Krankheitsnamen: Weg mit den SSyndromen?

20. Januar 2016
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US-Studenten laufen Sturm gegen Vorbilder ohne weiße Weste. Viele ihrer früheren Idole waren der Sklaverei nicht abgeneigt oder frönten rassistischen Idealen. Deutschlands Ärzteschaft tut sich vergleichsweise schwer, ihre braune Vergangenheit aus Lehrbüchern zu tilgen.

Rassisten raus: Studenten der Princeton University, der University of Oregon sowie der University of Maryland säubern ihren Campus von falschen Vorbildern. Sie verbannen alle Namen früherer Gelehrter mit rassistischem Gedankengut aus ihrer Wissenschaftskultur. Deutschland folgt diesem Vorbild nicht ansatzweise. Die medizinisch-wissenschaftliche Literatur ist bis heute gespickt mit Namen brauner Vordenker.

Clauberg-Test

Besonders häufig befassten sich Ärzte in dunkler Zeit mit Adolf Hitlers „Rassenhygiene“. Bestes Beispiel ist der Gynäkologe Carl Clauberg (1898 bis 1957). Er schloss sich schon 1933 der NSDAP und der SA an. Nach anfänglichem Desinteresse brauner Eliten fand Clauberg in Heinrich Himmler einen Förderer. Ab Ende 1942 begann der Arzt mit „Experimenten“ in Auschwitz-Birkenau. Er versuchte, über künstlich herbeigeführte Entzündungen Eileiter zu verkleben, was zur Unfruchtbarkeit geführt hätte. Etliche Frauen jüdischer Herkunft starben. Später arbeitete Clauberg in Ravensbrück weiter, geriet in russische Kriegsgefangenschaft und kehrte zurück nach Kiel. Bevor es zur Eröffnung eines Gerichtsverfahrens kam, starb er an einem Schlaganfall. Noch heute erinnert der Name eines Tests zur Bestimmung der biologischen Aktivität von Progesteron an ihn.

Reiter-Syndrom

Kein Einzelfall, wie die Biographie Hans Reiters (1881 bis 1969) zeigt. Der Bakteriologe und Hygieniker beschrieb 1916 erstmals die reaktive Arthritis mit Konjunktivitis, Urethritis und Arthritis als Zweiterkrankung nach gastrointestinalen oder urogenitalen Infekten, bekannt als Reiter-Syndrom. Er war ab 1933 Präsident des Reichsgesundheitsamts und arbeitete in Ausschüssen zur „Rassenpolitik“ mit. Nach zwei Jahren in amerikanischer Gefangenschaft praktizierte Reiter bis zur Pensionierung in der Kasseler Königin-Elena-Klinik.

Hallervorden-Spatz-Syndrom

Neben Gynäkologen und Bakteriologen nutzen auch Gehirnforscher die Gunst der Stunde. So geht die wissenschaftliche Erstbeschreibung von Neurodegenerationen mit Eisenablagerung im Gehirn auf Julius Hallervorden (1882 bis 1965) und Hugo Spatz (1888 bis 1969) zurück. Ab 1933 wurde Hallervorden förderndes Mitglied der SS. Zwischen 1940 und 1945 erhielt sein Institut rund 700 Gehirne psychisch kranker Patienten, die Mediziner im Zuge von „Euthanasie“-Programmen getötet hatten. Zusammen mit Spatz, der 1938 NSDAP-Mitglied geworden war, nahm er an Besprechungen zum „T4“-Tötungsprogramm teil. Beiden Forschern ging es um die Frage, wer Leichen zur Untersuchung bekommt. In einem Brief an den Präsidenten des internationalen Gerichtshofs in Nürnberg dementiert Hallervorden seine direkte Beteiligung an „Euthanasie“-Programmen. Hallervorden und Spatz arbeiteten nach Kriegsende viele Jahre als Hirnforscher in der Max-Planck-Gesellschaft. Noch heute erinnert die Spatz-Stiefler-Reaktion, ein Eisennachweis, an Hugo Spatz. Sein Habilitand Franz Seitelberger (1916 bis 2007) bekam ebenfalls Präparate von ermordeten Patienten. Die nach ihm benannte Seitelberger-Krankheit steht für infantile neuroaxonale Dystrophien.

Van-Bogaert-Scherer-Epstein-Syndrom

Von der Tötung psychisch kranker Menschen profitierten nicht nur Hallervorden, Spatz und Seitelberger. Hans Joachim Scherer (1906 bis 1945) arbeitete im neuropathologischen Laboratorium der Universität Breslau mit Gehirnen von Kindern, die in Loben ermordet worden waren. Ärzte benennen die zerebrotendinöse Xanthomatose nach ihm. Scherer wurde nie verurteilt; er starb bei einem Luftbombenangriff Ende des Zweiten Weltkriegs.

Beck-Ibrahim-Syndrom

Auch der deutsch-arabische Arzt Jussuf Ibrahim (1877 bis 1953) beteiligte sich an staatlichen Tötungsprogrammen. Ibrahim leitete schwerstgeschädigte kleine Patienten an die „Kinderfachabteilung“ des Landeskrankenhaus Stadtroda weiter. Er wusste nachweislich vom „Euthanasie-Programm“ und sprach in Einzelfällen sogar entsprechende Empfehlungen aus. Bis zu seinem Tode blieb Ibrahim hochdekorierter Inhaber des Lehrstuhls für Kinderheilkunde an der Universität Jena. Erst ab den späten 1990er-Jahren begannen Historiker, das unliebsame Erbe aufzuarbeiten. Sein Name verschwand nach und nach aus dem Jenaer Stadtbild. Medizinische Lehrbücher bezeichnen eine Soor-Dermatomykose immer noch als Beck-Ibrahim-Syndrom.

Cauchois-Eppinger-Frugoni-Syndrom

Von der Pädiatrie zur Angiologie. Wissenschaftlicher Schwerpunkt des Internisten Hans Eppinger junior (1879 bis 1946) waren Leber- und Kreislauferkrankungen. Dazu zählten unter anderem chronisch-rezidivierende Entzündungen und Thrombosen der Pfortader und der Milzvene als Cauchois-Eppinger-Frugoni-Syndrom. Im Konzentrationslager Dachau führte Eppinger Menschenversuche durch, indem er Häftlinge Meerwasser trinken ließ. Von den „Studien“ erhoffte man sich neue Erkenntnisse zum Überleben schiffbrüchiger Soldaten. Einen Monat vor dem Nürnberger Ärzteprozess nahm sich Eppinger das Leben.

„Anliegen auf internationaler Ebene beheben“

Angesichts dieser historischen Last besteht dringender Handlungsbedarf. Deshalb organisierte Cesare Efrati, Rabbiner und Arzt am Israelitischen Krankenhaus in Rom, Mitte 2015 ein Symposium. Efrati lud über 100 Ärzte, Medizinhistoriker, Soziologen und Philosophen ein. Sie identifizierten 15 Krankheitsbilder beziehungsweise Methoden mit brauner Vorgeschichte im Namen. Die Bundesärztekammer rät jetzt, „das Anliegen auf die internationale Ebene zu heben und die Frage einer geeigneten Nomenklatur für Krankheiten in den entsprechenden internationalen Gremien, etwa dem Weltärztebund, zu thematisieren“: ein langwieriges Unterfangen.

63 Wertungen (3.65 ø)

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41 Kommentare:

Dr. T. Wagner
Dr. T. Wagner

#40, Arzt: Bevor die Diskussion über rein deutsche Befindlichkeiten hier in eine global-geopolitische Grundsatzdiskussion mündet, klinke ich mich dann mal aus. Von meiner Seite ist zum eigentlichen Thema alles gesagt.

#41 |
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Arzt
Arzt

ach Herr @Dr.T.Wagner, Sie haben keine Ahnung von der Gegenwart???
Noch nie etwas gehört von systematischer wissenschaftlich betriebener Folter?
Von vielen vielen Bomben und vielen vielen Toten.
Es gab vor nicht langer Zeit ein soziales Musterland in einem Kontinent südlich von uns mit kostenloser Gesundheitsversorgung, kostenloser Waisen-Witwen- und Altersrente und einer Lebenserwartung wie bei uns.
Das Land ist zurück in die Steinzeit gebombt worden. Bis heute weis die Weltöffentlichkeit nicht warum. Menschenrechte?

#40 |
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Dr. T. Wagner
Dr. T. Wagner

#38: Auch wenn wir damit vielleicht an jeweils andere Kollegen denken, stimme ich Ihnen zu.

#39 |
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Gast
Gast

Wirklich erstaunlich, mit welcher Inbrunst manche Kollegen hier ihre antiquierten Ansichten verfechten…

#38 |
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Dr. T. Wagner
Dr. T. Wagner

@Nr. 35, Arzt:
Was Wissenschaft bzw. deren Methodik zur Erkenntnisgewinnung ist, war eigentlich unstrittig. Festzuhalten bleibt aber, dass eine “weitestgehende Ausschaltung subjektiver Einflüsse” nur die Methodik selbst betrifft. Da wissenschaftliche Forschung stets von Menschen für Menschen (und nicht für seelenlose Automaten) gemacht wird, bleibt eine wertende Komponente im Gesamtkonzept nie aus.

Und es ist eben (nicht nur) Geschmacksache, ob man den Namen eines Symptoms nach einem Forscher benannt lässt, der sich zur Erkenntnisgewinnung krimineller und menschenverachtender Methoden bediente. Mit einer “fortgesetzten Bestrafung” von Toten hat das schrecklich wenig zu tun. Eher mit der Ehrfurcht denen gegenüber, die keine Möglichkeit hatten, sich gegen die entmenschlichten NS-Ärzte zu wehren.

“Soll das vielleicht von der Gegenwart ablenken, die man real beeinflussen kann ??? siehe#38!”
Hä, wir sind hier doch erst bei #37?! Bitte präzisieren. Keine Ahnung, was Sie meinen. Die Gegenwart hat viele Baustellen, die man beeinflussen kann/muss/soll. Das impliziert doch aber nicht, dass man deswegen über die Vergangenheit Gras wachsen lassen muss.

“Wer die böse Gegenwart ignoriert und nur über die böse Vergangenheit redet, ist scheinheilig.”

Mir sind aus der unmittelbaren deutschen Gegenwart keine Vorfälle bekannt, die mit dem Massenmord an 6 Millionen Menschen in der Nazi-Zeit auch nur ansatzweise vergleichbar wären. Mit ist auch niemand bekannt, der die Gegenwart “ignoriert”. Daher kann ich Ihre Unterstellung von Scheinheiligkeit beim besten Willen nicht nachvollziehen. Da müssen Sie schon etwas deutlicher werden.

#37 |
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Gast
Gast

Deutschlands Ärzteschaft tut sich vergleichsweise schwer deutsch zu sprechen,
nicht englisch.

#36 |
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Arzt
Arzt

@Dr. T. Wagner, weil Sie danach gefragt haben, “Wissenschaft”, genauer “Naturwissenschaft” ist Beobachtung (Messung) von Natur unter weitestgehender Ausschaltung subjektiver Einflüsse. “Experimente” sind in diesem Sinne “Fragen” an die Natur um eine sinnvolle Antwort zu erhalten.
“Wertung” ist bezieht sich NICHT auf Naturwissenschaft, sondern auf MENSCHLICHE Handlung, zu der sicher auch Experimente gehören; immer unter der Prämisse des “freien Willens” des Menschen als “zoon politikon” (Aristoteles).
Wenn klar ist, dass bestimmte Experimente ethisch zu verurteilen sind – und das ist nun wirklich unbestritten – ist das Thema beendet.
Was soll bitte der Quatsch einer fortgesetzten “Bestrafung von Toten”?

Soll das vielleicht von der Gegenwart ablenken, die man real beeinflussen kann ??? siehe#38!
Wer die böse Gegenwart ignoriert und nur über die böse Vergangenheit redet, ist scheinheilig.

#35 |
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Dr. T. Wagner
Dr. T. Wagner

@32, Heiner Bargel

“wenn man den Namen aus dem Syndrom/Test streicht, wäre es eine Form von “Diebstahl geistigen Eigentums”.”

Ihre Argumentation verkennt, dass die Mehrzahl der o.g. Syndrome/Tests auf ethisch abzulehnende Experimenten beruhten. Man kann nicht “geistiges Eigentum” für sich beanspruchen, wenn man auf kriminellem Weg daran gelangt ist.

Ergo: Ohne die Gehirne der ermordeten Kinder wäre Scherer gar nicht erst auf das nach ihm benannte Syndrom gestoßen. Auch in Staaten, in denen heute keine “totalitären Gedanken herrschen”, wird z.B. der akademische Grad entzogen, wenn er auf unrechtmäßige Weise erlangt wurde. Da kann man noch so viel Hirnschmalz hineingesteckt haben.

“Sie entbehrt jeder Wissenschaftlichkeit und ist damit für wissenschaftlich denkende Menschen unwürdig.”

Das kommt darauf an, welche Vorstellungen Sie mit Wissenschaftlichkeit verbinden. Für “unwürdig” halte ich diese Diskussion ganz und gar nicht. Wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung und ethische Verantwortung sind nicht getrennt voneinander zu betrachten. Freilich kann man vortrefflich darüber streiten, wie hoch die ethische Schuld sein muss, um den “tilgungswürdigen” Punkt erreicht zu haben. Ob Watsons “Little Albert”, Milgrams Stromschläge oder Zimbardos Gefängnisversuche schon grenzwertig sind, oder ob der Forscher erst zum Mörder (bzw. Nutznießer eines Mordes) geworden sein muss.

Darüber hinaus kann ich Ihre Argumentation nicht nachvollziehen, inwiefern ein Beibehalt des “geistigen Ruhms” den Opfern (bzw. deren Angehörigen) zugute kommt. Den Namen mit der Begründung, es sein nun mal wissenschaftlicher Usus, einfach beizubehalten, ist jedenfalls auch alles andere als historische Aufarbeitung.

“Mielke hätte sich über Sie gefreut”

Hat er ganz sicher nicht, da er mich seinerzeit wegen Systeminkompatibilität aus dem Lande gedrängt hat.

#34 |
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Gast
Gast

“Handlungsbedarf” besteht für die Gegenwart, nicht für die Vergangenheit,
also Guantanamo bitte, Herr van den Heuvel!
Und können Sie denn “Rassist” definieren?
Wer hat bitte diesen Kampfbegriff erfunden?
(Das ist bekannt!)

#33 |
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@ Dr. T. Wagner

1)
Bereits in #27 hatte ich darauf hingewiesen, daß die simple Namenslöschung keine historische Aufarbeitung ist.

In meinen Augen ist das eine symbolistische Pseudoaktion einer sich verselbständigten, nur nach wildem Aktionismus strebenden und irregeleiteten Political correctness.

Sie entbehrt jeder Wissenschaftlichkeit und ist damit für wissenschaftlich denkende Menschen unwürdig.

Auslöschen von Namen ist Zeichen totalitärer Systeme (vgl Orwell 1984, Ministerium für Wahrheit)

Über solche unwissenschaftlichen Methoden zu spotten, ist die in meinen Augen beste Form der Bloßstellung solchen Unsinns. Und der Spott betraf immer die Methode, nie die Opfer.

2)
Ich bin sehr wohl im Bilde über die zu verabscheuenden Abwege, die die Medizin unter den Nazis machte.

Eben deshalb ist die Namenslöschung der grundfalsche Weg!

Die im Artikel genannten Namen stehen für ambivalente Personen. Auf der einen Seite wissenschaftliche Erkenntnis auf der anderen Verführbarkeit zu inhumanen Forschungen.
Es ist zu unterscheiden zwischen einem Namensentzug bei der Bezeichnung eines Syndroms/Testes und der späteren “ehrenden Namensgebung” an Gebäuden/Kliniken.
Die Bezeichnung des Syndroms ist “geistiges Eigentum”, der Name am Gebäude ist die “Verneigung” der Nachwelt vor der Person.
Insofern ist letzter bei entsprechendem Fehlverhalten zu tilgen; wenn man den Namen aus dem Syndrom/Test streicht, wäre es eine Form von “Diebstahl geistigen Eigentums”.

Was würde denn passieren, wenn auch diese Namen verschwinden würden? Wer würde in Zukunft noch die Frage stellen: “Wer ist Ibrahim? Wer ist Reiter? Wer ist…?” Niemand! Und wenn niemand mehr fragt, dann sind auch die vielen namenlosen Opfer dieser Ärzte dem Vergessen preisgegeben. Sie werden mit ausgelöscht.
Deshalb ist es besser, wenn sie bleiben. Allerdings mit einer entsprechenden qualifizierten (!) historischen Aufarbeitung, nicht mit “Bilderstürmerei” in Form von Namenstilgung.

Wer als historisch halbwegs gebildeter Mensch heute an Wernher von Braun denkt, der denkt nicht nur an seine Forschungsergebnisse (geistiges Eigentum) für die Weltraumforschung, die den Menschen zu Mond brachten, sondern wegen einer gelungenen Aufarbeitung auch an die zahl- und namenlosen KZ-Häftlinge in Penemünde und Dora-Mittelbau. Sie stehen wie eine unsichtbare Wand hinter dem Namen von Braun und werden so nie vergessen.

Und genauso muss es beim Reiter-Syndrom oder beim Namen Ibrahim, und wie sie alle heißen, sein. Fallen die Namen weg, fallen auch die namenlosen Opfer ins Vergessen.

Ich wünschte mir einen Umgang mit ambivalenten Personen der Geschichte wie in Namibia. Dort stehen heute noch die Denkmäler für diverse, auch sehr zwiespältige Kolonialoffiziere etc. Auf meine Frage an schwarze und weiße Namibier sagten diese: “Die gehören zu unserer Geschichte. Mit ihren guten und ihren schlechten Seiten. Wir ehren sie für das Gute und nehmen sie als Warnung für das Schlechte. Außerdem erinnern sie mit dem Schlechten an die namenlosen Opfer. So halten sie Geschichte lebendig. Deshalb müssen die blieben.”

3)
“Gutmenschelnd verklemmt” bezieht sich auf die Politiker im gleichen Satz. Nichts anderes.
Wie Sie einen anderen Bezug herstellen, ist mir schleierhaft. Mein Deutschlehrer hat mir beigebracht, wie Wörter innerhalb eines Satzes zueinander stehen, ihren Lehrer kenne ich nicht.

4)
“Oder aber leiden Sie an einer ungesunden Kombination aus ärztlicher Arroganz und politischer Wutbürgereinstellung (wofür zuweilen die Wortwahl spräche). Für Letzteres bliebe mir nur der Verzicht auf die Fortführung eines Heilberufs (mit den daran gekoppelten beruflichen Selbstverständnis) zu empfehlen.”

Sprache, die für dich dichtet und denkt (Schiller), möchte man mit Victor Klemperer sagen!

Ich war der Meinung, nach 1989 in einem Staat zu leben, wo keine derartigen totalitären Gedanken herrschen würden. Aber Sie erinnern mich mit diesen Worten fatal daran, wie zum Beispiel Wunschstudienplätze jungen Leuten nur aufgrund einer, oft nur angenommenen oder unterstellten,”falschen sozialen Herkunft” oder “falschen politischen Einstellung” in diesem zu Recht untergegangenen Staat DDR verwehrt wurden. Mielke hätte sich über Sie gefreut.

#32 |
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Dr. med T. Wagner
Dr. med T. Wagner

@31, Heiner Bargel:
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie schlicht nicht verstanden haben, zu welchen Gräueltaten sich Ärzte im Nationalsozialismus haben hinreißen lassen. Ihre humoristisch pointierte Gleichsetzung mit dem heute oft aus Wohlstandschauvinismus resultierenden “Rumgreinen” kann eigentlich nur zwei Gründe haben:

Entweder sind Sie diesbezüglich wirklich unwissend, in diesem Fall empfehle ich das Studium der gängigen Ermittlungsakten (die hier unter Prof. Ibrahim verlinkten Unterlagen der Uni Jena wären schon mal ein Anfang).

Was in aller Welt soll daran “gutmenschelnd verklemmt” sein, dass man z.B. den Namen eines Mediziners, der sich nachgewiesener Weise “wissentlich, freiwillig und ohne dass er auf damaliger gesetzlicher Grundlage dazu verpflichtet gewesen wäre, am ‘Programm zur Vernichtung lebensunwerten Lebens’ beteiligte”, nicht mehr als Namenspatron für ein renommiertes Universitätsklinikum verwendet? Ist es nicht ferner eine Selbstverständlichkeit, dass man darüber diskutiert, ob man einem Kollegen weiterhin wissenschaftlichen Ruhm zugesteht, wenn er seine Erkenntnisse unter derart unrühmlichen Umgang mit ihm anvertrauten Menschenleben gewonnen hat?

Oder aber leiden Sie an einer ungesunden Kombination aus ärztlicher Arroganz und politischer Wutbürgereinstellung (wofür zuweilen die Wortwahl spräche). Für Letzteres bliebe mir nur der Verzicht auf die Fortführung eines Heilberufs (mit den daran gekoppelten beruflichen Selbstverständnis) zu empfehlen.

#31 |
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Herr Klein,

womit hat diese Namensauslöschung in dieser Zeit sonst zu tun, wenn nicht mit der überbordenden Political Correctness? Unisex-Toiletten, Genderpseudowissenschaft, Diskriminierungsgeseier all überall. Überall wird rumgegreint, weil der andre ja so böse ist und mir nur schlechtes will. Lauter selbsternannte Opfer! Ist ja auch toll, wenn man in die Opferrolle schlüpfen kann, damit haben immer die anderen Schuld und nie man selbst!

Political correctnes ist die Steigerung der Humorlosigkeit (John Cleese)

Mich würde eine Theresa Orlowski Straße im übrigen nicht stören.

Die Dame ist wenigstens nicht so gutmenschelnd verklemmt und hat für mehr Entspannung gesorgt als so mancher Politiker. :-)

#30 |
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Peter Klein
Peter Klein

P. Klein, Arzt

…zu # 23(Gast)….rassistisch oder dumm….ich bin sicher Beides…immer schon eine beliebte Kombination…

zu #28 Hr. Bargel….das alles hat doch nichts mit der grassierenden politischen Korrektheit zu tuen…den negroiden Typus gibt es..er verschwindet nicht einfach und so soll man ihn auch nennen
….die revanchistische Hinwendung zum Stalinismus mag man bedauern…und natürlich verhindert man diese nicht durch geschleifte Denkmäler….
…und die Nennung von Echnaton macht noch lange keinen Humanisten…wie einfältig….
…fragen Sie sich doch selbst mal, ob Sie in der Theresa Orlowski Str. wohnen möchten….

#29 |
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Roland Schmiermund
Roland Schmiermund

Es wäre sinnvoll, wenn Sie Ihre überschüssige Kraft zum Beispiel bei der Krebsforschung investieren würden, statt bei der Gespensterjagd.

#28 |
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In welch kindlicher Naivität argumentieren eigentlich diese Studenten und mit ihnen der Autor dieses Beitrages und einiger Kommentare?

Sie begeben sich auf eine Stufe mit denen, die meinen, wenn man das Wort “Negerkönig” aus dem Pippi Langstrumpf-Buch streicht, gibt es keinen Rassismus mehr.

Und wenn man das Stalindenkmal in der gleichnamigen Straße Berlins nach dem Tod dieses Massenmörders schleift, gibt es keinen Stalinismus mehr?

Und wenn wir die Namen dieser Mediziner tilgen, wird jetzt und in alle Ewigkeit nie wieder jemand durch die Lebensumstände seiner Zeit verführt, fragwürdige Versuche an Menschen durchzuführen?

Mein zweijähriger Neffe schließt übrigens die Augen und denkt, er bekommt keinen Sonnenbrand mehr, weil er ja jetzt die Sonne nicht mehr sieht.

Namenstilgung bringt gar nichts, das hat das Beispiel Echnathons deutlich gezeigt.

Und wie schwierig gute Aufarbeitung ist, zeigt dieser Artikel:

http://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article137162812/Wie-gute-Aufarbeitung-aussieht-und-wie-nicht.html

#27 |
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Dr. med. Irmela Eckerlin-Wirths
Dr. med. Irmela Eckerlin-Wirths

Was ich nicht verstehe: Wieso konnten diese Leute einfach unbehelligt weiterarbeiten und sogar angesehene Institute leiten? Also entweder wird jemand angeklagt und verurteilt oder er arbeitet als angesehener Mediziner unbehelligt weiter. Oder bin ich einfach zu naiv?

#26 |
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Ich finde den Artikel sehr interessant. Was ich nicht verstehe sind die vielen negativen Kommentare und die Aussagen wie:” Na ja, die Naziversuche an Menschen haben aber die Wissenschaft weit gebracht ” oder “wir verlernen die Menschen, als Produkt ihrer Zeit zu sehen um ihr Handeln nachzuvollziehen”. lese ich das richtig??? So lange ist es noch garnicht her Hr. Uhlenbrock!!!! Sie sollen sich echt schämen! Und was sollen diese Beleidigungen gegenüber dem Autor? Es sind schreckliche Sachen passiert und alleine schon aus Respekt von Hinterbliebenen, ihren Nachkommen oder Verwandten sollen diese Namen ausradiert werden!

#25 |
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Gast
Gast

Ich finde den Artikel gut und richtig.
Hat der Autor noch unlängst gegen Heilpraktiker gehetzt und diese aufgefordert, sich mit ihrer braunen Vergangenheit auseinanderzusetzen, so sind nun die Ärzte dran.
Es ist bekannt, dass viele Kollegen dort ihre Hände im Spiel hatten, im Gegensatz zu den Heilpraktikern.

#24 |
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Gast
Gast

Guten Tag Herr van den Heuvel,
andere Sorgen als diese vermeintlich “historische Last” haben Sie nicht ?
Und was ist mit den Tests: Laufen die jetzt unter Ihrem Namen?

#23 |
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Peter Klein
Peter Klein

P.Klein, Arzt

…Entnazifizierung in der Justiz, in der Medizin und im Verwaltungsapparat war nach `45 nicht erwünscht…darin war man sich einig…heureka….die Erkenntnis, dass es jetzt zu spät ist diesen Sumpf auszutrocknen ist bitter aber real wie die aktuellen, tagespolitischen Ereignisse zeigen…was ist und bleibt ist, dass es sich bei den Kollegen seinerzeit um gewissenlose, narzistische Folterknechte handelte, obrigkeitshörig, nur ihrer Karriere verpflichtet, angstgetriebene, schwanzwedelnde Hunde die ihre Versuche – war vor Wochen noch in Buchenwald – zu, wie #13 sagt “…zu enormen Wissenzuwachs” führten… auf Kosten abertausender Polen, Juden, Sint u Roma und sog. politischer Gefangener ind der sog.Sicherheitsverwahrung…lassen wir doch wieder Dummys durch fleischgewordene Menschen ersetzen…dies führt uns bestimmt auch weiter….und #17 apostrophiert VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG…
…und #4..arme Fr. Bommer…spricht von “..völlig deplazierter anti-deutscher Stimmungsmache”….sind wir wieder soweit ?

#22 |
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Peter Klein
Peter Klein

P.Klein, Arzt

#21 |
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Gast
Gast

Es ist schon erstaunlich, dass erst nach so vielen Jahren, zu einem Zeitpunkt, da die meisten dieser Verbrecher verstorben oder kurz vor ihrem Tod stehen, dieses Thema aufgegriffen wird. Noch dazu kann man plötzlich auch alle Betroffenen namentlich benennen. Genauso verläuft es auch mitden politischen Verbrechern! Wenn man nicht völlig blind und taub sowie des logischen Denkens unfähig ist, wird einem klar, dass in dieser Bundesrepublik nie ein wirkliches Interesse bestand diese Verbrechen aufzuklären.
Wenn die hier gewonnenen Erkenntnisse dann auch noch als das Drama dargestellt werden sollen,ist das geradezu lächerlich. Das Unrecht lässt sich ohnehin nicht mehr sühnen, passen wir lieber auf, dass es sich nicht wiederholt. Denn was politisch hier gerade geschieht, ist äusserst bedenklich. Freihandelsabkommen, die alle demokratischen Ziele aushebeln, könnten den nächsten Rechtsruck bescheren und das sieht man bereits in anderen Ländern.

#20 |
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Gast
Gast

Unärztliches Verhalten?
Meinen Sie damit etwa die Kollegen, die meinen Homosexualität sei eine behandlungsbedürftige Störung und wider Gottes (wem auch immer) Willen?

#19 |
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Glücklicherweise ist das Alter der meisten Kommentatoren nicht bekannt. Ich hoffe, es sind nur die ewig Gestrigen, die immer noch nicht verstehen, dass de Zweck die Mittel nicht heiligt. Beruhigend ist die Initiative in den USA. Die jungen Kollegen haben verstanden, dass sie ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen müssen und dass sie nicht mehr bereit sind, die Doppelmoral der Alten einfach zu akzeptieren, das gilt für die USA wie für Deutschland. Der Blick zurück schärft das Bewusstsein für unärztliches Verhalten in der Gegenwart, da bleibt noch viel zu tun!

#18 |
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Frau im Gesundheitswesen
Frau im Gesundheitswesen

Ich schließe mich Dr. Weisers Meinung an.
Offenbar gibt es vor lauter political correctness oder übereifriger vermeintliche wichtiger “Vergangenheitsbewältigung” keine anderen Probleme in der Medizin.

#17 |
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Dr. Karin Rüttgers
Dr. Karin Rüttgers

Dipl.-Chem. Michael van den Heuvel:

20. Juli 2015 „ Während sich Ärzte längst mit den braunen Flecken ihrer Vergangenheit auseinandersetzen…“

20. Januar 2016 „Deutschlands Ärzteschaft tut sich vergleichsweise schwer, ihre braune Vergangenheit aus Lehrbüchern zu tilgen. …“

13. Mai 2013 “…die Welt ist nur selten schwarz oder weiß.”

Die politischen Themen, die Herr van den Heuvel aufgreift, sind für mich schon interessant und relevant. Leider neigt er dabei zur Schwarz-Weiß-Malerei, mit der er der ernsthaften Auseinandersetzung keinen Gefallen tut.

Schade.

Beste Grüße
Karin Rüttgers

#16 |
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Andreas Ekkert
Andreas Ekkert

Riecht nsch volle Idiotismus.

#15 |
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Gast
Gast

Herr Hans-Peter Moser!
Dann müsste Ihnen konsequenterweise auch die Approbation entzogen werden…

#14 |
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Zum einen muss gesagt werden, daß die damaligen Menschenversuche der Nazis zu einem enormen Wissenszuwachs in der Medizin geführt haben, nicht nur in anatomischer, sondern auch in klinischer Hinsicht. Es gab auch eine Menge vollkommen hirnrissiger Theorien, die untersucht wurden. Es ist natürlich nicht entschuldbar, mit wieviel Leid und Schmerz diese wissenschaftlichen Zugewinne erkauft wurden. Es ist sicher auch richtig, daß einige Forschungsergebnisse von den betreffenden Wissenschaftlern bereits vor deren “Nazikarriere” erbracht wurden und nicht ausschließlich während derselben. Richtig auch die schon genannte Doppelmoral durch #6 und #8.
Was wäre der Ausweg aus dem Dilemma? Endlich mal konsequent die mit Eigennamen versehenen Morbus, Syndrome und Strukturen durch die allgemeingültige Nomenklatur ersetzen. Damit wäre alle, aber auch kritische Namen vom Tisch.

#13 |
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Ein Gegenteil wäre das Nonnenbruch-Syndrom, benannt nach dem SS-Sturmbannführer Wilhelm Nonnenbruch. Es beschreibt die Extrarenalsyndrome, also die Niereninsuffizienz bei Nierengesunden. Beim Kardiorenalsyndrom, beim Pulmorenalsyndrom und beim Hepatorenalsyndrom kommt es auch ohne jede Nephropathie zur Niereninsuffizienz. Er verlor 1945 seine Frankfurter Professur, weil er KZ-Ärzte ausbildete. Trotzdem veröffentlichte er 1949 im Thieme-Verlag sein Buch über “Die doppelseitigen Nierenkrankheiten”. Ein bahnbrechendes Werk ohne jede politische Äußerung, welches wegen seiner Vergangenheit völlig ignoriert wurde.

#12 |
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Gast
Gast

“es besteht dringender Handlungsbedarf “…? Ich glaube es gibt wirklich Wichtigeres.

#11 |
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Dr. phil. Martin Wieland
Dr. phil. Martin Wieland

Die Aufarbeitung in den USA ist erst dann ernst zu nehmen, wenn sich dort besonders auf der universitären Ebene selbstkritisch mit der jüngeren und jüngsten Geschichte der Medizin aufeinandergesetzt wird. Und zwar konsequent!

Man erinnere sich an die Ärzte, die in Guantanamo die Zwangsernährung von Gefangenen durchführten: http://www.theguardian.com/world/2013/jun/12/guantanamo-bay-doctors-ethics-force-feeding Oder an die Psychologen, die bei der Konzipierung und Durchführung von Folter nicht nur in Guantanamo halfen.

In der jüngeren Geschichte wurden in den USA von den Nazis inspirierte Projekte wie das Unternehmen “Operation Artischocke” (“Die Verhörmethoden der Operation Artischocke wurden zusätzlich von Augenzeugenberichten über Experimente in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten geprägt.”, Wikipedia) mithilfe von Ärzten durchgeführt, ohne die solche Projekte gar nicht durchführbar gewesen wären, bei denen es das Ziel war die “Bewusstseinskontrolle” über andere Menschen zu erreichen. Wobei es zu Todesfällen und schweren psychischen Schäden bei den “Probanden” kam.

Eine Dokumentation auf PHOENIX über das Nachfolgeprojekt von “Operation Artischocke”, über “MKULTRA”, das bis in die 1970er Jahre hinein durchgeführt wurde (Sendezeit: 03:30 Uhr in der Nacht): https://www.youtube.com/watch?v=J5HKv2QXCio Aufgeflogen waren die an nichts ahnenden Patienten vorgenommenen Menschenversuche unter anderem dadurch, dass ein involvierter Chefarzt einer psychiatrischen Klinik nicht alle Akten vernichtet hatte.

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/MKULTRA#Ein_t.C3.B6dliches_Experiment

Bei allem Respekt für Ihren Artikel, Herr Dr. van den Heuvel; getrauen Sie sich auch an diese Themen heran?

#10 |
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Corinna Maier
Corinna Maier

Die frage ist doch vielmehr, ob man evt. damals gewonnene Erkenntnisse zu Diagnose und Therapie heute dann auch nicht mehr benutzen will…? Habe kein konkretes Bsp zur Hand, könnte mir aber schon vorstellen, dass durchaus manche Therapie auf damaliger Forschung beruht…?

#9 |
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Jürgen Winter
Jürgen Winter

Langsam wird es lächerlich. Das Reiter-Syndrom wurde erstmals 1916 beschrieben und hatte sicherlich mit der Nazi-Zeit nichts zu tun. Dass Herr Reiter viele Jahre später Präsident des Reichsgesundheitsamtes wurde, tut seiner wissenschaftlichen Leistung keinen Abbruch. Interessant ist, dass man in Amerika die Raketen- und Atomwaffenforscher von Braun und Oppenheimer in Ehren hält, obwohl sie stramme Nazis waren, ist bezeichnend für die amerikanische Doppelmoral.
Bei Erkenntnissen, die in Zusammenhang mit Euthanasie-Programmen stehen, sieht das dann etwas anders aus.

#8 |
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Es wird Zeit, dass deutsche Studenten es
der USA nachmachen, meine Facharzt Urkunde wurde noch von einem ueblen
Altnazi 1975 unterschrieben! Damals Präsident einer landesaerztschaft!

#7 |
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Prof. Dr. med. Detlev F. P. Uhlenbrock
Prof. Dr. med. Detlev F. P. Uhlenbrock

Das Problem ist, dass wir heute zunehmend verlernen, Menschen als Produkt ihrer Zeit zu sehen und von daher ihr Handeln nachzuvollziehen. Das wird uns durch eine wachsend dogmatische Sichtweise, was richtig und falsch ist, ausgetrieben.
Politische Strömungen versuchen die Deutungshohheit über die Interpretation aller historischen und aktuellen Bezüge zu bekommen, alles, was nicht passt, wird dogmatisch ausgrenzt.
Das Problem ist nur, man kommt auch mit den ganz Großen der Weltgeschichte in Konflikt. Ein Beispiel ist Luther, der ein großer Judengegner war und über die Juden ein Pamphlet geschrieben hat, was ihn eigentlich zur Unperson machen müsste. Aber das geht halt nicht. Also beißt man auf die Zähne
Bei dem einen oder anderen Forscher werden wir es so auch handhaben.

#6 |
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Dr. Thomas Weiser
Dr. Thomas Weiser

Wichtigere Probleme gibt es immer:-)

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich in die in meinem Kommentar gestellten Fragen NICHT als Suggestiv-Fragen verstanden wissen möchte. Ich finde, das ist wirklich ein interessantes Problem, bei dem es allerdings -wie bei vielen Fragestellungen- m. E. keine eindeutige, “richtige” Antwort geben kann.

#5 |
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physician Silvia Bommer
physician Silvia Bommer

Dr Weiser, Herr Hildebrandt – absolut korrekt. Der Artikel ist eine völlig deplazierte anti-deutsche Stimmungmache.

#4 |
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Heilpraktiker Gerhard Hildebrandt
Heilpraktiker Gerhard Hildebrandt

Ich schließe mich sehr der Kommentierung von Dr. Weiser an. Hinzufügen möchte ich noch, es gibt wirklich wichtigere Probleme.

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Gast
Gast

Interessant aber nutzlos…

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Dr. Thomas Weiser
Dr. Thomas Weiser

Interessante philosophische Frage: Was qualifiziert/disqualifiziert einen Beitrag zum Erkenntnisgewinn?
Genannte Personen haben wissenschaftliche Leistungen vollbracht, die nach ihnen benannt wurden.
In wieweit hat das mit den von ihnen verübten/unterstützten/geduldeten Verbrechen zu tun?

Wenn wir z. B. erst jetzt herausfinden würden, dass André-Marie Ampère ein Massenmörder war – müßten wir dann nachträglich dem Strom eine andere Einheit verpassen? Würde das seine wissenschaftliche Leistung schmälern?

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