungen beschränkten sich in der Praxis und beim Kind immer auf lokale Reaktionen, die kaum einschränkend wirkten und gut toleriert wurden.

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Medizin

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26 Kommentare:

zu 21. Naturheilverfahren: Man kann sie als Natur-Heilverfahren verstehen, dann zählen nur Heilverfahren, die die Natur uns bietet. Das machen die “Ärzte für Neturheilverfahren” und verzichten z.B. auf Homöopathie, Akupunnktur etc.
Man kann aber auch “Naturheil-Verfahren” schreiben und denken und meint dann alle Verfahren – auch technische wie den Softlaser oder die Neuraltherapie – , die eine natürliche Heilung unterstützen. In einer Zeit, in der wir uns mit vielem Unnatürlichen krank machen, dürfen wir auch mal was Technisches zum Gesundmachen nutzen, finde ich.
In meinem Beruf als Zahnarzt und Heilpraktiker habe ich den Eindruck gewonnen, dass Allergien oft nach toxischen Überbelastungen auftreten: Zu viel geimpft, zu viel Amalgam, zu viel Gärung und Fäulnis im Darm.
Mit einer schönen F.X.Mayr-Kur habe ich ein starkes allergisches Asthma wegbekommen. Die Patientin war allerdings so sensibel, dass sie sich bei jedem Anflug von wieder erschwerte Atmung sofort an die nötige Darmschonung erinnert hat, damit hält sie sich seit über 10 Jahren asthmafrei.
An alle Anti-Homöopathen: Wie erklären Sie sich, dass es überwiegend und erfolgreich homöopathisch arbeitende Tier- und Kinderärzte gibt.Auch alles Placebo? Befassen Sie sich mal ausführlich mit der Arndt-Schulze`schen Regel, dann haben Sie zwar noch keinen Beweis, aber einen Hinweis,dass vielleicht doch was dran sein könnte.

#26 |
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Biologin

Hier meine ganz persönlichen Erfahrungen als “Allergie auf zwei Beinen”:
Diagnose zahlreicher Allergien: Pollen, Hausstaub, Tiere… im Alter von 3 Jahren.
Insgesamt 9 Jahre Desesibilisierung, sowohl mit Tropfen als auch mit Spritzen…gewisse Verbesserungen der ursprünglichen Allergien.
Im Alter von 15 Jahren Umschlagen der Allergien auf Lebensmittel…dann 20 Jahre fast keine gesunden Sachen mehr essen können wie rohes Obst und Gemüse und Nüsse.
Auf der Suche wie ich meinen Nährstoffmangel ausgleichen kann JuicePlus kennengelernt und dies auch nur unter diesem Aspekt verzehrt. Bereits nach 1 Jahr konnte ich fast alles Obst wieder essen…und die Verbesserungen gehen noch ständig weiter…in der für viele sehr anstrengenden Pollensaison 2011 konnte ich durch blühende Wiesen und Felder gehen…
Für mich nach der ganzen Zeit ein “kleines Wunder”, wenn auch biologisch nachvollziehbar und vor allem ein ganz neues Lebensgefühl, für das ich sehr dankbar bin…ich kann es jedem nur empfehlen diesen Weg zu versuchen…es bedarf Geduld…aber bei mir war der Erfolg dafür verdammt überzeugend!

#25 |
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Rettungsassistent

Off topic:
Achja, a propos Erfahrung:
Was würde nach ihrer Erfahrung nach denn passieren, wenn ich als gesunder männlicher Mitteleuropäer, 44 Jahre alt, halbwegs sportlich, 1,88m groß und 84kg schwer ein Fläschchen (20ml) Tuberculinum GT D30 (Hersteller DHU) auf ex leer trinke? Ich würde auch mal gerne eine Erfahrung machen und die mit anderen hier teilen.

#24 |
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ad 30-Danke Herr Cornelius für die Mitteilung Ihrer Erfahrungen , die mir nachvollziehbar erscheinen-als Schlüsselerlebnis. Das Bild mit der Schwerkraft-na ja, muss man nicht weiter “intellektualisiern”.Die Erfahrung mit der -7- war für mich ein Hinweis vorsichtig mit der häufigen Inkongruenz von Erfahrung und Kausalität-kann man sicher besser formulieren-umzugehen. Vielleicht “schätzen” Sie teilweise eher abstruse Theorien, dass Sie aber eine Menge Fälle “gelöst” haben, die sich der kausalen Hinterfragbarkeit entziehen, kann ich annehmen. Wann, wie , was machen -wird wohl schwierig bleiben.

#23 |
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Rettungsassistent

Unterstellung?
Sie sagen doch selbst, dass man keine Studien braucht. Erfahrung reicht ihnen ja offensichtlich. Das ist die typische ablehnende Haltung der Homöopathie-Adepten gegenüber einer sich ständig entwickelden evidence-based medicine. Homöopathen fürchten die wissenschaftliche Überprüfung ihrer Methoden wie der Teufel das Weihwasser, der Grund dafür liegt auf der Hand…

#22 |
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Rettungsassistent

@23:
Zitat: “Studien brauchen wir nicht…”

Soso…

#21 |
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Ad -25- Die empirische Feststellung der Auswirkung “globaler Produkte” in der Ernährung scheint mir nachvollziebar, hochwahrscheinlich.Die “geheimnisvolle” Wirkung vieler Diäten beruht möglicherweise z.gr. T. auf der Kunst des Weglassens, auf dem Verzicht auf unmäßige Überforderung.Kaum ein Mensch würde wahrscheinlich einen üppigen kulinarischen Streifzug durch sämtliche Regionen unseres Planeten folgenlos überstehen.Mikroflora und Immunantworten reagieren auf das komplexe Zuschütten da und dort sicher unangenehm.

#20 |
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Tierärztin

Als Tierarzt in der ehemaligen DDR, dem Allergien bei Hund und Katze so gut wie unbekannt waren,- Fertigfutter gab es kaum, die Tiere wurden mit Hausmannskost gefüttert -,konnte ich nach der “Wende” die Zunahme von Allergien bei den Tieren beobachten.Nach meiner Erfahrung spielt die Vielfalt der Inhaltsstoffe der Nahrung und damit die Überforderung des Immunsystems, eine große Rolle. Wir ernähren uns mit globalen Produkten, die unser Immunsystem überfordern.

#19 |
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Dass in unserer Zeit Immunsystem und psychische Leistungsfähigkeit oft überfordert und überreizt sind, liegt auf der Hand.Dass Hyposensibilisierungen oft helfen, halte ich für sicher.Dass Immunentlastungen-über Ernährung, Amalgamsanierung in Einzelfällen-dort helfen wo das Fass am Überlaufen ist, scheint mir plausibel.Wie die Homöopathie das “regelt” ,begreife ich nicht wirklich. Eine Schüssler 7 Anwendung hat in meinem persönlichen Umkreis eine deutliche Wirkung zu meiner Verblüffung gezeigt. Ob z.B. ein mit der Methode vertrauter wie Herr Cornelius das erklären könnte?

#18 |
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Volker Blasig
Volker Blasig

@ Rieth : da muss man kein “Idiot” sein, diese These vertrete ich, aus eigener Erfahrung, schon seit Jahren;
@Reitermann : ernsthaft –> diese Symptome können auch bei Reflux auftreten, einfach mal checken lassen;
@ Wolkerstorfer und Karmann : KÖSTLICH !!!

#17 |
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Rettungsassistent

@17:
Was genau verstehen Sie denn unter Naturheilkunde? Homöopathie gehört schon per Definitionem nicht dazu, denn die Wirksamkeit naturheilkundliche Verfahren lässt sich im Gegensatz zu paramedizinischen Verfahren wie Homöopathie wissenschaftlich belegen.

#16 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Danke Herr Rieth (No 19), fühle mich nach dem ewigen Gezänke hier auch langsam reizüberflutet!!!

#15 |
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Horst Rieth
Horst Rieth

letztendlich werden mal ein paar idioten feststellen, dass es die reizüberflutung (feinstäube, aerosole + natürliche “allergene”) ist, die das immunsystem aus dem gleichgewicht bringt.
innerhalb unserer gesellschaft erleben wir im psychischen bereich das äquivalent, depression, neurosen,….

#14 |
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Alles garnicht uninteressant aber mit meiner IGAMNU* der immunenlastender Nahrungsumstellung. Dh alle Intoleranzen, hauptsächlich Lactose und Histamin und igg4,,,, Unverträglichkeiten(Typ Allergie) !!, die keiner ernst nimmt, sagen mir mittlerweile einige 100 Patienten nach 3-6 Monaten ,dass der Heuschnupfen weg ist. Ich rate also erstmal von Desensibilisierungen ab, da bei 90 % der Patienten der Stress nach einigen Jahren wieder los geht bzw es sowieso nicht funktioniert hat. Aber es geht um viel Geld und wenn man selbst weiß, dass man mit guten Colostrumpraeparaten pollinosen beseitigen kann, muss man schon ein ganz schön inflexibler hardcoremediziner geblieben sein,wenn man wegen Gewinnsucht im Sinne der Pharma so weiter macht

#13 |
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ad 3-So sehe ich das auch-bei deutlich zuverlässiger Wirkung der homöopathischen Desensibilisierung wäre ein Strom von “Geheilten” unübersehbar und das Problem nur noch eine Marginalie.Sicher-alles hängt mit allem zusammen (Psyche, Immunsystem..)-“doch hart im Raume stoßen sich die Sachen”.Begrenzt kausale Zusammenhänge sind oft einfacher zu handeln und sehr effektiv-pragmatisch gesehen.Obwohl es wirksame homöopathische “Zauberei” sichelich auch gibt.Ein Weltbild mit Ausschließlichkeitsanspruch ist uns nicht möglich.

#12 |
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Dr. Birgit Laufer
Dr. Birgit Laufer

Sorry, aber diese Kommentare knnen nur Mediziner schreiben, die selber nicht betroffen sind. Ich hatte im Alter von 3 Jahren zum ersten Mal Heuschnupfen, da gab es vorher bestimmt keine Unstimmigkeiten im Leben oder psychische Probleme! Nach 40 Jahren sommerlicher Quälerei, die sich bereits auf die Atemwege ausgewirkt hat, diversen Behandlungen und Medikamenten, die in der Hochsaison wirkungslos waren, habe ich mich zu einer Hyposensibilisierung über 3 Jahre entschlossen. Jetzt schon, nach 1,5 Jahren, ist der Heuschnupfen fast weg. Das ist einfach mehr Lebensqualität!!! Ich würde es Jedem empfehlen, allen Kritikern zum Trotz.
PS: Auch meinem Vater hat es im Alter von 70 und mit allergischem Asthma sehr geholfen!!!

#11 |
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Medizinphysiker

@: war an Nr. 4, Dr. Ock gerichtet!

#10 |
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Medizinphysiker

@: man sollte andere Meinungen gelten lassen, man muss sie ja (wie ich) nicht teilen!
Im übrigen gibt es zahlreiche Hinweise, dass eine psychosomatischee Komponente bei Allergien (auch bei der Entwicklung einer Anaphylaxie) eine Rolle spielt, insofern könnte durchaus die Homöopathie eine Wirkung zeigen. Aber Herr Cornelius: Sie sind in einer unentrinnbaren Falle! Sobald sie zugeben, dass ihre Methode an sich keine kausale Wirkung hat und ihre Theorie milde gesagt nicht zutrifft, wirkt ihre Methode nicht mehr!

#9 |
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Am Beispiel der Allergien und deren massiven Zunahmen in den letzten 20 Jahren läßt sich das ganze Elend einer zu kurt greifenden Medizin ablesen:
1. Daten hier der Krankenkassen sind falsch, es macht wenig Sinn zu behaupten Ántihistaminika würden weniger verschrieben, wahr ist die Krankenkassen haben sich der Pflicht diese Medikamente zu bezahlen schlicht entzogen, verordnet bzw frei verkauft werden natürlich von Jahr zu Jahr mehr.
2. Desensibilisierung ist schon vom Namen her falsch, den es wird immunologisch eher zusätzlich sensibilisiert durch den unphysiologischen Vorgang Allergene zusätzlich parenteral zu geben
3. Wie alles bei dem der Placeboeffekt bei 40 % liegt tummeln sich massenhaft Empfehlungen, die genau nur diesen Effekt nutzen. Bei der Desnsibilisierung wird ebenso fast nur dieser Effekt gemessen.Das ist genauso sinnvoll wie Rosenkranzbeten oder Edelsteintherapie
4. Der massive Placeboeffet beweist allerding, dass es offenbar eine psychogene Komponente gibt.
5. Eine richtiger Arzt wie Virchow hätte längst Luftreinheit gefordert, so weit denken wir heute nicht mehr.Echte Ursachenforschung finder magels Gewinnerwartung nicht statt.

#8 |
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zu Herrn Cornelius:

1. Schuld ist immer die Schul(d)medizin
2. es hilft immer die Homöopathie
3. Studien brauchen wir nicht
4. keine Nebenwirkungen außer
a) hohe Kosten
b) hoher Zeitaufwand
c) persönliche Enttäuschung
d) sinkende Motivation, was Nützliches auwenden
e) die Beschwerden bleiben

Woher ich das weiß?

X-Mal probiert.

Ich bin geheilt!!!

#7 |
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@Herr Cornelius:
Oder vielleicht auch Vitalisierungsarmbänder? Am Ende war es ja nur der gestörte Energiefluss, der sich supramental entladen musste, natürlich getriggert durch die iatrogene Virusinfektion. Oder es entpuppt sich am Ende doch eher als Ornithose? Vielleicht zu lange mit dem Kakadu geknutscht? Wer weiß…

#6 |
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Sara Gonzalez
Sara Gonzalez

Allergien haben immer auch eine oder mehrere Entstehungs-zusammenhänge und sind letztlich ein Symptom, welches darauf hinweisen möchte, dass etwas im Leben nicht stimmig ist. In meiner Praxis konnte ich mit der Hypnosetherapie viel erreichen. Ich denke auch an eine Kombination von Homöopathie und Hypnosetherapie. Meine eigene Allergie, unter der ich 30 Jahre stark litt, konnte damals mit diesen Maßnahmen erfolgreich aufgelöst werden.

#5 |
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Ich möchte nicht wissen, wie oft in meinem Leben ich schon völlig ungehemmtes hohes Fieber habe wirken lassen… trotzdem Heuschnupfen und entsprechende Kreuzallergien gekriegt!
Dass auf der anderen Seite an dem Zusammenhang von Psyche und Immunologie und im speziellen Fall Allergien was dran ist, ist ja mittlerweile anerkannt, soweit ich weiss. Aber als einziger Faktor greift’s halt zu kurz. So einfach ist es halt nicht.

#4 |
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Rettungsassistent

@Cornelius:
Hysterische Reaktion, Übersprunghandlung (den Begriff kannte ich bisher nur aus der Ethologie), Antipyretika und Fieber, Virusinfektion, Chronifizierung…. Aus dieser Melange basteln Sie und andere Homöopathieadepten ihre eigene Theorie, die leider nur ein Problem hat: sie hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun, sie wirkt lediglich auf medizinische Laien schlüssig. Auf Fachleute wirkt sie eher peinlich…

#3 |
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Dr. med. Thomas Biedermann
Dr. med. Thomas Biedermann

Sehr geehrter Herr Cornelius, warum macht es dann kaum einer? Gutes setzt sich doch bekanntlich auf Dauer durch?
Mfg,

#2 |
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Weitere medizinische Berufe

PoLLenalergie, nehme ich an!!

#1 |
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