Pathologen auf dem Seziertisch

20. Juli 2011
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Wir nehmen die großen Pathologen für Euch auseinander: Im Buchvergleich stellen wir Euch das "Kurzlehrbuch Pathologie" von Thieme und den "Intensivkurs allgemeine und spezielle Pathologie" von Elsevier vor. Wer schneidet besser ab?

Wer macht das beste Pathologiebuch: Thieme oder Elsevier? Welches eignet sich besser zum lernen? Und wir steht’s um das Preis/Leistungsverhältnis? Wir haben zwei Bücher auf Herz und Nieren geprüft.

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Titel
“Kurzlehrbuch Pathologie” “Intensivkurs Allgemeine und spezielle Pathologie”
Kurzlehrbuch Pathologie Intensivkurs Allgemeine und spezielle Pathologie
Autor
Matthias Krams, Sven Olaf Frahm, Udo Kellner, Christian Mawrin K.J. Bühling, J. Lepenies, K. Witt
Verlag
Thieme Elsevier
ISBN
978-3-13-143251-3 978-3-437-42412-0
Preis
34,95 € 48,95 €
Seiten
546 558
Bindung
flexible Bindung flexible Bindung
Zusatzmaterial
nicht vorhanden Anbindung an das Elsevier-Portal im Internet Mit Fällen zum Üben, mediscript-Fragen und ausführlichem Literaturverzeichnis
Inhalt
Im Kurzlehrbuch Pathologie werden die wichtigsten und für die Prüfung relevanten Inhalte des Grundlagenfaches in kompakter Form zusammengefasst. In Ergänzung der klassischen Basics wie zum Beispiel Immunpathologie und Entzündungslehre werden im größten Teil des Buches die Inhalte organbezogen aufgeführt. So gibt es u.a. separate Kapitel zu Erkrankungen der Schilddrüse oder pathologischen Verän-derungen des Nervensystems. Jedes dieser Kapitel beginnt zunächst mit einem klini-schen Fall der die Relevanz des folgenden Abschnitts verdeutlicht und eine gewisse Vorschau gibt. Darüberhinaus findet sich zu Beginn eines jeden Textabschnitts eine kurze zusammenfassende Einführung, am Ende ist meist ein Merkkasten mit Sätzen oder Definitionen zum Pauken zu finden. Gerade aufgrund dieser Strukturierung kann das Kurzlehrbuch auch zum Nachschlagen genutzt werden. Bei diesem Titel handelt es sich um ein Lehrbuch für das Fach Pathologie. Neben den allgemeinen Grundlagen pathologischer Veränderungen wie Entzündungen oder Tumoren werden auch spezielle Krankheitsprozesse der einzelnen Organe in einem eigenen Abschnitt behandelt. Da sich dieses Lehrbuch speziell an den Bedürfnissen von Medizinstudierenden orientiert, folgt die inhaltliche Darstellung größtenteils einer Gliederung in Definition, Ätiologie/Pathogenese und Morphologie. Darüberhinaus finden sich im Text regelmäßig geschlossene Abschnitte über klinische Aspekte, Praxisfälle sowie hervorgehobene “Merke-Boxen”, in denen Wichtiges zusammengefasst wird. Der Text ist angenehm lesbar und aufgrund der klaren Gliederung eignet sich das Buch auch zum schnellen Nachschlagen konkreter Begriffe.
Relevanz für Kurse und Examen:
Aufgrund der äußerst kompakten Darstellung und der starken Fokussierung auf das Wesentliche eignet sich dieses Lehrbuch besonders zur Prüfungsvorbereitung und zum Wiederholen vor dem Hammerexamen. Ein ausführliches Lehrbuch kann dieser Titel aber nicht ersetzten, da die Inhalte ohne gewisse Vorkenntnisse nur schwer zu verstehen wären. Im Kurs kann das Buch sicher zum Nachschlagen wichtiger Begriffe dienen. Als Hilfe während des Mikroskopierens ist es hingegen eher ungeeignet, da es kaum Bilder enthält. Die Inhalte des Buches haben eine hohe Prüfungsrelevanz, da sie genau auf die Anforderung des IMPP ausgerichtet sind. Viele Tabellen erleichtern zudem Lernen und Wiederholen und über das Online-Portal hat der Leser Zugang zu mediscript-Fragen. Für den praktischen Pathologie-Kurs hinterm Mikroskop würde ich hingegen eher einen Atlas empfehlen, da im Intensivkurs allgemeine und spezielle Pathologie diese auf ein notwendiges Minimum reduziert worden sind.
Layout und Druck
Die auf den ersten Blick durchschaubare Gliederung führt den Leser rasch zum gesuchten Kapitel und zahlreiche farblich hervorgehobene Merke-Kästen erleichtern das Auswendiglernen. Der Druck zeichnet sich durch eine hohe Qualität und klare Farben aus. Die wenigen Grafiken sind allerdings alle sehr klein und lassen die entsprechenden pathologischen Prozesse nur schwer erkennen. Wie auch der Inhalt besticht das Layout vor allem durch eine klare Strukturierung. Lernkästen werden farblich abgegrenzt und viele Tabellen erleichtern das Auswendiglernen wichtiger Begriffe und Zusammenhänge. Die wenigen Grafiken haben alle eine hohe Qualität und der flexible Einbund ist robust genug, um das Buch während des Kurses immer dabei zu haben.
Preis/ Leistung:
Für ein medizinisches Lehrbuch mit über 500 Seiten sind knapp 35 Euro ein fairer Preis. Die Qualität des flexiblen Einbands ist sehr hoch, sodass das Kurzlehrbuch sowohl beim Kurs als auch am Ende des Studiums zum Vorbereitung auf das Hammerexamen gute Dienste leisten kann. Obgleich der Preis mit fast 50 Euro nicht gerade günstig ist, stellt die Anschaffung doch eine gute Investition für Prüfungen und das Examen dar. Da die Inhalte viele Überschneidungen mit anderen Fächern haben (z.B. Onkologie) ist dieses Lehrbuch auch noch nach der Prüfung zum Nachschlagen gut zu gebrauchen.
Fazit
Da sich die Inhalte auf das absolut Wichtigste beschränken, eignet sich dieser Titel vor allem zum Wiederholen und zur gezielten Prüfungsvorbereitung bei bereits vorhandenem Grundlagenwissen. Aufgrund der übersichtlichen Struktur kann das Buch sicher auch nach dem Examen noch als Nachschlagewerk von pathologischen Begriffen dienen. Leider gibt es nur sehr wenige Bilder, die zudem die gezeigte Struktur nur schwer erkennen lassen. Daher 2 Sterne Abzug. Inhalt und Layout überzeugen auf ganzer Linie. Allerdings hätte ich mir selbst noch mehr Grafiken gewünscht, die den Text besser veranschaulichen. Daher ein Stern Abzug.
Sterne
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9 Wertungen (2.89 ø)
Allgemein

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4 Kommentare:

Annette Fritz
Annette Fritz

Durch den von Ihnen direkten Vergleich der beiden Bücher, würde ich mich für Elsevier entscheiden. Sicher verlasse ich mich hierbei auch auf Ihre fachliche Kompetenz! Aber das ist nicht der eileinige Grund. Ich habe sehr wohl auch Ihre Beurteilungen Einfluss auf meine Entscheidung nehmen lassen. Habe die Bücher aber auch selber im “Schnellverfahren” verglichen und auch Elsevier zu meinem Farvoriten gemacht!
Vielen Dank!!!

#4 |
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Studentin der Humanmedizin

Ich habe von vielen KollegInnen gehört, dass das Buch Spezielle Pathologie einfach für die Prüfungen nicht ausreicht und kenne dafür auch welche, die mit dem Buch vom Thieme gelernt haben und sehr gut damit gefahren sind. Daher bin ich pro Thieme;)

#3 |
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Martin Rütze
Martin Rütze

Das beste Patho-Lehrbuch ist der Böcker! Klar, nicht zum unmittelbaren Lernen für die Prüfung, aber ansonsten dürfte er mein am häufigsten genutztes Nachschlagewerk sein.

#2 |
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Meike Manger
Meike Manger

Ich hatte beide Bücher aus der Bib ausgeliehen und bin schnell beim Elsevier-Buch gelandet. Die Gliederung hat mir einfach mehr zugesagt und auch die Lehrtexte fand ich ausführlicher.

#1 |
  0
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